544/11: Video: Aus erlebnispädagogischen Gründen empfehlen wir die Musikschule für Anfänger

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Lottozahlen Samstag wünscht Aufmerksamkeit - Spamstrategien

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Merke: Eine lose Folge von Breitband-TV-Sendungen namens „Musikschule für Anfänger“ bleibt in aller Regel niemals folgenlos. Das ist das eigentliche Wesen loser Folgen: dass sie niemals folgenlos bleiben, selbst wenn ihnen zu folgen schwierig ist, schwierig bleibt und die Folge jeden Folgens folglich „Rattatatouille für die gestresste Musikerseele“ zu werden droht. Was haben nämlich Twitterer, facebookianer und Musiker gemeinsam? Richtig: sie werden verfolgt! #Selbsterkenntnisse

Der User und Fan unserer Website (Ironie!) „Lottozahlen Samstag“ wünscht sich zunächst unsere Aufmerksamkeit und schreibt uns den vielsagenden Kommentar

Ich bemerke jetzt in diesem Moment dass ich euren deutlich haufiger aufrufen sollte – da ich komme ich wirklich auf geniale Ideen

Für solche Kommentare sind wir natürlich dankbar. Manchmal wird nur Viagra angeboten oder Schwanzverlängerung, aber inhaltlich ist besser. Nun hat „Lotto King Karl“ aus der Wallachei heute ausnahmsweise die Aufmerksamkeit, die er sich gern wünscht, und wir unsere Ruhe. Johnny Haschkeks ist ein vielgepriesener Punkpoet aus Berlin und beflügelte unsere musikalische Früherziehung schon mal: er zeigte, wie man einen bedeutsamen Zirkuswirbel ganz einfach mit Mutti´s Küchengerät macht. Folge 1.


Meine Mutti hat mir Schmetterlingstapete besorgt – Johnny Haschkeks (via myspace)

Womit wir schon bei Mutti sind: seine Mutti hat ihm einst (2008) „Schmetterlingstapete“ besorgt, singt er. Ja, wir selbst bedauern Mutti´s Unachtsamkeit uns gegenüber und rufen in Erinnerung, dass sie es war, die stets die Wohnung ihres Sohns betrat mit den Worten: „Kind, du solltest jetzt mal Gardinen anhängen.“ Und was sollte ich tun: Ich mochte keine Gardinen. Selbst Tapeten sind inzwischen schwer aus meiner persönlichen Mode gekommen, nicht einmal Raufaser Erfurt ließe ich durchgehen.

Was Haschkeks mit wenigen Akkorden bedeutungsschwanger dahersagt, ist für uns zugleich eine „Ode an die immerwährende Mutter“ in uns, in ihr Gebot von nachhaltiger Kindererziehung, die zum Teil weit über die jugendlichen Jahre hinausging, teils noch geht. Seit wir die sehnsuchtsvollen Oden an Mutti „Mamatschi“ und „Du sollst doch nicht um deinen Jungen weinen“ infolge viel zu früh einsetzender Stimmbruch-Probleme beim holländischsten aller Matjes Heintje vermissten, gab es praktisch nie wieder eine solch inbrünstige Liebeserklärung an Mutti wie „Schmetterlingstapete“ von Onkel Keks. Folgenlos bleibt der Auftritt von „Mr. Cookie“ (so wird er in Britisch Columbia gern genannt) im Web-TV nicht: manche sprechen bereits von einem „Felsenheimer-Syndrom“.

Noch wichtiger aber ist die Wirkung der frühkindlichen Musikpädagogik. Herr Keks hatte in Folge 1 (siehe oben) den Zirkuspresswirbel erklärt. In Folge 2 erklärt er nun, wie man mit einem neuentwickelten Hilfsgerät für Gitarristen anständige, kontinuierliche Tempi hinbekommt.


Folge 2: Musikschule von Johnny Haschkeks (via myspace)

Also ich habe zum Beispiel ein Timing, schlimmer als meine Oma, und die ist schon 10 Jahre tot….Das Timing beim Gitarre spielen ist ganz wichtig, wie der Beat beim Schlagzeug. Das muss einfach stimmen. Wenn man selbst kein Timing hat, dann wird es ganz schön schwierig, mit Timing zu spielen. #Haschkeks, Familiengeheimnisse

Und jetzt kommt vieles ins Spiel, dass wir uns kaum zu denken gewagt hätten. Denn Karsten „kann nix“, aber das richtig. Und führt nun vor, wie man es richtig macht. Enervierend!

In Folge 3 der Musikschule für Anfänger kommt Herr Keks auf den wichtigen Punkt, dass gute Musik gleichbedeutend ist mit guter Musik. Auch wenn er anfangs etwas ausschweifen will, kommt Keks schnell auf den Punkt.



Folge 3: Musikschule von Johnny Haschkeks (via myspace)

Die Sänger von Hardrockbands, so z.B. Axl Rose, nimmt Herr Keks detailgetreu, kenntnisreich und mit ganz neuen Erkenntnissen für den unbedarften Zuschauer auf´s Korn. Wie Axl Rose „November Rain“ singt. Wozu hier noch große Worte? Mit Miles Davis sagen wir: Es ist die Musik, die aus sich selbst heraus spricht.

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