1468/16: Nachruf: From The Beginning of my Youth – Erinnerungen an Greg Lake (ELP)


Greg Lake – Lucky Man

Gregory Stuart „Greg“ Lake (* 10. November 1947 in Poole, England; † 7. Dezember 2016 in London) war ein britischer Bassist, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent. Er wurde bekannt als Mitglied der Progressive-Rock-Bands King Crimson und Emerson, Lake and Palmer. Seine wohl bekannteste Komposition ist die Akustik-Ballade Lucky Man, die er noch während seiner Schulzeit schrieb.

Von Anfang an bekam ich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine ziemlich genaue Vorstellung davon, dass über die Schlagermusik eines Dieter Thomas Heck (Hitparade) hinaus noch eine dunkle Seite des Mondes existierte. Mit Lichtorgel, verdunkeltem Zimmer, Flokatiteppichen und Hubschraubern, die stereo flogen, von links nach rechts. Es war The Dark Side of the Moon jener Pink Floyd und sie waren nur der Anfang. Ich selbst war zu spät geboren, um von Anfang an Led Zeppelin, Deep Purple oder The Nice in mein Morgenkulturgebet einzuschließen.

Darauf kam ich erst durch den Musikunterricht in der Schule meiner Musiklehrerin Frau Gerds in Berlin-Dahlem. Die „alte Grachtel“ war uns allen äußerst unangenehm. Im Nachhinein verstehe ich das nicht mehr. Sie fragte herum, wer von uns ein Instrument spielt? Ich verschwieg, was ich tat, aber Frau Gerds wusste es aus anderem Zusammenhang: Tommy, Du spielst doch jetzt Schlagzeug. Warum sagst Du denn das nicht? Es war mir unangenehm gewesen.

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1370/16: Nachruf: Keith Noel Emerson (* 2.11. 1944; † 10.03.16) – ‚Ich war nie ein Rockstar. Alles was ich will, ist Musik machen.‘

Kerze (animiert)


Keith Emerson – His Finest Hour

Music: Abaddon’s Bolero by Keith Emerson ;
Beyond The Stars by Keith Emerson

Sein war meine so ziemlich erste Eintrittskarte ins Kopfkino weltbewegender klassischer Musik. Ihm verdanke ich die Eins, die ich einstrich, so kenntnisreich als möglich über die Bilder einer Ausstellung zu berichten, die sich mit dem Hexenhut von Baba Jaga befasste. Pictures At An Exibition – Mussorskys Klassik, gewandet in ein bravourös eingekleidetes, zeitgenössisches Rockmusikgewand der drei Epigonen Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer, uhh, what a lucky man I was?

Mit 71, so heißt es, sei er mit einer Waffe in der Hand und einer zielsicheren Kopfverletzung in Santa Monica von seiner Lebensgefährtin aufgefunden worden. Er habe sich vermutlich selbst gerichtet. Es steht fest: Er war ein empfindsamer, sensibler Mensch, der so schön Musik machte und so die Welt bewegend.

Ein großer Held meiner ersten Entdeckungen ernsthafter Musik. Unvergessen eine Dokumentation über die Auftritte und Bandproben der Band Emerson, Lake & Palmer namens The Manticore Special zur Welttournee 1973, den ich nachfolgend aus Anlass seines Todes hier folgend zeige.

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1085/14: Gigs, Preview: Zwei Veranstaltungstipps | Berlin | Rolf Brendel im Gespräch mit Jim Rakete | The Mightiest Ever

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Wer.rettet.Berlin

Sie trug einen roten Lederminirock des Westberliner Lederdesigners Daniel Rodan (damals ansässig Europa-Center an der Tauentzienstr.) und schrieb Musikgeschichte. Und adaptierte den roten Luftballon als Aufblaswerkzeug zur Weltkriegsverhinderung, ohne Refrain, mit Platz 1-Notierung in USA, die heute NSA heißen.  Kriegsminister hinterher, Alarm zu geben, wenn´s so wär. Ein ganz aktueller Welthittext von „anno zwirn“. #Nena

Rolf Brendel ist ein deutscher Schlagzeuger, Jahrgang 1957, und stammt aus Hagen.

Er war die „Time Machine“ hinter dem „german Frolleinwunder“ der Achtziger, der seinerzeit mit ihm liierten Sängerin mit Weltstarqualitäten Gabriele „Nena“ Kerner. Über die Werdung dieses deutschen „Nachkriegswunders“, die Formierung der Band NENA, spricht der frühere Manager, bekannte Top-Fotograf und „Szenemogul“ Günter „Jim“ Rakete mit Rolf Brendel anlässlich bzw. gelegentlich seiner Buchpremiere „NENA – Geschichte einer Band“. Notiert Euch 16.10.2014 | Beginn: 20:00 | Volksbühne (Roter Salon) | Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin. Moderation: Anja Caspary (RadioEins)

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1076/14: Lied des Tages: „Tarkus“ von Emerson, Lake & Palmer performed by „The Mightiest Ever“

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Okay, es ist irgendwie butterweich, aber auch hammerhart.

Was sich die Berliner „The Mightiest Ever“ vorgenommen haben, ist Rockgeschichte, genauer ProgRock-Geschichte: Emerson, Lake & Palmer, das Stück „Tarkus“, hier ein Video aus der Kunstfabrik Schlot.

So ist Emerson, Lake & Palmer zeitlos. Selbst jüngere Aspiranten stehen wieder drauf: Wer Dream Theater hört, kann sich auch so was reinziehen. Viel Spaß damit.

Wer sich über die Band informieren möchte, bitte

schön hier entlang…

895/13: Video: Die „Bilder einer Ausstellung“ von ELP sind ein alter Hippieschinken, aber großartig

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Emerson, Lake & Palmer – Pictures At An Exibition

Pictures at an Exhibition is an album by British progressive rock band Emerson, Lake & Palmer, released in 1971 as a live album and re-released in 2001 as a remastered edition including both live and studio versions of Modest Mussorgsky’s classical piece Pictures at an Exhibition. The original live album was recorded at Newcastle City Hall in North East England. The opening track of the album was played on a Harrison & Harrison pipe organ which was installed in the City Hall in 1928. The organ console is some way above stage level, at the top of a stepped terrace used for choral performances. The drum roll connecting the opening track to the next served to cover Emerson’s dash back down to the stage. There was also a video made of a different live performance (Lyceum Theatre, 9 December 1970). This had a limited theatrical release in 1973, and a remastered DVD release with Dolby surround sound in 2000. Being a live album, sometimes Keith Emerson’s voltage-controlled Moog oscillators went out of tune, due to humidity and temperature.

Das Video ist alt und rumpelig. Aber an Schönheit kaum zu überbieten.

Dies hier als #Lied des Tages nochmals vorzustellen, mag dem einen oder anderen wenig geläufig sein. Ältere Musiker und Musikinteressierte wissen erinnerungshalber noch gut Bescheid, um was für eine Gruppe es sich bei Emerson, Lake & Palmer handelte. Gehörte sie doch in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den so genannten „Supergruppen“. Sie füllten jede Konzerthalle und bei Bedarf auch Stadien. Das alles war kein Problem. Die Platte „Pictures At An Exibition“ gehörte als denkbares Besitztum von „nachwachsenden Hippies“ in jener Zeit zum Pflichtkürprogramm jedes angehenden „Coolios“. Wer sie hatte, gehörte dazu.

Viel Spaß.

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435/11: Nachruf: Gary Moore, britischer Gitarrist der Sonderklasse, ist tot. #Update Keith Emerson


Gary Moore – Still got the blues (via Youtube)

„Was hast Du, was andere nicht haben?“: „Wenn ich vor 1000 Leuten spiele, jubeln alle. Wenn Du das tust, jubelt keiner.“ Gary Moore konnte auf eine Bühne gehen und das Publikum für sich einnehmen. Es war nicht nur seine unglaubliche Virtuosität, sondern er hatte diese Gabe, Menschen spontan beeindrucken zu können.“ Volkmar Kramarz im Gespräch mit der ZEIT über Gary Moore, Link unten

RIP – Gary Moore. Zu früh. Nicht zu ändern!

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