Mi.. Okt. 14th, 2026
#Verdingslichung_Icon
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14.10.26 Ich bin nicht, was Du von mir denkst. Du bist, was Du von mir denkst. #IchundIchundDu #TulipKI #Tulipstagram
14.10.26 Ich bin nicht, was Du von mir denkst. Du bist, was Du von mir denkst. #IchundIchundDu #TulipKI #Tulipstagram

Social media spülte mir Bernd (…) Höcke in die Timeline. Kern: „Kann man noch guten Gewissens ein deutsches Auto kaufen? Mit BMW geht es bergab, weil sie keinen Dienstwagen liefern und VW ist viel zu woke, um zu überleben. Es ist ganz schön krude. Allerdings bin ich entsetzt. Ich habe noch nie dem Höcke einen Kommentar runtergeholt. Mein erstes Mal: „Ich darf doch Bernd sagen, Björn?“ – Egal. Ich kommentiere.

„Mit Befremden stellte ich fest, dass mir ein Alkorhythmus (alkoholisiertes Trommelschlagen) offensichtlich einen Bären aufbinden möchte und mich für einen Interessenten hält. Das ist ganz klar nicht der Fall. Ich werde dies Profil stumm- und ausschalten, um nicht weiter irrelevante Nachrichten aus Thüringen zu erhalten, von einem Mann, dessen ganze Einstellung zu vielen Themen des Lebens ich von Grundauf verachte. Dass Mitglieder seiner Partei keinen BMW als Dienstwagen fahren sollen, halte ich für einen guten Grund, einmal einen BMW ins Kalkül zu ziehen. Höcke hat auch Recht: Volkswagen ging es im Nationalsozialismus gut früher und ist jetzt mit dem Niedergang bedroht, weil Volkswagen jetzt zu woke ist. Wie lächerlich.

Die Probleme liegen nicht auf AfD-Intelligenzniveau, für das man keinen handelsüblichen Wagenheber findet (es gibt ihn nicht). Wie schön, dass ich noch ein letztes Mal Meinungsfreiheit zum Ausdruck bringen kann, bevor ich nun diese Höcksche Rattenlinie verlasse wie ein sinkendes Schiff im Golf von Genua. Das Leben stellt die allerhärtesten Prüfungen zum Durchstehen bereit. Wie schön, nochmal bewusst zu lesen, wie viele Facebook-Leser hier spießbürgerlichen Dünnpfiff von sich geben, ohne zu gewärtigen, dass sie längst im blauen Sickerschacht der Kläranlage gelandet sind.“

Von Bedeutung ist auch der Fall Colin Fernandez. Die Staatsanwaltschaft teilt öffentlich mit, das Verfahren komme nicht voran, weil Fernandez nicht zuarbeitet. – Das triggert mich, ich habe ähnliche Erfahrungen in strafrechtlichen Verfahren. Ich nenne es #Verdingslichung. Ich kommentiere den Sachverhalt auf Facebook wie folgt.

Meiner Meinung nach muss sie nicht zuarbeiten. Die Polizei muss zutreffend ermitteln. Ich kriege es auch immer mit bei Strafanzeigen. Die Dinge werden nicht bearbeitet. Die Polizei versendet merkwürdige Formulare, die in erster Linie Bürokratie sind. Und immer erst Monate später. Ist Absicht. Ausbremsen

Das entspricht wirklich meinen konkreten Erfahrungen. Auf Facebook ist das Echo 24 (Like) zu 9 (Lachen-Smiley). Ich erlaube mir folgendes: „Für die „Lach-Smiley“-Apologeten: Lasst einen kurzen Kommentar da, was so lustig ist. Ich möchte an Euch wachsen.“ Nun melden sich paar Lach-Apologeten zu Wort, das sind die Menschen, die mit einem Lachen psychologisch zeigen: Was für eine dumme Frage. Was für ein Dummkopf. Sie schreiben mir einiges. Nur es passt gar nicht zu meinem Kommentar. Versteht doch, denke ich, wenn Ihr es nicht versteht, einfach mal die Schnauze halten. Ich beendige dieses Rezitat von unerträglicher, gequirlter Scheiße.

Die Polizei hat ha auch noch wirklich wichtige Aufgaben!…Schließlich zahlen wir ja auch noch Steuern dafür! (schreibt Spießbürger Tobias) – Ein anderer schreibt mir: „So funktioniert der Rechtsstaat nicht. Sie können nicht 20 Personen wegen irgendetwas anzeigen und hoffen, dass die Polizei eine Leiche im Keller findet. (schreibt Sven)

Tobias, frag mal Collin. Sven: Eine intelligente Kommentierung. Wer macht denn sowas? Ich jedenfalls nicht. Die Kommentare passen nicht zum Gesagten. Sie sind Selbstbildnisse ihrer Verfasser.- Abschließend will ich was festhalten. Auf Einzelne kommt es gar nicht an. Die Summe zählt. Die Masse wählt, in Berlin gerade mal eine ganz schwierige Parlamentszusammensetzung. Doch das nur am Rande.

Trenner.Mikrofon

14.10.26 Effizient im Thread, früher Fit im Schritt #Gossenjargon #FitimSchritt #TTT #Tulipstagram
14.10.26 Effizient im Thread, früher Fit im Schritt #Gossenjargon #FitimSchritt #TTT #Tulipstagram

Ich bewege mich viel auf Social media und beobachte gerne Phänomene, Soziologien. Was ich heute hervorhebenswert finde: Es ist dies immer Vorhersehbare, wie Postings (Leitgeschichten, auch Leidgeschichten) auf der Subebene (Kommentare) ganz andere Vorkommnisse werden. Zu etwas Ausgedachtem. Oben habe ich angemerkt, die Staatsanwaltschaft hätte mangelnde Zuarbeit von CF als Begründung herangezogen. Deswegen kommen sie nicht voran. Ich habe eigenen Beobachtungen verknüpft und gesagt, es sei eine Problembewältigungstaktik bei Aktenvorgängen, die man sonst nicht tot kriegt. Wiederholung des Oben Geschriebenen nicht erforderlich. Wie üblich herrscht nun eine Lagerbildung in der Kommentargesellschaft.

Diese lässt sich grob aufteilen:

(a) Diejenigen die etwas lesen, aber es geht sie eigentlich gar nichts an. Sie denken sich da einfach auch gar nicht tief rein. Vielleicht können sie es auch gar nicht. Trotzdem triggert es sie. Sie fliegen an den Kommentarspalten herunter und haschen einen kurzen Blick. Es ist ein bloßes Haschen nach dem Wind. Wer weiß es schon genau? Sie nicht. Dann lassen sie eine Kotbombe platzen. Ein sozialer Störlink. Von nichts ne Ahnung, aber mitreden.

(b) Es gibt Idioten, die jeden Kommentar eines Anderen auf mangelnde Kompetenz zurückführen. Fachidioten? Volljuristen? Harharhar, Idiot, kommentieren sie, der versteht nicht, wie Strafverfolgung funktioniert. „Du weißt aber schon, wie das Wesen der deutschen Justiz ist?“ Ein bisserl dummdreist.

(c) Es gibt denkfaule Spießbürger, die immer hinnehmen, was geschieht und es niemals hinterfragen. Solchen Menschen kann man nicht damit kommen, die Justiz schiebe auf Opfer bürokratische Formalismen, anstatt eine Strafverfolgung zu veranstalten, die diesen Namen verdient. Müsste man eine Vergewaltigte bitten, die Vergewaltigung nochmal mit einem Polizeikollegen nachzustellen oder würde man den Aktendeckel zumachen, wenn das Opfer mangels Mitwirkung nicht mitwirkt? Die Frage ist absurd und schmerzhaft. Der Spießer allerdings kann so weit nicht denken: Es liegt außerhalb seiner Vorstellungskraft. Er sagt, es ist das Wesen der Strafverfolgung, Opfer müssten gedeihlich mitwirken. Dies sei das Wesen. – Ich will mich kurz fassen: Ich finde nützlich, sich dieses Verhalten ganz klar vor Augen zu führen. Jede dieser Phänotypen mischt sich mit den Anderen. Die Anderen, das sind wir.- Es gibt die Vernünftigen, die ich nicht unerwähnt lasse. Danke für die Geduld. Ich schreibe sowas gern auf. Ich spiegele es als #Medienspiegel
Antworten

Es steht auch jede Menge weiterer Scheiß da, aber das hat alles nichts mit dem Fall Colin Fernandez zu tun. Wie schrecklich Social media ist.

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