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Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH - Promotion)
Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH – Promotion)

Es war nicht nur zu vermuten. Es war eine Frage der Zeit. Das Berliner Musikhaus JustMusic (früher: Sound- und Drumland) schließt. Wann genau, ist unklar, berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Damit ist die letzte der früher vier bundesweiten Fachgeschäfte für Musikinstrumente zu. Wir berichteten (über drei von vieren, am 04.09.2020)

Die ganze Branche steht jetzt am Ende einer Entwicklung, die sich seit langem angekündigt hat. Die Zeichen waren nicht zu überhören. Was die Musikmesse Frankfurt/Main betrifft, veröffentlichte ich grundlegende Kritik hier (am 09.04.2016) und weitergehend hier (am 06.04.2019). Nun ist der Berichterstatter (das bin ich) beileibe kein Branchengenius. Vielmehr sehe ich die Branche als Betroffener.

Der Tagesspiegel berichtet am 17.01.2024 hinter einer Paywall hier. Mit einem großen Buyout wirft JustMusic zu Sonderkonditionen Equipment raus, 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen beräumt werden. Reduzierte Preise winken.

Verdächtigung Corona: Während verschiedene Medien orakeln, warum die Standorte Dortmund, Hamburg und München früher schlossen, vertraten wir einen bunten Tulpenstrauß abweichende Konzernkritik, besser: Branchenschelte. In Kurzform:

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Auf einer großen Schulgala 1979 der „Stars 1979“ gab ich die Version in der großen Aula in Berlin (Dahlem) der Nina Hagen „Auf’m Friedhof“, als Sechszehnjähriger. Ich genoss die Konterrevolution, indem ich -stark geschminkt, schwarz weil, „Future is black“, der Song mir ein Rollenspiel erlaubte. Vor Eltern, Großeltern und Mitschülern genoss ich auszu-shouten: „In der Stille, da gibts kein Fromms und keine Pille, – in der Stille.“ und „Wir beißen in weiße Hälse, bis sie bluten, – bis sie bluten.“ Nina Hagen, deutsche (Alp-)Traumfrau, bewegte die deutsche Befindlichkeit wie nichts anderes. Meine Freundin Assi hingegen gab uns den Udo Lindenberg mit „When I’m sixty four“ (Beatles) auf deutsch: „Wenn ich am Tag nur noch zwei Schnäpse vertrag und nur noch einmal im Monat bumsen mag.“ ♪♫♪ (Text: Udo L., Groningen/Hamburg) – 1979, ein Schaltjahr für Synapsenkitzler.  Atze, Macke?

Ich kann mich an kein vernünftiges Interview mit Musikern von Nina Hagen Band (1978/9)/SPLIFF (1978/1984) erinnern, in denen verständlich nachvollziehbar erklärt wird, warum die Jahrhundertplatte Nina Hagen Band (1978) keine gerechte Fortsetzung bekam. Allerdings African Reggae ist damit definitiv NICHT gemeint Möglicherweise muss man dazu Erinnerungen von Potsch Potschka als Lesebuch erwerben, um schlau zu werden. Schließlich geht es um einen der wichtigsten Tonträger Deutschlands im zwanzigsten Jahrhundert à la Zeiten.

Das Album schrieb Musikgeschichte.

#Xit #leavingElon #drumsmakewumms #blackbirdsTV #xdrumEU #tulipstagramTV #TTT #Tulipstagram
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Den Rücktritt vom Posten auf #twitter nannte man irgendwie. Da fehlten einem noch die Worte.

Der Rückzug von X (dem Nachfolger von Twitter) hingegen findet sprachlich kaum Hürden. Die Engländer haben den #Brexit hingelegt. Da liegt es nicht fern, den Rückzug von X den Xit zu nennen (sprich: Exit). Das passt. Elon Musk macht es uns so einfach, uns zurückzuziehen.

Klar ist aber auch: Elon Musks asozial gewordenes Netzwerk ist für Menschen mit einem gesunden Menschenverstand kaum noch auszuhalten. Es ist binnen eines Jahres zu einem asozialen Haifischbecken verkommen. Grund genug: Enough is enough. Nuff said.

Die Freiheit der Sprache ist nicht zu mobben und Andere auszuschließen, sie verächtlich zu machen und Hass auf Minderheiten niederregen zu lassen. Insofern steht 2024 im Zeichen des blauen Himmels (bluesky) und das Netzwerk threads (von Facebook) müssen als Ausweichquartiere herhalten.

Das wars auch schon.
Nachrichten- bzw. Relevanzwert: Hoch. Weitermachen…

Weiterführend

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David Bowie als Ziggy Stardust (gif/ani)
David Bowie als Ziggy Stardust (gif/ani)

Vermutlich war es eine Art assoziative Kurzschlusshandlung. Er war angefressen, musste in der Anstehschlange stehen, hatte vielleicht seltsame vibes wahrgenommen, ein bestimmtes wording oder das äußere Auftreten der Empfangsmitarbeiter o.ä. und sich spontan was Vorurteilhaftes zusammengereimt… dass er das nicht einen Tag oder eine Woche später richtiggestellt hat und lieber auf der Reaktionswelle der Solidarität surfte, zeigt die innere Zerrissenheit des armen Jungen. wie verloren u nichtgemocht musst du dich fühlen, dich dermaßen selbst zu beschädigen..

schreibt Lokalreporter Gerald Angerer auf Facebook auf Nachfrage und Zusammenfassung durch den Berichterstatter (das bin ich).

Es hat gut gemundet, in diesem virtuellen Lokal namens Facebook, auf dem höchst selten etwas gut mundet, denn es wird zuviel geschrieben, zuviel gehasst, verachtet und herabgewürdigt.

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Videokamera (gif/ani)
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Nach drüben-Oststars wechseln die Seiten

Flucht und Ausreise spiegelten die politischen Verhältnisse der DDR. Eine besondere Signalwirkung besaß der Weggang prominenter Künstler, denn sie waren Identifikationsfiguren. Ihr Seitenwechsel fand im Westen ein starkes mediales Echo und avancierte zum Politikum.

Ein Film von Michael Rauhut und Tom Franke – Gesehen bei Dietrich Kessler (früher Magdeburg, Klosterbrüder) „Ich wollte auch mal Paris sehen. Und dann kann man sagen, in Masuren ist es auch nicht schlecht.“

Auch die Flucht des ostdeutschen Ausnahmegitarristen Eberhard Klunker (Leadgitarrist bei der Modern Soul Band, der Klaus Lenz Big Band und der Hansi Biebl Band) über die Ostsee schrieb DDR-Geschichte. Allerdings waren die Umstände seiner Flucht seinerzeit definitiv nicht in der interessierten Ostpresse nachzulesen. „Im September 1975 flüchtete er gemeinsam mit seinem Freund und Musikerkollegen Olaf Wegener auf spektakuläre Weise aus der DDR. Bei Einbruch der Dunkelheit ruderten sie mit einem Schlauchboot über die Ostsee. Die Fahrt dauerte 16 Stunden und brachte sie wohlbehalten an die Küste Schleswig-Holsteins.“ Veronika Fischer schrieb mir für ein Buch ein Vorwort über Sinn und Unsinn von Nachschlagewerken zum Thema MusikerInnen (West- und Ostberlin). Dabei war 1983 das Erscheinen eines kompletten Ostteils in dem Lexikon die absolute Ausnahme, die das Nachschlagewerk erheblich fetter machte.

Gelungene Zusammenfassung der damals deutsch-deutschen Befindlichkeiten. Ich lernte Dietrich Kessler ca. 1985/6 (geschätzt) persönlich kennen, als er frisch in Westberlin eingereist musikalischen Aktivitäten vorstellte. Ein Macher. Ich arbeitete das Berliner Szenelexikon ROCK CITY BERLIN (Verlag Frieling & Partner) aus, dessen Erscheinen später eingestellt wurde, lange bevor es Internet gab und derartige Nachschlagewerke durch öffentlich abrufbare Datenbanken ersetzt wurden. „Sag mal Deinen Klosterbrüdern, wenn sie weiterhin im Geschäft bleiben wollen, müssen sie sich von ihrem christlich anmutenden Namen verabschieden.“, schildert Dietrich Kessler die Begehrlichkeiten von Kulturbetriebbeschäftigten der Täterä (Manfred Krug für „DDR“ im Volksmund), wie es 1975 zur Namensänderung auf den Bandnamen Magdeburg gekommen war. Mangels eingehender Zeitkorridore für Namenssuchen. Magdeburg, kurz, einfach, prägnant. „Das Wasser fließt nicht von selbst bergauf.“ (Reiner Schöne, Arbeiter- und Bauernschauspieler wider Willen).

Die Liste bester Bandnamen: Grüße gehen raus ans Komitee für Unterhaltungskunst. Keine Band.
Dennoch hat es sich zwischenzeitlich wie viele Bands einfach aufgelöst. War es gar nicht so einfach?

Fragen bleiben unbeantwortet. Die Zeit der Persona-non-grata-Listen beim Staatsrundfunk ist (weitgehend) vorbei.

Ich habe nicht aufgepasst: Oktoberklub ist passé, der November fast verstrichen. Wenn überhaupt gibt es 2023 einen Klub Weinnachten ausrufen. Leudde? Zeiten waren’s.

Weiterführend

Weinnachten 23: Lieber Rotwein als tot sein.

Rotwein (gif)