2120-26 – #Positionen – Die Debatte Nuhr als DAS Shitbürgerthema des Internets – 36° Grad, es wird noch heißer #Tageslied

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Wahrheit ist komplizierter als Schelte,

z.B. gegen Nieter Duhr, die sich bemüht, DN wegen Kalauern seiner Satireshows öffentlich abzustrafen. Für mein Gefühl ist diese Kritik unangemessen.

Unerträgliche Empörungskultur Internet von denjenigen, die sich einen Ruf erarbeiten möchten, wie sie gerne wahrgenommen werden wollen. Da ist auch narzisstische Eitelkeit dabei. Menschlich große Bedeutung anzustreben ist ok, aber nicht auf Kosten anderer. Sie tun es aus Selfishness (Eigennutz, Verliebtheit in die eigenen Gedanken). Selbstreflexion ist out. Sagt Dieter Nuhr im Fernsehen: „Vielleicht sollten Frauen den Mann erst kurz kennenlernen, mit dem sie schlafen.“ (Gelächter) 300 bis 400 Femizide pro Jahr ganz klar zu viel, stellt DN jedoch vorher klar. Schon das war PC, Intelligente wüsste es auch ohne Disclaimer. Er weiß, warum. – Für nicht nur wenig Nachdenkende trägt die Pointe von Nuhr Wahrheit in sich. Für die Oberflächlichen: Selbstverständlich erleiden zu viele Frauen Gewalt von Männern, darunter auch solchen, mit denen sie sich einlassen und abgeben, in verschiedenen Konstellationen. Wer hat das Recht, sich aus dieser Wahrheit ein Rosinchen zu picken, um auf Nuhrs Frauenfeindlichkeit herumzupicken. Ich kann diese Gruppe klar labeln. Ich lass es lieber.

Aufpassen. Shitstormbürgergefahr.

Selbstverständlich sollten Frauen Männer genau kennenlernen. Männer nehmen nicht nur in den Arm, brauchen Geborgenheit, weinen heimlich. Sie sind brandgefährlich, herzliche Grüße in puncto Weisheit an Herrn Binsen. Die Dunkelziffer von Stalkern, Femiziden, häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt haben eins gemeinsam: Wir kennen sie nicht. Dans le dunkle c’est bon munkeln. Schöne Grüße an die Vorurteilung. – Halbwegs Gescheite müssen schlichte Wahrheiten nicht sezieren. Die Satire hat bereits ihr dunkles Ende erreicht. Der Satiriker kann nichts mehr vortragen in einem einstündigen Bühnenauftritt, ohne die Hälfte seines Programms durch verwässernd wirkende Einerseits und Andererseits zu relativieren, allein um im Netz nicht in Grund Boden gerammt zu werden. Einerseits, andererseits: Ach, Du heilige Scheiße. Danke Meinungsfreiheit.

Die Dinge über Männer, die wir alle schon längst wissen, müssen wir doch gar nicht in jeder Stellungnahme zunächst einmal abwägend gegeneinander durchkauen, nur damit das Außen wahrnimmt, ich bin ein Gerechter der Völker. So ein Riesenschwachsinn. Der Gebildete erkennt das Vorausgesetzte, den Intellekt, die große Idee einer Polemik und weiß sie von selbst einzuordnen. Nur die Blöden wollen dieses abwägende Tri-Tra-Tralla La. Wie überheblich, Kritikergemeinde, wenn Ihr stets die Art und Weise, wie man redet, wie man zu denken hat und wann ein Vortrag eines Menschen überhaupt geduldet werden muss, bis ins letzte haarklein auseinander klamüsamentiert (hier keine Rechtschreibprüfung verfügbar, sic! Meldung ist raus). Ich habe selten größere Beschränktheit gesehen, als gerade seit es ein Internet gibt, dass man vollzuschreiben berechtigt ist, ohne den Nachweis zu führen, dass es „der Gerechtigkeit dient“ (D. Kunzelmann, Amtsgericht Moabit früher) Das allgemein vorhandene Wissen um Männer allein bildet bereits unbesprochenerweise den gesellschaftlichen Minimalkonsens, ohne es immer wieder aufs Neue durchkauen zu müssen. Habt Ihr das jetzt? Fuckt Euch diese Sichtweise ab?

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2119-26 – #Positionen – Was ist ein Oneliner online? Und wie streiten wir uns besser? – Willst Du Großes erreichen, fange mit Dir selbst an.

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26.06.26 Ist das weibliche Gegenstück zum "Host" die "Hostie"? #Tommycast #SpezialistengruppeWortspielhölle #Feuchtgebeate #TTT #Tulipstagram
26.06.26 Ist das weibliche Gegenstück zum „Host“ die „Hostie“? #Tommycast #SpezialistengruppeWortspielhölle #Feuchtgebeate #TTT #Tulipstagram

Ich mag den Streit, auch den hart geführten. Ich schätze vor allem aber gute Begründungen und die Kraft der Argumentation. Und ich finde es besonders gut, wenn man mit offenem Visier kämpft, nicht feige anonym.
Cihan Çelik, den ich persönlich nicht kenne, und ich haben uns drüben auf „X“ immer wieder hart, manchmal auch ins Persönliche gehend, beharkt. Ich reagiere auf seine Äußerungen, weil er eine öffentliche Person ist und Dinge schreibt, die ich nicht kommentarlos stehen lassen möchte. Heute hat er vorgeschlagen, einmal zu telefonieren. Das finde ich sehr gut. Es zeigt, dass einem bei allem Streit letztlich doch etwas am anderen liegt. Dass man den anderen vielleicht nicht schätzt, aber doch respektiert. Und dass man willens ist, den anderen zu verstehen und im direkten Gespräch Missverständnisse auszuräumen. Wir haben also heute gesprochen. Ich weiß das sehr zu schätzen, lieber Cihan. Vielleicht sehen wir manche Dinge künftig anders, vielleicht streiten wir von jetzt an besser, auch wenn wir inhaltlich hier und da weit auseinanderliegen. So manches Missverständnis ist nun aus dem Weg geräumt. Für Ihren Gesprächswillen und für die im direkten Kontakt doch respektvolle Art danke ich Ihnen. (postet Hasnain Kazim am 25.06.26 #Facebook.) Ich fühle mich bemüßigt, zu kommentieren, hier der #Medienspiegel – „I’m looking to the man in the mirror.“

In meinem Feed aus Social media geht es u.a. um Netzkultur. Hasnain Kazim, Wien, reimt sich, ist kurz, praxisnah anwendbar. Ein Oneline online.

Es tobt überall der digitale Mob. Lauter Besserwisser. Viele, viele digitale #Oneliner online (beachte den Unterschied). Der Oneliner: Der sich in einem kurzen Satz voll Verachtung meldet und digitale Krätze dalässt. Die zu kurze Meinungsäußerung, die keine ist, sondern auf ein psychologisches Problem des Verfassers hinweist. Er schreibt kurze Sätze wie Klebstoff, weil gerade Dieter Nuhr seinen Frankreichurlaub postet, sinngemäß: „Frag mal Frau Pelicot, warum sie nie ihren Mann kennengelernt hat.“ Nuhr hat die nächste Satire performt, sein wortgewaltiges Einstunden-Nachdenkprogramm steht sinnverkürzt in einem Oneliner, einer zu kurzen Rückfrage: „Frag mal“. – Schon unverschämt. Was erlauben Kommentator? Nuhr, der digital vorgeführt wird. Von einem ganz Schlauen. Dieser Kommentator, der hat’s dem Nuhr nun wirklich mal gegeben. Ba dumm-tse. Ich denke nur: Idiot. – Kerl, Du buchst doch nur darum, geliebt zu werden. So rabulistisch zu kommentieren, hat was von einer zu schweren Kindheit, Defizit auf dem Liebekonto, überzogen, Sollsaldo – Rückzahlung überfällig. Der Kommentar „Frag mal“ löscht diese offenen Posten der verletzten Seele.

Mit diesem kurzen Satz offenbart der Mensch den digitalen Idiot in sich. Die Wahrheit endet niemals in einem dahin geworfenen Satz, der den Angegriffenen vernichten und verächtlich machen wird. Das ist bullshit.

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