1381/16: Video: Eugen Ciceros Version von „Sunny“ (last recording)

Roger Marcel Cicero Ciceu (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 in Hamburg)

Sunny – Eugen Cicero’s last recording Swinging Piano Classics Eugen Cicero’s last recording Eugen Cicero – Piano Decebal Badila – Bajo Eléctrico . Recorded in concert at the Kursaal in Uberlingen am Bodensee in December 1996, IN+OUT Records , 2002 Aus, die Maus. Angereichert mit allerhand Zitaten und musikalischen Versatzstücken nimmt sich die Aufnahme von … Weiterlesen

1380/16: Video: Roger Cicero im Interview mit Jürgen Jürgens

Roger Cicero singt Sinatra auf CD/DVD und live 2016 Frank Sinatra wollte Berlin zu einem Parkplatz umbauen. Allerdings sparte er auch nicht mit Aktion, wenn es um den Schutz seiner musikalischen Freunde ging, erzählt Jürgen Jürgens ganz nebenbei, als es um Frankieboy Sinatra geht. Jürgen Jürgens schreibt heute auf facebook: „Ich bin sprachlos und voller … Weiterlesen

1379/16: Nachruf: Roger Cicero (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 ebenda) – Zog die Schuhe aus.

Traurig! #blackbirdsTV #TTT #Tulipstagram #Banner

Kerze (animiert)

Trauerbanner_Blackbirds.tv


Roger Cicero – Zieh die Schuh aus (Offizielles Video)

Wie der Vater, ähnlich wohl sein Sohn. Über den Vater ist zu lesen: „Vereinzelte Kritik erntete Eugen Cicero wegen seiner zeitweiligen Nähe zur sogenannten U-Musik – etwa vergleichbar mit James Last, Paul Kuhn oder Erwin Lehn. Cicero war ein Pionier und Meister des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt.“

Gott, ist das eklig. Er sang mit verschmitztem Unterton: „Ich bin ein Sammler, ein Jäger, ein guter Ernährer. Ein Schrauber, ein Dreher, ein Ganz-Früh-Aufsteher. Ein Broker, ein Seller, ein Intellektueller. Ein Helfer, ein Heiler, im Grunde ein Geiler. Bin ein Schöpfer, ein Macher, Beschützer, Bewacher. Ein Forscher, ein Retter, adretter Jetsetter. Gestählter Don Juan, ein Bild von einem Mann.“ Soweit korrekt aus dem Songtext zitiert, ließe sich die Beschreibung wohl locker fortsetzen.

Weiterlesen

1378/16: Video: Don´t let it show – Alan Parsons Project (aus: I Robot)

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #Alan Parsons

THE ALAN PARSONS PROJECT – DON’T LET IT SHOW Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #AlanParsons Harsche Worte gegen diese Form des Islamismus und -ehrlich- niemand hat das richtige Rezept: Wie mit all dem umgehen? Etwa wie die Brüsseler Hooliganszene, die das Gedenken an die Toten stört und … Weiterlesen

1377/16: Video: „Leaving“ von Richie Beirach, performed live – „Don’t play the frame, play the picture!“

#Jazz #Icon (4.5.10)

Leaving by Richie Beirach Drei im roten Kreis feat . Richie Beirach live in der Jazzscheide Düsseldorf Reiner Witzel – sax Richie Beirach – piano Joscha Oetz – bass Christian Scheuber – drums Ein Nasshorn und ein Trockenhorn spazierten durch die Wüste. Da stolperte das Trockenhorn, und´s Nasshorn sagte: Siehste? (Heinz Erhard) Die drei im … Weiterlesen

1376/16: Video: Just this bit of fine Jazz to your attend! Die Ärzte wussten es bereits: Jazz ist anders.

Im Frankfurter Raum nützlich, für Neckarbrückenblues ungeeignet, das Main-Piano1

OMAR SOSA & JOO KRAUS – Recaredo / Echo Bay / Jooleo – live 2015 @ Tollhaus Karlsruhe Veröffentlicht am 26.03.2016 Omar Sosa & Joo Kraus – Live im Tollhaus in Karlsruhe – 12. April 2014, cameras: Thierry Miguet, Hermann Fischer, Monika Handschuh, Wolfram Plessing, video-edit: Thierry Miguet @ wahwah.tv Jazz ist Ruhe, sometimes. Thierry … Weiterlesen

1375/16: Positionen: Vom Osterfest 2016

Om-Halskette

Sonor Signature #TTT

In den überwiegenden Fällen historisch besonders verdienstvoller Menschen denken wir uns die Geburtstage wichtiger Musiker und Musikerinnen als größere Ereignisse als deren Tod.

Abgesehen von einer gewissen Ärgerlichkeit ihres Verbleichens hat die Tatsache, dass sie geboren wurden, mehr zur Wesentlichkeit dieser Persönlichkeiten beigetragen als ihr Tod.

Das gilt auch für den Club 27, wobei man diesbezüglich gar nicht genau sagen kann, wie der Nichtbeitritt dieses Personenkreises zum Club sich ausgewirkt hätte, wenn sie diesem gar nicht erst beigetreten wären, sondern weitergemacht hätten wie bisher. Das ist reine Spekulation. In diesem Sinne gedenken wir mit einem besonders ehrenden Gedenken derjenigen, die geboren wurden um zu sterben. Insbesondere auch jene, die starben, um unsterblich zu werden. Sie wurden geboren, um zu sterben.

Weiterlesen

1374/16: Buchtipp: Volker Hauptvogel veröffentlicht „Fleischers Blues“ und erzählt vom West-Berlin der Siebziger und wie es war

Volker Hauptvogel - Fleischers Blues

_banner.Tagestipp

Volker Hauptvogel - Fleischers Blues
Volker Hauptvogel – Fleischers Blues

Für fast gar keine Kohle hatten wir eine echte Probebühne. Mit Licht, Kühlschrank, allem drum und dran. Und dann waren wir Vorband zur Nina Hagen Band. Leider eine undankbare Aufgabe, haha. Alle wollten Nina. War OK so. (Volker Hauptvogel, damals Sänger von MDK, Erinnerungen)

Volker Hauptvogel kann so schön erzählen.

Die Leser dieser Website wissen es ja.

Wie es war, damals, als er 1976 nach Berlin kam, erzählt er jetzt in seinem gerade erschienenen Buch „Fleischers Blues“. Es ist eine mit Herzblut geschriebene Geschichte wie ein Roman. Aber man kann dem fiktiven Buch jede Zeile glauben. Denn Hauptvogel lebt.

Es heißt, er habe den Punk erfunden. In Berlin ist seine Band Mekanik Destrüktiw Komandöh die allererste, schon kurz nachdem die Sex Pistols die Königin rasierten. God shave the Queen. Überhaupt war Punk ein britisch begrenztes Unterfangen: Anarchy in the UK.

Hauptvogel und seine Mitmusiker holten den Punk nach West-Berlin.

Weiterlesen

1373/16: Kritik: Die Lage ist äußerst ernst im Musikalien-Einzelfachhandel deutschland-, ja weltweit

„Lieber Honigbär, ich spreche nur für mich selbst. Ich kenne Musik Oehme seit ca. Ende der Siebziger Jahre. Das Geschäft hat einen Standort, eine Stammkundschaft und ist seit dem und noch länger dort ein einziges. In ganz Berlin und deutschlandweit sterben die Musikalienfachhändler nach und nach weg, weil die zwei drei großen Platzhirsche und das … Weiterlesen

1371/16: Video: „Gestrandet“ – mit Robert Gläser – In der Einsamkeit der Zweisamkeit.

Robert de Niro - Taxi Driver (gif)

Robert Gläser – Gestrandet (Official Video) Veröffentlicht am 03.03.2016 Das Album „Robert Gläser“ jetzt bestellen: Amazon: http://bit.ly/RobertGlaeser   Jetzt geht’s los. Robert Gläser hat eine neue, gut gemachte Website. Das Los verbindet in musikalischer Hinsicht Helene Fischer und Robert Gläser. Nur halbseiden. Sie ist atemlos. Er schnörkel-. Sie kommt langsam. Er gewaltig. Er macht Eindruck. … Weiterlesen

1370/16: Nachruf: Keith Noel Emerson (* 2.11.44; † 10.03.16) – ‚Ich war nie ein Rockstar. Alles was ich will, ist Musik machen.‘

Kerze (animiert)


Keith Emerson – His Finest Hour

Music: Abaddon’s Bolero by Keith Emerson ;
Beyond The Stars by Keith Emerson

Sein war meine so ziemlich erste Eintrittskarte ins Kopfkino weltbewegender klassischer Musik. Ihm verdanke ich die Eins, die ich einstrich, so kenntnisreich als möglich über die Bilder einer Ausstellung zu berichten, die sich mit dem Hexenhut von Baba Jaga befasste. Pictures At An Exibition – Mussorskys Klassik, gewandet in ein bravourös eingekleidetes, zeitgenössisches Rockmusikgewand der drei Epigonen Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer, uhh, what a lucky man I was?

Mit 71, so heißt es, sei er mit einer Waffe in der Hand und einer zielsicheren Kopfverletzung in Santa Monica von seiner Lebensgefährtin aufgefunden worden. Er habe sich vermutlich selbst gerichtet. Es steht fest: Er war ein empfindsamer, sensibler Mensch, der so schön Musik machte und so die Welt bewegend.

Ein großer Held meiner ersten Entdeckungen ernsthafter Musik. Unvergessen eine Dokumentation über die Auftritte und Bandproben der Band Emerson, Lake & Palmer namens The Manticore Special zur Welttournee 1973, den ich nachfolgend aus Anlass seines Todes hier folgend zeige.

Weiterlesen

1369/16: Kritik: Nur wenn sie laut ist. Am Beispiel der Straßenmusikerin Elen Wendt zeigt sich die hässliche, deutsche Fratze

icon Positionen

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

One letter difference: Dass der Rechtstaat zum Rechtsstaat verkommt, liegt in der Hinzufügung eines Buchstabens. Oder: Der äußerst unliebsame, digitale Rechtstaat, mit harschen Vorschriften gegen die Vorstellung, ein bisschen Musik im öffentlichen Straßenland zu machen. So kleinkariert. So widerwärtig. So deutsch.

Die Straßenmusikerin Elen Wendt ist hier schon vorgekommen und mit gutem Grund: Sie mag Musik, wenn man ihr zuhört. Derartiges ist allerdings noch keiner besonderen Erwähnung wert. Denn hinzu kommen muss, dass sich beim Zuhörer ein Wohlgefühl unmittelbar nach der Wahrnehmung einstellt.

Das ist im genannten Fall eindeutig so.

Regelmäßig tritt die Musikerin im öffentlichen Raum auf. Der öffentliche Raum ist das Ziel jeder Musikdarbietung, die davon lebt, wahrgenommen zu werden. Dass die Musik überhaupt wahrgenommen werden kann, verstärkt nach landläufiger Meinung, auch von Experten, den Erlebnisgenuss von Musik an und für sich. Vor ein paar Tagen war denn auch die in Berlin bekannte Busking Band Ruperts Kitchen Orchestra ihres nicht immer unumstrittenen Gründers und Drummers Andreas Raab beim Sender RBB am Hackeschen Markt zu sehen. Der öffentlich rechtliche Sender hatte die Band sicherheitshalber in einen Glaspavillon gestellt und ließ sie ein bisschen demoartig vortragen. Das Video der Sendung ist unten verlinkt. Raab erklärt darin eingangs, „wir klingen eigentlich ganz anders.“ – Eben: Man kommt nur nicht immer dazu. Hat Udo gesungen.

Im Kern des RBB-Berichts stand dabei auch die Genehmigungsregelung im verwaltungsbürokratischen Prozedere von genehmigungspflichtiger und genehmigungsfreier Straßenmusik. Drummer Andreas erläuterte: Es macht für Behörden den relefanten Unterschied in der Beurteilung, ob zum Zwecke der Musikausübung Verstärkeranlagen genutzt würden oder nicht?

Weiterlesen

1337-16 – #Tageslied – Take Berlin performed „Motion“

Motion by Take Berlin Immer wenn ich traurig bin, trink ich noch nen Korn, dichtete Heinz Erhardt. Ich bin heute traurig, tief getroffen, George Martin ist tot, mein kurzer Nachruf eins vorher. Ich aber trinke keinen Korn, sondern höre betörende Musik, die man auch mit dem Hashtag #dreampop verschlagworten könnte. Hört mal rein. Sie nennen … Weiterlesen

1336/16: Nachruf: Sir George Henry Martin (* 3. Januar 1926 London Borough of Islington; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire)

Kerze (animiert)

03.01_George.Martin.Producer

Sir George Henry Martin (CBE; * 3. Januar 1926 in Holloway, heute London Borough of Islington, England; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire), war auch in der Berichterstattung dieser Website eine feste Größe. Was Wunder?

„Ein musikalischer Gigant“ nannte man ihn, den Mann, der im Hintergrund so sorgfältig und wohl abgewogen die Strippen zog, besser die Fader hoch und nieder fuhr. Der, der  klassische Feinstaubpartikel auf den festen Popsaum aufnähte, den seine musikalischen Eleven und Meisterschüler, die Beatles, woben. Was für ein feiner Kerl.

Ein Mann hinter den Kulissen, in der zweiten Reihe, und er war nie umstritten, seine Position war nie vakant. Ein Brian Epstein starb zu früh, ein Phil Spector, das war trendy, Zeitgeist, also mischte Spector ordentlich Tüddelkram unter die Originalaufnahmen der Beatles. Auf Dauer hielt das der ernstlichen Würdigung nicht stand. Die Beatles veröffentlichten später Let It Be …Naked und strichen Spectors Einfluss zusammen, Paul McCartney schrieb: Never do this again.

Weiterlesen

1334/16: Filmkritik: Bring Your daughter to the slaughter – The rise & the fall of Amy Winehouse #Kritik

blackbirds_Amy_Winehouse

Süße, es ist bald Mitternacht
Und alle Mythen sind in der Stadt
Wahre Liebe und Lippenstift auf deinen Leinen
Ins Kissen zu beißen macht kein Geräusch
Falls dort irgend ein Leben zu erledigen ist
Bevor dein Leben dein Grab wird
Solltest du besser wissen, dass ich der eine bin
Also sperr deine Hintertür auf, lade mich ein
Darum nimm deinen närrischen Stolz, kein Rückweg
nirgendwo, kein Weg, kein Platz zum Verstecken
Bring deine Tochter, bring deine Tochter
zum Schlächter…lass sie gehen, lass sie gehen, lass sie gehen.
(Sinngem. Übersetzung eines Iron Maiden Songs)

Amy, kleines Mädchen, liebt ihren Papa über alles. Und seine Jazzplattensammlung. Große Idole, Sinatra, Fitzerald und Tony Bennett, beispielsweise. Kleines Mädchen liebt den Jazz und singt ihn auch. Begnadet, besonders, spröde, brüchig. Eine eigene innere Stimme, eine ganz besondere mit Wiederkennungswert.

Ihre Freundinnen bewundern sie. Sie bilden ein festes Band um sie, sie aber tritt immer mehr auf. Sie wird vom kleinen scheuen Mädchen zur Göre, gut im Futter, zieht sie schon bald durch die Lande.

Das erste Album liegt noch irgendwie bleiern in den Regalen, bald sind 800 Stück verkauft. Aber irgendwann später macht es Puff paff und Amy steigt auf zum Weltsuperstar Nummer 1, zur Sängerin schlechthin. Back To Black ist ein must have der Weltkultur und alle wollen sie sehen.

Weiterlesen