Schulhofjazz für den Frieden - den Nachbarn zuliebe

1329/16: Positionen: Zur Bandsoziologie, Filesharing, Dropbox, Jazzband sein, dem Notenwart und Copy & Paste á la Guttemberg

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Schulhofjazz für den Frieden - den Nachbarn zuliebe

Schulhofjazz für den Frieden – den Nachbarn zuliebe

Die folgende Kurzgeschichte basiert auf wahren Vorkommnissen und wurde erinnerungshalber für die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook aufgeschrieben.

‚Siri Leaks‘ oder „The Stolen Jazzfiles“ – vom 20.02.16

In einer Jazzband ist gewissermaßen die Arbeit unter älteren, rundlichen Herren stets sauber aufgeteilt. Sie bilden das BackOffice der zu hübschen, großartigen Jazzsängerin-Perle, denn sie ist der Eyecatcher auf den Brettern der Bühne. Der Veranstalter fragt zuerst nach Videos und Fotos, nicht weil er das BackOffice bestaunen möchte. Er möchte wissen, ob die Sängerin was hermacht.

Das BackOffice besteht aus bereits mindestens etwas angegrauten, etwas übergewichtigen Herren, die daneben Lebenserfahrung und auskömmlich Instrumentenübung mit sich herumtragen. Überhaupt nur deswegen hört sich die Sängerin gut an, abgesehen davon, dass sie sich gut anfühlt, aus den bereits dargetanen Gründen.

Einer im Orchester ist zum Organisator verdonnert. Eine nicht zu unterschätzende Rolle ist die des Notenwarts. Er muss die Noten zusammentragen, lässt sie sich von den guten Notenkundigen anfertigen oder reißt sie aus einem virtuellen Realbook raus. Die Ton- und Mundart der Sängerin ist zu berücksichtigen. Das macht es aufwändig.

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Hund verjagt Bären!

1296/15: Positionen: Begegnungen von Stammgästen und Flüchtlingen in Boizenburg, Großdeutschland vor Weihnachten

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Glücksdrache Fuchur, Atréju

Dies Jahr so kurz vor Weihnachten fragen sich die Menschen wieder, was zu Weihnachten zubereiten? Die Nachrichtenlage ausgewertet: Flüchtling in Aspik? Eine Rundumschau…und eine Geschichte in bewegten Bildern.

Er hat schon Glück gehabt, dieser syrische Flüchtling. Nennen wir ihn meinetwegen Atréju.

Auch wenn er es natürlich nicht verdient hat, war er den ganzen beschwerlichen Weg von Syrien übers Mittelmeer via Neuschwanstein über den Wolken geritten, auf Fuchur, dem Glücksdrachen. Niemand hat so viel Glück verdient und erst recht nicht die Flüchtlinge, meint der deutsche Michel. Glück im Unglück, der Flüchtlingsjunge landete direkt in Boizenburg in MeckPomm. Doch dann hat ihm die mecklemburgisch-vorpommersche Lügenpresse übelst mitgespielt. Ein ganzes blondes Kind soll er verspeist haben, meldete der NDR, besorgt. Ein Teil dieses NDR-Beitrags würde Teile der Bevölkerung wohl verunsichern. Der Postillon meldete als einziger die ganze unverblümte Wahrheit hier.

So sind se, de Leute. Da kannst de nüscht machen.

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1294/15: Video: Qeaux Qeaux Joans | Final End Live At The Church Recordings #LiedDesTages – am 20.12.15 im Prachtwerk

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Qeaux Qeaux Joans | Final End Live At The Church Recordings

Bereits mit ihrem Erstlingswerk „No Man’s Land“ konnte die niederländische Sängerin und Musikerin Qeaux Qeaux Joans die deutsche Musikpresse vielfach überzeugen. „Starkes Debütalbum“, so brachte es der Rolling Stone auf eine einfache Formel. Überall, wo sie auftaucht, hinterlässt sie mit ihrer „irre einprägsamen Stimme“ (Berliner Morgenpost) ein begeistertes Publikum. Mit ihrem zweiten Album geht sie nun einen Schritt weiter, erfindet sie sich ein Stück weit neu. Dominierten bei „No Man’s Land“ die alternativen Rhythm & Blues-Sounds, wird „The Ritual“ im Zeichen eines umfassenden Crossover-Ansatzes zu einem modernen und vielschichtigen Popwerk.

Im Moment im Trend: John Travolta in kleinen lustigen animierten Bildchen. Es ist immer die gleiche Pose, aber es sind unterschiedliche Herkunftsmerkmale.

Währenddessen kümmert sich Qeaux Qeaux Joans um ihren Gesang. Und singt uns eins.

Eins noch:
Sonntag, den 20.12.2015 um 20 Uhr
Prachtwerk Berlin -Ganghoferstr. 2, 12043 Berlin

Man wird diese Art Musik gutheißen, trotz Travolta und obwohl Uma Thurman nicht eingebunden ist.

1293/15: HIStory: Chet Baker, die Stuttgarter Jazztage am 1. April und der Fenstersturz von Amsterdam am Black Friday 1988

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M.C. Escher lässt grüßen!


Chet Baker – Live in Stuttgart 1988

Am Freitag, den 13. Mai 1988, fiel Chet Baker aus dem Fenster seines Zimmers im Prins Hendrik Hotel in Amsterdam, heißt es. Er war sofort tot. Doch auch um seinen Tod ranken sich Legenden, wie jene, ein Drogendealer habe ihn aus dem Fenster gestoßen. Dafür gibt es allerdings keinen Beweis. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass er im Drogenrausch das Gleichgewicht verloren hat und gestürzt ist. Seinem letzten Pianisten Michel Graillier zufolge soll Baker des Hotels verwiesen worden sein. Weil er angeblich sein Instrument vergessen hatte, sei er die Regenrinne hochgeklettert und dabei abgestürzt. Mit Wikipedia, sinngemäß

Chet Baker Quartet: Chet Baker (trp) Michel Graillier (p) Nicola Stilo (dr) Jean Bardy (b)

Die besten Musiker sterben zu früh. Jaco Pastorius (b) erging es am 21. August 1987 so. Sein Tod war die Folge eines schlimmen Missverständnisses, Jaco Pastorius ganz down, als Obdachloser lebend, umherziehend und zu wild an der Tür eines Clubs hämmernd, der ihn nicht reinlassen will. Ungezählt gebliebene weitere Musiker erlitten (zu) frühe Tode. Amsterdam ein harter Pflasterstrand in jenen Achtziger Jahren. Am Leidse Plein Drogen kaufen oder im Vondelpark ein Pfeifchen stopfen, im Paradiso abhängen oder im Melkweg, das seligmachende Amsterdam, hatte mehr zu bieten als jene Grachtentaucher in schwarzen Taucheranzügen, die für Krimis als meuchelnde Mörderschwimmer hergehalten hatten. Lächerlich.

Das Konzert im Monat vor dem Tod von Chet Baker in Stuttgart: Viele blue notes, eine Stimmung, in der ein von Drogen angegriffener großer Chet Baker fast zum letzten Mal auftritt, überwiegend sitzend im Stuhl, etwas zittrig, etwas knarzig, aber jazzy. Irgendwann intoniert er „Almost blue“ von Elvis Costello, meint „Always blue“? In the Mood. Am Freitag, den 13. Mai 1988 hat die Jazzwelt ihn verloren. Aber den Ton, seinen Ton, den vergisst man nicht. Miles?

Miles folgte Chet Baker 1991 nach. Er starb am 28. September 1991 in Santa Monica in Kalifornien. Und es regnet nie in Southern California.  Hat Albert Hammond mal so gesungen. Miles smiles, now and then.

1280/15: Video: Gymnastik für Musiker für den Kopf und für den Körper, Körperwahrnehmung, Safety first und social net

Niveau: Jetzt auch in Musikerwitzen!

Niveau: Jetzt auch in Musikerwitzen!


Gymnastik für Musiker. Empfohlen vom deutschen Sportbund.

Musiker leiden an Bewegungsmangel und Einsicht. Dieser ganzheitliche Intensivkurs nimmt dich an die Hand, Bewegungen zu erlernen, die dein Körper bis heute nur als autoaggressive Handlung kannte. (Christian Schulz, Channelbetreiber auf YouTube)

Christian Schulz hat diese Sporttipps zusammengestellt. Bitte jetzt vor dem PC nicht einfach nur herumlungern und fremdgoutieren. Sondern aufstehen, geeignetes Dressing drüber, husch husch an den Bewegungsapparat. „Der Körper sagt danke“, meint Christian Schulz.

Ansonsten betrifft uns heute und in den letzten zwei Wochen vor allem das Phänomen des wechselseitigen und in die Fremde zeigenden Dissens. Zu Love gehört Hate. Und umgekehrt. Die eigenen psychologischen Probleme bleiben weitgehend ungecared.

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Autumn Leaves - Herbst

1259/15: Lied des Tages: Es ist Herbst – „Autumn Leaves“, Hula Hop im Supermarkt und großartige Sängerinnen!

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hula

Move to the Groove: Oder auch ohne ihn. Das kleine Mädchen übt noch. Wird aber bestimmt eines Tages eine ganz große Hula-Tänzerin. Das Gif des Tages!

Als im Januar 2015 ein Projekt in der Entwicklung stand, indem es kurz gesagt um das Spielen von Jazzstandards gehen sollte, tauchte eine außerordentlich gute Sängerin auf, deren Namen wir hier nicht verraten.

Die Aufnahme ist ein so genannter First take: Die Band lädt diese Sängerin ein und der Schlagzeuger lässt zu Kontrollzwecken das iPhone, ergänzt um ein ziemlich gutes Rode-Aufsteckmikrofon „XY“ mitlaufen. Am selben Abend singt später noch ein junger Russe mit kyrillischen Akzenten und einer mit Frank Sinatra vergleichbaren Stimmgewalt, wenn auch etwas unroutinierter, vor. Die Sängerin geht vor.

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1258/15: Positionen: Morgens erstmal Black Coffee #LieddesTages

_Kaffee


Black Coffee | Akua Allrich | DC Jazz Festival 2011

Akua Allrich | DC Jazz Festival @ Twins Jazz Club
Saturday June 4th, 2011
„Black Coffee“
Akua Allrich
Kris Funn – bass
Hope Udobi – keys
Carroll Deshiell III – drums
Agyei Osei Akoto – congas
Jabari Exum – djembe

So wie morgens die Gefühle Achterbahn fahren, beginnt im vorgezeigten Video auch das Stück Black Coffee, ein Jazzstandard.

Jazzfestivals in Dänemark, warum sollten sie besser besucht sein, als solche in Deutschland? Jazz ist Nischenmusik und wer kommt, weiß genau warum.

Wer nach dem ersten Kaffee wach ist, geht ab wie Schmidts Katze. Bzw. wie Akua Allrich, die Jazzchanteuse, die regelrecht losbrüllt. Nicht weil der Kaffee zu heiß ist, sondern weil einem danach ist, denn wie sollte man sonst etwas Besonderes lostreten? Ein Black Coffee ist so wie das Jazzstück und so wie der schöne Morgen.

Black Coffee – Das „Lied des Tages“ heute….

Berührende Werbung: Popfan bleibt Popfan! (Quelle: Radioberlin)

1255/15: Lied des Tages: World Drum Festival – Allstars mit dem „Song ohne Namen“ – Die gif-Dateien des Tages

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Bauchinstrument


Popakademie Baden Württemberg: World Drum Festival – Allstars

Veröffentlicht am 02.11.2015
Im Zuge der Ernennung Mannheims als UNESCO City of Music und zur Gründung des neuen Studiengangs Weltmusik, fand am 31. Oktober 2015 zum ersten Mal das Popakademie World Drum Festival statt. Die Popakademie Baden-Württemberg richtete das Event in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Mannheim und dem europäischen Schlagzeug- und Percussionsverband Percussion Creativ aus.
International bekannte Percussionisten, die u.a. als Dozenten im neuen Weltmusikstudiengang der Popakademie wirken, haben in Workshops, Clinics und Konzerten gezeigt, was derzeit Stand der Dinge in der weltweiten Jazz- und Popmusikszene ist.

Live an den Drums:
Rhani Krija (Marokko), Michael Küttner (Deutschland)
Ramesh Shotham (Indien), Martin Verdonk (Curacao),
Firas Hassan (Syrien), Joss Turnbull (Deutschland), Udo Dahmen.

Die Popakademie in Mannheim hat eine neue Hochschulsparte namens World Music. Zur Eröffnung gaben sich Percussionisten von Rang und Namen ein Stelldichein. Onlinelessons.tv hat das Event großzügig mitgeschnitten. Hier seht Ihr einen Auszug aus dem Konzert. Dass wir das hier als Lied des Tages postulieren, aber als einen Song ohne Namen, ist ja gar nicht mal so außergewöhnlich. Schließlich gibt es schon seit langem die Band ohne Namen.

Nein, es ist einfach auch ein Hinweis auf eine Erweiterung des dortigen Angebots. Wir haben unterdessen zwei weitere musikbezogene gif-Dateien in den Artikel eingebettet.

1253/15: Lied des Tages: Sirius (Spliff, 1984) – Zu Spliff, Spliff reloaded und den guten alten Zeiten! Und die gif-Datei des Tages.

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Helloween-Musiker (gif)

gif-Datei des Tages

Ein Fremder kommt und lässt mich grüßen
Von einer fernen Frau
Weiße Augen sagen Dinge
Die ich kenn‘ von meinem Traum
Weht ein Wüstenwind herein
Bringt den Hauch von einer Fee
Und sie dreht sich zu mir um
Ich muss auf den Weg

„Liebes, komm wir gehn
Und sagen dieser Welt adieu
Schon lange bist du unterwegs
Jetzt wird es schon“

Ist die Reise vorbei,
Sind wir zwei allein
In Sirius

Unsichtbare Dinge wandern mir in mein Gehirn
Millionen kleine Sterne fliegen still vorbei
Und verglühn

Wir liegen stumm im Eis
Und schicken unsre Träume ins Exil,
Bis die sanfte Stimme sagt:
„Wir sind am Ziel“
(Text „Sirius“, Spliff, 1984)

Ach 1984, Jahr des drohenden Horrors. 1948 hat der Engländer George Orwell das Jahr 1984 beschrieben und die komplette Gedankenüberwachung mit Televisoren und Überwachungs-Geheimdiensttechniken vorausgesagt. Um ein paar Jahre vertat sich der Visionär, der auch im spanischen Bürgerkrieg herum zog, um Seite an Seite mit den Spaniern für die Befreiung zu kämpfen. Daraus wurde nichts. Dafür haben wir 2015 in etwas abgemilderter Form vieles von dem, was George Orwell vorausgesagt hatte. Auch, dass die Kontinente alle miteinander im Krieg liegen, und lassen wir dahingestellt, ob es Handels-, Wirtschafts- oder Politikkriege sind: Genug Waffen gibt’s, selbst wenn die Amis bei Saddam Hussein keine fanden. Man kann ja mal irren.

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Da Vinci Sixtinische Kapelle

1252/15: Foto des Tages: Geben ist seliger als nehmen. Das gif des Tages #Michelangelo

Da Vinci Sixtinische Kapelle (gif)

Aus meinen Sozialnetzwerkerfahrungen (Musikerwitze): Was wir sehen! Und daraus machen: Ich finde, Menschen im sozialen Netzwerk sind (zu) häufig elaboriert und verkopft, aber auch voreingenommen. Sie verachten die Realität, anstatt sich mit ihr angemessen zu arrangieren. Was passiert ist: Jemand postet ein Video, indem er es teilt. Wir sehen eine äußerst lebensfrohe Situation des gemeinsamen Musizierens, dazu tanzt eine Frau. Alle haben Freude. Der (die) elaborierte, intellektuell feinst geschulte Betrachter(in) blickt wütend und hinterhältig auf das Video und sieht soziale Verhältnisse, die anzuklagen sind und die fragwürdige Rolle der Frau als Sexualobjekt im aufreizenden Tanz. Er (sie) entlarvt sie als das, was sie ausschließlich zu sein haben. Man muss zusammenfassen, dass nicht wenige europäische Bildungsbürger erst noch ein Stück an sich selbst arbeiten müssen, um sich in der Welt, wie sie ist, noch richtig zu verorten. Damit eines Tages die Chance besteht, einen leichtgängigeren Humor zu pflegen. Puh.

Das Bildnis aus der Sixtinischen Kapelle ist weltberühmt.

Und nun erfolgreich veralbert. Geben ist seliger denn nehmen.

Oder so ähnlich: Das gif des Tages.

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

1251/15: Foto des Tages: Das gif des Tages #Drummer

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

Drummer (gif)

Wir haben hier kürzlich die Renaissance der gif-Dateien freudig begrüßt.

Inzwischen haben wir einige gesammelt. Immer mal wieder eine treffsichere gif-Datei aus dem musikalischen Kontext hier vorstellen, ist so eine Idee. Als Fanzine für gif-Dateien. Have a look, have a drumkit kat. Yess….

1247/15: Positionen: Gibt es ein Comeback der gif-Dateien? Sind sie die wahre Pop-Art?

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Andere mögen Katzenvideos, ich liebe psychedelische GIFs! – Ali N. Askin, Facebook-Kenner

Am frühen Morgen ist die beste Zeit für Körper- bzw. Leibesertüchtigung. Raus vors Haus und zurück zur Natur. Links, rechts, schwing das Ding, und der Tag ist Dein.

Das macht uns dies Bildchen weis. Bewegte Bilder, Sozialromantik, Hammer-Körperkultur und auch wenn wir an Leni Riefenstahl denken: So ein Bildchen hat was.

Die gif-Datei erlebt eine Renaissance. Sie bewegt sich und wenn sie gut gemacht ist, uns.

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