
To the Glory and Honor of #KarlLauterbach
Eine neue Denke in vernünftiger Drogenpolitik ist eingeläutet. Verlassen einen auch mit zunehmendem Alter Begehrlichkeiten und Zwänge, Drogen konsumieren zu wollen, hat doch niemand Glaubwürdigkeit in der bisherigen Handhabung erkannt. Ich erinnere in den siebziger Jahren Schulhofdiskussionen um Wohl und Wehe der eigenen Menschwerdung Cannabis versus Alkohol. In dieser Phase lernte ich Cannabis konsumieren.
Es galt uns als Frevel, sich mit Alkoholika zu betrinken.
Granini Kirsch, Banane, Birne, schöner Orangensaft, ansonsten: „Am Morgen ein Joint und der Tag ist Dein Freund.“ (Peter Fonda, Easy Rider, 1969) war ein Sinnspruch. Und viele andere. Später, Ende Siebziger, Anfang Achtziger erschien in Europa das Phänomen Robert „Bob Nesta“ Marley. Wir Hardcore-Reggaefans vergötterten Bob, ich dürfte ihn auch live erleben. Zwei weitere Jahre später kam die jamaikanische Nachhut nach Europa, alte Weggefährten von Bob. Peter Tosh gab in der Berlin Neuköllner Hasenheide sein „Legalize IT“ – da hatten wir uns längst alle mit den Rastafaris verschworen.
Aber klar: Das war kulturelle Aneignung. Geiler iss scho, gelle? Yo, Mann, grell.
Später änderte ich meine Parameter, freundete mich mit Alkohol an. Die Zeit meines Cannabis-Konsums war weitgehend vorbei. Ich hatte auch LSD probiert, vielleicht sechs-. siebenmal. LSD war einfach nur tierisch und mich ängstigte „der absehbare Kontrollverlust“ von Hardcore-Substanzen. Auf meinem letzten Trip ever saßen wir auf dem begrünten Mittelstreifen der Clayallee in Berlin (Zehlendorf), mit Augen wie Saugnäpfen und sinnierten tief. „Es ist einfach Scheiße, es zu schlucken,“ lautete die Erkenntnis dieses letzten Drogenhöhenflugs.




Als Ton Steine Scherben sich 1970 gründen, gehören sie zu den ersten, die Rockmusik mit deutschen Texten machen – ohne, dass es peinlich oder nachgemacht klingt. Doch die Scherben sind mehr als nur eine Band: Sie versuchen das, was sie singen, auch zu leben. Philip Meinhold („Wer hat Burak erschossen?“, „Mein Freund Floh“) erzählt die Geschichte der vielleicht wichtigsten deutschen Band von ihren Anfängen als Politrockband über die Solo-Karriere ihres Sängers Rio Reiser bis zu ihrer Bedeutung heute. Erstmals zu hören sind dabei viele Töne eines 60-stündigen Gespräch Rio Reisers, das er 1993 für seine Autobiographie geführt hat. (Shorts Beschreibung auf YouTube)
Die Geschichte von Ton, Steine, Scherben nachzuerzählen, ist die Aufgabe eines Themen-Podcasts.
Der Traum ist aus, aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird. Dazu wird nicht weiter herumgeschwafelt, sondern verlinkt. Bitte schön.
Weiterführend
- YouTube Shorts: Trailer zum Podcast
- Link zur ARD Website
- Link Spotify zu TSS – Ton, Steine Scherben
- Youtube Nikel Pallat, Tischzerstörer, Autor Paul Panzer-Blues
#KeineMachtfürNiemand #TonSteineScherben #RadioEins #ThemenPodcast #Lesezeichenohnegleichen

Oliver Polak hat den Schlager Talk ins Leben gerufen.
In der zweiten Folge der Sendereihe hat er Roberto Blanco, den Puppenspieler aus Mexiko, zu Gast. Hörenswert.
#Lesezeichenohnegleichen #RobertoBlanco #OliverPolak


Skid Row ist eine sehr dunkle Band. Ich habe mit der Pennergasse „Skid Row“ gleichen Namens im Obdachlosenviertel von Los Angeles zu meinem Vorteil nicht viel zu tun. Dort im Hotel Cecil sind die ärgsten Geschichten vom Verschwinden ganzer HotelgästInnen auserzählt. Richard Ramirez checkt hier ein, der Night Stalker. Oder Jack Unterweger, der Wiener Serienmörder. Hier wurde eines Tages Elisa Lam in einem Wassertank auf dem Dach aufgefunden, als sich Gäste nach ihrem Verschwinden über das verfärbt wirkende Trinkwasser mit einem schlechten Geschmack beschwerten. Der Tathergang blieb unaufgeklärt. Nettflicks pardon Netflix weiß mehr. Nur so viel am Rande.
Man muss diesem Artikel folgen wollend gugeln oder sich weiterführend (unten) linken lassen: Ver-.
Dies hier ist (nämlich) kein True Crime-Bloggcast. Eher handelt es sich um ein belangloses Diary of A Mad Man (Ozzy Osborne) eines zutiefst europäischen „Schollis“ (ich). Wie ein mexikanischer Dead Metal-Musiker im Hotel Cecil eincheckt, Videos von seinem Besuch veröffentlicht und nachgerade zum Ziel eines internet-weltweiten Shitstorms von Internetschnüfflern der ermordeten Kanadierin Elisa Lam wird, ist bemerkenswert. Wie fragil sind Selbstdarstellung, (Selbst-)Beweihräucherung und Wahnsinn eines musiksüchtigen Dead Metal-Posers? . Der „Mexico“ muss sich schließlich vom Dead Metal lossagen, Schminke ablegen und Haare kurz schneiden. Die Internetschnüffler haben ihn beschuldigt, beleidigt und virtuell angeklagt, „Du hast sie ermordet?“. „Ich war dreizehn Monate vor der Ermordung da.“ So hat jeder Shitstorm seinen heißen Shice. – Vielleicht war es gar keine Ermordung.
Als der Metalmusiker zehn Jahre nach dem Verschwinden der Hotelgästin für Netflix befragt wird, merken wir, welche gavierenden Entwicklungsschnitte das Leben in die Erinnerungen ins Lebenbeben reißt. Wir lernen uns zu hinterfragen. Sich an die Achtziger erinnern zu können, heißt nicht dabei gewesen zu sein, geht eine Redensart. Den Eindruck hat man aber auch, was 2013 angeht, das Jahr von Elisa Lam. Noch.
In dem Nest Manitowoc in Wisconsin wird Steven Avery ins Gefängnis weggesperrt, bis mit neuen Beweisen (DNA) bewiesen werden kann: Er hat eine Frau nicht vergewaltigt und ermordet. Es war ein Anderer. Als der Mann Haftentschädigung für 18 Jahre unschuldiges Sitzen einklagt, wird er erneut mit hieb- und stichfesten Beweisen wegen des Verschwindens einer 25-jährigen Frau eingebuchtet. In Verruf gerät ein ganzer Polizeidisktrikt, der dem Verdächtigten schon immer an die Wäsche wollte. Man spricht davon, die Polizei habe Tatortumstände hinzugefügt, DNA des Beschuldigten platziert und systematisch dafür gesorgt, dass der Beschuldigte nie wieder frei kommt. Beide Fälle, Elisa Lam (Los Angeles) und Making A Murderer sind beklemmende Schilderungen der amerikanischen Justizwirklichkeit. Nur verallgemeinern allein hilft einem auch nicht weiter.
Knowledge Material #Erinnerungen
Kommen wir vor dem Hintergrund dieser Geschehnisse nun zur Gegenwart: Das Praktische an der Benutzung von sozialen Netzwerken ist, man wird praktisch nicht mehr älter. Man lässt Algorithmus gewähren (wo Rhythmus immer mit muss) und verteilt einfach Beiträge früherer Jahre nochmal neu. Der Gewiefte entfernt allerdings erst einmal den Erinnerungsrahmen, um Aktualität vorzutäuschen.
So wird die 2012er Grillparty auf der Terrasse nochmal ganz neu zelebriert. Die stinkend Faulen lassen den Erinnerungsrahmen einfach dran und reposten den hochgespülten Quark nochmal. So kann jeder sehen: Kinners, wie die Zeit vergeht.
#DiaryOfAMadman #TTT #HIStory
In jedem Fall handelt es sich anders als in den oberen Absätzen hier nur um Trivia. Wir können also alles komplett überlesen.
Weiterführend
- Der Fall Elisa Lam (Cecil Hotel LA)
- Verflixt, zugenäht: Netflix Doku Elisa Lam (LA)
- Was ist eigentlich eine Skid Row?
- Verflixt, zugenäht: Netflix Making A Murderer
- Verflixt, zugenäht: Wer ist Richard Ramirez?

#The.red.and.blue.pill
Doku
Elon Musk und die Twitter-Übernahme | Doku HD | ARTE
Interview
Elon Musk on The Don Lemon Show – Full Interview
Zwei längere YouTube-Zuspieler zum selben Thema
Was die Übernahme von Twitter angeht, das heute als „X“ bekannt ist, ist diese Dokumentation (1) auf ArteTV einigermaßen zeigenswert und beleuchtet die Hintergründe des Kampfs um „Meinungsfreiheit“ (für bestimmte Menschen) oder Opinion Control. In diese Richtung geht auch das Interview von Don Lemon mit Elon Musk (2). Beides sind Stücke von Meinungsfreiheit, der Anderen.
Nicht unbedingt der von Elon Musk. Ein jeder bildet sich selbst seine Meinung. Ob Du die rote oder die blaue Pille nimmst, kannst Du gugeln. Ich muss nicht alles haargenau erklären.
