1490/17: Video: Die Zöllner ‚Herzwinter‘ #LieddesTages

Die Zöllner 400 Pixel


DIE ZÖLLNER – Herzwinter

„Herzwinter“ aus dem Album „In Ewigkeit“ (2015). Komposition: Marcus Gorstein, André Gensicke, Dirk Zöllner Text: Dirk Zöllner Bläserarrangement: Gerald Meier Gesang & akustische Gitarre: Dirk Zöllner Tasten: André Gensicke Perkussion: Marcus Gorstein Gitarren: Lars Kutschke, Andreas Bayless Bass: Oliver Klemp Schlagzeug: Matthias Mantzke Trompete & Flügelhorn: David Skip Reinhart Posaune: Gerald Meier Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon: Frank Fritsch Chor: Dirk Zöllner, Marcus Gorstein Aufgenommen von Marcel Wicher, Marcus Gorstein und André Gensicke. Mix: Marcus Gorstein Erschienen bei edel content. Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

Die Welt ist verschneit, alles fällt aus der zeit – ins ewige Eis
Wo ist denn die Wahrheit,  alles dreht, alles dreht sich im Kreis

Gegen den eigenen Willen
immer derselbe Film
bei Tag und bei Nacht
Keiner kann ihn abstellen
Du allein, du allein hast die Macht

Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen ohne dich,
So ohne dich |:

Ich kann sie verstehn,
Deine Sehnsucht nach ihm
als ich schlief
Du sagst: das war ein spiel
doch ich fiel,
doch ich fiel abgrundtief

In eine Welt dahinter
auf einmal war es Winter
meine Schneekönigin
Dein Herz schläft auf Eis
und ich weiß,
und ich weiß nicht wohin

Ich glaub nicht an ein Morgen…

Der Schnee fällt immer dichter
Tausend irre Lichter über mir
es tut unendlich weh
und ich geh,
und ich geh durch die Tür

Ich mach mich auf die Reise
auf einmal wird es leise
warm und schön
und die allerletzten Gedanken vergehn …

Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
glaubst du noch an deine LIEBE zu mir
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an deine LIEBE zu mir

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1489/17: Nachruf: Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau)


Al Jarreau 1976 -Take Five


Al Jarreau – Your Song

Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau) war ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Sänger und Songautor.

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1488/17: Positionen: Iss was, Doc? – Der Gitarrendoktor Lutz Heidlindemann. „Zahle jeden Preis für jeden Schrott.“ #Linktipp

Gitarrengriff: Schiß-Moll

Gitarrengriff: Schiß-Moll


Kurzer Porträtfilm über Guitardoc

Anfang der Siebzigerjahre änderten große US-Gitarrenbauer wie Fender und Gibson ihre Strategie. Sie produzierten plötzlich lieber Masse als Klasse. Die Verarbeitung der Instrumente war nicht mehr so akkurat. Auch beim Holz wurde gespart. 1972 waren die Vorräte an alten Holzbeständen aufgebraucht. Das Angebot an guten Gitarren ist daher sehr übersichtlich, und ich sage voraus: Alles, was bis zum Jahr 1972 auf den Markt kam, wird im Wert weiter steigen.

…sagt Lutz Heidlindemann in einem Interview mit dem Spiegel. Und weiter: „Solange Marke und Baujahr stimmen, wird noch der letzte Schrott gekauft.“ Nennen wir das Interview ruhig relevant. Bitte schön.

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1487/17: Personen: Steve Binetti macht ein klares Angebot. Schluss mit ‚Drivin‘ Alone‘

Banner Personen

Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)

Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)


Steve Binetti | driving alone | Video: Daniel Schwarz (mit herzlichem Dank)

Steve Binettis sagt, er hat ein Exklusivangebot:

BERATUNG / KONZEPTION / COACHING / KORREKTUREN / HILFE- FÜR PRODUZENTEN, KOMPONISTEN UND MUSIKER, GANZE PROJEKTE:
-Computerprogramme für Musikproduktion
(v.a. Pro Tools, auch andere DAWs),
-Plugins und deren Anwendungen: EQs, Kompressoren, Limiter etc.
-Mixing und Mastering, Komponieren am Rechner,
Aufnehmen mit dem Rechner
-Couching, Konzeption, Beratung und Hilfe bei der Realisierung Ihres Projektes
-Recherche, Korrekturvorschläge, Problemlösungen für Ihr Projekt
-jederzeit direkt ohne umständliche Anmeldung, ohne Vertragsbindung
-sofortige Terminvergabe, flexible Terminänderung je nach Bedarf
-Stundensatz 25 € (60 Minuten)
(Probestunde zur Problemdiagnose 15€, 60 Minuten)

Mein aktuelles Projekt:
Mastern der Musiken für Schwarvels neue Produktion
„1989-Lieder unserer Heimat“.
Perfekte Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.
Das macht viel Freude!

Steve Binetti war immer wieder mal Anlass für eine Berliner Szeneberichterstattung von hier aus.
Genau deswegen stellen wir das Angebot zur Verfügung.

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1486/17: Positionen: Gute deutsche Tonträger – Richtig gute Mucke aus Berlin und aus Hessen! #Audiotipps

On Fire – Flux – Claus Hessler, Thomas Langer, Paul Gehrig
Capital Letters (Debüt) – Berlin 21 – Torsten Zwingenberger, Lionel Haas, Patrick Farrant, Martin Lillich
Back To My Roots (Debüt) – B3 – Andreas Hommelsheim, Chris Krauss, Lutz Halfter, Ron Spielman
DIN A Testbild – Programm 5
DIN A Testbild – Programm 6
Memories In Melodies (2nd Album) – B3 – – wie vor
Cosmos – Lorenz Kellhuber Trio – Lorenz Kellhuber
State Of Mind – Lorenz Kellhuber Trio – wie vor
The Brooklyn Session – Lorenz Kellhuber Experience
Seventies Songbook – Pascal Wroblewsky

Sortiere gute Tonträger-Veröffentlichungen der letzten zwei, drei Jahre, die durch meine Hände gegangen sind. Diese CDs kann man unbedingt gut anhören. Ich selbst kann mir CDs inzwischen gar nicht mehr anhören. Bekomme ich eine, muss ich sie sofort bestmöglich digitalisieren, die Silberlinge liegen schließlich noch nirgends mehr herum und geschweige denn dort, wo wir sie aktuell bräuchten.

Bei Interesse findest Du zu den genannten Berliner Künstlern weiterführende Informationen auf dieser Website. Die erstgenannte Band Flux (nicht aus Berlin) findest Du auf der Website xdrum.eu (Drummer Website).

1485/17: Positionen: Alarm: Die Rock- + Popmusik ist tot. – Titelschutzangabe: „Letzte Ausfahrt Kuschelrock“ #socialtulip #ttt

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Es wurde schon alles gespielt, nur nicht von jedem. – Huey Colemann, via Facebook

Mein Bemühen um Netzaustausch ist Prüfungen unterzogen. Mir sind echte Austausche lieb. Mein Kernsatz lautete am 06.02.17: „In der Rock- und Popmusik ist es gelaufen. Spätestens 2000 war Schluss. Nichts Neues. Kalter Kaffee.“ Ich fasse gewonnene Erkenntnisse aus Diskussionen auf Facebook #socialtulip zusammen.

Viele befürworten diese Feststellung einfach. Ich habe ausgewertet, es sind die Älteren auf den Freundeslisten im asozialen Netzwerk.

Ich wusste früher sehr gut Bescheid, wie ein Sachverständiger. Dann klinkte ich mich irgendwann aus und dachte, das ist es nicht wert. Denn wozu auch? Ich beschloss, es ist egal. Ich war noch gar nicht so alt geworden. Es ist wirklich unheimlich lange her.

Einige wenige widersprechen mir und stellen Namen von Bands und Einzelmusikern in den Raum. Ob die genannten Musiker die These wiederlegen, die provokativ gemeint war, weiß ich nicht. Dazu müsste ich sämtliche Vorschläge gewissenhaft durchhören. Mir fehlt die Zeit dazu. Abgesehen davon auch die Lust.

Dirk Zöllner, Sänger/Musiker aus Berlin, hat in einem Gastbeitrag auf www.blackbirds.tv u.a. gesagt, Zitat: „Ich höre wie alle Normalverbraucher fast immer die Best of meines eigenen Lebens. Gelegentlich entdecke ich mal was Neues über YouTube, über meine große Tochter oder über meine junge Freundin – aber das vorgekaute Menü der Radio- oder Fernsehprogramme stört mich sowohl beim Komprimieren meiner eigenen Gedanken, als auch bei der Konversation im Allgemeinen.“

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1484/17: Lied des Tages: Käfer auf´m Blatt – Dirk Zöllner feat. Deutsches Filmorchester Babelsberg

TTT - Tweedoffice - Profilbild

N’en Kiffer auf’m Blatt, was ist das schon? Das Blatt haut man ab. Den Kiffer haut man platt.  Und trinkt noch schnell ’nen Schnapsglas hinterher. (Mein Kopfkino am Morgen.)

Schon seit geraumer Zeit spielt das Profilbild eines Menschen eine gewisse Rolle. Man kann durchaus sagen, es ist von steigender Bedeutung. Sei das Profil auch ein Alter Ego, oder eine Schimäre.

Für Szeneberichterstattung beispielsweise.

Es gibt einen unübersehbaren Trend zur Ikonographie. Ikonen, kleine Götzenbildchen, sie sollen sagen, du bist wer! Du bist eine Persönlichkeit, am öffentlichen Leben teilhabend. Barbra Streisand sagt „Duck Sauce„, meint möglicherweise Duck Face. Das bleibt jüngeren Kassibern vorbehalten, hübschen jungen Mädchen am Anfang ihrer Knospung. Sie machen ihre Intelligenz für ein einziges vorzeigbares Bildchen schnell weg, ziehen all ihre Lippen zu Flunschen zusammen, um besonders süß auszusehen. Und begehrenswert. Zum Dank prasselt es Likes, Du musst durch den Monsun!

Die schönsten unter ihnen liken wir wunschgemäß.

Hieraus machen sie süß-klebrige Melasse, die als Basis für ihr Aufbau-Selbstvertrauen herhält. Selbstbewusst durch das von außen. Ein Widerspruch in sich: Ich werde geliket, also bin ich.

Im Web 2.0 machen wir uns unser Gedankengerüst, indem wir einen bestimmten Content eintippen. Aus diesem, aus einer Masse von Cookies, Kontexten und dem vollkommen sinnfreien Zinnober, mit dem wir unsere Lebenszeit verdaddeln, machen andere uns ein Internet, von dem sie meinen, es entspräche unseren positiven Nutzererfahrungen am besten. Hört auf, den falschen Gedanken zu verfolgen, ein Internet mache grenzenlos frei. Das Gegenteil ist richtig. Was Du abrufst, wird fein säuberlich profiliert, zugespitzt und wiederum ausgeworfen als vermutlich mutmaßlich interessierender Content für künftige Weberlebnisse. Das sind Suchergebnisse. Ist einfach, oder?

So fangen wir an, vernetzt zu denken. Ich gab gestern einem Text von Dirk Zöllner Platz auf dieser Website, eins vorher. Und schön, wie es sich gehört, ergab das eine das andere. Ich stieß wiederum auf eine alte Ost-Rockmusikdoku und band sie in den Artikel mit ein, wie es sich gehört. Um ganz und gar bei meinem Auftrag zu bleiben: Die Person des Gastbeitrags zu empfehlen. Heute Morgen ist es auf YouTube bereits wieder soweit. Das Babelsberger Filmorchester hat den alten Chicoree-Klassiker von Dirk Zöllner „Käfer auf’m Blatt“ mit ihm aufgenommen.

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1483/17: Positionen: Der Lebensklang – Von Dirk Zöllner #Kolumne

Dirk Zöllner im Glück - Schwalbe (Foto: Privatarchiv)

Dirk Zöllner arbeitet Erinnerungen auf: An Otis Redding, der mal unheimlich beliebt war. So beliebt, dass Nina Hagen Gottes eingeborenen Sohn Otis nannte. Und The Sweet. Die britische Glamrockband ist längst in Teilen verblichen, zwei von vieren sind tot. Dabei besaß man mit The Sweet harte Währung, wucherte mit Pfunden bei den Mädchen. Aber ansonsten: Was bleibt? Wozu das alles: Musik ein furchtbares Einerlei geworden, beliebig austauschbar. Alles kommt. Aber nichts bleibt. Nichts ist mehr von Dauer. Man hört sich durch feste Arsenale vorhandener Musik, aber quält sich mit Neuem. Dies und vieles andere mehr in einem Gastbeitrag von Dirk Zöllner. Dank an den Autor.

Von Dirk Zöllner

Wie ich höre, essen Bäcker nicht so gerne Kuchen. Im Gegensatz zu den Fleischern. Die meisten Gastronomen halten sich vom Alkohol fern, die Psychologen, Philosophen und Politiker vom echten Leben. Pädagogen haben nicht selten Probleme mit ihren eigenen Kindern. Rechtsanwälte oft ein abstraktes Bild von Gerechtigkeit und Religionsverwalter einen engen Blick auf die große unfassbare Liebe. Ärzte… Ich will das gar nicht weiterdenken!

Seit 32 Jahren ist Musik mein Brot- und Rotweinerwerb.

Ich werde dafür bezahlt, dass ich meine eingeschränkten Gedanken komprimiere, auf Platten festhalte und in Konzerten darbiete. Ab und zu habe ich mich mal als Musicaldarsteller versucht, aber eigentlich lebe ich ausschließlich von Egozentrik. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich übermäßig für Musik interessiere, da geht es mir wie dem durchschnittlichen Bäcker mit den Backwaren. In meiner Kindheit stand ich auf die Glamrocker von THE SWEET.

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1482/17: Zeitgeschichte: Kommt Zeit, kommt Rat. – Mit Lo Graf von Blickensdorf + Joelle Meissner – Muse, Muse, Pampelmuse!

" Kommt Zeit , kommt Rat " aus unserer Fotoserie #Kunst #Performance #derrat . Meissner / Blickensdorf — mit Lo Graf von Blickensdorf.

“ Kommt Zeit, kommt Rat “ aus unserer Fotoserie #Kunst #Performance #derrat . Meissner / Blickensdorf — mit Lo Graf von Blickensdorf.

Der Süßschnabel und Kunstinszenator Lo Graf von Blickensdorf (Charlottenburg, Stadtteil von Münster, NRW) hat sich vor eine Wand gestellt und etwas inszeniert. Gemeinsam mit der schönsten Muse aller Zeiten Joelle Meissner bewirbt das paarhufige Eloquenzteam gekonnte Fotoserien zwischen Himmel und Hölle. Aufgenommen an Plätzen wie diesem. Illuster.

Kunst als Inszenierung, ein Gamma Ray des Unerbittlichen. Der Gedanke legt den Weg für die Tat. (Freiherr von Moltke)

Kommt Zeit, kommt Rat. Wir fügen noch hinzu: Kommt Attentat. Ein Triptychon des Handelsüblichen.

Wir sagten früher in Anlehnung an das obige: „Kommt Zeit, kommt Sowjet.“ Die Sowjetunion, eine Republik der Räte. Iss lange her. Udo L., damals Hotelgast in der Budapester Straße im Hotel Interconti, behauptete: In 15 Minuten sind die Russen auf dem Kurfürstendamm. Gerhard Seyfried malte dazu ein Poster und anstatt Krasselt, Konopke und Curry 36 gab es am Tauentzien einen Stand mit Hirsebrei für 10 Kopeken. Am Kudamm wurde es nicht dunkel. Denn auf dem Europa-Center thronte der Sowjetstern. Ein Brüller war´s, und auch die Zeit.

Heute ist aus Rußland der Rat der ratlosen Räte hinfortgejagt. Die Oligarchen haben bei Socchi mehr als notwendig große Remisen gebaut, Datschen, deren Größen aufs Wasser klatschen. Rat und Tat aus Rußland wächst dieser Tage intensiv nach Amerika rüber: Let us make Donald great again. Putin hilft. Danke, Rußland. Sonst wäre er bedeutungslos geblieben.

Ganz anders Blickensdorf und Meissner: Kommt Zeit, kommt Rat. Und wer weiß, ob Trump dann noch im Amt ….

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1481/17: Nachruf: Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. 01.17) – Wunder geschehen. Und gestorben wird auch. Aber laut. LAUT!!


Ein Wunder – Rockhaus offizielles HD Video (01.11.2016)

Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. Januar 2017 in Berlin), war ein deutscher Musiker, Produzent, Keyboarder, Komponist und Toningenieur.  Seine musikalische Laufbahn begann er bei der Band Taxi-Combo. Danach gründete er 1979 zusammen mit Joachim Kielpinski, André Herzberg, Alexander Schloussen und Jörg Skaba die Gaukler Rock Band. Nach deren Auflösung 1981, als der Frontmann André Herzberg die Band verließ, da das Musikstück „Hans Currywurst“ von Herzbergs Bruder wegen Unstimmigkeiten in der Band nicht aufgeführt wurde, wechselte er zur Band Die Freunde. Danach wechselte er zur Band Christin D. 1984 ging Mohren zu Wolfgang Ziegler und Wir. Als Ziegler 1986 die Band verließ, um seine Solokarriere zu starten, wechselte Mohren zu Rockhaus. Als sich die Band 1998 auflöste, wechselte er zur Dirk Michaelis Band. 1996 wirkte er bei der John-Silver-Produktion Zebisch – Die Grube ruft von Jürgen Ehle mit. In Berlin und Bremen wirkte er bei The Sound of Shakespeare & Rock n Roll mit. Weiterhin wirkte er bei Glam Slam und beim Grips-Theater in Berlin mit, wo er George Kranz kennenlernte, mit dem er später ein Tonstudio eröffnete. Mohren war aktives Mitglied der Band Die Ossis, zusammen mit Acki Noack, der von 1995 bis 1996 bei Rockhaus war, Heinz Haberstroh, einem der Gründungsmitglieder von Rockhaus, Henne Körbs von Scirocco und Bert Eulitz von Pom Fritz, und auch deren Produzent. Ebenfalls wirkte er bei One Mans Trash feat. Jimi Jamison mit. Mohren war Produzent in verschieden deutschen Städten sowie in Miami und San Francisco und im eigenen Studio Metropolyx. Rockhaus blieb er seit seinem Eintritt 1986 treu und tourte bis 1989 und 2005, 2006, 2009, 2012, 2015 und 2016 mit der Band durch Deutschland. Am 22. November 2016 gab Mohren bekannt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei. Er starb am 31. Januar 2017 im Helios Klinikum Berlin-Buch. (Mit Mitteln aus Wikipedia zusammengefasst)

Wir können nicht fliehen. Wie die Wolken, einfach weiter ziehen. Der Aufruf, noch einmal zu kommen, um ihn spielen zu sehen mit Rockhaus, war auf Facebook deutlich zu vernehmen und ihm folgten viele. „Ich möchte mich laut verabschieden.“ – Beathoven, so sein Spitzname, tourte noch einmal im November/Dezember 2016 und noch einmal sollte alles so sein wie immer. Und er war schon stark gezeichnet, die Krankheit fraß sich ihren Weg.

Jetzt ist er gestorben. Carsten „Beathoven“ Mohren wurde nur 54 Jahre alt. Die Dinge sind nicht mehr im Einklang. Sie laufen aus dem Ruder. Heute hilft auch kein Wunder mehr. Es ist vorbei. Er wird in Erinnerung bleiben. Soviel ist sicher. Lasst uns ein Wunder sein.

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Das Studio Metropolyx

(Wunderbar, Rockhaus: „Ein Wunder“, so schön, so schwer, so bedeutungsschwanger!)

1480/17: Nachruf: John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) – In der Hitze dieses Moments!


Asia – Heat of the Moment

John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) war ein britischer Rockmusiker. Sein Hauptinstrument war der E-Bass, er war aber auch Sänger, Gitarrist und mit verschiedenen anderen Instrumenten (Klavier, Mellotron, Geige) vertraut. Seit den frühen 1970ern war er als professioneller Musiker aktiv und war Mitglied der Bands Family, King Crimson, Roxy Music, der Bryan Ferry Band, Uriah Heep, UK, Wishbone Ash und Asia. (Kurzgefasst aus Wikipedia)

Es war ja klar, ein Carl Palmer, so ein Elefant von Schlagzeuger, Mitglied von Emerson, Lake & Palmer, würde etwas anderes musikalisch unternehmen nur von gleich zu gleich und es würde wieder eine elefantöse Meisterleistung sein. Palmer hatte sich als Superdrummer seinen Ruf redlich erarbeitet. Seine neue Gruppe hieß Asia und er vereinte erneut Supermusiker. Darunter auch den Bassisten und gekonnten Sänger und Mehrfachinstrumentalisten John Wetton, Jahrgang 1949. Der Ruhm von Asia ist inzwischen verblasst. Es war die Zeit von Bombast, durchaus charttauglich, aber noch in jener Zeit, in der die Four On The Floor langweilig und zu wenig gekonnt gegolten hat. Nein, sein Instrument beherrschte man. Um es charttauglich zu spielen.

John Wetton unterlag heute seinem Kampf gegen den Krebs und hatte zeitlebens mit sich selbst zu kämpfen. Wie das häufig bei Genies seiner Art so war: Wahnsinn und Genie liegen nahe beieinander. Wer auf Wikipedia nachschlägt, erfährt viel über die Schaffensbreite und über wessen Lebensleistung wir hier mit viel Liebe und Zuneigung sprechen, wenn wir ihm einen kurzen Nachruf widmen. John Wetton, das war ein ganz großartiges, musikalisches Tier, einer der Besten. Ein wichtiger Mann ist zum Bowie, zum Prince und zum Cohen geeilt, zum Emerson, zum Lake, und da wo selbst die Größten aller Großen älter werden in Würde. Der Club of 27 ist geschlossen auch schon da. The Wind cries Mary.

Jammerschade.

1479/17: Video: „Man nennt sie Nancy“ – Tschaika 21/16

Jennifer Rostock (gif)


Tschaika 21/16 „Man nennt sie Nancy“

Produktion: 20zollmedia.com
Model: @evalome
Makeup: Marie-Jo Wieske / using MAC products
Visual Effects: Asterix & Lampe / Flashbunch
Gedicht: Sören Linke

Veröffentlicht am 23.01.2017
MAN NENNT SIE NANCY

Die Nancy is in janz Berlin
als olle Jöre längst verschrien.
Trotz billjem Schein und grellem Glanz
fehlt ihr die wahre Eleganz.

Ihr uffjedrehtet Rumjehampel
und abnervendet Abjestrampel
jeht jedem richtich uff´n Zeiger
und alle sag´n: „Ick verweiger
der blöd´n Triene meine Treue
und such mir irgnt ´ne billje Neue.“

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Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.

1478/17: Geburtstag: Klaus Nomi (* 24. Januar 1944; † 6. August 1983; bürgerlich Klaus Sperber), deutscher Kontertenor.

Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.


Klaus Nomi – Total Eclipse 1981 Live Video HD

Stay On The Scene: Like A Lover Machine! Get up! (James Brown)

Man hätte ihn auch einen Autonomi nennen können, jedenfalls kam er zeitlebens so rüber. Klaus Nomi ist eine Popmusiklegende und schon viele Jahre tot.

Heute fired er die Homophoben der Welt im Himmel: Fears in Heaven.

Wir erinnern Klaus, den Konterrevolutionär im Webspacehemd und gedenken seiner mit einem Song namens Total Eclipse aus dem Jahre 1981.  In HD: Hard drug. Harter Tobak. Aber geil isses schon, was? Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv – Habt Spaß und hört auf zu sterben, Ihr Langweiler und Spießer. Ha. Glaubt nicht alles, was Ihr lest.

Herzlichen Glückwunsch, Klaus Nomi! Stay On And Rest In Heaven! Und grüß uns da oben unseren Ehrenberliner David Bowie. Ihr fehlt! Und James: James B. auch.

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1477/17: Video: Bishops Of Rome (Ron Spielman) #LiedDesTages

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)


Ron Spielman – Bishops of Rome (Live at Blackbird Music Studio)

Veröffentlicht am 21.01.2017
Ron Spielman performing his song „Bishops of Rome“ from the CD „Electric Tales“ live at the Blackbird Music Studio Berlin

Ron Spielman git, vox
Thomas Stieger bass, vox
Julian Külpmann drums

„Bishops of Rome“ taken from the CD „Electric Tales“
Amazon: http://www.amazon.de/Electric-Tales-R…
ITunes: https://itunes.apple.com/de/preorder/…
Ron Spielman Shop: http://www.ronspielman.de/de/shop.html

Wenn Musik nicht psychedelisch wäre, müsste man es erst noch erfinden. So wie wir die Doors erinnern. Vorwärts treibend, manchmal elegisch, manchmal brutal. Alternative ist das nicht. Dazu ist es zu sehr fest verwurzelt. Die Electric Tales, die Ron Spielman uns erzählt, handeln von den Bischofen von Rom.

Alles andere wäre Blasphemie.

Großer Wurf. Gefilmt am Salzufer in den Blackbirds-Studios-Berlin. Fetter Sound: Wie Blackbirds, das Musikstudio, nicht Namensvetter dieser Website ist, aber die Geschichte ist auf dieser Website auch schon eingehend erzählt worden. Sucht doch selbst.

Apropos Sucht.

1476/17: Nachruf: Franz Jarnach (* 1944 in Bad Godesberg; † 16. Januar 2017 in Hamburg) war ein deutscher Musiker und Schauspieler.

Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (Schildkröte)


Franz Jarnach & Joerg Mehrwald

Hochgeladen am 03.08.2011 Franz Jarnach („Schildkröte“ aus Dittsche) und Autor Jörg Mehrwald bei einem von Fabian Dittmann spontan gefilmten small-talk über Begegnungen mit Jimi Hendrix. Während des Drehs zur Sitcom-Folge 1 „Bull – Kings of Headline“ unterhielten sich die beiden über Mehrwalds geplanten Roman und die Sitcom „Beat-Crew“. Franz Jarnach ist eine Musiklegende.

Franz Jarnach hat zwei Leben mit unterschiedlichen Bekanntheitsgraden gelebt.

Das eine nennt sich Musiker von Gottes Gnaden, er wurde Piggy genannt, unterwegs gewesen mit Hinz und Kunz. Gerade kürzlich erst mit Uli Salm und Rudolf Rock & Schockern. Hamburg & Co.

Das andere nennt sich Schildkröte und ist praktisch deutschlandweit bekannt, als Prototyp des maulfaulen Helden am Nachbartisch. Comediancharakter Olli „Dittsche“ Dittrich holte den maulfaulen Stummen als festen Dreh- und Angelpunkt und dritten im Gespann Dittrich – Olsen – Schildkröte ins Serienfernsehen zu später Stunde. Anders als Dittsche war Kröte immer tagespassend gekleidet.

Der schräge Sympath Schildkröte wurde Kult über Deutschland und nur 72 Jahre alt.

Und jetzt haltet die Fresse: Ich geh heulen. Feierabend.

Weiterführend

* Wissenswertes über Franz Jarnach
* Nachruf: Im Spiegel
* Nachruf: Hamburger Abendblatt

1475/17: Video: Die Band Planting Robots aus Hamburg – ein #EPK und eine #Watchlist #plantingrobots

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Planting Robots EPK Subtitle

Veröffentlicht am 02.01.2017
PLANTING ROBOTS – electro organic prog pop from Hamburg, Germany
DEBUT CD RELEASE – MARCH 2017
Planting Robots are:
Dirk Hoppe – Vocals, Vocal Effects, Keyboards, Moog Bass
Ingo Hassenstein – Electric and Acoustic Guitars, Weird Effects
Stephan Emig – Drums, Percussion, Programmings
contact: office@planting-robots.com
follow us online:
website:
https://www.planting-robots.com
Facebook:

Instagram:
https://www.instagram.com/planting_ro…
Twitter:
https://twitter.com/Planting_Robots

Wir sind die Roboter! (Kraftwerk)

Und im Gegensatz dazu Planting Robots: 3 Tüpen, die ihr Handwerk beherrschen. Die man aus anderen musikalischen Zusammenhängen kennt und die jetzt gemeinsam ihr Ding machen. Im März wird es eine Scheibe geben, keinen Setzling. Sondern einen Erstling. Wir dürfen gespannt sein.

Watch this. And eat it.

1474/17: Video: Fabiana Striffler – Ein Mensch. Und was für einer.

Artist Spotlight


Fabiana Striffler – Ein Mensch

Mega Pearls: Das Klavier perlt so schön. Umflossen nur von einer Geige, die es in sich hat. Wir hören: Ein Mensch. Fast ein bisserl Classic Jazz, brechende Kadenzen. Veröffentlicht am 09.06.2014: Fabiana Striffler Komposition, Violine – Johannes von Ballestram Klavier Feb. 2014

Sie ist ein Mensch. Geige spielend. Sie schafft eine schlafende Leichtigkeit des Seins, wie Milan Kundera einst die unerträgliche Seichtigkeit des Laien propagierte. Der Protagonist im Roman roch immer ein bisschen nach Frauenparfüm. Er konnte nicht davon lassen, ist kolportiert. Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik! Milan Kunderas Botschaft war süßer Trost in bleiernen Zeiten, schreibt für uns die Zeit. Dem Laienhaften entgegen setzt sie sich: Fabiana Striffler ist eigensinnig. Hat eine feste Vorstellung. Und in Auftritten auch wechselnde. Zieht ihr Ding durch. Es gehört sich doch ganz gut. Das gibt uns neuen Mut.

Das Lied des Tages „Ein Mensch“. Und thank You for the Music.
Unser Herz ist berührt. Wie schön.

Weiterführend

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

1473/17: Video: Koris Maskengespräche No. 1 – Olaf Maske – Und wieder ein Platz weniger?

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


11.06.2016 „Koris Maskengespräche“ No.1, Olaf Maske

Veröffentlicht am 08.01.2017
Der Maske in der Maske. 😉 Wie man als Künstler so durch’s Leben kommt.
„Koris Maskengespräche“ – die etwas andere Talkshow
unterhaltsam – informativ – unkonventionell

Kurz eine Messe halten: Es wird religiös, bibelfest, verlässlich. Zum Spielort Kiezkulturwerkstatt: Lobet Ihn mit Pauken und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Pfeifen; lobet Ihn mit hellen Zimbeln; lobet Ihn mit wohlklingenden Zimbeln! Und kommet zuhauf und beschimpfet den Kapitalhirsch: Strömet herbei in Fluchscharen! – Psalm 150 aus Tulipus-Evangelium

Der Name Olaf Maske lässt sich hier schon gugeln. Hier gibt es weitere. Auch anderswo sind Berichte über das Werkschaffen des Klausener-Platz-Kiezgroßen Olaf Maske erschienen. Olaf steht für Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit des zu schnellen digitalen Wandels. Olaf ist analog. Berlins Vermieter haben nun auch vor, die Kiezkulturwerkstatt wegzuräumen. Und in drei Jahren werden die Passanten auf der Danckelmeile nachfragen: „Maske?“ – Der Gewerbehofpförtner, ein Spanier, sagt: „Nada!“ – Auf dem Brauereigelände herrscht dann der Mief des Beliebigen.

Im Video oben: Kori Ullmann führt ‚Koris Maskengespräche‘ am gesprächsweisen Führstrick. Olaf Maske. Ja. Henry Maske? Nada! Al Jarreau´s Mas Que Nada hier. Dies moderierte „Ich rede über mein Leben“ in der Kiezkulturwerkstatt in der Danckelmannstr. hat ein Ende. Drei Jahre hat der Ort mit gutem Erfolg existiert, jetzt wurde gekündigt- Sehenswert. Kori: Danke für diese Videotie und auch wenn es nicht ohne aufgeschminkte Blessuren endete, so genießen wir was wir sehen. Eine Art unverstellten, natürlichen und wahrheitsgemäßen Blick auf die Wirklichkeit. Sehr angenehm.

Man kann den Kulturschaffenden in Berlin nur zurufen: Bleibt fleißig. Und hören sie schon rufen: „Ja, wo denn?“. – Bitter. Vielleicht kommt ja Rossmann rein. Birken-Haarwasser. Und so Zeugs.

Weiterführend

 

1472/16: Lied des Tages: Über die Strategie der 1.000 Nadelstiche: Du denkst, ich bin ein Träumer? Ich bin vielleicht nicht der Einzige!

Am 21.12.16 hat Elmar Theveßen (zdf) in der Sendung Markus Lanz mit wenigen, klaren Sätzen dargelegt, es gibt ein 1.600 Seiten starkes Grundlagenwerk eines Abou Moussab al-Souri mit einer Strategienbeschreibung der 1.000 Nadelstiche gegen westliche Gesellschaften. Das als Grundsatzschrift nachzulesende Pamphlet beschreibt die Ziele des Jihad in der gezielten Aufwertung rechtspopulistischer Parteien in Europa, um die Minderheit der dortigen Muslime langfristig gegen den Westen aufzubringen, damit sie sich dem Heiligen Krieg anschließen. Das Video der Sendung ist unten verlinkt. Die von mir ins Feld geführte Anfangszeit der 59:50 min. langen Sendung ist die Startzeit 32:45 min. und kann im Player der Einfachheit halber direkt mit dem gesetzten Link angesteuert werden. Vor- und zurückspulen ist erlaubt. #Tipps

Sophisticated Mama: Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz und so kurz vor Weihnachten meldet Italien die Erschießung des mutmaßlich Attentätigen von Berlin. Das strapazierte Wort dieser Tage ist Gefährder und einige etwas kurz denkende rechte Wankelmutkommentatoren in den Sozialnetzen schreiben es „Gefärder“. Nein, es heißt nicht Mahrder, sondern Marder. Try A little harder, lieber Marder. So mancher, der nicht mild ist, riecht öffentlich wie Iltis. Dieser Artikel ist keine weitere Streitschrift für eine Sache, sondern eine Art Erleichterung in der Gewissheit: Das war noch nicht das Ende. Was bleibt?

Wir sind mild. Mildtätig. Wir sind werk. Werktätig. Aber wir sind nicht atten. Attentätig. Zeit für einen neuen Krefelder Appell (Wankelmütige: Die Beatlesfirma hieß Apple, nicht Appel) gegen die Aufrüstung der Welt und gegen das Moral- und Wertesystem heiliger Krieger, die ohne auf gesellschaftlichen Kontext Rücksicht zu nehmen, Menschen absichtlich ins Verderben reißen, um Flächenbrände zu entfachen. Seelenloser Kettenbrand. Krefelder Appell: Der Krefelder Daniel Kreuzer hat einen wiederaufgenommen, der ursprünglich von John Lennon angefacht wurde. Flächenbrand der Liebe und Suche nach Verbindung, Harmonie und vollkommener Schönheit: Herzenswärme, Sehnsucht nach Frieden und Wohlgefallen. Ein Idealismus, ein burning spear gegen die Verdammnis.

You may say, I´m a dreamer: But we are not the only ones! Mehr Liebe, mehr Frieden, mehr brotherhood of men. Weint ruhig. Macht frei.

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(Danke, Daniel)

1471/16: Lied des Tages: Wir sind auf der Suche nach irgendwas

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!


Yvonne Catterfeld – Irgendwas feat. Bengio

Hieße die Catterfeld Eddy (Grant), hieße das Lied ‚Give me hope, Joanna“. Heißt sie aber nicht. Hieße sie Sting, hieße der Song „Fields Of Gold“. Heißt sie aber auch nicht. Die Catterfeld heißt Yvonne, ist eine Voice of Germany, als Schauspielerin recht erfolgreich und zu lange aus dem Musikbusiness fort gewesen. Sie kann singen, ist attraktiv und kommt immer ein bisschen kühl-distanziert rüber. Jetzt beklagt sie sich, ein paar Tränen rollen und ein Mann namens Bengio (deutsch: Bengelchen) hiphopped dazu. Denn der gibt alles für die Kunst. Sie ist auf der Suche nach Sinn.

Jetzt kommt die Catterfeld uns über den Umweg über die Karpaten.

Cry Wolf, wir sind auf der Suche nach irgendwas, aber keiner kann uns erklären, was.

Das ist ja das Dilemma der heutigen Zeit.

Ein kurzes, übersichtliches Storyboard erzählt uns eine ganze Geschichte und ist zugleich eine Art polnische Denksportaufgabe. Ich will jetzt nur noch ins Hotel, ich brauch Internet, sagt Yvonne Catterfeld und kämpft an gegen ihre inhaltliche Leere. Dann schöpft sie Gottvertrauen, während sie in den Karpaten umherirrt, auf der Suche nach irgendwas.

Der Plot ist gelungen, Frau Catterfeld, Sie sind aber auch eine fulminante Tante. Chapeau. Gut.

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1470/16: Positionen: Wie findet der Mensch sein Glück? – Treibsandgedanken, Streugut und Sauercrowd #LiedDesTages

Dirk Zöllner im Glück - Schwalbe (Foto: Privatarchiv)


Die Zöllner mit „Sand“

Ich geh mit meinem Luftballon allein auf meinen Lustbalkon: Worum es bei Dirk und das Glück geht, haben wir hier schon berichtet. Der Artikel ist am Ende unten aufzufinden. Dies Update heute sagt kurz, warum das Projekt erfolgreich aussieht und wie der Mensch an und für sich Glück finden kann. Viel vom erreichbaren Glück des Lebens liegt auf der Textebene. Mit guten Worten.

Dirk und das Glück und das Recht auf Rausch. Das Grundrauschen ist gelb (wie Sand) und die Überlegung, welches Plattencover das neueste Projekt von Zöllner haben wird, ist mehrere Überlegungen wert. Crowdfunding goes Erfolgsrausch beim Ziel erreicht brüllen. Zöllner fragt bei Fans herum: Soll das Plattencover ein Fotoentwurf sein, der ihn hinter einem gelben Luftballon zeigt im quietschegelbem Jacket? Oder ist Zöllner ein Waldelf, Glückswichtel, ein listiger Troll im Textsorbet von Werner Karma? Bei den Fans ist man sich überwiegend einig: Der Entwurf mit einem gelben Luftballon wurde Knallkopp genannt und zeigt ihn mit Luftballon (gelb). Eine dritte Fraktion der Zöllnerianer – das sind die Unangepassten – wagt Widerspruch und fordert die Schwalbe (Bild oben, Quelle. Privatarchiv). Ja, dies Bild hat was. Keine Frage. Edit: Wir wissen, wie sehr die Schwalbe heute noch gefahren wird. Ihre Anschaffung ist ein Investment und gezahlt werden inzwischen Liebhaberpreise.

Gestern meldete Zöllner den aktuellen Stand: 20.082 € hat die Crowdfunding Aktion aktuell vereinnahmt. Liegt damit deutlich über der gesteckten Zielzuckerrübe. Von heute aus noch weitere acht Tage steht jetzt das Stalltor vor Bethlehems Zuckerscheune offen: Alle sind gespannt, wo die Sache endet. There´s no limit. Am Ende ist man vollkommen glücksoffen. Und glückssoffen. Hicks.

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Videocredits: Die Zöllner mit „Sand“ vom Album UFERLOS (edel 2012)
Musik: Dirk Zoellner & Thomas Maser – Text: Werner Karma
Gesang: Dirk Zöllner, Tasten & Chor: André Gensicke,
Gitarre: Andreas Bayless, Schlagzeug: Ralf Gustke,
Bass: Jenne Brüssow, Cello: Sonny Thet,
Posaune & Euphonium: Gerald Meier, Flügelhorn: Skip Reinhart, Saxophon: Frank Fritsch
Gemischt von Marcus Gorstein
Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

4 goodreasons - Bandlogo

1469/16: Lied des Tages: „Du tust mir gut“ – Die besten 4 Gründe: Der Blues vom Nachbarn, der Krefelder Appel und die Suchttechnologie

Katrin Nelsen, Querflöte, Gesang
Achim Remmertz, Gitarre, Gesang
Bernd Thielen, Gitarre, Bluesharp, Gesang
Jörg Schreinemackers, Schlagzeug

Meine Heimat nehm ich überall mit hin, trag sie in mir, wo ich auch bin. Meine Heimat, darin liegt der Sinn, das ist der Grund, dass ich in Krefeld glücklich bin. (aus „Glücklich in Krefeld“, Lyrics)

Nenne mir doch bitte 1 guten Grund, warum ich das mögen soll? Ich weiß keinen einzigen. Die Band nennt sich 4 Good Reasons, 4 gute Gründe. Wir nehmen wahr: 4 Personen, eine Band. Gut gereifte Herbstäpfel, sie selbst schreiben über sich, sie seien seit vielen Jahren musikalisch unterwegs und „nicht nur vom Alter her gereift“. So hört sich ihre Musik auch an: Herrlich unaufgeregt. Einfach gute Songs.

Keiner muss brillieren, niemand spielt sich in den Vordergrund, Team- und Airplay. Die Aufnahmen klingen homogen und sind Teamgeist, das spürt man. Hört auch mal in den Teamplayer namens Soundcloud hinein, ist verlinkt.  Wir kennen jedenfalls kaum Bands, die sich als glücklich in Krefeld bezeichnen. Apropos Herbstäpfel: Der hieß nicht Krefelder Appel, sondern Appell. Stand für eine Welt mit weniger Waffen. Schee wars scho. Oder?

Noch dies: Die Homepage sollte nicht Texte in Fotos darstellen. Das Internet lebt vom durchsuchbaren Text. Fragt die NSA. Ohne ausgefeilte Such- gibt es keine Suchttechnologie, kein Fan sein, Fanzine, oder schöne Worte, die wie „Selektoren“ herhalten. Der Fanclub muss Dich finden. Wenn Anne im Mai Kant liest, ist es zu Annenmaykantereit nicht mehr weit und die füllen jetzt Stadien: Du entschuldige Dich bei Pocahontas. Im Internet gilt das gesprochene geschriebene Wort. Zum Beispiel: „Lobet Ihn mit Pauken und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Pfeifen; lobet Ihn mit hellen Zimbeln; lobet Ihn mit wohlklingenden Zimbeln!“ Psalm 150 – Gute Pommes bunt gibts in Berlin bei Curry36. Pommes Pommerenke (Schlagzeugbetreuung) ist bibelgetreu verlinkt. Im Gebetsbuch der Berliner Musikszene. Hier.

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1468/16: Nachruf: From The Beginning of my Youth – Erinnerungen an Greg Lake (ELP)


Greg Lake – Lucky Man

Gregory Stuart „Greg“ Lake (* 10. November 1947 in Poole, England; † 7. Dezember 2016 in London) war ein britischer Bassist, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent. Er wurde bekannt als Mitglied der Progressive-Rock-Bands King Crimson und Emerson, Lake and Palmer. Seine wohl bekannteste Komposition ist die Akustik-Ballade Lucky Man, die er noch während seiner Schulzeit schrieb.

Von Anfang an bekam ich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine ziemlich genaue Vorstellung davon, dass über die Schlagermusik eines Dieter Thomas Heck (Hitparade) hinaus noch eine dunkle Seite des Mondes existierte. Mit Lichtorgel, verdunkeltem Zimmer, Flokatiteppichen und Hubschraubern, die stereo flogen, von links nach rechts. Es war The Dark Side of the Moon jener Pink Floyd und sie waren nur der Anfang. Ich selbst war zu spät geboren, um von Anfang an Led Zeppelin, Deep Purple oder The Nice in mein Morgenkulturgebet einzuschließen.

Darauf kam ich erst durch den Musikunterricht in der Schule meiner Musiklehrerin Frau Gerds in Berlin-Dahlem. Die „alte Grachtel“ war uns allen äußerst unangenehm. Im Nachhinein verstehe ich das nicht mehr. Sie fragte herum, wer von uns ein Instrument spielt? Ich verschwieg, was ich tat, aber Frau Gerds wusste es aus anderem Zusammenhang: Tommy, Du spielst doch jetzt Schlagzeug. Warum sagst Du denn das nicht? Es war mir unangenehm gewesen.

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1467/16: Positionen: Wie es zur Bezeichnung „Hausmusik“ kam – ein Kofferwort

icon Positionen

Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

So kam es auch zur Hausmusik. In Wirklichkeit Haustiermusik verkürzte ein Anflug von falsch verstandener Moderne das Wort, das heute als „Hausmusik“ bekannt ist, bzw. im Englischen als Housemusic. Im abgebildeten Kurzfilm auch als Hip Hop Musik zu erkennen.

Kann auch mit anderen Instrumenten aufgeführt werden als mit Querflöte. Sitzen Flötistinnen im Schneidersitz im Ensemblespiel als Block von zehn, fünfzehn Querbläserinnen auf dem Boden zusammen, so hieß es früher in der inzwischen nicht mehr existierenden DDR: Die Blockflöten.

Um drehten sich nach ihnen nur die Wendehälse.

(Dieser Artikel ist Peter Glaser, Journalist, gewidmet. Wer mit der Katze rumgugelt, findet seinen Namen und sein Thema, die Glaserei.)

1466/16: Video: Sending good Karma to Karma, Zöllner & Co. #Startnext – DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma #Gastbeitrag

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DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma

Veröffentlicht am 26.10.2016: Werner Karma ist ein deutscher Dichter, der mit seinem Werk tiefe Spuren in der gesamtdeutschen Musiklandschaft hinterlassen hat. Zuletzt war er 2010 am Comeback der Band SILLY beteiligt, danach hat er sich weitgehend zurückgezogen. Wir konnten ihn dazu bringen noch mal in seinen Tiefen zu wühlen und wollen mit Eurer Unterstützung den gehobenen Schatz würdevoll ans Licht bringen. Im März 2017 soll unser Album mit dem Titel „DIRK & DAS GLÜCK“ im Label Buschfunk erscheinen.

Von wegen Spitzweg, dessen Armer Poet. Hoppsassa: Dem dargelegten Projekt wünschen wir von hieraus viel Glück. Weil die Zielrichtung stimmt: Wem Werner Karma kein Begriff ist, der durchsucht diese Website oder das große Internet der Welt. Glück im Glück: Wir haben einen passenden Bildbanner, dessen zwar andere Bedeutung aber dem gelungenen Texten von weltbewegender Musik entgegenkommt. Wie schön. Glückauf!

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1465/16: Video: Nena | Spiegel TV Reportage (1994)

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NENA | Spiegel TV Reportage [1994]

Im Interview aus dem Jahre 1994 treffen wir auf eine offenporige, feinfühlige und nachdenkliche, sehr reflektierte Nena zwischen den Zeiten.

Die großen Jahre der Band Nena in den Achtzigern sind schon vorbei. Nena hat ihr erstes Kind verloren. Und hatte schon Zwillinge im Bauch. Sie redet mit der sehr geschätzten, noch jungen Sandra Maischberger, deren Interviewkunst gerade nicht im Verdrehen von Sachverhalten liegt, sondern im Aufspüren derselben.

Nena sagt, sie sucht jetzt wieder eine Band. Dabei sind alte Freunde ihr eine Hilfe, für eine Fernsehproduktion. Die machen jetzt alle eigene, andere Sachen, sagt sie. Von der Original-Nena-Band ist noch Jürgen Dehmel dabei, der auch ein par mal zu Wort kommt.

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1464/16: Zeitgeschichte: Trockeneis

Trockeneisnebel - Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)

Trockeneisnebel – Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)


Werner Lämmerhirt, Guru der Gitarre

Warum zog einst der Berliner Gitarrist Werner Lämmerhirt aus Berlin weg und nach Bodenwerder? Hier gibt er Einblicke.

Zum Grenzen sprengenden Begleitdokument mit Trockeneis-Akzept passend und zum Nachruf auf Werner Lämmerhirt ein kurzes Interview mit dem heute verstorbenen Ausnahmegitarristen aus dem Jahre 2011, in dem es um die DDR-/BRD-innerdeutsche Grenze geht. Doch seht selbst. Werner Lämmerhirt: Biker an der westdeutschen Grenze. Tangerine Dream: Hitch Hiker im kleinen Grenzverkehr Berlin/Berlin. Dein Herz kennt keine Mauern.

Der Witz kommt trocken. So geht Zeitgeschichte. Gar nicht auszudenken: Wenn Udo Lindenberg, Peter Maffay, aber auch Karat, die Puhdys und Co. ihre Akten den innerdeutschen Grenzverkehr betreffend öffnen würden. Zeit für ein diesbezügliches Sondermuseum in Pankow. Sonderzug in Planung. Wir schließen uns ein auf dem Klo und hören Westradio.

Danke, Jerome Froese.

1463/16: Nachruf: Werner Lämmerhirt (* 17. März 49 in Berlin – † 14.10.16 in Bodenwerder)

Kerze (animiert)


Werner Lämmerhirt All Along The Watchtower

Jede wunderschöne Karriere hat einmal ein Ende. Jetzt ist der Punkt gekommen wo der Clown mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bühne verlässt und der Vorhang fällt.- Werner Lämmerhirt 2015 auf seiner Website hier

Werner Lämmerhirt kennen vor allem die Älteren. Er gilt als Furor ausgefuchster Gitarrentechniken und war als akustischer Gitarrist und Sänger unterwegs. Hannes Wader, Knut Kiesewetter, um nur zwei zu nennen, begleitete er. Aber auch unzählige Soloalben nahm er auf. Lämmerhirt, das war so Seventies. Blieb es auch, immer. Für immerdar. Freunde der akustischen Folkgitarre bekommen bei diesem Namen glänzende Augen: Werner Lämmerhirt.

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1462/16: Nachruf: Zimmer frei (Juli 1996 bis September 2016 in 694 Folgen)

Trauerkerze

Zimmer.frei

Waren es bislang immer die schemenhaften, freundlich zurückhaltenden Moderatoren, die ihren Gästen das Weiße aus dem Auge puhlten, verkehrten Westermann und Alsmann als kongeniales Moderatorenteam die Welt ins Gegenteil und machten Krach, Sendungspunk und Stimmung gegen die Denkverbote des Artigen. Sie müpften Fernsehdeutschland auf.

In der WDR-Sendung Zimmer frei, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, brach sich Innovation Bahn. Gerade noch Sendefähiges wurde gesendet und unter gar keinen Umständen sendefähiges Material wurde ebenfalls öffentlich ausgestrahlt. Da strahlten die Zuschauer: So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die berühmteste Kunstfigur des deutschen Fernsehens, der Paradiesvogel Götz Alsmann, ein begnadet hochtalentierter Musiker mit einem IQ weit über 550, vermutlich, der zu den besten Deutschlands gehört, wurde als Kunstfigur mit Narrenkappe und Schmalztolle sendefähig. Und berichtet nun in seiner letzten Sendung Zimmer frei, es habe mit den Kunstfiguren als Gast der Sendung regelmäßig nicht geklappt. Denn Kunstfiguren lebten ihr Leben künstlich und hier ginge es schließlich um das wahre Leben. Das bedeutet: Alsmann ist gar keine Kunstfigur. Nein,  nein, der ist wirklich so.

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1461/16: Nachruf: Hagen Friedrich Liebing (* 18. Februar 1961; † 25. September 2016)

Trauerkerze

Hagen.Liebing

Einer, der ohne jeden Anflug von Eitelkeit porträtierte und rezensierte, selbst in negativen Urteilen noch voller Respekt vor der Arbeit der Musiker. (Andreas Conrad, Tagesspiegel, Link unten)

Das Bild haben wir uns von facebook geliehen. Es wäre dieser Website nicht erlaubt, The Incredible Hagen nicht hier noch gesondert zu erwähnen. Denn Berlin fletscht auf dieser Website seine Szene. Diesmal in Trauer und unerwartet.

Wir kannten uns nicht genug oder anders herum: Ich wusste nicht viel über ihn. Als er in die Ärzte einstieg, war das für mich ohne jede Bedeutung. Ich hatte die Ärzte 1982/83 miterlebt, da war er noch nicht bei ihnen. In jenen Jahren seiner Mitgliedschaft bei den Ärzen gehörten diese zum Vorhaben, richtige BRAVO-Starschnitte von ihnen zu sammeln und ich war aus diesem Alter schon raus. Was der Nachruf-Schreiber Andreas Conrad beim Tagesspiegel am 25.09.16 schreibt (siehe oben) trifft für mich am besten auf Hagen Liebing zu, auf einen unprätentiösen, uneitlen, sympathischen Menschen. Als sein virtueller Freund wie viele andere auf facebook, genoss ich seine präzisen Schnittmuster des Musikalischen und vor allem seine Serie 1000 Gründe, warum mir gesichtslose Downloads gestohlen bleiben können.

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