1946/20 #Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, Autoren: Henry Steinbau, Marco Saß – L+H Verlag Berlin #QuartierLatin

B3 - Fake News (B3 Berlin, Band)

B3 – Fake News (B3 Berlin, Band)

Buch Quartier Latin - Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram

Buch Quartier Latin – Berlins legendärer Musikladen 1970-1989 368 Seiten, L+H Verlag Berlin #QuartierLatin #TTT #Tulipstagram


B3 Berlin – Fake News

Andreas Hommelsheim (p, kb)
Ron Spielman (voc, g)
Lutz Halfter (dr)
Gérard Batrya (b)
B3 on Spotify: https://sptfy.com/2nQF
B3 on Facebook: https://www.facebook.com/B3Berlin/
Download and stream „Fake News“ by B3: https://backl.ink/14254284
Song and video were made without B3 bassist Gérard Batrya who had to stay in his homeland France due to the corona pandemic.
Recorded and mixed by Heiko Gigner at Blackbird Music Studio, Berlin http://www.blackbird-music-studio.de
Film by Erik Schütz / GoodBY Production https://www.goodbyproduction.com
© 2020 Blackbird Music http://www.blackbird-music.de
#b3berlin #fakenews #jazzrock

Henry Steinhau kenne ich seit ca. 1983 (geschätzt) als journalistischen Texten, die Mensch gern liest. Seine Texte waren Die Wahrheit. So hieß die Zeitung. Wunderbares Labeling, wenn einer Dinge aufzuschreiben beginnt, die sich alsbald einen gewissen Ruf erarbeiteten. Marco Saß lernte ich meiner Erinnerung nach im selben Jahr unabhängig davon kennen, da er Sohn von Manfred Manne Saß ist, jenem Mann mit dem Papagei. Marco hatte damals schon immer eine Kamera am Mann. Steinhau und Marco Saß gehören in die DNA der Kultur-Enklave West-Berlin.

Heute ist an der Potsdamer Str. (96) der Wintergarten der Baufirma Kuthe (Freymuth, Spandau). In Westberliner Zeiten der Jahre 1970 bis 1989 betrieb Manfred Manne Saß mit Frau Christa das Quartier Latin, einen Livemusikclub, der auch Sprungbrett war für Musiker, vor einem größeren, relevanten Publikum aufzutreten. Nationale und internationale Künstler fanden hierher. Einer der emsigsten der amerikanische Bluesmusiker Champion Jack Dupree. Hausherr Manne Saß verstand sich mit Champion Jack Dupree blendend, beide waren Smutjes gewesen, Schiffsköche. Eine Art frühere Rote Gourmet Fraktion? Lecker Zeiten.

Dagegen heute alles anders: Wir befinden uns mitten in einer weltweiten Pandemie, ein paar Clubs werden den Löffel abgegeben haben. Die jetzt noch wieder aufmachen, kommen nicht ohne Blessuren aus tiefroten Zahlen. Wäre der Niedergang nur noch mit Komasaufen für die Gastwirte aufzuhalten? Es wird was hängen geblieben sein, bei den Gastwirten, mindestens blaue Flecke. Zum Beispiel die gestundeten Mietzahlungen, ein Erlass war nicht Teil des Nicht-Spielprogramms. Noch liegt eine Bilanz nicht vor, wir werden sicher bis zum Jahresende genaues wissen. Nachrichten über die an Corona gestorbene Berliner Lokalszene sind bis dato unbewiesen: Fake News. Die große Plapper: Szene-Gerede.

Populismus: Weltweit pandemisch wie Corona, zerzauste britische, wirre Premiers, amerikanische Orange Utahs, die ihre Berater fragen, ob Norwegen ein Teil von Russland ist  – und via Twitter immer schön populistisch, flach Zange. Es muss dem Volk gefallen. Wie werden wir diese Geißel je wieder los? „Wir fahren jetzt nach West-Berlin, Wahnsinn.“ (Lilli Berlin) Oder ganz zurück, in die Zeit bevor es begann. Fake News konnten sich damals nicht so schnell verbreiten, es gab viel weniger Parallelwahrheit.

Vorwärts hinein in die Vergangenheit: An die Potse, Potsdamer Str., vom Potsdamer Platz, gedachte Verlängerung Richtung Kleistpark. Quer durch. Paar 100 Meter weiter links wohnte David Bowie über dem Schwulenclub Anderes Ufer. Iggy Pop war oft zu Besuch bei Bowie. Berlin: Großstadt-Dschungel, aber doch klein, funktionierend umzäunt und an der Nürnberger Str. der Club gleichen Namens. Mal sehen, was im Dschungel läuft? (Ideal)

Karrieren wurden im Quartier Latin angezündelt. Udo Lindenberg spielte bereits 1974 hier. Sein Schlagzeuger Bertram Berte Engel trat mit seinem Brüder als Gebrüder Engel auf. Spektakuläre große Erstauftritte lieferte 1978 die aus Musikern der Lokomotive Kreuzberg als Nina Hagen Band der Ausnahmesängerin und Godmother of Punk Nina „Farbfilm“ Hagen ab. Apropos Nena Hagen: 1982 debütierte die Band NENA, unter den Fittichen des Fotografen und gewieften Musikmanagers Günter Jim Rakete (hier). 1983 nahm der Berichterstatter als Mitglied der Jury des Berliner Senatsrockwettbewerbs ROCK NEWS den Ärzten ihren Gassenhauer Anneliese Schmidt ab, die Ärzte blieben Sieger des Wettbewerbs. Der Rest ist Musikgeschichte.

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1942/20 #Tageslied – Need Your Love So Bad (performed by Franz de Bÿl and his Band #Vinÿl (13.06.20)) at the Art Stalker Berlin

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Volker Hauptvogel - Fleischers Blues

Volker Hauptvogel – Fleischers Blues


Franz de Bÿl & His Band #Vinÿl – Need Your Love So Bad (Live at Art Stalker, Berlin 13.06.2020)

Franz de Bÿl – Gesang und Gitarre
Jens Saleh – Bass
Tommy T. Tulip – Schlagzeug und Gesang
Stephan Hoppe – Piano, Harp und Gesang

Wenn Fleischer den Blues hat, erfährt man über ihn und sein Leben, wenn man das gleichnamige Buch von Volker Hauptvogel bestellt und liest. Kategorie: Leseempfehlung ***** Sterne deluxe) – Aber: Worum geht es denn im Blues? Um alte Männer, Rum-Verschnitt, Southern Comfort und die Liebe des Lebens, wenn er ihr einen Kühlschrank gekauft hat? Einen Pink Cadillac? Oder die Big Black Maria? Die Frau ist weg, und er beklagt ihr fern sein. Ein bisserl Lobhudeln auf das, was man verloren hat und nie wieder kriegt. Scheiß-Geschlechterkampf.

Und er beklagt sich, ranseiert, zetert: „Ich brauch Deine Liebe wie blöde.“

Apropos alte Männer: Der ALTAMANN war so freundlich, die Kamera auf dieses Event zu halten und gnadenlos mitzufilmen, was wir hier sehen.

Gut geworden. Die Band sagt Danke schön. Franz de Bÿl and his Band #Vinÿl kann man am Mittwoch, den 01.07.2020 um 20 Uhr wieder im Art Stalker Berlin sehen. Geile Meile!

Läuft.

Gruß vom Blues
Der Berichterstatter

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1941/20 #Gigpreview They tried to make me go to rebirth but I said, „No, no, no“ – „Es ist so aufregend: Ich muss die ganze Zeit an Sechs denken.“

Icon #Gigpreview

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Was denkst Du? '6' #Sechs

Was denkst Du? ‚6‘ #Sechs

Samstag 13.06.20 - 19 Uhr (Doors Open 18:30 Uhr) Artstalker Rebirth - Tom Waits Horror Picture Show - Franz de Bÿl & his Band #Vinÿl - Sechs Jahre Art Stalker Anniversary 2014-2020 Site: www.art-stalker.de

Samstag 13.06.20 – 19 Uhr (Doors Open 18:30 Uhr) Artstalker Rebirth – Tom Waits Horror Picture Show – Franz de Bÿl & his Band #Vinÿl – Sechs Jahre Art Stalker Anniversary 2014-2020 Site: www.art-stalker.de

They tried to make me go to rebirth
But I said, „No, no, no“
Yes, I’ve been black
But when I come back, you’ll know, know, know
I ain’t got the time
And if my daddy thinks I’m fine
He’s tried to make me go to rebirth
I won’t go, go, go
(Amy Winehouse), so sinngemäß

Termine, Termine und nochmals Termine. Das war früher so. Vor Corona. Jazz ist anders. Wenig Auswahl, noch mürrische, verkaterte Blicke vom Viren beschwören und vom Verschwörungen vermuten. Man ist ja schon froh, wenn man was reißen kann. Endlich bleibt mal der Aluhut zuhaus.

Übrigens: Das Art Stalker in Charlottenburg existiert seit 2014 und feiert am kommenden Samstag, den 13.06.2020 ab 19 Uhr den sechsten Geburtstag. Wir fragten Chefin Jenny, was das für sie bedeutet. Sie überlegt kurz und dann strahlt sie über das ganze Gesicht. Sie sagt: „Weißt Du was?“ – Und nach einer kleinen Pause bricht es richtiggehend aus ihr heraus: „Es ist so aufregend: Ich muss die ganze Zeit an Sechs denken.“

Tja, Sieben Zwerge, das war gestern.
Am Samstag in Charlottenburg: Sechsparty. Bzw. nein auch wieder nicht.
Denn Party ist gerade (noch) out, richtigerweise muss es heißen: Sechs.
Ohne Party, aber mit Livemusik.

Franz de Bÿl & his Band #Vinÿl geben ihre Tom Waits Horror Show.
Und niemand sagt noch No No No…

Band:
Franz de Bÿl (voc, g)
Stephan Hoppe (p, kb, harp, voc)
Jens Saleh (b)
Tommy T. Tulip (dr, voc)

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