365/10: Nachruf: Rudy Stevenson ist tot! Er starb am 12.12.10! Für sein Begräbnis wird gesammelt!


Go Limp – Nina Simon – Live in Holland 1965 Nina Simone (piano, vocal) Rudy Stevenson (guitar) Lisle Atkinson (bass) Bobby Hamilton (drums)

A good old friend of the Yorckschlösschen died a few hours ago in the hospital. We are going to have a benefit for him, here on 20th of Decemeber evening, to have some money for his funural. Thank you very much for coming! I know, that he is in a very good band now, to play his wonderful music. (Olaf Dähmlow, Betreiber Yorckschlösschen, auf facebook)

In Berlin gelebt und am 12.12.2010 verstorben: Musiker Rudolph „Rudy“ Stevenson ist tot. Das ist aus dem Yorckschlösschen in Kreuzberg zu hören.

Aus Anlass seines Ablebens findet am 20.12.2010 abends im Yorckschlösschen eine Sammlung statt. Es geht darum, Geld zu sammeln, um das Begräbnis von Rudy Stevenson zu bezahlen.

Rudy Stephenson (Foto: Olaf Dähmlow, Privatarchiv)

Rudy Stevenson (Foto: Olaf Dähmlow, Privatarchiv)

 Wer war Rudolph „Rudy“ Stevenson?

Rudolph „Rudy“ Stevenson war ein Gitarrist und stammte aus den USA. Er war früher Mitglied des Duke-Ellington-Orchesters und spielte jahrelang mit Nina Simone („My Baby Just Cares For Me„). Er betätigte sich auch als Komponist erfolgreich. Kompositionen von ihm wurden von George Benson, Dexter Gordon, Jocelyn B. Smith, Joe Zawinul u.v.a. veröffentlicht.

Berühmt und vielen eventuell in Erinnerung geblieben dürfte der 5th Dimension-Hit „Aquarius“ geblieben sein. Dessen B-Seite (damals gab es das noch) „Don´t Cha Hear Me Calling To Ya“ stammt aus der Feder von Rudy Stevenson, der seit 1988 in Berlin lebte und verschiedene Bands leitete. In Berlin spielte er mit ungezählten Musikern zusammen, die man aus der Berliner Musikszene kennt: Reggie Moore (p), Paul Griesbach (Sax), Joe di Carlo (drums), Craig Burton (voc).

Die Zusammenarbeit mit Lia Andes wird wie folgt beschrieben:

Der aus New York stammende Jazz-Gitarrist und Komponist hat mit berühmten Sängerinnen wie Nina Simone, Anita Moore und Sheila Jordan gearbeitet. Er war festes Bandmitglied vom legendären „Duke Ellington Orchestra“ und kam 1992 mit der Musical Show „Bubbling Brown Sugar“ als musikalischer Leiter nach Berlin. Hier begann die intensive Zusammenarbeit mit Lia Andes. Rudy Stevenson schrieb Songs, die Lia sang und interpretierte. Sie nahmen mehrere CD’s zusammen auf (u.a. „This Masquerade“). (Quelle: Website)

Im Yorckschlösschen von Olaf Dähmlow in Kreuzberg wurde auch die CD Blues March Volume 1 live aufgenommen.

Das Requiem zu seinem Tod, so scheint es nun im Nachhinein, gaben Martina Gebhardt und der Gitarrist Peter Kuhz mit der Veranstaltung vom 11.12.2010 namens „To Rudy with Love“ im Spiegelsalon, Friedbergstr., Berlin-Charlottenburg. Am 12.12.2010 verstarb Rudy Stevenson.

Nun wird am 20.12.2010 für seine Beerdigung gesammelt. Hingehen!