962/14: Video: Im Artenschutztheater in Moabeat sind die Abende klein, fein und kontinuierlich possierlich!

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Eine Frage der Zeit: Wann kartographiert Google Maps die Neu- Entstehung des vielleicht musikalischsten aller Stadtbezirke Berlins? Die Berichterstattung als Netzrauschen für eine Umbenennung des Arbeiterbezirks in Moabeat wurde längst schon deutlich wahr genommen. Wenn auch verschwommen.

Das Artenschutztheater besteht nun ca. fünf Jahre. Ich bin gerade im Gespräch mit Chris Krauss, Vorstand des Vereins. Räsonieren wir über richtige Philosophie. Das Publikum bahnt sich seinen Weg, ganz von selbst. Mehr wäre gar nicht gut. Über mangelnden Zuspruch oder ausbleibendes Publikum mag man sich nicht beklagen. Das Konzept wird gut angenommen. Manchmal müssen welche draußen bleiben. Schade, eigentlich.

Wie lange geht das jetzt hier noch? Gelächter. Na, ick muss ma pullern. Gelächter. (Zwischenrufe, im Video)

„Groß Werbung machen,“ sagt Chris Krauss, „bringt´s nicht.“ Sie wollen nicht überquillen auf den Rängen, vor lauter Zuschauern. Es bleibt eine Sache hinter vorgehaltener Hand geflüstert, eine Art „Geheimtipp“. Das Publikum ist so unterschiedlich, wie das Programm. Ungewöhnlich der Mix und ganz gelungenes Kleinkunst-Potpourri.

Das Video habe ich im März aufgenommen. Klezmer, die vielleicht sehnsüchtigste und schönste aller „verdammten Weltmusikarten“, auf dem Programm. Dem Publikum hat´s gefallen. Mir auch. Noch mehr Zuschauer, das hätte gestört. So wie es war, war es brillant. Glasklarer Ton, und alles ist erfüllt mir glücklich machendem Simsalabim.

Klezmermusik: Wer´s nicht mag, geht ins Berghain. Mit Einlasskontrolle. Vielleicht kommt ja Lady Gaga dorthin und zeigt Brüste. Ich bleibe in Moabit, nach Klezmer stehn mir alle meine G-Lüste.

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