So. Mrz 3rd, 2024
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20.01.24 #TheMusicOfQueenLive #Tempodrom #Kreuzberg #TTT #Tulipstagram
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Die Protagonisten sind nicht nordish by nature. Dem Vernehmen nach aus dem Süden Deutschlands, von Bamberg ist die Rede, auch Heidelberg, Mannheim und so. Gewiefte Musiker, ein Quintett Musiker Voc, G, B, Keyb, Dr. (nicht MusikerInnen), die sich um den Hauptprotagonisten Valentin L. Findling auf der Bühne im gutgefüllten Tempodrom aufstellen. Findling ist der Findling, um ihn kreist an diesem Abend die Welt.

Es ist ein Berlin-Debüt. Als Musiker vermisse ich gestackte Vox AC30-Racks (Gitarrenverstärker), wie Dr. Brian May sie nutzt, als ich als Berichterstatter Ordner in der Berliner Waldbühne war. Zu Lebzeiten von „uns Freddie“ bewachte ich anno zwirn den Soundcheck. Der von Brian May blieb bei mir kleben: Wer Soundchecks wie diese mal miterlebte, bevor Besucher einströmten, vergisst diese Wände – Walls of Sound – von Brian May nicht mehr. Ist lange her.

20.01.24 #TheMusicOfQueenLive #Ticket #TTT #Tulipstagram
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Aktuell erscheint am Abend des 20. Januar die Band pünktlich auf der Bühne. Man spielt sich erst einmal bisschen warm. Dass nun Valentin L. Findling mit einem metallenen Restknie vom Mikrofonarm auf die Bühne stürmt, ist bereits ganz klar Freddie alike.

Entschlossen Faust, Revolutionär Vladimir Ilitsch Lenin lässt Leo Trotzki heftig grüßen, wütet der Derwisch in genau auschoreografiertem Benimmse von links nach rechts und nach hinten zum Drummer und zurück nach vorn zur Bühnenkante. Faust!

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20.01.24: Das Tempodrom war gut gefüllt

Sein Outfit besticht in Jacke currygelb, mit weißen Sporthosen und rotem Beinstreifen, Turnschuhen. Stilikonisch ist das Outfit, wunderbar dem Original Freddie recht exakt nachempfunden. Egal wieviel Curry Du isst. Freddie isst mehr Curry. (aus Spezialistengruppe Musikerwitze, unserem Facebook-Projekt)

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Der ganze Abend kann sicher als ausgeklügeltes Geschäftsmodell gelten. Mit welcher anderen Band könnte eine gut eingespielte Band einen Abend lang große Hallen bespielen, sicheres Auskommen für mehr als vier Musiker (fünf) erwirtschaften, plus Crew, Nightliner, Sattelschlepper? Richtig: Mit Queen.

Verehrer des vielleicht besten Rocksängers aller Zeiten sind deutlich ältere Menschen, von denen wenige gehen: Zu laut. Und viele, viele Jüngere. Deswegen bleiben alle anderen. Denn es wird kein bitteres Ende geben.

Der Berichterstatter nimmt Lapsen (Plural Lapsus) hin. Stilistische Missgriffe kaum erträglich arbeitender Security-Kräfte. Sänger Valentin L. Findling gibt Anweisungen ans Publikum, er autorisiert Sachen wie „Tanzt“, „Nehmt Euch in den Arm“ oder „Singt mit“ „Fühlt Euch wohl“. Die kleine, unscheinbare, weibliche Securitykraft spricht mich an und fordert, ich „solle den Gang“ vor der Bühne frei machen, mich auf meinen Stuhl setzen. Genau das Gegenteil der Order von „ganz oben“. Findling hatte alle eingeladen, ordentlich Party zu machen. Nicht mit dieser Security. Vor allem: Ich verstehe es  nicht. Die Worte von der Bühne passen nicht zu diesen Ordnungsfanatikern.

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Die Musiker: Valentin L. Findling (voc/p) –

Ein dicklicher männlicher Ordner kommt nun hinzu, um mir gegenüber seiner Kollegin den notwendigen Nachdruck zu geben. Ich höre von ihm: „Meine Kollegin hatte Ihnen ganz freundlich gesagt, …“. Ich denke. „Dicker, Du Idiot.“ – und sage was ganz anderes. Spielerisch damit umgehen. Ich war (siehe oben) selbst Ordner Anfang der Achtziger Jahre, in größeren Locations als hier. Der kleine Dickliche ist mir lächerlich. Schlechtbezahlter Amtsträger, dem man Macht gibt und heute hat er sie mal. Also entgegne ich klug: „Du, ich hab sie gar nicht richtig verstanden.“ Nun schaltet er einen Gang zurück. Dann wir er den Gang ganz frei machen von Tanzenden, entschlossen, entschieden und ….lächerlich. Die Security im Tempodrom kriegt Punktabzug für Securitykräfte wie diese, aber auch für Handtaschen-Mitnehmregeln wie „maximal DIN A4“. Die Preise der Erfrischungsgetränke sind total überteuert.

Der ganze Abend ist dank des Bandprojekts „The Music of Queen – live“ ein Abend der Extraklasse. Die Band erfüllt alle in sie gesetzten Erwartungen. Die einzelnen Musiker brillieren immer wieder mit kleineren und größeren Soloeinlagen. Dabei zeichnen sie auch ikonografische Klang- und Melodiemuster, bekannte Phrasierungen und Attitüden ihrer großen Bühnenvorbilder einfühlsam nach. Als absolutes Highlight sticht Valentin L. Findling aus dieser Blue Men Group (Blaupause) à la Queen aus der Band nach oben heraus.

Als Geschäftsmodell einer merkantilen künftigen Konzertreise mit sicherem Auskommen für die Musiker dieser Formation haben wir nach unserem Abend königlicher Erinnerungen den Eindruck, dass es diese Band noch viel weiter nach oben schaffen wird, auch wenn in Folge des Ablebens von Freddie mit nur 45 Jahren der Blumenstrauß künftiger Bühnengroßprojekte eingeschränkt ist.

Langweilig wurde dieser Abend keinen Moment lang. Ich persönlich war insbesondere auf die Qualität der Darbietung von Bohemian Rhapsody sehr gespannt – Mit der Darbietung kann nicht nur ich leben, wie Sänger Vladimir L. Findling die Entscheidungskette erläutert, die Band hätte „da tatsächlich einen Weg gefunden, das Stück live zu spielen.“ Hier hätte ich gern noch genauere Informationen zu den Schwierigkeiten gehabt. Sicherlich bin ich als Musiker nicht repräsentaiver Zuhörer/Zuschauer eines solchen großen Fandangos.

Bismilla! Ich könnte schreiben. Geweint hab ich nur kurz, denn Bohemian Rhapsody fiel sehr sehr überzeugend aus.

Mein Chapeau:

Diese Karten kann man bedenkenlos kaufen und wird nicht enttäuscht. Wie ich weiß, besucht Dr. Brian May immer wieder -weltweit- Veranstaltungen von Queen-Tribute-Bands. Brian: Es lohnt. It’s worth it.

Danke. Geiler Abend.

Playlist:
Intro
One Vision
Tie Your Mother Down
A Kind Of Magic
Crazy Little Thing Called Love
Fat Bottomed Girls
Another One Bites The Dust
Guitar Solo
Killer Queen
Somebody To Love
Don’t Stop Me Now
Bohemian Rhapsody
Radio Ga Ga
Ay-Oh
Hammer To Fall
Keyboard Solo
I Want To Break Free
Drum Solo
Under Pressure
Love Of My Life
Dragon Attack
Friends Will Be Friends
I Want It All
Who Wants To Live Forever
We Will Rock You
We Are The Champions
The Show Must Go On

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