Mi. Mai 25th, 2022

Voormann: „Was die Wurzeln der Beatles angeht, wäre ich in gewisser Hinsicht besser gewesen als Paul.“ (im Interview, Link unten)

Weil Hamburg früher sozusagen Entenschwanzhausen hieß, lesen wir im Interview mit Klaus Voormann vom „verkannten Genie“ am viersaitigen Elektrobass und von Mutmaßungen, wer in dieser Band namens Beatles die bessere Wahl gewesen wäre. Das ist auf jeden Fall ein leicht aufzuklärendes Gerücht: denn mitnichten war Paul McCartney nur Bassist. Er war und ist auch heute noch einer der erfolgreichsten Songschreiber aller Zeiten. Was Klaus Voormann nun wirklich nicht von sich sagen kann, auch wenn er als Bassist (Beispiel: Carly Simon, You´re so vain) mal ein Bassintro aufgenommen hat, dessen man sich als „den Wiedererkennungswert“ des Stücks günstig beeinflussend erinnert. Mehr aber auch nicht. Paul McCartney aber ….

Klaus Voormann hat Zeit seines Lebens viel geleistet und konnte sich später viel leisten, weil er am Starrummel über die Beatles kräftig mitverdiente. Seine späte Lebensleistung besteht aktuell neben vielem Früherem, dass er als Musiker, Produzent und Künstler geleistet hat, im Ausweiden der eigenen Erinnerungen. So weit, so gut. Das angehängte Interview ist lesenswert. Und auch entlarvend: Dass Voormann als Bassist die „bässere Wahl“ gewesen wäre, kann -wer vernünftig nachdenkt- nur verneinen, nein, regelrecht ablehnen. Paul McCartney sagte mal über Klaus Voormann: „Er ist ein Arschloch, und ein Freund.“ Das konnten wir nicht überprüfen. Trotzalledem: lesenswert.

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