1216/15: Nachruf: James Roy Horner (* 14. August 1953 Los Angeles; † 22. Juni 2015 im Los Padres National Forest, Kalifornien)

Trauerkerze

Heute #LiedDesTages: Soundtrack „AVATAR“ – Der Film

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„Wir haben eine bewundernswerte Person mit einem riesigen Herzen und beispiellos viel Talent verloren. Er starb, während er das tat, was er liebte.“ James Horners Assistentin Sylvia Patrycja auf ihrer facebook-Seite

Ein Schlag in die Magengrube der Feinfühligen. James Horner ist tot.

Ein Flugzeugabsturz im National Forest von Kalifornien. Ja, Fliegen ist gefährlich. Erica Jong wusste es, meinte es aber anders: „Angst vorm Fliegen“. Wir machten 1986 ca. das „Angst vorm Wiegen“ (Audio hier) draus, meine Deutschrockband „MOK“, die wir so nannten, weil zwischen den Initialen von Minimaler Konsens ein grafisches Quadrat (Bild hier) reingezeichnet war. Mit der Zeit verschmolz das M mit dem K und zwischen beiden blieb nur das Planquadrat. Unkundige lasen nunmehr MOK, so wurde aus dem Ansinnen, mit dem minimalen Konsens aller Beteiligten Musik zu machen, schließlich das Kofferwort MOK etwas gar nicht Existentes, das es bis dahin noch niemals gegeben hatte.

Tommy.Tulip_Avatar

Große Gefühle gehören zum Schönsten, was es in der Musik gibt. In der Neuen Musik waren sie indes lange verpönt. Die musikalische Avantgarde reagierte allergisch auf starke Empfindungen. (Quelle: hier)

JH, James Horner, wurde zeitlebens weder verwechselt, noch war sein Werk beliebig. Die österreichisch-stämmigen Einwanderer, die Eltern von James Horner, zogen zu Beginn der Fünfziger Jahre rüber nach USA.

James Horner suchte anderes als den Minimalen Konsens. Der Minimale Konsens, das war mit zunehmenden Lebensalter eher die weltweite Akzeptanz seines Könnens und das sich auf ihn verlassen können der Filmindustrie. Er tat nicht nur wie ihm geheißen wurde, er selbst setzte starke Akzente und in gewisser Weise auch neue Standards, die wir Maßstäbe künftigen Schaffens nennen können.

So muss es sein, das künstlerische Werkschaffen eines begnadeten In-Szene-Setzers, dem es auf unvergleichliche Art und Weise gelang, die Herzen der Menschheit zu berühren. Am Absturzort ein paar hundert Quadratmeter verbrannte Erde.

Der preisgekrönte Filmmusiker war einzigartig, die Vielzahl seiner Welterfolge schlicht riesengroß. Seine Melodien für Millionen Kinozuschauer, sie erzeugten unter den popcorngeschwängerten Kinosesseln ein so herzzerreißendes Grundgrummeln, ein Röhren im Dickicht des Szenischen, dass Filme wie Titanic, Braveheart, Star Trek oder Avatar zu cinematösen Welterfolgen wurden.

Sein Verdienst am Erfolg solcher Filme darf nicht zu gering geschätzt werden.


Avatar OST – James Horner – Soundtrack

00:00 1. You Don’t Dream in Cryo
06:09 2. Jake Enters His Avatar World
11:33 3. Pure Spirits of the Forest
20:23 4. The Bioluminescence of the Night
24:01 5. Becoming One of „The People“ / Becoming One with Neytiri
31:44 6. Climbing Up „Iknimaya — The Path to Heaven“
35:03 7. Jake’s First Flight
39:53 8. Scorched Earth
43:25 9. Quaritch
48:26 10. The Destruction of Hometree
55:13 11. Shutting Down Grace’s Lab
58:01 12. Gathering All the Na’vi Clans for Battle
01:03:15 13. War
01:14:37 14. I See You (performed by Leona Lewis)

Composed by James Horner for the movie „Avatar“ (2009).

Berlins einziger Szeneavatar, Kommissar Tulip, verneigt sich heute flaschenblau vor seinem Schöpfer: James Horner, denn Dein ist das Werk und die Kraft der Ewigkeit.

Thank You for the Music! Und lasst uns ihn betrauern! I ask in all honesty!

Thank you for the music, the songs I’m singing
Thanks for all the joy they’re bringing
Who can live without it, I ask in all honesty
What would life be?
Without a song or a dance what are we?
So I say thank you for the music
For giving it to me

_DankeBanner_Tommy.Tulip

 

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