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821/13: Positionen: Hellseherische Fähigkeiten treiben mich stets ein paar Tage zu früh #Band-Soziologe

Irgendwas.ist.immer

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Im Kontext einer Bandsituation ist der Spruch „Irgendwas ist immer“ eventuell kein Aphorismus im Sinn von „Wir werden immer irgendwie schaffen, miteinander zu spielen, egal was wolle“, sondern als „Defätismus“ im Sinne von: „Es gibt immer einen Grund, warum es wieder nicht klappen wird“ eine sehr gute Befürchtungsgrundlage des Kulturpessimisten. Das Wort „Defätismus“ ist allerdings veraltet, rückwärtsgewandt und bezeichnet ein systematisches „Schlechtreden“ von gesellschaftlichen und politischen Umständen. Ihr ollen, hochjährigen Unken! (Quelle)

Als ich intuitiv spürte, ich müsste für das (alte) Facebook-Profil meine Ikone wechseln und sie (neu) „Irgendwas ist immer“ nennen (siehe oben), hatte ich das sprichwörtlich „im Urin“. Es ist eine Beschreibung meiner metaphysischen Erschöpfung mit Allem und Jedem. Allerdings ohne es genau zu wissen, tat ich es. „Ebony & Ivory live together in perfect harmony.“ Das waren noch Zeiten damals, alles in perfekter Harmonie. Erinnerungen an die Welt vor „Nine Eleven“, wie sie mal war…

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Paul McCartney and Stevie Wonder – Ebony And Ivory (Live at the White House 2010) (via youtube)

Basierend auf den Tasten eines Klaviers steht Ebony (deutsch: Ebenholz) für Schwarz und Ivory (deutsch: Elfenbein) für Weiß, im Allgemeinen handelt das Lied vom friedlichen Zusammenleben aller Menschen, egal welche Hautfarbe sie haben. Zum Schreiben des Liedes wurde McCartney durch einen Satz von Spike Milligan inspiriert: “Black notes, white notes, and you need to play the two to make harmony folks!” Obwohl McCartney das Lied schrieb, sang er das Lied als Duett mit Stevie Wonder, um die Bedeutung des Liedes hervorzuheben.

Erkenntnisse wie diese haben sich bis ins Weiße Haus in Washington vorgekämpft und werden nun von den Mächtigen der Welt eingehend beklatscht. Dabei sind sie so grundlegend wie banal. Ist ja überhaupt eine schräge Zeit: McCartney & Stevie Wonder spielen für den Herrn Präsidenten und Led Zeppelin werden mit einem Liftime Archievement Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Hinterher gibt´s Tee & Gebäck beim Präsidentenpaar Obama.

Sind eigentlich die Konzertkarten zu solchen Events im Weißen Haus ähnlich teuer, wie die Konzertkarten für uns, die Fans der Helden? Oder spielt man beim „meet & great“ mit dem Präsiden eher „für umme“, sozusagen um dem Weltfrieden eine weitere Chance einzuräumen? Weil´s ja auch öffentlich ausgestrahlt wird und das dann so hübsch politisch anzusehen ist? #Nachgedanken

Wo ist der Rock´n Roll des Lebens da hingeraten? War also der Rock´n Roll nur eine moderne Form von Revoluzzion, um endlich nach oben zu kommen? Nach ganz weit oben? Okay, Rock´n Roll ist jetzt da angekommen. Wir müssen neue Musikarten erfinden. Damit auch die Nachwachsenden in, sagen wir, dreißig Jahren dorthin dürfen.

Na egal, „irgendwas ist immer“, warum dich der amerikanische Präsident zu Salzgebäck einladen kann. Geheimtipp: Du darfst nur nicht die geheimen amerikanischen Protokolle leaken, dafür geht´s weiterhin lebenslang in Knast, Bruder. Julian Assange hat sich nicht an diese unbestreitbaren Spielregeln gehalten.

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Van Halen – Eruption Guitar Cover (via youtube)

Bitte nicht ganz ernst zu nehmen: Unsere Gitarristin Tina (14) beim kurzen Warmspielen vor der Proberaumtüre…

Bleiben wir bei Dingen, von denen wir mehr verstehen als von Geheimhaltung und der mehrfach bestätigten, wiewohl irgendwie weisen Altersmeinung dieses Präsidenten, Guantanamo gehöre endlich abgeschafft. Ja ja, genau, das sagt er seit mehreren Jahren. Ist schließlich auch irgendwie kein „Bandcamp“ da, nicht? Allerdings: Sie sollen da mit lautem HipHop und Queen die Häftlinge „musicbordern“, was wörtlich wie sinngemäß so viel wie „waterboarding“ (Link unten) bedeutet. Ersaufen an westlicher Scheiße? Schnauze, Tulip. Es reicht nun wirklich.

Irgendwas ist immer, z.B. warum eine im Vorhinein anberaumte, gewissenhaft eingeloggte Bandprobe letztlich doch nicht stattfinden kann. Gestern war es nur wenige Stunden vor der Probe die kaputte Hand der Gitarristin, die am Abend verabredetermaßen den „Vertretungsbass“ spielen mochte, weil der Bassist mit seinem Chor auf einer Reise unterwegs in den Apalachen ist. Oder anderswo.

Die Probe wurde via Email und SMS rechtzeitig bei den „Fantastischen Restvieren“ von fünf abgesagt. „Da kann man nichts machen“, titelte einer der Absageteilnehmer zurück per SMS und ein anderer wünschte noch schönen Restmai, „wir sehen uns im Juni“. Irgendwas ist immer. Mal sehen, was im Juni immer so ist? Irgendwas wird schon sein. Es muss ja nicht das Bandproben sein.

_link Lotse

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