1479/16: Video: „Man nennt sie Nancy“ – Tschaika 21/16

Jennifer Rostock (gif)


Tschaika 21/16 „Man nennt sie Nancy“

Produktion: 20zollmedia.com
Model: @evalome
Makeup: Marie-Jo Wieske / using MAC products
Visual Effects: Asterix & Lampe / Flashbunch
Gedicht: Sören Linke

Veröffentlicht am 23.01.2017
MAN NENNT SIE NANCY

Die Nancy is in janz Berlin
als olle Jöre längst verschrien.
Trotz billjem Schein und grellem Glanz
fehlt ihr die wahre Eleganz.

Ihr uffjedrehtet Rumjehampel
und abnervendet Abjestrampel
jeht jedem richtich uff´n Zeiger
und alle sag´n: „Ick verweiger
der blöd´n Triene meine Treue
und such mir irgnt ´ne billje Neue.“

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Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.

1478/16: Geburtstag: Klaus Nomi (* 24. Januar 1944; † 6. August 1983; bürgerlich Klaus Sperber), deutscher Kontertenor.

Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.


Klaus Nomi – Total Eclipse 1981 Live Video HD

Stay On The Scene: Like A Lover Machine! Get up! (James Brown)

Man hätte ihn auch einen Autonomi nennen können, jedenfalls kam er zeitlebens so rüber. Klaus Nomi ist eine Popmusiklegende und schon viele Jahre tot.

Heute fired er die Homophoben der Welt im Himmel: Fears in Heaven.

Wir erinnern Klaus, den Konterrevolutionär im Webspacehemd und gedenken seiner mit einem Song namens Total Eclipse aus dem Jahre 1981.  In HD: Hard drug. Harter Tobak. Aber geil isses schon, was? Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv – Habt Spaß und hört auf zu sterben, Ihr Langweiler und Spießer. Ha. Glaubt nicht alles, was Ihr lest.

Herzlichen Glückwunsch, Klaus Nomi! Stay On And Rest In Heaven! Und grüß uns da oben unseren Ehrenberliner David Bowie. Ihr fehlt! Und James: James B. auch.

Weiterführend

1477/17: Video: Bishops Of Rome (Ron Spielman) #LiedDesTages

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)


Ron Spielman – Bishops of Rome (Live at Blackbird Music Studio)

Veröffentlicht am 21.01.2017
Ron Spielman performing his song „Bishops of Rome“ from the CD „Electric Tales“ live at the Blackbird Music Studio Berlin

Ron Spielman git, vox
Thomas Stieger bass, vox
Julian Külpmann drums

„Bishops of Rome“ taken from the CD „Electric Tales“
Amazon: http://www.amazon.de/Electric-Tales-R…
ITunes: https://itunes.apple.com/de/preorder/…
Ron Spielman Shop: http://www.ronspielman.de/de/shop.html

Wenn Musik nicht psychedelisch wäre, müsste man es erst noch erfinden. So wie wir die Doors erinnern. Vorwärts treibend, manchmal elegisch, manchmal brutal. Alternative ist das nicht. Dazu ist es zu sehr fest verwurzelt. Die Electric Tales, die Ron Spielman uns erzählt, handeln von den Bischofen von Rom.

Alles andere wäre Blasphemie.

Großer Wurf. Gefilmt am Salzufer in den Blackbirds-Studios-Berlin. Fetter Sound: Wie Blackbirds, das Musikstudio, nicht Namensvetter dieser Website ist, aber die Geschichte ist auf dieser Website auch schon eingehend erzählt worden. Sucht doch selbst.

Apropos Sucht.

1476/17: Nachruf: Franz Jarnach (* 1944 in Bad Godesberg; † 16. Januar 2017 in Hamburg) war ein deutscher Musiker und Schauspieler.

Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (Schildkröte)


Franz Jarnach & Joerg Mehrwald

Hochgeladen am 03.08.2011 Franz Jarnach („Schildkröte“ aus Dittsche) und Autor Jörg Mehrwald bei einem von Fabian Dittmann spontan gefilmten small-talk über Begegnungen mit Jimi Hendrix. Während des Drehs zur Sitcom-Folge 1 „Bull – Kings of Headline“ unterhielten sich die beiden über Mehrwalds geplanten Roman und die Sitcom „Beat-Crew“. Franz Jarnach ist eine Musiklegende.

Franz Jarnach hat zwei Leben mit unterschiedlichen Bekanntheitsgraden gelebt.

Das eine nennt sich Musiker von Gottes Gnaden, er wurde Piggy genannt, unterwegs gewesen mit Hinz und Kunz. Gerade kürzlich erst mit Uli Salm und Rudolf Rock & Schockern. Hamburg & Co.

Das andere nennt sich Schildkröte und ist praktisch deutschlandweit bekannt, als Prototyp des maulfaulen Helden am Nachbartisch. Comediancharakter Olli „Dittsche“ Dittrich holte den maulfaulen Stummen als festen Dreh- und Angelpunkt und dritten im Gespann Dittrich – Olsen – Schildkröte ins Serienfernsehen zu später Stunde. Anders als Dittsche war Kröte immer tagespassend gekleidet.

Der schräge Sympath Schildkröte wurde Kult über Deutschland und nur 72 Jahre alt.

Und jetzt haltet die Fresse: Ich geh heulen. Feierabend.

Weiterführend

* Wissenswertes über Franz Jarnach
* Nachruf: Im Spiegel
* Nachruf: Hamburger Abendblatt

1475/16: Video: Die Band Planting Robots aus Hamburg – ein #EPK und eine #Watchlist #plantingrobots

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Planting Robots EPK Subtitle

Veröffentlicht am 02.01.2017
PLANTING ROBOTS – electro organic prog pop from Hamburg, Germany
DEBUT CD RELEASE – MARCH 2017
Planting Robots are:
Dirk Hoppe – Vocals, Vocal Effects, Keyboards, Moog Bass
Ingo Hassenstein – Electric and Acoustic Guitars, Weird Effects
Stephan Emig – Drums, Percussion, Programmings
contact: office@planting-robots.com
follow us online:
website:
https://www.planting-robots.com
Facebook:

Instagram:
https://www.instagram.com/planting_ro…
Twitter:
https://twitter.com/Planting_Robots

Wir sind die Roboter! (Kraftwerk)

Und im Gegensatz dazu Planting Robots: 3 Tüpen, die ihr Handwerk beherrschen. Die man aus anderen musikalischen Zusammenhängen kennt und die jetzt gemeinsam ihr Ding machen. Im März wird es eine Scheibe geben, keinen Setzling. Sondern einen Erstling. Wir dürfen gespannt sein.

Watch this. And eat it.

1474/16: Video: Fabiana Striffler – Ein Mensch. Und was für einer.

Artist Spotlight


Fabiana Striffler – Ein Mensch

Mega Pearls: Das Klavier perlt so schön. Umflossen nur von einer Geige, die es in sich hat. Wir hören: Ein Mensch. Fast ein bisserl Classic Jazz, brechende Kadenzen. Veröffentlicht am 09.06.2014: Fabiana Striffler Komposition, Violine – Johannes von Ballestram Klavier Feb. 2014

Sie ist ein Mensch. Geige spielend. Sie schafft eine schlafende Leichtigkeit des Seins, wie Milan Kundera einst die unerträgliche Seichtigkeit des Laien propagierte. Der Protagonist im Roman roch immer ein bisschen nach Frauenparfüm. Er konnte nicht davon lassen, ist kolportiert. Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik! Milan Kunderas Botschaft war süßer Trost in bleiernen Zeiten, schreibt für uns die Zeit. Dem Laienhaften entgegen setzt sie sich: Fabiana Striffler ist eigensinnig. Hat eine feste Vorstellung. Und in Auftritten auch wechselnde. Zieht ihr Ding durch. Es gehört sich doch ganz gut. Das gibt uns neuen Mut.

Das Lied des Tages „Ein Mensch“. Und thank You for the Music.
Unser Herz ist berührt. Wie schön.

Weiterführend

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

1473/16: Video: Koris Maskengespräche No. 1 – Olaf Maske – Und wieder ein Platz weniger?

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


11.06.2016 „Koris Maskengespräche“ No.1, Olaf Maske

Veröffentlicht am 08.01.2017
Der Maske in der Maske. 😉 Wie man als Künstler so durch’s Leben kommt.
„Koris Maskengespräche“ – die etwas andere Talkshow
unterhaltsam – informativ – unkonventionell

Kurz eine Messe halten: Es wird religiös, bibelfest, verlässlich. Zum Spielort Kiezkulturwerkstatt: Lobet Ihn mit Pauken und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Pfeifen; lobet Ihn mit hellen Zimbeln; lobet Ihn mit wohlklingenden Zimbeln! Und kommet zuhauf und beschimpfet den Kapitalhirsch: Strömet herbei in Fluchscharen! – Psalm 150 aus Tulipus-Evangelium

Der Name Olaf Maske lässt sich hier schon gugeln. Hier gibt es weitere. Auch anderswo sind Berichte über das Werkschaffen des Klausener-Platz-Kiezgroßen Olaf Maske erschienen. Olaf steht für Kontinuität in einer schnelllebigen Zeit des zu schnellen digitalen Wandels. Olaf ist analog. Berlins Vermieter haben nun auch vor, die Kiezkulturwerkstatt wegzuräumen. Und in drei Jahren werden die Passanten auf der Danckelmeile nachfragen: „Maske?“ – Der Gewerbehofpförtner, ein Spanier, sagt: „Nada!“ – Auf dem Brauereigelände herrscht dann der Mief des Beliebigen.

Im Video oben: Kori Ullmann führt ‚Koris Maskengespräche‘ am gesprächsweisen Führstrick. Olaf Maske. Ja. Henry Maske? Nada! Al Jarreau´s Mas Que Nada hier. Dies moderierte „Ich rede über mein Leben“ in der Kiezkulturwerkstatt in der Danckelmannstr. hat ein Ende. Drei Jahre hat der Ort mit gutem Erfolg existiert, jetzt wurde gekündigt- Sehenswert. Kori: Danke für diese Videotie und auch wenn es nicht ohne aufgeschminkte Blessuren endete, so genießen wir was wir sehen. Eine Art unverstellten, natürlichen und wahrheitsgemäßen Blick auf die Wirklichkeit. Sehr angenehm.

Man kann den Kulturschaffenden in Berlin nur zurufen: Bleibt fleißig. Und hören sie schon rufen: „Ja, wo denn?“. – Bitter. Vielleicht kommt ja Rossmann rein. Birken-Haarwasser. Und so Zeugs.

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1472/16: Lied des Tages: Über die Strategie der 1.000 Nadelstiche: Du denkst, ich bin ein Träumer? Ich bin vielleicht nicht der Einzige!

Am 21.12.16 hat Elmar Theveßen (zdf) in der Sendung Markus Lanz mit wenigen, klaren Sätzen dargelegt, es gibt ein 1.600 Seiten starkes Grundlagenwerk eines Abou Moussab al-Souri mit einer Strategienbeschreibung der 1.000 Nadelstiche gegen westliche Gesellschaften. Das als Grundsatzschrift nachzulesende Pamphlet beschreibt die Ziele des Jihad in der gezielten Aufwertung rechtspopulistischer Parteien in Europa, um die Minderheit der dortigen Muslime langfristig gegen den Westen aufzubringen, damit sie sich dem Heiligen Krieg anschließen. Das Video der Sendung ist unten verlinkt. Die von mir ins Feld geführte Anfangszeit der 59:50 min. langen Sendung ist die Startzeit 32:45 min. und kann im Player der Einfachheit halber direkt mit dem gesetzten Link angesteuert werden. Vor- und zurückspulen ist erlaubt. #Tipps

Sophisticated Mama: Nach dem Anschlag am Berliner Breitscheidplatz und so kurz vor Weihnachten meldet Italien die Erschießung des mutmaßlich Attentätigen von Berlin. Das strapazierte Wort dieser Tage ist Gefährder und einige etwas kurz denkende rechte Wankelmutkommentatoren in den Sozialnetzen schreiben es „Gefärder“. Nein, es heißt nicht Mahrder, sondern Marder. Try A little harder, lieber Marder. So mancher, der nicht mild ist, riecht öffentlich wie Iltis. Dieser Artikel ist keine weitere Streitschrift für eine Sache, sondern eine Art Erleichterung in der Gewissheit: Das war noch nicht das Ende. Was bleibt?

Wir sind mild. Mildtätig. Wir sind werk. Werktätig. Aber wir sind nicht atten. Attentätig. Zeit für einen neuen Krefelder Appell (Wankelmütige: Die Beatlesfirma hieß Apple, nicht Appel) gegen die Aufrüstung der Welt und gegen das Moral- und Wertesystem heiliger Krieger, die ohne auf gesellschaftlichen Kontext Rücksicht zu nehmen, Menschen absichtlich ins Verderben reißen, um Flächenbrände zu entfachen. Seelenloser Kettenbrand. Krefelder Appell: Der Krefelder Daniel Kreuzer hat einen wiederaufgenommen, der ursprünglich von John Lennon angefacht wurde. Flächenbrand der Liebe und Suche nach Verbindung, Harmonie und vollkommener Schönheit: Herzenswärme, Sehnsucht nach Frieden und Wohlgefallen. Ein Idealismus, ein burning spear gegen die Verdammnis.

You may say, I´m a dreamer: But we are not the only ones! Mehr Liebe, mehr Frieden, mehr brotherhood of men. Weint ruhig. Macht frei.

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(Danke, Daniel)

1471/16: Lied des Tages: Wir sind auf der Suche nach irgendwas

Fields Of Gold, zusammengerolled!

Fields Of Gold, zusammengerolled!


Yvonne Catterfeld – Irgendwas feat. Bengio

Hieße die Catterfeld Eddy (Grant), hieße das Lied ‚Give me hope, Joanna“. Heißt sie aber nicht. Hieße sie Sting, hieße der Song „Fields Of Gold“. Heißt sie aber auch nicht. Die Catterfeld heißt Yvonne, ist eine Voice of Germany, als Schauspielerin recht erfolgreich und zu lange aus dem Musikbusiness fort gewesen. Sie kann singen, ist attraktiv und kommt immer ein bisschen kühl-distanziert rüber. Jetzt beklagt sie sich, ein paar Tränen rollen und ein Mann namens Bengio (deutsch: Bengelchen) hiphopped dazu. Denn der gibt alles für die Kunst. Sie ist auf der Suche nach Sinn.

Jetzt kommt die Catterfeld uns über den Umweg über die Karpaten.

Cry Wolf, wir sind auf der Suche nach irgendwas, aber keiner kann uns erklären, was.

Das ist ja das Dilemma der heutigen Zeit.

Ein kurzes, übersichtliches Storyboard erzählt uns eine ganze Geschichte und ist zugleich eine Art polnische Denksportaufgabe. Ich will jetzt nur noch ins Hotel, ich brauch Internet, sagt Yvonne Catterfeld und kämpft an gegen ihre inhaltliche Leere. Dann schöpft sie Gottvertrauen, während sie in den Karpaten umherirrt, auf der Suche nach irgendwas.

Der Plot ist gelungen, Frau Catterfeld, Sie sind aber auch eine fulminante Tante. Chapeau. Gut.

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1470/16: Positionen: Wie findet der Mensch sein Glück? – Treibsandgedanken, Streugut und Sauercrowd #LiedDesTages

Dirk Zöllner im Glück - Schwalbe (Foto: Privatarchiv)


Die Zöllner mit „Sand“

Ich geh mit meinem Luftballon allein auf meinen Lustbalkon: Worum es bei Dirk und das Glück geht, haben wir hier schon berichtet. Der Artikel ist am Ende unten aufzufinden. Dies Update heute sagt kurz, warum das Projekt erfolgreich aussieht und wie der Mensch an und für sich Glück finden kann. Viel vom erreichbaren Glück des Lebens liegt auf der Textebene. Mit guten Worten.

Dirk und das Glück und das Recht auf Rausch. Das Grundrauschen ist gelb (wie Sand) und die Überlegung, welches Plattencover das neueste Projekt von Zöllner haben wird, ist mehrere Überlegungen wert. Crowdfunding goes Erfolgsrausch beim Ziel erreicht brüllen. Zöllner fragt bei Fans herum: Soll das Plattencover ein Fotoentwurf sein, der ihn hinter einem gelben Luftballon zeigt im quietschegelbem Jacket? Oder ist Zöllner ein Waldelf, Glückswichtel, ein listiger Troll im Textsorbet von Werner Karma? Bei den Fans ist man sich überwiegend einig: Der Entwurf mit einem gelben Luftballon wurde Knallkopp genannt und zeigt ihn mit Luftballon (gelb). Eine dritte Fraktion der Zöllnerianer – das sind die Unangepassten – wagt Widerspruch und fordert die Schwalbe (Bild oben, Quelle. Privatarchiv). Ja, dies Bild hat was. Keine Frage. Edit: Wir wissen, wie sehr die Schwalbe heute noch gefahren wird. Ihre Anschaffung ist ein Investment und gezahlt werden inzwischen Liebhaberpreise.

Gestern meldete Zöllner den aktuellen Stand: 20.082 € hat die Crowdfunding Aktion aktuell vereinnahmt. Liegt damit deutlich über der gesteckten Zielzuckerrübe. Von heute aus noch weitere acht Tage steht jetzt das Stalltor vor Bethlehems Zuckerscheune offen: Alle sind gespannt, wo die Sache endet. There´s no limit. Am Ende ist man vollkommen glücksoffen. Und glückssoffen. Hicks.

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Videocredits: Die Zöllner mit „Sand“ vom Album UFERLOS (edel 2012)
Musik: Dirk Zoellner & Thomas Maser – Text: Werner Karma
Gesang: Dirk Zöllner, Tasten & Chor: André Gensicke,
Gitarre: Andreas Bayless, Schlagzeug: Ralf Gustke,
Bass: Jenne Brüssow, Cello: Sonny Thet,
Posaune & Euphonium: Gerald Meier, Flügelhorn: Skip Reinhart, Saxophon: Frank Fritsch
Gemischt von Marcus Gorstein
Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

4 goodreasons - Bandlogo

1469/16: Lied des Tages: „Du tust mir gut“ – Die besten 4 Gründe: Der Blues vom Nachbarn, der Krefelder Appel und die Suchttechnologie

Katrin Nelsen, Querflöte, Gesang
Achim Remmertz, Gitarre, Gesang
Bernd Thielen, Gitarre, Bluesharp, Gesang
Jörg Schreinemackers, Schlagzeug

Meine Heimat nehm ich überall mit hin, trag sie in mir, wo ich auch bin. Meine Heimat, darin liegt der Sinn, das ist der Grund, dass ich in Krefeld glücklich bin. (aus „Glücklich in Krefeld“, Lyrics)

Nenne mir doch bitte 1 guten Grund, warum ich das mögen soll? Ich weiß keinen einzigen. Die Band nennt sich 4 Good Reasons, 4 gute Gründe. Wir nehmen wahr: 4 Personen, eine Band. Gut gereifte Herbstäpfel, sie selbst schreiben über sich, sie seien seit vielen Jahren musikalisch unterwegs und „nicht nur vom Alter her gereift“. So hört sich ihre Musik auch an: Herrlich unaufgeregt. Einfach gute Songs.

Keiner muss brillieren, niemand spielt sich in den Vordergrund, Team- und Airplay. Die Aufnahmen klingen homogen und sind Teamgeist, das spürt man. Hört auch mal in den Teamplayer namens Soundcloud hinein, ist verlinkt.  Wir kennen jedenfalls kaum Bands, die sich als glücklich in Krefeld bezeichnen. Apropos Herbstäpfel: Der hieß nicht Krefelder Appel, sondern Appell. Stand für eine Welt mit weniger Waffen. Schee wars scho. Oder?

Noch dies: Die Homepage sollte nicht Texte in Fotos darstellen. Das Internet lebt vom durchsuchbaren Text. Fragt die NSA. Ohne ausgefeilte Such- gibt es keine Suchttechnologie, kein Fan sein, Fanzine, oder schöne Worte, die wie „Selektoren“ herhalten. Der Fanclub muss Dich finden. Wenn Anne im Mai Kant liest, ist es zu Annenmaykantereit nicht mehr weit und die füllen jetzt Stadien: Du entschuldige Dich bei Pocahontas. Im Internet gilt das gesprochene geschriebene Wort. Zum Beispiel: „Lobet Ihn mit Pauken und Reigen; lobet Ihn mit Saiten und Pfeifen; lobet Ihn mit hellen Zimbeln; lobet Ihn mit wohlklingenden Zimbeln!“ Psalm 150 – Gute Pommes bunt gibts in Berlin bei Curry36. Pommes Pommerenke (Schlagzeugbetreuung) ist bibelgetreu verlinkt. Im Gebetsbuch der Berliner Musikszene. Hier.

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1468/16: Nachruf: From The Beginning of my Youth – Erinnerungen an Greg Lake (ELP)


Greg Lake – Lucky Man

Gregory Stuart „Greg“ Lake (* 10. November 1947 in Poole, England; † 7. Dezember 2016 in London) war ein britischer Bassist, Gitarrist, Sänger, Songwriter und Produzent. Er wurde bekannt als Mitglied der Progressive-Rock-Bands King Crimson und Emerson, Lake and Palmer. Seine wohl bekannteste Komposition ist die Akustik-Ballade Lucky Man, die er noch während seiner Schulzeit schrieb.

Von Anfang an bekam ich in den Siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine ziemlich genaue Vorstellung davon, dass über die Schlagermusik eines Dieter Thomas Heck (Hitparade) hinaus noch eine dunkle Seite des Mondes existierte. Mit Lichtorgel, verdunkeltem Zimmer, Flokatiteppichen und Hubschraubern, die stereo flogen, von links nach rechts. Es war The Dark Side of the Moon jener Pink Floyd und sie waren nur der Anfang. Ich selbst war zu spät geboren, um von Anfang an Led Zeppelin, Deep Purple oder The Nice in mein Morgenkulturgebet einzuschließen.

Darauf kam ich erst durch den Musikunterricht in der Schule meiner Musiklehrerin Frau Gerds in Berlin-Dahlem. Die „alte Grachtel“ war uns allen äußerst unangenehm. Im Nachhinein verstehe ich das nicht mehr. Sie fragte herum, wer von uns ein Instrument spielt? Ich verschwieg, was ich tat, aber Frau Gerds wusste es aus anderem Zusammenhang: Tommy, Du spielst doch jetzt Schlagzeug. Warum sagst Du denn das nicht? Es war mir unangenehm gewesen.

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1467/16: Positionen: Wie es zur Bezeichnung „Hausmusik“ kam – ein Kofferwort

icon Positionen

Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

So kam es auch zur Hausmusik. In Wirklichkeit Haustiermusik verkürzte ein Anflug von falsch verstandener Moderne das Wort, das heute als „Hausmusik“ bekannt ist, bzw. im Englischen als Housemusic. Im abgebildeten Kurzfilm auch als Hip Hop Musik zu erkennen.

Kann auch mit anderen Instrumenten aufgeführt werden als mit Querflöte. Sitzen Flötistinnen im Schneidersitz im Ensemblespiel als Block von zehn, fünfzehn Querbläserinnen auf dem Boden zusammen, so hieß es früher in der inzwischen nicht mehr existierenden DDR: Die Blockflöten.

Um drehten sich nach ihnen nur die Wendehälse.

(Dieser Artikel ist Peter Glaser, Journalist, gewidmet. Wer mit der Katze rumgugelt, findet seinen Namen und sein Thema, die Glaserei.)

1466/16: Video: Sending good Karma to Karma, Zöllner & Co. #Startnext – DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma #Gastbeitrag

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DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma

Veröffentlicht am 26.10.2016: Werner Karma ist ein deutscher Dichter, der mit seinem Werk tiefe Spuren in der gesamtdeutschen Musiklandschaft hinterlassen hat. Zuletzt war er 2010 am Comeback der Band SILLY beteiligt, danach hat er sich weitgehend zurückgezogen. Wir konnten ihn dazu bringen noch mal in seinen Tiefen zu wühlen und wollen mit Eurer Unterstützung den gehobenen Schatz würdevoll ans Licht bringen. Im März 2017 soll unser Album mit dem Titel „DIRK & DAS GLÜCK“ im Label Buschfunk erscheinen.

Von wegen Spitzweg, dessen Armer Poet. Hoppsassa: Dem dargelegten Projekt wünschen wir von hieraus viel Glück. Weil die Zielrichtung stimmt: Wem Werner Karma kein Begriff ist, der durchsucht diese Website oder das große Internet der Welt. Glück im Glück: Wir haben einen passenden Bildbanner, dessen zwar andere Bedeutung aber dem gelungenen Texten von weltbewegender Musik entgegenkommt. Wie schön. Glückauf!

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1465/16: Video: Nena | Spiegel TV Reportage (1994)

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NENA | Spiegel TV Reportage [1994]

Im Interview aus dem Jahre 1994 treffen wir auf eine offenporige, feinfühlige und nachdenkliche, sehr reflektierte Nena zwischen den Zeiten.

Die großen Jahre der Band Nena in den Achtzigern sind schon vorbei. Nena hat ihr erstes Kind verloren. Und hatte schon Zwillinge im Bauch. Sie redet mit der sehr geschätzten, noch jungen Sandra Maischberger, deren Interviewkunst gerade nicht im Verdrehen von Sachverhalten liegt, sondern im Aufspüren derselben.

Nena sagt, sie sucht jetzt wieder eine Band. Dabei sind alte Freunde ihr eine Hilfe, für eine Fernsehproduktion. Die machen jetzt alle eigene, andere Sachen, sagt sie. Von der Original-Nena-Band ist noch Jürgen Dehmel dabei, der auch ein par mal zu Wort kommt.

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1464/16: Zeitgeschichte: Trockeneis

Trockeneisnebel - Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)

Trockeneisnebel – Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)


Werner Lämmerhirt, Guru der Gitarre

Warum zog einst der Berliner Gitarrist Werner Lämmerhirt aus Berlin weg und nach Bodenwerder? Hier gibt er Einblicke.

Zum Grenzen sprengenden Begleitdokument mit Trockeneis-Akzept passend und zum Nachruf auf Werner Lämmerhirt ein kurzes Interview mit dem heute verstorbenen Ausnahmegitarristen aus dem Jahre 2011, in dem es um die DDR-/BRD-innerdeutsche Grenze geht. Doch seht selbst. Werner Lämmerhirt: Biker an der westdeutschen Grenze. Tangerine Dream: Hitch Hiker im kleinen Grenzverkehr Berlin/Berlin. Dein Herz kennt keine Mauern.

Der Witz kommt trocken. So geht Zeitgeschichte. Gar nicht auszudenken: Wenn Udo Lindenberg, Peter Maffay, aber auch Karat, die Puhdys und Co. ihre Akten den innerdeutschen Grenzverkehr betreffend öffnen würden. Zeit für ein diesbezügliches Sondermuseum in Pankow. Sonderzug in Planung. Wir schließen uns ein auf dem Klo und hören Westradio.

Danke, Jerome Froese.

1463/16: Nachruf: Werner Lämmerhirt (* 17. März 49 in Berlin – † 14.10.16 in Bodenwerder)

Kerze (animiert)


Werner Lämmerhirt All Along The Watchtower

Jede wunderschöne Karriere hat einmal ein Ende. Jetzt ist der Punkt gekommen wo der Clown mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bühne verlässt und der Vorhang fällt.- Werner Lämmerhirt 2015 auf seiner Website hier

Werner Lämmerhirt kennen vor allem die Älteren. Er gilt als Furor ausgefuchster Gitarrentechniken und war als akustischer Gitarrist und Sänger unterwegs. Hannes Wader, Knut Kiesewetter, um nur zwei zu nennen, begleitete er. Aber auch unzählige Soloalben nahm er auf. Lämmerhirt, das war so Seventies. Blieb es auch, immer. Für immerdar. Freunde der akustischen Folkgitarre bekommen bei diesem Namen glänzende Augen: Werner Lämmerhirt.

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1462/16: Nachruf: Zimmer frei (Juli 1996 bis September 2016 in 694 Folgen)

Trauerkerze

Zimmer.frei

Waren es bislang immer die schemenhaften, freundlich zurückhaltenden Moderatoren, die ihren Gästen das Weiße aus dem Auge puhlten, verkehrten Westermann und Alsmann als kongeniales Moderatorenteam die Welt ins Gegenteil und machten Krach, Sendungspunk und Stimmung gegen die Denkverbote des Artigen. Sie müpften Fernsehdeutschland auf.

In der WDR-Sendung Zimmer frei, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, brach sich Innovation Bahn. Gerade noch Sendefähiges wurde gesendet und unter gar keinen Umständen sendefähiges Material wurde ebenfalls öffentlich ausgestrahlt. Da strahlten die Zuschauer: So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die berühmteste Kunstfigur des deutschen Fernsehens, der Paradiesvogel Götz Alsmann, ein begnadet hochtalentierter Musiker mit einem IQ weit über 550, vermutlich, der zu den besten Deutschlands gehört, wurde als Kunstfigur mit Narrenkappe und Schmalztolle sendefähig. Und berichtet nun in seiner letzten Sendung Zimmer frei, es habe mit den Kunstfiguren als Gast der Sendung regelmäßig nicht geklappt. Denn Kunstfiguren lebten ihr Leben künstlich und hier ginge es schließlich um das wahre Leben. Das bedeutet: Alsmann ist gar keine Kunstfigur. Nein,  nein, der ist wirklich so.

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1461/16: Nachruf: Hagen Friedrich Liebing (* 18. Februar 1961; † 25. September 2016)

Trauerkerze

Hagen.Liebing

Einer, der ohne jeden Anflug von Eitelkeit porträtierte und rezensierte, selbst in negativen Urteilen noch voller Respekt vor der Arbeit der Musiker. (Andreas Conrad, Tagesspiegel, Link unten)

Das Bild haben wir uns von facebook geliehen. Es wäre dieser Website nicht erlaubt, The Incredible Hagen nicht hier noch gesondert zu erwähnen. Denn Berlin fletscht auf dieser Website seine Szene. Diesmal in Trauer und unerwartet.

Wir kannten uns nicht genug oder anders herum: Ich wusste nicht viel über ihn. Als er in die Ärzte einstieg, war das für mich ohne jede Bedeutung. Ich hatte die Ärzte 1982/83 miterlebt, da war er noch nicht bei ihnen. In jenen Jahren seiner Mitgliedschaft bei den Ärzen gehörten diese zum Vorhaben, richtige BRAVO-Starschnitte von ihnen zu sammeln und ich war aus diesem Alter schon raus. Was der Nachruf-Schreiber Andreas Conrad beim Tagesspiegel am 25.09.16 schreibt (siehe oben) trifft für mich am besten auf Hagen Liebing zu, auf einen unprätentiösen, uneitlen, sympathischen Menschen. Als sein virtueller Freund wie viele andere auf facebook, genoss ich seine präzisen Schnittmuster des Musikalischen und vor allem seine Serie 1000 Gründe, warum mir gesichtslose Downloads gestohlen bleiben können.

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1460/16: In Gedenken an: Klaus-Jürgen Rattay * 6. Dezember 1962 in Kleve am Niederrhein; † 22. September 1981 in West-Berlin

Trauerkreuz

Klaus-Juergen.Rattay_Gedenken


Haeuser, Hass & Strassenkampf – Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer

Veröffentlicht am 03.08.2014 Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer | rbb Brandenburg – Am 22. September 1981 wurde während eines Polizeieinsatzes der 18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet. Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung. Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten. Heute jährt sich der unnötige Tod von Klaus-Jürgen Rattay am 22. September 1981 in Berlin. Wir erinnern an ihn.

Früher reichten ein paar Steine, um deutlich zu zeigen: Hier wohnen Gewaltbereite. Die Filmsequenz mit Klaus-Jürgen Rattay startet um 16:58 Minuten der gesamten Filmdarbietung.

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1459/16: Video: Shape Of My Heart – performed by 2Cellos

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler


2CELLOS – Shape Of My Heart [OFFICIAL VIDEO]

Es wurde schon alles gesagt. Nur noch nicht von jedem.

Das Stück ist von Sting, das ist vermutlich überflüssig zu erwähnen.

Hier hat das Stück Berichterstattung erfahren.

Heute gebe ich es in einer anderen Version instrumental den Lesern dieser Website als Lied des Tages.

Dabei denke ich an Karl Johannes Schindler, der mir fehlt. Mehr kann ich nicht machen, als spirituelle gute Gedanken zu schicken.

Weiterführend

 

#Realität #Realitüt

1458/16: Video: Bericht aus Gummizelle, Hüpfburg und Psychopharmaka! Kommt! Lass uns hupen! #Realitüt #LiedDesTages

_icon.Tageslied

#Realität #Realitüt


GROSSSTADTGEFLÜSTER – Ich boykottiere dich (Lyrics)

Sie stürmen gerade die Charts: Grossstadtgeflüster mit drei „s“

Du hast nen richtig miesen Scheißhumor
Und ein fürchterliches Timing
Stellst Dich den meisten schon im Kreißsaal vor

Und bringst sie erst mal schön zum Weinen
Du schreist uns immer gleich den Preis ins Ohr
Mann, akzeptierst, nur kleine Scheine
Wir sind die Bonobos in Deinem Labor
Aber ich lerne zu verneinen

Ich boykottiere Dich, Realität
Du bist es nicht wert, dass sich die Welt um Dich dreht
Weil Du eine Farce bist, völlig für den Arsch bist
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä

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Bildbearbeitung "Der Mann mit dem Fagott" (Verlag blanvalet)

1457/16: Video: Thomas Handke Fagottquintett Op. 31

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Berlin-Banner Tommy Tulip, genannt Truelip

Bildbearbeitung "Der Mann mit dem Fagott" (Verlag blanvalet)


Thomas Handke – Fagottquintett – Op. 31

Musik schreibt, wer Musik schreibt. Man kann ein ganzes Stück schreiben, welches man in Gegenbewegung gespiegelt ebenfalls spielen kann. Bach hat das in der Kunst der Fuge vorgemacht. Und ich wollte das eben auch einmal probieren. (Thomas Handke in In Motu Contrario, Jahresrückblick 2015)

Von solch einer Leichtigkeit und Schönheit war „Der Mann mit dem Fagott“. Die Geschichte über Udo Jürgen Bockelmann (* 30. September 1934 in Klagenfurt, Kärnten, Österreich; † 21. Dezember 2014 in Münsterlingen, Thurgau, Schweiz) aufgeschrieben, ins Filmische versetzt, faszinierte der leichte Erzählfluss und das gute Karma des hauptdarstellerischen Schauspielers David Rott, der uns den Udo gab. Eines Tages kurz vor Weihnachten 2014 ging Udo J. am Flussufer spazieren, fiel um und war tot. Was für eine Leichtigkeit im Sterben.

Dabei war der Mann Zeit Lebens ein bedeutendes, musikalisches Schwergewicht gewesen. Er machte den Frotteebademantel (Modell Klagenfurt hier) salonfähig. Im hier gezeigten Video eines unbeweglichen Notenblatts führt uns Thomas Handke das Fagottquinett Op. 31 auf. Es ist heute das Lied des Tages. Wir bedanken uns beim Schöpfer.

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1456/16: Linktipp: Die Videoaufzeichnung des Preises für Popkultur am 09.09.16 im Berliner Tempodrom

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Zwischen dumpf und Diskurs gibt’s nicht viel im deutschen Rock. Der jungen Hauptstadt-Band Isolation Berlin gelingt nun das Unwahrscheinliche: große, sehnsuchtsvolle, traurige und wütende Gefühlsmusik, die sich jedem Trend entzieht. (Der Spiegel, Link unten)

Wie war es denn nun beim ersten deutschen Preis für Popkultur, dem Tonio, gestern im Berliner Tempodrom? Es ist wohl zu wenig Hass in der Musikszene, die Musik wird besser, lautet eine ganz wesentliche Erkenntnis des Abends.

Antwort darauf gibt die komplette Videoaufzeichnung des Abends.

Von der Fachwelt wird die Entwicklung mit Interesse verfolgt. Haben sich die Macher des Preises doch vorgenommen, den etwas in die Jahre gekommenen ECHO Musikpreis zurückzudrängen und an Stelle des allein auf Verkaufszahlen basierenden Industriestandards nun einen Preis zu präsentieren, der der Idee näher kommt, dass gute Musik, Qualität und Einzigartigkeit sich durchsetzen.

Macht Euch mal selbst eine Meinung dazu. Wer weiß, wie lange wir noch quer denken dürfen?

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1453/16: Video: Frizz Feick singt vom Haus hinterm Hügel #LiedDesTages

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Kanal 21 Fernsehkonzert – Frizz Feick – Haus hinterm Hügel

Frizz Feick (voc, sax)
George Kochbeck (kb, voc)
Annette Kluge (dr, voc)
Chris Flöhr (b)

Name der Begleitband: Charmante Begleitung

Das Haus hinterm Hügel. In der Wand Schrauben mit Dübel.

Nicht übel. Klasse.

Danke für dieses Lied des Tages, Herr Feick.

1452/16: Prognosen: Zum Herrensex

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Die heilige Kuh vom Eis bekommen: Herzlichen Glückwunsch Mutter Teresa zur Heiligsprechung – wir sehen uns. – via #twitter

Die Karriereplanung wird in Deutschland 2.0 längst nicht undurchdacht durchgeführt.

Es schalten sich auch gewiefte Karriereplaner ein, die der Karriere nötigenfalls mit Sach- und Geldwertbelohnungen den richtigen Kick geben.

Das Netzfundstück des Tages befasst sich mit Herrensex. Die bewegliche Kurzfilmdatei eingangs ist insofern als Teaser (deutsch: Quälgeist) zu verstehen, aber kontextsensitiv. Die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook hat inzwischen mehr als 18.000 Mitglieder. Prognose: Herrensex und Musikerwitze geht.

Wie lange noch? – Nach den unrühmlichen Wahlerfolgen in Mac Pommes wird vielleicht schon bald das befürchtete Burkina Fasel-Verbot in öffentlichen Schwimmbädern durchgesetzt. Und alle so gegen den Strom.

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MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

1451/16: Positionen: Jennifer Rostock, Anja Resch, Dunja Hayali und unser Umgang miteinander

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Tommychair

Jennifer Weist ist eine deutsche Sängerin mit deutlich erkennbar viel Konturen. Zu nennen sind eine beeindruckende Erscheinung, viele Tatoos und ein glasklarer Kopf, der Dinge benennen kann. Sie wird in zwei Kategorien in Deutschland gehandelt: Traumfrau. Versus Alptraumfrau. Dazwischen gibt’s nichts. Oder?

Statement

Vor einigen Tagen lief mir ein Video der Band Jennifer Rostock um die stark pigmentiert tätowierte Sängerin Jennifer Weist über den Weg, indem die Band (darunter auch deren Sängerin) aufforderte, mit bestimmten Einzelbeispielen übereinstimmende Ziele von Wählern durch Stimmzettelkreuze für die Alternative für Deutschland zu entscheiden. Ich nehme an, ich muss zur Erläuterung nichts weiter ausführen. Man darf das Video selbst suchen und wird dann schon verstehen. Es beinhaltet eine einfache Botschaft.

Was aus diesem viel angeklickten Song mit einfacher Klavierbegleitung geworden ist, ist wiederum ein guter Außen- und Hohlspiegel der deutschen, verzweifelten Gesellschaft. Es ist ein Hauen und Stechen.

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Selma Meerbaum-Eisinger "Sehnsuchtslied" #ZfZ

1450/16: Positionen: Vom Versuch, Musik zu machen 

Sehnsuchtslied

Leise schlägst in deinem Lied du einen Ton an – und dir ist, als fehlte noch etwas. Und du suchst verwirrt bei allen Tönen, ob sie dir nicht sagen können, wo’s zu finden, wo und wie und wann…

Doch der eine ist zu blaß und zu lüstern ist der zweite und der dritte ist so voll mit Weite – viel zu voll. Du suchst lange – Moll und Dur und Moll werden lebend unter deinen Händen. Und dann schlägst du plötzlich eine Taste an, und – es kommt kein Ton.

Und das Schweigen ist dir wie ein dumpfer Hohn, denn du weißt es plötzlich ganz genau: Dieser fehlt dir. Wenn ihn deine Hände fänden, fiele ab von deinem Lied der Bann, war‘ das Ende nicht mehr leer und grau.

Und du rührst und rührst die Taste – fragst dich, wo hier wohl die Hemmung liegt, suchst, ob nicht doch deiner Hände Weiche siegt, deine Augen betteln voll Verlangen. Kein Ton kommt. Einsamkeit bleibt nun zu Gaste in dem Lied, das dir so schwer und süß gereift.
Um den ungespielten Ton wirst du nun ewig bangen,  bangen um das Glück, das dich nur leicht gestreift in den leisen Nächten, wenn der Mond dich wiegt und die Stille deine Tränen nicht begreift.

Selma Meerbaum-Eisinger – 09.01.1941

Grossstadtgeflüster

1449/16: Video: Grossstadtgeflüster und ‚Fickt-Euch-Allee‘ # LiedDesTages

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Grossstadtgeflüster


GROSSSTADTGEFLÜSTER – FICKT-EUCH-ALLEE (OFFICIAL VIDEO)

Jen Bender (voc), Raphael Schalz (kb), Chriz Falk (dr.)

Kein Blatt vorn Mund: Früher war es GZSZ. Heute GSGFer. Das eine sehr banal, das andere verbal + radikal. Wer von Euch war dies Jahr im Urlaub in den Misanthropen? „Ich hör euch nicht ich bin in meinem/Wochenendhäuschen in der Fickt-Euch-Allee, wo ich auf der Veranda meine Eier schaukle, da hab ich immer Recht und ’n Blick aufn See“

Alles selbst gedreht: Eine Zigarette und ein Video gemacht, selbst gedreht mit dem Arschphone 3000. So sagt es Grossstadtgeflüster mit drei „s“ aus dem Großstadtrevier Berlin.

Jen ist heftig. Rülps. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

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1448/16: Positionen: Was den #Echo angeht und noch ein, zwei andere Dinge #Tonio #Szene

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Die Berliner Szene, das war wohl mal ein bärtiger Streichelzoo, mit übersichtlicher Convenience.

Dann passierte das Malheur: Die Mauer war weg. Europa globalisierte sich. MTV wurde wichtig und die Szenen diffundierten bis hin zur Kernschmelze. Jetzt gibt es das Nischendasein. Wie bei den Radiosendern.

Überall Spartenslums, in denen Schwerpunktszenen vegetieren. Wo bleibt das große Ganze? Das Unlimited System? Wir haben jetzt ein Orwohaus. Wie soll im Plattenbau Innovation sein? Es gibt keine richtigen Helden mehr. Cindy aus Marzahn vielleicht. Das war’s. Die ist auch schon längst wieder out. Ich wünsch Ilka alles Gute. Das mit den richtigen Helden ist gelogen:

Genau genommen stimmt es nicht. Es gibt eine enervierende, pulsierende Musikszene. Und richtige Macher. Ein paar Leute um die 35 drehen kräftig am Rad, dass es dir schwindlig wird. Sie ausverkaufen jedes Stadion, jede Festival, jede Location.

Ich nenne lieber keine Namen.

Ihr werdet es noch sehen. Der ECHO ist out, der TONIO kommt. Im Herbst. dann wird an der Musikszene gedreht. So sagt man. #Trends #Tonio #Prognosen

Das musste kurz hier notiert werden.