583/11: FotoPodcast: Das „Foto des Tages“ betrifft den alten Mythos des umhertourenden Rockmusikers

Rockband on tour! (Foto des Tages)

Rockband on tour! (Foto des Tages)

Das vorstehende Schild ist im Wesentlichen für richtige Rockgruppen gedruckt worden. Ob auch Jazz-, Gospel-, American Tabdance- oder sogar klassische Musikergruppen auf ähnliche Schilder zurückgreifen können, war bei Redaktionsschluss noch unbekannt. Wir bleiben dran: Sollten wir was Neues erfahren, erfahrt ihr es als erstes. Allerdings könnt ihr auch gern passende Beschriftungsvorschläge für ähnliche Schilder wie diese hier einreichen. Die besten könnten wir dann veröffentlichen. Möglicherweise derzeit noch eine echte Marktlücke.

Ihr wollt nicht in die steuerberatenden Berufe? Und dann am Freitagabend mal ein Bier trinken und das Rockmusik machen nennen? Ja, das ärgert euch! Lieber Rockstar werden? Alles klar. Allerdings: Den Rockstars heftet man gedanklich eine teutonische Art und Weise an den Bart, wonach sie sich in Hotelzimmern nicht immer gut benehmen sollen. Fragt doch mal Bill Kaulitz. Oder Mick Jagger, der es viel früher schlimm trieb.

Im Ernst: Diese Art Schild an der Hoteltür kann vieles richten. Eins gleich glasklar: Ohne einen schönen Bandbus nutzt die beste Absicht nichts, reich und berühmt zu werden. Der Bandbus muss ein Eyecatcher sein. Silly beispielsweise tourte „Ton in Ton“ in einem knallroten Tourbus. Sehr schön und passend zu „Alles rot“, der sagenhaften Wiedergeburt dieser tollen Band. Auch Olaf Maske hatte früher einen knackigen Bandbus, schaut:

Fliegenpilz: Bandbus 1978 - ca. 1980 - notfalls auch zum Schlafen!

Fliegenpilz: Bandbus 1978 - ca. 1980 - notfalls auch zum Schlafen!

Doch hast du Sex im Hotel
Geht´s dir wieder gut
Und hast du Geld auf der Bank
Gibt´s auch kein Problem
Und hast du Spaß in der Nacht
Fühlst du dich wie neu
Sex im Hotel macht dich froh

(aus „Sex im Hotel“, Rosenstolz)

Hängt das eingangs gezeigte Schild doch einfach an die Hoteltür und gut ist. Wo man das Schild bekommt? Keine Ahnung. Gesehen habe ich es beim Besuch von Olaf Maskes Firma Livesound am Bahnhof Westend 2 in Charlottenburg. Da er aktuell nur noch eins übrig hat, musste ich es fotografieren. Tja, Olaf kommt viel herum und braucht dann die Schilder eben auf. Fragt ihn doch mal: Zu Fragen musikalisches Equipment wie dieses betreffend könnt ihr ihn einfach anrufen.

Das Beste an dem Bandbus der früheren Band Fliegenpilz war die Dreifaltigkeit der Nutzungsmöglichkeiten: Poppen, prokrastinieren und PA transportieren, jene klassischen drei „P“, die ein richtiger Rockmusiker unterwegs auf der Lautsprecherkalotte hat. Viele, viele Rockmusiker haben diese klassischen drei „P“ später gegen die klassischen drei „K“ (Kind, Küche, Kegel) eingetauscht, aber das wisst Ihr vermutlich selbst.

Etwas später machte ein Welthit ihn bekannt. Maske nada! Wobei durch das seltsam fremdförmig formulierte Maschke…. die Berühmtheit noch wuchs. Im perkussiv vorgetragenen „Maschke, Maschke, Maschke“ lag auch der Zorn jener Zeit. Der Boxmoderator Michael Buffer schließlich brachte seinen Ruhm noch zusätzlich zur Geltung: Legendär sein „Olaf Maaaaaaaasssssssssssssssskkkkkkkkkkkkkee“. Ja, jeder grölte das mit. Als es Zeit war, good buy (Guten Einkauf!) zu sagen, übernahm Andrea Bocelli dies im Verbund mit der klassischen Sirene Sarah Brightman. Ach, die guten, alten Zeiten.

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Al Jarreau – Steve Gadd – Mas Que Nada – Ohne Filter (1994) (via youtube)

Und wenn´s für ein Hotelzimmer nicht gereicht hat, wusste Olaf Maske immer, sich eins für übermorgen redlich zu verdienen: mit Straßenmusik.

Fliegenpilz.Ära: Straßenmusik im Rahmen einer Deutschland-Tour 1986 in Minden

Fliegenpilz.Ära: Olaf Maske (l.) Straßenmusik, Tour 1986, in Minden

Oder vielleicht doch lieber Steuerberater werden? The answer, my friend, was blowin´in the wind ♪♫♪♫♫♫♪….und „raucht nicht im Bett“!

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Rosenstolz – Die Zigarette danach – Album: Wenn du aufwachst (2005) (via youtube)

Und glaubt nicht alles. Niemand empfiehlt euch, diesen Artikel auszudrucken! Der Umwelt zuliebe…

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