1068/14: Kritik: Zum Pink Floyd Album „The Endless River“, Titelbildern, Toten, Hühnern und dem „missing link“ am Keyboard

Dark Side Of The Huhn

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Die guten Dinge haben ihre Zeit. Und bleiben in den Erinnerungen schön.

Jetzt ätzt der Spiegel gegen das neue, von einem 18-jährigen entworfene Cover der kommenden Pink-Floyd-CD, einem Sammelsurium von alten Aufnahmen aus dem Jahre 1994 (CD „The Division Bell“). Das war auch schon nicht mehr Pink Floyd. Die Puristen unter den Anhängern jedenfalls vermissten Roger Waters seinerzeit. Musikalisch war das Album leider kein Höhepunkt der Band.

Vor einigen Jahren befasste mich das Lesen von Artikeln über Pink Floyd aus passender Gelegenheit. Bei all meiner Verehrung als bekennender PF-Fan blieb der Eindruck haften: Das war auch ein zerstrittener Haufen zuletzt. David Gilmour ist ganz sicher ein „head“, ein Kopf, vielleicht sogar ein Dickkopf. Er weiß, was er will. Das wusste er immer.

Ein zumindest merkwürdiges Gefühl beschleicht einen angesichts von weiteren Presseveröffentlichungen.

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1065/14: Fotoserie: ‚A Crowd of poeple stood & stared‘, „a passion of love“

Fotoserie "A Crowd Of People Stood & Stared"
Fotoserie "A Crowd Of People Stood & Stared"
Fotoserie „A Crowd Of People Stood & Stared“

A crowd of people stood and stared
They’d seen his face before
But nobody was really sure
If he was from the House of Lords
A Day In A Life – Beatles, Auszug

Bier trinken. Flaschenbier.

Niemand weiß, woher der Biertrinker wirklich kommt. Aus welchem Umfeld. Warum er sich so gibt, wie er sich gibt, als ein aufrechter, Bier trinkender Fan. Er ist Bestandteil eines Publikums und erregt unsere Aufmerksamkeit. Wir fertigen heimlich ein paar Fotos von ihm an. Aus Überzeugung.

Er trinkt sein Bier nachmittags, aus Überzeugung. Und trägt sein T-Shirt vor sich her, rücklings lesen wir „Fucking racism“, das ist gut. Er ist der Gute. Aus Überzeugung.

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1053/14: Literatur: Nina Hagen „Bekenntnisse“

Nina Hagen Bekenntnisse

Erst mal Ufo, dann Shiva, und jetzt noch Jesus. Also, was ich so nicht gewusst habe, dass Nina ein unglaublich liebenswürdiger Mensch ist, ein Mensch, der so voller Liebe ist, wie ich das im Grunde genommen eigentlich selbst erlebt habe. (Bernhard Meuser, Verleger ihres Buchs „Bekenntnisse“) – Nina Hagen ist bekennende Christin. Die Sängerin und Schauspielerin ist berühmt für schrille Outfits, markante TV-Auftritte und ihre imposante Stimme. Sie hat viel erlebt, auch viel probiert und legt nun in ihrer Autobiographie ganz persönliche „Bekenntnisse“ nieder. Auf dem Ökumenischen Kirchentag in München und bei ihrer Lesung in Friedberg begleitete Bibel TV-Redakteurin Anna Dressel die frischgetaufte Nina Hagen.

Ausgerechnet „bibel.tv“, das sagt ja schon alles, ist man schnell daher mit irgendeinem krassen Schnellurteil. Doch der Film ist sehr gut gelungen und ziemlich nahe dran an einer  liebenswerten, charismatischen und geschichtsträchtigen Frau der deutschen Zeitgeschichte: an Nina Hagen dran bleiben, kein leichtes Unterfangen.

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1045/14: Goldene Worte: Rockmusik ist tot, vermutet Richard Gleim (aus Düsseldorf) #aufgeschnappt

Goldene Schallplatte: PAINT IT BLACK - Rolling Stones
Goldene Schallplatte: PAINT IT BLACK – Rolling Stones

Werden wir nicht mit Rockmusik überfüttert? Ist Musik generell überhaupt noch das Ding? Ich würde heute als Finanzier in kein Rockkonzert mehr investieren. Die Zeiten sind andere. Musik ist Geschichte. (Richard Gleim, 17.07.14, auf facebook)

Schluck.

Hat er recht? Wozu dann „all die Mühe“, für atomverstrahlte Kühe? Atom Heart Mother, muh! Raus bist Du. Does he painted it black? Richard Gleim war lange Zeit seines Lebens als Musiker und Fotograf unterwegs. Jahrgang 1941 war er lange Zeit „Punkhoffotograf“.

Sagen wir´s mal so: Die Frage ist durchaus nachdenkenswert. Weshalb sie hier steht.

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1010/14: Video: „Let´s Go Crazy“ – Prince & 3rd Eye Girl (live, Manchester)

„Mutti, der Mann mit dem Koks ist da.“ „Ach, Kind, Papa ist aus. Lassen rein.“ (fiktiv vorausgedacht, wenn Vati Prince-Karten erwirbt)

Heute ist Vatitag. Da gönnt sich Vati mal nen Livecontent, abgefilmt auf Veranlassung des großen, kleinen Riesen Prince, der aktuell auf Tour ist. Der saure Drops: Die Eintrittspreise sind so schwindelerregend hoch, wie das Livegedöns „supergeil“ (aus der EDEKA-Werbung) ist.

Das Gute liegt im Schlechten, das Perfekte an sich, das steht hier auf der Bühne, als Reinkarnation von Hendrix, Miles Davis, Sly & The Family Stone, Led Zeppelin, Prince, Prince und nochmals Prince. Verdammt, let´s go crazy, aber bitte nur mit Eintrittskarte, ha…

Zur Diskussion um den lieben Gott, „arm und reich“ in der einzig relevanten Kirche des Herrn, bitte hier entlang,

wer´s noch nicht gelesen hatte…

1008/14: Positionen: Die Diskussionen um „arm oder reich“ in der Kirche haben Pause, wenn Gott nach Berlin kommt

Helmut.Kohl

Prince-Eintrittskarten

Wohin unsere Musik live tendiert bei einigen wenigen, zugegeben fast göttlichen Musikern und ob das Witz oder Aberwitz ist? Je suis don’t know. Ich kann mit so hohen Zahlen als Schlagzeuger nicht rechnen. Mehr als vier auf’m Flur (on the Floor) ist kniffelig. Aber mehr als 250 Möppen für einen Abend pro Person: Herrschaften!

Sexy MF: Thomas Strauß aus Berlin ist bekennender Prince-Fan. Nun zwischerte die Newspresse vom überraschenden, zwischen geschobenen Gig des Kleinstmeisters aus Minneapolis mit Mädchenband 3rdeyegirl. Schnell ein paar Karten besorgt. Halleluja.

Nun preiset den Herrn, wenn Ihr´s Euch leisten könnt. Alle andere bleiben draußen. Prince sagt: „Weil ich es mir wert bin.“ So bekommt der Prince-Song „Thieves In The Temple“ eine ganz andere Bedeutung, im Nachhinein.

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991/14: Kritik: Conchita Wurst, Homophobie, Kritikerschelte und die Angst vor Verderbnis

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Wiener Würstchen mit scharfem Löwensenf (Bild: foodspotting.com)
Wiener Würstchen mit scharfem Löwensenf (Bild: foodspotting.com)

Die „Liebe an sich“ ist universell, spirituell und frei von Berechnung und Kalkül. Weitere nicht zwingend mit der Liebe im Zusammenhang stehende Weltprobleme betreffen Sex, bzw. Sexualität und das Streben nach Macht und Beherrschung. Wer nicht „Liebe an sich“ in sich trägt, weiß nicht ‚Die Farbe Lila‘ zu beschreiben, wird keine berührende Musik aufführen und letztlich im Unglück verharren. Jetzt wo es um sie geht, sind Die stärksten Gegner der Wurst die verzweifelten Verweigerer von zu viel Freiheit. Ihnen steht ihre Angst vor den Homos ins Gesicht geschrieben als Angst, die sie bekämpfen.

Der Kritiker wird nicht gebraucht, schreibt aber trotzdem aus eigenem Erleben und als Berater, Hinweisgeber und Vorkoster. Fällt sein Urteil genehm aus und wertschätzend, ist der Künstler oft äußerst dankbar, bis hin zur Freundschaft. Fällt sie hingegen negativ aus bzw. zumindest unangenehm, so ist der Künstler zu Tode getroffen und empfindlichst verletzt. Dabei könnte man die Kritik schlicht als das einordnen, was sie ist: eine weitere Meinung.

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908/14: Positionen: Klassische Sänger, Mikrofonierung, Gesangstechnik, Sekt und Konsomolken wie der Casapietra

Erzählt - ein Mikrofon aus Bulgarien

icon Positionen

Erzählt - ein Mikrofon aus Bulgarien

Jerusalem von Stahl, Eisen und Finsternis,
Durch Deine Mauern haben wir Dich befreit,
Die Soldaten rannten hinein in Blut und Rauch,
Und nach dem Tod kam die Trauer …

(aus: „Jerusalem aus Gold“)

Aus meiner persönlichen Erinnerung folgender Aspekt, und darauf schnell einen Sekt:

Meine Mutter ist schon seit längerem verstorben. Sie war früher Artistin, mein Großvater war sogar ein sehr berühmter Hochseilartist und ist in dem Film „Truxa“ von 1936 als Double dieser Filmfigur zu sehen. Später erwarb er die Rechte, diesen Namen exklusiv zu nutzen und trat u.a. im Berliner Wintergarten auf und war so berühmt, wie heutzutage Michael Jackson berühmt war – na ja, mit geringfügigen Abstrichen, selbstverfreilich.

Daraus jedenfalls schloss Mutter zu wissen, wie es hinter und auf der Bühne abging. Also wirklich abging. Nach welchen Regeln dort die Künstler ticken und wie der technische Usus dessen war. Mit zum Teil lustigen Ergebnissen. Eins davon ist das hier.

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907/14: Kritik: Sind alle Musiker nur Chaoten? Und haben gar nichts mehr im Griff? Der Klavierbaumeister jedenfalls…

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SMS meinerseits vom 15.12.13: „Wir brauchen eine Stimmung des Klaviers. Geht das? (Alle Kontaktdaten, Telefon, Anschrift undsoweiter)“ – Antwort: keine

Er war nicht erreichbar telefonisch. Also schickte ich ihm obige SMS an sein Mobiltelefon. Heute telefonierten wir. Ein Anrufprotokoll meinerseits (Gedächtnisprotokoll)

„Guten Tag, ich habe Ihnen bereits zweimal in den letzten vier Wochen eine SMS geschickt, wegen eines Termins für Klavier stimmen.“

„Ja, ach so, Sie waren das. Ja. Ich hab für so was keine Zeit.“

„Was?“

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864/13: Positionen: „To Love Somebody The Way I do“…… – Zum öffentlichen Streit von Sinead O´Connor & Miley Cyrus

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Hast du schon mal die Frau von Stevie Wonder gesehen? Nö.  Na ja, er eben auch nicht. So lautet der Witz über die Blindheit eines der hervorragendsten Musiker zweier Jahrhunderte, in denen uns doch Musik so sehr angeht. Man spottet darüber. Seine Nachrichten läse er beim Bäcker: Auf Mohnbrötchen. Haha, sehr lustig.

Es sind die Blinden, die die Großartigsten sind im Musikgewerbe. Zwei Sehende, Sinead O´Connor und Miley Cyrus, die eine so alt wie eine denkbare Tochter der Ersteren, streiten dieser Tage miteinander. Und übereinander. Es wird geschimpft, gezetert und Gegenstellungnahmen lösen Stellungnahmen in der Öffentlichkeit ab.                               Am Ende: Was soll´s?

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863/13: Positionen: „Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt.“

Von Laabs Kowalski

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

(Auszug aus dem Buch: „Rock Around The Clock – Die Wahrheit über 60 Jahre Pop & Rock und nichts als die Wahrheit“.)

Wenn man sagt, die achtziger Jahre sind ein Reinfall gewesen, ist das noch ziemlich geschmeichelt. Sie stellen vielmehr ein Jahrzehnt der Verfehlungen dar, gelenkt und ruiniert von Figuren wie Reagan, Thatcher und Kohl. Was zählte, war das Durchsetzen eigener Interessen, und das bedeutete: Geld machen, in möglichst kurzer Zeit so viel Kohle abgreifen wie möglich. Auf der anderen Seite waren die Achtziger rücksichtslos albern. Die Frauen staffierten sich wie Nutten aus und trugen Ohrgehänge aus grellfarbigem Plastik. Männer zwängten sich in Anzüge und Bundfaltenhosen und fielen in Ohnmacht, sobald ihre Bügelfalte an Schärfe verlor.

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858/13: Positionen: Wem ich die besten Jahre meines Lebens gab? Vielleicht dem Rock´n Roll? Eine Standortbestimmung

Header Legenden - Früher war´s  und besser...?

„I Gave You The Best Years of My Life“ – Von Laabs Kowalski

Laabs Kowalski, Jahrgang 1963, lebt als freier Autor in Köln und fällt uns auf mit starken Texten. Einer davon erzählt von früher und was davon noch übrig blieb. Wie geschaffen für einen Blick durch die historische Brille. Chapeau!

Leute, die früher von Musik besessen waren und nach Fehmarn fuhren, um Jimi Hendrix live zu erleben, fahren heute einen Fiat Loser und verbringen ihr Dasein damit, Alimente zu zahlen. Das Leben war nicht gut zu ihnen, und manchmal fragen sie sich heimlich, warum. Etwas später in ihrer bereits ausklingenden Jugend trugen sie Platten von Tangerine Dream und Ash Ra Tempel mit sich herum und gaben sich intellektuell und verwegen. Hin und wieder trifft man sie heute, und sie wähnen sich lässig, weil sie das Haar um ihre Glatze herum langwachsen lassen und zu einem dünnen Pferdeschwanz binden.

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855/13: Die Wunderbare Welt der Kleinanzeigen: Er ist abends immer müde, doch am Morgen gibt er Gas

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Jeder trägt einen anderen inneren Hund mit sich herum. Hier beschreibe ich einige davon. Und auch meine…

Trude Herr sang „Ich bin morgens immer müde“. Der Song ist jetzt auch Jüngeren bekannt, weil Laing aus Berlin den Song neu aufgenommen haben. Damit wurde er zu einem (neuen) Hit. Die Frauen machen das mit Klasse.

Ein richtiger Ohrwurm.

Bei Musikern kann es aber auch anders rum sein. Z.B. wenn sie sagen: „Ich bin abends immer müde“.

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850/13: Positionen: Was Wolfgang Dauner von der Jazzförderung hält: „IN STUTTGART WIRD DER JAZZ VERBRANNT“ #MSP

#Jazz #Icon (4.5.10)

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Wolfgang Dauner, der „Frank Zappa des Schwabenlandes“ (* 30. Dezember 1935 in Stuttgart), ist ein deutscher Keyboarder, Jazzpianist und Filmkomponist. Sein Sohn, Florian „Flo“ Dauner (* 3. Januar 1971 in Stuttgart) ist ein deutscher Schlagzeuger und Musikproduzent. Dauner Jr. arbeitet regelmäßig mit der deutschen Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier zusammen, trommelt bei Paul van Dyk und bei vielen anderen „Acts“. Wenn so aus Jazz Rock, Pop und populärste Musik wird, liegt´s in der Familie…, mit anderen Worten. (mit Mitteln der deutschen Wikipedia)

Wolfgang Dauner teilt auf seiner facebook-Seite mit:

IN STUTTGART WIRD DER JAZZ VERBRANNT

Die Landesregierung: Der Studiengang für Jazz und Pop wird abgeschafft.

Jazz ist DAS musikalische Phänomen unseres Jahrhunderts-viel mehr noch als moderne Konzertmusik, 12 Tonmusik, Rock und all das andere, ja, man kann sagen , er ist überhaupt DAS hervorstechende künstlerische Phänomen des 20.und 21.Jhdts.

Der Jazz bedarf deshalb der gleichen Sorgfalt, Pflege, Förderung, auch natürlich Subventionen wie alle die anderen Künste – und wir wissen: Die bekommt er nicht. Die erstaunliche Kraft des Jazz liegt darin, dass er Rap, Disco, Techno, Blues und all das andere genährt hat. Wir können hören: Ernährt sie noch immer, er wird sie auch im kommenden Jhdt. nähren.

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843/13: Positionen: Innensenator Frank Henkel (CDU) hat Ahnung von Musik #Zitate

Presseecho - Medienecho

„Weil er musikalisch und künstlerisch nicht viel drauf hat, ist er immer darauf angewiesen, sich durch Aufmerksamkeitserzeugung ins Gespräch zu bringen.“ (über Bushido)

Ohnehin überlegen wir seit ein paar Tagen, wie wir dem Ausfall des als „Rüpel-Rapper“ bezeichneten Herrn Bushido hier musikalisch entgegnen? Im Grunde mit Ignoranz. Nicht beachten, was der Mann so macht. Und dann gibt es Myriaden Fans dieses geistig-moralischen Brandstifters. Können Myriaden Fliegen nicht irren?

Der vielleicht CDU-freundlichste Kommentar dieser Tage kommt von blackbirds.tv, der vielleicht durchaus anderer Meinung gewesenen Website Berlins. Hier sagt die Website: Hast fein gemacht, Innensenator. Frag Frank!

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836/13: Positionen: In den Besenkammern der eigenen Möglichkeiten, von Dirk Zöllner und einer neuen CD „under construction“

Dirk Zöllner (Foto: © Rubini Zöllner)
Dirk Zöllner (Foto: © Rubini Zöllner) – mit Dank


Komm, wir setzen die Segel! (by Dirk Zöllner, CD-Ausschnitt aus „Uferlos“, nachbearbeitet)

Ab heute ziehen wir uns ins Studio zurück und die Geburt eines neuen Zöllneralbums wird eingeleitet. Mit André Gensicke, Marcus Gorstein, Andreas Bayless, Oliver Klemp, Heiko Jung und Marcel All Orange Music. Ich bin aufgeregt. (sagt Dirk Zöllner auf facebook, aktuell, und leitet damit eine nichtöffentliche Kloster- bzw. Werkstattphase ein) – Wir fragen uns: ..kann´s noch besser werden…? „Uferlos“ war schon ein Meilenstein, finde ich. Und nach „7 Sünden“ ein ziemlicher Schwenk…. – Dirk Zöllner sagt: „Ich weiß es nicht.“ Genau. So ist es.

Während der Sommer im Monat Juno des Jahres 2013 in die Vollen geht, meldet Dirk Zöllner, sich dieser Tage einschließen zu wollen. Nicht im Kloster Andechs wie Horst Seehofer oder den Südtiroler Bergen, wie Adson von Melk, der junge Novize in „Der Name der Rose“, der seine persönliche, erstmalige „Klosterfrau Melissengeist“ kennenlernt, sie besteigt und mit ihr (körperliche) Liebe macht. Der graue, altehrwürdige William von Baskerville (Sean Connery) kommentiert süffisant: „Ich verfüge zwar nicht über den Vorzug Deiner Erfahrung“, zu den fleischlichen Gelüsterfahrungen seines blutjungen Novizen. So sieht Altersweisheit aus, jawoll.

Dirk Zöllner ist eher so „wie Sand“, der Wind trägt ihn umher. „Ich bin die Spur.“

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832/13: Positionen: Hilfe, ich höre fremde Stimmen! – Covers spielen oder eigene Stücke? #MSP

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Freiheit ist auch das Recht, dem anderen etwas zu sagen, was der nicht hören will. (Überarbeitung des Luxemburgischen Prinzips von #Freiheit)

Zur hiesigen Überschrift ist von Anfang an eins klarzustellen: Es gibt zu dieser Überschrift keine Idealmeinung und kein Überwiegendes, das allein richtig ist. Für diese Frage kommt es vielmehr auf eine Gesamtgemengelage an. Die Zusammensetzung der Band spielt eine Rolle. Wie auch das kreative Potenzial der Bandmitglieder.

Ich selbst habe in chaotischen, dilettantischen Bands gewirkt, in denen die Covers, die wir spielten, auf eine großartige Art und Weise zweckentfremdet und verwurstet wurden. Und in anderen, in denen ich dachte: Diese Band hat das Talent für mehr als das, was wir machen. Wir könnten Karriere machen. Dazu kam es aber nicht. Warum?

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831/13: Positionen: Die „verdammte Presse“ schreibt, die Musikwelt sei vergiftet. Dabei stimmt´s. #Linktipp

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Presseecho - Medienecho

Diepresse.com schreibt am 07.  Juni 2013 auszugsweise folgendes:

„Persönlichkeiten unter Künstlern sind heutzutage viel seltener als Menschen ohne Handy“, schreibt Kremer. „All das Getue, das darauf abzielt, einen großen Namen zu kreieren“, bestärke Künstler in dem Gedanken, dass der eigene Weg etwas Besonderes sei. Dabei sei es „im Grunde Imitation oder eine Variante, die auf Imitation hinausläuft“.

Und stellt dabei  ein interessantes, neu erschienenes Buch von Gidon Kremer vor, dass den Titel trägt: „Briefe an eine junge Pianistin“. Eine vollkommen vergiftete Musikwelt hat Kremer ausgemacht, und wir hoffen, es geht nicht um Placebo Domingo. Der ist ja ungefährlich.

Um hier nur wenig Worte zu machen und stattdessen hierauf hinzuweisen, ist der Artikel verlinkt, weil er vieles in sich trägt, über das man nachzudenken in der Lage wäre. Wenn man nur wollte.

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826/13: Video: „Smoke On The Water“ – performed by Marko Scholz, Sänger der Berliner Band „The Doors Of Perception“

Blogbuster.Ghostbuster

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Marko Scholz performed „Smoke On The Water“ custom made (via youtube)

Nicht wenige begreifen sich und ihre Arbeit am lebendigen Kulturobjekt auch als Schamanismus, als heilsbringender Zugewinn mit Mehrwert. Denn es geht um Berichterstattung über Nischen, über die der mainstream eben nicht berichtet. Das ist in etwa auch das unerfüllte Credo dieser Website. – Wie Kulturnestzerstörer aber betätigen sich die großen Videohoster und immer geht es um das dämliche Urheberrecht. Videos werden ins Netz gestellt und dann kurze Zeit später wieder gelöscht. Die diese Videos benützen, um über etwas Wissenswertes zu berichten, bekommen ein paar Backpfeifen. Und futsch ist die Kulturberichterstattung.

Bei aller Liebe zu einem auskömmlichen Urheberrecht. Bezahlen können ehrenamtliche Kulturberichterstatter gerade nichts dafür, wenn sie Videos einbetten. Die harte Währung, um die es geht, ist „commercial“ thinking, pekuniäres Gewinnstreben. Es findet ohne die Komsomolzen der Blogkultur statt. Und wir müssen in Kauf nehmen, eines Tages etwas zu berichten und drei Tage später löscht irgend so ein Videohorst den eingebetteten, ja angebeteten Videobeitrag, dem der Artikel zu Füßen lag. Shift happens. Halleluja.

„Smoke On The Water“ ist auch so ein Objekt, wo Urheberrecht verletzt ist. Weil jemand Straßenmusik macht und das Stück verjazzt auf eine schöne Art und Weise. Musik ist frei wie die Gedanken. Deep Purple hat genug damit verdient, oder? Niemand plädiert ja für Ideenraub. Marko Scholz ist der Sänger der Berliner Band „The Doors Of Perception“ (ein Ideenraub?). Nein, es würde uns mit Sicherheit was fehlen, wenn es diese großartige „The Doors-„Coverband nicht gäbel. Auf dem Lake Geneva Shoreline jetzt „Nebel“. Siehste.

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814/14: Positionen: Von welchen, die umzogen, das Musizieren zu verwirklichen. Ins Umland? Oder ganz woanders hin?

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Der Berliner Musiker hat´s gar nicht mal so leicht. Das Angebot an Mitmusikern ist überschaubar unüberschaubar und was die wenigsten wissen: (Zu) Viele denkbare Mitmusiker sind Brote der Beliebigkeit. Wo aber sind die Originale? Krass formuliert?

Muss auch nicht richtig sein. Ist Wurscht, bitte jetzt nicht an jedem Wort festbeißen. Es geht ums System und gerade nicht um „kleinliches Lesen“ und Nachweisen von Detailfehlern im gewollt Subjektiven.

Die Konzertveranstalter in Berlin erst. Nicht wenige sind echte Ausnahmetalente menschlicher Unberechenbarkeit. Narzisstisch, selbstverliebt, trunken von der eigenen Bedeutungsschwere terrorisieren sie auftrittswillige Musiker, die ihnen zum Munde reden, um Gigs zu bekommen.

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813/13: Positionen: Von nahezu der halben Weltbevölkerung wird der heutige Samstagabend schon mit Spannung erwartet #ESC

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Lena Meyer-Landrut – Satellite – Eurovision Song Contest 2010 Germany(via youtube)

Musikliebhaber erwarten schon mit Spannung den heutigen Abend: Einfach mal den Fernseher auslassen und eine gute, alte CD in die schnell noch wiederangeschlossene Stereoanlage packen! Hach! #ESC #TV off (Morgengedanken der Redaktion)

Der Eurovision Song Contest wird heute Abend ausgestrahlt. Endlich wieder mal Zeit, gute Musik zu hören. Der Fernseher kann ausbleiben. Apropos Fernsehen: Als blackbirds.tv den Song „Confortably Numb“ als #Lied des Tages wiederveröffentlichte, hielt die Interpretin uns doch für einen „deutschen Fernsehsender“, haha. Fernsehsender? Das nicht. Sendungsbewusstsein? Ja, schon. Das ist der Witz im Witz. Die Abkürzung „ESC“ ist PC-Benutzern ohnehin bekannt,…(mehr)…

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812/13: Positionen: Nur kurz die Welt retten, danach ist es vorbei, denn es geschieht viel #MSP

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Nur noch kurz die Welt retten, und danach ist es vorbei.

Das zu erkennen, ist von wirklicher Bedeutung. Das hat den Song von Tim Bendzko auch und vor allem wegen seiner fulminanten Lyrics so bedeutend gemacht. Dabei hat Bendzko alles vorhergesagt, was eintritt. In Kurzform: Man kann ein Album herstellen, dessen Bedeutung überragend ist. Ab diesem Zeitpunkt gibt es eine deutliche Erwartungshaltung. Aus der freiwilligen, eigenen Sache wird eine „Serienverpflichtung“. Nur noch bedeutende, die Welt rettende Songideen am laufenden Fließband. Unmöglich, das zu schaffen.

Shit happens. Das weltbewegende Werk und es folgt dann einfach kein zweites nach, weil sich das mäandernde Publikum schon längst wieder woanders hin verirrt hat. Etwas anderes schick und „lazy“ findet, modern und nun weltrettend. Die zurückbleiben, können höchstens noch versuchen, mit ihrer Musik die Welt ein Stück erträglicher zu machen, bzw. sie geringfügig zu verbessern. So geht´s.

804/13: Positionen: Die Kernfrage ist doch, brauchen wir Spotify überhaupt?

Spotify
Spotify

Nachdem ich meinen Senf (oben) zu der Frage addierte, nahm ein Musiker noch wie folgt wörtlich Stellung: „Keine Sorge, die einzigen, die da abgezockt werden, sind wir Musiker!“ Hat er recht? Klar hat er recht. Das ist doch offensichtlich. Microcents für Klicks, Youtube und die unsägliche, schlicht unerträgliche GEMA-Problematik lassen herzlich grüßen!

Ja, genau, das ist eine gute Frage, die der obige Fragesteller im stream der Nachrichten auf facebook als Duftspur hinterlässt. An Abzocke will niemand so recht glauben. Die Musikindustrie ist bereits dankbar für „neue Geschäftsmodelle“, die die zu komplexe, neue Welt, in Wahrheit ihr eigenes Terrain, retten sollen. Es geht um die Kuchenverteilung. Doch das Hören von Musik via „flat“-Rate hat auch etwas xbeliebiges. Immer Musik zu haben, ist so töricht wie ständig zu fressen. So besinnungslos, wie ständig zu saufen oder zu kiffen. No doubt, Freunde! Öffnet die Sinne!

Eine Frage der Bequemlichkeit ist Spotify. Die Frage ist, ob wir eine Musikflatrate wirklich brauchen? Und ob sie unsere Wünsche erfüllen kann. Ob es tatsächlich unseren Bedürfnissen entspricht, Music „flat“ zu hören? Für mich ist diese Frage hier zugleich meine „Frage des Tages“, ich habe darauf so vernünftig als möglich geantwortet.

Am Ende weidet Spotify nur die Leiche Musikindustrie aus und tut sich am Aas gut. Guten Appetit. Und Daumen runter.  Spotify ist eben nicht der Weisheit letzter Schluss. Genießt die Stille ohne Flatrate, solange es noch geht.

(EP)

801/13: Musiker-Anzeigen: Der große Elchtest – „Musiker-Board“ gibt neuen Anzeigenteil frei

Header Wunderbare Welt der Kleinanzeigen

Musiker sucht blaue Schlümpfe, um Vadda Abraham endlich Konkurrenz zu machen, wir gründen „Die lustigen Konkubinen“ und stechen die Biene Maja aus, autsch. (Anzeigentextentwurf für eine Musiker-Kleinanzeige)

Mal ganz abgesehen davon, dass eine Vielzahl veröffentlichter Musiker-Kleinanzeigen auch textlich schlicht unbrauchbar ist: Wo findet man Mitmusiker für das neue Bandprojekt? Vermutlich mit Kleinanzeigen eher nicht. Oder man hält die Klappe, schaltet den Kopf aus und sagt sich: Ich geh hin, wohin ich gehen soll, alles andere klärt sich eh am Ort selbst. Richtig: Musiker zu finden ist nämlich eine persönliche Sache, die irgendwie umgekehrt proportional verläuft zum online Kleinanzeigen lesen. Diese Website hier, also diese hier, hat jedenfalls schon viele, nicht gerade wenige Kleinanzeigen verrissen. Zu schlecht getextet, danebengegriffen in den Formulierungen und so weiter und so fort.

Neu ist jetzt das Angebot von Musiker-Board.de (am Ende verlinkt), Kleinanzeigen zu schalten. Das haben wir mal getan und ein bisschen auf der Website herumgespielt. Hier der Erfahrungsbericht.

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791/13: Positionen: Für Musiker ist es wichtig, erfolgreich zu sein. Sich entsprechend zu organisieren…

Ordnerstruktur auf einem Musiker-PC
Ordnerstruktur auf einem Musiker-PC

Im Erfolgsrausch schalten wir Kleinanzeigen und suchen uns Musiker, mit denen gemeinsam wir die Welt erobern. Ja, Weltkarriere. Dann gehen wir in den Proberaum und nehmen ein paar Sachen auf. Später trennen sich die Bands wieder, aus Gruppen werden wieder Einzelmusiker. Erwischt: Man ordnet stets im Nachhinein die Strukturen. Ins Auge sticht der Ordner „Erfolglose“.

781/13: Linktipp: Sven Regener im #Tagesspiegel und Matthias Neumann im #Hamburger Abendblatt

Echoes: Christof Schlingensief "Kreisende Gedanken"

♪♫ Hoch stand der Sanddorn am Strand von Hiddensee, Micha, mein Micha, und alles tat so weh…als die Kaninchen scheu schauten aus dem Bau…tu das noch einmal, Micha, und ich ….♪♫ (Nina Hagen, Du hast den Farbfilm vergessen)

Lena hat geheult, wie ein Schlosshund. Und alle „alten Männer“ auch, die Lena lieben, weil Lena einfach zuckersüß ist. Der Rest vom Schützenfest hat über „Den Graf“ gelästert und seine „kuschelweiche Schmusepop-Scheiße“, sich aber dann einen jovialen Toleranzanstrich gegeben: „Na, wer´s mag.“ Unausgesprochen bleibt: „…der ist eben nicht zu retten.“ – Toleranz ist vielleicht ganz anders, bro´sis in spirit without danger!

Nachdem gestern der ECHO verliehen, aber nicht verschenkt wurde und Hannes Wader und Led Zeppelin ausgezeichnet wurden, noch ein paar kreisende Gedanken, die endlich wieder einen Grund finden. „Die Ente bleibt draußen“, sagte der Chefredakteur.

Zwei Linktipps zu lesenswerten Hintergründen. Übrigens: Wenn auch Sven Regener des Schreibens kundig ist. Seine Äußerungen über die Tagesspiegel-Suchmaschine zu finden, funktioniert nicht. Hierfür musste anstatt tagesspiegel.de wieder Tante Gugel herhalten, die zuverlässigere Treffer gibt. Hat der Tagesspiegel den neuen Artikel noch nicht händisch in die Datenbank der eigenen Suchmaschine eingespeist….das ist ja zum Gröhlen.

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754/12: Positionen: Die Sache mit den Zetteln in der Nachbarstr. #Foto des Tages

St. Pauli - Reeperbahn - Aushang des Tages
St. Pauli – Reeperbahn – Aushang des Tages

(Quelle: facebook-Post aus Hamburg, Herkunft unbekannt, Urheber bitte für Namensnennung gerne melden! Wird hier abgedruckt!)

Das Huhn oder das Ei? Natürlich das Huhn. Das Huhn ist die Spielstätte. Dort nimmt alles seinen Eisprung. Sie lernen sich kennen, tanzen ausgelassen zur Musik. Am Ende des Abends wird sie begattet. Viele Monate später legt sie ein Ei. Das Ei wird erwachsen und zieht „umme Ecke“, nach St. Paul. Huhn oder Ei? Na, beides! Mensch!

Ja, das kann man unterschreiben. Wir berichteten auch darüber. Das Problem: Da ist eine Gegend, die ist schon lange da, wo sie ist. Alles wird noch dichter zusammengesetzt, auch und vor allem die Innenstädte. Es sollen neue Quartiere entstehen für freundliche, junge Menschen. Die ziehen da hin. Und dann passiert das: Kunst versus Kommerz. Kultur versus Wohnen. Jetzt fragt sich der Mensch, warum in der Gegend so einfach drauflos gebaut werden durfte? Warum hat der neuere Bauherr nicht besondere Lärmschutzauflagen bekommen? Warum musste er nicht die Lärmschutzwand errichten, damit seine hinzuziehenden Bewohner keinen Lärm ertragen müssen. Verkehrte Welt. Ganz genau so sehen wir das. Warum ist unten verlinkt. Und: Weil es uns stinkt.

744/12: Positionen: Julia Neigel streitet um ihr Erbe, Songs, die sie maßgeblich geschrieben habe…

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Julia Neigel – Froh, dass es dich gibt ♥ 2011

So sehr haben wir gesucht und uns gefunden….es ist fast wie ein Traum, mit Dir, mit Dir….  #Julia Neigel, Powerfrau

Julia Neigel ist eine deutschlandweit bekannte Sängerin ganz großartiger Couleur, eine Ausnahmeerscheinung. Das ist bekannt und wird von hieraus als bekannt vorausgesetzt. Dass sie mal eine Phase hatte, in der sie noch unwissend gewesen wäre, wie das Musikbusiness tickt: Na klar. Das kann man ihr abnehmen.

Sie ist im Streit mit zwei Mitmusikern von damals. Es geht um die Frage, ob sie selbst als Sängerin etwas zu Songs beigetragen hat: Vielmehr solche Songs sogar maßgeblich geschrieben habe? Das geht uns alle an, irgendwie. Ideenklau war es damals nicht, verdächtigt der Berichterstatter die Sach- und Gemengelage. Vielmehr wird der Einfluss, bzw. der Umfang ihres Einflusses auf das Gesamtwerk,  der Ausnahme-Sängerin auf das von ihr dargebotene angesprochen. Ihr merkt schon: der Vorgang ist diffizil. Oder? Tendenziell ist aber nichts daran zu rütteln: Julia Neigel ist eine bewunderungswürdige Frau und sie hat „Positionen“. Darüber entscheiden demnächst die deutschen Gerichte. Ob die sich auskennen, steht auf einem anderen Blatt dieser unsäglichen Partitur ihres Lebens.

(EP)

728/12: MSP: Von den Tiraden auf GEMA, Youtube und zum Stand der Verhandlungen dort ein #Linktipp

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

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Plan B (Berlin) feat. Anne de Wolff – Big Screen Waltz (Live in Hamburg, Molotow, 6. Juni 2012) (via youtube)

Plan B (Berlin) live im Hamburger Molotow am 6. Juni 2012. Zu Gast an der Violine: Anne de Wolff. Der Ton zerrt leider etwas, wir wollten euch den Mitschnitt dieses Moments dennoch nicht vorenthalten. (sagt „Svenson“, Videot)
Kamera: Svenson (http://svensonsuite.de/)
Violine: Anne de Wolff (http://www.annedewolff.de/)
Gitarre und Gesang: Johnny Haeusler (http://planb-berlin.com/)

Der inzwischen wiedererwachte Musiker Johnny Häusler, Blogger, Spreeblick, hat eine umfassende Stellungnahme zum Stand der Auseinandersetzungen abgegeben. Lesenswert, sachlich und argumentativ auf der Höhe. Deswegen verlinkt.

Wäre der Text von Johnny Häusler ein Lied, so bestände übrigens eine „GEMA-Vermutung“. Ist aber nicht. – Der Text klingt wie die weiße Fender TELECASTER, scharf, präzise und, was den Autor betrifft, nicht ungewöhnlich kenntnisreich. Kein Blabla, keine Stimmungsmache. Gut.

726/12: Positionen: Das mit dem Musik machen ist eine Art Lebenseinstellung, auch in Argentinien

Irgendwo ist Argentinien, direkt in der Pampa, hat ein Garten- und Felderfreund und -gestalter gekonnt Hand angelegt. Man findet den „Garten Eden“ so: Hier sind die Koordinaten -33° 52′ 3.87″, -63° 59′ 13.73. Der Link unten ist weiterführend. Ganz schön viral, diese Art von Kampagne. Gute Idee. Wer noch Schlaginstrumente, Blechblasinstrumente und anderes Musikgerät findet, schickt uns bitte weitere Links. Das Musikhaus Thomann erklärte das schon zu einer Art Lieblink.

725/12: News: Jahressteuergesetz 2013 bedroht Bildungsleistungen mit Umsatzsteuer, die ePetition 26229 wendet sich dagegen!

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Rettet die Livemusik! Max Liebermann-Zitat
Rettet die Livemusik! Max Liebermann-Zitat

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …
Bei der geplanten Änderung des Jahressteuergesetzes 2013, Artikel 9, Änderung des Umsatzsteuergesetzes, Ziffer 2. § 4 Buchstabe b) die Nr. 21 und 22 so zu verabschieden, die der aktuellen Rechtslage entsprechend, die Steuerfreiheit der privaten Ballett- oder Tanz- oder Musikschulen ohne Einschränken gewährleistet, was durch Streichung des Satz 4 erreicht wird. (Auszug aus dem Petitionstext, Link unten)

Dass dieser Staat eine Krake ist, die sich immer weitere Aufgaben sucht, ist kein Geheimnis. Und so rasselt das Schuldenbarometer seinem Overkill entgegen. Neue Aufgaben, Aufgabenbegrenzung und am Ende immer neue Ausgaben. Ergo braucht Vater Staat neue Einnahmen. Das Jahressteuergesetz 2013 will nun Bildungsleistungen besteuern. Hiergegen wenden sich die Mitunterzeichner einer ePetition, die wir selbst auch heute mitgezeichnet haben. Alle erforderlichen Informationen sind verlinkt. Weg mag, kann dort mitunterschreiben.  Wir halten das für eine „erste Musikerpflicht“, schon aus Solidarität mit den unterrichtenden Kollegen und den Schülern der Musikschulen. Frechheit, diese Art von „ungesundem crowdfunding“. Kultur und Bildung als staatliches Rückzugsgebiet, doch leider nur inhaltlich. Fiskalpolitisch ein Ort neuer Begehrlichkeiten, um neue Einnahmequellen zu erschließen und den Menschen den Zugang zu erschweren. Fiskalpolitisch werfen mit dieser Idee die Politikerzwerge erneut lange Schatten.

Danke für den Hinweis, Uwe Hassbecker

 

714/12: Linktipp: Heise online berichtet über zweitklassiges Urteil am Amtsgericht zur „GEMA-Vermutung“, Revision ist angekündigt

Gema? Spar´n wa Busgeld. #geflügeltes Wort

Das Urteil trifft die Creative Commons-Szene in Deutschland, sagt Christian Hufgard dazu auf Heise online. Alles Weitere ist der Einfachheit halber verlinkt. Denn da gucken wir gern mal näher drauf. Und bleiben dran. Die GEMA-Vermutung ist nach gegenwärtigem Stand alles andere als eine „Unschuldsvermutung“. Warum, ist im verlinkten Artikel erklärt.

Alle, die anders handeln, werden geteert. Eventuell auch gefedert.

712/12: Positionen: Ist die GEMA am Ende? Oxmox hat Marek Lieberberg interviewt, der hat deutliche Worte! #Linktipp

Er sagt u.a.:

Die GEMA hat sich metastasenartig ausgebreitet und vor allem ihr Selbstversorgungssystem perfektioniert. So lebt man fröhlichen Herzens auf Kosten der eigentlichen Protagonisten der Musikszene, die im wahrsten Sinne des Wortes zwangsvereinnahmt werden. … So ist die GEMA ein Ministerium der Angst und in der Tat verbreitet ihre Politik in der Kreativwirtschaft Angst und Schrecken…. (Marek Lieberberg, im Gespräch mit Oxmox, Link unten)

Ohne dass wir uns die dezidierte Meinung von Marek Lieberberg über das System GEMA zu Eigen machen möchten, verweisen wir doch gern, sehr gern, auf die deutlich geäußerte Meinungsäußerung und verlinken deshalb zu Oxmox.

(EP)

705/12: Linktipp: Was Franz de Byl aus Berlin mit dem Sender RBB ausficht, ist wissenswert zu lesen!

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Dort sollte mir die „Gage“ von 1.800 Mark DDR ausgehändigt werden. Mir wurde eine Art Quittung vorgelegt, die ich unterzeichnen sollte. Ich war konfrontiert mit 4 Mitarbeitern der Künstleragentur der DDR und des Rundfunks der DDR, die vermutlich alle für die Stasi tätig waren, und unterschrieb, ohne den Wisch gelesen zu haben. Dann bekam ich das „Geld“ mit dem Hinweis, dass ich es unter keinen Umständen ausführen dürfe. Nachher habe ich dieses Geld versoffen und an meine vielen Ost-Musiker-Freunde verschenkt. Der Rest landete in der Tonne am Grenzübergang Invalidenstrasse kurz vor 0.00 Uhr desselben Tages. (Franz de Byl, Link unten)

Franz de Byl ist genau das Gegenteil von „debil“, man spricht seinen Namen auch anders aus, mit diesem phonetischen „ühhhh“ in der Mitte von drei Buchstaben seines Nachnamens. Ansonsten fetzt er sich gerade in verschiedenen Instanzen mit dem Berliner RBB. Und an der Streitlage ist was dran.

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686/12: Kritik: Die Durchkommerzialisierung der Musik betrifft unsere Gesellschaft insgesamt

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

„Der Kunde ist König. Das ist die Monarchie des Proletariats. Der Mob bestimmt die Charts.“ (Dirk Zöllner, CD „Uferlos“, Song: „Monarchie des Proletariats“)

Es ist ein dünnes Eis, auf das sich der Kritiker begibt, wenn er anfängt wie ein Hahn zu krähen. Worum es geht, ist folgendes: Die Musik ist käuflich geworden. Bzw. verkäuflich. Bzw. wertlos. Früher war alles viel besser.

Es hatte so Mitte der Fünfziger angefangen und nannte sich Rock´n Roll. Elvis, Bill Haley, Little Richard und Eddie Constantine. Undsoweiter. Diese ganzen Rock´n Roll-Affen. Dann die Verproletarisierung dessen. Beat, Mersey, Liverpool, Dinge, wie weiter entwickelt waren aus etwas anderem, z.B. dem Skiffle. Die Beatles, etwas danach die Rolling Stones. Mitte der Sechziger dann der Trend zum Hippopotamus. Hip sein, frei sein, high sein. Irgendwo, vermutlich in San Francisco, lauter langhaarige Luden, make love, not war. Linda Eastman fotografiert Jimi Hendrix, Frank Zappa und diese ganzen Konzerte im Fillmore East, wofür sie -unter anderem- berühmt wird. Ihr späterer Ehemann McCartney treibt sich da auch schon herum, gemeinsam mit George Harrison.

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685/12: Kritik: Gestern Abend Rock am Ring

Der frühe Tod von einigen Schlagergrößen beispielsweise hat etwas für sie befreiendes gehabt, wie eine Art Rundumschlag: Roy Black musste immer wieder „Ganz in Weiß“ singen. Rex Gildo gab uns elendig lange das „Hossa!“ – Drafi Deutscher wurde immer gebucht für einen Hit „Marmor, Stein & Eisen“. Grausames Leben. Gestern Abend gaben die Toten Hosen Eisgekühlten Bommerlunder, Alles nur weil ich dich liebe und Hier kommt Alex. Alle die genannten haben dies gemeinsam: dieses unsterbliche Grausame früherer Zeiten!

Ich hab mich gestern Abend da mal reingezappt, als ich auf facebook las, es gäbe einen Livestream vom Konzert im Fernsehen. Also gut, mal wieder Rock am Ring.

Gähn. Irgendwann so mittendrin polkte ich das Programm EinsLive hervor. Irgendwann dann mächtig Tote Hose bei Rock am Ring. Campino und es hat sich eigentlich seit den Achtzigern nichts geändert. Außer vielleicht, dass Campino jetzt zum Schein ins Mikro gröhlt, er tränke heute Abend noch Bier an der Hotelbar. Attitüde. Mehr nicht. Großverdiener geben den niemals enden wollenden Punk.

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684/12: Record release: „Uferlos“ ist unbestreitbar das „Highlight“ der bisherigen Karriere der werkschaffenden Proletarier „Die Zöllner“

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CD Die Zöllner - Uferlos
CD Die Zöllner - Uferlos

Ich habe heute aus gegebenem Anlass meine erste Amazon-CD-Kritik geschrieben, um auf die hohe Qualität des Silberlings „Uferlos“ von „Die Zöllner“ hinzuweisen. Eine ganz neue Erfahrung für mich. Den Text möchte ich hier noch einmal zusätzlich zur Verfügung stellen, denn bei Amazon bin ich ganz sicher an „anderen Ufern“.

Was ich dort schrieb…:

Das Produkt nennt sich „Uferlos“ und ist damit metaphernhaft verzurrt auf offnem Meer. Ungefähr so klingen auch die 16 Songs, von denen Titel Nr. 7 den Albumtitel „Uferlos“ genauer beschreibt bzw. rechtfertigt. Eröffnet aber wird das Album von einem, sagen wir von Vladimir Kaminer inspirierten, bei Nina Hagen schon mal ähnlich gehörten, aber von Zirk Döllner (!) eigens interpretierten Kasatschok namens „Russendisko“. Das ist so ein Abklatschstück zum miteinander in die Knie gehen. Ich hätte derartiges früher mit Ivan Rebroff getanzt, aber das war (auch) ein Fakerusse. Halleluja. Oy, Mama!

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679/12: Zitate: Der Pate des german soul heißt Edo Zanki und er spricht über die Bedeutung von Zahlen

CD Die Zöllner - Uferlos
CD Die Zöllner - Uferlos

Edo Zanki sagt:

Warum wundert niemanden mehr, dass wir schon in den Morgenshows ausgiebigst die Goldkurse, den japanischen Börsenkurs und andere Nachrichten von den globalen Zockerbörsen frei Haus geliefert bekommen, wo doch nur ein verschwindend geringer Teil von uns überhaupt damit real zu tun hat. Zahlen signalisieren wohl scheinbare Verlässlichkeit und Berechenbarkeit der Welt. Wie sagt der Kabarettist Uli Keuler so schön „…und für die Skeptiker unter ihnen, habe ich auch Zahlen: ein, zwei, drei, vier – um nur einige zu nennen“. Dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, denen man nicht mit den vier Grundrechenarten beikommt, hindert viele nicht daran trotzdem alles nur noch über Ökonomie erklären und wahrnehmen zu wollen. Wenn jemand z.B. über meine CD schreibt: „sie wäre eine gute, werthaltige Anlage, also kaufen, kaufen, kaufen…“ so bleibt mir die Freude darüber im Hals stecken………

via facebook, heute – Wo wir schon bei der Uferlosigkeit von Zahlen sind: Das Wahl-Lokal auf rockradio.de ist offen, dort steht momentan Dirk Zöllner mit dem Song „Idylle im Krieg“ (Aus dem Album „Uferlos“, VÖ: 01.06.2012) auf Platz 1. Es gilt die Devise: Erst wird heute mal gevoted. Erst danach wird noch gequoted. Stimmt doch einfach auch mit ab. Richtig: Es geht ums Zählen von Zahlen, Charts, Quotes, Rankings, Rankünen und wenn diese stimmen….die Fortünen, oder besser: Die fernen Inseln des Glücks! Weiter arbeiten….

(EP)

670/12: MSP: Wolfgang Wendland, Sänger von „Die Kassierer“ übers Musikgeschäft und wovon er so lebt #Linktipp

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

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Die Kassierer. Ich muss kacken. Performed by Die Kassierer (via Youtube)

Wie leben eigentlich die Urheber, über deren Rechte derzeit Internetnutzer, Verwerter und Politiker streiten? Künstler, die nicht regelmäßig in den Charts sind, sondern wie die große Mehrheit einfach nur von ihren Werken leben müssen? Künstler wie Wolfgang Wendland, 49, Sänger der Punkband Die Kassierer und ehemaliger Kanzlerkandidat der Pogo-Partei. (schreibt der SPIEGEL einleitend, Link unten)

Das ist harte, musikalische Kost, was „Die Kassierer“ textlich aufführen. Aber es muss offenbar sein. Klare Worte.

Der SPIEGEL hat Wolfgang Wendland, den Sänger der Band, zu Wort kommen lassen. Und weil das im Hinblick auf die Urheberrechtsdiskussion, die Existenz- bzw. Grundsicherung von Musikern in Deutschland und überhaupt zum Songtext des Videos hier oben vorzüglich passt (!!), hat sich blackbirds.tv erlaubt, dieses zusammen mit diesem Lied „Ich muss kacken!“ (als „Lied des Tages“) in die Wald- und Wiesenberichterstattung einzubauen. Nein, man muss auch mal den Mut haben, über seinen Schatten zu springen.

„Von hier an blind“ oder von mir aus „ab hier auf dem äußerst gutgehenden Nacktposter“ des Sängers der Band Die Kassierer – ohne Schwarzgebälk. Großartig, es lebe die deutsche Punkkultur. Wir begreifen, es heißt, hier die Latte höher zu hängen.

(Danke, Thomas Biesel, für die Befruchtung!)

668/12: MSP: Sein Plattenladen heißt Herunterladen! Dietrich Brüggemann denkt über sich selbst nach

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Autor: Dietrich Brüggemann, Berlin – Textlänge: lang – Zwischenanmerkungen: blackbirds.tv

Sven Regener schimpft und wird beschimpft. 51 Tatort-Drehbuchautoren sind sauer und werden gescholten. Der Chaos Computer Club antwortet und kriegt eins auf die Mütze. Alle kloppen sich. Und zwar wegen Urheberrechten sowie einer Partei, die die Piraterie im Namen trägt. Piraten und Netzaktivisten befürchten eine Welt, in der Firmen wie Disney und Bertelsmann auf jedes geschriebene Wort, jede gepfiffene Melodie und jede Zeile Programmcode sofort ihren Copyright-Stempel draufknallen, dem Urheber dafür anderthalb Cent hinwerfen, das Werk die nächsten 180 Jahre in den Kerker sperren und nur für horrende Summen herauslassen. Die Musiker, Schriftsteller und Filmemacher hingegen befürchten eine Entwicklung, bei der ihre gesamte Arbeit von gierigen, bleichen Computerkindern ins Netz gestellt wird und sie bzw. wir alle verhungern. Es gibt zwei Dinge, die mich daran stören.

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665/12: Urheberrechte: Johann Weiß meldet Urheberrechtsansprüche bei Youtube an und Jan-Josef Liefers´ Konzert verschwindet

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Johann Weiß ist Gitarrist und spielt in der Begleitband von Jan-Josef Liefers die Gitarre. So weit, so gut.

Jan-Josef Liefers ist allgemein bekannt als Schauspieler. Er singt auch gern. Vielleicht sogar auch und vor allem aus Überzeugung. So richtig nötig hat er das ja eigentlich nicht. Liefers gehört zu den gut gebuchten Schauspielern „in diesem unseren Lande“.  Äußerst beeindruckend allerdings, was Jan-Josef Liefers als „Erinnerungen meiner Kindheit“ im Konzertauftritt und heiterem Erzählabend auf die Bühne brachte. Der RBB strahlte dieses abendfüllende Konzert via Strahlemann-TV aus und irgendjemand stellte das Konzert ins Netz, genauer zu youtube.

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663/12: Positionen: Sven Regener (Element Of Crime) über die Frage des Urheberrechts, Youtube und 99 Cent

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Sven Regener (Element of Crime) über Internet und Urheberrecht (2012, via youtube)

Statement des Element-of-Crime-Sängers und Romanautors Sven Regener am 21.03.2012 in der Sendung „Zündfunk“ des Bayerischen Rundfunks zu Urheberrecht, Internet und die Situation der Künstler. – copyrights: Audio: BR Foto: DDP

Und nun aber los. Jetzt schauen wir den Rest des Sonntags Element Of Crime-Videos auf der Website, okay? „Freu dich nicht zu früh auf den Sommer, Weihnachten ist gerade erst vorbei. Im Treppenhaus riecht es noch nach Glühwein und im Fernsehen läuft der weiße Hai.“ (Zitat aus: „Der weisse Hai“, Element of Crime)

(Danke, Udo Dahmen, fb – Update Link zu Spreeblick: 15.04.12)

638/12: CD Reviews: Das „Kraftfuttermischwerk“ – Album „Kleines Ganzes“ (VÖ: 24.12.2011)

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Da ist es. Es war keine einfache Geburt, denn ich war in diesem Jahr shice faul, was die Produktion von Musik betrifft, auch wenn das nicht wirklich was macht, denn Musik wird immer dann am besten, wenn sie raus soll, raus muss. Dieser Sound ist ganz ich – alles was ich in diesem Jahr besonders gerne mochte, steckt da drin. Natürlich viele kleine Melodien, viel Bass, verdammt viel Liebe, sehr wenig Four-on-the-floor. Weil ich genau das im Moment ziemlich über habe. Ich mag diese neun Tracks. (Ronny Kraak über seine Arbeit) – Link unten

Ronny Kraak kommt aus Potsdam und nennt sich und was er macht das „Kraftfuttermischwerk“. Soweit ersichtlich handelt es sich dabei um ein Blog gleichen Namens, auf dem Kraak nachdenklich, ihm gemäße Notizen zur derzeitigen Befindlichkeit veröffentlicht. Hinzu gesellt sich ein Twitter-Channel, auf dem er mir bereits vor längerem als witziger, eloquenter Zeitgenosse aufgefallen ist. Erst ein wenig später „schnallte“ ich, dass Ronny Kraak auch Musiker ist. Aktuell möchte ich sein neues Album „Kleines Ganzes“ mit Euch besprechen, dessen gesamter Inhalt auf seiner Website unter einer „creative commons“-Lizenz (kostenlos) downzuloaden ist.

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636/11: Zukunft: 2012 – Scheißt zwischen die Zwischenwände Eurer Gedankenschubladen und errichtet das Weltbürgertum!

 

An allem sind die Juden schuld!
Die Juden sind an allem schuld!
Wieso, warum sind sie dran schuld?
Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld.
Und Sie mich auch! Sie sind dran schuld!
Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!
Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,
an allem, allem sind die Juden schuld!
Ach so!

1931 hat Friedrich Hollaender (* 1896, † 1976) das Lied geschrieben und traf damit den Nerv seiner Zeit. Er textete zur klassischen Musik der Habanera von George Bizets „Carmen“  den Text „Die Juden sind an allem schuld“. Bingo – ins Schwarze getroffen.  Seit der Jahrhundertwende 1899/1900 war die Familie aus London nach Berlin verzogen und verbrachte zunächst ihr Leben im Wesentlichen hier.

Seinerzeit hatten die Nationalsozialisten eines österreichischen Gefreiten namens Adolf Hitler beträchtlichen Zulauf. Hitler, selbst aus einfachsten, relativ ungeordneten Verhältnissen stammend, hatte sich u.a. den Ideen eines völkischen Eiferers namens Georg von Schönerer verschrieben. Sein Lebenslauf wurde im Nachhinein „getürkt“, so viel steht heute fest. Am Ende haben nicht wenige Forscher versucht nachzuweisen, dass Hitler selbst ein „Vierteljude“ gewesen war. Schlimm? Eigentlich nicht.  Aber unter diesen selbstauferlegten Ansprüchen an sich selbst?

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629/11: Kritik: Bushido & Sido mit Peter Maffay bei Markus Lanz

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Die Bilanz der Gespräche bei Markus Lanz über Themen wie „Bushido“ und „Sido“ fällt, genau genommen, flach aus. Als Zuschauer fragte man sich, wo man selbst blieb? War die Einladung zum Thema „effektheischend“? Oder zielführend? Eine Kritik.

Markus Lanz im zdf, das ist schon an sich irgendwie unsäglich. Und mag der SPIEGEL über einen Berliner mal geschrieben haben, er sei ein „schräger Sympath“, so gilt dies doch nicht viel weniger für jenen Markus Lanz, Südtiroler, Talkmaster und wie viele anderen in der deutschen Fernsehlandschaft tendenziell nicht gänzlich unverzichtbar.

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626/11: MSP: Peter Plate, Peter Maffay, Bushido & der Bambi

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Die alten Krieger sind müde. Sie bekriegen sich schon lange nicht mehr. Sie haben viel zu teure Flügel in ihren Villen, die auf Hügeln….. #Hans Hartz-Mashup #Bushido #Weg des Kriegers

Soeben hat unser Bambi und dessen mehrfache Verleihung wieder alle zu Tränen gerührt. Besonders hervorhebenswert erscheint uns im Verleihungs-Firlefanz der Verlagsguten um Dr. Hubert Burda der Auftritt von Rosenstolz mit Verleihung eines Bambis für die Wiederauferstehung der Band nach einer selbstverordneten Zwangspause. Und dann ging ein Ruck durch Fernsehdeutschland, Herrn Genscher und alle anderen. Es hieß, Peter Plate nehme ihn gern entgegen, diesen Bambi. Gleichwohl wolle er auch morgen noch in den Spiegel schauen können. Man muss Peter Plate schon wegen seiner großen, persönlichen Bescheidenheit gern haben.

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592/11: open petition: Der Ansatz des Petenten ist interessant, er will Musikausübung mehr erlauben!

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Eine gut formulierte Petition muss fließen, rein fließen, verständlich sein und eine so glasklare Sprache besitzen, dass niemand daran herumdeuteln kann. Es wird schon, aber es muss noch was passieren! – Inhaltlich hat Carsten Haberkorn recht: was die Formulierung angeht, gibt es noch Bedarf zur Überarbeitung. Aber bitte: „Bildet Euch Eure eigene Meinung! Und unterzeichnet das Dingens, wenn Ihr mögt!“

Den Ansatz von Carsten Haberkorn finde ich sehr interessant und vom Grundsatz her begrüßenswert. Ob die Petition nun schon zu Ende gedacht ist, das weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall will ich gern die Gelegenheit nutzen, auf sie hinzuweisen und diesen Linktipp ausdrücklich hier verbreiten. Lest Euch das doch mal durch, aber bitte leise: Sonst sind die Nachbarn gestört. Wie auch immer: Sprachlich kann man an dieser Petition noch feilen und sie feinschleifen, damit sie bspw. eine Petition für und nicht für gegen restriktive Lärmgesetze wird. 😉 

Der Hintergrund ist klar und war hier mehrfach auf dieser Website im Fokus von Berichterstattung und auch eigener Meinung. Aber nun genug „Geseiher“, jeder darf dort hin, es ist kostenlos, kostet nüscht, aber konzentrieren muss man sich schon. Linktipp von hieraus fürs Wochenende. Der Vorgang steht hier unter Beobachtung.

Ich muss weg: Krach machen!  Freiheit, die ich meine….

571/11: Kritik: iTunes macht, was es will und man sollte es verbieten! Oder generell „aufbrechen“!

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Zum Schlechtesten, was ich auf diesem Gebiet kenne, gehört iTunes als „Nichtverwaltungsoption nach eigenem Geschmack“, was übersichtliche, eigens zusammengestellte, umfängliche Musiksammlungen angeht. Das allein ist ein Grund, beim nächsten Geräteupdate das iPhone schlicht wegzuwerfen. Da denkt man mit Wehmut an so was wie „drag & drop“ auf Windows-Betriebssystemen oder in den ursprünglichen Apple-Jahren zurück.

Freiheit war gestern, iTunes macht, was es will, wenn man dabei ist, seine vormals „silbern glänzende“ Musikbibliothek Stück für Stück zu digitalisieren, nach eigenem Gusto, das geht gar nicht. Nach eigenen, anderen Ordnungskriterien, das will iTunes nicht. Die Software ist so schwach, dass es nicht mal möglich ist, die in einem „normalen Haushalt“ gewöhnliche Dreifaltigkeit zu befriedigen: den Fest-PC, das eigene Handy und den unterwegs genutzten Laptop. Ganz großes Kino ist iTunes, was Eigenmächtigkeiten bei den Verwaltungsoptionen und wider allen Vorstellungen seiner Endbenützer angeht.

560/11: Remember: Das Land des nicht ganz lockeren Lächelns hat sehr schöne Musik!

Freiheit für Liu Xiabo
Freiheit für Liu Xiabo

Nur weil wir nicht diese Kultur besitzen, unsere Nobelpreisträger wegzusperren, müssen wir noch lange nicht das Lächeln verlernen! Denn eines Tages wird auch Liu Xiabo wieder freikommen, denn es ist unser fester Wille! Diesem Wunsch huldigend, widme ich diesen Audioschnipsel aus dem „Land des nicht ganz lockeren Lächelns“ frei von der Leber weg dem Nobelpreisträger Liu Xiabo und bete für seine Freilassung in Bälde. 

Dao Chui Lian – Zhong Guo Min Yue – Gu Yun

Ohne Worte.