570/11: Operation Proberaum: Was Musiker anderen Musikern nach Besichtigung mitteilen….

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Ein Proberaum ist eine künstlerische Werkstatt, die die „freie Luft zum Atmen“ dringend erfordert. Denn hier liegt das Übungspotenzial des talentierten Musikers, sein Aufenthalt, sein kreatives Fluidum. Umso wichtiger, dass es hier „flutscht“, also zur Sache geht und nichts Hässliches deine Kreativität stört.

Du suchst einen neuen Proberaum? Das geht ab. Sie feiern die ganze Nacht? Egal: Es sind harte Hintermänner, die dort schon proben, oder es sind kurzgeschorene Skins? Einen Proberaum zu teilen, hat was mit Vertrauen zu tun. Jeder darf zu jedem Vertrauen entwickeln, das hängt bestimmt nicht von Äußerlichkeiten ab. Allerdings können sie auch versuchen, dich über den Tisch zu ziehen. Aus einer Email, die ein Proberaumsuchender schrieb und die uns vorliegt, zitieren wir aber einmal:

Musiker: Bleib fair!

Musiker: Bleib fair!

Dass Proberaum-Untermiete mit einer wohnungsartigen Beherbergung „in fremden Gefilden“ zu vergleichen ist, ist kein abwegiger Gedanke. Ob das nette Leute sind, mit denen du da probst, künftig, ist zunächst geheim, eigentlich kaum vernünftig zu klären. Es sei denn, auf den ersten Blick, jetzt, hier und heute. Drum „prüfe, wer sich ewig bindet“, ob man nicht noch was Besseres findet. Ob nämlich dann ein übler Machtkampf um „ordentliche Verhältnisse“ ausbricht, jemand dir dein Auto anzündet, weil er der Sprache nicht mächtig ist und die Tat präferiert, oder ob er deine Verstärkeranlage mit einem bierseligen Überguss versetzt oder dir tote Katzen vor die Tür legt, um deinen Forderungen Grenzen zu setzen, wirst du vermutlich vorher nie erfahren. Aber: Das ist alles schon mal vorgekommen! #Votum für die Sofortprüfung

Dort schreibt jemand an einen Tippgeber, es gäbe da diesen Proberaum:

Hatte mir übrigens mal den Raum angesehen, den Du mir gezeigt hast, dafür danke. Die Band, die ihn untervermieten wollte, war eine Hardrockband mit viel gefärbtem Haar, etlichen Tatoo-Weisheiten auf den Armen, jede Menge Bier und der Aussage, sie hätten, was die Mietbelastung angeht, eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnet. Was mir wiederum erstens den Gedanken auferlegte, mein verbleibender Mietanteil sei eventuell überproportional. Und ein Raum war es nicht wirklich: eine Art Abteilung vom Hauptraum, verwinkelt und verdreckt. Habe auf Blackbirds.tv mal einen Fragebogen gesehen, der für den „fairen Untermietvertrag“ mit einem Hauptmieter eines Proberaums sorgen soll, beim Durchgehen der dort aufgelisteten Fragestellungen schlug mein Herz erst Purzelbäume und setzte dann bei der Frage „Willst du mit denen?“ schlichtweg aus, bei Interesse schicke ich Dir den deeplink. Hab einen schönen Samstag.
Verschwiegenheitsklausel? So ´nen Quatsch! Mit so jemand sollte man nicht mal ein Begrüßungsbier trinken. Bis er fair wird. Hart, aber fair.

Interessant zu wissen: Wer einen Proberaum mit Eierkartons ausstaffiert, nur weil er glaubt, es mit Eierköpfen zu tun zu haben, wird eines Besseren belehrt. Zitat: „Wer glaubt seinem Nachbarn etwas Gutes zu tun, indem er Eierkartons im Proberaum an die Wände pappt um damit Schallisolierung / Schallschutz / Schalldämmung (Soundproofing) – oder, auf klardeutsch RUHE – nach außen zu erzeugen, der glaubt sicher auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet. (Quelle: hier

Übrigens, der angesprochene Fragebogen ist weiterführend verlinkt, hier unten. Gut, dass er zu was nütze war….Verbesserungsvorschläge, Änderungen oder bemerkte Auslassungen teilt Ihr uns am besten gleich mit….
 

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