1610/17: Video: ‚Blueprint‘ – performed by Big Fat Shakin‘ – Eine Ode an eine musikalische Freundin.

Icon Coole Covers

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


BIG FAT SHAKIN´ – BLUEPRINT (OFFICIAL VIDEO 2015)

„Blueprint“ (Rainbirds Cover) from the Single „Razzle Dazzle“ iTunes: http://itun.es/de/rnGM9 Amazon: http://amzn.to/1WA78PP Spotify: http://spoti.fi/1P7yx9S https://www.facebook.com/Bigfatshakin

Man kann über die tödliche Zwangsläufigkeit eines europaweiten, lebenslangen Hitgefängnisses mit Häme und Missgunst nachdenken. Über den im Zweifel teuflischen Fluch, ein Lied verfolgt dich als Künstler ein Leben lang. Gehst du auf die Bühne, kommt gleich die Forderung: Los, spiel mal Blueprint. Aber ist man Blueprint, sein Leben lang? Mitnichten.

Oder man sieht das Gute darin: Dass er einen im Zweifel auch künftig ernährt, wenn der Erfolg mal nicht mehr so groß ist. So muss man den Song „Blueprint“ von Katharina ‚Katja‘ Franck (Rainbirds) Blueprint sehen, meines Erachtens. Und davon ab: Es ist einfach ein unglaublich guter Song, vielleicht sogar einer der Besten aller Zeiten. Ein Evergreen. Dass mir die wunderbare Ausnahmestimme der Rainbirds-Frontfrau hier im gezeigten Cover nicht fehlt, liegt am Rockabilly-Style von Big Fat Shakin‘. Shakin‘ All Over: Das haben Big Fat Shakin‘ prima gelöst. In jeder Hinsicht hörens- und sehenswert.

Möge der Song die wunderbare Inspirationsquelle dieses Videos noch lange gebührlich ernähren. Interessiert euch weiterhin für Katharina ‚Katja‘ Francks musikalisches Machen. Im Zweifel zieht sie das Ding auch ganz allein durch, hörte ich mal. Eine durch und durch Musikerin, die nicht an bestimmte Personen, Bandzusammensetzungen oder Konstruktionen gebunden zu sein scheint. Am I in Love with an Alien – better an idea of an alien? Miles Davis wusste: Über Musik muss man nichts schreiben. Sie steht für sich selbst. Sie ereignet sich: Miles stand häufig mit dem Rücken zum Publikum. Ich halte mal die Klappe.

Blueprint als Rockabilly – Likt ruhig die Facebookseite der Rock-A-Billies (link oben). Das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Liebe & Licht.

Weiterführend

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1393/16: Lied des Tages: Can I Play With U – performed by Prince & Miles Davis

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Prince - Under My Skin

Den Song hat Prince für das Album Tutu (1986) zugesteuert. Und dann die Notbremse gezogen: Er mochte das fertige Album von Miles Davis nicht. Der Saxophonist Eric Leeds kolportierte die große Verehrung, die Prince für Miles Davis empfand. Seinen Charakter, seine Mystik und alles, was Miles Davis als Person kennzeichnet. Nicht zuletzt auch sein bereits vorgelebtes Modell von künstlerischer Unabhängigkeit gegenüber der Sklavenindustrie, dem Musikbiz.

Die Wertschätzung war durchaus gegenseitig. Miles Davis sah in Prince eine Art eigener Reinkarnation.

Weiterführend
Miles Davis & Friends: Penetration – live in Paris (komponiert von Prince für Miles Davis, letztes Konzert von Miles Davis am 10. Juli 91 in Europa, bevor er 2 Monate später verstarb)

 

1391/16: Lied des Tages: Someday My #Prince Will Come (Miles Davis)

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Miles Davis / Someday My Prince Will Come

Liebe und Respekt, someday my Prince has gone.
Someday we´ll meet again, my musical friend! My musical icon!

Wir befragten post mortem Miles Davis (gestern, hier), was er von Prince hält und erfuhren, falls wir es nicht in dessen Biografie gelesen hatten , die hohe Wertschätzung seinerseits. Irgendein Klugscheißer auf facebook entblödet sich nicht zu sagen: „Den Namen und das Symbol gleichzeitig zu verwenden, zeigt deutlich, wie wenig man sich zu Lebzeiten für Prince interessiert hat. Aber Hauptsache, fleißig die Nachrufe teilen.“ Ein Kommentar wie Hammer und Sichel und böse Energie. Das kann man grottig nennen. Oder abwegig.

Heute das Lied des Tages: Someday My Prince Will Come. Klingt nach dem Prinzip Hoffnung. Wie traurig. Wie schade: Am Ende war es im Fahrstuhl von Paisley Park. Obwohl? Ist das nicht sozusagen die Vollführung vom Richtigen? Wir sind noch unschlüssig. Erst nochmal kurz ernsthaft drüber nachdenken. Sonst wird´s durch bloßes Hinschreiben schon zum Fakt. Und irgendjemand kommentiert was Böses. Die Welt ist nicht gerecht. Zeichen der Zeit: Sign O´The Times.

 

1390/15: Nachruf: Prince (* 7. Juni 58 in Minneapolis, Minnesota als Prince Rogers Nelson; † 21. April 16 in Chanhassen, Minnesota)

Kerze (animiert)

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Das mit dem Tätowieren war nie so richtig meins. In meinem Leben habe ich für zwei wichtige Anlässe eine Ausnahme gemacht. Auf einem Oberarm trage ich das chinesische Zeichen für Gleichheit von Mann und Frau und von Menschen aller Rassen, Zugehörigkeiten und Religionen. Auf dem anderen Arm trage ich das Lovesymbol meines großen musikalischen Idols, Vorbilds und gedanklichen Übervaters Prince, den ich verehre, wie kaum einen anderen Musiker. Ich werde das zweite Tatoo ab heute mit besonderen Stolz tragen.

Einer der tiefst intensiven Schmerzen durchzieht meinen Körper und Trauer schüttelt mich. Der Musiker Prince Rogers Nelson ist übereinstimmenden Medienberichten aus Amerika zufolge verstorben. Ersten genaueren Informationen zufolge wurde er im Reich seiner Mitte aufgefunden: Auf dem Anwesen Paisley Park, eine unbekannte Person spricht auf einem Band davon, was sie im Haus vorfand: „einen Mann am Boden, der nicht atmet.” Der Anruf ging gegen 9:30 Uhr Ortszeit ein. (tmz)

Tmz berichtet: 12:25 PM PT — The Sheriff’s department says Prince was found in an elevator at Paisley Park. They performed CPR, but were unable to revive him. He was pronounced dead on the scene at 10:07 AM Central Time. Link: http://www.tmz.com/#ixzz46UfPPZ7h

Der musikalische Zwerg aus Minneapolis hat sich schon früh in mein musikalisches Leben gemischt und als ich ihn die ersten Male wahrnahm, hatte er bereits das Zeug zum absoluten Superstar. Es hat zwar nie einen Sinn ergeben, aber dennoch wurde er stets mit Michael Jackson und als dessen Konkurrent gehandelt. Bullshit.

Wie vieles, was über ihn zu lesen war, Bullshit war.

Der Mann war einfach nur ein musikalischer Gigant, vielleicht sogar ohne Übertreibung zu vergleichen mit klassischen Meistern wie Ludwig von Beethoven oder Mozart. Der kleine Mann an der Gitarre, der so himmelhochjauchzendes Falsett beherrschte und vollgefüllt mit Zärtlichkeit und Einfühlsamkeit singen konnte, um sogleich als Meister des Heart`n Heavy Pfunk zu reüssieren. Er gab einer ganzen Generation den Beat, all den Motherfuckern draußen und er war stolz. Er war der sexy MF. Damn. Und verdammt stolz.

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1195/15: Video: Neue CD Lorenz Kellhuber Trio veröffentlicht „State Of Mind“ und Fisch wie dieser gehört zur Weltklasse

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Lorenz Kellhuber Trio – „State Of Mind“ (EPK) – New album out on May 22nd

Homepage: http://www.lorenzkellhuber.com
Facebook: http://www.facebook.com/LorenzKellhuber

Lorenz Kellhuber Trio:
Lorenz Kellhuber (p)
Arne Huber (b)
Gabriel Hahn (dr)
Filmed by Martin Kellhuber
Post Production by Felizian Stockinger
© 2015 Blackbird Music
http://www.blackbird-music.de

Was ist das eigentlich für eine Band, die so wie das Lorenz Kellhuber Trio solche, irgendwie komplett frei fliegende Musik herstellt mit Bravour und vornehmer Noblesse? Die so, als wäre sie gar nicht aufgeschrieben, aus einem vollkommen freien, träumerischen Moment entstanden sein könnte und eher meditativ daherkommt?

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1083/14: Video: Kleine Nachtmusik von Miles Davis „So What“

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Miles Davis – „So What“ (via Vimeo)

Wenn die Sängerin auf die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit in Sachen JAZZ sagt: „Ich komme gerade vom Jamie-Cullum-Konzert. Ich höre mir Eure Musik später an, das ist gerechter.“ – Wenn du sie für ihre sportliche Fairness und ihren klugen Weitblick plötzlich sehr wertschätzt. Das ist #Jazz (vielleicht).

Seine Bio gehört zum Besten, was ich je gelesen habe. Eine Moritaten- und Zitatensammlung erster Kajüte. – Kleine Nachtmusik.

Eins der ganz großen Stück der Weltjazzmusikgeschichtsschreibung. Eine Legende, ein „historischer Schmachtfetzen“ (Verschlagwortung hier)

972/14: Video: Eva Cassidy´s Version von „Time After Time“

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Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Eva Cassidy – Time After Time

Fields Of Gold widerspiegeln die Sehnsucht nach berührendem Liedmaterial ohne lauten Krach und voll von schöner Unverzerrtheit, glasklarem Klang und innerer Eingekehrtheit.

Eva Cassidy starb 1996 in Maryland, USA. Sie hatte Hautkrebs. Zum Song „Time After Time“ sind Informationen hier verfügbar. Miles Davis hat den Song mal „gecovert“. Und das will schon was heißen. Man müsste diesen Song wohl irgendwo in die Hunderter-Liste der besten Popsongs aller Zeiten einordnen. Und zwar im vorderen Viertel. So, jetzt rechnet bitte selbst mal nach.

745/12: Historie: Die Geschichte um das Album „Bitches Brew“ von Miles Davis #Filmdokumentation

...he want´s this album to be called "Bitches Brew"

…he want´s this album to be called „Bitches Brew“

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Die Geschichte des Jazz: Fusion: Bitches Brew

Das ist eine schöne (leider viel zu kurze Kurz-)Dokumentation, die unbedingt hierhin gehört. Viel Spaß.

(Foto gefunden: lettersofnote.com via Peter Glaser, danke)

 

 

500/11: Video: John Lennon spielte mit Miles Davis Basketball, während Yoko das Kind umhegte…

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Was einen erwartetet: Footage der Austellung von John & Yoko in Syracuse, von John´s Geburtstagsparty 1972 und Ausschnitte aus dem „One To Tone“ Concert in MSG, weiterer Footagestuff aus Allen Klein´s Haus, dem damaligen Manager der Rolling Stones und zeitweisen Weggefährten der Beatles (allerdings mit Widerwillen durch Paul McCartney) bzw. von John Lennon´s Soloprojekten

Schlecht lebte es sich nicht als Rockstar, bzw. als Jazzmusiker von Weltruf, will man meinen, wenn man diesen „footage stuff“, diverse Videoschnipsel aus dem Privatleben von John Lennon durchschaut. Sie ließen es sich gut gehen, feierten und waren immer ein bisschen „jeck“ drauf. Andy Warhol war dabei, als 1972 John Lennon Geburtstag feierte und Miles Davis, sonst eher bekannt für Unsportlichkeit infolge erheblichen Drogenkonsums. Doch die Körper waren noch nicht so ausgezehrt, und irgendwie war man auch noch lange nicht tot.

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418/11: Geburtstag: Happy birthday, Neil Diamond! – Eine Songwriterlegende wird 70!

Banner Legenden: Historische Schmachtfetzen

Ich legte die CD „Sketches Of Spain“ von Miles Davis, erschienen 1960, ein und schlug den Anderen vor, sich mal die spanisch anmutenden Trompetensätze auf der Scheibe anzuhören. Nach kurzem sagte der Gitarrist zu mir, er legt jetzt mal was anderes auf. Das macht ihn depressiv. Er lachte, das fand er lustig. Miles Davis macht ihn depressiv, sagt er: Selbst schuld. Für gute Musik muss man sich „das Ohr“ hart erarbeiten! Dieselben nicht so schnell zumachen. Nicht so oberflächlich bleiben. Es ist schon ein ganzer Lebensentwurf, „open minded“ für Neues zu sein und es vor allem zu bleiben. Nicht jedermanns Sache…

So erging es mir auch mit Neil Diamond, nein, nicht so, sondern so ähnlich. Der Unterschied: Ich war erheblich jünger. Es war in den frühen Siebzigern, wann genau erinnere ich nicht mehr so genau. Song sung blue war so ein Song, dem ich zunächst nichts abgewinnen mochte und irgendwie fand ich auch, er sei eher irgendwie „spießbürgerlich“. Allerdings gab es noch einige andere Songs dieses Sängers Neil Diamond, und ich muss rückblickend sagen, dass sich seine Ideen für gute Songs in meinem Gehirn festgefressen haben, heute bin ich voll guter Gedanken, wenn ich Neil Diamond vor meinem geistigen Auge zum 70-sten Geburtstag gratuliere.

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340/10: Gigs, Reviews: Rolf Neetzel (g) + Ulrike Hofmann (voc) geben Klavier die Seele wieder, mit Kupferdraht!

„Kupferdraht ist ein wunderbares Material, man kann viel mit ihm machen. Es ist vor allen ein Verbindungselement.“ (sagt Ulrike Hofmann)

Darf man zwischen zwei Abschnitten desselben Satzes klatschen? Was aber sind Sätze in einer Installation namens Klang? Eventuell ein Satz mit X? Rolf Neetzel (Gitarrist, Berlin-Schöneberg) und Ulrike Hofmann (Theaterverlegerin, Berlin-Ebenda) haben Fahnen ausgerollt, die man nicht sieht. Klangfahnen sind´s.

In Berlin-Schöneberg leben und arbeiten seit je viele Künstler, Maler, Literaten und Musiker. Die Bildende Kunst hat mit der UDK (Universität der Künste) einen festen Standort in der Grunewaldstraße. 25 Galerien und Ateliers im weiteren Umkreis der Akazienstraße öffnen ganztägig ihre Pforten für die Liebhaber moderner Kunst. Jede Galerie und jedes Atelier bietet ein eigenes Programm. (Quelle: schoeneberger-norden.de)

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224/10: FotoPaparazzi: Legende J.-E. Berendt schrieb 1953 das Jazzbuch #Historische Schinken

FotoPodcast: Schautafel - Das Jazzbuch (1953)

FotoPodcast: Schautafel - Das Jazzbuch (1953)

Damals hieß Jazzmusik noch „Negermusik“, niemand nahm daran Anstoß. Heute undenkbar. Wie geschnitten Brot verkaufte sich dieses Buch und es stand bald in Deutschlands Gelsenkirchener Barock-Wohnzimmern (tja, Jüngere, mal nach googlen…, ich mein, nach den Wohnzimmern!). Joachim-Ernst Berendt ist sicherheitshalber verlinkt. Der Mann war mal wichtig in Deutschland. Das Foto zeigt ein Schaubild aus der 4. Auflage der 1953 erschienenen Erstveröffentlichung.

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187/10: Blackbirdianisches Wissen: radioEINS hat gründlich versagt, zum Formatradio, zur FußballWM!

Geistiges „namedropping“: Irgendwo eine Sendung namens „Wissen macht Ahhh“. Erinnerung nicht minder. „Living in the past“ (Jethro Tull), anstatt hier und heute. „Ich & Ich“ im Niemandsland von Miles Davis Memoiren, er sagt seinerzeit:

Da gibt es so viel über diese Musik zu sagen. Ich beabsichtige nicht viel zu erklären, denn das ist dumm, die Musik spricht für sich selbst …“ (Miles Davis, über sein Album Bitches Brew)

Heute ist der richtige Tag, einen der wenigen überhaupt noch anhörbaren Radiosender in Berlin und Umgebung zu rügen. Milde Medienschelte. Unterlassungssünde pur. Noch weitere „auf der Pfanne“, aber wer hat schon was von Generalabrechnung gesagt? Im Übrigen ist nun Fußball-WM, kein Thema dieser Website, aber es gibt Parallelen dazu: Es geht um 1:0, 1:1, 1:2, 2:1 undsoweiter…

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