550/11: Notizen aus der Provinz: Was Christopher sagt, wie es ist als Musiker „draußen vor den Toren“

Applaus, Applaus, Applaus - Kermit, der Redaktionsfrosch

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Berliner sind überheblich: Sie bezeichnen alles, was außerhalb Berlins aufhältig ist, entweder als Berliner Speckgürtel. Z.B. New York oder Los Angeles. Oder Nordrhein-Westfalen, Bayern und Rheinland-Pfalz. Notizen aus der Provinz greift das auf, auf dieselbe arrogante und überhebliche Weise, aber mit Herz. Denn in Wirklichkeit ist das nicht mehr als ein „running gag“. Notizen aus der Provinz war im übrigen eine Fernsehsendung unter der Ägide des proppersten aller deutschen Satiriker, Dieter Hildebrandt, und insofern ist es eine Remineszenz an „uns Dieter“. Wohlgemerkt: Das Prinzip „Bohlen“ bleibt uns insofern gestohlen!

Er sagt: Ich wohne mitten in Rheinland-Pfalz, mitten im Nirgendwo, Anzahl der Musikclubs 0, davon 3 geschlossen.

Dementsprechend sieht es auch mit der Musikersuche aus. Seit 10 Jahren suche ich nun schon Musiker die Lust auf eigene Musik haben, motiviert genug sind da Zeit rein zu stecken und dazu auch noch spielen können ! Es haben sich immer mal wieder Leute gefunden, aber jedes mal wurde eine der Kriterien nicht erfüllt.

Ja, wir erinnern uns als Berliner an diese Zustandsbeschreibung und denken, das könnte durchaus ähnlich gestrickt sein in Berlin. Zunehmend in den letzten Jahren. Leute, die bei der Stange bleiben möchten, die an eine gemeinsame große Zeit, angefüllt mit überirdischer, eigener Musik, das wäre doch reizvoll.

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548/11: Interview: Ralph VALENTEANO macht Musik, sagt er – über #Stilfragen und #Duftmarken

Ralph Valenteano (© Ralph Valenteano)
Ralph Valenteano (© Ralph Valenteano)

 Kerntheorie, nichtnuklear: Es sind nicht Stilfragen, die das obere Ende eines Besenstiels betreffen, wiewohl auch das untere nicht. Über Musik zu sprechen, anstatt sie zu hören bzw. zu machen, ein schwieriges Feld. Exemplarisch dafür berichten wir in der Tradition von Miles Davis heute über Versuche der „Journaille“, Musiker zu Bekenntnissen herauszufordern. Miles Davis beantwortete das mit mit dem Rücken zum Publikum stehen und eigenbrötlerisch zu musizieren. Interviewern gab er gern zu verstehen, er beabsichtige nicht über seine Musik zu reden, denn die „spricht für sich selbst“ – Literaturtipp: Miles Davis – Die Autobiographie, Heyne Verlag, hier

Ralph VALENTEANO macht Musik. Die Frage ist nur, welche?

Einst führte er ein Interview, eins wie viele dieser Interviews. Rotten Interviews! Das Wesentliche eines solchen Interviews ist der Fragesteller und ob seine Fragen „fruchtbar“ verfangen, ob sie Antworten zeitigen, mit deren Lektüre der Leser hinterher etwas anfangen kann. Der Interviewte soll vielleicht zunächst über sich selbst reden, das ist praktisch. Wer er ist, warum er das tut, was er tut und dann kommt man -jedenfalls in dieser Fachrubrik namens Musik- zur Sache selbst: der Musik. Das kann ganz unerwartete Bahnen nehmen, wie der Nachdruck jenes beispielhaften Interviews uns zeigen wird.

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542/11: Trendbarometer: Geht der Streit GEMA vs. Youtube nach lauten Wortmeldungen in eine neue, entscheidende Runde?

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Wir bedauern zutiefst, erneut über die GEMA in negativer Weise berichten zu müssen, bzw. weitere, etwas aufgefrischte Meinungen, Statements & Positionen herunterzubeten. Denn das ist eigentlich nicht das Kerninteresse dieser Website. Unser Kerninteresse besteht einzig und allein darin, der Berliner Musikszene mehr Geltung, Aufmerksamkeit und Erfolg zu ermöglichen. Durch die „Überbetonung des Juristischen“ stirbt Kultur ein Stück weit ab und wir fragen uns in erster Linie, was wir dürfen und was wir sicherheitshalber lassen? Es wäre doch positiv, wenn sich Websites wie diese schlicht und ergreifend nur und ausschließlich auf die Musik selbst, anstatt auf das Reden über deren Begleitumstände konzentrieren könnte. Die GEMA macht das leider unmöglich. #Meinung

Was sind wir eigentlich, wir „freiwilligen Berichterstatter“? Geschäftsführer ohne Auftrag? Na, jedenfalls ist die Berichterstattung über musikalische Zusammenhänge, wie sie die Berliner Musikszene nun einmal zu bieten hat, ein heißes Pflaster. Für „offene Worte“ werden wir ohnehin nicht belohnt, sondern sogar bestraft. Allerdings haben wir auch sehr frühzeitig darüber berichtet, wie die GEMA als Spiegelfechter von bestimmten Autoren in Deutschland versucht, deren Urheberrechte zu sichern. Das gelang nicht im Wege der Einstweiligen Verfügung. Am 11. September 2010 berichteten wir darüber hier.

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509/11: Gigs, Review: Musikabend der Neuntklässler vom Droste-Hülshoff-Gymnasium #Musikklasse

In der musikalischen Formel 1 ist der Musikabend eine Art Boxenstopp, zu zeigen, was geht! Die Rennfahrer und Rennfahrerinnen von der Überholspur halten kurz an, eine Erfrischung zu geben, gute Musik. Aber es sind auch Boxenluder zu sehen. Es liegt am Zwischenstopp inmitten dieses Lebensalters: einige haben schon ganz tolle Entwicklungen gemacht. Andere sind gefangen in ihrer Zeit, veranstalten einen großen Bohei, Fanfimmel und „den schönen Schein“. Sein oder nicht bleiben: das ist hier die Frage. Eine kritisch bleibende Berichterstattung. Erlaubt ist erlaubt.

Was soll man sagen: Am 19.05.2011 führten die Neuntklässler vom Droste-Hülshoff-Gymnasium einen (weiteren) Musikabend vor und das hier ist ein (weiterer) Bericht aus eigenem Erleben. Ein Konzert von etwas über einer Zeitstunde, angefüllt mit einem prallen Blumenstrauß verschiedenster Musikstücke und Aufführungen, das Ganze als Gig zu bezeichnen, nun ja? Als Kulturkorrespondent von „der schreibenden Zunft“ hatten wir es nicht leicht. Am Abend noch Sonne, es ist hell und -leider- gegenlichtig. Davon Videos aufzuzeichnen? Schwierig, schwierig. Also rauf auf Stühle und Tische, weit über´s Publikum geschwenkt und hoch den Arm, dann wird das Video schon werden. 

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505/11: Trendbarometer: Der Eurovision Song Contest (ESC) und das Käseigel-Prinzip!

Lege ich auf meiner Geburtstagsparty ein Stück Käse hin, bleibt es liegen. Schneide ich es in Würfel, wird alles aufgegessen. Obwohl der Käse genau der gleiche ist. Bequemlichkeit erklärt’s zum Teil. Aber nicht nur das: An sich weiß im Wellness-Zeitalter jeder, dass größere Mengen cholesterinhaltiger Lebensmittel am späten Abend nicht gerade gesund sind. Doch die Grenze zwischen „dick werden“ und „nicht dick werden“ verschwimmt mit den offerierten Häppchen. Einer solchen Salamitaktik des Schrittchen-für-Schrittchen halten auch gute Vorsätze kaum stand. (Süddeutsche Zeitung, Jetzt, hier)

Im Prinzip ist der Käseigel aber auch und vor allem Ausdruck unserer deutschen Partykultur, mit Basis in den Mittfünfzigern, geschätzt. Noch immer gilt der Käseigel, auch für heute Abend. Verbindet man das deutsche Partyprinzip mit rechtfertigenden Anlässen wie Fußball-WM oder eben ESC (jetzt: 2011), dann gilt der zuvor sorgsam gesteckte Käseigel zugleich auch als Prinzip Hoffnung. Denn gut Ding will Vorausplanung haben. Nie vorher war ein so schlechter Musik-Wettbewerb, wie der ESC Anlass zu so viel Vorfreude wie jetzt. Denn Lena Meyer-Landrut hatte ihn aus der „schlechtesten Ecke denkbarer Musik“ herausgeholt und 2010 den Preis nach Deutschland geholt.

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502/11: Trendbarometer: Wer war denn nun die beste Ostrockband? #Meinungssplitter

Als geborener DDR-Bürger geht mir diese ganze Ost-Tümelei ziemlichauf den Geist. Heute tun alle so, als wenn sie in ihrem Leben nie etwas anderes als Ost-Rock gehört hätten.Sie trinken natürlich nur das Bier von hier. Lesen nur unsere Ost-Super-Illu und die Ost-Indianerfilme mit dem Pierre Brice des Osten waren eh die… Besten. Ist doch alles ein ausgemachter Humbuck, den der blöde Ossi auch noch freiwillig schluckt und sich zum gesamtdeutschen Deppen macht. Leute ! Wo bleibt Euer Selbstvertrauen? Wie war es denn wirklich! Hast Du damals mit Deiner Band im Ansatz mal einen DDR-Titel gespielt , haben sie Dich bei den Dorfmuggen glatt rausgeprügelt, wenn Du nicht zum tausendsten Mal die Stones oder CCR gespielt hast…… Bitte nicht falsch verstehen. Ich achte die ehemaligen DDR-Kollegen und bin mit vielen auch befreundet.Es gab vergleichsweise mit den Krautrock-Nummern musikalisch viel Gutes in DDR. Wenn sich eine Band wie beispielsweise Silly nicht auf den alten Lorbeeren ausruht und sich trotzdem treu bleibt, hat das meine größte Hochachtung.

Meint zu solchen Umfragen Bodo Spliteser und es ist selbsterklärend. Es ist eine Meinung. Jemand hatte ihn das gefragt.

497/11: Marktauswertung: Was „ZZ“ für modernes Musikmarketing bedeutet #Edo Zanki

Zielgruppe Zanki

Insofern gilt: Wer sich selbst noch gut an das hoffnungsfrohe Versprechen der 80er-Jahre erinnert, dass man nun endlich wieder deutsch singen darf, dass es neben coolen Schulterpolster-Wave-Poppern auch gehaltvolle und intelligente deutsche Songs geben darf, dass das Herz endlich unkitschig auf der Zunge liegen kann und auch Männertränen okay sind – der rast hier in einer Zeitmaschine zurück in diese aufregende Ära. Ob Zanki aber mit diesem eher „klassischen“ Album auch junge Fans seiner Protegés wie Söhne Mannheims oder Xavier Naidoo begeistern kann, darf allerdings bezweifelt werden. (Weserkurier, CD-Kritik hier)

Der Fotoausschnitt auf diesem „Headerfoto“ wurde von Universal Music zur Verfügung gestellt. Der Herr, der uns da freundlich angrinst, wird als „Pate der deutschen Soulmusik“ bezeichnet und hat unlängst eine neue CD namens „Zu viele Engel“ auf den Markt geworfen. Plattenverkäufe sind in Deutschland inzwischen nicht mehr Hamsterkäufe und dass sich vor den CD-Regalen in den Elektronikmärkten lange Schlangen bilden, ist eher die Ausnahme. Dennoch gibt es die CD im gutsortierten Saturn, wie der Berichterstatter erfuhr. Zwei gute CDs, so hatte er sich vorgenommen, würde er gern „auf ehrliche Weise“ erstehen. Die neue CD „Zu viele Engel“ von Edo Zanki eben und die CD „neigelneu“ von Julia Neigel. Beide Musiker sind für uns Ausnahmemusiker im deutschen Mainstream.

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470/11: Video: Jesse James war ein berühmter Revolverheld, aber am Times Square singt sie sich einen!

Logo (Quelle: Website: www.plattenreiter.de)
Logo (Quelle: Website: www.plattenreiter.de)

Bei den Popstars von heute ist es längst Usus angesichts mangelnder musikalischer Ideen durch extravagante Klamotten Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Pop und Mode haben schon laaaange vor Lady Gaga, Rihanna und Nicki Minaj Stars wie David Bowie oder Grace Jones zelebriert. (meint klatsch-tratsch.de hier) – Und kommt damit kaum über den Namen der eigenen Website hinaus. Offenbar beeindruckt aber vom Auftritt einer Dame namens Jesse J., die auf dem angetratschten Bericht gut wegkommt. Was übrigens für ihre Musik insgesamt nicht gilt: „mangelnde musikalische Finesse“ kann man der Dame genau so wenig absprechen wie Einfallsreichtum.

Der berühmte Revolverheld Jesse James bekommt dieser Tage ganz hübsch Konkurrenz. Eine englische Sängerin ähnlichen Namens -abgekürzt durch das Akronym „J“- macht von sich reden. Und beweist, dass es eine Frage der Kreativität ist, gut ansehbare Musikvideos zu erstellen. Etatflaute, knappe Kassen, die Plattenmultis tun nichts mehr raus. Doch gleichzeitig entwickelt die Musikgeräteindustrie ein ums andere Teil, einige davon darf man getrost „Eierlegende Wollmichsau“ nennen.

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464/11: Positionen: Im Schrifttum dieser Website ist ein Fehler aufgetreten. #Bugs #Echo 2011

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Die Fehlermeldung, die ich erhielt, war eine gewöhnliche, die von der Benutzung des Microft Internet Explorers gern einmal vermeldet wird. Denn heute kam der Echo Musikpreis 2011 über uns, am Abend wird er in Berlin verliehen. Und Verleihen, das kommt von zurück geben, von ausleihen und was dann? Mich trieb die Frage an, warum in meiner Eingangspost die Einladung dazu ausgeblieben sei? War ich am Ende ein unbedeutendes Würstchen, ignoriert von musikalischen Vegetariern, die meine Beobachtungen der Berliner Musikszene einfach nur widerwärtig fänden?

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450/11: Kritik: Auf der Suche nach Musikern kein Problem, überall T-Shirts zu erwerben!

Na dann lasst uns mal den Frühling einläuten und den letzten Rest Glühwein aus den Regalen wegtrinken. Demnächst folgen noch mehr Infos Rund um Berserker die es in sich haben werden… So long und Stay Brutal, Stay Frühlingsgefühle…  (Gruß & Hinweis auf der Website von Berserker Berlin, abgefragt am 19.02.11)

Ne, jetzt mal ehrlich. Auf der Suche nach neuen Musikern triffst du in der bunten Welt der Kleinanzeigen (wir berichteten!) zunehmend auf textile Grundsatzfragen, die mit der Musik selbst nicht mehr viel zu tun haben:

  • Gibt es unter „Fanartikel“ auch scharlachrote Schals mit Pepitafütterung?
  • Muss man eine ähnliche Figur wie der Gitarrist der Band besitzen oder ist etwas dicker besser?
  • Was ist, wenn meine Tatoos dann noch zu sehen sind? Stimmt es, dass Tatoofarbe krebserregend ist?

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423/11: Linktipp: Eine kleine Geschichte der musikalischen Zeit, erzählt von Stefan Goldmann

GEMA? Sparen wir´s Busgeld!

Die Flucht in den rein digitalen Vertrieb sieht nicht anders aus: Nur ein etablierter Künstler erzielt regelmäßig hohe digitale Umsätze – mit einem entsprechend starken physikalischen Tonträger in der Hinterhand. Alles andere bleibt in der überwältigenden Mehrheit ungehört. Eine durchschnitte „Nur-Digital-Single“ generiert mit viel Glück 100 Euro Ausschüttung an Künstler und Label zusammen – die nun meistens von derselben Person betrieben werden. (Stefan Goldmann, 21. Juni 2010, Link am Ende)

Welche Metamorphosen macht das Musikbusiness durch?

Bis Ende der 70er Jahre, so sagt Stefan Goldmann, war die wesentliche Ressource „Aufnahmen“, also „Veröffentlichungen“, weil Studiozeit zur Verfügung steht. Teure Studiozeit: Zeit ist Geld und Studios werden immer größer, abgefahrener, technisch aufwändiger.

Ende der 70iger, Anfang der 80iger Jahre kam die Vierspurtechnik (Homerecording) auf. Ach, noch was, das hat der Autor vergessen: Der Punk nahm lautstark Abschied von den vergötterten Superstars auf dem Rockolymp, drei Akkorde maximal, das reichte. Übrigens auch die Beatles hatten lange Zeit lediglich nur vier Spuren zur Verfügung.

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401/11: Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, der Bi-Ba-Butzemann, die GEMA und Trallalala!

[audio:http://www.franz-de-byl.us/RadioEins/0810_kommentar.mp3]
Eingebunden über Website von Franz de Byl, Radio-Eins-Interview – Kommentar

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Von den in 2009 eingenommenen 840 Mio € Verwertungsgebühren sind 713 Mio € an die Rechteinhaber ausgezahlt worden. Das heißt, 127 Mio. Euro verschlingt der Verwaltungsapparat selbst! Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt hat das auf Radio Eins kommentiert.

Tagesspiegel-Chefredakteur erzählt bisschen was über die Berliner Gefühlslage vor Weihnachten, bezogen auf die GEMA-Anwandlung, Weihnachtslieder mit GEMA-Gebührenpflicht zu belegen. Halleluja!

Danke, Franz de Byl, das für die Nachwelt aufgehoben zu haben.

369/10: MSP: Der Stand der Dinge in Sachen Tacheles e.V., Rammstein und „die Neue Deutsche Härte“

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Stichwort: Tacheles, Tacheles reden

Die Sache mit dem Kunsthaus Tacheles e.V. ist gegenwärtig in der Diskussion wie folgt.

Die kreative Mitte Berlins muss erhalten bleiben, das Tacheles ist mit seinem hohen Besucheraufkommen auch wirtschaftlich ein Eckpfeiler des Bezirks. Für die “Stadt der Kunst” – Berlin, sind die selbstverwalteten 30 Ateliers und Galerie- bzw. Theaterräume unverzichtbarer Ort der Produktion und Präsentation von zeitgenössischer Kunst.
Wir fordern: Das kleine Grundstück des Kunsthauses (nur ca. 1250m² von über 23 000m² Gesamtfläche) mittels Erbpacht in eine öffentliche Stiftung überführen – Tacheles sichern. (Unsere Stadt jetzt – Tacheles Reset, Forderung auf der Homepage hier)

Es sind harte Zeiten angebrochen, der Winterdienst versagt und wer weiß, bald ist das Tacheles komplett eingeschneit? Höchste Zeit für funktionierenden Winterdienst und auch für „Streuberichterstattung“, meinen die Betreiber des Hauses an der Oranienburger Str. und setzen mehrere Forderungen Richtung „Regierungsgewalt“ (Aha! Gewalt!) ab.

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353/10: Live Review: Die Band Unsupported Personality feierte sowas wie einen fulminanten Erstgig!

„So, da ist es schon…leider mit ausgesprochen besch…eidenem Ton, aber nun gut, Ihr habt wohl meinen Handy-Mikro gerockt! :o)“ (facebook-O-Ton von Wilfried Buergermeister, dem Kameramann von Unsupported Personality) – Wie dem auch sei: Die Band Unsupported Personality trat im Weinberg-Gymnasium Teltow auf und es war gut, wie es war und alle Schüler jauchzten und frohlockten, denn es war wie Weihnachten auf dem Weihnachtsbasar 2010!

Der Kritiker muss sagen, er hat sich das Video jetzt gerade erst angesehen und gleich am Anfang lief es einem kalt den Rücken herunter. Lena MLs „Satellite“ gleich als erstes und wow, gut gespielt. Tolle Sängerin auch, Livia Burmeister. Und so geht es weiter. Die Band hat was, findet zumindest der Video-Rezensent nach dem Genuss von ca. 12:20 Minuten. Gut, es waren nicht die optimalen Paparazzi-Bedingungen: der Video-Berichterstatter hätte für den ersten Gig dieser Band ruhig mal „für nen Fuffi“ ne richtige HD-Kamera (günstige Wochenend-Tarife gibt´s am Ende) locker machen können.

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345/10: Band-Soziologe: Vom Wollen, Erfolg, Misserfolg usw…., wie professionell werden wir als Band?

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Wie aber soll eine Band live spielen, unangenehmerweise für Geld?, wenn die Soziologie der Band es nicht zulässt? Wenn sich bereits bei der Androhung, erfolgreich auftreten zu sollen, Diskussionen um Spaß, Freude und Intensität eines starken gemeinsamen Auftritts entbrennen? Dem weitverbreiteten Irrtum zu entgegnen: Es kann Spaß machen, gegen Entgelt aufzutreten! Es muss nicht! Aber es kommt vor, gleich aus welchem Grunde gemeinsame Auftritte nicht erfolgreich zu verhindern waren!

Der Band-Soziologe ist jetzt schon mehrmals hier erschienen, immer mit unterschiedlichen Themen zum Bandinnenleben und dessen soziologischen Aspekten. Er spürt jetzt, es gibt auch noch so ein weiteres Thema: es ist die drohende Professionalisierung der Band und die Auswirkungen von mehr Professionalität auf die einzelnen Gruppenmitglieder.

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344/10: Linktipp: Ick kann jar nich soville fressen, wie ich kotzen möchte! Zur Schließung des Knaack!

So sinngemäß übrigens Louis Armstrong, dessen Überlegungen zur Musikstilistik ein Credo darstellen können…., können, nicht müssen, womit wir wieder bei der persönlichen Freiheit aller Gedanken sind! – Und: Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten. (Karl Kraus) – In diesem Fall die Beamten!

Was nützen aber Linktipps, wenn sie nicht zu positiven, interessanten und guten Nachrichten führen? Richtig, interessant ist die Meldung auf jeden Fall. Der TIP schreibt u.a. folgendes:

Es ist eine echte Schande für Berlin! Nach über 58 Jahren Klubgeschichte in der Greifswalder Straße muss der Knaack Klub nun doch aufgeben. Die Lärmschutz-Auflagen nach einem Lautstärkestreit mit zugezogenen Nachbarn machen ein Weiterbestehen am bisherigen Standort für die Betreiber nicht mehr möglich. Da ein neuer Standort bisher nicht gefunden wurde, schließt der Traditionsclub zum 31.12.2010 seine Pforten.

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340/10: Gigs, Reviews: Rolf Neetzel (g) + Ulrike Hofmann (voc) geben Klavier die Seele wieder, mit Kupferdraht!

„Kupferdraht ist ein wunderbares Material, man kann viel mit ihm machen. Es ist vor allen ein Verbindungselement.“ (sagt Ulrike Hofmann)

Darf man zwischen zwei Abschnitten desselben Satzes klatschen? Was aber sind Sätze in einer Installation namens Klang? Eventuell ein Satz mit X? Rolf Neetzel (Gitarrist, Berlin-Schöneberg) und Ulrike Hofmann (Theaterverlegerin, Berlin-Ebenda) haben Fahnen ausgerollt, die man nicht sieht. Klangfahnen sind´s.

In Berlin-Schöneberg leben und arbeiten seit je viele Künstler, Maler, Literaten und Musiker. Die Bildende Kunst hat mit der UDK (Universität der Künste) einen festen Standort in der Grunewaldstraße. 25 Galerien und Ateliers im weiteren Umkreis der Akazienstraße öffnen ganztägig ihre Pforten für die Liebhaber moderner Kunst. Jede Galerie und jedes Atelier bietet ein eigenes Programm. (Quelle: schoeneberger-norden.de)

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335/10: Gigs: Nach der Haute folgt jetzt die „Flaute Volaute“? Harte Zeiten! Was dann, was dann…?


TRIO – Herz ist Trumpf (1983) – via Youtube

Was dann? Was dann? – Reduktion auf eine gewisse Ratlosigkeit! #große Koch- und Kulturrezepte

Harte Zeiten….vermutet zumindest „The Incredible“ Hagen Liebing im TIP-Magazin. Im Kern wie folgt und das geht nun uns an:

Seit mit CDs vermeintlich nichts mehr zu verdie­nen ist und ein verbissenes Gerangel um den Konzertmarkt eingesetzt hat, fühlt sich das Publikum zunehmend übersättigt und der Künst­ler ausgezehrt von den in immer kürzeren Abständen stattfindenden Tourneen. – Hagen Liebing, TIP-Magazin

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311/10: Pressespiegel: Wir sind Helden in aktuellen Nachrichten #Styling Tipps

Pola Roy - Schlagzeuger Wir sind Helden!
Pola Roy - Schlagzeuger Wir sind Helden!

Die Rebellen von einst sind Eltern geworden! (ARD-Nachrichten Fazit ziehend)

Und Pola Roy hat offenbar kaum noch Zeit, sich zu rasieren! Ist ja auch egal. Und doch war man einen Moment erschrocken. Judith Holofernes und die „Szenespießer“, worüber ja berichtet wurde und sie würde wohl nie in Zehlendorf (Berliner Grünbezirk am Wald und Wasser) wohnen wollen.  Sehr natürlich sieht Schlagzeuger und Lebensgefährte Pola Roy, Vater ihrer zwei Kinder, ja nun doch aus, oder?

Ist ja auch ätzend: Kaum hast du Erfolg, sind die Lästerer schon unterwegs. Allerdings ist vorzeigbarer Erfolg auch kein K.O.-Kriterium, nun gerade deswegen zu verstummen in Ehrfurcht. So ein bisschen „boren“ (boren = langweilen, besser vielleicht „bohren“), das ist schon prima. Lästerer sein: Wie wir welche sind! Macht aber auch Spaß!

285/10: Legenden: John Mayall´s neues Box-Set „So many roads: an Anthology“ erscheint #Linktipp

Und niemand in Berlin kann dazu besser etwas sagen, als H.P. Daniels im Tagesspiegel.

Er sagt u.a. und so haben wir auch schon hie und da gedacht, oder etwa nicht?

Im Juni, als der alte englische Blues-Mann John Mayall im Berliner C-Club auftrat, erschrak man ein bisschen beim Anblick seiner Konzertbesucher: So alt sind wir geworden? Die Freaks von damals sind inzwischen alte Männer mit schütteren Haaren, hängenden Tränensäcken und schweren Bierbäuchen.“ (H.P. Daniels in der Onlineausgabe vom TAGESSPIEGEL vom 26.08.10)

232/10: BandSoziologe: Zustandsbeschreibungen aus dem Bandalltag #Hype erzeugen

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Einige leben intensiver! Weil sie mehr verlangen…. (aus der älteren Coca-Cola-Werbung)

Beziehungsstatus: Es ist schwierig. So lautet eine einstellbare Statusmeldung zur eigenen Beziehung bei facebook. Und das trifft auch auf den Status als Bandmitglied in einer Band aus mehreren Musikern zu. Schwierig, schwierig. Es gibt sowas wie Gruppendynamik.

Gruppendynamische Prozesse. Die einen, die sind so, die anderen, die sind anders. Und manch einer schlägt komplett aus der Reihe. Musik machen wollen sie alle, die einen wollen mehr erreichen, die anderen weniger.

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210/10: Gigs, Preview: Musikalischer Flashmob – Landesmusikrat bitte alle Musizierenden am 19.06.2010 „auf die Straße“ – hingehen!

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Beachte das eingebundene Audioschnitzel mit einem Redebeitrag eines aktiven Musiklehrers in Berlin-Zehlendorf zum angesprochenen Thema. – Ohne Musik keine Bildung!

Es ist ein ernstes Thema, das sich hinter der Idee verbirgt, einen Flashmob zu veranstalten. Bei dieser jüngeren Kunstform geht es ja darum, dass sich eine Anzahl von möglichst vielen Menschen verabredet, um sich zu treffen und dann eine Aktion durchzuführen, die verabredet ist und gewissenmaßen „verrückt“. Gar nicht verrückt ist indes das Anliegen des Landesmusikrats. Der Musikunterricht an  Berlins Schulen steht auf der Kippe.

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204/10: Gigs, Review: Am Sa, den 12.06. spielte Mo‘ Blow feat. Gunter Hampel – von Kachelmann u.a.

Aus der Spezialistengruppe: Musikerwitze bei Facebook sinngemäß: „Laufen zwei Musiker mit Gitarrenkoffer zur Bushaltestelle. Kommen sie ins Gespräch. Sagt der eine: Ey, lass mal dein Ding sehen! Klappt der andere den Koffer auf, innenliegend ein eBass. Sagt der andere: Ey, warum das? Hattest du nen Schlaganfall?“

Am Samstag, den 12.06.2010 spielte die Berliner Band Mo‘ Blow im Quasimodo. Trotz Fussball WM, äußerst volles Kulturprogramm überall woanders in Berlin, ja, die Luft, die brennt in diesen Tagen in Berlin, und auch in Südafrika. Vielleicht erst recht! Dem Quasimodo ist dafür zu danken, und wer fußballsüchtig sei, der könne sich ja oben im Café mal schnell auf den neuesten Stand bringen. Das Konzert, das war ein furioses Erlebnis: erstklassige, handgespielte Musik von vier recht jungen „Mit- bis Endzwanzigern“ Anfang dreißig (!!) und einem Jazzopa, der berühmt ist.

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194/10: MSP: Vom Umgang unter Musikern und miteinander, von Chemie und offenen Antennen

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Hör ma Rudi hör ma, lass es sein mit der Gitarre. Du haust hier wieder Dinge raus….Da kam mal einer an und sagte: Alter, biste nicht, ich sagte nein!“ (Herwig Mitteregger, Rudi)

Das erste Kennenlernen von Musikern miteinander ist ein zartes Pflänzlein und muss äußerst vorsichtig gehegt und gepflegt werden. Zu unterscheiden ist zunächst und auf der „obersten Ebene“, ob das Kennenlernen einer Profession dient, oder ob das gemeinsame Musizieren als „Funfaktor“ geplant ist. Denn die Profis unterscheidet von den Nichtprofis, dass sie ihre eigenen Einstellungen, Wertungen und Scheugrenzen im Zaun halten (müssen). Es geht um etwas Professionelles: um Geld verdienen. Alles andere ordnet sich dem unter.

Allerdings ist der größte aller Profis, der Rock-, Pop- oder Schlagerstar oder der aus Funk und Fernsehen bekannte Comedian in gewisser Weise auch unprofessionell, nicht so sehr darauf angewiesen, dass es jemand bestimmtes für ihn tut. Der Star kann es sich leisten, Personal nach „eigenem gusto“ auszuwählen und mehr (oder minder) Einfluss auf Form, Mitwirkungsrechte und Individualität seiner MitspielerInnen zu nehmen.

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160/10: Essenziell zur Menschwerdung: Mann/Musiker und auch sonst hat…Regina Gschladt parat!

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

facebook-Mashup-Derivat Regina Gschladt
facebook-Mashup-Derivat Regina Gschladt

Das hat ohne jeden Zweifel Regina Gschladt herausgefunden, die als bloggende Fee irgendwo in den Weiten des Webs ihr Blogwesen betreibt, sie meint u.a.:

Ein Thema, das die wenigsten Männer anschneiden, sind Gefühlsdinge. Vielleicht, weil es sie verletztlich macht und es durchaus Frauen gibt, die diese ausnutzen. Absolut selten findet man einen Mann, der seine Gefühle tatsächlich zum Ausdruck bringt. Vielleicht ist das ja der Grund, warum Männer Musiker werden, denn mit Musik lassen sich die simpelsten Worte und die kompliziertesten Gefühle sehr schön ausdrücken (Quelle: officialregs bei Blogspot, Link am Ende des Artikels)

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138/10: Screenshot: Bei facebook zeigt der moderne Mensch, was ihn anficht…

Die Furcht der Fische vor dem Land …die Furcht der Sklaven vor der Freiheit …die Furcht der Männer vor den Frauen…

So ist das heute Morgen. Anna Loos als Sängerin von Silly, das geht und hätte nicht anders geschehen dürfen. Jan Josef: du kannst stolz sein! Sie macht die Sache wirklich „saugut“.

Weiterführend

118/10: CD Review: Silly veröffentlichte „Alles rot“ – Gratwanderung schwarz zu rot! Anna! Oh Anna!

Silly - Alles rot (CD, 2010)
Silly - Alles rot (CD, 2010)

Bloß gut Ihr geht in die nächste Runde. Schön dass sich Qualität doch durchsetzt! (Besucher Dirk, 21.01.2010, Gästebuch Silly hier)

Die Band Silly gibt es seit 1978 und es gab viele schöne, bunte Tage, große Erfolge und internationale Beachtung. Daneben hatte die DDR-Band gute Westkontakte, beispielsweise zu dem berühmten Fotografen und Musikmanager Jim Rakete, der das Frontcover der 1986 erschienen Platte „Batallion d´Amour“ schwarz-weiß illustrierte mit einer im Stil Raketes gefertigten Schwarz-Weiß-Fotografie. Schwarz und weiß als Grundprinzip, nun minimal durchbrochen von „einem Hauch von Rot“, seht selbst.

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62/10: Video: DJ Size ft. J. Lourenzo & Big Steve – In my eyes – No blood on the dance floor


Video: DJ Size Ft. L. Lourenco & Big Steve – In my eyes (Official Video) – via youtube

Was ist denn das? Na, DJ Size, so heißt der Mann das Projekt und es kommt aus Berlins Studios. Ach so: da gibt es jetzt dieses neue offizielle Video: „In my eyes“. Mitgewirkt haben noch zwei weitere Sänger: Ein gewisser Herr Lourenzo, den wir hier und da schon anderswo sichteten, und beispielsweise in Kürze in anderer Mission nochmals sichten dürfen. Damit ist am 21.03.10 absolut Schluss: Dann ist’s Plusquamperfekt, bis zum nächsten Mal.

But, who the *u*k is Big Steve? Die Geschichte spielt wohl komplett in Berlin. Mr. DJ Size ist ein Danceprojekt, und offenbar ein gekonntes mit dem Hang zum Chartbreaken. So jedenfalls könnte der gemeinsame Masterplan der drei Projektanten lauten. Das Video sieht aus, als wenn da welche ganz nach oben wollen! Projekttanten hat nichts mit Verwandtschaftsgraden zu tun, von wegen …tanten…oder Böhse Onkelz! Abwegig, das zu denken.

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61/10: Teleprompter: Dirk Zöllner vergisst den Text – und wir den Ost-West-Überblick!

Dirk Zöllner sagt schreibt u.a.:

Zweite Strophe… Aussetzer. Na gut, kann vorkommen. Textfiasko im Refrain. Mir wird schwarz vor Augen. Absolute Textmisere in der dritten Strophe und nun fortfolgend! Anlass und Titel sind zu ernst, um in der üblichen Art und Weise Stehgreif-Reime zu verwenden. Der Albtraum. Ich will im Erdboden versinken, zumal es sich um eine DVD-Aufzeichnung handelt. Für einen Tonmitschnitt kann man ja noch Overdubs machen. Nur wie kriege ich Jörg Stempel dazu, meinen Auftritt noch mal nachzufilmen?! Aber nun mal ganz im Ernst. Vitaminmangel, facebook, Muttermuse, Hundewetter und Programmgemetzel ist nur das Eine. Das Wesentliche ist die Not des Älterwerdens, da kann man sich selbst und andere täuschen, soviel man will. Ich gehöre zu den jüngsten Protagonisten einer Szene, die sich über den Begriff Ostrock definiert. Zur letzten Generation, noch nicht mal ganz 50! Die Verluste häufen sich, die alte Ostgemeinschaft trifft sich immer öfter zum Abschiednehmen. Das schlägt auf die Seele, selbst wenn man darüber hinweg feiert!“ (Dirk Zöllner, Blog auf myspace – hier)

Lieber Dirk, das muss nicht sein. Denn es gibt, nicht nur im Westen, eine sinnvolle Strategie gegen das typisch deutsche Vergessen: Den Teleprompter. Denn: Vergesslichkeit ist keine Zier, besser lebt sich’s ohne ihr.

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MSP: Berlin im Trend? Was wünscht sich das Publikum, soll mit der Musik geschehen?

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Live Konzerte erleben in den letzten Jahren einen Boom. Das Publikum wünscht sich die Musik aus der Anonymität des Internet dahin zurück, wo sie die größte Magie entfaltet und zum wirklichen Erlebnis wird – auf die Bühne.“ (Quelle: artribut.de – über uns – 20.02.10)

Offensichtlich: da sind einige Idealisten am Werk. Das Credo ist nachlesbar auf der Website und stellt gewissermaßen eine Selbstanzeige dar:

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DSDS-Nachlese: DSDS reloaded – Viele „geile Weiber“, aber sehr gute Sänger – Nachlese 13.02.2010

screenshot.DSDS
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DSDS hatte gestern Abend vermutlich wieder gute Quoten. Die Show geht in die xte Runde. Dass diese den Kandidaten zu vielem verhilft, ist bekannt, vor allem aber, wozu sie den Kandidaten mit Sicherheit nicht verhilft: zu einer nachhaltigen Karriere im ShowBiz. Und so liest sich heute auch bei Yahoo das NewsModul. Es heißt: „Noch nie so geile Weiber, wie in diesem Jahr.“ Dass dies das sei, worum es in der Show geht, hatte man ich gestern noch nicht geblickt. Es lag wahrscheinlich an dem fundamentalen Irrtum, diese Sendung sei so etwas, was es früher leider noch nicht gegeben habe: eine faire und auf das Kernanliegen „gute Musik“ ausgerichtete Talentsucher-Werkstatt in angenehmer, öffentlicher Workshop-Atmosphäre. Spätestens als der Kandidat Marcel Pluschke „Country Roads“ (John Denver) zum Besten gab, war klar, dass dieser fixen Idee  zu folgen sinnlos ist. Und bleibt.

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Verkehrte Welt – Horst Seehofer (CSU) kokettiert mit dem jungen Wilden in ihm

screenshot DER SPIEGEL - Seehofer Bushido
screenshot DER SPIEGEL - Seehofer Bushido

Verkehrte Welt. Von Franz-Josef Strauß, dem Verblichenen, hätte man derartiges nicht erwartet. Vollkommen undenkbar. Und Helmut Kohl gilt als Fan des unsäglichen Organisten Franz Lambert. Seehofer outet sich spät, aber gerade noch rechtzeitig.

Allerdings hat Bushido, der Nette, noch nicht geliefert. Eine Rap-Hymne für die Schwarzen? Man muss nicht glauben, dass Bushido alles gleich tut. Im Moment hat er gut zu tun: der gerade anlaufende Kinofilm, die Nachfrage nach Sinnstiftung durch Deutschlands Ausnahmerapper ist global. Zwar längst mit Wohnsitz im feinen Grunewald, fetter Villa und ebensolchem (schwarzen) Mercedes: fürs Gschäftl (bajuawarisch für big buisiness)

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Die beste Backgroundsängerin Deutschlands heißt Ina Müller

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Ina Müller (Quelle: wikipedia)
Ina Müller (Quelle: wikipedia)


Inas Nacht – mit Johannes Oerding (2009) – Ich will Dich nicht verlieren

Sabbeln, saufen, singen (Credo der Latenight-Talkshow Inas Nacht, Eigenwerbung)

Die beste Backgroundsängerin Deutschlands der Welt, die man sich bundesweit vorstellen möchte, heißt Ina Müller. Sie gibt uns eigentlich ständig Vorstellungen davon in ihrer NDR-Talkshow Inas Nacht. Ina Müller ist auf jeden Fall ‚most wanted‘, was das Gesangsfach in der Rubrik ‚Deutschland sucht den Supersänger‘ angeht. Um die Meinung von Dieter Bohlen werden wir uns diesbezüglich mit Sicherheit nicht kümmern. Mit dem Attribut Backgroundsängerin sollte es nicht auf sich beruhen.

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Review: That´s why we did it all… vom Ernten der Früchte, von Applaus und Zugaben

Trevor Horn hat zumindest in Teilbereichen den Popmusik-Sound der 80er Jahre entscheidend mitgeprägt bzw. ihn unverwechselbar gemacht. (Wikipedia, hier)

Wir feilen und ackern Woche für Woche an einem Programm von vielleicht 90 Minuten Livemusik, und dann das. Ein Auftritt. Und gegen Ende des Auftritts hoffen wir, dass uns die „Fans“ (und die, die es vielleicht einmal werden könnten, auf freiwilliger Basis) das schenken: Applaus und begeisterte Zugabe, Zugabe-Rufe. Die Mühe hat sich gelohnt.

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