1546/17: Lesezeichen: Die #Jazzstudie #2016 und der #ECHOJAZZ2017 – spät nachts sind alle Cats groovy!

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ECHO JAZZ 2017: Nils Landgren Funk Unit | Opening-Auftritt

Die Lust der Musiker Deutschlands, auch weiterhin Jazz zu spielen, ist ungebrochen. Oder „Unbreakable“, wie Nils Landgren bei der Echo Jazz-Verleihung dieser Tage in Hamburg intonierte und dem erlesenen Publikum vorgroovte. Mit Nak Nak von der Posaune, tricky. Jazzmusik 2017: Stolz wie Bolle. Ungebrochen!

Prof. Dieter Gorny gab ein kurzes Eröffnungsstatement und hob die Hintergrundwissenschaft zum Wissen über und dem Wollen bezüglich Jazzmusik nochmals hervor. Die Jazzstudie 2016 habe gezeigt: Ganz überwiegend können Jazzmusiker von dem, was sie musikalisch anfassen, nicht existenzsicher leben. Und auch wenn der Echo Award des Abends von zwei besser Verdienenden moderiert wurde, Nils Landgren und Götz Alsmann, muss man sich fragen: Quo Vadis, Jazz?

Denn die Ausstrahlung der gesamten Sendung über den Lokalsender NDR TV-AUSSTRAHLUNG AM 3. JUNI UM 00:25 UHR sagt ja schon irgendwie was über die Wichtigkeit von Jazzmusik, geguckt wird nachts oder zeitversetzt über die NDR-Mediathek.

Weiterführend

838/13: Linktipp: Was H.P. Daniels weiß über den kleinen Unterschied zwischen Quartier Latin und Quartier Latent

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Trauerkerze

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NINA HAGEN BAND – 1. Live Gig (Quartier Latin, Berlin | 28.2.1978) and …(via youtube)

Das Quartier Latin war mehr als nur ein Wintermärchen, damals, und als es in Wintergarten umbenannt wurde, hatte es seine Hochzeiten schon verwirkt. So z.B. die Premiere der großartigen Nina-Hagen-Band, die hier stattfand. Und nirgendwo anders. Die Chefs des Hauses waren Christa und Manfred Saß.

Im selben Haus, in dem das Stadtmagazin TIP einst saß an der Potsdamer Str. 96 in Berlin-Schöneberg, saß auch das Ehepaar Manfred „Manne“ Saß und seine Frau Christa Saß. Am 28.06.2013 veröffentlicht H.P. Daniels aktuell im Berliner Tagesspiegel einen Nachruf auf die vormalige Göttergattin Christa.

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542/11: Trendbarometer: Geht der Streit GEMA vs. Youtube nach lauten Wortmeldungen in eine neue, entscheidende Runde?

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Wir bedauern zutiefst, erneut über die GEMA in negativer Weise berichten zu müssen, bzw. weitere, etwas aufgefrischte Meinungen, Statements & Positionen herunterzubeten. Denn das ist eigentlich nicht das Kerninteresse dieser Website. Unser Kerninteresse besteht einzig und allein darin, der Berliner Musikszene mehr Geltung, Aufmerksamkeit und Erfolg zu ermöglichen. Durch die „Überbetonung des Juristischen“ stirbt Kultur ein Stück weit ab und wir fragen uns in erster Linie, was wir dürfen und was wir sicherheitshalber lassen? Es wäre doch positiv, wenn sich Websites wie diese schlicht und ergreifend nur und ausschließlich auf die Musik selbst, anstatt auf das Reden über deren Begleitumstände konzentrieren könnte. Die GEMA macht das leider unmöglich. #Meinung

Was sind wir eigentlich, wir „freiwilligen Berichterstatter“? Geschäftsführer ohne Auftrag? Na, jedenfalls ist die Berichterstattung über musikalische Zusammenhänge, wie sie die Berliner Musikszene nun einmal zu bieten hat, ein heißes Pflaster. Für „offene Worte“ werden wir ohnehin nicht belohnt, sondern sogar bestraft. Allerdings haben wir auch sehr frühzeitig darüber berichtet, wie die GEMA als Spiegelfechter von bestimmten Autoren in Deutschland versucht, deren Urheberrechte zu sichern. Das gelang nicht im Wege der Einstweiligen Verfügung. Am 11. September 2010 berichteten wir darüber hier.

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524/11: Reportagen: Der klassische Sänger Thomas Hampson hat sich grundlegende Gedanken gemacht!

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Thomas Hampson „Vision fugitive“ from Herodiade 1988 (via Youtube) 

Wenn die Leute einen Husten haben, gehen sie nicht zum Arzt sondern ins Konzert. –  Kurt Masur

Thomas Hampson, Jahrgang 1955, ist klassischer Opernsänger, Stimmlage Bariton. Auch wenn Thomas Hampson US-amerikanischer Bariton ist, interessiert uns „Krautrocker“ hier in Deutschland sein musikalisches Schaffen. Seine Darbietungsverträge schicken ihn des öfteren nach Deutschland, bspw. an die Oper nach Frankfurt/Main oder nach Berlin. Eine illustre Website seinerseits stellt sein Werkschaffen angemessen dar.

Was diesen amerikanischen Bariton hier und heute für uns besonders interessant macht, ist die Veröffentlichung von Thesen seinerseits, nach denen Hampson sich mit der Unsitte des Hüstelns im Publikum eingehend beschäftigt hat, er schuf ein „Typologie des Hustens“ in Konzerten und folglich sezierte er fast wissenschaftlich, was hüstelnde Konzertbesucher antreibt, die Darbietung des Künstlers durch zu laute Körpergeräusche wie diese zu stören.

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230/10: VideoPodcast: Cem hat’s gedreht, jetzt sind alle Neuköllner RKOliker geworden! Public Viewing

screenshot Rupert´s Kitchen Orchestra

screenshot Rupert´s Kitchen Orchestra

Es ist heiß in diesen Tagen, nein, es wird immer heißer. Endlich. Summertime, and living is easy.

In Berlin-Neukölln hat das Public Viewing eine vollkommen andere Bedeutung bekommen. Cem hat’s gedreht und damit deutlich gemacht, dass es in Neukölln lebenswert ist. Das Video bewegt und schon meldet die Berliner Ärztekammer eine neue Suchtkrankheit als Volksseuche, gegen die kaum jemand etwas unternehmen kann. Die Rede ist von RKOlikern, die inzwischen nicht mehr nur anonym in therapeutischen Gesprächszirkeln zusammentreffen. Blackbirds.tv feat. Olaf Dähmlow proudly presents:

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197/10: Saxuality: Dicke Lippe riskiert?

Ich bin intensiv am Üben, dieses eine Stück muss ich sauber spielen können. Ich werde dich überraschen, versprach ich meinem Lehrer. Und ich spiele, blase, atme tief durch und schwitze. Hin und wieder höre ich mir das Stück auf der CD an, damit es im Ohr bleibt.

Um Erfahrungen zu sammeln, gehe ich in Konzerte. Den Saxophonspielern auf die Finger zu schauen, ein Gefühl für gute Musik zu entwickeln und das Zusammenspiel aller Musiker zu erfassen, ist enorm wichtig. Im normalen Leben kann man ähnliche Erfahrungen sammeln. Zum Beispiel beim Zahnarzt den Tönen der verschiedenen Bohrer lauschen und deren Stimmlagen unterscheiden lernen. Ein nicht unwichtiger Beitrag zur Gehörbildung, finde ich.

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179/10: Saxuality: Es will nicht klappen…..von Hindernissen und Hürden

Wie heisst der Saxophonist von Asterix? Häfnogix. (Aus der facebook-Spezialistengruppe:Musikerwitze)

Alles läuft wie immer, regelmäßiger Unterricht, regelmäßiges Üben. Damit bin ich ein gutes Stück vorwärts gekommen. Und plötzlich geht es nicht weiter.

Es sind diese Vorzeichen, das # und das b wie hier abgebildet.

     
       
       

Die Bedeutung dieser Zeichen ist mir schon klar. Entweder einen halben Ton höher oder eben niedriger. Und beim Spielen ausgesuchter Stücke weiß ich sie richtig zu greifen.

Doch nun soll ich in einer Art Tonleiter viele Kreuze und be‘s spielen können. Eine chromatische Tonleiter, also eine mit 12 aufeinanderfolgenden Halbtonschritten. In der Farbenlehre steht chromatisch für die Buntheit. Geht es hier um das Färben der Töne, besser ihrer Klänge?

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175/10: Grand Prix Eurovision: Lena Meyer-Landrut gewinnt – oder war es der Eurovision SongContest?

Lena Meyer-Landrut

Lena Meyer-Landrut

Mit Lena hat insofern eine Figur gewonnen, die, so Raab zutreffend, „ein modernes Frauenbild verkörpert“. …. Lena ist der Gegenentwurf zur „Ein bisschen Frieden“-Mentalität: Sie will verführen, gefeiert werden, sie möchte auf der Bühne stehen und zugleich keinen Kitsch verkaufen. Sie glaubt an das, was sie für richtig hält – nicht als Masche, sondern als Charakterzug. Kein Wunder, dass alle Welt von ihrer Natürlichkeit begeistert ist. Dahinter verbirgt sich allerdings eine kompakte Entschlossenheit, ein großes Selbstvertrauen. … Lena, „lovely Lena“, wie etliche der Punktedurchsager sie nannten, ist der neue Typus von Pop-Frau. Die Schlager-Tussi zu geben, hat sie nicht nötig.“ Jan Feddersen, Spiegel, hier 

So ca. ab dem 15. bis 20. Land, das abgestimmt hat, war die Wahl irgendwie schon klar gezogen. Die Gewinnerin stand irgendwie fest. Die gute Idee der Juroren, die Abstimmung zu straffen, hat gezogen und wirkte sich deutlich pro aus. Wie viele Male hoffte man, Belarus (Weißrussland) erhalte bitte 12 Punkte. Der Tabellenletzte könne, so die Theorie, der Ersten nicht gefährlich werden. Nun hat sie die Prüfung bestanden. Ein verdienter Sieg: Herzlichen Glückwunsch.


Lena ML – No matter what (via Youtube)

Allerdings: Dieser Wettbewerb, das ist ein furchtbares Ding geworden. Ein absoluter Ätz. Egal: Da hat eine talentierte, tolle, junge Sängerin gewonnen. Verdient. No doubt about!

147/10: Medienschnipsel: Das 1. Berliner Musikerhaus entsteht…, vermutlich nicht für jeden bezahlbar

Medienschnipsel 1. Berliner Musikerhaus

Medienschnipsel 1. Berliner Musikerhaus

Aus gewöhnlich sehr, sehr gut unterrichteten Kreisen, die am Main liegen, und nicht in Berlin -aufgewacht Berlin- wurde uns der obige Medienschnipsel konspirativ zugespielt. Halten wir für veröffentlichungswert. Zweifel allerdings, ob die Zielgruppe durchweg finanziell dazu in der Lage sein wird. Behalten wir „uffm Kieker“.

(Danke, Jörg)

105/10: Dunstkreis Teltow: Es ging was im Dunstkreis- Isländische Asche erfolgreich zurückgedrängt!

Dunstkreis Teltow

Dunstkreis Teltow

Wenn Ulf sogar 50 wird, während Kai erst 39 Jahre hinter sich gelassen hat, dann ist das ein Grund zum Feiern. Wieder einmal lud der Dunstkreis Teltow ein, und es kamen durchaus viele. Manche wissen zwar heute nicht mehr so genau, was sie da gemacht haben, aber einige, die haben es wohl doch noch in Erinnerung.

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Saxuality: Was lange währt, kann gut gehen! (Reportage Unterricht)

In welchem Alter einer lernt, den Kamm zu blasen, ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist: Man tut es. Denn Musik machen ist ein „kleines Paradies auf Erden“, aber hoffentlich kein „little shop of horrors“. Mit 48 Jahren begab ich mich auf die Reise, einen Rollentausch zu wagen: vom Konsument zum Produzent wohlfeiler Töne.

Seit Ende März 2009 lerne ich Blasen, nicht auf dem Kamm, sondern auf einem Saxophon. Die besten Bedingungen dafür wurden mir in einer privaten Musikschule, der Westerland-Schule, geboten. Nach der Einführung auf dem Altsaxophon hatte ich mich aber für ein Tenorsax entschieden. Zunächst begann ich damit, nur einmal wöchentlich Unterricht zu buchen. Nach zwei Monaten wollte ich den Unterricht  zweimal pro Woche. „Kein Problem, Du willst es wirklich wissen, was?“ stellte mein Lehrer fest. Inzwischen beherrsche ich das Greifen aller Töne der C-Dur, D-Dur und G-Dur Tonleiter, auch in der höheren Oktave. Weiterlesen

HowTo (Basiswissen): Wie man einen Geburtstagssong trotz roter Nase richtig präsentiert

HowTo: Compose a Birthday Song

[audio:http://blackbirds.tv/wp-content/uploads/2010/02/Olaf.Maske_Einmal.im.Jahr_low.mp3]
Einmal im Jahr – Olaf Maske (recorded live)

Jesus war ein Clown. (Reinhard Horstkotte aka Clown Filou)

Richtig. Einmal im Jahr hat der Mensch Geburtstag. Der angebotenen Hörprobe oben ist allerdings ein Kuriosum zu entnehmen: Olaf Maske macht einen jährlichen Turnaround von regelmäßig 366 Tagen aus! Trick, Stilmittel oder schlicht Irrtum? Die Klassiker, die man dazu singen kann, sind an einer Hand abzuzählen und allgemein bekannt. Ein HowTo nennt man im Netz eine Art Gebrauchsanweisung. Wie man einen Birthday Song komponiert, ist angesichts so wunderbarer Kompositionen wie dem Earth-Song von Michael Jackson (R.I.P.) demgegenüber Basiswissen. Inwieweit das mit roten Nasen zu tun haben muss, wird ebenfalls noch erläutert werden. Es gibt da einen Zusammenhang. Man muss ihn nur sehen.

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Review: Der Dunstkreis Teltow wächst sich zum Szenetreff aus…


(Nachvertones Kentucky schreit ficken via Youtube)

Ein Proberaum, das ist ein uns sehr vertrauter, heimeliger Ort, an dem wir uns wohlfühlen wollen und wo wir eine gewisse Lebenszeit verbringen. Wenn mehrere Proberäume aneinander aufgereiht liegen, z.B. in einem Keller, sprach man in Berlin früher schnell von einem Proberaumzentrum. Beispielsweise gab es bis zur Auflösung desselben in der Weddinger Brunnenstraße das Olof-Palme-Jugendzentrum, zu dem neben sechszehn Proberäumen auch ein Studio und ein Veranstaltungssaal gehörte. Es wurde mittlerweile geschlossen. Schade.

Der Dunstkreis Teltow beherbergt nur drei Proberäume, ist deswegen kein Zentrum, und das hat seinerzeit einer gefickt eingeschädelt. Ausgehend von einer Empfehlung eines in Teltow ansässigen Flachdachabdichters wendete sich der Initiator an den Vermieter, einen großen Teltower Immobilien-Platzhirsch und räumte schon kurze Zeit später die angemieteten Räumlichkeiten frei. U.a. mussten Wahlplakate eines Bundestags-Wahlkandidaten namens Gerhard Schröder weggeräumt werden. Inzwischen sind Teppiche (orange) verlegt und Eierkartons von Eier-Schulze in Berlin-Lichterfelde an den Wänden verklebt. Es lebe der Raumklang.

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