Mi. Mai 18th, 2022
Berufsmusiker als Opfer der Technik
Berufsmusiker als Opfer der Technik
Berufsmusiker als Opfer der Technik

Musik vom lebenden Orchester, schön!!! Wenn ich da aber an das „rallentando“ eines ehemaligen Bassisten denk.. *böse grins* (sagt Spezialist Olaf Bender, Fachjuror der Expertenkommission Musikerwitze auf facebook in den Kommentaren zum gezeigten Bild)

Kann mechanische Musik und Musik-Übertragung die lebendige Musik vollwertig ersetzen? Nein! Niemals! Nicht Tonfilm… Nicht Rundfunk… Nicht Grammophon… bieten wirkliche Musik mit natürlichem Ton. Darum fordere man im Kino…im Café…im Restaurant…Musik vom lebenden Orchester, nur sie hat guten Klang.

Das Foto ist derzeit Gegenstand eines Like-Storms (Gegenteil von Shitstorm) in der Spezialistengruppe: Musikerwitze.“

screenshot Rupert´s Kitchen Orchestra
screenshot Rupert´s Kitchen Orchestra

Während die Welt angesichts des Obigen still und leise vor sich hin lacht, fordert Rupert´s Kitchen Orchestra funkophil aus Berlin: „Klaus, lass mich aus dem Vertrag raus!“ Und sagt sinngemäß, es sei in Berlin unter den gegebenem Umständen schwierig, mit Veranstaltern zusammen zu arbeiten, deren vertragliche Bedingungen einen bis zur künstlerischen Unfreiheit knebeln. Der Song ist unten weiterführend verlinkt und verdient Beachtung. Im global village Berlin ist angesichts dieses Songtexts klar, was gemeint ist. Im Song heißt er Klaus. Im wirklichen Leben geht es um Emotionalität, Wut, Verzweiflung und die „hire & fire“-Mentalität eines bei uns früher als gut angesehenen Livemusiklokals.

[audio:http://indiecurrent.com/wp-content/uploads/2011/03/04-Klaus.mp3]
via indiecurrent.com: Lied des Tages „Klaus“ Artikellink unten

Wikipedia sagt: „rallentando (ital. „nachlassend, erschlaffend“, Abk.: rallent., rall.) ist eine musikalische Vortragsbezeichnung, die ein Nachlassen des Tempos erfordert, oft im Sinne eines weichen Übergangs von einem schnelleren zu einem langsameren Tempo. Eine ähnliche Bedeutung hat ritardando, wogegen ritenuto zwar auch eine Zurücknahme des Tempos verlangt, jedoch nicht im Sinne einer allmählichen, sondern einer sofortigen Verlangsamung.“ – Und deswegen darf ohnehin niemand ausführen, die Musik, ihr Vortrag, sei „ejakulativ“ gewesen. Bei den Bananenschnecken übrigens ist der „ejakulative Trakt“ wenig bis gar nicht entwickelt. Nö, das bitte nicht, deswegen.

Was am Ende machen wir, wenn die einst lebenden Orchester aussterben? Weil die Landschaft verödet, gute Livemusik nur noch darbt und Veranstalter nur noch mainstream-Scheiß veranstalten, den die Touris mögen und dazu gibt es Tapas, Rotwein und Thymianbrot? Anstatt gute Musik?

Wohl, weil uns das historische Politplakat an die Gegenwart erinnert, findet es viele Liebhaber. Witzig, weil uns darüber übel würde. Oder?

_link Lotse

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