1406/16: Positionen: Zwei Dinge stören mich am #ESC und noch paar andere

Atemlos.Geschichte

Deutschland mit elf Punkten letzter. Aber schön war´s doch, unsere kleine Mangaprinzessin Jamie Lee. Sie hat ganz sicher nichts falsch gemacht.

Der jährliche Liedwettbewerb #ESC ist ein weiteres Mal geflogen.

Rausgekommen ist wieder das gleiche. Zwei Dinge stören mich am ESC, wie er jährlich veranstaltet wird.

Das Voting freundschaftlicher Länder im Geiste für- und übereinander. Gut ist eine neue Art und Weise auszuzählen, indem eine sachverständige Jury pro Land 12 Points vergibt und damit schon mal eine grobe Richtung vorgibt. Was allerdings im weiteren Verlauf des Auszählens auch nichts nutzt, wie man merkt. Deutschlands Jury hat Israel 12 Punkte gegeben. Eine nette Geste. Im weiteren Verlauf des Auszählens war Israel nicht weiter von Bedeutung.

Zweitens: Die Länderauswahl ist inzwischen bescheuert. Australien hat auf einem ESC nichts zu suchen, war auch das Liedchen hübsch und erfolgreich. Es geht hier nicht um Neid. Es geht hier um Europa. Da sollten noch viele weitere Länder rausgeworfen werden. Europa hat seine Grenzen. Schon allein beim Liedgut der europäischen Länder merkt man ja, dass nur selten hörenswertes Liedgut dargeboten wird. Vieles ist richtiggehend Schrott.

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Let Love Rule! Sending hearts! (gif)

1332/16: Video: Es ist ein ziemlicher Luxuslärm, so lange Liebe in mir wohnt

_icon.Tageslied

Let Love Rule! Sending hearts! (gif)


Luxuslärm – Solange Liebe in mir wohnt (Official Video)

Der diesjährige Vorentscheid zum Eurovision Song Contest hat Vielfältigkeit gezeigt.

Gregorianische Gesänge, ostfriesische Schwesterngesänge, Heavy-Metal-Wacken-Hardcore-Rosen, die Denkverbote scheinen aufgehoben.

Ins Auge fiel der Luxuslärm dieser Band aus Iserlohn. Die Band hat in einem kleinen Vorfilmchen erläutert, wie es zu dem Song kam. Die universelle Message dieses Songs geht im Grunde, und das haben sie gar nicht gesagt, auf die Beatles-Nachricht „All You Need Is Love“ zurück. Sympathische Band, sympathische Sängerin.

Das Lied des Tages ‚Solange Liebe in mir wohnt‘, danach auch deutschlandweit vermutlich nichts anbrennen. Let Love rule!

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

1289/15: Positionen: Meinungsnazis, Faschisten oder außerordentlich talentierte Eliten?

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Was ist nur mit Deutschland los derzeit? Kaum haben die Söhne Mannheims einen Song namens Nie wieder Krieg veröffentlicht, um gegen den Militäreinsatz von Deutschland in Syrien ein Zeichen zu setzen, geht es schon wieder von vorne los. Es wird heftigst ausgeteilt. Detailverliebte Hasser analysieren schon wieder am Thema vorbei. Der Judenstern und die Muslime, sie erregen große Aufmerksamkeit. Oder sind die beiden Begriffe nur Selektoren in einem widerwärtigen Spiel? Der deutsche Michel, hier Michel F. aus Frankfurt/Main schreibt einen überflüssigen Offenen Brief an Xavier Naidoo. Im Sozialnetzwerk ist die Hölle los. Menschen nehmen in geradezu stußartiger Weise Stellung und vergleichen Äpfel mit Birnen. Es sind wirklich ganz besonders durcheinander geratene Zeiten. Kaum jemand gibt sich noch Mühe.

In den öffentlich geführten Debatten in sozialen Netzwerken wie facebook ist das Pro und Contra zu einem widerwärtigen Kampf um richtige Meinungen verkommen. Es geht nicht mehr um Gemeinsamkeit, sondern um Kampf, Niedermachen und Unter- bzw. Überlegenheit. Es gibt einen zunehmenden Hassgroll armer, bedauernswert vereinsamter Menschen, die eine krankhafte Ausuferung von Gerechtigkeitssinn und Meinungsabsolutismus an den Tag legen, dass es einem ganz schwummrig wird. Dabei ist das soziale Netzwerk äußerlich sozial: Jedes Profilbild sieht annähernd gleich aus.  Auch die von vollkommen durchgeknallten Menschen. Das macht es nicht leichter.

Sehr schön lässt sich das Spiel dieser freien Radikalen austesten durch so genannte Selektoren. In der Geheimdienstsprache sind das die Schlüsselworte des geheimdienstlichen Interesses. In der öffentlich verfügbaren Bibliothek verfügbarer Meinungen sind Selektoren Begriffe, die man als Schlüsselreize beschreiben könnte. Sie reizen ihren Leser unverzüglich bis aufs Blut und allein ihre Erwähnung wird sofort niedergekämpft.

Solch ein Selektor ist beispielsweise Andreas Gabalier. Oder Helene Fischer. Heino trifft inzwischen eine Altersmilde. Sehr schön funktionieren in diesen Tagen die Selektoren Xavier Naidoo und Jürgen Todenhöfer.

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1275/15: Breaking News: Xavier Naidoo tritt nun doch nicht beim #ESC2016 auf, sind das die Hintergründe?

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Xavier Naidoo – ECHO 2015 // A Tribute to Udo Jürgens

21. November 2015
ESC 2016

Vor einigen Monaten ist die ARD auf mich zugekommen und hat mich gebeten, im nächsten Jahr für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Stockholm anzutreten.
Das war der alleinige Vorschlag der ARD. Ich habe nach reichlicher Überlegung schließlich zugesagt, weil dieser Wettbewerb ein ganz besonderes Ereignis für mich gewesen wäre. Wenn sich nun kurz nach unserer vertraglichen Einigung mit dem NDR und dem Abschluss aller Vorbereitungen die Planungen der ARD durch einseitige Entscheidung geändert haben, dann ist das ok für mich. Meine Leidenschaft für die Musik und mein Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander wird hierdurch nicht gebremst.
Xavier Naidoo, 21.11.2015, auf seiner Homepage

Weiß jemand, was der NDR will? Was er nicht will, wissen wir seit nicht mal einer Stunde. Den Zorn der marodierenden Netzwerke!

Kaum ist die Nachricht über den Äther gekommen, da stellt die weltweite auch schon wieder erste Vermutungen an, warum Xavier Naidoo nun wirklich nicht beim ESC2016 auftreten soll. Über Twitter erreichten uns (von uns selbst) folgende zwei erste, stichhaltige Begründungsmöglichkeiten:

(1) Der Verband der Holzfäller Deutschlands fällte im Verwaltungsgebäude des versehentlich die Entscheidung für zum

(2) Auf dem Jahrestreffen der Kassierer Deutschlands in Wattenscheid wurde versehentlich -Entscheidung für zum kassiert.

Wahrscheinlich war die Entscheidung des NDR pc. Also politically correct. Ob jetzt Helene Fisch dorthin zieht? Sie hat mit Udo Jürgens (Merci Cherie) gesungen und es war schön, so schön.  Xavier Naidoo hat es ebenfalls getan.

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1273/15: News: Xavier #Naidoo vertritt Deutschland beim #ESC2016 – Eine kurze Kritik

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„Wir bitten die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands, für Xavier zu schreiben.“
ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber

Natürlich gehört soziales Dissen im Netzrauschen zum guten, besten Ton.

Xavier Naidoo zum Ausnahmeevent ESC 2016 zu entsenden, hat System. Das System nennen Fachleute mit Recht Germany 0 Points und ist die Hoffnungslosigkeit des deutschen Liedbeitrags bei einem der geschmäcklerisch schlechtesten und überbewertetsten Juchei-Events der europäischen Popmusik. Auf Twitter und in den weiteren sozialen Netzwerken werden die Dissoziationsinstrumente der immerwährenden Erfolgehäretiker bereits scharf geschaltet. Einfacher ausgedrückt: Wer erfolgreich ist, fällt durch. Netzgemeinde gnadenlos. In den Musikerwitzen auf facebook fordert jemand zum massiven Witzestorm auf die Naidoo-Entscheidung auf. Na wartet.

Normal ist das alles nicht und irgendwie Selbstkasteiung. Naidoo gehört zweifelsohne zu den profiliertesten Musikern Deutschlands. Seine musikalische Leistung kann sich sehen lassen. Mit den Söhnen Mannheims und als Solokünstler hat er ohne Ende Tonträger verkauft. Dass Naidoo nun verspricht, besser gesungene 3 Minuten als jemals zuvor zu performen, ist für Deutschland eine Hoffnung auf besseres Abschneiden. Die großen Leidmedien verlinken frühere Auf-Fehltritte des Sängers bei irgendwelchen Wirrköpfen und empfinden das als objektive Information. No way.

Germany 0 Points wird es 2016 nicht geben. Heute wird folgender Musikerwitz neu entworfen und in die Vorverurteilung durch die ewig Meckrigen gehen: „Wie nennt man  einen der erfolgreichsten deutschen Popmusiker im Unterschied zu der überwältigenden Zahl erfolgloserer Musiker, die diesem keine Erfolge gönnen?“ – Antwort 1) Naidoo – Antwort 2) Neiduus – Und der Hashtag heißt #ESC2016

Micky Beisenherz spottete „Diese Online- Petition gegen ‪#‎xaviernaidoo‬
werden die Stimmen mit der Petition gegen Lanz verrechnet-
oder fängt man da wieder bei null an?“ und hat folgende vergeben, kicher: ‪#‎ESC2016‬ ‪#‎PrayforStockholm‬ ‪#‎jesuisXavier‬ –

991/14: Kritik: Conchita Wurst, Homophobie, Kritikerschelte und die Angst vor Verderbnis

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Wiener Würstchen mit scharfem Löwensenf (Bild: foodspotting.com)

Wiener Würstchen mit scharfem Löwensenf (Bild: foodspotting.com)

Die „Liebe an sich“ ist universell, spirituell und frei von Berechnung und Kalkül. Weitere nicht zwingend mit der Liebe im Zusammenhang stehende Weltprobleme betreffen Sex, bzw. Sexualität und das Streben nach Macht und Beherrschung. Wer nicht „Liebe an sich“ in sich trägt, weiß nicht ‚Die Farbe Lila‘ zu beschreiben, wird keine berührende Musik aufführen und letztlich im Unglück verharren. Jetzt wo es um sie geht, sind Die stärksten Gegner der Wurst die verzweifelten Verweigerer von zu viel Freiheit. Ihnen steht ihre Angst vor den Homos ins Gesicht geschrieben als Angst, die sie bekämpfen.

Der Kritiker wird nicht gebraucht, schreibt aber trotzdem aus eigenem Erleben und als Berater, Hinweisgeber und Vorkoster. Fällt sein Urteil genehm aus und wertschätzend, ist der Künstler oft äußerst dankbar, bis hin zur Freundschaft. Fällt sie hingegen negativ aus bzw. zumindest unangenehm, so ist der Künstler zu Tode getroffen und empfindlichst verletzt. Dabei könnte man die Kritik schlicht als das einordnen, was sie ist: eine weitere Meinung.

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813/13: Positionen: Von nahezu der halben Weltbevölkerung wird der heutige Samstagabend schon mit Spannung erwartet #ESC

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Lena Meyer-Landrut – Satellite – Eurovision Song Contest 2010 Germany(via youtube)

Musikliebhaber erwarten schon mit Spannung den heutigen Abend: Einfach mal den Fernseher auslassen und eine gute, alte CD in die schnell noch wiederangeschlossene Stereoanlage packen! Hach! #ESC #TV off (Morgengedanken der Redaktion)

Der Eurovision Song Contest wird heute Abend ausgestrahlt. Endlich wieder mal Zeit, gute Musik zu hören. Der Fernseher kann ausbleiben. Apropos Fernsehen: Als blackbirds.tv den Song „Confortably Numb“ als #Lied des Tages wiederveröffentlichte, hielt die Interpretin uns doch für einen „deutschen Fernsehsender“, haha. Fernsehsender? Das nicht. Sendungsbewusstsein? Ja, schon. Das ist der Witz im Witz. Die Abkürzung „ESC“ ist PC-Benutzern ohnehin bekannt,…(mehr)…

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505/11: Trendbarometer: Der Eurovision Song Contest (ESC) und das Käseigel-Prinzip!

Lege ich auf meiner Geburtstagsparty ein Stück Käse hin, bleibt es liegen. Schneide ich es in Würfel, wird alles aufgegessen. Obwohl der Käse genau der gleiche ist. Bequemlichkeit erklärt’s zum Teil. Aber nicht nur das: An sich weiß im Wellness-Zeitalter jeder, dass größere Mengen cholesterinhaltiger Lebensmittel am späten Abend nicht gerade gesund sind. Doch die Grenze zwischen „dick werden“ und „nicht dick werden“ verschwimmt mit den offerierten Häppchen. Einer solchen Salamitaktik des Schrittchen-für-Schrittchen halten auch gute Vorsätze kaum stand. (Süddeutsche Zeitung, Jetzt, hier)

Im Prinzip ist der Käseigel aber auch und vor allem Ausdruck unserer deutschen Partykultur, mit Basis in den Mittfünfzigern, geschätzt. Noch immer gilt der Käseigel, auch für heute Abend. Verbindet man das deutsche Partyprinzip mit rechtfertigenden Anlässen wie Fußball-WM oder eben ESC (jetzt: 2011), dann gilt der zuvor sorgsam gesteckte Käseigel zugleich auch als Prinzip Hoffnung. Denn gut Ding will Vorausplanung haben. Nie vorher war ein so schlechter Musik-Wettbewerb, wie der ESC Anlass zu so viel Vorfreude wie jetzt. Denn Lena Meyer-Landrut hatte ihn aus der „schlechtesten Ecke denkbarer Musik“ herausgeholt und 2010 den Preis nach Deutschland geholt.

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