149/10: Personen & Porträts: Simon Pauli (b) – two and a half men on one bass – Steckbriefversuch

Banner Personen

Simon Pauli (b) - live 20.05.10 mit Fifty Five (Kulturbrauerei)

Simon Pauli (b) - live 20.05.10 mit Fifty Five (Kulturbrauerei)

Simon Pauli ist seit Jahren eine feste Bass-Größe in Berlin. Einige seiner Stationen: Stipendiat des Berklee College Of Music, Dozent an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“, Begleiter bei Konzerten, TV und auf CDs von z.B. Jocelyn B. Smith, Veronika Fischer, Henriette Müller, Gitte Haenning, Angelika Mann, Ultraviolet, Cherno Jobatey, Judy Weiss und Dirk Michaelis. Auch Jazzer wie Helmut Brandt und Axel Donner, Blueser wie Waldi Weiz, die Ambient/Worldmusic Bands Yulara, „Potsch“ Potschkas Vamos, Nasser Kilada und fast jedes Musicaltheater in Berlin haben sich schon auf seine tiefen Töne gestützt. (Quelle: hier)

Brainstorming zu Simon Pauli (b) – to be continued bei passender Gelegenheit:


Mark King Slap Solo (via Youtube)

Bassist seit mindestens 100 Jahren, schon mal mit einer Bassistin verheiratet gewesen, wen wundert’s? Hatte früher eine Band namens G.C. Slabs: kann slappen und würde hierfür allerdings auf leuchtende LEDs auf seinem Griffbrett verzichten. Zu oversized. Setzt das aber doch sparsam ein, zumal wenn’s die Musik nicht erfordert! Könnte rein könnenstechnisch den Mark King von Berlin geben, dessen Glanzzeit (Level 42) seit Ende der 80iger schon vorbei ist. Weiß irgendwie intuitiv, dass Bassist sein nach mehr verlangt, als nur aufdringlichem Slap-Geklapper. Ist Berufsmusiker und hat einen Friseur, den er sich mit Anna Loos (Silly) teilt. Kein Friseur könnte von einem Bassisten leben.

Hat in Berklee (Amerika) Bass studiert und war schneller fertig, als für gewöhnlich veranschlagt (Normalzeit: drei Jahre) wird. Gilt daher auch in Berlin als talentierter als andere an seinem Instrument. Ist schon unheimlich lange immer Zehlendorfer und wohnt auch heute noch dort. Eine zeitweise Mitgliedschaft bei Silly? Das ist ein Irrtum, verneint er auf Nachfrage von uns. Ist mit Simon Pauli, dem Älteren, weder verwandt noch verschwägert. Auch nicht mit dem gleichen Namens, der jünger ist. Gehört bei Fifty Five zur Fraktion der „jungen Wilden“, ist aber eigentlich ein ziemlich ruhiger, ausgeglichener und stets freundlich blickender „Sideman“, in dessen Ruhe auch Kraft zu spüren ist. Hält wenig von der Theorie, dass Bassist werde, wen es fürs Gitarre spielen (2 Saiten mehr) an Können nicht reicht. Gibt schon eine Vielzahl von Bässen mit sechs Saiten, inzwischen. Spielt den Bass bässer.

Hat schon mit Dirk Michaelis (Evergreen „Als ich fortging“ – Pop-Split vom RBB) zusammen gearbeitet, wurde deswegen aber nicht DDR-Musiker. War schon immer Wessi und konnte nie was dafür. Arbeitete u.a. auch mit 23rd Spirit, Veronika Fischer, Jocelyn B. Smith zusammen und auch mit Henriette Müller. Stürzte mit einem Drachen namens Kite nicht ab, sondern vermittelte mit dem Akustik-Pop eher die „unerträgliche Leichtigkeit“ und eine bässere Reduziertheit. Am Bass kann -zehlendorferisch gesehen- nur noch einer mit Simons Spielkunst mithalten: Robert Teigeler aka Rob Tyger, inzwischen Schwerpunkt Produzent für Pop-Produkte. Pauli spielt immer teamdienlich.

Aktuell ist Simon Pauli u.a. der Bassist der Band Fifty Five. Was das beweist: Simon Pauli ist stilsicher und in keinem Stil gefangen. Ein musikalischer Kosmopolit auf allen denkbaren musikalischen Kontinenten. Interessant. Daher: uffm Kieker!

Simon Pauli (b) - live 20.05.10 mit Fifty Five (Kulturbrauerei)

Simon Pauli (b) - live 20.05.10 mit Fifty Five (Kulturbrauerei)

***

Weiterführend

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.