
Wer beerbt wen? Und warum?
Niemand hat die Absicht, sich unangemessen zu verhalten. Ein paar Ausnahmen gibt es allerdings. Denn manche machen sich gemein mit Christoph Columbussen, den Vasca da Gamas, den Marco Polos des Mittelalters, ja des Altertums. Das fing schon an, als britische und ein paar andere weißhäutige Archäologen den Ägyptern ihre Pharaonen klauten, der Sphinx ihre Nase abbrachen (Asterix in Ägypten), als aus Gizeh Zigarettenpapier zum Selbstdrehen wurde, war das Maß endgültig voll. Doch alles kam noch schlämmer.
Ronja ist eine junge Musikerin mit langen Haaren, die sie als Dreadlocks trägt. Sie kommt nicht aus Marzahn wie Cindy, die den Jogginganzug rosa trug und gegen niemandens Kulturetikette verstieß. Cindy ließ rosa einfach mal gerade sein, zuvor hatte niemand sich geträut, dem Jogginganzug Schreifarben gebläut. Kontrolle über das eigene Leben (Karl Lagerfeld). Diese Art Canasta spielt der Rasta – Cindy ging wie Schlämmer-Kurt aus Grevenbroich in die Kultur ein. Vorher Heinz Erhardt und die Frage, warum die Zitronen sauer wurden? Historisch verbrieft: Oh Susi, ich liebe Dein goldenes Haar, ostfriesischer Nimmersatt, war ein Friesenjung und lebte hintern Deich. Ronja, nicht Marzahn, Ronja Maltzahn ist zu approriate. Ich hätt’s nicht gewusst. Wer hätte es nicht gewusst?
Zweifelsohne ein heißes Eisen ist diese ernste Sache, über die wir Freilicht (Open air) diskutieren sollten. Müssen. Kommt die Deutschlandquote jetzt durch die Hintertür doch? Das müssen wir uns fragen. Worum geht’s?
Mit dem Begriff Kulturelle Aneignung englisch cultural appropriation wird die Übernahme eines Bestandteils einer von Mitgliedern einer anderen Kultur oder Identität bezeichnet. Die ethische Dimension kultureller Aneignung wird in der Regel nur dann kritisiert, wenn die angeeignete Kultur einer Minderheit angehört, die als sozial, politisch, wirtschaftlich oder militärisch gilt, etwa wegen ethnischer Konflikte. Die Kultur wird aus Sicht der Kritiker durch ihre historischen Unterdrücker ihrem Kontext entrissen. Die Verwendung des Begriffs der Kulturellen Aneignung wird wiederum als Identitätspolitik kritisiert. (Aus Wikipedia)
Meine Frage ist im Grunde genommen kurz und präzise, Markus Lanz hätte nur den ersten Satz benützt:
Was macht das mit einem, wenn man so cultural approriate unterwegs ist? Und Ihr so? Hä?
