1395/16: Lied des Tages: Sometimes It Snows In April – performed by D´Angelo ft. Princess – Mit Anordnung von ganz oben!

Prince - Lovesymbol

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D’Angelo ft. Princess: Sometimes It Snows in April

Veröffentlicht am 26.04.2016: Music guest D’Angelo pays a moving tribute to Prince by covering his classic „Sometimes It Snows in April“ with help from Maya Rudolph and Gretchen Lieberum’s cover band, Princess, for the Tonight Show audience.

Liebe, Respekt und viel Gefühl. In dieser Darbietung wurde der Text aus Anlass des Ablebens von Prince nur geringfügig geändert. Ja, und es schneite tatsächlich. Zufall war das nicht: Die Anordnung kam mit Sicherheit ganz von oben…

Die Version gehört allerdings zu den äußerst gelungenen Covers und ist damit eine nochmalige Verneigung vor dem größten aller kleinen Prinzen ever. Geht zu Herzen. So geht Liebe. Was Prince beim Gedanken an Liebe empfand, sagte seine Schlagzeugerin Hannah Ford-Welton in ein paar sehr persönlichen Zeilen auf facebook. Der Berichterstatter fand es wichtig, es übersichtlich sichtbar zu machen.

Bei Bedarf bitte hier entlang….

Weiterführend
Purple Plane, Purple Plane

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1394/16: Video: Ein Rundflug über Paisley Park oder: The Power Of Trauer!

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Veröffentlicht am 21.04.2016
A beautiful Flight Round Prince’s Paisley Park in Chanhassen Minnesota.

Bei Interesse
Wallpaper zur Erinnerung an einen Helden der Musik (1920 Pixel)

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1393/16: Lied des Tages: Can I Play With U – performed by Prince & Miles Davis

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Prince - Under My Skin

Den Song hat Prince für das Album Tutu (1986) zugesteuert. Und dann die Notbremse gezogen: Er mochte das fertige Album von Miles Davis nicht. Der Saxophonist Eric Leeds kolportierte die große Verehrung, die Prince für Miles Davis empfand. Seinen Charakter, seine Mystik und alles, was Miles Davis als Person kennzeichnet. Nicht zuletzt auch sein bereits vorgelebtes Modell von künstlerischer Unabhängigkeit gegenüber der Sklavenindustrie, dem Musikbiz.

Die Wertschätzung war durchaus gegenseitig. Miles Davis sah in Prince eine Art eigener Reinkarnation.

Weiterführend
Miles Davis & Friends: Penetration – live in Paris (komponiert von Prince für Miles Davis, letztes Konzert von Miles Davis am 10. Juli 91 in Europa, bevor er 2 Monate später verstarb)

 

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1392/16: Gastkommentar: Zu Prince – Und: Die Welt, die Prince schuf – ein #Roughmix

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Muse Sign o’the times legendado

Prince ist tot. Die Medien titulieren ihn als bedeutenden Popstar oder Sänger.

Was vergessen geht ist, dass er vielmehr ein Künstler war. Ein Musiker und ein ausgesprochen versierter Multiinstrumentalist, der einen Grossteil der Instrumente auf seinen Platten selbst einspielen konnte. Ein extrovertierter, unermüdlicher Liveperformer wenn auch ein zurückgezogener und medienscheuer Privatmensch. Ein innovativer Songschreiber. Einer, der mit sicherer Feder und scheinbar mühelosem Strich Stilrichtungen zusammenmalte und Neues erschuf. Ein Urheber, der sich gegen unfaire Musikverleger behauptete. Der nicht nur Statements abgab, sondern sie vorlebte, selbst wenn es den eigenen Geldbeutel schmälerte. Einfach um ein Zeichen zu setzen. Um selbst ein (Love) Symbol zu werden, nein, eines aus sich zu machen. Um neue Wege zu ergründen, wie man die Musikindustrie revolutionieren müsste und er hatte die ihm eigene Bestimmtheit, diese Pläne auch umzusetzen. Auf eigene Kosten und Verantwortung. Ein Textautor, der sprichwörtlich mit Lust am Text arbeitete. Der Lustvoll Liebesbotschaften vertonte und wusste, wie man den Funk ordentlich fi*kt und im nächsten Song die Seele streichelt oder um einen Track später den Blick auf die Schatten im Herzen zu lenken.

ER hat dies erschaffen. Er hat sich, so wie die Musikwelt ihn sehen sollte selbst und aus eigener Kraft erschaffen.

Er war kein Sänger, wie wir das heute verstehen, oder wurde in einer TV Staffel zum Popstar gevotet.

Für den Nachfolger eines Königs gäbe es den Spruch: „Der König ist tot, lang lebe der König.“ Für Prince fällt mir nichts Gebührendes ein ausser vielleicht „Danke für die Inspiration.“

Kürzlich hatte ich auf Facebook gepostet „Ich schmeiss alles hin und werde Prince.“

Nicht in diesem Leben.

(von Wolfgang Nipp, Mitglied der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook – mit herzlichem Dank dafür)

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1391/16: Lied des Tages: Someday My #Prince Will Come (Miles Davis)

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Prince.Tatoo.Tommy.Tulip


Miles Davis / Someday My Prince Will Come

Liebe und Respekt, someday my Prince has gone.
Someday we´ll meet again, my musical friend! My musical icon!

Wir befragten post mortem Miles Davis (gestern, hier), was er von Prince hält und erfuhren, falls wir es nicht in dessen Biografie gelesen hatten , die hohe Wertschätzung seinerseits. Irgendein Klugscheißer auf facebook entblödet sich nicht zu sagen: „Den Namen und das Symbol gleichzeitig zu verwenden, zeigt deutlich, wie wenig man sich zu Lebzeiten für Prince interessiert hat. Aber Hauptsache, fleißig die Nachrufe teilen.“ Ein Kommentar wie Hammer und Sichel und böse Energie. Das kann man grottig nennen. Oder abwegig.

Heute das Lied des Tages: Someday My Prince Will Come. Klingt nach dem Prinzip Hoffnung. Wie traurig. Wie schade: Am Ende war es im Fahrstuhl von Paisley Park. Obwohl? Ist das nicht sozusagen die Vollführung vom Richtigen? Wir sind noch unschlüssig. Erst nochmal kurz ernsthaft drüber nachdenken. Sonst wird´s durch bloßes Hinschreiben schon zum Fakt. Und irgendjemand kommentiert was Böses. Die Welt ist nicht gerecht. Zeichen der Zeit: Sign O´The Times.

 

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1390/15: Nachruf: Prince (* 7. Juni 58 in Minneapolis, Minnesota als Prince Rogers Nelson; † 21. April 16 in Chanhassen, Minnesota)

Kerze (animiert)

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Das mit dem Tätowieren war nie so richtig meins. In meinem Leben habe ich für zwei wichtige Anlässe eine Ausnahme gemacht. Auf einem Oberarm trage ich das chinesische Zeichen für Gleichheit von Mann und Frau und von Menschen aller Rassen, Zugehörigkeiten und Religionen. Auf dem anderen Arm trage ich das Lovesymbol meines großen musikalischen Idols, Vorbilds und gedanklichen Übervaters Prince, den ich verehre, wie kaum einen anderen Musiker. Ich werde das zweite Tatoo ab heute mit besonderen Stolz tragen.

Einer der tiefst intensiven Schmerzen durchzieht meinen Körper und Trauer schüttelt mich. Der Musiker Prince Rogers Nelson ist übereinstimmenden Medienberichten aus Amerika zufolge verstorben. Ersten genaueren Informationen zufolge wurde er im Reich seiner Mitte aufgefunden: Auf dem Anwesen Paisley Park, eine unbekannte Person spricht auf einem Band davon, was sie im Haus vorfand: „einen Mann am Boden, der nicht atmet.” Der Anruf ging gegen 9:30 Uhr Ortszeit ein. (tmz)

Tmz berichtet: 12:25 PM PT — The Sheriff’s department says Prince was found in an elevator at Paisley Park. They performed CPR, but were unable to revive him. He was pronounced dead on the scene at 10:07 AM Central Time. Link: http://www.tmz.com/#ixzz46UfPPZ7h

Der musikalische Zwerg aus Minneapolis hat sich schon früh in mein musikalisches Leben gemischt und als ich ihn die ersten Male wahrnahm, hatte er bereits das Zeug zum absoluten Superstar. Es hat zwar nie einen Sinn ergeben, aber dennoch wurde er stets mit Michael Jackson und als dessen Konkurrent gehandelt. Bullshit.

Wie vieles, was über ihn zu lesen war, Bullshit war.

Der Mann war einfach nur ein musikalischer Gigant, vielleicht sogar ohne Übertreibung zu vergleichen mit klassischen Meistern wie Ludwig von Beethoven oder Mozart. Der kleine Mann an der Gitarre, der so himmelhochjauchzendes Falsett beherrschte und vollgefüllt mit Zärtlichkeit und Einfühlsamkeit singen konnte, um sogleich als Meister des Heart`n Heavy Pfunk zu reüssieren. Er gab einer ganzen Generation den Beat, all den Motherfuckern draußen und er war stolz. Er war der sexy MF. Damn. Und verdammt stolz.

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1389/16: Geburtstag: David Klein, Basel – * 19. April 1961

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Herzlichen Glückwunsch, David Klein.

Unter anderem: Vermusikalischter bekannter Vertoner mit Klezmer-Konotationen und  weltbewegendster Gedichte einer zu jung verstorbenen Hardcore-Lyrikerin von Gottes Gnaden Selma Meerbaum-Eisinger. Nie wieder Nationalsozialismus!

Wir bedanken uns für alles, was Du anhörbar gemacht hast.

Weiterführend

David Klein auf blackbirds.tv

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1388/16: Positionen: Love, Respect and Understanding – Leider die Ausnahme! #Linktipp

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Bembers will Meddl

Bembers ist im Planet, holt sich ein Seidele Bier – ein Häferl – und spricht den DJ an. Spiel doch mal Meddl. Den Rest erzählt er selbst.

Liebe, Respekt, Toleranz, Verständnis: Alles Fremdworte.

Dissen, Rumhacken, Stil- und Richtungskämpfe. Dabei wies Bembers bereits 2011 darauf hin, wie sich Neid, Zwietracht, Hass und Intoleranz überwinden lassen. Der DJ hätte doch nur Meddl spielen müssen.

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1387/16: Linktipp: Am 13.04.16 gibt der Ukulelenprediger ein Online-Konzert. Schaut! #Tipps #Gigs #Preview

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Do.Not.Disturb_Bitte.nicht.stoeren


Ukulelenprediger – Optimal – The Open Stage Berlin

Am 13. April gibt der Ukulelenprediger aus Berlin sein zweites Live-Online-Konzert im Rahmen des What´s Live MusicAwards. Mit dabei Jana Wachholz (Bass) und Sinclair (kb). Ab 21 Uhr und für 45-60 Minuten ist er online im Konzert, und deswegen schreibt bitte in diesem Zeitfenster in Euren Onlinestatus bei facebook: „Bitte stört mich jetzt nicht. Ich bin ONLINE.“ Was?

Die Zeiten werden verrückter. Der Mensch geht noch mehr online, aufgesaugt vom Internetz. Wie in dem Splattermovie Das Geisterhaus: Aus dem Bildschirm kommen teuflische Stimmen, nach den wir uns richten. Du bist auf facebook unterwegs, schaust gerade noch Videos auf YouTube und gehst, wie es sich heutzutage gehört, in eine Onlinelesson namens TV. zum Onlineunterricht. Jetzt darf definitiv nicht gestört werden. Maul halten. „Stört mich jetzt bitte nicht,“ schreibe ich seit einiger Zeit in einen Facebook-Status, „ich bin jetzt online.“ Ein Running Gag. Ich kann nicht gucken, denn ich bin jetzt online. Damit teile ich das Unteilbare, den Unterricht, mit meinen Sozialverfolgern.

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1386/16: Trends: Geht es den Bach runter mit der Musikmesse Frankfurt? Verschaukelt die Messe ihre Besucher?

trendbarometer

Schaukeln (gif)

Willkommen in der Gemeinschaft! from Uwe Hassbecker on Vimeo.

Die Musikmesse für Percussion dieses Jahr ist so interessant, wie einen Stick den ganzen Tag zu lutschen. Ich glaube, da ist mehr Inhalt… – José Cortijo, Prof. für Percussion, über die Musikmesse Frankfurt (via facebook)

Niemand hat die Absicht, einen Trend herbeizuschreiben. Wirklich rein zufällig fasste Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker die Stimmung zusammen, als er im Studio über die Gesamtsituation nachdachte. Sehr gelungen.

Doch es ist unüberhörbar. Galt die Messe über Jahrzehnte als wichtiger melting point der Musikinstrumentenindustrie, sind immer mehr Musiker und Instrumentenhändler von der Messe enttäuscht und wenden sich von ihr ab. Zu hohe Standplatzmieten, ein immer beliebiges in Zeiten digitaler Weltumbrüche austauschbares 19″-Equipment, das keine sonderlich großen Präsentationsflächen mehr benötigt („Das geht doch auch über Internet.“) und der Rückzug großer Traditionsmarken (Stichwort: Sonor veranstaltet inzwischen eine eigene Hausmesse). Es sieht alles andere als gut aus für die Frankfurter Musikmesse. Zitat eines kundigen Messebesuchers: „Bin auf dem Rückweg von der Musikmesse. Die Schlagzeugausstellung ist derweil leider deutlich geschrumpft.“

Stirbt jetzt erst der ECHO oder wird gegen den TONIO ausgetauscht und müssen künftig alle anstatt nach Frankfurt/Main nach Anaheim, California, zur NAMM fahren, aber das wäre in der Tat aufwändiger bis hin zum Erbrechen der gesamtem Musikindustrie. Quo vadis, Musikmesse Frankfurt? – Im Unterschied zur NAMM sei die Musikmesse eine Veranstaltung von Organisatoren, die heute auch mal eine Musikmesse machen, aber schon morgen Autos, Boote und Tulpen aus Amsterdam messetechnisch bewerben.

Die Stimmen aus dem messemusikalischen Untergrund wurden via facebook als erkennbarer Trend zur Haltung eingefangen und in persönlichen Kontakten bestätigt. Klar wird: Man nützt auch gern die Zeit, um endlich einmal ausgiebig schaukeln zu gehen.

 

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1385/16: News: Die Gegenveranstaltung, die den Echo überflüssig macht? Oder ihn überlebt? It´s Time for A #Tonio

icon NEWS news

Presseecho - Medienecho

Beat Gottwald (Manager und Musikunternehmer, Inhaber von Beat The Rich, Landstreicher Booking, Check Your Head und Krasser Stoff)
Mark Löscher (General Manager bei der Hörstmann Unternehmensgruppe, u.a. INTRO, FESTIVALGUIDE und Festivals wie MELT! und SPLASH! )
Anne Haffmanns (Geschäftsführerin und Labelmanagerin Domino Recording Company Deutschland GmbH)
Willy Ehmann (Senior Vice President Sony Music / Domestic Division GSA)
Götz Gottschalk (Manager und Musikunternehmer, Inhaber & Gesellschafter von NESOLA, Premium Blend, Jackmode und Merchstore
Eric Landmann (Aufsichtsrat Zentralrat Mitte: Events, Markenkommunikation; Gastronom; Management bei Landmann-Dohm GbR, u.a. Beatsteaks)
Daniel Fiedler (ZDF, Leitung Kultur Berlin)
Stephan Velten (Inhaber und Geschäftsführer Check Your Head, Musik-PR; Management Beat The Rich)
Torsten Groß (freier Kulturjournalist, Autor und Producer Arte Tracks, Autor)

(Vorstand des Vereins, Zusammensetzung)

Die zunehmende Zahl der Kritiker am deutschen ECHO wird stärker und formiert sich. Zuviel Küsschen, Küsschen, Heitschi dei und Wir haben uns alle lieb-Gestus, aber keine Innovation und echte Förderung guter, bester Musik. Das Vorhaben ist edel, die Idee aber schwierig umzusetzen. Wir gehen auf Beobachtung und bleiben gespannt.

Praktisch zeitgleich zum gestrigen Echo erscheint heute die erste Stellungnahme, die auf einen großen ganzen Plan hinweist. Der Echo, an sich sei eine gute Sache gewesen, doch er habe sich überlebt. Einen neuen, echten Jurypreis für herausragende Leistungen möchten sie zimmern, die Initiatoren des TONIO. Praktisch seit heute wird auf den Plan auch offiziell hingewiesen. Der TONIO wird erstmals im Herbst 2016 verliehen. Man darf gespannt bleiben.

Wir verlinken die neue Website: hier entlang bitte

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1384/16: Positionen: Als Frau auf Session, erlebt Michi Hartmann krassen Scheiß! Krasser Scheiß, krasse Session, krasse Gitarren!

Michi Hartmann (Foto: Privatarchiv)

HOLY SHIT oder warum ich zur Emanze wurde
2. April 2016 – Text: Michi Hartmann

Samstag nacht: Ich bin auf eine Jamsession gegangen. Eigentlich sollte ein Konzert stattfinden, ich war eingeladen, aber die Band kreuzt nur teilweise auf. Ich werde den Leuten vorgestellt als Gitarristin, spiele ein bisschen auf dem vorhandenen Instrument, alle Jungs sind erst mal megageflasht, vor allem weil es afrikanische Musik ist und ich weiss bin. Ich sage, Musik hat keine Farbe und jeder Mensch kann alles lernen.

Der Sänger sagt, es ist das erste Mal in seinem Leben, dass eine Frau für ihn Gitarre spielt und er ist nicht mehr jung. Naja, denke ich, geh mal woandershin, da findest du auch Musikerinnen, aber stimmt ja, es gibt nicht so viele. Wir spielen. Die Leute sind begeistert, die Session rockt, die Leute sind voll baff, weil ich spielen kann und locker mithalte obwohl ich auch noch blond bin.

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1383/16: Video: Der Haftbefehl von Haftbefehl – eine Dokumentation

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Der Haftbefehl von Haftbefehl (Die komplette Doku)

Veröffentlicht am 23.03.2016
Der Haftbefehl von Haftbefehl begleitet Aykut Anhan in Istanbul, spricht mit ihm, Weggefährten von früher und heute, über die Geschichte eines Jungen auf der schiefen Bahn, der die Kurve kriegt und es binnen weniger Jahre zu einem der relevantesten Rap-Künstler des Landes geschafft hat.
HaftbefehlTV abonnieren: http://bitly.com/haftbefehltv
Eine EASYdoesit Produktion
Regie: Chehad Abdallah
Creative Producer: Sebastian von Gumpert
DOP: Clemens Krueger
Redakteur: Sascha Ehlert

Haftbefehl (* 16. Dezember 1985 in Offenbach; bürgerlich Aykut Anhan ist ein deutscher Rapper türkisch-zazaisch-kurdischer Abstammung, der zurzeit bei Urban/Universal Music unter Vertrag steht.

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1382/16: Video: Anoushka Shankar „Land Of Gold“ (ft. Alev Lenz)

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Land Of Gold – Anoushka Shankar ft. Alev Lenz

“I’m so beyond excited to finally share this video with you all. The song ‘Land of Gold’ means a lot to me, and was written in response to the humanitarian trauma of refugees, especially children. I’m happy we were able to feature the song’s amazing collaborators Manu Delago and Alev Lenz in the video.” – Anoushka Shankar

Der 1. April ist vorbei.

Heute sieht niemand die Veröffentlichung dieses Beitrags als Scherz an. Aber eventuell als Bereicherung.

Heute das Lied des Tages.

Bei Interesse besuche meine Herzensdame Anoushka Shankar im Weltweitnetz..keine Angst, dass ich´s petz’…

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1381/16: Video: Eugen Ciceros Version von „Sunny“ (last recording)

Roger Marcel Cicero Ciceu (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 in Hamburg)


Sunny – Eugen Cicero’s last recording

Swinging Piano Classics
Eugen Cicero’s last recording
Eugen Cicero – Piano
Decebal Badila – Bajo Eléctrico .
Recorded in concert at the Kursaal in Uberlingen am Bodensee in December 1996,
IN+OUT Records , 2002

Aus, die Maus. Angereichert mit allerhand Zitaten und musikalischen Versatzstücken nimmt sich die Aufnahme von Sunny als buntes Blumensträußchen musikalischer Vernunft und Sachkenntnis aus. Es wird gehüpft durch alle musikalischen Stile und Stil ist nicht das Ende des Jazzbesens.

Fulminant, die Situation beherrschend und leider sehr in der Nähe seines baldigen Todes aufgenommen, es wird hier gesagt, es sei seine letzte Aufnahme überhaupt gewesen. So nennt man einen Zenit, dem der allzu rasche Absturz in die Sterblichkeit der körperlichen Überreste folgt. Während 2016 sich jemand an diesen Mann erinnert und bedrückt ist über die Parallelen von Vater und Sohn und das unausweichliche Schicksal beider.

Sunny, in dieser Version sicherlich ein angemessenes, wahnwitziges Stück Musikgeschichte, aber auch ein aktuelles Lied des Tages auf blackbirds.tv – Roger Cicero zu Ehren.

Bleibt bitte bescheiden und dem Glück gegenüber aufgeschlossen.

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1380/16: Video: Roger Cicero im Interview mit Jürgen Jürgens

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Roger Cicero singt Sinatra auf CD/DVD und live 2016

Frank Sinatra wollte Berlin zu einem Parkplatz umbauen. Allerdings sparte er auch nicht mit Aktion, wenn es um den Schutz seiner musikalischen Freunde ging, erzählt Jürgen Jürgens ganz nebenbei, als es um Frankieboy Sinatra geht.

Jürgen Jürgens schreibt heute auf facebook: „Ich bin sprachlos und voller Trauer. Am 14. März haben wir das Interview aufgezeichnet, das ich gestern in Hey Music auf radioBERLIN 88,8 gesendet habe. Da war Roger schon tot, wie wir heute erfahren mussten. Mensch, Roger, es tut mir so leid. Du hast so viel Lebenslust in Dir gehabt, so viel Liebe und Vaterstolz für Deinen Sohn und schon so viele neue musikalische Pläne. Das Leben ist nicht fair…!“

Dem ist nichts hinzufügen. Das Interview ist eine schöne Erinnerung an einen großartigen Roger Cicero.

Danke Jürgen Jürgens, Radio 88,8 Berlin. Something stupid, dies alles.

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1379/16: Nachruf: Roger Cicero (* 6. Juli 1970 in Berlin; ­† 24. März 2016 ebenda) – Zog die Schuhe aus.

Kerze (animiert)

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Roger Cicero – Zieh die Schuh aus (Offizielles Video)

Wie der Vater, ähnlich wohl sein Sohn. Über den Vater ist zu lesen: „Vereinzelte Kritik erntete Eugen Cicero wegen seiner zeitweiligen Nähe zur sogenannten U-Musik – etwa vergleichbar mit James Last, Paul Kuhn oder Erwin Lehn. Cicero war ein Pionier und Meister des Crossover, lange bevor dieser Begriff Einzug in die Musiktheorie hielt.“

Gott, ist das eklig. Er sang mit verschmitztem Unterton: „Ich bin ein Sammler, ein Jäger, ein guter Ernährer. Ein Schrauber, ein Dreher, ein Ganz-Früh-Aufsteher. Ein Broker, ein Seller, ein Intellektueller. Ein Helfer, ein Heiler, im Grunde ein Geiler. Bin ein Schöpfer, ein Macher, Beschützer, Bewacher. Ein Forscher, ein Retter, adretter Jetsetter. Gestählter Don Juan, ein Bild von einem Mann.“ Soweit korrekt aus dem Songtext zitiert, ließe sich die Beschreibung wohl locker fortsetzen.

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1378/16: Video: Don´t let it show – Alan Parsons Project (aus: I Robot)

Banner Legenden: Historische Schmachtfetzen


THE ALAN PARSONS PROJECT – DON’T LET IT SHOW

Look At Me Now, The Shadow Of The Man, I Used To Be #AlanParsons

Harsche Worte gegen diese Form des Islamismus und -ehrlich- niemand hat das richtige Rezept: Wie mit all dem umgehen? Etwa wie die Brüsseler Hooliganszene, die das Gedenken an die Toten stört und die Blumen zertritt? Das ist doch gerade Wasser auf die Mühlen derjenigen, die die Spaltung betreiben? Um ehrlich zu sein: Man darf durchaus ratlos sein, in diesen Tagen. Gutmensch aber ist ja das Unwort des Jahres 2015 und richtig so. Es dämonisiert die Liebenden als Täter mit einer Art verabscheuungswürdiger Realitätsfremdheit und ist daher ein Starkwort. Das Wort wird gerne wieder hervorgeholt: Mehr wie eine Spaltaxt. Nicht, um etwas zutreffend zu beschreiben. Zu stark, um zu kommunizieren, also einander zu verstehen. (aus einem Thread auf facebook, Kommentar meinerseits).

Don´t let it show, this ugly face of Radicalism.

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1377/16: Video: „Leaving“ von Richie Beirach, performed live – „Don’t play the frame, play the picture!“

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Fingertier (gif)


Leaving by Richie Beirach

Drei im roten Kreis feat . Richie Beirach live in der Jazzscheide Düsseldorf
Reiner Witzel – sax
Richie Beirach – piano
Joscha Oetz – bass
Christian Scheuber – drums

Ein Nasshorn und ein Trockenhorn
spazierten durch die Wüste.
Da stolperte das Trockenhorn,
und´s Nasshorn sagte:
Siehste?
(Heinz Erhard)

Die drei im roten Kreis feat. Richie Beirach: Wenn Beirach aufbricht zu verlassen, dann klingt es nicht nach ‚Leavin‘ On A Jetplane‘, wie es John Denver singen würde. Das hört man sich ja schnell über. Beirach gehört zu den großen amerikanischen Jazzepigonen, hat mit vielen berühmten Jazzmusikern gespielt. Als er kürzlich an der Popakademie Mannheim (Okt. 2015) weilte, um mit dem amerikanischen Jazzschlagzeuger Adam Nussbaum zu spielen, lernte ich ihn persönlich kennen. Leavin: Die Kutsche ist schon angespannt. Und die Rösser fliegen übers Land. Hol den großen Wagen, hol den großen Wahahagen. ♪♫♪♫

Überwältigender Pianist. Das Lied des Tages: Leaving von Richie Beirach.

Weiterführend
Richie Beirach + Adam Nussbaum an der Popakademie Mannheim
Richie Beirach in der deutschen Wikipedia
Richie Beirachs Homepage

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1376/16: Video: Just this bit of fine Jazz to your attend! Die Ärzte wussten es bereits: Jazz ist anders.

_Jazz.Ikone


OMAR SOSA & JOO KRAUS – Recaredo / Echo Bay / Jooleo – live 2015 @ Tollhaus Karlsruhe

Veröffentlicht am 26.03.2016
Omar Sosa & Joo Kraus – Live im Tollhaus in Karlsruhe – 12. April 2014, cameras: Thierry Miguet, Hermann Fischer, Monika Handschuh, Wolfram Plessing, video-edit: Thierry Miguet @ wahwah.tv

Jazz ist Ruhe, sometimes.

Thierry Miguet hat die Ruhe konnotiert. Für den Weltfrieden.

Schön beschaulich, in sich ruhend, keine nicht notwendige Aufgeregtheit.

Danke. Das ist das „Lied des Tages“, ein etwas längerer Ausschnitt aus einem offenbar schönen Konzert. Lasst es Euch gut gehen!

Weiterführend

Wahwah.tv ist auf den Spuren guter Musik

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1375/16: Positionen: Vom Osterfest 2016

Sonor Signature #TTT

In den überwiegenden Fällen historisch besonders verdienstvoller Menschen denken wir uns die Geburtstage wichtiger Musiker und Musikerinnen als größere Ereignisse als deren Tod.

Abgesehen von einer gewissen Ärgerlichkeit ihres Verbleichens hat die Tatsache, dass sie geboren wurden, mehr zur Wesentlichkeit dieser Persönlichkeiten beigetragen als ihr Tod.

Das gilt auch für den Club 27, wobei man diesbezüglich gar nicht genau sagen kann, wie der Nichtbeitritt dieses Personenkreises zum Club sich ausgewirkt hätte, wenn sie diesem gar nicht erst beigetreten wären, sondern weitergemacht hätten wie bisher. Das ist reine Spekulation. In diesem Sinne gedenken wir mit einem besonders ehrenden Gedenken derjenigen, die geboren wurden um zu sterben. Insbesondere auch jene, die starben, um unsterblich zu werden. Sie wurden geboren, um zu sterben.

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1374/16: Buchtipp: Volker Hauptvogel veröffentlicht „Fleischers Blues“ und erzählt vom West-Berlin der Siebziger und wie es war

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Volker Hauptvogel - Fleischers Blues

Volker Hauptvogel – Fleischers Blues

Für fast gar keine Kohle hatten wir eine echte Probebühne. Mit Licht, Kühlschrank, allem drum und dran. Und dann waren wir Vorband zur Nina Hagen Band. Leider eine undankbare Aufgabe, haha. Alle wollten Nina. War OK so. (Volker Hauptvogel, damals Sänger von MDK, Erinnerungen)

Volker Hauptvogel kann so schön erzählen.

Die Leser dieser Website wissen es ja.

Wie es war, damals, als er 1976 nach Berlin kam, erzählt er jetzt in seinem gerade erschienenen Buch „Fleischers Blues“. Es ist eine mit Herzblut geschriebene Geschichte wie ein Roman. Aber man kann dem fiktiven Buch jede Zeile glauben. Denn Hauptvogel lebt.

Es heißt, er habe den Punk erfunden. In Berlin ist seine Band Mekanik Destrüktiw Komandöh die allererste, schon kurz nachdem die Sex Pistols die Königin rasierten. God shave the Queen. Überhaupt war Punk ein britisch begrenztes Unterfangen: Anarchy in the UK.

Hauptvogel und seine Mitmusiker holten den Punk nach West-Berlin.

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1373/16: Kritik: Die Lage ist äußerst ernst im Musikalien-Einzelfachhandel deutschland-, ja weltweit

Kritik

„Lieber Honigbär, ich spreche nur für mich selbst. Ich kenne Musik Oehme seit ca. Ende der Siebziger Jahre. Das Geschäft hat einen Standort, eine Stammkundschaft und ist seit dem und noch länger dort ein einziges. In ganz Berlin und deutschlandweit sterben die Musikalienfachhändler nach und nach weg, weil die zwei drei großen Platzhirsche und das Internet die Einzelhandelsstruktur kaputt machen und kleine Mitbewerber verdrängen. – Das ist Fakt. – Was ich damit sagen will: Wir müssen vielleicht etwas großzügiger über unseren Tellerrand der verzogenen Kundenwünsche blicken und dem Einzelhandel gegenüber etwas gewogener rezensieren, beurteilen und nicht aus kleinlichen Motiven. Für mich bemüht sich der Inhaber dieses Fachgeschäfts, der allgemeinen Entwicklung zu trotzen und trotzalledem das Geschäft aufrecht zu erhalten. Support Your local dealer und nicht „Rabähhh, da war einer unfreundlich.“ – Was ist denn das für eine Aussage: Das kann doch jeden Tag mal passieren. Das ist das, was ich Dir ggü. und Deiner Kritik ins Feld führe. Dein TTT“ – Aus meinen eigenen Besuchen zum Musikhaus Oehme, Berlin-Zehlendorf, dort „Rezensionen“, mein Kommentar.

Internetweit geht der Einzelhandel in die Knie. Ein Grund: Jeder darf überall seinen Senf absondern und es Verbraucherkritik und Verbraucherschutz nennen. Die Liste der untalentierten Rezensenten ist lang, und was viele schreiben, würde ein kritischer Laubfrosch als Quark bezeichnen. Er kommt in den Supermarkt, steht an der Kasse, die Verkäuferin fragt ihn: Was hätten Sie denn gerne? – Quak.

Hiergegen hie und da gezielt ins Feld zu führen, was wie eine Grasnarbe der Vernunft wächst über moderigem Kritikton und unangemessenen Trallala des vergessenen, schlecht behandelten Einzelhandelskunden, ist ein lohnenswertes Ziel. Das hat den Berichterstatter bewogen, über das Musikhaus Oehme in Berlin und für es eine Lanze zu brechen. Also aus der Deckung aufzutauchen und ein gezieltes Touché für und gegen eine im Grunde lächerliche, unangemessene Kritik zu rufen.

Im Vestibül des Einzelhandels freut sich der Fan von engagierten Musikalien-Einzelfachhändlern und legt ihnen ein fruchtfleischiges Sorbet aus Inbrunst und Tollkirsche vor die Füße. Wohl bekomms.

Auf facebook, wer dort einen Account hat, kann man den gesamten Thread nachlesen….

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1372/16: Video: „Er sammelt Muscheln“ – Rivo 3

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Rivo Drei – Er sammelt Muscheln

Veröffentlicht am 18.03.2016: Live beim WDR Rockpalast im Underground Köln

Das Lied des Tages: Er sammelt Muscheln.

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1371/16: Video: „Gestrandet“ – mit Robert Gläser – In der Einsamkeit der Zweisamkeit.

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Robert Gläser – Gestrandet (Official Video)

Veröffentlicht am 03.03.2016 Das Album „Robert Gläser“ jetzt bestellen: Amazon: http://bit.ly/RobertGlaeser

 

Jetzt geht’s los. Robert Gläser hat eine neue, gut gemachte Website.

Das Los verbindet in musikalischer Hinsicht Helene Fischer und Robert Gläser. Nur halbseiden. Sie ist atemlos. Er schnörkel-. Sie kommt langsam. Er gewaltig. Er macht Eindruck.

Zweitens erscheint ein neues Album mit Robert von Tiefgang und Scharfsinn geprägtem Liedgut. Da kann man ja wohl mal reinhören.

Heute das Lied des Tages: „Gestrandet“.

Thank You for the music, Robert Gläser.

Weiterführend?

Nööööö……

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1370/16: Nachruf: Keith Noel Emerson (* 2.11. 1944; † 10.03.16) – ‚Ich war nie ein Rockstar. Alles was ich will, ist Musik machen.‘

Kerze (animiert)


Keith Emerson – His Finest Hour

Music: Abaddon’s Bolero by Keith Emerson ;
Beyond The Stars by Keith Emerson

Sein war meine so ziemlich erste Eintrittskarte ins Kopfkino weltbewegender klassischer Musik. Ihm verdanke ich die Eins, die ich einstrich, so kenntnisreich als möglich über die Bilder einer Ausstellung zu berichten, die sich mit dem Hexenhut von Baba Jaga befasste. Pictures At An Exibition – Mussorskys Klassik, gewandet in ein bravourös eingekleidetes, zeitgenössisches Rockmusikgewand der drei Epigonen Keith Emerson, Greg Lake und Carl Palmer, uhh, what a lucky man I was?

Mit 71, so heißt es, sei er mit einer Waffe in der Hand und einer zielsicheren Kopfverletzung in Santa Monica von seiner Lebensgefährtin aufgefunden worden. Er habe sich vermutlich selbst gerichtet. Es steht fest: Er war ein empfindsamer, sensibler Mensch, der so schön Musik machte und so die Welt bewegend.

Ein großer Held meiner ersten Entdeckungen ernsthafter Musik. Unvergessen eine Dokumentation über die Auftritte und Bandproben der Band Emerson, Lake & Palmer namens The Manticore Special zur Welttournee 1973, den ich nachfolgend aus Anlass seines Todes hier folgend zeige.

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1369/16: Kritik: Nur wenn sie laut ist. Am Beispiel der Straßenmusikerin Elen Wendt zeigt sich die hässliche, deutsche Fratze

icon Positionen

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

One letter difference: Dass der Rechtstaat zum Rechtsstaat verkommt, liegt in der Hinzufügung eines Buchstabens. Oder: Der äußerst unliebsame, digitale Rechtstaat, mit harschen Vorschriften gegen die Vorstellung, ein bisschen Musik im öffentlichen Straßenland zu machen. So kleinkariert. So widerwärtig. So deutsch.

Die Straßenmusikerin Elen Wendt ist hier schon vorgekommen und mit gutem Grund: Sie mag Musik, wenn man ihr zuhört. Derartiges ist allerdings noch keiner besonderen Erwähnung wert. Denn hinzu kommen muss, dass sich beim Zuhörer ein Wohlgefühl unmittelbar nach der Wahrnehmung einstellt.

Das ist im genannten Fall eindeutig so.

Regelmäßig tritt die Musikerin im öffentlichen Raum auf. Der öffentliche Raum ist das Ziel jeder Musikdarbietung, die davon lebt, wahrgenommen zu werden. Dass die Musik überhaupt wahrgenommen werden kann, verstärkt nach landläufiger Meinung, auch von Experten, den Erlebnisgenuss von Musik an und für sich. Vor ein paar Tagen war denn auch die in Berlin bekannte Busking Band Ruperts Kitchen Orchestra ihres nicht immer unumstrittenen Gründers und Drummers Andreas Raab beim Sender RBB am Hackeschen Markt zu sehen. Der öffentlich rechtliche Sender hatte die Band sicherheitshalber in einen Glaspavillon gestellt und ließ sie ein bisschen demoartig vortragen. Das Video der Sendung ist unten verlinkt. Raab erklärt darin eingangs, „wir klingen eigentlich ganz anders.“ – Eben: Man kommt nur nicht immer dazu. Hat Udo gesungen.

Im Kern des RBB-Berichts stand dabei auch die Genehmigungsregelung im verwaltungsbürokratischen Prozedere von genehmigungspflichtiger und genehmigungsfreier Straßenmusik. Drummer Andreas erläuterte: Es macht für Behörden den relefanten Unterschied in der Beurteilung, ob zum Zwecke der Musikausübung Verstärkeranlagen genutzt würden oder nicht?

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1338/16: Positionen: Dinge, die Musiker nicht sagen #Pictuality

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1337/16: Lied des Tages: Take Berlin performed „Motion“

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Immer wenn ich traurig bin, trink ich noch nen Korn, dichtete Heinz Erhardt. Ich bin heute traurig, tief getroffen, George Martin ist tot, mein kurzer Nachruf eins vorher. Ich aber trinke keinen Korn, sondern höre betörende Musik, die man auch mit dem Hashtag #dreampop verschlagworten könnte. Hört mal rein.

Sie nennen sich TAKE BERLIN, eine von zweien kommt aus Berlin. Yvonne Ambrée lebt überwiegend in den USA.

Dass das Projekt TAKE BERLIN heißt, ist den Lesern bekannt. Sie hat Verdienst an der Schließung von Bildungslücken: Auf ihrem Unterarm las ich, Zuschauer eines Konzerts, bei dem sie sang, eine Liedtextzeile aus Halleluja von Leonard Cohen und war verwirrt. Die Recherchen ergaben eine Jeff Buckley-Verehrung der Tätowierten, die so betört. Quatsch, das ist Geschichte und kann nachgelesen werden. Eine wahnsinnig machende, verstörende Geschichte.

TAKE BERLIN touren jetzt durch Deutschland, Belgien und Holland, kommen leider nicht nach Berlin. Was uns das Leben nicht süßlicher, sondern schwerer macht. Wir müssen mit einer gedachten Fernbeziehung leben. Da kommt uns Motion, das obige Stück, wie gerufen. Wir schalten es an, schließen die Augen und denken an den ertrunkenen Jeff Buckley. Ein Alptraum im Fluss.

Dreampop, ein Traum: So schön ist’s, auch Erinnerungen.

Nehmt Euch bitte Berlin – Take Berlin – zur Brust, hier entlang…

Oder bleibt noch ein bisschen und schaut diese Artikelsammlung über Yvonnes Künstlerleben an und durch, an und für sich…

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1336/16: Nachruf: Sir George Henry Martin (* 3. Januar 1926 London Borough of Islington; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire)

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Sir George Henry Martin (CBE; * 3. Januar 1926 in Holloway, heute London Borough of Islington, England; † 8. März 2016 in Swindon, Wiltshire), war auch in der Berichterstattung dieser Website eine feste Größe. Was Wunder?

„Ein musikalischer Gigant“ nannte man ihn, den Mann, der im Hintergrund so sorgfältig und wohl abgewogen die Strippen zog, besser die Fader hoch und nieder fuhr. Der, der  klassische Feinstaubpartikel auf den festen Popsaum aufnähte, den seine musikalischen Eleven und Meisterschüler, die Beatles, woben. Was für ein feiner Kerl.

Ein Mann hinter den Kulissen, in der zweiten Reihe, und er war nie umstritten, seine Position war nie vakant. Ein Brian Epstein starb zu früh, ein Phil Spector, das war trendy, Zeitgeist, also mischte Spector ordentlich Tüddelkram unter die Originalaufnahmen der Beatles. Auf Dauer hielt das der ernstlichen Würdigung nicht stand. Die Beatles veröffentlichten später Let It Be …Naked und strichen Spectors Einfluss zusammen, Paul McCartney schrieb: Never do this again.

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