165/10: Personen & Porträts: Jörg „Cheffe“ Meyer, Berlin Rock’n Rollers & Blue Moon

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Cooler Upright im typischen Klammergriff (Quelle: Homepage)
Cooler Upright im typischen Klammergriff (Quelle: Homepage)

Morgen Auftritt. Ich muss mich einkleiden (Bassist Jörg „Cheffe“ Meyer – 27.05.10, Blue Moon)

Und dann war da noch der Jörg „Cheffe“ Meyer von der Berliner Band Berlin Rock’n Rollers. Steht da herum bei Sunny und begutachtet, was Sunny ihm zu bieten hat. Sunny ist nicht die Tresenschlampe von Berlins coolstem Outfitladen weltweit. Sie ist die freundlichste Fachverkäuferin der Welt, darf nicht Chef sagen, sondern sagt, der Chef sei der Unterhaltungsmanager des Ladens. Und immer gutgelaunt. Sunny möchte man gleich erst mal umarmen. Dit tut man abba nicht.

Sunny, yesterday my life was so untrue. Sunny, today my life is megamäßig cool! (etwas abgeänderte Steilvorlage)

Oder ist das Blue Moon in der Uhlandstr. am Ende nur der zweitcoolste Laden, weil die Website derzeit unaktuell ist, der Eigentümer der schnieken Stylinggarage aber mit einem echten BelAir, orginalzugelassen in den USA und jederzeit einsatzbereit. Uhhh, ist das sexy. Voll toll.

Die Seite wird im März 2010 überarbeitet. (Website Blue Moon, am 27.05.10, Link unten)

So wie der ganze Laden. Der „janze Laden“ zieht aus der Uhlandstr. komplett aus. Die dortigen Läden werden zu irgendeinem Spielcasino, würg. Rock’n Roll will never in die Uhlandstr.! Der Laden zieht in die Damaschkestr. in Berlin-Wilmersdorf um. Das Blue Moon muss weiter unter Beobachtung bleiben. Es kommt als Klamottenkaufquelle für coole Rumpelmucker, ätzende Jazzkomparsen und blubbernde Country- & Western-Altstars sehr gut in Frage. Dazu bei Gelegenheit mehr. Das Blue Moon ist eine Einkaufsquelle für Häretiker, cooles Wort, oder: es meint:

Als Häresie (von griechisch αἵρεσις, haíresis „Wahl, Auswahl“) oder Heterodoxie (Andersgläubigkeit) wird eine Lehre bezeichnet, die im Widerspruch zur Lehre einer christlichen Großkirche oder einer anderen vorherrschenden Auffassung steht und beansprucht, selbst die Wahrheit richtiger zum Ausdruck zu bringen. Gegenbegriff ist Orthodoxie (Rechtgläubigkeit). Eine Lehre oder Lebensform kann prinzipiell nur relativ zu einer anderen – als „orthodox“ beurteilten – als häretisch bezeichnet werden. (Quelle: hier) 

Merke: Sich richtig anzuziehen und nicht lächerlich, mainstream oder H & M, bzw. C & A, gefertigt unter kritisierbaren Bedingungen in Bangladesh, steht im Widerspruch zur vorherrschenden Auffassung.

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Voll gut sieht Jörg „Cheffe“ Meyer aus, wenn er seinen Stehbass schwingt. Schwing, schwing, schwing dein Ding, so könnte das Credo lauten. Allerdings ist Vorsicht geraten, oder wie die Schlagerheinis Hoffmann & Hoffmann einst sangen (andere Rubrik bedeutender Weltmusik, Schlager): Vorsicht, Rücksicht, Nachsicht….uahhhhhhh…..

Jörg „Cheffe“ Meyer hat nen weißen, hochglanzlackierten Upright-Bass und das ist in keinster Weise contra. Eher ultra, so vom Feeling her. Bohlen würde sagen: Megahammergeil. Das sieht aus. Und wenn Cheffe Meyer los plickert, plackert und tschackert und mit der flachen Hand auf den Pudding haut, der aus vier Saiten besteht, mit seinen Rock’n Roll-Mannen, vollkommen neu eingekleidet. Eingekleidet bei Blue Moon, aber das ist eine andere Geschichte und wird gesondert erzählt. Nicht heute.

Cheffe, ich will ein Kind von dir (ungehöriger Zwischenruf einer beatverrückten Rock’n Roll-Grandezza aus dem Publikum)

Jörg „Cheffe“ Meyer entschuldigt sich, wie Günter aus Steglitz sich entschuldigen würde:

I know, it’s only Rock’n Roll, but I like it (Rolling Stones)

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Weiterführend

2 Gedanken zu „165/10: Personen & Porträts: Jörg „Cheffe“ Meyer, Berlin Rock’n Rollers & Blue Moon

  1. Pingback: https://blackbirds.tv – Berlin fletscht seine Szene » 198/10: Personen: Sunny vom Blue Moon, unsere Stylingberaterin in Sachen Rockstarwerdung! (Kult)

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