Fr.. Juli 17th, 2026
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Wahrheit ist komplizierter als Schelte,

z.B. gegen Nieter Duhr, die sich bemüht, DN wegen Kalauern seiner Satireshows öffentlich abzustrafen. Für mein Gefühl ist diese Kritik unangemessen.

Unerträgliche Empörungskultur Internet von denjenigen, die sich einen Ruf erarbeiten möchten, wie sie gerne wahrgenommen werden wollen. Da ist auch narzisstische Eitelkeit dabei. Menschlich große Bedeutung anzustreben ist ok, aber nicht auf Kosten anderer. Sie tun es aus Selfishness (Eigennutz, Verliebtheit in die eigenen Gedanken). Selbstreflexion ist out. Sagt Dieter Nuhr im Fernsehen: „Vielleicht sollten Frauen den Mann erst kurz kennenlernen, mit dem sie schlafen.“ (Gelächter) 300 bis 400 Femizide pro Jahr ganz klar zu viel, stellt DN jedoch vorher klar. Schon das war PC, Intelligente wüsste es auch ohne Disclaimer. Er weiß, warum. – Für nicht nur wenig Nachdenkende trägt die Pointe von Nuhr Wahrheit in sich. Für die Oberflächlichen: Selbstverständlich erleiden zu viele Frauen Gewalt von Männern, darunter auch solchen, mit denen sie sich einlassen und abgeben, in verschiedenen Konstellationen. Wer hat das Recht, sich aus dieser Wahrheit ein Rosinchen zu picken, um auf Nuhrs Frauenfeindlichkeit herumzupicken. Ich kann diese Gruppe klar labeln. Ich lass es lieber.

Aufpassen. Shitstormbürgergefahr.

Selbstverständlich sollten Frauen Männer genau kennenlernen. Männer nehmen nicht nur in den Arm, brauchen Geborgenheit, weinen heimlich. Sie sind brandgefährlich, herzliche Grüße in puncto Weisheit an Herrn Binsen. Die Dunkelziffer von Stalkern, Femiziden, häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt haben eins gemeinsam: Wir kennen sie nicht. Dans le dunkle c’est bon munkeln. Schöne Grüße an die Vorurteilung. – Halbwegs Gescheite müssen schlichte Wahrheiten nicht sezieren. Die Satire hat bereits ihr dunkles Ende erreicht. Der Satiriker kann nichts mehr vortragen in einem einstündigen Bühnenauftritt, ohne die Hälfte seines Programms durch verwässernd wirkende Einerseits und Andererseits zu relativieren, allein um im Netz nicht in Grund Boden gerammt zu werden. Einerseits, andererseits: Ach, Du heilige Scheiße. Danke Meinungsfreiheit.

Die Dinge über Männer, die wir alle schon längst wissen, müssen wir doch gar nicht in jeder Stellungnahme zunächst einmal abwägend gegeneinander durchkauen, nur damit das Außen wahrnimmt, ich bin ein Gerechter der Völker. So ein Riesenschwachsinn. Der Gebildete erkennt das Vorausgesetzte, den Intellekt, die große Idee einer Polemik und weiß sie von selbst einzuordnen. Nur die Blöden wollen dieses abwägende Tri-Tra-Tralla La. Wie überheblich, Kritikergemeinde, wenn Ihr stets die Art und Weise, wie man redet, wie man zu denken hat und wann ein Vortrag eines Menschen überhaupt geduldet werden muss, bis ins letzte haarklein auseinander klamüsamentiert (hier keine Rechtschreibprüfung verfügbar, sic! Meldung ist raus). Ich habe selten größere Beschränktheit gesehen, als gerade seit es ein Internet gibt, dass man vollzuschreiben berechtigt ist, ohne den Nachweis zu führen, dass es „der Gerechtigkeit dient“ (D. Kunzelmann, Amtsgericht Moabit früher) Das allgemein vorhandene Wissen um Männer allein bildet bereits unbesprochenerweise den gesellschaftlichen Minimalkonsens, ohne es immer wieder aufs Neue durchkauen zu müssen. Habt Ihr das jetzt? Fuckt Euch diese Sichtweise ab?


2RAUMWOHNUNG – 36grad (Official Video)

36 Grad, und es wird noch heißer
Mach den Beat nie wieder leiser
36 Grad, kein Ventilator
Das Leben kommt mir gar nicht hart vor
36 Grad, ah
36 Grad, ah
2Raumwohnung – Songtext ®

Jeder Leser dieser Zeilen mag nun einen (anderen) Satz herauspicken hier, um auf ihm herumzuhacken. Das alles ist NICHTS. Wer es tut, hat zu viel Zeit, so wie die WortführerInnen des Internet, die keine gründliche Meinung besitzen, aber an wechselnden Tagen unterschiedliche sehr laut spreaden. Mir sind gerade diese zuwider. Wie kann man nur so lächerlich unflektiert täglich lauter nichtsnützige Wahrheiten rausblasen und sich dafür bei Inspirationsquellen (besser: Triggern) „Feeds“ abholen. Es ist bedeutungslos, es stellt keine gute intellektuell fundierte Betrachtung dar und hilft allenfalls Spießbürgern gefällt mir zu klicken.

Frankreich, 40 Grad.
Wie dieser zerlaufende Käse so anscheinend auch das Hirn des Nuhr. Anders ist das alles nicht zu erklären. Man hat gar keine Lust, sich mit dem Schmodder, der des Dieters Lippen verließ, noch groß zu beschäftigen. Es ist doch ganz einfach: GAR NICHT MEHR HINGEHEN. Ihn alleine lassen. Sich weigern, im Publikum zu sitzen, auf Auftritte bei ihm verzichten. Denn, was mich wirklich fertig macht ist die Tatsache, dass neben den üblichen rechtsoffenen Verdächtigen so viele eigentlich okaye Künstler:innen sich nicht trauen, auf seine Reichweite zu verzichten. Durch ihre Präsenz dort kann er weitermachen. Und das betrifft leider auch einen Bekannten von uns, den ich persönlich sehr, sehr schätze und mag. Er hatte das Publikum in der Sendung mal in die Populismusfalle laufen lassen. Das war toll. Jetzt heißt es für ihn hoffentlich: Das war’s dann. Endgültig. Die ARD scheint ja immer noch nicht zu zucken …

( Facebook Kommentatorin Rebecca Spilker, zurzeit Frankreich, rügt die ARD, nicht längst zu zucken, also Nuhr zu canceln – schreibt Käse über zerlaufenden Käse – Respekt geht anders)

Lass sie sich doch suhlen in ihren Scheiß-Vorurteilen. Geht mir bitte nicht auf den Sack, Du Sau. 😉 Dieter Nuhr ist weder Wahrheitsverfechter des Lichts noch wert, sich an ihm abzuarbeiten. Du kannst zappen, wenn Du immer noch -wie alte Leute- lineares Fernsehen guckst, um nichts zu verpassen, wenn ER Steilvorlagen liefert für Deine wöchentliche Empörungskolumne, die sich nach Außen richtet, mit der Du über Dich eigentlich nur sagst, dass man mit Dir nicht gut Kirschen essen kann, weil Du eher wütend und unreflektiert bist, indem Du auf Andere zeigst. Wenn Du Dich an ihm abarbeitest, versäumst Du den Blick in den Spiegel zur therapeutischen Aufarbeitung deiner verletzten Persönlichkeit. Es gibt Wichtiges. Bitte: Sehr gern geschehen. Ich mach jetzt was Wichtiges. Schönes Wochenende. Habe ich schon gesagt, es ist ist heiß?

Nachträglich eingefügt (30.06.26), Kommentar auf FB: „Es geht nicht um Erstsex mit einem Unbekannten. Sondern die Idee, einen „männlichen Mensch“ besser erst kennenzulernen, bevor es zum Austausch von Zärtlichkeiten kommt. Eine fast unmögliche Forderung (…nach längerem Zusammenleben…, Menschen ändern sich und werden teils viel später zu Gewalttätigen, Mördern). Richtig wenn Nuhr subsumiert, man müsse Beziehungspartner erst genau kennenlernen, hinsehen. Allerdings sei das Risiko, auf einen Femizid-Täter zu treffen praktisch „gleich Null“. Alles zutreffend, zu Satirezwecken mit Pointe. In diesen Gedanken liegt nichts Krankes, sondern genaues Hinschauen. Allerdings schwierig umzusetzen. Ein anderer hat zugespitzt, ebenfalls satirisch: „Frauen dürfen sich besser nicht mit einem Mann einlassen.“ Das reduziert die Gefahr bereits drastisch. Abgesehen von vollkommen Irren (Männern, Tätern), die außerhalb von Beziehungen Morde begehen. Der Femizideur, der ihr heimlich nachstellt und sie anschmachtet, sich aber wahnsinnigerweise von ihr nicht (ausreichend) wahrgenommen empfindet. Ließe sich fortsetzen.“ (Klarstellung)

Vielleicht deswegen. Ein Indianer sagt: Howgh. Ich habe gebrochen. (Früherer Begriff, heute nicht i.O. – iss klar)

Apropos Kirsche: Sharie sharie Lady – Das digitale Dopamin. Ich könnt mich auch teilen, längs oder quer. Ich war Tommy mit den Sharinghänden, als es noch Twitter hieß, meine digitale „X“.

(Inspiration: Samstags im Empörungsnetz zum Thema Dieter Nuhr)

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