So.. Sep. 13th, 2026
Icon #Positionen
Icon #Positionen

 

13.09.26 - Der Eremit * Der Stille Wächter * Lichtaspekt: Innenschau, Weisheit, Wahrheit - Schattenaspekt: Isolation, Rückzug, Suche #TulipKI #TTT #Tulipstagram
13.09.26 – Der Eremit * Der Stille Wächter * Lichtaspekt: Innenschau, Weisheit, Wahrheit – Schattenaspekt: Isolation, Rückzug, Suche #TulipKI #TTT #Tulipstagram

„In den USA ist nur die Erdnussbutter in Ordnung“ – Joan Baez, US-Sängerin (Sie hat das nie gesagt, es wird ihr nur zugeschrieben)

Das Tulipanische Konzil hat getagt und sich mit der Frage befasst, ob man heutzutage gern als deutscher Staatsbürger nach USA reisen sollte, wie Rio Reiser es sich als König von Deutschland wünschte. Joan Baez wird ein Bonmot zugeschrieben, von dem allerdings die Heiligen Quellen sagen, sie hätte es nie gesagt. Nachdem das klar ist, wird auch deutlich, wie schnell wir uns in der Wahrnehmung irren. Ich poste dieses falsche Zitat einer Joan Baez, das sie nie gesagt hat. Auf dem Fuße folgt der Shitstorm. Sie schreibt mir nur einen Hashag hin und das Wort „bullshit“. Wir können uns mit Auslegung von Worten befassen oder in unser Inneres einkehren. Dass Joan Baez es nie gesagt hat, macht die Sache besser. Bzw. nicht schlimmer.

Meine Kommentatorin hat gerade Zeit in Arkansas (USA) verbracht und mehrmals öffentlich betont, es sein nun ihre zweite Heimat geworden. Sie kehrt gerade wieder zurück. Hat sie nun recht, indem sie bullshit kommentiert (via Facebook). Oder hat sie unrecht? Wir wissen es nicht genau. Wir haben zu diesen Dingen niemals gleich feste Einstellungen und fertige Antworten. Wer mit einem Wort kommentiert, kann sich jedenfalls nicht erklären. Oder ist ein Feind zuvieler Worte. Also begeben wir uns in den Forschungsmodus. Auch das kann falsch sein, mindestens eben zu nichts nütze. Um nicht in einen Strudel persönlicher Auseinandersetzungen zu geraten, bitte ich eine KI um Beihilfe zur Antwort. Ein bisschen redigiert, lautet mein Kommentar auf „bullshit“ nun: „Ich verstehe total, warum man Arkansas als Reisender wegen der Natur faszinierend findet. Aber wenn man hinter die Kulissen schaut, ist die Realität für die Menschen dort extrem hart. Der Staat rangiert bei der Kindergesundheit auf Platz 48 der USA, jeder Sechste lebt unter der Armutsgrenze, und während im Norden Milliarden durch Walmart liegen, kämpfen ländliche Regionen aktuell mit extremen Dürren, einer maroden Wasserversorgung und tiefen sozialen Spannungen wie rassistischen Siedlungsprojekten. Es ist ein wunderschönes Land, aber strukturell leider ein extremes Krisengebiet. Die vorstehenden Angaben beziehen sich nur auf diesen Landesteil der USA.“

Das sitzt ganz ordentlich und greift niemanden an, denke ich.

Allerdings hat Joan Baez auch folgendes geäußert: „Wir werden von einem Haufen wirklich inkompetenter Milliardäre regiert.“(SRF dokumentiert) (https://zitatsuchmaschine.informatik.hu-berlin.de/…/Joa…)

Ende 2023 hat sie z.B. folgendes ausgeführt: „Und wenn ich mir diesen stinkenden, politischen Schlamassel ansehe, in dem wir in den USA feststecken, können wir einfach nur versuchen, trotz alledem so anständig wie möglich zu bleiben.“ (https://www.welt.de/…/Folk-Ikone-Joan-Baez-Mir-graut…)“

#Link_200Pixel_Version

 

JAS_terday (Drums made Wumms) LET LOVE RULE # 27.07.26 #LetLoveRuleSessions #Lennyism #Kravitzism #TTT #Tulipstagram
JAS_terday (Drums made Wumms) LET LOVE RULE # 27.07.26 #LetLoveRuleSessions #Lennyism #Kravitzism #TTT #Tulipstagram

Eine deutsche Kartoffel geht ihren Weg: So wird aus einem social media-Post über die Verhältnisse in den USA eine Staatsaffäre, die keine ist. „Denn wie es ein altes Volkslied zutreffend zusammenfasst: Die Gedanken sind frei, kein Mensch kann sie wissen.“

Ehrlich gesagt habe ich das alles gar nicht sagen wollen. Der Grund, warum ich diesen Post mit der Erdnussbutter veröffentlicht habe, war: Ich fand das ziemlich lustig. Meine Kommentatorin aber nicht, sie entgegnet: „Ich war oft genug drüben. Habe meine 2. Family dort und bin dort nicht touristisch unterwegs.( und nicht nur in Arkansas!) Ich weiß nicht was du mit dem langen Text erreichen willst. Jedes Land hat seine Krisen und Schwierigkeiten! Ich lebe immer wieder länger am Stück dort und sehe das ganze nicht rein aus politischer trocken sachlicher Perspektive OHNE die Realität zu verklären. Ich könnte dir mindestens einen genauso langen Monolog über Deutschland schreiben.“ – Ich lese das und ich habe keine Einwände. Sehr gern. Schreib lange Monologe über Deutschland. Habe ich denn lange Monologe über die USA geschrieben? – Es ist ein gereizter Unterton spürbar.

Mein Zurückgezogen sein, die Innenschau, Weisheit und Wahrheit sind denkbar. Im Schatten der sozialen Netzwerke begebe ich mich in die Isolation, Rückzug, Suche – und Antwort finden. Antwort auf ein Wort: #“bullshit“ – Ist in den USA Nur die Erdnussbutter in Ordnung? Joan Baez hat das nie gesagt.

Alles was ich zu dem Thema zu sagen habe, ist jetzt hier aufgeschrieben. Ich bin ein zurückgezogener Eremit und in der Abwesenheit sozialer Netzwerke fühle ich mich plötzlich stark und gut, ganz klar. Der Eremit liebt die Absenz persönlicher Betroffenheit aus Gründen einer allumfassenden Befangenheit. Wir wollen weder über die USA, noch ihre Menschen abfällig urteilen, noch das Gegenteil behaupten und sagen: Man muss es dort einfach bedingungslos lieben und was Arkansas angeht und die Erdnussbutter. Die ganze Aufregung basiert nur auf persönlicher Betroffenheit.

Mit mir und meinen Einstellungen hat die Aufregung gar nichts zu tun.

Meine Frage war: „Wie haben sich in den letzten 12 Monaten die Einlasskontrollen an den Staatsgrenzen der USA bei der Einreise von Europäern entwickelt? Ist die beschriebene intensive Zunahme der „kompletten Assforschung“ Einreisender, merkwürdigerweise nicht bei Zuteilung der Reiseerlaubnis im Ursprungsland, sondern erst an den Staatsgrenzen, bis hin zum ankündigungslosen Rückflug noch Realität oder ist diese Schilderung total übertrieben?“

Antwort KI, Abfrage 13.09.26

Die Schilderung ist weder total übertrieben noch reine Fiktion, sondern spiegelt die verschärfte rechtliche und statistische Realität an den US-Grenzen wider.
Allerdings muss man zwischen der statistischen Wahrscheinlichkeit (die nach wie vor gering ist) und den weitreichenden Befugnissen der Grenzbeamten (die massiv ausgeweitet wurden) unterscheiden. Dass diese Kontrollen erst an der Grenze stattfinden und eine ESTA-Genehmigung im Heimatland keine Einreise-Garantie ist, entspricht den rechtlichen Tatsachen.
Die Entwicklung der letzten 12 Monate lässt sich in folgende Fakten unterteilen:
1. Warum erst an der Grenze und nicht bei ESTA?
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass eine genehmigte ESTA-Reiseerlaubnis (oder ein Visum) ein verbindliches Recht zur Einreise gewährt. [1, 2]
    • ESTA ist nur eine „Erlaubnis, einen Flieger in die USA zu besteigen“. Die endgültige Entscheidung über die Einreise trifft immer erst der Beamte der U.S. Customs and Border Protection (CBP) am US-Flughafen. [1]
    • Die Fluggesellschaften sind gesetzlich verpflichtet, Passagiere, denen an der Grenze die Einreise verweigert wird, sofort auf den nächsten verfügbaren Flug zurück ins Heimatland zu setzen. Das geschieht tatsächlich oft am selben Tag und ohne Vorankündigung.

2. Die neue CBP-Richtlinie (Januar 2026) und „Ausforschung“
In den letzten Monaten wurden die rechtlichen Befugnisse der US-Grenzbeamten noch einmal präzisiert und verschärft. Mit der aktualisierten CBP-Richtlinie 3340-049B (seit Januar 2026 in Kraft) gelten für elektronische Geräte folgende Regeln: [1, 2]
    • Erweiterte Geräteliste: Beamte dürfen nicht mehr nur Smartphones und Laptops durchsuchen, sondern explizit auch Smartwatches, SIM-Karten, USB-Sticks und GPS-Geräte. [1, 2]
    • „Basic Search“ ohne jeden Verdacht: Für eine manuelle Durchsuchung (Scrollen durch Fotos, Chats, WhatsApp-Nachrichten, Anruflisten, Social-Media-Profile) benötigt ein US-Grenzbeamter keinerlei Anfangsverdacht oder richterlichen Beschluss. Er darf dies rein stichprobenartig bei jedem Reisenden tun. [1]
    • „Advanced Search“ bei Verdacht: Wenn ein vager Verdacht besteht, dürfen Geräte an forensische Software angeschlossen werden, um Daten komplett zu spiegeln und auszulesen. [1]
    • Die Passwort-Falle: Sie dürfen dich rechtlich nicht physisch zwingen, dein Handy zu entsperren. Wenn du dich als europäischer Tourist (Non-US-Citizen) jedoch weigerst, das Passwort einzugeben, wird dir in der Praxis die Einreise verweigert und du wirst in den nächsten Flieger nach Hause gesetzt. [1, 2]

3. Was sagen die Statistiken? (Die Beruhigung)
Die Schilderung einer „kompletten Ausforschung aller Reisenden“ ist insofern übertrieben, als dass es sich logistisch gar nicht flächendeckend durchführen lässt.
    • Laut den offiziellen CBP-Zahlen für das letzte Fiskaljahr wurden bei über 55.000 Reisenden die elektronischen Geräte tiefgründig durchsucht – ein neuer historischer Rekordwert und ein Anstieg von über 17 % im Vergleich zum Vorjahr.
    • Gemessen an den hunderten Millionen Passagieren betrifft dies statistisch gesehen weniger als 0,01 % aller Einreisenden. Ausländische Staatsbürger (ohne US-Pass) werden dabei dreimal häufiger kontrolliert als US-Bürger. [1, 2, 3]

4. Warum europäische Firmen reagieren
Dass das Thema so präsent ist, liegt daran, dass europäische Unternehmen ihre Reiserichtlinien für die USA drastisch verschärfen. Viele Firmen (u.a. aus Deutschland und Frankreich) raten ihren Mitarbeitern inzwischen offiziell dazu, nur noch „nackte“ oder komplett zurückgesetzte Leihgeräte (Burner Phones) ohne sensible Firmendaten oder private Chatverläufe mit in die USA zu nehmen. Ein falscher Witz in einer privaten Chatgruppe oder ein unbedachtes Foto reichen den US-Behörden im Einzelfall völlig aus, um eine illegale Arbeitsabsicht oder ein Sicherheitsrisiko zu unterstellen und die Einreise zu verweigern. [1]
Fazit:
Die Schilderung ist für 99,9 % der Touristen im Alltag übertrieben, da man meist in 30 Sekunden durchgewunken wird. Rechtlich und politisch ist sie jedoch absolut real: Die USA behalten sich das Recht vor, Ausländer an der Grenze ohne Angabe von Gründen komplett digital zu durchleuchten und sofort zurückzuschicken – ein Umstand, den europäische Konzerne mittlerweile sehr ernst nehmen.

Ich sehe von weiteren Ausführungen ab, da sie ein schiefes Bild werfen. Immerhin agiere ich als Eremit. Ich muss nochmal darüber räsonieren, ob der alte Liedtext von „Die Gedanken sind frei“ als aktuell oder als inhaltlich überholt zu gelten hat. Der vollständige Liedtext, aus Gründen der Akkuratesse.

1. Strophe
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger sie schießen
mit Pulver und Blei:
Die Gedanken sind frei!
2. Strophe
Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still‘
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
3. Strophe
Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
4. Strophe
Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
13.09.26 #Liedgut #DieGedankenSindFrei #TulipKI #TTT #Tulipstagram
13.09.26 #Liedgut #DieGedankenSindFrei #TulipKI #TTT #Tulipstagram

Warnhinweis: Die hier erzielte Ähnlichkeit mit dem Schauspieler Charly Hübner ist rein zufällig und war im Ursprungsbild bei der Bearbeitung nicht angelegt. Nachdem das Thema des Liedes und die Bearbeitung eines Fotos meinerseits aus dem Jahre 2003 dieses Ergebnis zeitigt, zeigte ich mich selbst verblüfft. Von mir.

Material zum Lied „Die Gedanken sind frei“
…ist eine der bedeutendsten Hymnen auf die Meinungs- und Gewissensfreiheit im deutschsprachigen Raum.
Wer hat es geschrieben? (Die Urheberschaft)
Es gibt keinen einzelnen bekannten Autor für den Text oder die Melodie. Das Lied gilt als klassisches Volkslied, dessen Wurzeln sich über Jahrhunderte entwickelt haben:
    • Der Text: Die Grundidee ist uralt. Schon im Mittelalter (um 1200) schrieb der Minnesänger Walther von der Vogelweide: „diu gedanke diu sint frî“ (die Gedanken sind frei). Der heutige Text formierte sich schrittweise. Erste Textfragmente auf Flugblättern tauchten zwischen 1780 und 1800 auf.
    • Die Melodie: Die heute bekannte Melodie entstand unabhänig vom Text etwas später. Sie wurde erstmals 1842 von den Volksliedsammlern August Hoffmann von Fallersleben (der auch die deutsche Nationalhymne schrieb) und Ernst Richter in ihrer Sammlung Schlesische Volkslieder veröffentlicht.

Wann ist es entstanden und wie ist es einzuordnen?
Die entscheidende Phase, in der das Lied seine heutige Form und enorme Popularität erlangte, war die Zeit des Vormärz (ca. 1815–1848), die in die Märzrevolution von 1848 mündete.
Die historische Einordnung lässt sich in drei Kernpunkte unterteilen:
+-----------------------------------------------------------------------------+

|                                HISTORISCHER KONTEXT                         |
+-----------------------------------+-----------------------------------------+

| Politischer Druck                 | Die Reaktion der Bevölkerung            |
+-----------------------------------+-----------------------------------------+

| * Wiener Kongress (1815)          | * Protest durch Kultur und Lieder       |
| * Karlsbader Beschlüsse (1819)    | * Sehnsucht nach Demokratie und Einheit |
| * Strenge Zensur & Bespitzelung   | * Geistiger Widerstand im Verborgenen  |
+-----------------------------------+-----------------------------------------+
    • 1. Die Karlsbader Beschlüsse und die Zensur (1819): Nach dem Wiener Kongress 1815 wurden im Deutschen Bund unter der Führung des österreichischen Staatsmannes von Metternich liberale und nationale Bewegungen massiv unterdrückt. Mit den Karlsbader Beschlüssen von 1819 wurde eine strenge Zensur für Zeitungen und Bücher eingeführt. Universitäten wurden überwacht, freie Meinungsäußerung wurde bestraft und politische Denker wurden im „finsteren Kerker“ eingesperrt.
    • 2. Das Lied als friedlicher Protest: Da man seine Meinung nicht mehr öffentlich sagen oder drucken durfte, wurde das Lied zum perfekten Ventil. Wenn die Strophe singt: „Ich denke, was ich will […] doch alles in der Still’“, beschreibt das genau die Realität der Menschen im Biedermeier, die ihre politische Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie im Privaten ausleben mussten.
    • 3. Ein Symbol des Widerstands: Das Lied war eine direkte Kampfansage an die absolutistischen Herrscher und deren Spitzelsystem. Es drückte aus, dass die Obrigkeit zwar die Körper der Menschen einsperren, ihre Gedanken aber niemals kontrollieren oder „erschießen“ kann.

Spätere Bedeutung
Das Lied blieb auch nach 1848 ein wichtiges Symbol gegen Tyrannei. Die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ um Hans und Sophie Scholl sang das Lied im Dritten Reich als Protest gegen das Nazi-Regime. Sophie Scholl soll es sogar auf der Blockflöte vor den Gefängnismauern gespielt haben, in dem ihr Vater inhaftiert war.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.