1983/21 #Kritik – Das öffentlich finanzierte Gebührenfernsehen, Kapitalverbrechen und Tatortverwerfungen in der Öffentlichkeit

War der Tatort nun gut? Oder war er schlecht?

Die Herangehensweise, dieses Urteil für sich selbst zu fällen oder für die Öffentlichkeit, sollte durchaus unterschiedlich sein. „Mir hat er nicht gefallen,“ ist ein reinfließendes Urteil, dem man sich leicht anschließen kann. Viele andere Werturteile in der Öffentlichkeit tragen jedoch kaum Glaubwürdigkeitsaspekte in sich. Ganz schlimm sind Hinzufügungen wie z.B. „Kein Wunder, das ist eben öffentlich-rechtliches Gebührenfernsehen.“ Sehr schnell ist die Jugend mit dem Wort. Man neigt zum „Idiot“ lesen. Schade eigentlich. Will man gar nicht. Ist aber so! Zwölf Ausrufezeichen.
Wenn er schlecht war, ist der gelungene, nachvollziehbare Verriss am öffentlichkeitswirksamsten. Man braucht nämlich sehr gute Argumente dafür.

Leichter ist das sofortige Lobpreisen der Folge.

Was mir immer wieder auffällt.

Love The Ones You´re With #Erniesanders #TTT #Tulipstagram

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Foto: Tatortfoto eines Outfit- und Identitätsdiebstahls, irgendwo in Amerika – Die ewig kritischen Tatortverächtlicher treffen sich ab 2022 bitte auf einem Ümpfgipfel.

Viele Menschen kritisieren Tatort-Handlungsstränge, weil sie sie nicht voraussehen konnten. Wenn sie unerwartet ausgefallen sind oder von den eigenen Vorstellungen krass abweichen, ja hallo, man arbeite bitte an seinem eigenen Abstraktionsvermögen. Ein Tatort ist ein Ort, wo eine Tat stattfand. Seltener war er gar keiner, wie sich vielleicht erst nach 1:15 Sendezeit herausstellt. Und was dann?

Beispielsweise in der Folge „Das ist unser Haus“. Nein? Das ist gar kein Tatort. Also ist es auch kein Tatort.

Doch, doch, ist einer. Alles was in die Sozialisation von mehreren Menschen als Handlungsstrang passt, ist ein Tatort. Das heißt: Du musst bei einem Tatort einfach mit ALLEM rechnen, also auch mit Dingen und Handlungssträngen, die Du Dir in Deinem Vorstellungsvermögen wirklich überhaupt nicht hattest vorstellen können. Deswegen: Sei zufrieden, wenn Dich ein Tatort mal mit kühnstem Gedankengut überrascht bzw. vollkommen überrumpelt.

Und sei Dir bitte ganz sicher, die meisten Tatortfolgen sind

IM SCHMERZ GEBOREN

und das sind dann die Besten. Letztlich ist auf diese wundersame Art und Weise jeder neue Tatort eine persönliche REIFEPRÜFUNG.

(Diese Gedanken widme ich den kritischen Kritikern vieler Folgen mit zu vielen kritischen Erwägungen. Edit: Ein gutgemachter, vernünftig gar nicht richtig angreifbarer Totalverriss des Tatort wäre für mich eine vergnügliche Lesequelle. In diesem Sinne hoffe ich auf gelungene Verrisse mit viel Glaubwürdigkeit.)

Danke fürs Querlesen.

Weiterführend

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