JAS_terday (Drums made Wumms) LET LOVE RULE # 27.07.26 #LetLoveRuleSessions #Lennyism #Kravitzism #TTT #Tulipstagram
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JAS_terday (Drums made Wumms) LET LOVE RULE # 27.07.26 #LetLoveRuleSessions #Lennyism #Kravitzism #TTT #Tulipstagram
Das ist mit Sicherheit alles nicht normal. Und wozu auch? Normal ist 69. Ich bin 42, die Antwort auf alles – und locker über sechzig. Was auch immer ich bin, ich war JAS_terday ooch schon kulturbeflissen. JAS Kayer ist die aktuelle Schlagzeugerin von Lenny Kravitz, der am 27.07.26 in der UBER-Arena vor Tausenden von Menschen spielt. Irgendwo las ich heute Morgen, er wäre ein gut konservierter Lenny Kravitz. Das ist Neid. Der Mann sieht blendend aus. Und wäre ich nicht eine langweilige CIS-Kartoffel, wäre ich wieder schockverliebt gewesen in LK, den Ausnahmemusiker, der aussieht wie Bob Marley, es aber nicht ist. LK ist VINTAGE. Er setzt gern altes Studioequipment von früher ein, heißt es. Ansonsten hat er ein Haus in Paris, das ist eine große Villa, dabei wollte er doch nur 1-2 Zimmer. Seine Immobilienmaklerin hat ihm ein Ohr abgekauft.
Wenn LK in Berlin ist, weiß man, gibt es paar Promisichtungen. Aber wo? Er wird dem Vernehmen nach einige Tag noch in Berlin bleiben. Was das Konzert angeht, so umsäumt das Bildhafte, das PIC-Artige (wie man hier sieht) durchaus den Verstand des Berichterstatters. Sodass der im Grunde genommen gar keine Zeit findet, den ganzen Scheiß zu sharen. Wozu denn auch? Für umme? Canasta Canasta. Nee.
Dass bei einem Konzert der Rap-Künstler Casper und Marteria in Essen eine von mehreren LED-Leinwänden beim nicht ohne weiteres einschätzbaren, plötzlichen Unwetter größeren Ausmaßes einstürzt, ist das eine. Das kann passieren, darf nicht passieren. Sollte nicht sein. Menschen kamen zu Schaden, zwei in Lebensgefahr. Vor allem eins stört uns mehr als alles andere: Gleich hat die schreibende Güllde Besserwessihaftes zu verkünden, flotter Buchstabensalat auf flirrendem Firmament der Erstmeldungen. Vor- bzw. Schnellstbeurteilung, Vorurteil, Vorverurteilung ist zu lesen. Schuldige sind angezählt. Und ausgemacht.
Schade dass von den Künstlern noch kein Statement zu lesen war. Sie könnten zwar nicht erklären, wie es geschehen konnte, aber sie hätten Anteilnahme schnell ausdrücken können. Man ist noch zu elektrisiert? Es ist wie es ist und es geschah, also ist es gewesen. Ein paar berufene Leute werden jetzt ihre Arbeit machen und ermitteln, ob menschliches Versagen die Ursache war? (Update: 13:30 Uhr: Siehe Weiterführend)
Wir haben eine vorsichtig gefasste Meinung: Das war so nicht vorhersehbar. Sonst wäre es nicht geschehen. Es geschah überraschend und es war eine unglückliche Konstellation. Die Örtlichkeiten, die Bühne, das Wetter und die Gesamtsituation. Wer auf einem dieser Konzerte gewesen ist so wie ich kürzlich in der Waldbühne, weiß was für ein großes, überwältigendes, emotionales Event das ist. Diese Konzerte waren gut verkauft und gutbesucht. Menschliches Versagen?
Wir sollten menschlich wehklagen und den Opfern unsere Anteilnahme aussprechen, Ihnen sagen, werdet gesund und Gott sei Dank ist es nicht schlimmer gewesen. Liebe, Licht und Empathie für die Opfer von Essen.
Was können wir am Sonntag nach dem Abend in der Waldbühne noch sagen?
Vorprogramm Mavi Phoenix („Make The World Go Quiet“, Wien, Österreich, hier), kompetenter, netter Drummer Lukas Rausch (Instagram hier), spielt Sonor und Meinl-Becken. Dann Hauptprogramm und Bombast vom Feinsten, Dance, Party, Marteria und Casper in Hochstimmung, sie feiern 1982, das Jahr, in dem beide geboren sind. Nachdem wir schon das Record Release begleiteten, gutes, altes Material. Bewährt. 🙂
Das Publikum ist in der ausverkauften Waldbühne gut drauf. Erstaunlich wie textsicher viele hier sind, schwierigste Texttriolen und Flamsilben, die holpern und stolpern, nichts ist den Stadionakteuren im dicht gedrängten Publikum zu schwierig. Jeder ist hier ganz bei den Protagonisten. Und die sind auch da. Und WII.
Die Veranstalter üben gegen die Waldbühnenvermieter Aufstand und stänkern wg. merkwürdiger Vorstellungen der Arenavermieter zum Thema Merchandising und wie viel Prozent von jedem T-Shirt, Hoodie und Pin rüberwachsen soll. Das Management der Bands sagt: Nö. Niente, nada. Das ist nicht Euer Geld. Es heißt, die Herren der Waldbühne nehmen den Veranstaltern und Künstlern signifikant Merch-Einnahmen weg. Kurzerhand entwickelte Landstreicher ein PreMerch. Einen Tag vor dem Ereignis können Fans ihr Merch im Musik & Frieden in der Falckensteinstr. in Kreuzberg kaufen.
Marteria und Casper waren persönlich da. Musikmanager B. Gottwald sagt, es geht darum, dass so ein T-Shirt nicht 30,- € oder mehr kosten muss, weil die Veranstaltungsorte-Vermieter den Hals nicht voll kriegen. Das Management der Band war mit dem Schachzug und den Ergebnissen zufrieden, heißt es. Die Gäste der Veranstaltung aber auch: Alle waren glücklich. Und erstaunlich, wie stark gelb durchsetzt die Waldbühne war: Gelb ist die offizielle Farbe dieser Veranstaltung, wissen die Fans und Insider. Aber psst…
♫ Aphrodite’s Child ♪ Rain And Tears ♫ Video & Audio Restored HD
Beim Soundcheck am 03.07.19 17:30 Uhr (ca.) im Art Stalker sickert durch: Einer der best aussehenden Griechen á la Zeiten (außer Alexis Sorbas aka Anthony Quinn) ist in Santa Ponça (Mallorca) gestorben. Der Tod von Costa Cordalis: Er sah gut aus, war ein durch und durcher Netter unter Hellenas granteligen Griechen. Nicht so ein Varofakis, der Mittelfinger zeigte, aber die hausgemachte Pleite nicht abwendete. Eine Art modernerer Vorzeigegrieche bereits der Siebziger Jahre, Superstar in Deutschlands Hitparaden.
Farewell, Costa Cordalis, Du bist nur 75 Jahre alt geworden. Ich hab es recherchiert: Die besten Griechen sind alle tot. Auch mein Freund Jannis aus Athen. Wie bitter. Und griechischer Wein ist wie das Blut der Erde. Schenk nochmal ein. Und wenn ich dann traurig werde…
Doch von gestern: Die Veranstaltung im Art Stalker in Charlottengrad, die der Würdigung von Tom Waits gilt, wird bis Dezember monatlich fortgesetzt. Jeweils am ersten Mittwoch des Monats, An Evening with Tom Waits à la carte, ein gemischter Kessel Buntes aus Blues, Jazz, Zirkus und Boheme. Erzählt und musiziert wird aus dem Werkschaffen des amerikanischsten á la Poeten, dem raubeinigen Sänger, Musiker. Für Sommerferien war die Veranstaltung sehr gut besucht, die Stimmung geil, gut gelaunt, nur Gewürzgurken wurden nicht gegessen, gütige Gisela. Es wurde laut applaudiert, skandiert. Kandierte Appläuse und Früchte der Fleißigen, Meriten vom saumseligen Banditen. Apropos Bandit: Räuber-Jenny leitet das Kunst stalken. Ganz richtig: Schmaler Taler Eintritt, in der Tradition der Dreigroschenoper im alten Berlin-Schiffbauerdamm: Vorher Mundraub, Currywurst mit Pommes, und nun, Sehräuber-Jenny macht’s möglich.
Ich hab Spaß und es hat Spaß gemacht. Im August ist am Mittwoch, den 07.08.19 um 20 Uhr #SaveTheDate die Band um Ausnahmegitarrist Franz de Bÿl#Vinÿl (Tasten: Stephan Hoppe, Bass: Jens Saleh, Drums: Tommy T. Tulip) auf derselben Bühne im Art Stalker in Charlottenburg. Banditenterraub am Stutti, weißte Bescheid.
Die Veranstaltung hat sich herumgesprochen.
Man redet drüber. Ist es eventuell das, worum es geht?
Die Kerze stelle ich für Costa Cordalis auf, gebe zu, diese Nachricht hat mir einen Stich ins Herz gegeben.
Als ich in Santa Ponça auf Mallorca urlaubte, erinnere ich jetzt gern die großartigste Ursula „Mallorica“ Hundrich. Sie hat mir geholfen, suchte ich nach Unterkünften im fünfundzwanzigsten Bundesland Deutschlands, auf Mallorca. Ursula ist verlinkt.
Ruhe in Frieden, Costa, da ist bereits das Wort Tiger drin: Du Großartiger. Grüße mir den zweitwichtigsten á la Griechen, Demis Roussos, der seit 2015 – Beim Zeus! – auf Dich wartete. Yassas! Griechische Gemütlichkeit: Efaristo. Para kalo. Beachtet: Dies in Griechisch ist Schreibwaise räudig, diesbezüglich. Wegen meiner.
Costa Cordalis: Meine Verehrung!
Zu Deiner Beerdigung bitte Conquest Of Paradise von Vangelis. Als Beschallung über die hügelige Landschaft von Valdemossa auf Mallorca. In der Nähe der Finca von Michael Douglas. Dieses Refugium in einer Art eines Statements.
Zum Leichenschmaus lilafarbene Kalamata-Oliven vom Peleponnes. Purple Brain: Der Tod. Die Farbe Lila. Das sind wir Prince schuldig.
Und Gott sei Dank, beim Zeus, beim Jupiter. Heureka!
Dein Tommy
Schwarze Tulpe – The black tulip. To The Honor of…
KÆLLA – Rock am Rhin – 21.06.19 #Tulipstagram #RockamRhin
Wie jedes Jahr ist 2019 eine Veranstaltung Rock am Rhin vernünftigerweise am Start. Aus Gründen. Gestern Abend spielten unter anderem The Exception aus Neuruppin und Kaella aus Rheinsberg. Ein Videosnippet ist oben. Falls der Ausstrahlung widersprochen wird, wird es entfernt.
Während wir Musikgeschichte herbei schreiben, dass niemand vergisst, was zu erwähnen ist, beschweren sich auf Facebook die Anstaltsleiter einer Gruppe für Pedalboard-Besitzer, man hätte ihnen ihr Facebook look a likes Pedalboard abspenstig machen. Um es für die Werbung einer Spezialistengruppe Musikerwitze einzusetzen. Wie schnell könnte ein so einmaliges, ja uniques Pedalboard als Musikerwitz verwechselt werden. Das eine gar das Projekt des Anderen zu werden droht. Ruhig, Admins der Pedalboarder: Eure Community ist kleiner und es handelt sich nicht um Copyright-Diebstahl. Die Erwähnung eines Facebook-Pedalboards ist Reminiszenz. Ausdruck von Verehrung und Würdigung, Namhaftmachung. Doch wie es ist im Gewitter, Ihr Huschen. Aus die Maus.
Hatten wir gedacht, Musiker: Gemeinsame Ziele und Visionen. Irrtum: Schon Helmut Schmidt, ruhe in Frieden, wusste: Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.
Für die Band Kaella (sag jetzt nicht Ka-Ell-Ja) gabs im Catering nicht Paella (sprich: Pa-Ell-Ja): Angenehmst die Neubesetzung am Drumset. Ein echter Gewinn. Weiter so. Heute Abend wird die Veranstaltung in Rheinsberg fortgesetzt. Mit gänzlich anderen Mitteln. Apropos mittel: Spitze war’s gestern.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupéry)
Torsten Hansen ist Fotograf.
Er hat am 14.12. ein sehenswertes Fotoalbum angelegt und im Internet veröffentlicht, das es uns ermöglicht, auf das 30 Jahre „Die Zöllner“-Jubiläumskonzert im Kesselhaus in Prenzlauer Berg nochmal detailreich zurückzublicken.
Viel Spaß, Freunde der guten Livemusik.
Das muss noch erfunden werden: Das, solche Fotos dann mit der Hintergrundmusik abspielen.
Aber dann regen sich die Musiker auf. Potsch Potschka, früher Spliff, hat sich gerade geärgert: Irgendein Hirni stellt immer was auf YouTube und wenn’s auch Scheiße klingt. Er ist stinkesauer, sagt er und hat zu wenig Zeit, dagegen vorzugehen. Man kann es mitfühlen.
Am 03.07.2018 veröffentlicht: Kodo Jazz Collective perform and jam out on the jazz classic „All of Me“, as part of their Windy Day Sessions in Berlin, Germany. For bookings or enquiries, email kodojazzcollective@gmail.com And be sure to follow them on their Facebook and Instagram for any upcoming performances! facebook.com/kodojazzcollective
Gestern Abend spielte das Kodo Jazz Collective aus Melbourne, Australien, im Yorckschlösschen. Die Sache hatte diesen einen Fehler: Ich war nicht da. Ich gebe mein Bestes, ich gebe alles: All of me. Das kann doch einen Jazzman nicht erschüttern, keine Angst keine Angst, Rosmarie. Apropos Rose: IM Tulpe übernimmt das Investigative.
Vor Jahren weilte ich im Yorckschlösschen und weil an dem Abend viel fotografiert wurde, errate ich im Nachhinein, wurde die nicht mal im Ansatz bekannte Datenschutz-Grundverordnung vom Mai 2018 nicht in Erwägung gezogen. Liebe Grüße an Gudrun Arndt, die beste jener Fotografiker der Musikszene Berlins. Solch Fotowerk (siehe ganz oben) kann man auch Lokalkolorit nennen, denn es ist Farbfotografie. Dies wichtige Beweisdokument der Berliner Musikszene entdeckte ich heute Morgen per Zufall auf der dortigen Homepage Ich kann den Abend erinnern: Kein Zufall, keine Mädchen. Gestern hatte Pete Wyoming Bender Geburtstag. Ich habe diesen Kerl geliebt. Dieser Abend war Halal. Pete spielte Klavier und sang The first cut is the deepest und ich von hinten mit und ich weinte um die Schönheit des Vergangenen und Joe Kucera blies von vorn dazu das Halal. Oder war es das Hallali?
Das Yorckschlösschen hat heute Abend auf. Heulen wie ein Schlosshund, Träne im Knopfloch und Tränen der Rührung. Wir zutiefst gerührt, nicht geschüttelt. Die Seele am Abend aus dem Leib gerüttelt.
Kodo ist mein Zeitzeuge, aus Melbourne angereist, der Dritte aus der Sternenmitte, bin ich der Dritte von links (siehe Foto)
Unknown flying object identifies as Kodo from Melbourne in Australia!
.
(Chor) Und ich düse düse düse düse im Sauseschritt
Und bring die Liebe mit von meinem Himmelsritt
Denn die Liebe Liebe Liebe Liebe die macht viel Spaß
Viel mehr Spaß als irgendwas (/Chor)
.
We do not need any love on this planet!
Tötet Kodo, vernichtet die Liebe!
Zielansprache Gamma Delta 731 Überraum (Anderes Wort für Proberaum – Die Reaktion der Redaktion)
Kodo aus der Ferne der leuchtenden Sterne
Ich düse…
Jetzt geht mir die Düse, Freunde. Und ich habe gleich zwei Ohrwürmer.
Noch was, liebste Freundin, macht Dir das klar: Livemusik ist nicht im Internet. Du musst schon mal den Arsch bewegen. Oder Du nimmst eine gute Freundin mit. Har. Haste gemerkt, oder?
Am 23.06.2018 veröffentlicht
Gesang:
Helene Hannemann
https://www.instagram.com/helene.hnm/
RAP:
FELIX FAMSN: https://www.facebook.com/felixfamsn/ – https://www.instagram.com/felixfamsn/
FLOYD: https://www.instagram.com/tomfloyd.q313/
Eigentlich hat es erneut ein schöner Abend werden können. Leider stimmte der Sound nicht. Anders als im hier vorgestellten Stück Ganz Egal, an dem alles stimmt, hat es der Soundmann bei der Veranstaltung in Rheinsberg nicht wirklich drauf und versaut den ganzen Auftritt. Das ist für die Künstler mehr als ärgerlich, auch wenn die Zuschauer die Formation feiert. Man singt hier mit, auch wenn der Gesang nur schwer zu verstehen ist, live.
Als die 13-jährige Courtney Hadwin die Fernsehstudiobühne von America’s got talent betritt, ahnt noch niemand, was gleich folgt. Eine schier unglaublich gute Performance eines jungen Mädchens, die so weit weg von allem anderen liegt, was in solchen Mainstream-Shows für üblich gehalten wird und gut geht.
Da fällt einem im Grunde genommen nur noch die Joss Stone früher Jahre ein und die ganz schemenhaft noch wiederabrufbare Amy Winehouse, schon als kleines Mädchen von Gott begnadet, ausgestattet mit dem wohl unüblichsten, wohlriechendsten Showparfüm der Welt. Auch Patrick Süskind hätte sich das nicht besser ausdenken können.
Die Fernsehshow nimmt ihren üblichen Verlauf, es gibt Goldregen, einen Buzzer, der besonderes verheißt und am Ende einen Plattenvertrag von einem der Juroren: You are the next Janis Joplin.
Courtney bricht in Tränen aus, das alles ist zu viel des Guten.
Ein Schönling war er nie, der bullige, mittlerweile 66-jährige Texaner mit der sanften Stimme. Aber Christopher Cross hatte von Anfang an vielleicht gerade wegen dieser Gegensätze einen Schlag bei den Frauen. Den Beginn markiert das mit einem Grammy ausgezeichnete selbstbetitelte Debütalbum von 1979, der internationale Durchbruch folgte ein Jahr später. Gekrönt wurde dies 1980 durch eine Nr. 2 („Ride Like The Wind“) und einen Spitzenreiter („Sailing“) in den US-Charts.
Und weil Christopher Cross auf die Zuneigung seines vorwiegend weiblichen Publikums zählen kann, dachte ich mir, dass ein Konzertbesuch für Cross‘ Auftritt im Bremer Musicaltheater ein gutes Geburtstagsgeschenk für meine bessere Hälfte sei. Ich sollte mich nicht irren. Zusammen mit unserem erwachsenen Sohn, der uns gerade mit einem Besuch beehrt, fanden wir uns am Abend des 1. Juli in der schönen Bremer Spielstätte ein (die Ende des Jahres abgerissen werden soll, aber das ist eine andere Geschichte).
Ab sofort werde ich als Autor für blackbirds.tv gelegentlich Beiträge liefern. Mein Name ist Ansgar Bellersen. Meine eigene Webseite befasst sich mit dem Werk der Ex-Beatles, das heißt: mit ihrem Schaffen als Solisten.
Um es vorweg zu nehmen: Es war für meinen Geschmack nicht richtig gut, aber auch nicht schlecht.
Bei der Ankunft im Club erwartete ich Equipment, das die Vorbilder auch benutzten. Das ist hinsichtlich des Sounds bei manchen Coverbands ja auch nicht ganz unwichtig. So war ich zunächst ein bisschen enttäuscht, dass das Schlagzeug so gar nicht nach der Ausrüstung von John Bonham aussah und dass da eine Doppelhals-SG von Epiphone stand. Nun ja, für eine Gibson muss man ja auch das Vielfache hinblättern.
Davon wollte ich mich aber auch nicht beeinflussen lassen. Als die Bremerhavener dann loslegen, war ich ein bisschen irritiert, dass der Sänger den Text vom Blatt ablesen musste. Das änderte sich über weite Strecken des Konzerts auch nicht. Seltsam, denn diese Band ist ja schon seit gut zehn Jahren so unterwegs. Aber vielleicht hat er Probleme mit seinem Gedächtnis. Wie auch immer, seine Stimme ähnelt der von Robert Plant, ohne allerdings dessen Höhen (in Plants besten Zeiten) zu erreichen. War aber okay. Gut fand ich, dass der Sänger seine Kollegen bei Bedarf am Bass oder der Akustikgitarre unterstützte.
Am 16. und 17. Juni 2017 findet am Abend die Veranstaltung Rock am Rhin in Rheinsberg in der Ostprignitz statt. Für gerade mal 3,- € Eintritt wird von den Veranstaltern ein kleines, rühriges Festival mit jungen Musikern angeboten. Wir haben die Veranstaltung gestern Abend besucht und empfehlen, infolgedessen am heutigen Abend einen Besuch als netten, kleinen Ausflug in Erwägung zu ziehen. Hat Spaß gemacht.
Der gestrige Freitag, ein Mensch mit gemischten Gefühlen. Erst „Wetter, Wetter, Wetter“, dann wird bekannt, dass unser aller Bundeskohl verstorben ist und damit schon wieder ein weiteres Loch in die Weltgeschichte gerissen ist. Aber am Abend dräut Glückseligkeit. Es ist Zeit für Musik, heavy, an den Drums hard Hitter & an den Mikros süffisant-zartbitter.
Da war zunächst die austauschreiche Wetterlage. Eine Roadmap nach Berlin und zurück Richtung Rheinsberg in der Ostprignitz. Motorrad fahren für den Weltfrieden, aber schon am Nachmittag teilte sich das Wetter dem Außenläufer gehörig mit. Es hatte ja nichts zu verschweigen. Heftige Seitenwinde und ab und an ein great big shower direkt von oben. Der Mensch ist nicht ein Wetterhahn. Doch ließ sich bald best weather an.
Denn am Abend ist für die örtliche Zivilbevölkerung von Rheinsberg und Umgebung die 14. Folge eines kleinen Festivals mit großem Besteck angesagt. Rock am Rhin heißt die Veranstaltungsserie. Bei gerade 3,- € Eintritt pro Person und Abend eine Veranstaltung, die man sich gerade noch leisten kann. Apropos leisten: Großes leistete der Topact des gestrigen Abends Felix Famsn – auch genannt Famous – und in der Tat: Wirklich famos, was der junge 22-jährige Edelrapper und Hip Hopper auf der Bühne veranstaltet.
Sehr schön die Idee des Abends, nicht nur vom Band und dem Mikrolaptop Beats zu zaubern, sondern gleich eine ganze Band auf die Bühne zu stellen. Die reichlich üppig ausgestattete Stage mit großem Equipment, darunter mindestens drei Subwoofern zuviel, einem wirklich empfindlichen Punch in die Magengrube, hat allerdings den schönen Effekt einer Gänse- auf der Kopfhaut. Das rüttelt und schüttelt so schön.
Ich war längere Zeit nicht mehr bei einem so großen Konzertevent, wie gestern Abend in der Freilichtbühne Wuhlheide. Die Kannibalen in Zivil – KIZ – nahmen sich den Samstag zur Brust und es gab Regen, ein Segen. Was eingangs wie ein großes Public Viewing begann, mit hübschem Farbfernsehprogramm auf drei großen Bildschirmdisplays, wurde im Verlaufe des Abends immer mehr zu einem Hip-Hop-Abenteuer von vier enthusiastisch battlelnden Führern. 17.000 Zuschauer sangen am Ende die Hymne der Hurensöhne.
Paul is dead – 21.08.16
Manchmal spielt einem das Gehirn Streiche. So wie am 20.08.16 in der Freilichtbühne Wuhlheide. An diesem Samstag treten in der Berliner Zweitwaldbühne die Kannibalen in Zivil – kurz KIZ – auf. Am Einlass vorbei, finden wir unsere Plätze auf den unteren, guten Rängen. Der verabredete Dresscode ist schwarz. Wir sind Haustiere von KIZ, das ist die Gästeliste, auf der zu stehen in gewisser Weise ein großes Privileg darstellt.
Vor allem, wenn man am Einlassventil am Haupteingang der Freilichtarena vorbei zieht. Dort stehen Tausende und möchten Einlass. Wir dürfen einen Gäste-Spezialeingang rechts neben dem Haupteingang aufsuchen und bekommen ein kennzeichnendes Bändchen. Und bitte, gehen Sie hier entlang.
Weltraum Jazz im Artenschutztheater am Freitag, dem schwärzesten 13ten seit langem, an dem abends erst ein Livekonzert im Artenschutztheater stattfindet und wenig später in Paris eine gewaltsame Terrorwelle sondergleichen losbricht. Tränen vor Glück und Tränen vor Entsetzen an einem Abend. Dieser Abend wird in Erinnerung bleiben.
Als Spielstätte guter Livemusik etabliert sich immer mehr das Artenschutztheater in Berlin-Moabeat (Moabit, Tiergarten). Bundespräsident Gauck ward hier noch nicht gesehen. Dabei wohnt Gauck umme Ecke, fußläufig. Und lässt sich doch lumpen. Zunehmend spielen hier allerdings Musiker von Rang, Können und Namen. Dabei ist der Donnerstag ein wohlfeiler Augenblick im Liveprogramm. Die Veranstaltungsreihe heißt Funky Moabit und sie wiederbelebt die etwas ältere, frühere Tradition ausgiebiger Liveperformances mit Sessioncharakter. Musiker, die möchten, treffen sich mit Gästen, die sich nicht trauen bzw. Musikinteressierten, die nur mal schauen möchten. Es gibt immer einen Opener, jemanden, der Anderen Mut macht, es ihm gleich zu tun.
Der sehr freundliche, italienische Spitzenbassist Roberto Badoglio (Bj. 84) ist so einer. Eine gewinnende, persönliche Natürlichkeit besitzt er und ist doch ein spielerischer Gigant, der einem beim Zuhören und Zusehen nicht selten die Schweißperlen ins Gesicht treibt. Auch international ist Roberto Badoglio in Sachen handgemachter Musik unterwegs. Mit seinem vermutlichen deutsch-isländischen Lieblingsgitarristen Bjössi Klütsch hat er den australischen, in Amerika lebenden Weltklasseschlagzeuger Virgil Donati und den amerikanischen Keyboarder/Pianisten Steve Hunt zu einem Quartett geformt. Wir berichteten.
Jeff Beck (g)
Rhonda Smith (b)
Nicholas Meier (g)
Jonathan Joseph (dr)
Zuletzt tourte und trat er mit Tal Wilkenfeld (bass) und Vinnie Colaiuta (drums) als Trio auf. Seine Version von „A Day In The Life“ gehört zu den Grammy-Preisträgern. Ansonsten trägt der Mann gebeugten Rückens den schweren Arsch Rockgeschichte in sich, wenn er fingerzupfend fulminant die E-Gitarre quält, dass es eine Freude ist. Ein kundiger Betrachter von Konzerten ist seit dreißig Jahren Peter E. Müller von der Berliner Morgenpost. Das ist mitnichten so lange, als Jeff Beck auf der Bühne steht. Irgendwann fängt jeder ja mal an und besser später als Jeff Beck, als nie. Man kann dem Urteil von Peter E. Müller unbedingt trauen. Er lobt das Konzert.
Sein Review ist verlinkt. Frank Kriester danken wir für den Moment herzlich für das zur Verfügung gestellte kurze Livevideo vom Auftritt des Herrn mit anderer Besetzung. Als Kolorit ist ein zweites Review eines älteren Berlin-Konzerts verlinkt. Auf H.P. Daniels trifft das über Peter E. Müller gesagte unbedingt zumindest in ähnlicher Art und Weise zu. Zwei Fliegen, eine Konzertklappe, zwei zeitlich unterschiedliche Blicke auf den Altmeister. Viel Spaß.
On the day I went away
Was all I had to say
I want to come again and stay
Smile, and that will mean I may
‚Cause I’ve seen blue skies
Through the tears in my eyes
And I realize I’m going home
Everywhere, it’s been the same
Like I’m outside in the rain
Free to try and find a game
Cards for sorrow
Cards for pain
‚Cause I’ve seen blue skies
Through the tears in my eyes
And I realize I’m going home
Dr. Franknfurter „I´m Going Home“ – Rocky Horror Picture Show
Soviel passiert. Jetzt, wo es sich nicht mehr lohnt, großartig Großenkneten abzuwarten, habe ich mir die Frage gestellt: Was dann, was dann? Wenn Herz Trumpf ist. Kralle Krawinkel ist tot, ich berichtete. Leider. Auch Familie Suurbier ist praktisch zum erliegen gekommen. Ich berichtete nicht tiefer. Tragisch. Paco de Lucia ist tot. Pete Wyoming Bender ist gegangen, für immer. Alle haben sie zwei Dinge gemeinsam: Sie lebten und jetzt sind sie tot. Und noch zwei Dinge: Sie bleiben.
[iframe_youtube video=“Qcfrg7NafA4″] Die Gabys & Simone Reifegerste – Purple Rain (performed live @Rickenbackers)
Katharina Goebel – Gesang
Simone Reifegerste – Gesang
Amelie Zapf – Gitarre
Melanie Plauth – Gitarre
Gabi Mehlitz – Bass
Ina Brox – Saxophon
Elisabeth King – Tasteninstrumente
Nicole Rauer
Melanie Plauth (g)
Text und Musik ‚Purple Rain‘: Prince
Ein Review (eine Konzertkritik) zu schreiben, das ohne viel Text auskommt und trotzdem rüberbringt, was wichtig an einer Sache war, ist eine Kunst. Eventuell reicht die Widmung dieses „one of it´s best Klassikers of all times“ des kleinen, unverhüllten Sexidols namens Prince aus Minnessota zum (neuerlichen) Lied des Tages ja schon aus. Chapeau, die Damen! Großartig. Sehr gerührt, habe mich nicht geschüttelt. Aber ich hab meine Wunderkerze gerade gehalten, aufrichtig, ehrlich und mit Tränen in den Augen. So schön! Danke.
0012: Olaf Maske – Das Lied von der Krummen Lanke – performed live! (via youtube)
Performed live am 09.03.2012 im „Wilma 163“, Ökomenischen Zentrum, Wilmersdorfer Str. 163, Berlin-Charlottenburg
Kategorie: Berliner Gassenhauer – Die nachfolgende Textfassung ist exemplarisch, Abweichungen hiervon sind bekannt.
Vor zwei Jahren im August
Habe ich noch nich jewusst,
Dass ich heute Klagelieder singen muss.
Damals hatt‘ ich g’rad entfernt
Erst de Emma kenn’jelernt;
Ach, und heute is schon mit der Liebe Schluss.
In ’nem Grunewaldlokal
Sah ich sie das erste Mal,
Sie trank Kaffee und aß Liebesknochen ‚zu.
Und ich schlängelte mich ran,
Und wir fing’n zu meckern an,
Und um achte sachten wir schon beede „Du“.
Collage Olaf Maske & Elke Querbeet "Liederliches aus Berlin"
(auf´s Bild klicken für Großausgabe)
„A weng a großartige Sache,“ so lautete die interne Information dazu. Und dazu der Aufspielort: „Das ökonomische Zentrum“ oder wie dit heißt. Nein nein, richtig heißt das Ding da „Ökumenische Zentrum“ bzw. verballhornt auch „Wilma 163“, weil nämlich in der Wilmersdorfer Str. 163, Berlin-Charlottenburg. „Der King vom Prenzlauer Berg“ wurde von City einstmals besungen. Der King vom Klausener Platz aber ist Olaf Maske, diesmal im gehörigen Doppelpack mit Elke Querbeet. Beide zusammen gehören der K & K Dynastie Charlottenburgs an, kunstvolle Kaoten, bzw. Kaotische Klausenerplatz-Katastrophen.
Ach, lassen wir das. Am Freitag, den 09. März 2012 führten beide ihr Sonderprogramm „Berlin von 18hundertzwirn bis heute“ auf. Darüber wird noch zu sprechen sein. Aus Zeitgründen jedoch nicht heute. Ich melde mich. Andeutungsweise sieht man es hier schon: Die Kopfbedeckung wechselt während des Konzertabends der beiden Protagonisten. Worauf inhaltlich ebenfalls noch zurückgekommen wird. Als kleiner Eindruck ist die Collage schon klasse. Mehr demnächst in diesem virtuellen Theater.
LineUp: Lucky Peterson (voc., org, g.), Shawn Kellerman (g), Tim Waites (b) und Raul Valdes (dr) – Und wie eine Karriere in Gang kam: „Peterson’s father, bluesman James Peterson, owned a nightclub in Buffalo called The Governor’s Inn. The club was a regular stop for fellow bluesmen such as Willie Dixon. Dixon saw a five-year-old Lucky Peterson performing at the club and, in Peterson’s words, „Took me under his wing.“ Months later, Peterson performed on The Tonight Show, The Ed Sullivan Show and What’s My Line?. Millions of people watched Peterson sing „1-2-3-4“, a cover version of „Please, Please, Please“ by James Brown.“ (engl. Wikipedia hier)
Apropos: So warf sozusagen der Vater von Lucky Peterson seinen ersten Kuhfladen. Und der Rest ist Geschichte. Ein Konzert mit Lucky Peterson und dessen äußerst könnerhafter, professioneller Begleitband muss man sich wie eine Superlative vorstellen, vielleicht so ungefähr so:
Erst kommt diese dreiköpfige Crew (Gitarre, Bass, Schlagzeug) wie eine neunschwänzige Katze auf die Bühne, stürmt die Bretter und wir denken an Loriot und „Früher war mehr Lametta“, die wärmen die Bretter an, machen sie und sich selbst heiß, richtig bereit für den großen Auftritt. Gitarrist Shawn Kellermann ist da der große Hero des Augenblicks, bedankt sich im Voraus für die noch folgenden Salbungen und erzählt, er sei letztes Jahr hier gewesen: mit Wishbone Ash. „At the Quasimodo“, sagt er, he was. Und dann kommt der Bluesmaster himself auf die Bühne. Plötzlich ist er da und er ist tatsächlich „omnipräsent“. Er hat genug Körperfülle dafür, sofort sind Erinnerungen an B.B. King da, doch im Unterschied zu Lucky Peterson hat ja B.B. King immer nur die Lucille gequält. Seine Gitarre.
Und es war was los wieder: Das Gerücht, Hardy Krüger befände sich unter den Gästen, ist meinerseits selbstverschuldet. Er war es nicht. Dafür sah man nicht gerade wenige Gesichter, die man kennt. Unter den Zuschauern u.a. Lutz Halfter (hier), Gudrun Arndt, eine der besten Szenefotografinnen Berlins in musikalischer Hinsicht und Christoph Rinnert, früher Wednesday-Gitarrist, heute Studioinhaber. Andreas Hommelsheim war gutgelaunt, der Club war gut besucht und das Publikum war aus dem Häuschen.
Dös war gestern abend scho a weng „der Hammer“. Ein Bluesact der internationalen Spitzenklasse. Darüber bei Gelegenheit mehr. Der Donnerstag mausert sich in der Berlin-Schöneberger Hauptstr. 30-31 im „Havanna Club“, wo „in house“ jeweils der Donnerstag dem 55 Arts Club vorbehalten ist. So sah übrigens die Bühne kurz vor dem Konzert aus. Schick, oder?
[iframe_youtube video=“zAiMU8Nbcv0″] Playmobeat – Live @Quasimodo Berlin, September 2010 (via Youtube)
Ich hab nichts gegen die Männerbewegung, solange sie rhythmisch ist. (geflügeltes Wort von Lord Knut, etwas abgeändert)
Das seinerzeit aufgenommene Fotomaterial kommt jetzt ins Archiv. Da dachten wir uns, es sei keine schlechte Idee, es wenigstens noch als Filmchen auf dieser Website zu veröffentlichen. War ein tolles Konzert von drei Drummern damals. Wenn sie wieder spielen, geht da hin! Klasse.
Heute Abend ist wieder Musikerstammtisch im Yorckschlösschen. Also, Olaf Dähmlow hat sich wieder was ausgedacht, das wird ein schöner Abend. Hingehen?
Wann ist der richtige Zeitpunkt, das erste Mal aufzutreten? Dieser Versuch, das richtig zu erklären, bleibt gewissermaßen unbefriedigend. Wenn wir auch hoffen, dass die kontinuierliche Berichterstattung über Musik und Musikszene dies zusätzlich bzw. geeignet vertiefen würde, … #eigene Einschätzung
Ja, geht es euch nicht auch so? Man bewundert teils den Mut, den Menschen haben, sich auf Bühnen zu stellen und öffentlich aufzutreten. Ohne Schadenfreude, aber wirklich: Man muss auch reflektieren. Sich fragen, wie weit ist man schon? Ist man schon reif aufzutreten?
[iframe_youtube video=“M2V5uHZOLm4″] Paul Kuhn Trio „The Girl Next Door“, Berlin 2011 (via Youtube)
Paul Kuhn (p), Gary Todd (b) und Willy Ketzer (dr) spielen den zum Samba umgebauten Walzer „The Girl Next Door“ live im Berliner Club A-Trane am 09. Oktober 2011 (Prinz Rupi, Oktober 2011)
Klein, fein und vollständig: Das ist das A-Trane in Sachen Jazzmusik. Prinz Rupi war da und hat „Paulchen“ Kuhn im Trio abgebildet und das zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank. „The Girl next Door“, das ist daher das „Lied des Tages“. Paul Kuhn zu Ehren. Uns zur Freude.
Das kleine vierteilige Grundset des Schlagzeugs der Firma Rodgers hat seine besten Tage schon überlebt. Die Felle sind so alt, dass man sie mit Jazzbesen nicht einmal mehr wischen könnte, so glatt sind sie. An der Snare ist das Resonanzfell durch, ein großes Loch klafft drin. Das untere Becken der Hihat hat einen Riss und wie Herbstlaub hängt das untere Becken am Hihatständer herunter. Dem Schlagzeuger nach mir werden neue Felle gebracht: es sind alte, gebrauchte aus einer Kiste, die sich von den Fellen auf dem Schlagzeug dadurch unterscheiden, dass sie noch weniger oft gespielt wurden. Der Clubchef sagt, sein Drumfellvorrat wird immer von Pete York zur Verfügung gestellt, der „umme Ecke“ am Starnberger See wohnt.
Bayern liegt im nichtsozialistischen Ausland, von Berlin aus gesehen. Mit Bayern verbindet uns in Sachen Kulturbindung mehr, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Und das geht so. Unser Weg führte uns -sagen wir nicht ganz zufällig- in das „Village“ in der Obermühle in Habach, das liegt südlich von München, nördlich von Murnau (Staffelsee) und ist für Ortsunkundige gar nicht mal so leicht zu finden. Abends um 8 Uhr ist die Welt noch in Ordnung. Es ist auch noch nichts los.
Der erste Musiker-Stammtisch war ein voller Erfolg, recht gut besucht und kurz gesagt noch ausbaufähig. Ob er sich zu einer festen Institution ausbaut, hängt von den nächsten, weiteren Terminen ab. Die lustigste Frage im Rahmen der persönlichen Vorprüfung stellte Tommi Stumpff, er fragte via facebook: „Gibt´s WLAN im Yorkschlösschen?“ Auf die Antwort „JA“ bemerkte er dann: „Gut. Dann komme ich vielleicht doch mal vorbei.“ – Kam allerdings dann nicht.
Vorab nur soviel: Es ist nicht richtig, dass Musiker eigentlich nichts zu sagen haben, denn sie machen ja Musik. Das war gestern Abend im Yorkschlösschen zu erfahren. Der erste Musiker-Stammtisch, wir hatten ihn angekündigt. Aus Gründen der journalistischen Sorgfaltspflicht haben wir den ersten Stammtisch besucht, um ein paar eigene Eindrücke zu gewinnen. Hier ein nicht repräsentativer, subjektiver Bericht. Und die Empfehlung, am nächsten Musiker-Stammtisch (am 07.11.11) teilzunehmen!
[iframe_youtube video=“ZVwVrBd9BU8″] Quasimodo Live Jam – performed am 05.10.11 -Superstition freestyle version (via Youtube)
Dorrey Lyles – vocals
Peer Neumann – keys
Tobias Fleischer – bass
Benedikt Stehle – drums
hier als „Band ohne Namen“, freestyle performing with one of the greatest songs of all time
Quasimodo Live Jam ist eine regelmäßige Veranstaltung, die jeweils Mittwochabend im Quasimodo stattfindet, Eintritt frei. Das Quasimodo hat sich mit JustMusic zusammengetan und beide Partner bilden die strategische Allianz, die derartige Veranstaltungen sicherstellt.
Ein „Gig Review“, das ist ein unscharf treffendes Label für das, was sich im Quasimodo als „Live Jam“ abspielt. Denn ob es ein Konzert ist, kann man zuvor nicht mit Sicherheit sagen. Wider Erwarten kann vieles passieren! Doch, doch: Man erwartet schon was im 1. Berliner Liveclub! Allerdings: Denn das Quasimodo steht für „Mindesteinstufung“ in Sachen Musikerqualität und (hohem) „Level der Darbietung“. In diesem Spannungsfeld bewegt sich inzwischen jeder Mittwoch. Jetzt bei freiem Eintritt! Das Quasimodo ist wie Biskin-Bratfett: Erst schließen sich die Poren und dann man schmort in hochmusikalischem Saft. In was für einem!
Berlin hat einen Stadtbezirk namens Quasimodo. In Paris hatte Quasimodo einen Buckel. In Berlin nannte es sich ursprünglich „das Quartier von Quasimodo“, nach der historischen Vorlage. Aber es ist tiefer gelegt. Vielleicht wird es das „Quartier vieler Musiker“. Wahrscheinlich ist es das schon. Die Zielsetzung ist klar: mehr Musiker sollen dort hinkommen! Ein Art Programm der Wehrhaftigkeit gegen das Bühnensterben.
Nicht ganz neu, aber jetzt verändert ist der programmatische Ansatz am festen Wochentag namens Mittwoch. Da findet im Quasimodo die „Quasimodo Live Jam“ statt. Wir haben dieselbe am Mittwoch, den 14.09.2011, einmal persönlich besucht, um uns eine Meinung zu bilden. Wir haben auch mit Klaus Spiesberger, dem Chef vom Quasimodo, gesprochen.
(dieses Artikels): Zu diesem Artikel und dem Auftritt von Anoushka Shankar ist auch ein Interview erschienen, dass „Prinz Rupi“ mit der zartbesaiteteten, indischen Sitar-Göttin führte, der Link ist unten als erster, weiterführender Link angefügt.)
In Gedanken befinden wir uns häufig auch in Südamerika (Latin, Bossa Nova, Cha Cha u.v.a.) oder in Indien (speziell bei Anoushka Shankar, die vieles mit Jimi Hendrix gemein hat, nur auf anderen Instrumenten). – Aus den Redaktionsstatuten dieser Website unter „About“
Ich sah diese kleine, hübsche und an Intensität kaum zu überbietende Musikerin namens Anoushka Shankar zum ersten Mal, als ich den Livemitschnitt des „Concert for George“ auf DVD sah. Es hatten sich einige, nicht gerade wenige Berühmtheiten der Pop- und Rockgeschichte zusammengetan für ein zu Ehren von George Harrison in der Royal Albert Hall (London) stattfindendes Memorial-Konzert. Konzert- und Veranstaltungsleiter im Nebenberuf: Eric Clapton. Das Konzert fand am 29. November 2002 statt. Im ersten Teil des Konzerts war eigentlich auch schon alles wie immer.
Das Rickenbacker´s war gestern Abend eine vergnügliche Hüpfburg und irgendwie auch ein Mehrgenerationenhaus. #Rezension auf qype, Link unten
Ach, schon der Name ist Programm: Diese olle Gitarre spielte ja John Lennon schon zu Starclub-Zeiten und viele, viele andere. Also ist die Assoziation zur Musik streng formal sofort gegeben. Auf das Rickenbacker´s wird man durch den geschickt gewählten „Ladennamen“ aufmerksam. Das allein reicht.
Und dann gibt es eine aufmerksame Unterteilung dieses Tortenbodens in viele, kleine Sahneschnittchen. Im Grunde genommen muss man diesen Tortenboden musikalisch sehen: In übersichtlich portionierten Siebenteln. Und jeden Wochentag, bzw. Abend kommt ein anderer Schwerpunkt dazu. Das machen die Leute, über die ich mir heute kein Gesamturteil erlauben will. Mein Fokus ist der „Montag“, an dem lt. Programmankündigung „Soul-Funk-Sessions“ stattfinden und das hat mich interessiert.
Pascal von Wroblewsky? Die ist gar nicht klein. Ich hab sie neulich singen hören. Da habe ich die Augen geschlossen und plötzlich wusste ich: Sie ist mindestens 5,70 m groß! Ich hab es gleich erkannt! #Musikalische Tagträume
Pascal von Wroblewsky ist eine Berliner Kosmopolitin. Fast eine Art Astronaut, oder -in diesem Fall- eine Kosmonautin. In Sachen JAZZ, man kann sie auch eine Reiterin nennen mit einem eigenen Steckenpferd, dem JAZZ. JAZZ ist nicht tot, stinkt nur ein bisschen, sagte Frank Zappa („Jazz is not dead, it just smells funny“). Womit wir schon eintauchen in die postsowjetische Fliegerei und der Globus quietscht und eiert. An Bord: Passagierin Pascal von Wroblewsky.
Thank you. If you appreciate the tuning so much, I hope you will enjoy the playing more“ (Deutsch: „Vielen Dank. Wenn Ihnen das Stimmen der Instrumente bereits so gefallen hat, hoffe ich, dass ihnen der eigentliche Vortrag noch mehr Freude bereiten wird. (Ravi Shankar, an das Publikum gewandt, dass nach dem Stimmen der Instrumente bereits ausladend applaudiert)
Es ist eine erschreckende Nachricht für solche, die Konzertkritiken schreiben. Das Schreiben von Konzertkritiken -englisch: Reviews- ist überflüssig und zeitraubend. Aus diesem Grund wird es hier unter dem obigen Icon keine Konzertkritik geben, denn diese würde zeitmäßig von der Brutto-Ansehzeit abgehen, die dem einzelnen Besucher dieser (keineswegs überflüssigen) Website gerade noch verbleibt: Du kannst dir den historischen, tollen Konzertfilm in voller Länge ansehen bis zum 2. August, 6 Uhr. Kostenlos. Für umme. Umsonst. Also: Kaffee kochen und los, der Link ist angehängt. Ach so: Wer Arbeit hat, schnell krankmelden!
Mošćenićka Draga ist eine vom Tourismus geprägte Gemeinde in der Gespanschaft Primorje-Gorski kotar, auf der Halbinsel Istrien inKroatien.Das Dorf hat 1641 Einwohner und einer Fläche von 43,94 km². Das Gebiet des an der Kvarner Bucht gelegenen Ortes reicht in den kroatischen Naturpark Učka. Es besteht aus insgesamt 14 Ortschaften, darunter Mošćenićka Draga selbst, sowie die Orte Mošćenice und Brseč. Hauptwirtschaftszweige sind seit dem 19. Jahrhundert Fischfang und seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges Tourismus. Die Gemeinde bietet für Touristen rund 2500 Betten, davon etwa 1100 in Hotels und auf dem Campingplatz, rund 1400 in Privatunterkünften. (Quelle: deutsche Wikipedia, hier)
Ja, das ist richtig: Videos mitzuschneiden von irgendwelchen Musikern, die live spielen, das hat so etwas Papparazohaftes. So sagen jedenfalls die verächtlich Machenden.
Paar Andere sind gar nicht mal so unfroh darüber, dass wenigstens jemand bereit ist, mal ne Kamera auf das drauf zu halten, was so läuft. Damit man merkt, dass überhaupt noch was läuft!
Ein Paradiddle ist keine Diddlemaus auf Drogen! Martin Grubinger erst recht nicht: bekennender Nichtraucher, Nichttrinker und „Ich hab noch nie Drogen ausprobiert.“ Denn Schlagwerk ist sein Pläsier. Der Mann hat einen messerscharfen, ganz klaren Sachverstand: er teilt die Zeit in beats per minute ein, ohne dafür eine Stoppuhr zu benötigen. Sein Credo lautet: „Alles, nur nicht Mezzoforte“. Womit Martin Grubinger sich gegen jede Art von musikalischer Mittelmäßigkeit verwahrt. #Erkenntnisse
Was kann man dem uneingeweihten Musikliebhaber erklären, um Martin Grubinger gut zu beschreiben? Erstens: Er ist jung, 28 Jahre alt. Zweitens: Er ist Österreicher. Drittens: Er hat Schlagzeug in Linz studiert, klassisches Schlagzeug. Also die Batterie vom Klöppeln mit Klöppels, dem Präkeln mit Präkeln, dem Rascheln mit Besen, den derwischhaften Trommelläufen und Blitzlichtgewitter-Kaskaden über Marimba, Djembe, Conga, kurz: die ganze bunte Welt der Perkussionsinstrumente. Viertens: Sein Vater heißt Martin Grubinger senior und spielt auf der Bühne mit, von einer „Mehrgenerationenbühne“ zu sprechen, erscheint nicht völlig verfehlt. Martin, allein unterwegs, das gibt es nicht. Jedenfalls nicht am Pfingstmontag, den 13.06.2011 in der Berliner Philharmonie.
Wenn die Droste-Hülshoff-Schule in Berlin-Zehlendorf tätig wird und Publikum einlädt, kannste was erwarten. Kulturprogramm fett. Schulleiterin Dr. Wittkowski erklärte denn auch spontan den Spielplan für gestrafft und ordnete an, die vorgesehene Pause wegzulassen. Sonst würde es zu spät werden. Rrriccchtttiiiggg. Gut gebrüllt, Löwe!
So ist das. Kommissar Tulpe als Kultur-Gesamtberichterstatter macht sich auf die Pirsch, hält sein Teil hoch und schwupps ist wieder ein Stück Berliner Kulturleben transparent geworden. Keine schlechte Idee und doch gibt es wenig „nachhaltige Nachahmer“. Es scheint kein so reizvolles Feld zu sein, richtig: bei genauerer Betrachtung findet diese Tätigkeit in einem Minenfeld persönlicher Empfindlichkeiten statt. Man wird sogar hier und da mal angefeindet, weil man was „aus seiner Sicht“ schrieb, dass einem ein Anderer übel nimmt. Wer steht schon über sich selbst, mit Heiligenschein? Lassen wir das.
[iframe_youtube video=“gKawwa95ZOc“] Marianne Faithfull – Broken English -live in Berlin 2011 (via Youtube)
Say it in broken english! #Marianne Faithfull – Rauchig, rockig, ruppig: Marianne Faithfull gibt ein hervorragendes Konzert in der Zitadelle Spandau. (H.P. Daniels Konzertkritik, Tagesspiegel, Link unten) – „Vielleicht ist Marianne Faithfull eine der letzten wirklich großen Diven mit Stil. Mit einer feinen Mischung aus aristokratischer Vornehmheit, scheuer Zurückhaltung und offensiver Entschiedenheit singt sie heute vorwiegend Titel von ihrem exquisiten neuen Album „Horses And High Heels“.“ (Zitat, wie vor)
Wir sagten es bereits: H.P. Daniels, der für den Tagesspiegel schreibt, beherrscht die Kunst der hinschauenden Beobachtung. Und wertet das Ganze hinterher auf facettenreiche Art und Weise aus. So wie den Auftritt von Marianne Faithfull. Hier als Linktipp verlinkt. Viel Spaß, Freunde.
[iframe_youtube video=“FSoYInTiAq8″] Tony Jack aus Berlin – Live on stage 28.05.11 @Wurstical, kaupertmedia (via Youtube)
Die ganz großen amerikanischen Helden spielten den Rock´n Roll in der „Post-Elvis-Arä“ etwa so, wie die Berliner Band „Tony Jack“. Einfach nur die Kamera draufgehalten. Sehr gut: Bass und Schlagzeug arbeiteten überraschend gut, straight, der Drummer zieht seine Grooves sehr präzise durch und spielt sie sehr gut aus. Dazu gesellt sich der Bassist mit songdienlicher Begleitung. Obendrauf als „warme Schlagsahne“ auf „kaltem Kuchen“ (Rock´n Roll) die beiden Gitarristen, die auch mal singen, einer oder der andere, aber auch beide zusammen. Gute Band, wer diese eher traditionell anmutende Musik mag, kommt auf seine Kosten. Wer nicht, auch…
[iframe_youtube video=“STzsgYuPvCk“] Rock Shoe Berlin – Willkommen in Berlin (via Youtube)
Manche Art, Musik zu machen, hält sich unverbrüchlich, ändert sich bis auf Kleinigkeiten nie. Zu dieser Art Musik gehört auch die von Rock Shoe Berlin. Man kann die Band und ihre Art, Musik zu machen, durchaus in den 80igern verorten. Muss man aber nicht. Da waren sie auch noch zu jung. Etwas Neues machen sie nicht, es ist berlin-eske Rockmusik, hier und da mit Anleihen im Punk, teils im Funpunk. Unplugged klingen sie für mich besser als komplettelektrisch. Ihr Credo auf der Bühne ist es, sich nicht ganz bühnengerecht zu präsentieren, sich um Konventionen einen Teufel zu scheren. Die Mucke macht Spaß! Mit Abstand am besten präsentiert sich der Bassist! Ein Knaller!
OK, eingangs labern die Jungs bisschen viel, fanden einige Herumstehende. Aber wenn Rock Shoe aus Berlin dann „hier etwas unplugged“ Musik machen, macht es schon Spaß. Jedenfalls kommt es im Kreuzberger Hinterhof richtig herüber und nicht falsch. Willkommen in Berlin lautet der Titel des Songs, den wir euch nachrichtlich präsentieren. Mit der Präsentation dieser Band bei Kaupertmedia´s Veranstaltung „Wurstical“ allerdings ist eine Kulturbrücke geschlagen worden. Wenn´s schö… ist!
Besonders die zu spät erschienene Bassistin (hüpf hüpf) hatte es uns angetan. Da sie ihr Instrument nicht mehr in die Hand nahm, beließen wir es beim Staunen über ihre gesanglichen Darbietungen, Gott, sie kann röhren wie ein Hirsch… #Concert Reviews
Herbert Grönemeyer ist inzwischen gesamtdeutsches Nachkriegs-Inventar. Und, was viele nicht wissen: Grönemeyer ist halb Londoner und halb Berliner, wohnt -wenn, dann…- in Zehlendorf. Ansonsten blickt Herr Grönemeyer aus Bochum auf seinen „eigenen Arsch voll Geschichte“ zurück und viele Menschen mögen ihn sehr. Manche nicht. Ob es mehr Menschen gibt, die Grönemeyer mögen, als solche, die ich nicht mögen, können wir hier nicht abschliessend aufrechnen. Uns fehlt die Zeit und Sinn macht das auch nicht.
Torsten Schack ist Sänger, Gesangslehrer, ungefähr nen Kopf kleiner als der Berichterstatter selbst, bzw. „nen Kopf größer als ein Setzei“ (berolinische Umschreibung für 1,64 m)ein Energiebündel, tänzerisch, verspielt und der Namensgeber von „Schack“, einer Grönemeyer-Coverband, eine Art Verwalter des Gesamt-Kulturwerks von Herbert Grönemeyer. Torsten, Jahrgang 1974, geboren in Berlin, aktuell als „Single“ selbstkategorisiert, beherrscht die Art „zu knödeln“, wie sie für Grönemeyer´s Gesang als „Alleinstellungsmerkmal“ geschichtlich verbucht wurde. Torsten Schack ist Kulturgutverwalter, das Gegenteil von Gutsherr nach Gutsherrenart.
Das Programm stammt aus dem Jahre 2009 und aufgezeichnet hat die Show im Berliner Admiralspalast der RBB, in sehr guter Qualität ist das Video bei Youtube seit dem Jahreswechsel 2010/11 verfügbar. Bis heute haben sich 6.100 Leute den Konzertmitschnitt angesehen und es gibt eigentlich nur gute Kommentare. Kein Wunder. Max Raabe ist ein Sänger, der ein Alleinstellungsmerkmal besitzt: Er besingt die heutige Zeit mit Melodien aus den guten alten Zeiten. Das machen außer ihm noch einige Wenige, aber keiner macht es vergleichsweise souverän, wie Herr Raabe.
In der musikalischen Formel 1 ist der Musikabend eine Art Boxenstopp, zu zeigen, was geht! Die Rennfahrer und Rennfahrerinnen von der Überholspur halten kurz an, eine Erfrischung zu geben, gute Musik. Aber es sind auch Boxenluder zu sehen. Es liegt am Zwischenstopp inmitten dieses Lebensalters: einige haben schon ganz tolle Entwicklungen gemacht. Andere sind gefangen in ihrer Zeit, veranstalten einen großen Bohei, Fanfimmel und „den schönen Schein“. Sein oder nicht bleiben: das ist hier die Frage. Eine kritisch bleibende Berichterstattung. Erlaubt ist erlaubt.
Was soll man sagen: Am 19.05.2011 führten die Neuntklässler vom Droste-Hülshoff-Gymnasium einen (weiteren) Musikabend vor und das hier ist ein (weiterer) Bericht aus eigenem Erleben. Ein Konzert von etwas über einer Zeitstunde, angefüllt mit einem prallen Blumenstrauß verschiedenster Musikstücke und Aufführungen, das Ganze als Gig zu bezeichnen, nun ja? Als Kulturkorrespondent von „der schreibenden Zunft“ hatten wir es nicht leicht. Am Abend noch Sonne, es ist hell und -leider- gegenlichtig. Davon Videos aufzuzeichnen? Schwierig, schwierig. Also rauf auf Stühle und Tische, weit über´s Publikum geschwenkt und hoch den Arm, dann wird das Video schon werden.
Ein Hardware-Update, und was für eins: Wirf das in die Jahre gekommene USB 2.0 weg und wage ein Update: USP ist die neue Zauberformel für uneingeschränktes Fan sein. Rockfan bleibt Rockfan, Popfan bleibt Popfan, und wir? Zählen nicht zu den nicht Unterstützern von echten Persönlichkeiten! Genau das ist das Magma des Lebens! Und noch viele Vulkanausbrüche…
Wenn das so weiter geht, werden wir alle fett und unansehnlich. Denn die Livemusik-Szene verlagert sich zunehmend ins Internet. Man bewegt sich kaum noch. Das, sagt Sängerin Livia Burmeister, ist nicht vernünftig. Sich an den Rechner zu hängen, mit Chips und Tomatensalsa, das ist nur vernünftig, nachdem das Konzert gelaufen ist. Und dann den Konzertmitschnitt betrachten, post concertem.
Jede schlechte Seite des Lebens hat auch ihre gute. Eine Seite des Lebens ist der Tod. Die gute Seite am zu frühen Tod des Gitarrenhelden Gary Moore: er kann jetzt wieder neue Projekte starten. Und mit Phil Lynott, seinem ebenfalls zu früh gegangenen Bassisten und Sänger von Thin Lizzy fulminante Projekte auf den Weg bringen: Tränen der Rührung ganz oben im Himmel, Tears in Heaven!
Gary Moore starb definitiv zu früh und hinterließ ein Lücke. Er hatte sich in den letzten Jahren dem Blues zugewendet. Als er noch jünger war, scharte er eine große Zahl von Fans um sein innovatives, von großem Können geprägtes Gitarrenspiel. Vielleicht war Gary Moore für nicht wenige Menschen der Grund, es mal mit der Gitarre zu versuchen. In Erinnerung bleibt einem, dass es Gary Moore nicht anders erging: Er nannte einst den Besuch eines Konzerts von Jimi Hendrix sein persönliches Armageddon. Wie das aussah, ist auf dem Cover der Platte „Still got the blues“ zu sehen, das Cover zeigt den kleinen Gary Moore, Gitarre übend im typischen Jugendzimmer von England in den Sixties. Rolling thunder, thunder weather! Der Rest ist Geschichte.
Ende mit der Gerüchteküche: Es ist nicht richtig, dass es „Jörgschlösschen“ heißt, sondern es heißt „Yorckschlösschen“ und auch nicht „Feldschlösschen“, wobei nicht verbrieft ist, ob das dort zu trinken ist. Yorck hat übrigens nichts mit gleichnamigen Pudding oder kleingewachsenen Hunden zu tun. Und richtig ist auch, dass zu Guttenberg die Speisekarte dort nicht als „Plagiatur des Kreises“ bezeichnet hat. Richtig ist aber erwiesenermaßen, dass dort bereits Adlige zumindest round about gewohnt, gelebt und gestorben sind. Nachweise sind unter den weiterführenden Links verhaftet worden.
Es ist so wichtig, dass die Berliner Liveszene erhalten bleibt und auch noch kräftig ausgebaut wird. Der allgemeinen Verflachung zuwider und dem Spielstättensterben entgegen (wir berichteten -Tacheles hier und Knaack Club hier bspw.) setzen die letzten Sauropoden der Livemusik trotzig ihren eigenen Blues dem Zeitgeist entgegen. Und sind die Supermärkte noch so groß, die Petersilienbündel inzwischen cellophanverschweißt, sind die Rasenhalma-Plätze Berlins wegen Dauerfrust geschlossen: Der Blues steht dem entgegen. Es ist der Blues eines Gary „Detroit“ Wiggins, eine deutsche amerikanische Eiche,der lässt sich nichts gefallen.
Jemand, der den Laden kennt, sagte mir: „Das ist eine Art Wohnzimmer, was, um etwas auszuprobieren.“ Nein, ich war noch nie im Fincan in der Altenbraker Str., Berlin-Neukölln. Nach dem Besuch kann ich sagen: Ganz netter Laden, das übliche Problem, wie überall: Probleme mit der lieben Nachbarschaft, man muss stringent spielen, und wenn´s gerade besser wird, musste aufhören, weil die „da oben“ und du weißt schon, gelle?
Fifty Five – live am 10.12.10 im Quasimodo Berlin (via Youtube)
Wie FiftyFive einen Geburtstagssong für Cecilia und Gesine, zwei FiftyFive-Fans präsentieren!
Geburtstagssongs zu präsentieren, die es in sich haben und nicht im allgemeinen „mainstream versinken“, war schon immer ein Berichtsschwerpunkt dieser Website. Wir können das nun wegen Gesine und Cecilia, zwei Fans der Berliner Band Fifty Five noch updaten. Am 10.12., nein, das war jetzt am 11.12., also schon nach Mitternacht!