1569/17: Video: The White Dukes – Take It Slow #LiedDesTages


THE WHITE DUKES – TAKE IT SLOW Official Music Video 2017

Der Schmauchspurpop der Moody Blues, ihre Nächte in weißem Satin sind allenfalls Spießergesellen im Weichspülerlook, in diesem einem Husarenstück weißen Ritter der Kokosnuss: The White Dukes aus Berlin präsentieren sich als wieder lebend gewordene Bad Guys aus den Anfängertagen wildesten Rock’n Rolls. Mit einer Pauer, die von Dauer…. – Jetzt war auch der Max Buskohl bei denen zu Besuch. Leute, wächst jetzt zusammen, was ….(Willy Brandt), ach das lasse ich lieber, zu orakeln mit nachrichtlichdienstlichen Tentakeln, aber soviel ist sicher: Das wird was geben.

Lineup:
Adrian Dehn (g/voc)
Oskar Pursche (b)
Leonard Vaessen (dr)

Versteht es langsam.

Da steckt nichts hinter.

Also so rein gar nichts vom schlechten Benehmen oder gar eine Bad Attitude.

Eher so Badass, schwarz, hippieesques Zusammenspiel im Powertrio. Meine Güte.

Die Jungs sind geil, haben eine good attitude, kommen authentisch rüber wie nix anderes. Das macht sie wohl aus. Ihr rare & vintage-Powerfeel. Bluesy, wesentlich, kein Stück Lächerlichkeit, das ist echt. Das ist gelebte Überzeugung.

Im Stück trommelt Vaessen wie vormals Bill Ward in dem Stück The Wizzard von Black Sabbath. Stop & Go: Man wird noch viel von ihnen hören und sehen.

Das Lied des Tages auf blackbirds.tv: Versteht es langsam.

Weiterführend

1565/17: Video: „Sunshine“ – Songs For The Summer – Marc Rudin

Kulturkirche Neuruppin - Deckenansicht


Sunshine – Marc Rudin

Das obige Foto (Tulipstagram, das Instagram des Berichterstatters) ist in der Kulturkirche Neuruppin aufgenommen worden.

Wir müssten endlich wieder richtige Musik haben, wird uns klar.

Schluss mit dem ganzen Synthie-Scheiß, so richtig Gitarre, Bass, Schlagzeug, handgemacht.

Okay, es geht nicht darum, Keyboarder zu dissen. Aber Computer. Dabei ist der PC bzw. der Apple ein äußerst feines, gemeines Tool, um bspw. Musik zu recorden, sich also in eine Kemenate einzuschließen und was zu produzieren, das die Welt am Ende braucht. Z.B. Glück.

Selfish ist der Mann. Bzw. die Wummen. Bei den jungen Mädchen in Neuruppin, die dieser Tage Abitüren zelebrüren, öffnen sich welche für diejenigen, die good „lucken“ (looken). Am Ende ist 2017 die Schülerin zu wählen, die als Misses Instagram in die Geschichte der Schule eingehen wird: Wer über all die verdammten Jahre am gekonntesten gepostet hat, verdient den Preis, so wie die stylische Aufgestrapste, deren Foto unten ist. Long tall Sally on the road to living. Mal sehen, was aus ihr wird: Eine good looking woman?

Ansonsten geht nicht zu weit raus in die Sonne: Macht es wie Marc Rudin. Der liebt die dunkle Seite des Mondes.

So wie ich.

Weiterführend

1471/16: Lied des Tages: Wir sind auf der Suche nach irgendwas

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!


Yvonne Catterfeld – Irgendwas feat. Bengio

Hieße die Catterfeld Eddy (Grant), hieße das Lied ‚Give me hope, Joanna“. Heißt sie aber nicht. Hieße sie Sting, hieße der Song „Fields Of Gold“. Heißt sie aber auch nicht. Die Catterfeld heißt Yvonne, ist eine Voice of Germany, als Schauspielerin recht erfolgreich und zu lange aus dem Musikbusiness fort gewesen. Sie kann singen, ist attraktiv und kommt immer ein bisschen kühl-distanziert rüber. Jetzt beklagt sie sich, ein paar Tränen rollen und ein Mann namens Bengio (deutsch: Bengelchen) hiphopped dazu. Denn der gibt alles für die Kunst. Sie ist auf der Suche nach Sinn.

Jetzt kommt die Catterfeld uns über den Umweg über die Karpaten.

Cry Wolf, wir sind auf der Suche nach irgendwas, aber keiner kann uns erklären, was.

Das ist ja das Dilemma der heutigen Zeit.

Ein kurzes, übersichtliches Storyboard erzählt uns eine ganze Geschichte und ist zugleich eine Art polnische Denksportaufgabe. Ich will jetzt nur noch ins Hotel, ich brauch Internet, sagt Yvonne Catterfeld und kämpft an gegen ihre inhaltliche Leere. Dann schöpft sie Gottvertrauen, während sie in den Karpaten umherirrt, auf der Suche nach irgendwas.

Der Plot ist gelungen, Frau Catterfeld, Sie sind aber auch eine fulminante Tante. Chapeau. Gut.

Weiterführend

1440/16: HIStory: ‚Wittstock statt Woodstock‘ #DDR #Hippies

DDR-Flagge


Wittstock statt Woodstock

Die Einführung des Videos ist mistverständlich: Erst gibt es die üblichen Verdächtigen von wegen, es sei gesperrt aus Urheberrechtsgründen, aber wer das Video in Ruhe weiterlaufen lässt, bekommt das Tor aufgetan Richtung grundlegende Erkenntnisse über die Hippies der DDR, eine Dokumentation über „richtige Gammler“, also langhaarige Hippies im Ostdeutschen. Und nu kugge…besser auch ganz unten!

Zu Wort kommen Zeitzeugen. Darunter auch solche, die wir heute noch kennen, wie Knorkator Gitarrist Basti. Oder Jörg Schütze, genannt Speiche. Die ganze Klaviatur brauner Begriffe aus der Nazizeit boten Bürgerliche im Ostdeutschen auf, um sich sorgfältig von den langhaarigen Pennern abzugrenzen. Die Stasi legte operative Vorgänge an. Im Stasiknast singt ein Häftling Speiche „Keep On Running“ von der Spencer Davis Group vor und wird damit unsterblich.

„Früher hat man so was verbrannt,“ urteilt das Fußvolk im O-Ton von eingespielten Straßenstatements. Bzw. vergast. Das Frisurenkollektiv bestätigt: Man trägt jetzt das Haar voller. Entscheidend ist nicht Länge. Sondern die Fülle.

Die Schreibweise HIStory hat allerdings der King of Pop beeinflusst. Michael – Ruhe in Frieden.

Update: Nach Veröffentlichung Browserabsturz und bei Wiederaufruf Totalblockade. Spannend. Erst geht es, dann nicht mehr. Die meisten wissen sowieso, wie man das übergeht. Ärgerlich. Schade. Der Artikel bleibt.

1426/16: Video des Tages: Lang Lebe Der Tod (feat. Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr) #Casper #lldt

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

Casper_Banner

Casper – Lang Lebe Der Tod feat. Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr (official video) from officialcasperxo on Vimeo.

Lang Lebe Der Tod – Das Album vorbestellen: casperxo.com
Directed by Christian Alsan Production: C-Films (Deutschland) GmbH

Ein Pleonasmus (griechisch πλεονασμóς pleonasmós „Überfluss, Übertreibung, Vergrößerung [in der Erzählung]“) ist eine rhetorische Figur, die einen Wortreichtum ohne Informationsgewinn beschreibt. Pleonasmus pur: Lang lebe der Tod. Oder? Kuhles Barrett: ‚Abstürzende Brieftauben‘ sind nicht gemeint. Das Video hat nichts von ‚Einstürzenden Neubauten‘, das liegt an der veränderten Handschrift junger, engagierter Videomacher. Für dies Video trägt Christian Alsan die Verantwortung. Schnitt, Szenerie und Plot sind kurz gesagt überwältigend. Wer von Caspers Zielgruppe erinnert Punk von den Abstürzenden Brieftauben? Wer die Soundcollagen der Einstürzenden Neubauten? Gerade das macht ein ‚featuring Blixa‘ wie Bargeld so reizvoll. Generationenbrücke contra Kreditkarte: Gewieft ist gewieft.

Es kommt einem eine dalínianische Vermutung, der spanische Surrealist Salvador Dalí. Angst vor Insekten, Heuschrecken mit Schrecken. Ameisen als psychogene Meisen. Hitchcocks Vögel ziehen gen Himmel, wenn man im dritten Drittel des Videos aufmerksam gen Himmel blickt. Sie haben die Kirschbäume des Lebens leer gefressen und nichts übrig gelassen. Allerdings: Es sind Heuschreckenschwärme. Antreten zum Kirschkernweitspucken. ‚Lang lebe der Tod‘ ist das neueste Video des Raurappers Casper, der sich für den Song die Stimme von Blixa Bargeld hinzugebucht hat. Raureif. Herausgekommen ist ein schräges B-Movie in schwarzweiß mit epischen Szenen vom Leben und Tod, vom Lieben und Brot, das Stück reißt einem das Herz aus dem Leib, auch dem dahin sterbenden Protagonisten. Daumenkino zum Blättern, Kopfkino, Körper zerschmettern.

So geht Kunst. Als wär’s ein Stück von Michelangelo Antonioni. Das Video übertrifft beileibe Erwartungen. Blow off.

Weiterführend
Nackte Gedanken: Da hat sich jemand welche gemacht über den Text…

The Beatles - Let it be (1970)

1401/16: Lied des Tages: „The Long & Winding Road“ – performed by Jimmy Gee (Original: The Beatles)

_icon.Tageslied

Stairway To Heaven (gif)


Jimmy Gee: vocals, guitars, bass, keys and drums – The long and winding road – via YouTube

Man darf die Treppe nach oben als Stairway To Heaven interpretieren. I Wish U Heaven: Dort John Lennon, Jimi Hendrix, Elvis, Miles Davis und viele, viele andere, veranstalten Paradise Sessions, ein verloren gegangenes Paradies auf Erden, vom dem lediglich nur Tonträger geblieben sind. Ob Paradise Park aus aktuellem Anlass in Paisley Park umbenannt wird, ist zur Stunde ungeklärt. Grund genug gäbe es. Das heutige Lied des Tages hat eine positive Energiebilanz: Nicht weniger als eine gesamtgesellschaftliche Energiewende steht unmittelbar bevor. Die Dienststelle für Positivismus, Hoch-Kommissariat, hat erkannt: Das obige Video muss ausgezeichnet werden. #Award

Die Abteilung Positivismusforschung am Blackbird-Institute Berlin teilt offiziell mit: Muttertag ist vorbei.

Jimmy Gee erinnert sich an seine Mutter, die verstorben ist. Er sagt, dies Stück sei ihr Liebling gewesen. Man kann es ja verstehen. Es gehört auch hier zu den Lieblingsstücken der gesammelten Erinnerungen. Damals am Klavier für das Album Let It Be aufgenommen, von den bereits im Siechen befindlichen Beatles (Federführung: McCartney), kurz bevor Abbey Road aufgenommen wurde. Let It Be erschien nach Abbey Road und wurde als Trennungszeugnis aufgefasst. Phil Spector mischte eine „Wall Of Sound“ mit ordentlich Streichersätzen drüber. Paul forderte: „Never do things like that again.“ Viel später erschien die Originalfassung neu: auf Let It Be … Naked. Das Brimborium hatte ein Ende. Let It Be hatte zwei, mit und ohne Spector, Naked war Re-spectort.

Jimmy Gee greift damit ein Stück auf, das ganz sicher zur Rock- und Popgeschichte gehört. Das ist ein Lied des Tages nach unserem Geschmack.

Während wir noch immer nicht den zu frühen Abgang des energetischen Prinzen aus Minneapolis verwunden haben. Jimmy! Du hast den Song klasse aufgenommen.

1291/15: Video: Erinnerungen an Reinhard Mey


Reinhard Mey: Männer im Baumarkt

Songs an einem Sommerabend 2009, Kloster Banz, Bad Staffelstein

Meine Verehrung
Jede Woche am Freitag um 16 Uhr erzählen sie ihren Frauen, sie gingen zur Probe, zum Musizieren. Aber dann gehen sie zu Obi, Praktiker und toom. Männer im Baumarkt. ‪#‎Textwitze‬

Edit:
Reinhard Mey ist für mich der stille Poet, der leise. Er brüllt nicht, sondern sagt. Er bringt auf den Punkt, ohne zu bevormunden. Ich kann gar nicht sagen, wie lange schon Reinhard Mey für mich ein vorbildlicher, bescheidener, netter und verbindlich auftretender Mensch und ein bleibender Wert ist. War es ca. 1973 auf der Berliner Funkausstellung, als er im Sommergarten fürs Fernsehen auftrat und ich kurz mit ihm sprechen konnte? Ich war aufgeregt. Er hatte schon diese Moritat vom meuchelnden Grünpfleger aufgesetzt und aus dem Klempnerberuf Wissenswertes vorgetragen. ‪#‎Erinnerungen‬

Nachtrag:
Ich habe Annabelle vergessen. Sie war so herrlich intellektuell. Reinhard Mey bewog mich, mit der deutschen Sprache spielerischer umzugehen. In freier, kühner Formulierung. Mit den Jahreszahlen kann ich mich irren. Mit dem, was ich sage, nicht.

Aus
Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook.

1279/15: Video: Detroit Gary Wiggins bei den „Berlin Dialogues“ – Harvard University

Gary.Wiggins_Red.Ballroom

A historical look at Jazz in Germany through the presentation of an american musician living in Berlin. Detroit Gary Wiggins speaks of events that has occured during his 25 years in Europe where cultural diplomacy has shown its face and played an important role to provide a comfort zone in the relations of different cultures living among one another. This discussion was titled „Jazz in the Kulturnation“ and part of Harvard University Berlin Dialogues.

Die aus insgesamt 3 Teilen bestehende Dokumentation einer Rede von Detroit Gary Wiggins in der Harvard University wurde von uns für diesen Zweck hier zu einer playlist verbunden und ist damit ein Dokument der Zeitgeschichte.

Gary Wiggins lebt als Musiker seit vielen Jahren in Berlin und hat international ständig zu tun. Man sieht ihn in Paris auftreten, in Berlin oder auch -wie man überraschend sah- in Filmen wie z.B. im Film über das Leben von Udo Jürgens „Der Mann mit dem Fagott“.

Hier ist die Homepage des Ausnahmesaxofonisten aus Detroit. Gary? Give us the Blues. Und den Jazz sowieso.

1271/15: Video: Knorkator – Warum?

Kerze (animiert)


Knorkator – Warum

Das Ende sagt doch schon alles: Denn diese grandiose Melodie verlangt nach Schmerz, Sehnsucht und Poesie. Auf dass sie große Worte trägt, damit das Lied dein Herz bewegt. (Kommentator namens Grabkriecher über dieses Video, auf YouTube)

Die Tradition des Lied des Tages auf dieser Website ist nicht in einem aktualitätsheischenden Ritus angelegt. Vielmehr wird es nach einem vollkommen zufälligem „random-Fucktor“ ausgesucht, nach vorn gezerrt auf die vorderste Seite der Website und an oberster Stelle von interessiertem Lesepublikum abgespielt. Oder auch nicht.

Die Frage nach dem Warum? ist in diesen Tagen überall mit genügender Fragedichte gestellt worden. Auch der Song Warum? von Knorkator gibt darauf keine Antwort. Aber er hilft einem mit einem bisschen guten Willen, die Tragweite der Geschehnisse zu fühlen und zu trauern, auch zu weinen. In diesem Sinne ist das Lied des Tages ausgewählt worden, um sich etwas zu erlauben, das man nur kann, wenn es so weit ist: Nach Kräften zu weinen.

Land, Sehnsucht, Poesie, Mord und Totschlag. Die Fortsetzungsgeschichte dazu ist direkt aufrufbar. Bitte hier entlang: Entscheide Dich zwischen Himmel und Hölle…. – Du musst nur Mut haben es auszuprobieren. Wir weinen um die Opfer von Paris und lassen der Traurigkeit Platz in unserem Herzen.

1253/15: Lied des Tages: Sirius (Spliff, 1984) – Zu Spliff, Spliff reloaded und den guten alten Zeiten! Und die gif-Datei des Tages.

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Helloween-Musiker (gif)

gif-Datei des Tages

Ein Fremder kommt und lässt mich grüßen
Von einer fernen Frau
Weiße Augen sagen Dinge
Die ich kenn‘ von meinem Traum
Weht ein Wüstenwind herein
Bringt den Hauch von einer Fee
Und sie dreht sich zu mir um
Ich muss auf den Weg

„Liebes, komm wir gehn
Und sagen dieser Welt adieu
Schon lange bist du unterwegs
Jetzt wird es schon“

Ist die Reise vorbei,
Sind wir zwei allein
In Sirius

Unsichtbare Dinge wandern mir in mein Gehirn
Millionen kleine Sterne fliegen still vorbei
Und verglühn

Wir liegen stumm im Eis
Und schicken unsre Träume ins Exil,
Bis die sanfte Stimme sagt:
„Wir sind am Ziel“
(Text „Sirius“, Spliff, 1984)

Ach 1984, Jahr des drohenden Horrors. 1948 hat der Engländer George Orwell das Jahr 1984 beschrieben und die komplette Gedankenüberwachung mit Televisoren und Überwachungs-Geheimdiensttechniken vorausgesagt. Um ein paar Jahre vertat sich der Visionär, der auch im spanischen Bürgerkrieg herum zog, um Seite an Seite mit den Spaniern für die Befreiung zu kämpfen. Daraus wurde nichts. Dafür haben wir 2015 in etwas abgemilderter Form vieles von dem, was George Orwell vorausgesagt hatte. Auch, dass die Kontinente alle miteinander im Krieg liegen, und lassen wir dahingestellt, ob es Handels-, Wirtschafts- oder Politikkriege sind: Genug Waffen gibt’s, selbst wenn die Amis bei Saddam Hussein keine fanden. Man kann ja mal irren.

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1250/15: Video: Skandal im Sperrbezirk – Heidelbergs Fußgängerzone: Harte Sitten, harte Riten


1250/15: Straßenmusiker in Heidelberg disst den musikalischen Nachwuchs

Schön ist das nicht.

Die beiden waren gekommen, um endlich einmal ihre Musik aufzuführen. Gitarrenverstärker, A-Gitarre angestöpselt, bisschen Verzerrung drauf. Der Andere sitzt auf seinem Cajon.

Da erscheint dieser Straßenmusiker, der hier immer spielt und den man ja kennt. Das ergibt meine Nachfrage. Später, auf einer weitere Loipe mit Rolle rückwärts durch die Heidelberger Altstadt, die grundgängig fußläufig funktioniert, sehe ich ihn dann auch tatsächlich spielen. Allerdings bekommt er von mir nun nicht nur keinen Trinkgroschen (Saufcent, nach Euro-Umstellung) noch Beachtung und auch filmen werde ich ihn nicht. Er ist unten durch.

So wie er diese duften Jungs in ihre vermeintlichen Schranken gewiesen hat. Als Berliner Szenewächter thematisch unzuständig, beschließe ich jedoch später, die Heidelberger Bardenriten öffentlich anzuprangern und obwohl ich die Musik der Jungs zu spät einschaltete, wurde ich doch Zeitzeuge einer elendigen Kulturverdrängungsmaschine. My Generation: Wir sind die Eltern von Kindern, denen wir von Herzen wünschen, mehr Musik zu machen und weniger mit dem Smartphone herumzudaddeln. Dann tun sie das, und dann das. Ekelhaft.

So, der Skandal ist nun ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt: Macht was draus und spendet diesem Mann weder Beifall noch Beachtung. Jawoll.

_icon.Update vom 09.11.15: Das Video und der Artikel haben ihren Ursprung gefunden. Auf der YouTube-Seite des Videos hat ein äußerst junger Kommentator, einer der beiden Jungs, sich jetzt gemeldet und dem Artikel nachträglich zugestimmt. Global Village Welt: Schaut mal die YouTube-Seite hier an…

Concert For George - Remembering!

1233/15: Lied des Tages: Anoushka Shankar – Ein sitarner Nachruf auf Ravi Shankar

Concert For George - Remembering!


Sinfini Session: sitar player Anoushka Shankar pays tribute to her father, Ravi Shankar

Von wem sollten wir lernen? Von John Lennon? Von Kurt Cobain? – Erinnerungen sind stets romantisch. Sie subsummieren unsere Gedanken oft unpräzise und stacheln uns auf, was gewesen ist, romantisch zu verklären.

Das Concert For George, eine Erinnerungsveranstaltung zu Ehren des verstorbenen Beatle George Harrison, gehörte für mich zu den absoluten Highlights meiner musikalischen Initiation. Dabei war diese recht ansehnlich fortgeschritten, damals als es stattfand.

Wenn wir 2015 Twitterstreams betrachten, stoßen wir auf Twitterperlen, wie diese: „Wir leben in einer Welt, in der man Sami Slimani und Dabibee kennt, aber nicht Kurt Cobain und John Lennon. Ich möchte das nicht.“ (Twitteraccount @extrakaese) – Und mit Verlaub: Das ist Käse. Dieser Tweet ist irgendwie reaktionär, wie Beton soll alles bewahrt werden. Nur ja nichts Neues. Nein danke. Es wird hoffentlich noch ganz viel Neues geben, das sagt mir mein Aurin, meine Kindliche Kaiserin, sie heißt Neugier.

Inzwischen verstehe ich den Tweet besser, 14-jährige wussten, mir den Tweet verständlicher zu machen. Ich verstand zunächst nur das Ende. Ich finde, Cobain und Lennon darf man partout nicht vergleichen. Dass ich inzwischen verstehe, was dieser Tweet mir sagen soll, ist schließlich den Erläuterungen eines 14-jährigen zu verdanken. Und so ist es, man muss denken in jede nur erdenkliche Richtung und aus jeder Altersperspektive heraus. Wir Älteren können von den Jungen lernen.

Und umgekehrt.

_link Lotse

1227/15: Nachgedacht: Sarah Connor rührt Jürgen Jürgens zu Tränen #LiedDesTages

Banner Personen


Sarah Connor rührt zu Tränen „Muttersprache 2“

Wenn der Tag gekommen ist
und ich meine Augen schließe
und mich mein Löwenmut verlässt.
Wenn der Tag gekommen ist
und ich mit dem Wasser fließe,
hoffe ich, dass ihr mich nicht vergesst.

Ich will keine Trauerreden,
ich will keine Tränen sehen,
kein Chor, der Hallelujah singt.
Ich will, dass ihr feiert,
ich will, dass ihr tanzt,
mit ’nem Lächelndenblick
und ’nem Drink in der Hand,
’nen Heißluftballon, auf dem riesen groß steht:
Das Leben ist schön,
auch wenn es vergeht.

Und wenn ihr schon weint,
dann bitte vor Glück.
Dann bin ich da oben
und ich sing‘ mit euch mit.
yeaahhh
und ich sing‘ mit euch mit.
mhhh

Sarah Connor – aus: „Das Leben ist schön“

Sarah Connor ist im Interview mit Jürgen Jürgens und er berichtet, er habe nach dem Grönemeyer-Album Mensch das erste Mal wieder geweint, als er die Songs des neuen Albums von ihr durchgehört habe. Auf Nachfragen von Sarah versichert er: Bei mehreren.

So muss Musik sein. In der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook habe ich kürzlich eine Räuberpistole entworfen, die geht sinngemäß so: „Der Auftritt der Band war wirklich klasse. Und als die Sängerin von der Bühne stieg und anfing, mir die Füße zu kitzeln…. – selten hätte mich eine Sängerin so berührt.“ – Okay, das war die Gagfabrik. Dahinter aber steckt tierischer Ernst. Und eine Wandlung der deutschen Sarah (des deutschen Michels) von der Pop- und Hitklabunde Sarah Connor aus Delmenhorst zur ernsthaften Künstlerin. Dabei hat Sarah mindestens langjährig einen festen Berliner Mitarbeiter, den Bassisten Robert Teigeler aka Rob Tyger.

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Johnny Haschkeks (Foto: Johnny Haschkeks)

1223/15: Lied des Tages: Johnny „Haschkeks“ Rockinger und „You Are So Beautiful“

_icon.Tageslied

Johnny Haschkeks (Foto: Johnny Haschkeks)

Johnny Haschkeks (Foto: Johnny Haschkeks)


Johnny Haschkeks – you are so beautiful [*Directors Cut]

Das schaffen nur die wenigsten: Dass es Johnny Haschkeks schafft, mit dem Song zweimal das „Lied des Tages“ zu sein, das hat es hier noch nicht gegeben. Kommissar Zufall half mit. Bzw. Kommissar Tulip, Szenefletcher

Apropos Fletcher: Im Film ‚Whiplash‘ – ein 19jähriger, angehender Bigband-Jazzdrummer reibt sich an seinem Bigbandleiter Fletcher auf, der ihn nach allen fiesen Regeln der Educationbranche fertig macht, um ihn seinem Vorbild ein Stück näher zu bringen – Buddy Rich. Umwerfend besetzt, ein sehr nachdenklich machender Film über den Anspruch, Weltklassemusiker werden zu wollen – und übrigens kein Witz. Oder: Spielen bis die Hände bluten… – unbedingt ansehen.

Der Mann hat viele Namen: Johnny Haschkeks, Johnny Hannover, Johnny Rockinger. All das ist er auch. Ein Karma Chamäleon. Ein Don Leon, ein Salonlöwe gegen die  spießbürgerliche Angepasstheit, bourgeoise Langeweile und Bullshitfaktor.

Mehr über Johnny hier….

1207/15: Video: Das Kai Rautenberg Trio und „Count the Lights of San Francisco“ und „Wird Herbst da draußen“ (Hildegard Knef)

_icon.Tageslied


Kai Rautenberg – Count the Lights of San Francisco

Die Tauben sitzen schwer wie Steine,
der Baum im Hof verliert Gewicht,
ein alter Mann vertritt die Beine,
wird Herbst da draußen, wie ich meine,
wird Herbst da draußen, und in mir.

Zwölf Bänke stehn und sind vergessen,
ein Tulpenbeet hat nichts zu tun,
ein Sonnenstrahl grüßt sehr gemessen
den Herbst da draußen, und in mir.

Und Fenster blicken ernst, entschlossen,
als sähe keiner ‚rein noch ‚raus,
ein Pudel schüttelt sich verdrossen,
ein Unbekannter hat beschlossen,
wird Herbst da draußen, und in mir.

(Herbst da draußen, Hildegard Knef, 1999)

Angelika Milster, Hildegard Knef, Brigitte Mira, Reinhard Mey, Dieter Hallervorden und viele andere mehr verließen sich auf seine Dienste und Zuarbeit. Kai Rautenberg war Vollblutmusiker und starb am 29. Mai 2013 in der Pflegeeinrichtung NOVA VITA.

Es hieß, bis dahin habe er recht ziemlich wie ein ordentlicher Musiker gelebt und viele Kerzen von zwei Seiten angezündet. Das ist nicht verbrieft, wurde aber vernommen.

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Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

1197/15: Video: Lucky Peterson in Lugano #Konzert – Gewidmet B.B. King

Collage "Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com"

Collage „Lucky Peterson, 08.03.12 @www.55artsclub.com“

Lucky Peterson – Estival Jazz Lugano 2013

Lucky Peterson, voc, guitar, organ, keys
Tamara Peterson, voc,
Shawn Kellerman, g,
Tim Waites, b,
Raul Valdes, dr,
Bill Eden, s,
Jeff Taylor, tp,
Calvin Sexton, tb
Lucky Peterson: Live at Estival Jazz Lugano 2011

Blackbirds.tv – Home of the Blues? Mitnichten. Bluesunverdächtig eher. Einer der Größten, B.B. King, ist gestern verstorben. Seinem Gedenken widmen wir diesen Beweis dessen, was Blues vermag, ein eineinhalbstündiges, fulminantes Konzert. Mit Lucky Peterson, seiner Frau Tamara, Shawn Kellerman, Tim Waites und Raul Valdes, als Kernbesetzung verbinden wir Berliner Erinnerungen. 2012 gab Peterson im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Blackbird Music 55 Arts Club in der Schöneberger Hauptstr. ein großartiges Konzert. Von diesem Konzert wurde ein Livemitschnitt hergestellt. Dieser ist preisgekrönt. Kein Wunder: Die Band groovt wie James Brown, Prince und keiner von beiden ist sonderlich bluesverdächtig. #InspiredByBlues

Lasst Euch den Blues als eine der treibenden Kräfte gut schmecken. Bei Interesse könnt Ihr die großartige DVD bestellen, ist verlinkt. Der aktuelle Status: Noch 1 vorrätig, mehr ist unterwegs, haha, kein Wunder. Damn! Damals in Berlin.

1195/15: Video: Neue CD Lorenz Kellhuber Trio veröffentlicht „State Of Mind“ und Fisch wie dieser gehört zur Weltklasse

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Lorenz Kellhuber Trio – „State Of Mind“ (EPK) – New album out on May 22nd

Homepage: http://www.lorenzkellhuber.com
Facebook: http://www.facebook.com/LorenzKellhuber

Lorenz Kellhuber Trio:
Lorenz Kellhuber (p)
Arne Huber (b)
Gabriel Hahn (dr)
Filmed by Martin Kellhuber
Post Production by Felizian Stockinger
© 2015 Blackbird Music
http://www.blackbird-music.de

Was ist das eigentlich für eine Band, die so wie das Lorenz Kellhuber Trio solche, irgendwie komplett frei fliegende Musik herstellt mit Bravour und vornehmer Noblesse? Die so, als wäre sie gar nicht aufgeschrieben, aus einem vollkommen freien, träumerischen Moment entstanden sein könnte und eher meditativ daherkommt?

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1191/15: Video: Samuel, der Ukulelenprediger „Was es will“ #LiedDesTages

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Was es will – Samuel, der Ukulelenprediger

SAMUEL DER UKULELENPREDIGER mit dem Song „Was es will“ von der CD „Narrenmund“. Den Song hat er in den 90ern für seine damalige Band LUCHTEN geschrieben. Die Videoaufnahmen aus den USA wurden gedreht in den Nationalparks Grand Canyon, Sequoia und Bryce Canyon.

Viel Spaß.

1184/15: Video: The Dark Side Of The Moon – performed by Dream Theater

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Dark Side Of The Moon-Dream Theater -LIVE

Dass sich Schlagzeuger kleine blaue gelartige Gallertkissen aufs Fell kleben, hat Gerüchten zum Trotz nichts mit „The Dark Side Of The Moon“ zu tun, sondern mit Sounddämpfung. Obertöne bekämpfen. Was hingegen für das Album von Pink Floyd nicht gilt: Hier sind alle Obertöne schön anzuhören. Kommen nun auch noch großartige Musiker dazu, ist´s ein Ereignis der besonderen Art, eine Art MoFi, analog der gerade kürzlich vorübergehuschten SoFi.

Der Mond: Er ist anbetungswürdig. Nicht nur für Wölfe. Das wissen wir.

Dass die amerikanische Band das legendäre Rockopus „The Dark Side Of The Moon“ live sehr originalgetreu aufgeführt hat, blieb uns bislang verborgen. Wir gehören eben nicht zu sehr zu den Prog-Rock-Fans. Der Film ist absolut sehens- und hörenswert. Hut ab, Chapeau, großartig. Spaßeshalber.

Das heutige Lied des Tages: Das ganze Album, im Original von Pink Floyd, und hier als konzertantes Erlebnis der Spitzenklasse. Weiteres über Pink Floyd hier bei Interesse…

1181/15: Lied des Tages: Beat´n Blow und „Keine Zeit“

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_Ich.google.Deinen.Namen


Beat ’n Blow – Keine Zeit

BEAT ‚N BLOW – Keine Zeit……das Leben läuft weiter.
Die Band in Szene gesetzt von Sebastian Matthias Weißbach (Regie, Kamera) und Samira Ghassabeh (Maske). Der Song ‚Keine Zeit‘ ist die erste Auskoppelung aus dem Album ‚Über Die Ufer‘, das 2014 auf Herzog Records erschien.

BeatnBlow_Ueber.die.Ufer_Cover

More info at
www.beatnblow.de or
www.facebook.com/beatnblow

1180/15: Lied des Tages: „Wild Horses“ von „The Rolling Stones“ (alternate version)

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BRAVO-Tournee "Die härteste Band der Welt" - Rolling Stones

BRAVO-Tournee „Die härteste Band der Welt“ – Rolling Stones


Rolling Stones – Wild Horses

Es wird so kommen. Am 25. Mai erscheint eine digital restaurierte Version des damaligen Albums „Sticky Fingers“. Damit Stonesfans schon mal bisschen schmachten und dem Mai entgegen sehen können, wurde der Song „Wild Horses“ vorab ausgekoppelt und ist jetzt hier anzuhören.

Wie viele in die Jahre gekommene Mädchen haben good old Mick noch als Schwarzweißfoto an der Pinwand hängen, um ihm zärtlich einen Kuss zuzuhauchen. Marianne Faithfull jedenfalls soll an diesem Song gänzlich unbeteiligt gewesen sein und auch darin nicht vorkommen, glaubt sich zumindest Mick etwas vage zu erinnern. So genau kann sich kein Rolling Stone an diese Zeit erinnern. Erstens ist es lang her und zweitens, naja, nee, iss klar, oder?

Themenfest: Rolling Stones

1169/15: Video: Abstecher nach Venedig belegt: Hausmusik zu machen ist nicht von schlechten Eltern! #Distances #Lied des Tages

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_Jazz.Ikone

_DankeBanner_Tommy.Tulip


DISTANCES | Frezant (Live In Venice)

Veröffentlicht am 06.01.2015
Live at Marco Ponchiroli´s house in Venezia Marghera, June 2014.
Musiker im Video:
Marco Ponchiroli | piano
Jan Grinbert | sax
Georg Kolb | bass
Uli Kleideiter | drums

Wir sehen ein paar deutsche Musiker, und einen italienischen. Der Mitschnitt kommt aus Venedig und hat unseres Erachtens zu wenig Klicks. Geschmack kann man nicht kaufen. Auch auf iTunes und musicload nicht. Nein, hier geht es um Musik an sich. Käufliche Verstalter lästern gern: „Jazz geht nicht.“ Also läuft nicht. Na und? – Es geht nicht um Verkauf, es geht ums Spiel, ums Herausfordern, sich die Bälle zuwerfen und gucken, was passiert. Damit die Musik in sich lebt.

Das Spiel ist enervierend, pulsierend, vorwärts treibend. Hohe Dünung, ein Aufbrausen und ab in Richtung Mittelmeer? Langusto oder good gusto, jeder nach seinem eigenen, wie auch immer. Großartige Band.

Ein hauptstädtisches Chapeau von hier! Und ein zärtliches „Danke schön“ bzw. „Thank You for the music“.

1163/15: Positionen: Wozu eine Band gründen? Das gibt nur Ärger.

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Double Bass Looping – Adam Ben Ezra

Crowdfunding my first album! Pre-order it and join us through the recording process – Click here – http://www.pledgemusic.com/projects/a…
★ Thanks for watching! Download my Tracks, Albums and Sheet-Music from here: http://bit.ly/AdamBenEzraShop
iTunes: https://itunes.apple.com/us/album/int…
This is an original loop composition called „Intro“, performed with my new Nick Lloyd 5 string Upright Bass, Looper, Multi-Effect and Cajon.
Talk to me on http://facebook.com/AdamBenEzra and http://youtube.com/AdamBenEzra and http://adambenezra.com
Video Credits:
Creative director and video editor: Guy Dayan http://guydayan.com
Production: Goola http://thegoola.com
Cinematographer: Sergey Maydin
Sound designer: Dan Zipori
Special thanks to „Nanuchka“ restaurant in Tel Aviv and „Valentina“ the cook – https://facebook.com/nanuchkatlv
Cheers!
(Klappentext zum Video: Geprüft weitergegeben!)

Genau, wozu? Dieser Künstler macht Crowdfunding (Link oben, verfällt in vier Tagen) und sammelt Geld, um sein Projekt zu fördern. Er hat schon 94% (Stand heute) erreicht.

Alle denkbaren Antworten sind selbsterklärend erfahrbar im Video. Weniger  Personalprobleme, Krankheitsausfälle, Sozialversicherung, Gema-Abrechnung, Kompositionsstreitigkeiten. Einfach nur noch Musik machen. Das hat was.

Was? – Grüßt mir bitte ganz herzlich Tel Aviv.

1149/15: Video: Gefesseltes Präsens von #Silbermond – The wrong side of the silver moon.

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Silbermond – Alles auf Anfang 2014 – 2004

Veröffentlicht am 15.10.2014

ALLES AUF ANFANG 2014-2004
Erhältlich seit 7. November 2014

„Alles auf Anfang“ heißt das Video.

Besser haften geblieben ist für den Berichterstatter die Formulierung „Gefesseltes Präsens“. Bautzener Senf, in Berlin auf Tonträger gebannt.

Ein musikalischer Rückblick auf eine Karriere von 10 Jahren von Silbermond.

Gut gemacht.

1143/14: Legenden: „Sunny“ – performed by Tom Jones und Ella Fitzgerald

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Tom Jones & Ella Fitzgerald – Sunny – Live HD

Genug Weihnachtsschmarrn gehabt? Vielleicht.

Sag mal, ist das Tempo für Dich richtig? fragt Tom Jones die bildfüllende Ella F., ein Traum in Blau, und sie erwidert leicht angewidert, oder war´s aus Vorfreude?, „Na ja, für Rock´n Roll Gesang vielleicht…“, und dann machen sich die beiden über den Song her und wie!

Heute das #Lied des Tages. Verneigung vor zwei großen Sängern der Rock-, Pop- und Jazzgeschichte.

2015 kann kommen!

(Mit Dank an Frank Bowy, facebook, für den Tipp)

1141/14: Video: Alice Phoebe Lou und Matteo „Girl On An Island“

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Alice Phoebe Lou with Matteo – Girl on an Island LIVE

It’s hard to describe how incredible this year has been. I’ve had the pleasure of being supported and appreciated in my street performances in Berlin and had the privilege of playing shows across the world,  from NYC to the West Bank. Each show has taught me so much and given me endless new ideas of how to use music to amplify ideas of positive change. At my EP release this year, I had my friend Matteo collaborate with me on a few songs. (Alice Phoebe Lou in ihrer facebook-Weihnachtsnachricht)

Fürs Weihnachtsgeschäft ist es jetzt schon fast ein bisschen spät. Das Video wurde im Grünen Salon in Berlin-Mitte aufgenommen. Alice Phoebe Lou stellt ihr neuestes Album vor und gibt diesen Appetizer in die Runde der Kaufkraftgedanken. „Live at Grüner Salon“ heißt das Machwerk. Interessenten orientieren sich hier….

Wir haben hier einiges über sie berichtet, lies bei Interesse hier noch ein bisschen…

Die Zöllner - CD-Neuveröffentlichung "Uferlos" (Idee: Mario Naumann, mit Dank)

1138/14: Video: „Sand“ – Dirk Zöllner (aus: „Uferlos“) #Lied des Tages

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CD Die Zöllner - Uferlos

CD Die Zöllner – Uferlos


Die Zöllner mit „Sand“

Die Zöllner mit „Sand“ vom Album UFERLOS (edel 2012).
www.dirk-zoellner.de

Musik: Dirk Zoellner & Thomas Maser
Text: Werner Karma
Gesang: Dirk Zöllner, Tasten & Chor: André Gensicke,
Gitarre: Andreas Bayless, Schlagzeug: Ralf Gustke,
Bass: Jenne Brüssow, Cello: Sonny Thet,
Posaune & Euphonium: Gerald Meier, Flügelhorn: Skip Reinhart, Saxophon: Frank Fritsch
Gemischt von Marcus Gorstein
Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

Auf Amazon schreibt jemand über diese CD „Uferlos“ 2012: „Mehr habe ich auf meiner Website […] über Dirk Zöllner, Die Zöllner und insbesondere auch das Album „Uferlos“ geschrieben. Ich hoffe, ich konnte Euch helfen. Uneingeschränkte Kaufempfehlung, fünf Sterne „deluxe“. Für mich ist das Album mein persönliches „Album des Jahres 2012″. Wer noch weitere Fragen dazu hat, mag sich an mich wenden.“ (Rezension insgesamt hier)

1130/14: Video: Altbewährtes aus Dinkelsbühl, bzw. aus Berlin, vom Genfer See, aus Montreux. – Und: Neulich am West-Harfen

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Smoke On The Water – Deja Nova Trio

Beachte den Unterschied: Wenn Simonetta Ginelli in Hamburg am Harfen ist und mit der Barkasse durchbrennt, so liegt hierin kein krimineller Akt. Die Tageseinnahmen sind behütet, also ist niemand betroffen. Sie hat einfach nur die Flucht ergriffen. Bzw. eine der berühmt-berüchtigten Harfenrundfahrenten. So schnell fährt es sich allerdings auch dort nicht, als dass infolgedessen Rauchschwaden aufsteigen. Das Phantom der Oper, die Neue Flora oder gar die Elbphilharmonie? Pah, der Schellfischposten ist die Stätte der Begegnung.

Es handelt sich um keinen so komplizierten Sachverhalt: Am Hamburger Harfen moderiert die beste Background-Sängerin Deutschlands Ina Müller (Beweis hier) in einer Kneipe namens Schellfischposten „Ina´s Nacht“. Worüber sich viele das Maul zerreißen, einige aus Neid, andere aus Häme. Oder aus heimlicher Bewunderung für eine knallhart erfolgreiche Frau: Das zu ergründen ist die Aufgabe dieser Website nicht. Smoke On The Water ist erschlossen als Thema hier.

Das Hamburger Harfengebiet ist von hieraus unerschlossen. Anders der Genfer See, in Montreux. Dort spielten Deep Purple, es wurden Aufnahmen angefertigt, sie hatten das Rolling Stones-Recording Mobile gemietet, Frank Zappa & The Mothers of Invention waren da: Plötzlich brannte es lichterloh. Der Rauch lag lange nach den Löscharbeiten über dem Genfer See. Das war der Ausgangspunkt für das wohl berühmteste Gitarrenriff der Rockmusikgeschichte: Simonette Ginelli aka „Die Hauptstadtharfe“ hat das Stück mit ihrem Trio aufgenommen, es mit einem Reggaerhythmus unterlegt und  die abgebildete Kurzfassung aufgenommen.

Was hat das nun mit Ina Müller zu tun? Ganz einfach: Ina soll sich auch mal schonen. Einfach das Deja Nova-Trio zu Ina´s Nacht einladen und zurücklehnen: Gesungen wird in dieser Version nichts. Rastaman, make Zaster, Mann!

1129/14: Video: Janus und „Anita spielt Cello“, der Musiklehrerberuf an sich und die Last unerfüllbarer Kulturaufträge


Janus – Anita spielt Cello

„Anita spielt barfuß Cello vorm Tor…lebende Tote ziehen vorbei.“ – Das müssen wir uns mal klar machen: Eine polnische Musiklehrerin namens Zofia Czajkowska wird von der SS beauftragt, das Orchester des Todes zusammenzustellen. Ja, den Anschein von Kultur hat man herbeigeholt. Karl Kraus hat philosophiert: „Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.“

Janus hat die Geschichte der Cellistin Anita Lasker-Wallfisch (Jahrgang 1925), einer der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz, zum Anlass genommen, ihr dies Lied zu widmen.

Das Mädchenorchester von Auschwitz wurde von Alma Rosé, so gut eben ging geleitet und spielte „Wiegenlieder für viele Leichen“ und wenn es sein musste, auch mal Sonaten für ein unverlinkt bleibendes Scheusal namens Mengele. „Schumanns Träumerei“, wünsch Dir was, Josef!

Anita Lasker-Wallfisch lebt heute in London. Manchmal muss persönliche Verdienstwürdigung und „Neuen, deutsche Härte“ einen Moment zurückstehen, um die Würdigung eines Musikstücks hervorzuheben, das ganz zweifelsohne mit „Anita spielt Cello“ großartig gelungen ist. Chapeau, Janus.

Es ist leichter geworden, vom Herzen her Musik anzufassen, ihre Entwicklung zu betreiben und sich fortzubilden. Das letzte „Spiel mir das Lied vom Tod“ (Once upon in the West) war eine fiktive Erzählung aus dem Jahre 1968 und an Banalität im Vergleich hiergegen kaum zu überbieten. Don´t forget, dry your tears: Once upon in the East, remember!

1128/14: Video: Jetzt kommt der Bi-Ba-Bollermann, wir fahren Bi-Ba-Bummelbahn!

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Bollermann_Promofoto


bollermann- schick den bub

Schöne Grüße vom Bi-Ba-Butzelmann, aktuelles LineUp:
stulle: singt – keyboard – juju-gitarre
belando belandini: schlagwerk und wild- bzw. footlocker, manchmal foodlocker (Hält Essen fest!)
uegszel yazmen – gitarre (manchmal bass) computer
Immer wieder „mit Gästen“, die rasseln und tuten!
Ausgeschieden, in bleierner Erinnerung: victor vibrator

Apropos: S´schneit schon. Zeit für die S-Bahn, den Zugverkehr wieder einzustellen. Warten auf die Ewigkeit auf kalten Bahnsteigen. Bis die Bundesbahn wieder fährt. Konzerngeschicklichkeiten.

Apropos Ewigkeit: Es ist eine Ewigkeit her, da wurde die Band „Bollermann“ gegründet (1983). Wenn du heute gugelst, bekommst du -allen Ernstes- seriöse Suchergebnisse ausgeworfen: U.a. bietet Dr. Bollermann Dienste an. Es hieß früher immer: Mit dem Gesicht kann man sich nur verstecken.

Mit dem Namen aber auch, oder? Es sei denn, man hat so ein Jahrhundertprojekt am Start, wie die immer noch existente Berliner Band Bollermann. Cooles Video, coole Musik, sehr abgefahren. Tropft wie fettes Öl aus zu lauten Stereolautsprechern am PC, Youtube lässt grüßen, dazu Frappé. Schön, Daumen rauf, von wegen Daumenschrauben, nix da. Ein Plusplus für das Video. Gefällt. Daher #Lied des Tages

Eines Tages haben die (wieder) ´ne richtige Homepage. Früher gab´s ja noch kein Internet, schaut, ist auf Rockinberlin.de erwähnt, das Feld gar nicht bestellt. Der Vernunftbauer vertraut seiner Ratiofarm, Bollermann aber schiebt mit Bollerwagen Richtung Musikgestirne. Avanti, Populo! – Bis dahin hören wir in die Soundcloud! Was gips Neues?