1305/15: Interview: Eins der letzten Interviews von Lemmy Kilmister, Motörhead, dass das Kulturmagazin „Aspekte“ mit ihm führte

Interview – Lemmy Kilmister about terror in Paris and healthy drinking Veröffentlicht am 21.11.2015 An icon of my youth, started with „Overkill“ ZDF – aspekte vom 20.11.15 Lemmy Kilmister, Frontmann von „Motörhead“, die in diesem Jahr 40. Jubiläum feiern. Ein Gespräch über gesundes Trinken, Texten – und über den Terror der „Feiglinge“ in Paris. 20 … Weiterlesen

1304/15: Nachruf: Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister (* 24. Dezember 1945 in Stoke-on-Trent, England; † 28. Dezember 2015 Los Angeles, USA)

(360 Video) LEMMY’S 70TH BIRTHDAY WHISKEY A GO GO – WEST HOLLYWOOD 12.13.15 „Aber für den Moment: Spielt Motörhead laut, spielt Hawkwind laut, spielt Lemmys Musik laut. Genehmigt Euch einen Drink oder mehrere.“ – Mitteilung der sprachlosen, überraschten Band Motörhead an die Fans ‪#‎LemmyKilmister‬ ‪#‎HowTo‬ Es war ganz schön laut im Hollywood A Gogo, in … Weiterlesen

1303/15: Review: Thomas Bierling – CD: „INNEN|WELT“ – Eine ganz und gar traumhafte Klaviatur voller Gefühl

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Oh, Papa, ein Klavier, ein Klavier. (frei zitiert nach Loriot) – Und was für eins…

Man tut dem eigenen Empfinden und dem über sich hinaus wachsen keinen regelrechten Gefallen, wenn man ab einem gewissen Lebensalter anfängt, nur noch zurückzuschauen. Zunehmend schwieriger noch nach vorn zu schauen, empfindet der älter werdende Musikkonsument, dass Musik zu konsumieren ja schon etwas Widerwärtiges in sich trägt. Denn die Vergeistigung aller menschlichen Intelligenz, der Verstand, rät einem davon ab, sich lediglich nur als passiver Konsument selbst begreifen zu wollen.

Einer anderen Lebensphilosophie folgend ist genau das Gegenteil richtig. Musik ließe sich hervorragend konsumieren und daran sei nichts zu beanstanden, wenn man es zur Kontemplation nutzte. Sich fallen lassen, die Augen schließen und lass Musik auf dich herein prasseln, Alter, das kann ja auch ganz irre schön sein.

So in etwa übrigens geht es mir mit der Musik von Thomas Bierling, auf dessen menschliche und hochmusikalische Existenz ich im Internet aufmerksam wurde. Man weiß ja letztendlich nie, mit wem man es zu tun hat, wenn man Ikonen anklickt, Freundschaftsanfragen beantwortet und ach, überhaupt, Mann: Ich schaff mir keine kleinen Kinder an.

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1302/15: AudioPaparazzi: 45 Minuten für Ramallah – und für den gesamten Nahen Osten? Music by Ali N. Askin

Morphin Koalabear

45 Minuten bis Ramallah ist ein deutscher Film des deutsch-iranischen Filmregisseurs Ali Samadi Ahadi. In Deutschland startete der Film am 5. Dezember 2013. Die Filmkomödie erzählt mit viel schwarzem Humor die Geschichte der beiden ungleichen Brüder Rafik und Jamal, die ihren verstorbenen Vater von Jerusalem nach Ramallah zur Beerdigung bringen müssen. Es sind zwar nur 25 km Weg, aber sie müssen von Israel nach Palästina und dabei geht so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, wenn man mit einer Leiche unterwegs ist. (aus: Wikipedia)

45 Minuten für Ramallah?

Da unten ist schon seit langem der Teufel los. Würden 45 Minuten Musik also ausreichen, die gesamte Gegend da unten zu befrieden? 2011 hat der streitbare Rapper Bushido sich bei Markus Lanz dafür verteidigt, warum er einen Integrations-Bambi verdientermaßen erhalten hätte.

Darüber, ob das aus zutreffenden Erwägungen erfolgte, darf man unterschiedlicher Meinung sein. Denn Bushido ist ein übler Spalter, einer der andere nicht ausreden lässt, sondern stets schon weiß, was das Gegenüber in einer offenporig geführten Diskussion als nächstes anzubringen weiß. Verdammte Lügenpresse. Wobei: Was Lanz betrifft, hat er damit ja gar nicht mal so Unrecht.

Saß da mit Paul Sido Würdig und Peter Maffay und wusste, sich geschickt gegen die Abwendung des Abendlands von ihm zu erwehren. So ist er, eloquent genug. Gabi Decker, damals seit Neuestem Hausherrin eines Altersheims für Homosexuelle, bat ihn, er möge sie nicht so angucken. Nicht so. Wieso nicht so? So böse. Die ganze Sendung ist hier…

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1301/15: History: Frank Zander ist mitnichten der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, sondern eher so ein Guardian Angel

Urgesteine: Nero Brandenburg (RIAS), Frank Zander (Foto: Nero Brandenburg, Privatarchiv)

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Ur-Ur-Enkel von Frankenstein 2006 – Frank Zander

Ich bin der Ururenkel von Frankenstein
Und ich bitte um Diskretion
Denn ich richte mein Labor schon langsam ein
Auf ’ne Menschenmassenproduktion

Frank Zander nahm den Ur-Ur-Enkel von Frankenstein, im Original 1974 als deutschlandweiter Hit sehr erfolgreich erschienen, 2006 noch einmal neu auf. And it was A Rammstein Tune, nearly.

Frank Kurt Zander (* 4. Februar 1942 in Berlin) war schon immer Berliner. Sein Geburtshaus steht in Neukölln.

Zander war auch immer schon Musiker, jedenfalls gefühlt. Nero Brandenburg, ex-RIAS-Radiomoderator und ebenfalls Schlagersänger (unvergessen: Mein Ding A Ling, einschl. Sendeverbot), erinnert sich.

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1300/15: Lied des Tages: Lutz Ludwig Kramer „Blue Times“

Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment. (Sponti-Weisheit) Blue Times, blaue Zeiten: Die meisten rauchen schon nicht mehr. Diejenigen, die 1952 geboren wurden, um zu bleiben, beispielsweise. Schlief er zweimal mit derselben? Lutz Ludwig Kramer, Gitarrist, gehörte zur Kommune I, in der man alles teilte. Aber nackend: Kunzelmann, Teufel, Langhans und Co., bzw. … Weiterlesen

1299/15: Video: Anoushka Shankar dirigiert das Indische Gedächtnisorchester für George (Royal Albert Hall)

Concert extraordinar 3 – partial von User: vashunas …bzw. es ist kein Dirigat allein. Sie spielt geräumig vor und mit den indischen Klängen. Anoushka Shankar ist eine indische Göttin der Schönheit und Anmut, unglaubliche Ausstrahlung. Sie hat es bis ins Impressum dieser Website geschafft. Und wie man sieht, in die berühmtesten Konzerthallen der Welt. Immer … Weiterlesen

1298/15: Positionen: Die Berliner Band Mo‘ Blow löst sich 2016 auf, zuvor wird nochmal abgefeiert. Ganz oder gar nicht! #Statement

Mo`Blow - Quasimodo - 12.06.10

icon Positionen

MoBlow_Cover

Felix Falk, Tobias Fleischer - Mo´Blow Quasimodo
Felix Falk, Tobias Fleischer – Mo´Blow Quasimodo

These guys gave us some excellent blowjobs. Sie hatten aber auch den pinkfarbensten Kaugummi ever und damit machte man nunmal schöne Blasen. Doch keine Angst: Nur weil eine Band sich auflöst, bereits von einer ins Stocken geratenen Jazzblase zu sprechen, ist unbegründet. Paff.

Mo‘ Blow erklärt auf seiner Website am 14.12.2015, warum die Band sich 2016 auflösen wird, kurz gesagt: Ganz oder gar nicht. Wir veröffentlichen den kompletten Wortlaut auf dieser Website. Zitat:

Berlin, 14. Dezember 2015

Liebe Freunde,

mit unserem neuen Live-Album und einer großen Tour in 2016 wollen wir uns von Euch verabschieden.

Wir schauen auf über 10 Jahre Bandgeschichte mit über 300 Konzerten in mehr als 20 Ländern überall auf der Welt zurück. Wir haben 50 Songs geschrieben, noch mehr wieder verworfen, 4 Alben aufgenommen, Fotos gemacht, Videos gedreht und Interviews gegeben, mit rund 50 grandiosen und inspirierenden Gastmusikerinnen und Gastmusikern gespielt, Workshops und Kinderkonzerte veranstaltet, zahlreiche Weltumrundungen an Tour-Kilometern hinter uns gebracht und uns über zahlreiche Preise und gewonnene Wettbewerbe gefreut.

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1297/15: Gigs, Preview: Am Freitag, den 18.12. eröffnet ‚Musik & Frieden‘ mit einer offiziellen KIZ-Aftershow-Party #note #tipps

K.I.Z. – Hurra die Welt geht unter ft. Henning May (Official Video) Der große Vorsitzende Mao Zedong ließ sich regelmäßig die neuesten Konzertevents als RSS-Feed schicken. Bekannt ist, er war kein Kostverächter, das war jedenfalls der Biographie seines Leibarztes zu entnehmen. Ob er regelmäßig in die Clubs der Stadt zieht, auf einen Grünen Tee? Mitnichten.. … Weiterlesen

1296/15: Positionen: Begegnungen von Stammgästen und Flüchtlingen in Boizenburg, Großdeutschland vor Weihnachten

Hund verjagt Bären!

icon Positionen

Glücksdrache Fuchur, Atréju

Dies Jahr so kurz vor Weihnachten fragen sich die Menschen wieder, was zu Weihnachten zubereiten? Die Nachrichtenlage ausgewertet: Flüchtling in Aspik? Eine Rundumschau…und eine Geschichte in bewegten Bildern.

Er hat schon Glück gehabt, dieser syrische Flüchtling. Nennen wir ihn meinetwegen Atréju.

Auch wenn er es natürlich nicht verdient hat, war er den ganzen beschwerlichen Weg von Syrien übers Mittelmeer via Neuschwanstein über den Wolken geritten, auf Fuchur, dem Glücksdrachen. Niemand hat so viel Glück verdient und erst recht nicht die Flüchtlinge, meint der deutsche Michel. Glück im Unglück, der Flüchtlingsjunge landete direkt in Boizenburg in MeckPomm. Doch dann hat ihm die mecklemburgisch-vorpommersche Lügenpresse übelst mitgespielt. Ein ganzes blondes Kind soll er verspeist haben, meldete der NDR, besorgt. Ein Teil dieses NDR-Beitrags würde Teile der Bevölkerung wohl verunsichern. Der Postillon meldete als einziger die ganze unverblümte Wahrheit hier.

So sind se, de Leute. Da kannst de nüscht machen.

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1295/15: Nachruf: Michael Clifton, Schlagzeuger, sexy Bodydrummer, Berlin († 11.12.15)

Kerze (animiert)

Michael.Clifton_Drummer


Michael Clifton at the Wintergarten Berlin – Dirty Dancing Drums

Der Drummer Michael Clifton ist heute Morgen von uns gegangen. Ruhe in Frieden. – Johannes Kersthold (hier) hat es heute auf facebook mitgeteilt.

Zuletzt gab es diese facebook-Seite für eine Unterstützung. Auf dieser Seite wurde Geld gesammelt. Lungenkrebs, der bereits auf die Leber übergegriffen habe, meldeten seine Freunde.

„Our dearest friend, greatest crazy drummer and sex body-drummer Michael Clifton has a very bad kind of cancer. This brave boy survived a very dangerous lung surgery but he got told that the cancer is now in the liver. Doctors gave him up, but all alternative doctors see good chances for him to heal, cause this man is extraordinary strong in every way. Please donate for him to pay good an trustfull medicine, medical care and a proper diet.“ (Evi Leupold hier)

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1294/15: Video: Qeaux Qeaux Joans | Final End Live At The Church Recordings #LiedDesTages – am 20.12.15 im Prachtwerk

Qeaux Qeaux Joans | Final End Live At The Church Recordings Bereits mit ihrem Erstlingswerk „No Man’s Land“ konnte die niederländische Sängerin und Musikerin Qeaux Qeaux Joans die deutsche Musikpresse vielfach überzeugen. „Starkes Debütalbum“, so brachte es der Rolling Stone auf eine einfache Formel. Überall, wo sie auftaucht, hinterlässt sie mit ihrer „irre einprägsamen Stimme“ … Weiterlesen

1293/15: HIStory: Chet Baker, die Stuttgarter Jazztage am 1. April und der Fenstersturz von Amsterdam am Black Friday 1988

Chet Baker – Live in Stuttgart 1988 Am Freitag, den 13. Mai 1988, fiel Chet Baker aus dem Fenster seines Zimmers im Prins Hendrik Hotel in Amsterdam, heißt es. Er war sofort tot. Doch auch um seinen Tod ranken sich Legenden, wie jene, ein Drogendealer habe ihn aus dem Fenster gestoßen. Dafür gibt es allerdings … Weiterlesen

1292/15: Positionen: „Sei wachsam“ von Reinhard Mey

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Es ist so einfach, sich über Reinhard Mey lustig zu machen. Dabei dürfte es niemanden geben, der das Lebensgefühl seiner Generation so genau vertont hat wie er. Mey, 70, war der gute Westdeutsche. Unideologisch, außer, wenn es gegen den Krieg ging. Beseelt von dem Glauben, dass viele kleine Schritte die Welt besser machen können. Weltoffen und frankophil. Selbstdiszipliniert und mit dem Herzen ein bisschen links.

(Der Spiegel, 09.12.13, über Reinhard Mey, geboren am 21.12.42, hat bald Geburtstag)

Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen
Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen
Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen
Die dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen
Und ich denk‘ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück
Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen
Sie nennen es das Volk aber sie meinen Untertanen
All das Leimen, all das Schleimen ist nicht länger zu ertragen
Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen
Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
„Halt‘ du sie dumm, ich halt‘ sie arm!“

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1291/15: Video: Erinnerungen an Reinhard Mey

Reinhard Mey: Männer im Baumarkt Songs an einem Sommerabend 2009, Kloster Banz, Bad Staffelstein Meine Verehrung Jede Woche am Freitag um 16 Uhr erzählen sie ihren Frauen, sie gingen zur Probe, zum Musizieren. Aber dann gehen sie zu Obi, Praktiker und toom. Männer im Baumarkt. ‪#‎Textwitze‬ Edit: Reinhard Mey ist für mich der stille Poet, der … Weiterlesen

1290/15: Positionen: Elisabeth Steiner, Toms Diner, mp3-Kompression und Karlheinz Brandenburgs fehlender Geschäftssinn

icon Positionen

Beuteschema_Gute.Aufnahmen

„Brandenburg had a terrific understanding of technology and human anatomy and mathematics, but the guy couldn’t even patent the most obvious device that he invented, the portable music player.“ Stephen Witt hier „A Eulogy for the MP3„

Gemeint ist im Zitat der als Erfinder des Formats mp3 geltende Karlheinz Brandenburg.  Antworten zu Verlinkungen in diesem Artikel gibt es in den Links, die man als weiterführend zu betrachten berechtigt ist.

Selten schafft es eine Art Leserbrief auf eine Artikelseite. Man kann ja mal eine Ausnahme machen. Bzw. eine Aufnahme von einem Feedback. Hui. In einem Leserbrief, der kenntnis- und gesichtspunktereich verfasst wurde, lesen wir wörtlich:

(Zitat)

Zuerst möchte ich sehr stark anzweifeln, ob der Autor das doppeldeutige Wort „free“ mit „befreien“ gut übersetzt hat. „For free“ heißt halt „kostenlos“ und insofern spielt der Buchautor mit eben dieser Doppeldeutigkeit. „Befreien“ ist dagegen nicht nur ein eindeutiger, sondern auch ein eindeutig positiver Ausdruck. Die Ambivalenz bleibt dabei auf der Strecke. Daher: Schlechte Überschrift/Übersetzung.

Weiter: Ja, die Erfindung der MP3 Daten-Kompression ist eine sehr gute Ergänzung zu den anderen Audio-Formaten. Aber MP3 erreicht natürlich nicht die Audioqualität einer 16bit Aufnahme auf CD. An eine 24bit oder analoge Aufnahme kann das Format erst recht nicht herankommen. Das betrifft vor allem die Tiefe und den Detailreichtum der nicht im Vordergrund stehenden Aufnahmeobjekte. Das komplette Obertonspektrum und damit die genaue Abbildung des Klangcharakters der Soloinstrumente wird ebenfalls nicht erreicht. Ein Studiobetreiber erzählte mir, dass er speziell wegen des MP3 Formats deutlich stärkere Hall-Effekte verwenden würde, da ein normal dosierter Hall von den Algorithmen gnadenlos verschluckt werden würde. Man höre sich z.B. Orchesteraufnahmen an, die per se wesentlich differenzierter und tief reichender sind als normale Pop-Aufnahmen. Der Unterschied wird auch ungeübten Ohren schnell offenbar werden. Und da wir bei den „ungeübten Ohren“ sind – ein weiterer Aspekt: MP3 hat das Hören von Musik generell verändert, da es nunmehr von Quantität statt Qualität dominiert wird. Man kann in Sticks oder MP3-Player unzählige Songs speichern und man betrachtet dieses als Qualitätsmerkmal – nicht die Klang- oder Musikqualität. Daraus lässt sich ableiten, dass Musik primär als Massenware angesehen wird. Eine intensivere Beschäftigung oder Konzentration auf wenige Stücke findet nicht oder nur selten statt. Einzelne Musiktitel werden also austauschbar und bekommen in den Ohren der Konsumenten dadurch noch weniger Wert zugewiesen. Was schon etwas heißen will, da für sie der Begriff „Wert“ im Kontext mit Musik angesichts der freien Downloadmöglichkeiten ein ziemlich bizarrer ist.

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1289/15: Positionen: Meinungsnazis, Faschisten oder außerordentlich talentierte Eliten?

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Was ist nur mit Deutschland los derzeit? Kaum haben die Söhne Mannheims einen Song namens Nie wieder Krieg veröffentlicht, um gegen den Militäreinsatz von Deutschland in Syrien ein Zeichen zu setzen, geht es schon wieder von vorne los. Es wird heftigst ausgeteilt. Detailverliebte Hasser analysieren schon wieder am Thema vorbei. Der Judenstern und die Muslime, sie erregen große Aufmerksamkeit. Oder sind die beiden Begriffe nur Selektoren in einem widerwärtigen Spiel? Der deutsche Michel, hier Michel F. aus Frankfurt/Main schreibt einen überflüssigen Offenen Brief an Xavier Naidoo. Im Sozialnetzwerk ist die Hölle los. Menschen nehmen in geradezu stußartiger Weise Stellung und vergleichen Äpfel mit Birnen. Es sind wirklich ganz besonders durcheinander geratene Zeiten. Kaum jemand gibt sich noch Mühe.

In den öffentlich geführten Debatten in sozialen Netzwerken wie facebook ist das Pro und Contra zu einem widerwärtigen Kampf um richtige Meinungen verkommen. Es geht nicht mehr um Gemeinsamkeit, sondern um Kampf, Niedermachen und Unter- bzw. Überlegenheit. Es gibt einen zunehmenden Hassgroll armer, bedauernswert vereinsamter Menschen, die eine krankhafte Ausuferung von Gerechtigkeitssinn und Meinungsabsolutismus an den Tag legen, dass es einem ganz schwummrig wird. Dabei ist das soziale Netzwerk äußerlich sozial: Jedes Profilbild sieht annähernd gleich aus.  Auch die von vollkommen durchgeknallten Menschen. Das macht es nicht leichter.

Sehr schön lässt sich das Spiel dieser freien Radikalen austesten durch so genannte Selektoren. In der Geheimdienstsprache sind das die Schlüsselworte des geheimdienstlichen Interesses. In der öffentlich verfügbaren Bibliothek verfügbarer Meinungen sind Selektoren Begriffe, die man als Schlüsselreize beschreiben könnte. Sie reizen ihren Leser unverzüglich bis aufs Blut und allein ihre Erwähnung wird sofort niedergekämpft.

Solch ein Selektor ist beispielsweise Andreas Gabalier. Oder Helene Fischer. Heino trifft inzwischen eine Altersmilde. Sehr schön funktionieren in diesen Tagen die Selektoren Xavier Naidoo und Jürgen Todenhöfer.

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1288/15: Video: Nie mehr Krieg – Die Söhne Mannheims feat. Jürgen Todenhöfer

Liebe Freunde, Xavier Naidoo hat mir gestern dieses ergreifende, noch unveröffentlichte Lied geschickt: ‚NIE MEHR KRIEG!… Morgen entscheidet der Bundestag über den Krieg in Syrien. Aber nicht wirklich um den IS zu bekämpfen. Da gibt es klügere Strategien. Sondern aus Bündnisgründen, Hollande zu Liebe. 14 Jahre lang haben wir mit unseren Bomben nicht einmal die … Weiterlesen

1287/15: Positionen: Die Nachrichtenlage der Welt ist getürkt. #LiedDesTages

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Atemlos.Geschichte

Im Fall des Abschusses eines russischen Bombers über dem Gebiet der Türkei (einerseits behauptet) bzw. auf syrischem Gebiet (anderseits entgegnet) ist höchstes Misstrauen angesagt: Und zwar gegen beide beteiligte Parteien. Denn es ist ebenso gut vorstellbar, dass die Familie des türkischen Präsidenten Erdogan aktiv in Ölgeschäfte mit dem IS verstrickt ist, wie es denkbar ist, dass die dazu präsentierten Fakten von Rußland schönfärberisch getürkt wurden. Der Ort dieses Weltgeschehens legt es auch sprachlich nahe: Die Gesamtlage ist getürkt. Was wir zu lesen bekommen, sind gedankliche Fehlfarben.

Der Globus quietscht und eiert. Wir sind mitten im Krieg.

PC-War, nicht politically correct, sondern vor dem Personal Computer: Die einen fernsteuern aus Milwauckee und von anderswo Kampfdrohnen. Die anderen schießen Flugzeuge ab, so wie Bomber Einsätze fliegen, für oder gegen den Islamistischen Staat. Der schickt Attentäter nach Paris, um Vergeltung zu üben. Was gerade in Los Angeles passiert ist, ist noch nicht richtig aufgeklärt. Währenddessen sitzen wir, die privaten Helden unseres Alltags als Weltbevölkerung vor unserem privaten Rechner, der längst gesamtüberwacht ist, wie als hätten wir Fäustlinge auf den Händen, während wir navigieren, stolpernd mit Mausklicks durch das social net.

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1286/15: Audio-Paparazzi: Mica Wanner hat einen Klassiker der Popgeschichte aufgenommen – „Tainted Love“#LiedDesTages

Mica Wanner (Quelle: Homepage)

Eine Art Band ohne Namen: Wir sehen drei Musiker, aber nur eine davon ist namentlich bekannt: Mica Wanner, Jazzsängerin aus Berlin, viel auch unterwegs in Sachen aufgeräumte, wohlfeile Sprecheritis für Film, Funk und Fernsehen. Mit der früheren Frauenband „Die Braut haut ins Auge“ hat sie nie was zu tun gehabt, obwohl einige das über sie … Weiterlesen

1285/15: Video: Das harte Los erfolgreicher Straßenmusik #HIStory

Dick & Doof – Unter Null (1930) In „Unter Null“ („Below Zero“) versuchen die Jungs, als Straßenmusiker im eisigen Winter über die Runden zu kommen – ohne viel Erfolg. Als sie eine Geldbörse mit den Initialen F. H. finden, scheint sich das Blatt zu wenden. Großzügig laden sie den Polizisten Frank Holliday zum Essen ein … Weiterlesen