137/10: Concert Preview (Berlin): 55 Fifty Five am Do, 20.05.2010 (Kulturbrauerei, Palais)

Fifty Five und die Kugel (Foto: Privatarchiv)

Ende der 80’er feiert Andreas Hommelsheim – Bandleader, Komponist und Texter von Fifty Five – mit seinem Jazz- und Bluesrocklabel Blackbird Music erste Erfolge in Berlin.

Anderslautenden Gerüchten zum Trotz ist der einzige, andere Schwarzvogel Berlins Andreas Hommelsheim mit der Website blackbirds.tv nicht verwandt oder verschwägert. Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht eine gewisse gedankliche Nähe von der Hand zu weisen ist. Schwarz zu schwarz! Black to Black.

Anfang der 90’er bekommt Hommelsheim für den von ihm für Deutschland bearbeiteten und produzierten Soundtrack des Disney-Kassenknüllers „König der Löwen“ Platin für mehr als 250.000 verkaufte CDs. Einer von vielen Höhepunkten für 20 äußerst erfolgreiche Jahre im Filmbusiness.

2010 kehrt er mit seiner neu gegründeten Band Fifty Five zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. Mit Pauken und Trompete(r)n, um es mal so zu sagen!


55 Fifty Five – Live in Berlin (via Youtube)

Fifty Five sind fünf Freunde – allesamt Musikprofis -, die sich schon seit 20 Jahren kennen.

  • Andreas Hommelsheim (synth, dt. Soundtrack zu “König der Löwen”, “Arielle”, „Schneewittchen und die 7 Zwerge“….)
  • Ille (voc, ZigZag, B.O.R.N., diverse Titelsongs für Disneyfilme)
  • Torsten Wagner (gt, Lynn Davis, Roland Kaiser, Band ohne Namen, Jocelyn B.Smith, Reggie Worthy)
  • Simon Pauli (bs, Veronika Fischer, Dirk Zöllner, Silly)
  • Lutz Halfter (dr, Jocelyn B. Smith, Veronika Fischer)

Fifty Five ist leidenschaftlicher Blues-Rock mit einer Prise Jazz, endlich mal wieder Soli, aber vor allem viel Seele und Liebe zum Handwerk und Detail. Live wird die Band mit einigen der besten Berliner Bläser (u.a. Skip Reinhart) sowie charmant besetzten Background-Sängerinnen (u.a. Corie Townsend) verstärkt. Es wird einen fulminanten Auftritt geben. Da kann gar kein Zweifel bestehen. Der Eintritt ist zu niedrig angesetzt für eine solch hochkarätige Record Release Party: gerade mal 5,50 € müssen Musikhungrige berappen. Pläne, das Konzert komplett kostenlos zu veranstalten, wurden zu recht wieder fallen gelassen.

Wie entstand Fifty Five?

Musik zu komponieren und zu produzieren ist für Andreas Hommelsheim Herzenssache. Nach seinem fast 20 Jahre währenden Ausflug in das Filmgeschäft mit zahlreichen Filmmusikbearbeitungen  – für Disney und viele andere – kehrt er Mitte 2009 zu seinen musikalischen Wurzeln zurück.

Für ein Geburtstagskonzert komponiert er 2009 sechzehn neue Tracks und holt sich für die ersten Proben seinen alten Freund Lutz Halfter in den Proberaum. Der Drummer wittert Morgenluft als er das erste Mal hört, was Andreas da vorbereitet hat.

Fehlte zunächst die alles überragende Stimme: Es kann nur einen geben! Ille Illgner, der für Hommelsheim schon die großen Walt Disney Hits einsang! Mit ihm bekommt die Musik von Fifty Five eine unverwechselbare und unbedingt neu zu entdeckende Blues- und Soulstimme.

Drei Wochen später stehen mit Simon Pauli (Bass) und Torsten „Todd“ Wagner (Gitarre) die nächsten beiden überragenden Musikfreunde im Proberaum. Jetzt steht die Band… und wird in den folgenden Monaten peu à peu erweitert, bis schließlich eine 12-köpfige Formation für den ersten Auftritt probt.

Das erste Konzert im Mai 2009 von Fifty Five wird ein Riesenerfolg und schon sammelt sich eine erste Fangemeinde. Ille zeigt sich als alles überragende Bluesstimme und die Arrangements sitzen.

Beim Abhören des Mitschnitts des Konzerts stellen die Fünf fest: wir waren nicht nur gut, wir waren besser!  Andreas Hommelsheim beschließt, „55 Live in Berlin“ als ersten Tonträger von Fifty Five auf den Markt zu bringen.  Am 28.05.2010 ist es soweit.

Fifty Five – die Musik
 16 Tracks Musik! Frei von jeglichem Sozialkitsch, Randgruppenproblematik oder politischem Anspruch, aber mit authentischen Stories und einem Augenzwinkern. Coole und einprägsame Rockgrooves, manchmal auch jazzy, immer mit dem Blues im Gepäck und vor allem: endlich mal wieder mit Solo. Das erinnert an die Robert Cray Band und an Steve Ray Vaughan. Muss es aber nicht. Mag sein, es erinnert uns bald nur noch an eins: an Fifty Five.

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