

Homo Fomo
Fear of missing out tree-lined avenues
Ich habe mich mit dem Sinn des Lebens befasst und damit, woran der moderne Mensch leidet. An vielem, soviel ist sicher. Eins davon: Die Angst, etwas zu verpassen. Der Mensch ist ein armes, gehetztes Wesen. Er jagt den Dingen hinterher, bis ihn die Dinge letztlich jagen. Bald suchen wir uns ein neues Stückchen Lebensfreude. Was bleibt?
Der Homo FOMO ist also der Mensch, der sich fürchtet, etwas zu verpassen. Der sich über naturgegebene Grenzen hinwegsetzen möchte, um zu neuen Ufern (Erkenntnissen) aufzustoßen. Im gezeigten Bild eines Arbeitsplatzes in einem Homeoffice-Büro in Deutschland säumt eine Allee von Straßenbäumen die Straße selbst.
Die tiefengründliche Analyse des Internets ergibt eine Institution, die sich mit dem Homo Fomo befasst, sprachlich aber ganz sicher etwas vollkommen anderes meint. Dabei geht es um queere Menschen. Ich will das hier nicht vertiefen, denn mir geht es anders als denen stets um alle Menschen.
Die linguistische Analyse des HomoFOMO zeigt, dass der Begriff ein bemerkenswertes Beispiel für sprachliche Kreativität ist, die unter dem Druck kultureller und technologischer Verschiebung entsteht. HomoFOMO ist somit nicht nur ein sprachliches Experiment, sondern ein Kommentar zur Kondition des modernen Homo Digitalis.
Die durchgeführte, aufwändige Analyse mit den Mitteln künstlicher Intelligenz (KI) zeigt jedoch, dass meine Gedanken zum Thema keineswegs abwegig sind. Im Ergebnis der Prüfungszusammenfassung wird ausgewertet, es handelt sich bei diesem Versuch, einen neuen Begriff zu erschaffen, den es so noch nicht gibt, um ein „Beispiel für sprachliche Kreativität“. Das steht der Energie von Kommentatoren entgegen, das sei Unsinn und man könne es so nicht gebrauchen, weil niemand sich etwas darunter vorstellen könne. Doch, sagt die KI, kann man. Ich erspare ausuferndes Texte zitieren und beschränke mich auf die Schlussauswertung (Google gemini), wie folgt, Zitat:
Die linguistische Analyse des potenziellen Blends HomoFOMO zeigt, dass der Begriff ein bemerkenswertes Beispiel für sprachliche Kreativität ist, die unter dem Druck kultureller und technologischer Verschiebungen entsteht. Die Ausdrucksstärke des Neologismus resultiert direkt aus der Heterogenität seiner Konstituenten, die die Archaik des lateinischen Homo (Universalität, Wissenschaft) mit der Hyper-Aktualität des englischen Akronyms FOMO (Digitalität, Angst) kontrastiert.
Morphologisch handelt es sich um eine additive Kontamination, bei der die lateinische Komponente rhetorisch dazu dient, dem Phänomen eine wissenschaftliche oder anthropologische Autorität zu verleihen, wodurch eine umgangssprachliche Angst in ein existentielles Merkmal überführt wird.
Semantisch oszilliert der Begriff produktiv zwischen zwei Hauptlesarten: der anthropologischen Benennung (Der von Angst definierte Mensch) und der soziologischen Beschreibung (Die Angst der Gleichheit/Konformität). Das Zusammenwirken dieser Bedeutungen ermöglicht eine präzise Benennung des modernen Dilemmas: Die Angst des Menschen ist untrennbar mit dem Zwang zur Konformität und dem sozialen Vergleich in der digitalen Sphäre verbunden.
Die Frage der Lexikalisierung von HomoFOMO hängt letztlich davon ab, ob die Diskursgemeinschaft diese synthetische und semantische Kondensierung als notwendig erachtet, um das komplexe Verhältnis von Mensch, Gleichheit und Angst präzise zu benennen. Unabhängig davon demonstriert die Analyse, wie die Linguistik in der Lage ist, auf globale, technologisch vermittelte psychologische Phänomene zu reagieren, indem sie klassische und moderne Elemente zu einer rhetorisch aufgeladenen und tiefgründigen neuen Einheit verschmilzt. HomoFOMO ist somit nicht nur ein sprachliches Experiment, sondern ein Kommentar zur Kondition des modernen Homo Digitalis.
(Aus Gemini/15.11.25)

Der Mensch soll sich nichts kulturell aneignen, außer was ihm gut gefällt. Dann kann er es versuchen. Tut er es eine Weile nicht, muss er erstmal üben. Erst mal die müden Finger wieder ausgraben, gucken ob sie noch gelenk sind. Geschmeidig.
Man hat ein wenig Respekt, wenn man es eine Weile nicht getan hat. Eigentlich laufen die Finger noch ganz gut. Als würde man nichts verlernen. Was fehlt, ist Hornhaut. Nach 10 Minuten Wiedereinstieg in die Welt der vielen Saiten tun die Finger erst weh, dann wird es wund und die Finger schmerzen richtig. Also wieder zur Saite legen. Ruhen lassen, wie Hefeteig. Der lässt sich immer so gehen.
Ich denke bei ein oder zwei Kiwis nach, ob ich mir kulturell zu viel zugemutet habe. Ob es kulturelle Aneignung darstellt. Denn es war doch ein bisschen sehr das, was man so aus Amerika kennt und auch aus Großbritannien. Songs von früher. Akkorde meines Lebens. Fingerspiel der Freude.


How I Won The War
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#BreakingNews – Präsident Trump gibt bekannt, Secretary und Department of Defense (Verteidigung) umzubenennen in Secretary and the Department of WAR. Die Executive Order ist hier veröffentlicht (via Instagram)
Das wirft ein paar Anmerkungen auf.
Vielleicht zuerst dieser Gedanke. Versucht Donald Trump erneut, von weiteren drohenden Veröffentlichungen der „Epstein Files“ abzulenken (Bild mit KI, oben auf Folgeseite), indem vielfache neue Veröffentlichungen gemacht werden, über die sich die Welt das Maul zerreißt?
Ein alter Filmtitel mit John Lennon aus den Sechsziger Jahren erinnert mich, George Orwells Beschreibungsversuche totalitärer Regierungen noch einmal ganz klar zu machen. Es geht um NEUSPRECH und DOPPELDENK, Techniken, die Orwell eingehend beschrieb. Die Praxis der Orwellschen Beschreibungen ging dahin, erklären, wie ganze Gesellschaften allmählich umprogrammiert werden, indem die widerlichsten Dinge in ihr Gegenteil umbenannt wurden.
„Krieg ist Frieden“ um die Bevölkerung zu kontrollieren. Die Parole, zusammen mit „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“, stellen paradoxe Logiken dar, die dazu dienen, die Wahrnehmung der Menschen zu manipulieren und eine ständige Unterdrückung sowie die Aufrechterhaltung der Macht der Partei zu rechtfertigen.




live@junctionbar 31.05.25 – 22 Uhr #screenshot
Seit 2022 existiert das Duo mit der erst 18-jährigen Sängerin und Rapperin Layla Carter und dem Drummer Gerwin Eisenhauer. Beide, aus völlig unterschiedlichen musikalischen Welten kommend, haben sich zusammengefunden um in einem komplett improvisierten Kontext mit Stilen wie Jungle, Drum’n’Bass, Techno, Trap und House zu experimentieren. Dabei arbeiten sie einerseits mit den Stilelementen und Rhythmen elektronischer Musik und auch Songstrukturen werden vereinzelt hörbar, jedoch wird niemals mit komplett vorgefertigten Loops oder Patterns gearbeitet. Das Ergebnis ist eine höchst tanzbare Reise zweier Musikergenerationen an die Randgebiete von Elektronik und Jazz, die an jedem Abend (oder in jeder Nacht) eine andere Farbe bekommt. Und somit für das Publikum und auch für die beiden Akteure selbst immer überraschend und spannend sein soll und will.
Ich will auf diese Veranstaltung hinweisen.
Schlagzeuger Gerwin Eisenhauer (Regensburg), für den als Mensch und dessen Spiel ich maximal empfinde und ihn als Ausnahme am Drumset sehe, nebst #WeristLayla (Layla Carter). Ich habe mehrere Performances der beiden gesehen, meist wenn ich in Regensburg im Hotel Hotel Orphée Lobbyistenjazz (Jazzsnare-Spiel im (Hotelfoyer) im Foyer des Artes zu beseln, um tagsüber am #Regensburgdrumweekend wie jedes Jahr teilzunehmen.
Veranstaltungshost ist Drumtrainer Berlin (Dirk Erchinger). Mit Dirks Hilfe und jahrelanger Arbeit ist es gelungen, in Berlin Drumeducation auf einem hohen Niveau erfolgreich zu etablieren.
Es ist ein ganz besonders schönes Event zu erwarten. Tickets reserviert man sich lieber jetzt schon, da der Veranstaltungsort recht schnell ausverkauft ist.
Wenn Du kommst, können wir uns sehen.
Das Beste was Füße tun können, ist tanzen.
Weiterführend
- Tommy ate Jazz – im Foyer des Artes im Regensburger Hotel Orphée (via instagram)
- Gerwin Eisenhauer celebrates Jazz brushes (via instagram)
- Gerwin Eisenhauer’s Booom mit Layla Carter (Regensburg Drumweekend 25) (via instagram)
- Die Berlin Drum Days (via Drumtrainer Berlin)

PODCAST 93: Reinhold Heil (Episode in German)
Als Tommy noch kleiner war, das bin ich, hier bin ich Berichterstatter, haben Reinhold Heil & Co. die Musikszene in Deutschland neu aufgestellt.
Das ist Geschichte. Die Bands hießen dann Spliff, zuvor waren sie die Nina Hagen Band. Und das mit einer der meisten Sängerinnen Deutschlands. Keine konnte’s besser. Alle außer Nina waren im Vergleich keine. Verzeiht die Übertreibung. Ich muss es wissen. Gott ist tot, the Lord ist fort.
Heute hören wir Reinhold Heil als gewieften Filmmusiker reden, gereift, gealtert. Wohnt jetzt wieder in Europa, hat vorher lange in den USA gelebt, zuletzt auf Hawaii.
Viel Spaß beim Durchhören.
Weiterführend
- blackbirds.tv – Diese Beiträge enthalten Reinhold Heil







