#2.076/24 – #Breaking News – #JustMusic Berlin schließt Zentrale am Moritzplatz Kreuzberg

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Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH - Promotion)
Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH – Promotion)

Es war nicht nur zu vermuten. Es war eine Frage der Zeit. Das Berliner Musikhaus JustMusic (früher: Sound- und Drumland) schließt. Wann genau, ist unklar, berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Damit ist die letzte der früher vier bundesweiten Fachgeschäfte für Musikinstrumente zu. Wir berichteten (über drei von vieren, am 04.09.2020)

Die ganze Branche steht jetzt am Ende einer Entwicklung, die sich seit langem angekündigt hat. Die Zeichen waren nicht zu überhören. Was die Musikmesse Frankfurt/Main betrifft, veröffentlichte ich grundlegende Kritik hier (am 09.04.2016) und weitergehend hier (am 06.04.2019). Nun ist der Berichterstatter (das bin ich) beileibe kein Branchengenius. Vielmehr sehe ich die Branche als Betroffener.

Der Tagesspiegel berichtet am 17.01.2024 hinter einer Paywall hier. Mit einem großen Buyout wirft JustMusic zu Sonderkonditionen Equipment raus, 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen beräumt werden. Reduzierte Preise winken.

Verdächtigung Corona: Während verschiedene Medien orakeln, warum die Standorte Dortmund, Hamburg und München früher schlossen, vertraten wir einen bunten Tulpenstrauß abweichende Konzernkritik, besser: Branchenschelte. In Kurzform:

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1.953/20 #Positionen – Bei #JustMusic gibt es offenbar ernsthafte Probleme, die Standorte Hamburg, München und Dortmund werden 2021 zugemacht

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JustMusic schließt die Standorte Hamburg, München und Dortmund – Geschäftsführerin Lilli Stock: „Wir bedauern die Filialschließungen, sehen hierin aber auch die Chance, mit einer neuen Marktstrategie die langjährige JustMusic-Marktpräsenz erfolgreich fortsetzen zu können.“ – meldet Das Musikinstrument hier am 03.09.20

Und Achtung: Dieser kurze Beitrag kann Anteile von Meinungen enthalten. Der Berichterstatter (das bin ich) sieht es mit äußerst gemischten Gefühlen.

Anfang der Achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war da mal ein sehr inspirierter, großartiger Musiker und Unternehmer namens Jochen Stock. In der Pariser Str. in Berlin-Wilmersdorf schlawenzelte der Berliner Musiker inspiriert herum und nicht uninspiriert. Hardware gab es dort zum Kaufen, mit Brainware und der Kraft guter Gedanken mussten Musiker dann nur noch Musik machen. Stock half der Musikszene, auf die Füße zu kommen.

Dann setzte eine Zeit großer Veränderungen ein und die Branchenprimusse Deutschlands konkurrierten immer härter, das Internet verschmolz die Kundenströme auf die Onlineverbindungen. Stock expandierte auch wie wild und die Standorte Hamburg, München und Dortmund entstanden. Gleichzeitig wurde ein großer Flagship-Store in Kreuzberg aufgezäumt und die vormalige Berlinzentrale, das Gründerlokus des Geschäftsinhabers, aus der Pariser Str. wegverlegt.

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1373/16: Kritik: Die Lage ist äußerst ernst im Musikalien-Einzelfachhandel deutschland-, ja weltweit

Kritik

„Lieber Honigbär, ich spreche nur für mich selbst. Ich kenne Musik Oehme seit ca. Ende der Siebziger Jahre. Das Geschäft hat einen Standort, eine Stammkundschaft und ist seit dem und noch länger dort ein einziges. In ganz Berlin und deutschlandweit sterben die Musikalienfachhändler nach und nach weg, weil die zwei drei großen Platzhirsche und das Internet die Einzelhandelsstruktur kaputt machen und kleine Mitbewerber verdrängen. – Das ist Fakt. – Was ich damit sagen will: Wir müssen vielleicht etwas großzügiger über unseren Tellerrand der verzogenen Kundenwünsche blicken und dem Einzelhandel gegenüber etwas gewogener rezensieren, beurteilen und nicht aus kleinlichen Motiven. Für mich bemüht sich der Inhaber dieses Fachgeschäfts, der allgemeinen Entwicklung zu trotzen und trotzalledem das Geschäft aufrecht zu erhalten. Support Your local dealer und nicht „Rabähhh, da war einer unfreundlich.“ – Was ist denn das für eine Aussage: Das kann doch jeden Tag mal passieren. Das ist das, was ich Dir ggü. und Deiner Kritik ins Feld führe. Dein TTT“ – Aus meinen eigenen Besuchen zum Musikhaus Oehme, Berlin-Zehlendorf, dort „Rezensionen“, mein Kommentar.

Internetweit geht der Einzelhandel in die Knie. Ein Grund: Jeder darf überall seinen Senf absondern und es Verbraucherkritik und Verbraucherschutz nennen. Die Liste der untalentierten Rezensenten ist lang, und was viele schreiben, würde ein kritischer Laubfrosch als Quark bezeichnen. Er kommt in den Supermarkt, steht an der Kasse, die Verkäuferin fragt ihn: Was hätten Sie denn gerne? – Quak.

Hiergegen hie und da gezielt ins Feld zu führen, was wie eine Grasnarbe der Vernunft wächst über moderigem Kritikton und unangemessenen Trallala des vergessenen, schlecht behandelten Einzelhandelskunden, ist ein lohnenswertes Ziel. Das hat den Berichterstatter bewogen, über das Musikhaus Oehme in Berlin und für es eine Lanze zu brechen. Also aus der Deckung aufzutauchen und ein gezieltes Touché für und gegen eine im Grunde lächerliche, unangemessene Kritik zu rufen.

Im Vestibül des Einzelhandels freut sich der Fan von engagierten Musikalien-Einzelfachhändlern und legt ihnen ein fruchtfleischiges Sorbet aus Inbrunst und Tollkirsche vor die Füße. Wohl bekomms.

Auf facebook, wer dort einen Account hat, kann man den gesamten Thread nachlesen….

1170/15: Positionen: Der Musikinstrumentenmarkt verändert sich massiv: und was bleibt, was wird?

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Ich habe weder Betriebswirtschaft noch Marketing studiert, sondern bin gelernter Feingerätemechaniker. Die Musik ist aber mein Leben und das verbringe ich seit meinem 12. Lebensjahr in der Firma Thomann. Mein Vater hat mir früh die Leitung des Unternehmens übertragen und mir den wertvollen Tipp mit auf den Weg gegeben, immer auf die Kunden zu hören und von ihnen zu lernen. (Hans Thomann, Vorstellung, hier)

Im Grunde ist das Rennen entschieden. Die Sache ist gelaufen.

Gewonnen haben für einen Zeitraum von zehn, zwanzig Jahren die großen Onlineversender.

Das boomende Geschäft mit dem Onlinehandel macht die Menschen nicht insgesamt glücklicher, sondern dümmer und flacher. Schreiende Schuhkäufer (Zalando) gelten als großartige werbewirksame Ikonen. Man kann nur hoffen, dass Musiker anders sind. Den Versuch, uns zu perfekten Schuhkäufern im übertragenen Sinne zu machen, erleben wir bereits. Dafür gibt es jetzt sensationelle „Bundles“. Wow.  Aber wirklich große Erlebnisse im Einzelhandel sind dafür nahezu weggebrochen: Von Haptik kann niemand mehr sprechen. Das Einkaufserlebnis, in einem gutsortierten, angenehm duftenden Laden zu gehen, Dinge anzufassen und zu „begreifen“, ob wir etwas wirklich benötigen, ist dem Flatscreen gewichen. Zweidimensional gehen wir einkaufen. Per Mausklick, am Schirm.

Noch sind die entscheidenden Schlachten im Netz nicht geschlagen. Google Nose: Das Riechen am Parfüm bzw. am Satz Saiten. Google Glass, das mehrdimensionale Schauen, Scannen und nötigenfalls das Verpixeln von Privatsquäre, all das steckt noch in den Kinderschuhen. In der Zwischenzeit sind diejenigen groß und fett geworden, die zur richtigen Zeit den richtigen Riecher hatten.

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834/13: News: Der „FlagshipStore“ von #JustMusic am Moritzplatz in Kreuzberg hat eröffnet #Video via #Musotalk

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Hausbesuch – Just Musiv Megastore in Berlin-Kreuzberg (via youtube)

Begriffswirrwarr: Während sich JustMusic einen Flagshipstore gebaut hat, berichten die Medien über einen MegaStore. Und: Was ist nun richtig? Okay, denkt selbst nach…über Sinn und Unsinn von Megalonismenprismen (The Dark Side Of The Huhn, hier) oder: „Ein ziemlich altes, quietschfideles Huhn zieht nochmal etwas Großes auf.“ Kompliment, Jochen Stock. 🙂

Lilly Stock von JustMusic hat den Kollegen von MusoTalk ein aussagekräftiges Interview gegeben, das wir hier gern nochmals anbieten, zwecks besserer Berliner Streuung.

In dem Video werden die brennenden Fragen beantwortet. Eine davon ist die Frage: Was passiert denn mit der Kulturbrauerei und dem Standort Pariser Str.? Die Rührseligen hatten schon das Plätzchensterben beklagt. Dem ist nicht so, weiß Lilly Stock zu bestätigen. Neben Plätzchen, Tee und Salzgebäck gibt es Pianos, Schnäppchen und Häppchen, alles zum Musik machen, auch weiterhin. Höchste Zeit also, sich die drei Plätzchen Kultubrauerei, Pariser Str. und Moritzplatz einmal anzusehen.

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806/13: News: Willkommen in Bloggerland, #JustMusic

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Deep Purple-April (via youtube)

April, April, der macht doch was er will. Ein Blog aufzumachen, darf nicht halbherzig und kurzgegriffen angegangen werden. Nur gutgeschriebene Blogs mit Herzblut, Engagement und tieferen Inhalten werden auf Dauer gelesen. Ob das JustMusik schafft, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist der gute Wille jetzt zu spüren.

JustMusic, der Handelsriese in Sachen Musikinstrumente aus Berlin, goes blogging. Pünktlich zur Musikmesse fährt ein Unternehmensblog mit News und Trends von der Musikmesse hoch. Wenn auch die ersten bewegten Bilder als Videozuspielung noch wackeln und der Ton mal weg ist, weil Interviewer Johann Stock das Mikrofon nicht wieder zu sich zurückpendelt: Der gute Wille ist zu spüren und mit Sicherheit wird das Blog bei konsequenter redaktioneller Betreuung eine „Latifundie relevanter news“ aus dem Kaufland der Musiker. Zielgruppe: Hamburg, München und Berlin. Und Speckgürtel Berlin, also Rest-Gesamtdeutschland. Das wisst Ihr ja: JustMusic ist für alle da.

_link Lotse

697/12: News: #JustMusic wird bald umziehen, hier ein Film mit allerhand Details zum geplanten Umzug in neue Räumlichkeiten in Kreuzberg

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Das neue Just Music im Elsnerhaus Berlin – Lilli Stock zeigt den Rohbau

Am Moritzplatz in Berlin entsteht im denkmalgeschützten Elsnerhaus einer der größten Music-Shops Europas. Lilli Stock führt mich durch den Rohbau und erläutert die Planung. #Klappentext zum Video durch musotalk.de

„Die Handwerker sind sehr motiviert, der Architekt auch“, sagt Lilli Stock, sie rechnet unverbindlich mit einer Eröffnung ungefähr im November, wenn das nicht klappt, macht sich niemand Stress und es wird erst im Februar umgezogen. Zur Verfügung gestellt hat dieses Video musotalk.de, wofür herzlich zu danken ist. Ein großartiger Überblick über den gegenwärtigen Stand der Bauarbeiten, aufgenommen Anfang Mai 2012. Ihr könnt also sicher sein: inzwischen ist viel passiert dort. Künftige Adresse Nr. 1 in Berlin: Oranienstr. 140, 141, 142, Kreuzberg – Elsnerhaus!

336/10: Band-Soziologe: Für Sessions gilt: Guter Common Sense, Spirit & geklärte Verhältnisse #Audiotipp

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Ich rede für mich selbst, ich rede für mich selbst, ich rede für mich selbst, ich bin mein Radio, mein eigenes, universelles Radio! (etwas abgewandelte Lyricschnitte aus dem Song „Mein Radio“ von Nina Hagen – Jesus, das stimmt!)

Man könnte meinen, ich hätte die Band The famous, xtraordinary Blackbirds.tv zu Zwecken wie „Feldforschung“ gegründet. Doch das ist nicht richtig. Es geht in erster Linie um Musik! Der erste Anschein trügt: „What you see is what you get“  gilt für PC- und Apple-Vernarrte und das „Hier und Jetzt“. Für alle anderen gilt: Was du jetzt siehst, ist die Beschreibung der Jetztzeit. Es war nicht immer so, wie es jetzt ist, und wie es mal war, das ist der Grund für die heutige Situation, wie es jetzt ist! Eine Band als Karnickel für die soziologische Beobachtung? Bis hierhin mitgekommen? Na dann.

In der Band finden all diejenigen Prozesse statt, die in jeder Band stattfinden. Ein wesentlicher Aspekt der guten Bandarbeit miteinander ist die Kommunikation. Nur wenn die Kommunikation gut ist, kann sie fließen. Eine Binsenweisheit, eigentlich.

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