Icon #TagesliedRubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)
Zum Sterben schön – Rubini Zöllner
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Zum Sterben schön · Rubini Zöllner
Zum Sterben schön
℗ 2020 Focus
Released on: 2020-07-03
Music Publisher: Edition Uhle
Lyricist: Helga Dost
Composer: Rüdiger Gleisberg, Gerold Kukulenz
Nennt es Zufall, die Nummer dieses Beitrags lautet 1948. Vertauschen wir (nur einmal) die letzten zwei Zahlen, wird daraus 1984. George Orwell verfuhr 1948 mit seinem visionären Zukunftskrimi 1984 auf der Suche nach einem passenden Buchtitel so. Seine Horroranleitung, wie es einmal sein könnte bekam umgedrehte Jahreszahlen. Damit legte Orwell den Anfang vom Ende der Menschheit in das ziemlich frühe Jahr 1984. Beängstigend. Und Gott sei Dank, wer es noch rechtzeitig gelesen hatte. Das zeitigte später eine gewisse Gelassenheit. Bzw. Überheblichkeit: Das Ende der Menschen so nah? Lachhaft.
Täte ich heute dasselbe, so würde mein Enthüllungsbuch zweiundachtzig Jahre nach vorn schauen und 2102 heißen. Aber ich habe nie Nummern geschoben, nur um erfolgreich zu sein. Es ist auch wenig verlockend. 1948, 1984 – lange bevor das Universum Rubini Zöllner gebar, Tochter des Berliner Musikers Dirk und seiner damaligen Frau Abini Zöllner, Journalistin, die u.a. für die Berliner Zeitung schreibt, Bücher (‚Schokoladenkind‘) verfasst. Rubini geriet perfekt, wunderschön, man kann gar nichts anderes denken. Hand aufs Herz: Wie hätte es anders sein können? Bei den Eltern? Und überhaupt: Bereits als kleines Erdbeerkind hüpfte Rubini durch den Friedrichsstadtpalast.
Jahre vorher, 1984 noch in der alten Zeitrechnung, es war noch nicht wahr, diese Fiktion aus dem Jahr 1948, der Kommunist und alleinerziehende, liebevolle Adoptiv-Vater George Orwell und was er nach seinen Erlebnissen im spanischen Bürgerkrieg aufschrieb. Damit die Vision vom Orwell nicht Realität wird, Obacht! Wir müssen zur Schönheit vorstoßen, wir müssen darauf achten, dass uns die Filterbubbles nicht zu sehr beherrschen, dass wir uns den großen Sechs aus dem Silicon Valley zu sehr übereignen in der Art von Digitalsklaven, nur damit wir Sternenstaub des sozialen Netzwerks bleiben dürfen. Digitaler Arrest, Haftlager, als Klebmasse im Sumpf, damit die Hater, Rassisten und Holocaust-Leugner, die diesen Plattformbetreibern so egal wie wachstumsförderlich sind, nicht zu sehr auffallen, während wir Durchschnitt sein spielen. Wir sind doch nur noch revolutionär, wenn wir Mausklicken. Die Revolution ist furchtbar anstrengend, wenn man sie nur für bare Münze nimmt.
Eine gute, sehr schöne Idee ist, wir sind jetzt einfach nur zum Sterben schön. Nennt es Zufall, nennt es Vorsehung. Dass ich das Lied heute suche, war kein Zufall, ich wusste, wohin ich wollte. Dass der Song offenbar kurz ins Netz gestellt wurde, bereits einen Abruf hatte, so blieb ich nur Zweitbester. Ich fertigte einen Sekundärklick, schnell, präzise, radikal. Ich werde an mir arbeiten müssen, nächstens bin ich der Erste und dann….. Tut Ihr das Heurige, klickt den Song wie wild auf diese Sängerin wie ein schönes Bild, um zur Schönheit an und pfirsich vorzustoßen. Ich wollte Euch helfen.
Das Lied des Tages auf blackbirds.tv: Zum Sterben schön – Rubini Zöllner, Chantreuse, Schöne, Herzensbeste.
Piano: Lars Hengmith
Geige: Thomas Braun
Gesang: Sven Fliege, Rubini Zöllner
Kellner: Hannes Priefert
Ein paar meiner absoluten Favoriten sind Dinge, Favorite Things, beispielsweise, womit ich eins meiner Lieblingslieder meine, um gleich zum Kern der Sache vorzudringen um gleich darauf für ein paar Tage die Fliege zu machen. Sssssuuuuummmmmssserrrummmmm…: Weihnachten, es ist ein Gräuel. Es ist einfach schrecklich schön, aber es stellt das Herz auf harte Gewährsproben. Immer wieder.
Eines Tages, Baby, werden wir alt sein,
Ohh, Baby, werden wir alt sein,
und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Ich bin der Meister der Streiche, wenns um Selbstbetrug geht,
bin ein Kleinkind vom Feinsten, wenn ich vor Aufgaben steh‘.
Bin ein entschleunigtes Teilchen,kann auf Kleinstem was reissen, lass‘ mich begeistern für Leichtsinn, wenn ein andrer ihn lebt.
2019 war ein ganz gutes Jahr im Zeichen der Liebe. Mich persönlich hat Sarah Connor angemacht wie wenig Anderes, ich hätte nie gedacht, dass mich so eine Blondine mal komplett wegknallen kann. Mit ihrem Herzkraftwerk hat sie nicht nur klar und deutlich gegen eine politische Idiotie sondergleichen Stellung bezogen. Sie hat einem Vincent und dessen Karrierefahrplan in Sachen Liebe mit Liebe gehuldigt, wie es nur weise Schamanen und Wissende aller Erdteile könnten.
Ich sagte es schon: Sie hat total Besitz von mir ergriffen, das Stimmwunder aus Delmenhorst mit Wohnsitz in Berlin und einem der besten Schlagzeuger Deutschlands, Felix Lehrmann, an den Drum Workshop-Trommeln: „Dat muss kesseln.“ Wenn ich mir Auftritte von Sarah Connor ansehe, rauschen mir die Wässer in die Augen und ich bin glücklich: Wie schön Du bist. Sarah: Weiter so. Und verzeih: Es ist nur Liebe und da hilft keine Medizin.
Und ich denke zu viel nach. Ich warte zu viel ab.
Ich nehme mir zu viel vor und ich mach‘ davon zu wenig,
Ich halt‘ mich zu oft zurück, ich zweifel‘ alles an, ich wäre gerne klug — allein das ist ziemlich dämlich.
Ich würd‘ gern so vieles sagen, aber bleibe meistens still, weil wenn ich das alles sagen würde wär das viel zu viel,
Ich würd‘ gern so vieles tun, meine Liste is so lang, aber ich werd‘ eh nie alles schaffen,
also fang‘ ich gar nicht an.
Nur so wird man zum Teenager, wieder.
Bedankt in Liebe und beschenkt bin ich auch mit dem Weihnachtsvideo von Rubini Zöllner und Sven Fliege und auch, wenn ich mich für meine verquasten Wortspiele hier kurz entschuldige: Wie schön Ihr doch beide seid. Ich wünsche allen Lesern und allen Menschen ein frohes Weihnachtsfest, bleibt mir gewogen, aber um Gottes willen jetzt bloß nicht wiegen, es sind die festlichsten Tage des Jahres. Meine Stimme kriegen die politischen Idioten auch nicht, beeile ich mich noch hinzuzufügen und danke – Udo Jürgens: Fünf Jahre nach Deinem Tod, dessen Art und Weise vorbildlich ist für gutes Sterben, weiß ich in meinem Inneren, wie sehr Du fehlst.
Stattdessen häng‘ ich planlos vorm Smartphone, wart‘ bloß auf den nächsten Freitag
Gemach! das mach‘ ich später — die Baseline meines Alltags.
Ich bin so furchtbar faul wie ein Kieselstein am Meeresgrund,
ich bin so furchtbar faul und mein Patronus ist ein Schweinehund.
Und mein Leben ist ein Wartezimmer — niemand ruft mich auf.
Mein Dopamin das spar‘ ich immer, falls ich es mal brauche
und eines Tages, Baby, da werde ich alt sein,
Ohh, Baby werde ich alt sein und an all die Geschichten denken, die ich hätte erzählen können.
Frohes Weihnachtsfest und guten Rutsch aber auch an alle Klappspaten. Nur mit Liebe werden wir nicht bald sterben.
Al Jarreau – Tenderness – My Favourite Things (Featuring Kathleen Battle) – 1994
Piano – Joe Sample
Drum – Steve Gadd
Guitar – Eric Gale
Bass – Marcus Miller
Vocal – Kathleen Battle
Sax – Michael Brecker
Danke, Greta Thunberg, lass Dich von Klappspaten, die das Wesentliche stets aus den Augen verlieren, nicht unterkriegen. Es ist beruhigend, zu wissen, dass schon rein biologisch amerikanische und englische Prime Minister und Präsidenten von Menschen wie Greta Thunberg überlebt werden müssen. Ein bisschen Zeit ist also noch. Das lässt mich hoffen.
Ich kann nicht mehr denken….eins noch: Hört endlich auf zu hassen! Lasst Liebe regnen!
Und du?
Du murmelst jedes Jahr neu an Silvester die wieder gleichen Vorsätze treu in dein Sektglas
und ende Dezember stellst du fest, dass du recht hast wenn du sagst, dass du sie dieses Jahr schon wieder vercheckt hast.
Dabei sollte für dich 2019 (*) das erste Jahr vom Rest deines Lebens werden,
du wolltest abnehmen,
früher aufstehen,
öfter rausgehen, mal deine Träume angehen,
mal die Tagesschau sehn, für mehr Smalltalk, Allgemeinwissen, aber,
so wie jedes Jahr, obwohl du nicht damit gerechnet hast, kam dir mal wieder dieser Alltag dazwischen.
Unser Leben, ist ein Wartezimmer, niemand ruft uns auf,
unser Dopamin das spar’n wir immer falls wir’s nochmal brauchen,
und wir sind jung und haben viel Zeit,
warum soll’n wir was riskier’n?
Wir woll’n doch keine Fehler machen, woll’n doch nichts verlieren
und es bleibt so viel zu tun.
Unsere Listen bleiben lang,
und so geht Tag für Tag ganz still ins unbekannte Land.
Und eines Tages, Baby,
da werden wir alt sein,
Ohh, Baby werden wir alt sein,
Und an all die Geschichten denken, die wir hätten erzählen können.
Und die Geschichten, die wir dann statt dessen erzählen, werden traurige Konjunktive sein wie:
Einmal bin ich fast einen Marathon gelaufen
und hätte fast die Buddenbrooks gelesen,
und einmal wär‘ ich fast bis die Wolken wieder Lila war’n noch wach geblieben,
und fast, fast hätten wir uns mal demaskiert und hätten gesehen, wir sind die gleichen, und dann hätten wir uns fast gesagt, wie viel wir uns bedeuten – werden wir sagen
Und das wir bloß faul und feige waren, werden wir verschweigen
und uns heimlich wünschen noch ein bisschen hier zu bleiben,
wenn wir dann alt sind und unsere tage knapp — und das wird sowieso passieren — dann erst werden wir kapieren,
wir hatten nie was zu verlieren,
denn das Leben, das wir führen wollen, das könn‘ wir selber wählen, also
lass uns doch Geschichten schreiben, die wir später gern erzählen,
lass uns nachts lange wachbleiben, aufs höchste Hausdach der Stadt steigen, lachend und vom Takt frei die allertollsten Lieder singen.
Lass uns Feste wie Konfetti schmeißen, sehn wie sie zu Boden reisen und die gefall’nen Feste feiern, bis die Wolken wieder lila sind.
Und lass mal an uns selber glauben,
ist mir egal ob das verrückt ist, und wer genau kuckt sieht, dass Mut auch bloß ein Anagramm von Glück ist.
Und wer immer wir auch waren,
lass mal werden wer wir sein wolln.
Wir haben schon viel zu lang‘ gewartet, lass mal Dopamin vergolden.
Der Sinn des Lebens ist leben. – Das hat schon Casper gesagt.
Let’s make the most of the Night – Das hat schon Ke$ha gesagt
Lass uns möglichst viele Fehler machen
und möglichst viel aus ihnen lernen,
lass uns jetzt schon Gutes säen, damit wir später Gutes ernten.
Lass uns alles tun weil wir können und nicht müssen,
Weil jetzt sind wir jung und lebendig und das soll ruhig jeder wissen
und unsre Zeit die geht vorbei.
Das wird sowieso passieren, und bis dahin sind wir frei,
und es gibt nichts zu verlieren.
Lass uns uns mal demaskieren und dann seh’n, wir sind die Gleichen, und dann könn‘ wir uns ruhig sagen, dass wir uns viel bedeuten,
denn das Leben, was wir führen wollen, das können wir selber wählen.
Also: Los! Schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen!
Und eines Tages, Baby, da werden wir alt sein,
Ohh, Baby werden wir alt sein, und an all die Geschichten denken, die für immer unsre sind.
DIE ZÖLLNER | Viel Zu Weit (09/11/2019 – Große Bühnenshow am Brandenburger Tor)
DIE ZÖLLNER mit „Viel Zu Weit“ am 09. November 2019 im Rahmen der Großen Bühnenshow am Brandenburger Tor zu „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“. Der Titel ist auch auf unserem neuen Album „ZACK! ZACK! ZESSIONS“ zu finden! Das Album ist auf unserer Webseite und überall im Handel auf CD, DVD sowie als Stream und Download erhältlich.
► https://shop-die-zoellner.de
► http://hyperurl.co/diezoellner
Ich war in Salamanca (Nordspanien) auf einer Rückreise aus Portugal. In irgendeinem verlotterten Straßencafé nahmen wir einen Imbiss. Oben hing ein Gernsehgerät an einem Halter, mit 30° Blickwinkel. Aus dem Augenwinkel betrachtet. Genosse Egon Krenz sabberte irgendwas Deutsches in die Mikrofone, aber verstehen was, konnten wir nicht. Der spanische Sprecher übersetzte das so laut, dass man es nicht verstehen konnte. Blassblaue Minuten, aber dass da etwas keimte, dass es funkte, lodernde Glut (Begriffsfindung: Edmund Stoiber), war klar. Es tat sich etwas Weltbewegendes.
Wir snackten und imbissten schneller. Es packte uns, meine Freundin Kerstin und mich, eine große innere Unruhe: Wir müssen dringend nach Haus. Wir führen weiter Richtung Frankreich. Es war eine schnelle Elle, Tempopedal am Anschlag, und rein nach Belgien. Das Autoradio blieb die ganze Zeit an. Irgend so ein belgischer Nachrichtensprecher sagte immer wieder loopartig sowas wie „Die Mür iss open“ – ich hab es bestimmt falsch geschrieben. Ich verstehe nichts von belgischen Fritten. Irgendwelche Einsprecher, Willy Brandt im O-Ton, Walter Momper und etwas in der Art „Wir Deutschen sind heute das glücklichste Volk der Welt.“ Ich fing an zu begreifen, die Mauer wurde geöffnet.
Wir mussten so schnell wie möglich nach Haus. Es war schon dunkel. Unsere Tagesroute, rechneten wir nach (ohne Smartphones und Navigation, wie 1989 üblich). Es schien von Anfang an unrealistisch: Wir konnten Berlin am 9. November nicht erreichen. „Viel zu weit.“ Aber unsere Blicke gingen weit in die Ferne. Manchen Moment lang konnte ich nichts sehen. Immer wieder schossen mir die Tränen. Wir schafften es an diesem Abend noch bis Hamm-Uentrop in Nordrhein-Westfalen und nächtigten dort, um am frühesten Morgen weiter Richtung Berlin zu schießen.
Die Rückreise nach Berlin verlief bis zur innerdeutschen Staatsgrenze problemlos und sollte sich als Vorhaben, in die DDR einzureisen, nicht weiter schwer darstellen. Man zog nur DDRseitig von dannen, um später wieder heimzukehren. Allerdings war die andere Richtung, Richtung Einreise Westdeutschland (Helmstedt) praktisch unpassierbar. Hier reihten sich Trabbis an Trabbis, ich schätzte die Fahrzeugkolonne auf der Ausreiseseite DDR auf vielleicht 50 km Gesamtlänge. Auf dem Mittelstreifen zwischen Einreise (wir) und Ausreise (die DDR-Bürger) standen Hunderttausende Menschen, sie tanzten und lachten, es wurden Sektflaschen herumgereicht, Rotkäppchen. Es war die tränenreichste Rückreise meines Lebens, zurück nach Haus. Dieser Moment meines Lebens ist deutsche Geschichte. Endlich hatte sich mein Lebenstraum erfüllt: Die innerdeutsche Mauer musste weg. Das komplett zu verstehen, geistig all die jetzt noch folgenden Schritte bereits einzuordnen, war am 9. und 10. November des Jahres 1989 noch quasi unmöglich. Viele befürchteten, die DDR lasse nur diejenigen quasi ausreisen, die unzufrieden sind. Darauf deutete nichts hin.
Das sozialistische Experiment war gescheitert. Ich sage ganz bewusst: Leider. Ich bin Wessi.
Es ist keine Frage, dass auch das kapitalistische System zum Scheitern verurteilt ist, wenn wir so weitermachen…
Dann Gnade uns Gott.
Ich habe dieses Land „geliebt, wie man ein Kind wiegt, das man liebt“ (frei nach Pete Wyoming Bender): Für Deutschland.
Das Lied des Tages: Die Zöllner, gestern vor dem Brandenburger Tor mit „Viel zu weit“
Nie wieder Krieg, Unfreiheit und Machtmissbrauch. Seien wir bitte, bitte gute, beste Demokraten. Wie schön wäre es gewesen, den Altparteien eine neue, bessere Alternative für Deutschland entgegen zu setzen, damit wir in Deutschland wirklich etwas verbessern? Es ist leider unabänderlich: Die sich AfD nennende Partei hat keine Chance, das zu werden. Der Traum ist aus. (Rio Reiser). Oder wie es die wunderbare Sarah Connor besingt: „Meine Stimme kriegt Ihr nicht.“ – No no never.
vom neuen Album !! , welches ab 20. September 2019 auf CD, DVD, Doppel-Vinyl sowie als Stream und Download erhältlich sein wird.
Mit Egon Werler, Dirk Zöllner, David Skip Reinhart, Rubini Zöllner und Anna-Marlene Bicking.
Kamera: Johanna Bergmann, Sven Nordmann
Schnitt: Johanna Bergmann
Musik: Dirk Zöllner, Stephan Salewski, Lars Kutschke, Oliver Klemp, David Skip Reinhart, Frank Fritsch
Worte: Andreas Hähle, Dirk Zöllner
Ich bin Blut in deinem Blut
Wo es gefriert
In deinen Adern
Hast du mich okkupiert
Ich fühl dich ganz und gar
Ich weiß wer du bist
Und ich weiß, was ich dir sein will
Willst du nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Ach dein Blut erstickt mein Blut
Es ist so kühl
Kein wildes Beben
Du bleibst sanft und still
Ich bin in dir erfroren
Mein Herz schlägt für dich
Gefangen und verloren
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe für dich
Ich bin Blut in deinem Blut
Unter deiner Haut
Mein Herz in deinem Körper
Es schlägt so wund und laut
So wund und laut
So wund und laut
Herzschlagen
Wohin wird es mich tragen
Du hörst es nicht
Herzschlagen
Es geht um Kopf und Kragen
Ich sterbe für dich
»… Die Geschichte von den verlorenen Liedern ist jedenfalls wochenlang das Hauptthema in meiner Familie. Dichterfreund Hähle, ebenfalls Karmaverehrer, hört mit Bestürzung davon. Er kennt die ins Netz geratene Sequenz, also den Auslöser des Dilemmas. Um mich ein wenig aufzuheitern, schickt er mir einen neuen Text, den er genau auf dieses Corpus delicti geschrieben hat und der meine beklemmende Situation persifliert. Aus „Herzscherben“ wird „Herzschlagen“. Ich nehme das Thema dankend auf und schicke eine Erweiterung zurück zu Hähle. So geht es noch zwei, drei mal hin und her und ich singe den so entstandenen neuen Text einfach auf’s alte Playback.
Hähle. Mein geliebter Freund! Du hast das gemacht, als Du schon schwer krank warst. Hast mich therapiert, während Dich die Chemotherapien dahinschwinden ließen. Es ist – verdammt noch mal! – unser letzter gemeinsamer Text. Und das ist mir mehr wert als all die verlorenen Worte des Anderen – so schön wie unsere Freundschaft können die gar nicht gewesen sein! Ich werde trotz allem immer respektvoll von dessen Werk sprechen. Ein Werk, welches uns Zöllnern Zeitlosigkeit gibt. Und von Dir, Du kleiner großer Poet, werden sehr viele Menschen noch sehr lange nach Deinem Tod sprechen, denn Du hattest – über alle Worte hinaus – ein liebevolles Herz. Ich vermisse Dich!«
– Dirk Zöllner (Aus dem Epilog „Herzschlagen“)
Der Berichterstatter:
Die Kerze stellen wir für Andreas Hähle auf.
Ich widme den Beitrag auch dem besten Berliner Trompeter David Skip Reinhart, den wir haben können, der in diesem Song ein weiteres Mal mit Bravour, Finesse und Chupze den Ton trifft. Was für einen Ton. Mein Chapeau.
Rubini Zöllner (Fotograf: Thomas Ernst, mit Dank 02.08.19)
Sinn des Lebens – Song by Thomas Zaufke/ Peter Lund
Am 01.08.2019 veröffentlicht
Gesang: Rubini Zöllner
Produzent: Lars Hengmith
Idee/ Regie: Sven Fliege
Als Rubini Zöllner los lief, um Berlins schwarzweiß („Grau zu schwarz“) zu retten durch sauber subjektives Trennen, damit wir nicht heute die Wende verpennen, musste ich gleich an Warschauer Straße denken, diese Bridge over troubled water, die hinüberführt in den Sperrbezirk, von dem welche sagen, da darfst du lieber nicht entlang laufen, weil da so Handtaschenräuber und so…ich denke: Blödkopf, trag ich Handtasche, oder was? Alter Verwalter. – Aber Schatz: Warum bist Du denn in Gummistiefeln gekommen? Naja, besser in Gummi als gar nicht. – Wieso? Aber naja, Du hast gesagt, an der Warschauer muss man waten. Aufeinander. Miteinander? Leben kann Verwirrung stiften.
Rubini Zöllner kanns ja auch nicht ändern.
Aber alle können Videos rendern.
Sehen ihr da zu beim Schlendern.
Menschen aller Herren Länder
schwarze weite Langgewänder.
Lange Augen, wollen alles sehen, oder norddeutsch sagen: „Langeoog.“
Entrücken, verrückt und entrückt sein: Wegtreten….viel Spaß noch mit dem Lied des Tages von blackbirds.tv – Die Zukunft ist schwarz!
Spielman In Bad Company – Disbeliever (Hammelburg Livesessions)
Sweet Songs For The Dying — CD: http://amzn.to/2pciYnO Sweet Songs For The Dying — Amazon.de: http://amzn.to/2qKJiX2 Sweet Songs For The Dying — iTunes: http://apple.co/2m8zu7Z Sweet Songs For The Dying — Spotify: http://spoti.fi/2q5QsJm Sweet Songs For The Dying — Deezer: http://bit.ly/2qGzvCf Label: contact@urbantreemusic.de Press: daniela.siemon@der-promotor.de Artwork: Arne Teubel (Die Kommune) Booking: info@jiggedi.de Supported by: Audio Technica (Urban Tree Music / Believe Digital) Ron Spielman / Gitarre & Gesang Joh Weisgerber / Bass Uwe Breunig / Schlagzeug Werner Goldbach / Keyboards Video: Urban Tree Media Grafik: Arne Teubel von Die Kommune
Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. (Erich Maria Remarque, Dt. Schriftsteller 1898-1970) – Und: Stell Dir vor, es ist Krieg und niemand geht hin! Wow!
Sven Fliege mit „Hot Patootie“ im Tischkunstkombinat Köpenick
Im TischKunstKombinat präsentiert Dirk Zöllner Sänger und Sängerinnen, die ihm irgendwo über den Weg gelaufen sind und aufhorchen ließen. Gemeinsam mit Musikern seiner Band DIE ZÖLLNER und persönlichen Freunden trifft er sich zum Essen und Trinken am heimischen Wohnzimmertisch in Berlin-Köpenick. Die Lieder der Gäste sind Grundlage einer Musiksession, die in Bild und Ton mitgeschnitten wird. Diesmal waren dabei: Der Musicaldarsteller Sven Fliege, begleitet von André Gensicke am Keyboard, Oliver Klemp am Bass, Martin Goldenbaum und Dirk Zöllner an den Gitarren, Marcus Gorstein am Cajon und Alex Spree an der Klarinette. Die Tonaufnahmen und die Mischung machte Marcel Wicher, die Bilder kommen von Johanna Bergmann und Sven Nordmann. Für Essen und Trinken sorgte wie immer Jens Schliwa.
Der äußerst dicke Eddi – seinerzeit im Original Meat Loaf, der amerikanische, Fleisch gewordene Klops – kommt mit einer äußerst dicken Wuchtbrumme, wahrscheinlich einer Harley Davidson hereingebrettert in die illustre Runde von Riff Raff, dem schrägen Hausdiener, Magenta (vor ihrer Anstellung bei der Telekom) und Frank’nFurter (Tim Curry), dem Obertransvester. Hier im Video ist es die gelbe Schwalbe aus Dirk & das Glück. Sie wird gelenkt von dem – the! – Zöllner und führe hier niemals nicht durch dicke zuckerwattewollene Wischen-Wände. Ansonsten kaum noch Winkehände, auch wird Reis nicht geworfen, wenn der Sänger auf den Tisch steigt und die Rocky-Horror-Picture-Show zelebriert. Diesen Film, wo Susan Sarandon in Unterwäsche hergenommen wird und Brad entmutigt zum Statisten degradiert wird. Im Film wird Eddi später mit einem elektrischen Küchenmesser vom Hausherr filetiert. Am Ende dieser ungewöhnlich kurzen musikalischen Geschichte hier leckt eine Magenta am deutlich schlankeren Eddi und küsst ihn. Er aber ist selig. Sie wiederum eine Zöllnerin als Vamp.
Sprache
Deutsch
Muttersprache
Englisch
fließend
Berlinerisch
perfekt
Sächsisch
sehr gut
Das Leben kann so schön sein. Barbara, die Internetikone sagt: „Das Kleben ist schön.“ Wir fügen hinzu. So ein Tabledance ist es aber auch. Fein gemacht, Sven Fliege!
Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Viel Spaß.
Casper – Keine Angst feat. Drangsal (official video)
Veröffentlicht am 14.07.2017
Lang lebe der Tod I 1.09.2017
Hier vorbestellen: http://casperxo.com/langlebedertod/
Hier Keine Angst feat. Drangsal streamen und downloaden: https://casper.lnk.to/KeineAngst
Regie: Carlo Oppermann & Christian Alsan
DOP: Kaspar Hornikel
Producer: Christina Walther
Aufnahmeleitung: Anna Kloeble
PA: Dominik Galizia
1st AC: Tom Zylla
2nd AC/ DIT: Selina Schrader
MoVi Operator/ Grip: Bernhard Russow
Grip Assistenz: Sören Witzel
Oberbeleuchter: Amnon Schmuckler
Beleuchter: Jonathan Beneteau
Beleuchter: Michael Schmitz
Beleuchter: Antonio Schnug Venegas
Art Director: Anne Zentgraf
Art Department: Tatjana Kosanke & Ani Catak
Make Up: Juliane Polak
Make Up Assistenz: Julia Heppner
Styling: Stefanie Fuge
SFX: Björn Friese
Choreograph: Oliver Braun
Runner/ Fahrer/ Playbackoperator: Sven Pfizenmeier
Runner/ Faher: Tom Tholl
Editor: Christian Alsan
VFX: MovieBrats Studios (http://www.moviebratsstudios.com), Benger.tv (http://www.benger.tv)
Grading: Mike Bothe
Sounddesign: Patrick Zahn
Catering: Setcats/ Birgit Rischewski
Cast: Asuka Julia Riedel, Luiza Weiß, Rubini Zöllner, Madeleine Brinkmeier, Tim Neff, Oliver Keder, Jakob D’Aprille, Jamela Beyala,Kenneth Lekko, Paulina Lösch, Sonja Poths,Jelka Bandome, Basil Hylton
LANG LEBE DER TOD TOUR
Tickets unter: https://krasserstoff.com/tour/157322/…
und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
31.10.17 Münster, Halle Münsterland
02.11.17 Luxemburg (LU), Rockhal
03.11.17 Zürich (CH), Samsung Hall
04.11.17 Stuttgart, Schleyerhalle
08.11.17 Hamburg, Sporthalle
10.11.17 Dortmund, Westfalenhalle
14.11.17 Wien (A), Stadthalle
17.11.17 München, Zenith
18.11.17 Frankfurt am Main, Festhalle
21.11.17 Leipzig, Arena
22.11.17 Bremen, ÖVB Arena
24.11.17 Berlin, Max-Schmeling-Halle
25.11.17 Hannover, Swiss Life Hall
09.03.18 Würzburg, S. Oliver Arena
10.03.18 Erfurt, Messehalle
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Krasser Stoff. Cooler Beat. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv.
Und eine sehr, sehr coole Tänzerin, die becirct, uns gefangen nimmt.
Flugzeuge im Bauch – Cover von Dirk & Rubini Zöllner
Hab Sonne im Herzen, im Koffer die Kerzen. Kann nichts mehr essen, kann´s nicht vergessen, aber auch das gelingt mir noch…
Sie haben das Lied schon früher gecovert, im Zöllnerschen Paralleluniversum Café Größenwahn. Jetzt haben sie den Song nochmals hergenommen und unter einer kundigen Programmierung nochmal gänzlich ausgedünnt und reduziert auf das Wesentliche.
Großer Wurf. Vater und Tochter singen sich an der Tafel der Verzweiflung warm und steigern den Wurf zu einer Art Überwurf. Gefällt. Bitte mehr so was.
Heute das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Thank You for the music. – Update 07.06.: Flugzeuge im Bauch und Schmetterlinge, beides ähnlich und doch vom System her total unterschiedlich angelegt. Besser jedenfalls als Mahl- bzw. Mühlsteine. Es musste ein Beitragsbild her, das ist erledigt. Radio Zöllner meldet schon hohe Zugriffszahlen auf YouTube: Hat sich die Proklamierung als Lied des Tages gelohnt.
In der musikalischen Sprache ist Alter völlig nebensächlich. Ist jemand gut, will man ihn in seiner Band haben. Dabei ist völlig unwichtig, wie alt er ist oder welche Erfahrungen er sonst gemacht hat. Man hört an seinem Spiel, welche Erfahrung, welche Intuition er hat. Wir beide hatten damals denselben Musikgeschmack und teilten dieselbe klare Ausrichtung. Wir gingen miteinander zusammen durch die Platten, die jeder in seinem Internatszimmer hatte, verglichen, sponnen herum und stellten eine Band zusammen. Das war die eigentliche Verbindung. (Till Brönner über Stefan Raab, der mit ihm in derselben Schulband beteiligte TV-Katastrophal-Moderator, anno dunnemals, hier)
Gipsy Pop? ZigeunerKlezmer? Auch nicht. Das sagt man heutzutage auch gar nicht mehr. Es ist nicht korrekt. Bluna war so eine Trendlimonade. Wird Bluma der neue Trend? Pop? – Gute Laune-Musik? Bluma ist ein Popprodukt mit zwei „p“, aber das ist Zufall. Und deswegen nicht anrüchig, sondern erfolgversprechend. Gute Laune-Freejazz.
Ein kleines Mädchen ist Jessica Sperlich, bis sie 14 ist. Unterwegs mit einem Zirkus im Wohnwagen. Auf Tour mit den Zirkusleuten werden die Instrumente rausgeholt und musiziert. Ingo Politz (u.a. Silbermond, Silly, Faun und Joris) ist der Produzent von Bluma, die bereits „Sterben vor Glück“ (hier). Gesignt wurde das Projekt bei ELECTROLA (Universal Music). Pino Brönner, Bruder von Till Brönner (Bam Bam Music) kümmert sich ums Management.
Café Größenwahn: Dirk und Rubini Zöllner „Flugzeuge im Bauch“
Dirk und Rubini Zöllner singen Grönemeyers „Flugzeuge im Bauch“ – 2. Café Größenwahn Café-Besetzung: Dirk Zöllner, André Gensicke, Lars Kutschke, Oliver Klemp, Heiko Jung, Die Zöllner Horns (Fratsch, Skip Reinhardt, Herr Meier), Die Zöllner Chicks (Laura, Sophia, Rubini) + 26. September 2011 Maschinenhaus Kulturbrauerei + Bildproduktion: Jarek Raczek + Audioproduktion: allorangemusic.com + Grafik+Animation: 8geber.com
Das Stück ist soulig, wenn Dirk und Rubini Zöllner uns den Song geben. Die Aufnahme ist aus dem Jahre 2011, aufgenommen im „Café Größenwahn“. Dies Café ist eins seiner festen Projekte.
Eines Tages werden Websites verdonnert, für das Einbetten von Videos zusätzliche Entgelte an die GEMA abzuführen. So „nimmt das ein Ende“, und dann, Gema, ist´s umso schwerer für mich, denn umso leichter du mit der Gießkanne Gebühren beanspruchen möchtest, ohne irgendeine wirtschaftlich-vernünftige Basis, um so eher werden Menschen ganze Webseiten vom Netz nehmen, sicherheitshalber. Damit´s nicht anbrennt oder auseinanderbricht. Künftig gibt es Textwüsten und wenn´s bewegt zu werden droht, ja multimedial, kommt Bannerwerbung, pläng! Es poppt auf: „Das tut uns leid“ und „Diese schöne Bewegtheit ist in deinem Land gerade nicht verfügbar.“ Lass poppen, Kumpel. Eine so sehr schöne Aufnahme wie diese hier, fesselnd und mit Herzblut angerichtet, für Fans, poff puff pardautz! Es ist fast, wie rücklings bücklings trommelnd auf dem Regiments- Panzer zu liegen, während unter einer viel zu großgewordenen Daten-Cloud der Himmel zusammenbricht. Fragt Euch mal: Wer sucht schon nach einer Idylle im Verteilungskrieg der Unterhaltung?
[iframe_youtube video=“ZDExMNQHYPg“] Die Zöllner 2.5 „UFERLOS“ (via Youtube)
Dirk Zöllner veröffentlicht die CD „Uferlos“ Anfang Juni 2012. Demzufolge handelt es sich hier um eine Vorankündigung! Dirk Zöllner und André Gensicke haben sehr illustre Gäste auf diesem Tonträger. Wir haben im „prelistening“ großartige Künstler wie Xavier Naidoo, Ralf Gustke (dr.), Andreas Bayless und „the one & only“ Edo Zanki gehört. Die neue CD wird hier ausführlich vorbesprochen werden.
Alle rätseln seit längerem herum, wann wieder was von Dirk Zöllner zu hören ist? Die Auflösung auf diese „Funkfrage“ ist ganz einfach: Hilfe, Mama, die Russen kommen! Sehr bald! Eines vielleicht vorweg: Diese CD ist ein Knaller . Darauf deutet all das hin, was hier im Rahmen redaktioneller „Prelistening“-Auditions angehört wurde.
Ganz heiß, kosmopolitisch-europäisch und „Weltniveau“. Genaueres werdet Ihr von dieser Website beizeiten erfahren. Do da funky Beat!