469/11: Positionen: blackbirds.tv plädiert für Schilderrelaunch „Radioaktivität“

Das Schild sollte relauncht und an die aktuellen Verhältnisse angepasst werden, auch aus Gründen der Glaubwürdigkeit. Nach Nagasaki und Hiroshima nun Fukushima 2011. Der Relaunch ist nicht mit nennenswerten Kosten verbunden, alte Schilder dürfen noch aufgebraucht werden.

[iframe_youtube video=“W2rHUbH-qOQ“]

Auf hochmeditativen Bahnen hissen wir jetzt unsere Fahnen!

Neue werden mit einem roten (japanischen) anstatt einem schwarzen Punkt mittig, etwas aufgebläht, durch Kontamination verseucht und daher mutiert als krebsartiges Geschwür stilisiert bedruckt. Anträge an die Relaunch-Kommission, oben auf den roten Punkt noch etwas Weißes (wie den Schnee auf den höchsten Bergen Japans oder eine Art eitrige Abzesse) draufzusetzen, erteilte diese umgehend eine Absage: zu weltfremd. Nach der Katastrophe wird die Hitze den Schnee umgehend wegschmelzen.

Oben mittig wird stattdessen nunmehr -puristisch, aber klar verbrämt- das Wort „JAPAN“ eingedruckt. In Erinnerung an die Katastrophe und zur Erleichterung der persönlichen, menschlichen Einschätzung von unsagbarem Leid, Verwüstung, Vernichtung und Verstrahlung. Nach 2011 wird auf diese Weise jeder Mensch das Schild schnell verstehen, weil es für ihn mit ganz persönlichen Erinnerungen verknüpft ist.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.