1970/20 #Positionen – Das Wesen dieser Mediokratie in Zeiten sozialer Netzwerke und ein Besäufnis zu Weinnachten #Hicks

Icon #Positionen

Icon #Positionen

Auf´n Punkt #TTT #Tulipstagram

Auf´n Punkt #TTT #Tulipstagram

Die Menschen heutzutage sind alle so nervös.
Über jede kleine Kleinigkeit da werden sie giftig bös.
Schimpft einer auf den andern,
Dann sing ich voll Humor,
Damit er nicht mehr schimpfen soll,
Mein kleines Liedchen vor:
Wer schmeißt denn da mit Leben,
Der sollte sich was schäm‘!
Der sollte auch was ander’s nehm‘
Als ausgerechnet Leben.
(Claire Waldoff, geändert)

Das Wesen dieser Mediokratie in Zeiten sozialer Netzwerke – Vom sozialen Netzzwerg

Immer mehr verkommen öffentlich geführte Diskussionen im teils erbittert geführten Streit über Senderformate, die sich mit Comedy, Clownerie und komödiantisch geführter Pedanterie befassen. Inzwischen haben wir etliche solcher Formate, die in den letzten zwanzig Jahren aus dem Boden schossen.

Sie heißen Extra3, Nuhr, Böhmermann und haben große Zielgruppen.

Zu beschäftigungslose, selbsternannte Kritiker brüskieren sich am Folgetag ihrer Ausstrahlungen in analytisch klug meinendem Diskurs und sezieren jeden gesagten Satz. „Warum Nuhrs nationalsozialistische Sprüche gefährlich sind,“ weiß einer auszudeuten. Dass Böhmermann die Kinder instrumentalisiert, weil er sie „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ singen lässt.

Schöne, schaurige Weihnachten.

All die geführten Diskussion zeigen uns vor allem eines auf: Nichts.
Sie sind überflüssig wie ein Kropf.

Die Pflicht ruft. Tommy & The Call Of Duties. #TTT #Tulipstagram

Die Pflicht ruft. Tommy & The Call Of Duties. #TTT #Tulipstagram

Mutter hatte System im Unterdrücken von Meinungen, wenn Sohn sich anschickte, Gegenentwürfe ins Gespräch zu bringen. Sie pflegte dann besonders laut gesanglich anzustimmen: „Die Gedanken sind frei, kein Mensch kann sie wissen ♪♫♪“  Das war dann der Anfang vom Ende jeder weiteren Diskussion. Später stand sie sauer auf vom Frühstückstisch und sagte sowas wie „Ich kann es nicht ertragen, was er sagt“ und Vater bemühte sich redlich, das Gespräch wieder in konstruktive Bahnen eines gemeinsamen Miteinanders zu lenken. Mutters Meinung war größtes Unverständnis, und es gab eine Art Denkverbot, Dinge zu sagen, zu denken, die man nicht sagen, nicht denken sollte/durfte. Vater bemühte lieber die Kraft überzeugender, aber gewaltfreierer Argumente. Als Polizist hatte er früher auch Demokratieunterricht und hatte gelernt, sich auseinanderzusetzen.

Sie erfüllen eine Fehlfunktion. Sie zeigen mit dem nackten Finger auf ungezogene Leute (Comedians, Satiriker). Dabei verkennen diese öffentlichen Kritiker auf Twitter, Facebook & Co. geflissentlich, dass noch die Freiheit des Worts und der Gedanken herrschen. Und zwar uneingeschränkt. Sie zeigen mit dem nackten Finger,

– weil sie gern selbst berühmt, geliebt und geachtet sein wollten, es ihnen aber immer nur in einer Käseglocke gelingt: In ihrer eigenen Filterbubble. Am Ende schreiben diese Wortgewaltigen wie die Gagschreiber der öffentlich Ausgestrahlten, ein verstrahltes Zeug, das keiner näheren Prüfung standhält.

Die Funktion des Fernsehens ist nicht, den GEZ-Beitrag (Rundfunkbeitrag) zweckzuentfremden und Unerhörtes zu veröffentlichen. Die Funktion des Fernsehens ist es, das Überleben einer distanzierten, auch teilskurrilen Sicht auf die Welt zu sichern und dafür zu sorgen, dass Spießbürger, Schwachmaten und Vollhonks anfangen, selbst zu denken.

#Weinnachten #Deepbluered #Redisbeautiful #TTT #Tulipstagram

#Weinnachten #Deepbluered #Redisbeautiful #TTT #Tulipstagram

.

Der ausgestrahlte Beitrag ist nicht das, was die Spießbürger, Kritiker und Apologeten des Abendlands daran herumbeckmessern: Es ist die Bewährungsstrafe für viele Menschen, denen das unabhängige, eigenständige Gesamtdenken über die Zusammenhänge der Welt immer wieder abhandenkommt.

Menschen, die gern „Unerhört“ schimpfen, obwohl gar nichts Schlimmes passiert ist. Das Einzige, was passiert, ist die ungeschönte Freiheit der Rede.


WDR-Kinderchor feat. Jan Böhmermann – „Meine Oma 2.0“ | ZDF Magazin Royale

Zu spät. Das ist jetzt eine Entente. Also ein kleines Bündnis mit dem Strick. English for Runaways: „The lateral thinker prefers the traverse flute“ #brokenenglish – Die Querdenker bevorzugen die Querflöte. – Doch nun was anderes: Es geht um die Allianz der Dünnheutigen, bzw. die Ewiggestrigen: Was darf Satire? Es könnte doch sein, dass wir inzwischen immer diejenige Satire für unerträglich halten und sie am besten verbieten wollen, die wir für zu schmerzlich halten. Liegen nicht auch die Nerven blank, in dieser Situation. Nun erinnert uns dieses Unaussprechliche genau daran, es legt den Finger in die Wunde. Und was im Zustand großer Gelassenheit als „egal“ klassifiziert würde, erinnert nun mit großer Vehemenz an das Unaussprechliche, das Unaushaltbare? – Ich habe auch Satire-Kategorien, die ich nicht aushalten kann. Für mich kann man den Nationalsozialismus nicht lustig karikieren, denn er war und wird nie lustig werden, und erst recht wird er nie satirisch werden. Ich würde das nicht aushalten. – Nun steht „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ zur Debatte und eine Bevölkerungsgruppe, die die Pandemie bestreitet. – Aber in Wirklichkeit liegen bei uns schon längst die Nerven so unendlich blank.

Dieter Nuhr, Jan Böhmermann, Die Anstalt und Co.: All das sind nichts anderes als Triggerimpulse für den leidgeprügelten Menschen. Für diejenigen Menschen, die sich das immer wieder
ansehen, um ihren ganzen Vorurteilen Futter zu geben. Nur den Besten unter jenen im Fernsehen gelingt es immer wieder mit traumwandlerischer Sicherheit, aus zu bequemen, faulen und
unmotivierten Couchkartoffeln Feedback herauszukitzeln.

Dabei wollen doch die Meisten von ihnen nichts sehnlicher, als endlich in Ruhe gelassen zu werden. Man hat ja eigentlich keine Zeit, sich gründlich mit den Dingen zu befassen, aber darüber mitreden geht.

Die Mediokratie führt damit lediglich nur einen Stellvertreterkrieg gegen das Faule, Bräsige, Bequeme: Nämlich gegen Dich selbst. Die Befindlichkeiten haben sich doch sehr verändert, finde ich. Ich erinnere, dass wir es als Kinder großartig fanden, dieses Lied anzupassen an Dinge, die wir für großes Kino hielten, also Zeitgeistthemen. Egal welche es waren, unsere Fantasie war unerschöpflich. Vielleicht müssen wir aber heute anders als früher mal über unsere soziale Distanz nachdenken, die wir auch und gerade in sozialen Netzwerken üben. Wir machen nicht mehr. Wir gucken nur noch zu. Wir beobachten alles durch distanzierte Brillen, in dieser Mediokratie. Wir beurteilen dann aus der Ferne, wer die Kinder für was benutzt und finden immer einen Grund, nur nichts mehr selbst zu machen. Wenn das so ist, will ich lieber nicht erwachsen werden. Ich finde es richtig schön, dass es so einen Scheiß gibt. Der öffnet einem so schön die Augen. – Auch dass es nur noch selten um eine Sache an sich geht, hier in diesem Beispiel wäre es das schönste Verarschen der Leugnerkategorie. Na und? Ist doch schön. Und wenn nicht? Dann eben nicht. Aber sich dann an einem Triggerimpuls abzuarbeiten, das ist im sozialen Netzwerk sehr, sehr häufig und stark verbreitet. Hier in diesem Falle Böhmermann. Da reicht schon der Name. – Ich fasse nochmal zusammen: Was ich über Böhmermann denke, ist vollkommen Wurscht und ich würde es Euch nicht erzählen, damit Ihr mich lieb habt. – Was ich über das alte Kinderlied denke, hab ich schon gesagt. Es ist einfach ein schöner närrischer Spaß.

Du kannst Dich ändern: Du kannst aufhören zu beckmessern. Hör auf, auf die Medien zu zeigen. Richte Deinen Finger auf Dich und denke ernsthaft nach. Was kannst Du tun, damit wir endlich alle gut und schöpferisch miteinander sind? Sei konstruktiv. Bildet Banden des Guten. Fange an zu verstehen, dass die Kritik gegen die Mediokratie eine ist, die jeder im Grunde genommen nur gegen sich selbst richtet. Spür doch einfach Deine Versäumnisse auf und genieße die Festtage mit einem schauerlich schönen Besäufnis. Und dann geh ran: Richte die Krone und sprech nur noch von Dir selbst und nicht von „den Anderen“, die gerade zufällig im Fernsehen auftreten. Denn das ist so langweilig.

Seid bescheidener. Seid gute Demokraten: Lasst bitte endlich zu, dass frank und frei herausgedacht werden kann, ohne Einschüchterungsversuche. Und dann nähert Euch liebend Euren Mitmenschen und fragt sie: Warum?

Tommy T. Tulip #TTT #Tulipstagram #MIB #pyrateofthetulipean #Ompressum #DerNamederTulpe

Tommy T. Tulip #TTT #Tulipstagram #MIB #pyrateofthetulipean #Ompressum #DerNamederTulpe

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.