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14.06.26 - #Bubblejournaille #TulipKI #TTT #Tulipstagram
14.06.26 – #Bubblejournaille #TulipKI #TTT #Tulipstagram

Frage an meine KI: „Heute habe ich ein neues Wort geschaffen. Ich möchte mit Dir abgleichen, ob Du das Wort verstehst und ob ich irre und das Wort als Begriff längst etabliert ist. Es geht mir um Kontroversen zu Benjamin „Ben“ Bernd zu #Ungeskriptet, um Menschen wie Sabine Amann (Funke Gruppe) und so fort. Das Wort, dessen Bedeutung ich gern mit Dir abgleichen möchte, lautet Bubblejournaille. Was fällt Dir mit diesem Intro meinerseits dazu ein. Lass mal Deine künstlichen Muskeln spielen.“

Antwort KI (nachträglich von mir redigiert/überarbeitet) #Finale

Bubblejournaille ist (noch) kein feststehender, lexikalischer Fachbegriff in der Kommunikationswissenschaft. Es gibt ihn nicht als kanonisierten Begriff wie etwa den „Investigativjournalismus“ oder „Gonzo-Journalismus“.
Das Phänomen selbst ist allerdings brandaktuell und wird in der Medienkritik unter ähnlichen, oft sperrigeren Begriffen verhandelt (z.B. Haltungsjournalismus, Milieu-Journalismus oder das Bedienen von Echokammern). „Bubble-Journalismus“ bringt diese komplexen Dynamiken aber viel griffiger auf den Punkt.
Anatomie der „Bubblejournaille“

Wenn man den Begriff seziert, beschreibt er eine Berichterstattung oder Gesprächsführung, die nicht mehr den Anspruch auf universelle Relevanz oder objektive Distanz erhebt. Stattdessen wird exklusiv aus einer bestimmten Filterblase heraus und für diese Blase produziert.
Das äußert sich in drei Kernmerkmalen:

Confirmation Bias als Geschäftsmodell: Die journalistische Arbeit dient primär dazu, das Weltbild der eigenen Zielgruppe zu bestätigen. Statt das Publikum herauszufordern, wird es intellektuell gestreichelt.
Verlust und Unerbittlichkeit in der kritischen Distanz: Der Journalist oder Host macht sich (oft unbewusst) mit der Sache seiner Blase gemein. Kritische Nachfragen bleiben aus, wenn der Gast oder das Thema ohnehin den Konsens der eigenen Bubble bedient. In tiefer Unerbittlichkeit macht die Bubble-Journaille -vermutlich auftrags ihrer Mandantschaft- den systematischen Abweichler unerbittlich nieder. Oder weidet endliche Gesprächs- und Schriftformate bis zur kompletten Zerstörung von Gegnern aus. Vielfach bemüht sich die Bubble gar nicht erst um objektivierende Gesamtsicht auf die Wirklichkeit, wenn es partiell nicht in den eigenen Wertekanon passt.

Sprachliche und thematische Abschottung: Es wird ein Wording benutzt, das Außenstehende oft gar nicht mehr dechiffrieren können oder das sofort als „Feindbild“ markiert wird. Auf YouTube sehen wir lächerliche Video-Vorspannsequenzen wie „Sie zerstört Friedrich Merz“ oder „Er hat Weidel blamiert“. Vieles davon entspricht überhaupt nicht den gezeigten Contents und wie es wirklich war. Andernorts nennt man das Destruktionsfäule.

Der Clash der Bubbles: Alternative vs. Mainstream
Die Kontroversen rund um Figuren wie Ben (#Ungeskriptet) auf der einen und Vertreterinnen klassischer Verlage (wie der Funke Gruppe) auf der anderen Seite sind das perfekte Anschauungsmaterial für diesen Begriff. Hier prallen oft zwei völlig unterschiedliche Formen des Bubble-Journalismus aufeinander:
Die „Alternative“ Bubble

Formate, die sich als Gegenentwurf zum Mainstream inszenieren, tappen oft genau in diese Falle. Unter dem Deckmantel von „Wir lassen hier jeden ausreden“ oder „ungeskriptet“ wird Gästen – teils auch hochumstrittenen – oft eine zu unkritische Bühne geboten. Der „Journalismus“ besteht dann nicht mehr im Einordnen, Hinterfragen oder Faktenprüfen, sondern im Platforming. Man bedient die eigene „Wir-gegen-das-Establishment“-Blase, die genau dieses unregulierte Format fordert. Für Klicks und Reichweite. – Und trotzdem: Mir gefällt diese Art Formate mehr als die Mainstream-Journaille. Ich kann durchaus selbst entscheiden, was ich von einem öffentlichen Beitrag zu halten habe. Und hinterfrage meine Einstellungen jeden Tag aufs Neue.

Die „Etablierte“ Bubble

Auf der Gegenseite steht der Vorwurf, dass klassische Medienredaktionen (wie bei Funke) oft in einer sehr homogenen, akademisch-großstädtischen Blase agieren. Wenn diese Blase dann auf Phänomene wie #Ungeskriptet blickt, geschieht das oft von oben herab, aus einem festen moralischen Wertegerüst heraus. Es wird nicht mehr zwingend versucht, die Faszination für solche Formate analytisch zu verstehen, sondern sie werden durch die Brille der eigenen, redaktionellen Bubble sofort als problematisch gelabelt.

Das Fazit zur Wortschöpfung

Der Begriff „Bubblejournaille“ ist deshalb stark, weil er den blinden Fleck beider Seiten beleuchtet. Er zeigt, dass das Problem nicht nur bei den „Alternativen“ liegt, die keine klassischen journalistischen Standards mehr anwenden, sondern auch bei den „Etablierten“, die manchmal vergessen, dass ihre Perspektive nicht die absolute gesellschaftliche Mitte ist, sondern eben auch nur eine – wenn auch sehr reichweitenstarke – Blase.

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