1503/17: Lied des Tages: ‚Take Back The Scene‘ – performed by BERLIN 21

BERLIN21 - Odds On (Plattencover)


BERLIN 21 – Take Back The Scene (Album: Odds On)

Torsten ‚Teazy‘ Zwingenberger (dr)
Lionel Haas (p)
Timothy Seier (g)
Martin Lillich (b)

Wir hören und sehen eine erste Auskopplung aus dem aktuellen Studioalbum der Berliner BERLIN 21. „Die Musik spricht für sich selbst,“ sagte einmal Miles Davis und lehnt ab, mit Journalisten ausufernd zu parlieren. BERLIN 21 steht für den Teil des Bezirks Tiergarten, den man in Musikerkreisen MOA-BEAT nennt. Damit sind wir beim Schlagzeug. Udo Maßhoff hat es gebaut, Ringo Starr hatte die Idee und Torsten Zwingenberger gibt dem Küchenhandtuch ganz ungewrungen Betätigung: „Mufflin‘ the maffin! Nice and teazy!“ Bereits Ende der Sechziger hatte Ringo Starr maßgebliche Teile der letzten Beatles-Scheiben auf ähnliche Weise kitchenveredelt eingetrommelt. Zufall oder Absicht? Der Berline Schlagzeugbauer Udo Maßhoff gibt ja Drumtuningkurse, hat ein Set zur Verfügung gestellt, dessen Grundton der Bassdrum sicherlich bei Kammerton NULL eingemessen werden kann, ganz ganz tief.

So halten wir es in aller Kürze hier mit diesem kleinen Köstlichbrocken guter Musik. Und bitten insbesondere Martin Lillichs Bassspiel ab ca. 03.10 Min. Gehör und Aufmerksamkeit zu schenken. Aber bitte seid leise: Im Hintergrund des Blackbird-Studios am Salzufer seht Ihr sicher das Schild „Aufnahme“ leuchten. Da kann man ja ruhig mal ruhig sein. Und einfach zuhören. Der Tonträger oder eine virtuelle Kopie davon ist u.a. im iTunes-Shop kaufbar.

Weiterführend

* Die Bandwebsite von BERLIN 21
* Download: iTunes Shop

1502/17: Video: IriS Romen – Tabou

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IriS Romen – Tabou (Official Video)

TABOU
Iris Romen – leadvocal, backing vocals, glockenspiel
Johnny Bluth – electric solo guitar, piano
Rico Baader – electric guitar
Matthias Geserick – upright bass
Sascha Bachmann – drums, tambourine

RECORDED by
Mischkah Wilke – Kozmic Sound Studios, Berlin
Johnny Bluth – Running Gun Studios, Dettingen unter Teck

MIXED by
Johnny Bluth – Running Gun Studios, Dettingen unter Teck
IriS Romen

MASTERED by
Mischkah Wilke – Kozmic Sound Studios, Berlin

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1501/17: Video: „Zwei Sonnen“ – Dirk & Das Glück feat. Steffi Breiting

Die Zöllner Five 400 Pixel


DIRK & DAS GLÜCK feat. Steffi Breiting – Zwei Sonnen

Veröffentlicht am 12.03.2017
Mit „Zwei Sonnen“ (feat. Steffi Breiting) hört und seht ihr nun den ersten Titel des am 17. März 2017 erscheinenden Albums „DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma“.

Lineup:
Dirk Zöllner – Komposition & Gesang
André Gensicke – Flügel
Oliver Klemp – Bass
Marcus Gorstein – Schlagzeug & Chor
André Drechsler – Komposition & Gitarre
Steffi Breiting – Gesang & Chor

Der CDU-Politiker Jürgen Wohlrabe wurde im Bundestag einmal als Übelkrähe bezeichnet. Mit Schimpf und Schande schmähte der Rüpel, Genosse Herbert Wehner den CDU-Politiker. Und schrieb damit die Wortschöpfung um einen Eintrag reicher.

Wenn wir in diesen Kategorien weiter denken, gibt der Abspann zu diesem neuen Video von Zöllner Sinn. Allerdings ist hier von Glücksgöttin und Unglücksrabe die Rede, wie man sehen kann. Am Ende liegt das Glück der Performance in der Textur des Unermesslichen. Werner Karma trifft Dirk Zöllner. Und umgekehrt.

Mit Steffi Breiting. All together now.

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1500/17: Audio-Paparazzi: ‚What Is Wrong With Groovin‘ – Dana Shanti #LiedDesTages

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Was ist ein Talentscout? – Vielleicht jemand, der im Netz die Sounds klaut? – Dieser Frage gehe ich nicht weiter nach. Sie ist unnütz wie heutzutage Jean Pütz. Und Schraubstock & Geige: Längst sind wir elektronisch grundversorgt.

Dana Shanti – das ist eine Mixtur aus Italien und indischem Chant. Nur für mich. Bestimmt ist das grundfalsch. Etwas ganz Verrücktes. Sie selbst nennt es Acoustic Soul oder Acoustic Soul Jazz. Auf dem gerade erschienenen Album klingt es aufgeräumt, bis ins letzte gut durchorganisiert und kurz gesagt „Klasse“ – fluffig, leichtgängig. Es ist die Schuld des Berichterstatters, sich ein älteres Soundödem vorgenommen zu haben. Auf jeden Fall gibt’s Anything To Hold als erstklassigen Linktipp unten auf der Liste zuoberst. Groovy, Frau Chant. An irgendwas muss man sich ja festhalten.

Wenn der Gesang auf What Is Wrong With Groovin‘ einsetzt, fragen wir uns, ob eine ganz große, schwarze Sängerin uns was vorsingt? Bis hierhin haben wir nur zugehört. Sind reichlich verwirrt. Viel Weltmusik, Soul, Jazz, nein eigentlich sind all diese Stilschubladen nichts für den unvernünftigen Zuhörer. Soviel ist sicher: Diese Chanti ist nicht fragwürdig, sie kommt bisserl wie ein Gebet, ein Shant, ein Stoßgebet und ist als Medidationsgrundlage denkbar. Sehr schön, kurzweilig. Apropos kurz: Gegen jede Formatradioregel hören wir sieben Minuten Musik. Genug, um sich mal so richtig fallen zu lassen.

Am Ende habe ich nichts über die Künstlerin gesagt. Außer, dass es mir sehr gefällt. Aber Spaß hat’s doch gemacht. Schöne Seele, offenbar. Und entschuldigt bitte diesen störenden Begleittext zum Audioquietschvergnügen. Es geschah in bester Absicht.

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1499/17: Gigs, Preview: Dirk & das Glück – 16. März 2017 im Filmtheater Union – Zöllner trifft Karma

Die Zöllner Five 1000 Pixel

ALBUM RELEASE TOUR

Die glasklare Poesie des Philosophen Werner Karma trifft auf die musikalische Verspieltheit der Zöllner. Eine Symbiose von Tiefgang und Leichtigkeit. Werner Karma ist ein deutscher Dichter, der mit seinem Werk tiefe Spuren in der gesamtdeutschen Musiklandschaft hinterlassen hat. Zuletzt war er 2010 am Comeback der Band SILLY beteiligt, danach hat er sich weitgehend zurückgezogen. Wir konnten ihn in langen Gesprächen dazu bringen, nun doch noch mal in seinen Tiefen zu wühlen. – …sagt Zirk Döllner in seiner Ankündigung.

Berlin – Filmtheater UNION
Bölschestraße 69
12587 Berlin

Beginn: 20:00 Uhr

Kein Käfer auf nem unbeschriebenen Blatt ist Dirk Zöllner hier.

Was wiederum auf Werner Karma hier auch nicht richtig zutrifft.

Das nennt man eine Win-Win-Situation.

Bei Interesse grabt Euch bitte richtig rein in die notorischen Suchreflexe unten. Und geht hin. Ein gut vorbereiteter Abend. Hört auf Frank Zappa: Nascht nicht vom gelben Schnee. Lasst einen fliegen: einen gelben Lustballon.

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1498/17: Lied des Tages: Im Stück „Something“ (Beatles) by #Flux treffen zwei Beatles-Artefakte überraschend aufeinander! Wow!

FLUX is a multi-faceted, stylistically open project for which a musical category still has to be created. Improvisation and risk-taking INTERPLAY – usually found in the genre of jazz – are combined with the sound and ENERGY that you would expect with R&B or Rock/Pop related styles. – Die Selbstdarstellung von Flux zum aktuellen Album „Flux On Fire“ auf bandcamp

Das Bandprojekt Flux von drei tollen Musikern interessierte mich vor allem, weil ich den Schlagzeuger des Trios Claus Hessler als weltweiten Clinician und Botschafter fortgeschrittener Schlagzeuganwendungstechnik persönlich kenne und bei ihm Unterrichtseinheiten im Zusammenhang mit der Onlineakademie Onlinelessons.tv in Neustadt an der Weinstraße genoss. Das Trio ist für mich außergewöhnlich ätherisch und es weiß, dass Stil nicht das Ende des Besens ist, sondern nur der Anfang. Des Glücks. Die Scheibe Flux On Fire ist ein großartiges Kompendium aus Hammondorgel, Gitarre und Schlagzeug und gerade für Musiker eine sehr schöne Anreißstudie, wie man Instrumente beherrscht.

Something von den Beatles (George Harrison) ist vielgecovertes, einzigartiges Stück. Auch die Jazzgrößen haben den Song hergenommen. In der Bearbeitung durch das Trio Flux stößt das Stück in ungeahnte Möglichkeiten des Musik-Potpourris vor und zeigt, wozu Fusionküche in der Lage ist. Wer das Stück wirklich aufmerksam durchhört, wird auf Claus Hesslers Schlagzeugspiel aufmerksam. Und richtig: Hessler nimmt gedanklich Bezug auf den überaus unterschätztesten, zweitbesten Schlagzeuger der Beatles (Zitat sinngemäß: Paul McCartney) und gibt spielerisch das berühmte Schlagzeugpattern aus dem Stück „Come Together“. This Cook loves Fusionküche: Ringo hatte Come Together mit Küchenhandtüchern auf den Toms eingetrommelt. Come Together, das ist auch nach Zeitzeugenberichten, wie von Dave Grohl oder Abe Laboriel jr. gewürdigt wurde als wegweisendes Schlagzeugspiel zu betrachten. Ringo Starr wurde 2015 in die Hall Of Fame aufgenommen. Das Laudatorenvideo dazu ist unten ergänzend verlinkt.

Der Song Something von den Beatles ist über den Startknopf ansteuerbar, weitere Tracks sind darunter. Viel Spaß.

Und jetzt kauft flux diese Platte. Großartig anzuhören.

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1497/17: Video: Paddy Boy spielt ein Gitarrensolo und nimmt uns mit!

#DdMns 05 Ich spiel Rhythmus, Du das Solo!


Paddy Boy Guitar Solo 3 @ Tony Liotta’s GrooveAttack 2011

Paddy Boy: guitar, Michael Strohm: bass, Shaby Pelzer: keys, Rob Collins: vocals, Tony Liotta: drums

Gutgespielte Gitarre. Paddy Boy ist nicht Paddy Kelly, sondern ein Gitarrist aus Mönchengladbach, Instrument: Strom-Gitarre.

Große Gitarre, super gespielt, Klasse Band. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv. Habt Spaß.

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Confortabely numb (a Pink Floyd Tribute 2014)
Another Tribute – Remineszenz an B.B. King’s Style Of Blues
http://www.paddy-guitar.de

1496/17: Video: Randy Hansen Trio – feat. Randy Hansen (g), Ufo Walter (b), Manni von Bohr (dr) – „Machine Gun“

Jimi Hendrix (morphing) (gif)


RANDY HANSEN – Machine Gun (Jimi Hendrix) – Live in Karlsruhe 2016

live in karlsruhe @ substage, randy hansen (guit./voc), ufo walter (bass), manni von bohr (drums) soundmix: ufo walter camera operators: thierry miguet, fabian kieser video-editing: thierry miguet @ wahwah.tv http://www.randyhansen.com http://www.ufowalter.de a wahwah.tv-production (c) 2016

Von hoher Qualität, großer Schlagdichte und mit dem, was den Digitaljunkies heute zunehmend abhanden kommt, surfen die drei Protagonisten des musikalischen Vermächtnisses von James Marshal „Jimi“ Hendrix aus Seattle, dem Geburtsflecken des Grunge, dem Karlsruher Bundesgerichtshof entgegen: In Karlsruhe zelebrieren die drei Helden des Rock Machine Gun ungebremste Spielfreude. Der Sound ist brillant, das Zusammenspiel gekonnt und sogar das Videomaterial ist ganz ganz aufgezeichnet. Klasse.

Für die gelungene Kameraführung zeichnen Thierry Miguet und Fabian Kieser verantwortlich und ganz und herrlich unaufgeregt widmen wir uns der musikalischen Gesamtbetrachtung. Ganz und gar und ja – wenn’s auch eine Plattitüde ist – großes Kino. Gefällt.

Das Lied des Tages als Tageslied, heute auf blackbirds.tv.

Please watch the tourplan! Und geht mal hin, wenn sie bei Euch um die Ecke gastieren. Und habt ein Auge auf wahwah.tv, wenn es darum geht, Euren Gig gekonnt zu filmen. Dis können die, des. Des-Dur oder Des-Moll, das ist egal.

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1495/17: Gigs, Preview: Indijana & The Bandits Live – Samstag, 04. März 2017 um 21 Uhr @Artenschutztheater – #SaveTheDate


Indijana & The Bandits Live- Recording Session

Veröffentlicht am 17.07.2015
Videoaufnahmeleitung:
ECC – Jeannnette Maria Giza und Paul Stutenbaeumer Berlin
Aufgenommen am 22.03.2015 im Artenschutztheater Berlin e.V.

Beachtet die Ankündigung des Auftritts in der Überschrift. Musiker aus dem Dunstkreis der Band (Wer kennt wen?) zahlen einen ermäßigten Eintritt von nur 5,- €. You have 2 stay on the scene: Like A musician machine. Also ganz anders als Tim Benzdko.

Come back and stay for good desires! (Paul Young)

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* Website Artenschutztheater (Programm)

1494/17: Positionen: Zum Tod von Gerrit Meijer – Von H.P. Daniels (Gastbeitrag)

H.P. Daniels

H.P. Daniels

Am Freitag, dem 17.2.2017, ist völlig unerwartet der Berliner Musiker und Autor, mein Freund Gerrit Meijer, an einem Herzinfarkt gestorben.

Samstagnacht hab ich von Gerrit geträumt: Er war gut gelaunt, sprach von seinen Plänen, was er in der nächsten Zeit tun wolle … neue Songs aufnehmen, noch ein paar Lesungen machen aus seinem gerade erschienen Buch “Berlin. Punk. PVC”. Er hat sich gefreut, als ich ihm sagte, dass mir seine Lesung neulich im “Pinguin” gut gefallen hat. Und er hat mir eine Menge seiner lustigen Geschichten erzählt … was er gemacht hat, was er erlebt hat … über Menschen, die ihm begegnet sind. In seiner typischen Art, ruhig, zurückhaltend … und sehr witzig. Er hat gelacht und war guter Dinge … Es geht ihm gut, dachte ich nach diesem Traum … wie schön.

Vor zehn Jahren (so lang ist das jetzt auch schon wieder her!) hab ich zu “3o Jahre Punk in Berlin, 30 Jahre PVC” ein kleines Porträt über Gerrit Meijer für den Tagesspiegel geschrieben.
Anlässlich seines Todes hier nun noch einmal die Geschichte in der bisher unveröffentlichten, ungekürzten Originalversion:

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1493/17: Gigs, Preview: Weltsensation! Billy Talent und Karin Könnerin – Livekonzert im Yorkschlösschen 21.02.17 und das Beste: Eintritt frei!

Fake News: Ich habe mich zuallererst verlesen und gleich befürchtet: Heute singt hier Mario Barth. Gleich plante ich, darauf einen Verriss zu schreiben über den Niedergang der Berliner Liveszene. Doch dann wurde ich gewahr: Maria Barth singt. Läuft.

Diese Website hat schon mal so eine Weltsensation verkündet. Es hieß, der weltberühmte Carlos Santana träte im Yorkschlösschen in Berlin-Kreuzberg auf. Heute ist es wieder Zeit für eine zweite, solche Ankündigung: Billy Talent und Karin Könnerin im Semesterkonzert und das ganze bei Eintritt für umme.

Gebt dem Nachwuchs bitte keine Chance,
dem tosenden Applaus zu entfliehen.

Morgen, am Dienstag Abend um 21 Uhr: Tanja Siebert und Anders Groß leiten die Mini Concertinos. Da Musik hin!

Alle anderen sehen sich „Der junge Marx“ an und vergessen alle Feindbilder.

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1492/17: Nachruf: Gerrit Meijer (* 12.3.1947 – † 17.02.2017) – Im Schatten der Mauer – The „simply irreplaceable One“


Eulenspiegels besinnungsloser Adventskalender mit Gerrit Meijer

Zu Weihnachten 2016 nahm die Eulenspiegel-Verlagsgruppe einen Türchenkalender mit Gerrit Meijer auf und läutete damit das bevorstehende Fest ein. Bei Interesse auf YouTube den ganzen Kalender durchsehen. Wie man einen richtigen Nachruf schreibt? Es fehlen einem in der Trauer immer schnell die Sonderzeichen, hier eine kurze Anleitung: Geburtstag „*“ und Todestag „‚ müssen mit den richtigen Buchstabenkombinationen im ASCII-Code besorgt werden. Die Geburt ist kein Problem. Für das Todestagzeichen „„, das man auf einer PC-Tastatur nicht ohne weiteres findet, gehe auf Wikipedia und besorge Dir eine gestorbene Persönlichkeit. In diesem Fall George Harrison. Copy & Paste „‚“. Abgesehen davon hat dieser stilistische Übergriff auch gutes: Es entsteht Fusionmusik. Nachfolgend ehren wir Gerrit Meijer, der wie George Harrison jetzt schon „“ ist, ja leider. 70 wäre er geworden.

Viel Aufhebens um seine Person machte er zeitlebens nicht. Dabei war sein Auftritt durchaus ikonenhaft und stilprägend für seine Zeit und heute sind sich nicht wenige einig, dass die Begrifflichkeit vom Wall-City Rock als Sonder- bzw. Alleinstellungsmerkmal direkt auf ihn zurückgeht.  In jenen Jahren ließen sich Bands aus Westberlin reihenweise an der innerdeutschen Stadtgrenze fotografieren, vielleicht waren PVC die ersten?

Er existierte. Bis heute. Weiter. Ein Relikt.

Schrieb noch ein Buch: „Berlin, Punk, PVC“ – Kürzer konnte man nicht buchtiteln. Unprätentiös. Karg. So war jetzt auch sein Abschied, der auf Facebook eng an den endgültigen Abritt in den Rock`n Roll Heaven erfolgte: „Ich bin jetzt mal gestorben, macht’s gut.“

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Sinead O' Connor - Tränen, Weinen (gif)

1491/17: Personen: Erinnerung an Pete Wyoming Bender – ‚Ich habe diese Frau geliebt.‘ –

Gestorben: † 15. Februar 2014
Erinnert: Im Grunde ständig

 

Prosciutto di Bender: Einer seiner erfolgreichsten Songs. Und nicht despektierlich als historischer Schinken bezeichnet. Sondern mit Liebe, Anerkennung und vielen guten Gedanken an einen Ausnahmeberliner, der fehlt.

Pete Wyoming Bender: Liebe Grüße nach oben!

1490/17: Video: Die Zöllner ‚Herzwinter‘ #LieddesTages

Die Zöllner 400 Pixel


DIE ZÖLLNER – Herzwinter

„Herzwinter“ aus dem Album „In Ewigkeit“ (2015). Komposition: Marcus Gorstein, André Gensicke, Dirk Zöllner Text: Dirk Zöllner Bläserarrangement: Gerald Meier Gesang & akustische Gitarre: Dirk Zöllner Tasten: André Gensicke Perkussion: Marcus Gorstein Gitarren: Lars Kutschke, Andreas Bayless Bass: Oliver Klemp Schlagzeug: Matthias Mantzke Trompete & Flügelhorn: David Skip Reinhart Posaune: Gerald Meier Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon: Frank Fritsch Chor: Dirk Zöllner, Marcus Gorstein Aufgenommen von Marcel Wicher, Marcus Gorstein und André Gensicke. Mix: Marcus Gorstein Erschienen bei edel content. Kamera & Schnitt: Johanna Bergmann

Die Welt ist verschneit, alles fällt aus der zeit – ins ewige Eis
Wo ist denn die Wahrheit,  alles dreht, alles dreht sich im Kreis

Gegen den eigenen Willen
immer derselbe Film
bei Tag und bei Nacht
Keiner kann ihn abstellen
Du allein, du allein hast die Macht

Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen
Ich glaub nicht an ein Morgen ohne dich,
So ohne dich |:

Ich kann sie verstehn,
Deine Sehnsucht nach ihm
als ich schlief
Du sagst: das war ein spiel
doch ich fiel,
doch ich fiel abgrundtief

In eine Welt dahinter
auf einmal war es Winter
meine Schneekönigin
Dein Herz schläft auf Eis
und ich weiß,
und ich weiß nicht wohin

Ich glaub nicht an ein Morgen…

Der Schnee fällt immer dichter
Tausend irre Lichter über mir
es tut unendlich weh
und ich geh,
und ich geh durch die Tür

Ich mach mich auf die Reise
auf einmal wird es leise
warm und schön
und die allerletzten Gedanken vergehn …

Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
glaubst du noch an deine LIEBE zu mir
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an die LIEBE
Glaubst du noch an deine LIEBE zu mir

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1489/17: Nachruf: Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau)


Al Jarreau 1976 -Take Five


Al Jarreau – Your Song

Al Jarreau (* 12. März 1940 in Milwaukee/Wisconsin; † 12. Februar 2017 Los Angeles), eigentlich Alwyn Lopez Jarreau) war ein US-amerikanischer Jazz-, Pop- und Rhythm-and-Blues-Sänger und Songautor.

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1488/17: Positionen: Iss was, Doc? – Der Gitarrendoktor Lutz Heidlindemann. „Zahle jeden Preis für jeden Schrott.“ #Linktipp

Gitarrengriff: Schiß-Moll

Gitarrengriff: Schiß-Moll


Kurzer Porträtfilm über Guitardoc

Anfang der Siebzigerjahre änderten große US-Gitarrenbauer wie Fender und Gibson ihre Strategie. Sie produzierten plötzlich lieber Masse als Klasse. Die Verarbeitung der Instrumente war nicht mehr so akkurat. Auch beim Holz wurde gespart. 1972 waren die Vorräte an alten Holzbeständen aufgebraucht. Das Angebot an guten Gitarren ist daher sehr übersichtlich, und ich sage voraus: Alles, was bis zum Jahr 1972 auf den Markt kam, wird im Wert weiter steigen.

…sagt Lutz Heidlindemann in einem Interview mit dem Spiegel. Und weiter: „Solange Marke und Baujahr stimmen, wird noch der letzte Schrott gekauft.“ Nennen wir das Interview ruhig relevant. Bitte schön.

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1487/17: Personen: Steve Binetti macht ein klares Angebot. Schluss mit ‚Drivin‘ Alone‘

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Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)

Steve Binetti (Foto: Steve Binetti, Privatarchiv, nachbearbeitet)


Steve Binetti | driving alone | Video: Daniel Schwarz (mit herzlichem Dank)

Steve Binettis sagt, er hat ein Exklusivangebot:

BERATUNG / KONZEPTION / COACHING / KORREKTUREN / HILFE- FÜR PRODUZENTEN, KOMPONISTEN UND MUSIKER, GANZE PROJEKTE:
-Computerprogramme für Musikproduktion
(v.a. Pro Tools, auch andere DAWs),
-Plugins und deren Anwendungen: EQs, Kompressoren, Limiter etc.
-Mixing und Mastering, Komponieren am Rechner,
Aufnehmen mit dem Rechner
-Couching, Konzeption, Beratung und Hilfe bei der Realisierung Ihres Projektes
-Recherche, Korrekturvorschläge, Problemlösungen für Ihr Projekt
-jederzeit direkt ohne umständliche Anmeldung, ohne Vertragsbindung
-sofortige Terminvergabe, flexible Terminänderung je nach Bedarf
-Stundensatz 25 € (60 Minuten)
(Probestunde zur Problemdiagnose 15€, 60 Minuten)

Mein aktuelles Projekt:
Mastern der Musiken für Schwarvels neue Produktion
„1989-Lieder unserer Heimat“.
Perfekte Kommunikation und gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.
Das macht viel Freude!

Steve Binetti war immer wieder mal Anlass für eine Berliner Szeneberichterstattung von hier aus.
Genau deswegen stellen wir das Angebot zur Verfügung.

Weiterführend

1486/17: Positionen: Gute deutsche Tonträger – Richtig gute Mucke aus Berlin und aus Hessen! #Audiotipps

On Fire – Flux – Claus Hessler, Thomas Langer, Paul Gehrig
Capital Letters (Debüt) – Berlin 21 – Torsten Zwingenberger, Lionel Haas, Patrick Farrant, Martin Lillich
Back To My Roots (Debüt) – B3 – Andreas Hommelsheim, Chris Krauss, Lutz Halfter, Ron Spielman
DIN A Testbild – Programm 5
DIN A Testbild – Programm 6
Memories In Melodies (2nd Album) – B3 – – wie vor
Cosmos – Lorenz Kellhuber Trio – Lorenz Kellhuber
State Of Mind – Lorenz Kellhuber Trio – wie vor
The Brooklyn Session – Lorenz Kellhuber Experience
Seventies Songbook – Pascal Wroblewsky

Sortiere gute Tonträger-Veröffentlichungen der letzten zwei, drei Jahre, die durch meine Hände gegangen sind. Diese CDs kann man unbedingt gut anhören. Ich selbst kann mir CDs inzwischen gar nicht mehr anhören. Bekomme ich eine, muss ich sie sofort bestmöglich digitalisieren, die Silberlinge liegen schließlich noch nirgends mehr herum und geschweige denn dort, wo wir sie aktuell bräuchten.

Bei Interesse findest Du zu den genannten Berliner Künstlern weiterführende Informationen auf dieser Website. Die erstgenannte Band Flux (nicht aus Berlin) findest Du auf der Website xdrum.eu (Drummer Website).

1485/17: Positionen: Alarm: Die Rock- + Popmusik ist tot. – Titelschutzangabe: „Letzte Ausfahrt Kuschelrock“ #socialtulip #ttt

der Kritiker: MRR in jungen Jahren!

Es wurde schon alles gespielt, nur nicht von jedem. – Huey Colemann, via Facebook

Mein Bemühen um Netzaustausch ist Prüfungen unterzogen. Mir sind echte Austausche lieb. Mein Kernsatz lautete am 06.02.17: „In der Rock- und Popmusik ist es gelaufen. Spätestens 2000 war Schluss. Nichts Neues. Kalter Kaffee.“ Ich fasse gewonnene Erkenntnisse aus Diskussionen auf Facebook #socialtulip zusammen.

Viele befürworten diese Feststellung einfach. Ich habe ausgewertet, es sind die Älteren auf den Freundeslisten im asozialen Netzwerk.

Ich wusste früher sehr gut Bescheid, wie ein Sachverständiger. Dann klinkte ich mich irgendwann aus und dachte, das ist es nicht wert. Denn wozu auch? Ich beschloss, es ist egal. Ich war noch gar nicht so alt geworden. Es ist wirklich unheimlich lange her.

Einige wenige widersprechen mir und stellen Namen von Bands und Einzelmusikern in den Raum. Ob die genannten Musiker die These wiederlegen, die provokativ gemeint war, weiß ich nicht. Dazu müsste ich sämtliche Vorschläge gewissenhaft durchhören. Mir fehlt die Zeit dazu. Abgesehen davon auch die Lust.

Dirk Zöllner, Sänger/Musiker aus Berlin, hat in einem Gastbeitrag auf www.blackbirds.tv u.a. gesagt, Zitat: „Ich höre wie alle Normalverbraucher fast immer die Best of meines eigenen Lebens. Gelegentlich entdecke ich mal was Neues über YouTube, über meine große Tochter oder über meine junge Freundin – aber das vorgekaute Menü der Radio- oder Fernsehprogramme stört mich sowohl beim Komprimieren meiner eigenen Gedanken, als auch bei der Konversation im Allgemeinen.“

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1484/17: Lied des Tages: Käfer auf´m Blatt – Dirk Zöllner feat. Deutsches Filmorchester Babelsberg

TTT - Tweedoffice - Profilbild

N’en Kiffer auf’m Blatt, was ist das schon? Das Blatt haut man ab. Den Kiffer haut man platt.  Und trinkt noch schnell ’nen Schnapsglas hinterher. (Mein Kopfkino am Morgen.)

Schon seit geraumer Zeit spielt das Profilbild eines Menschen eine gewisse Rolle. Man kann durchaus sagen, es ist von steigender Bedeutung. Sei das Profil auch ein Alter Ego, oder eine Schimäre.

Für Szeneberichterstattung beispielsweise.

Es gibt einen unübersehbaren Trend zur Ikonographie. Ikonen, kleine Götzenbildchen, sie sollen sagen, du bist wer! Du bist eine Persönlichkeit, am öffentlichen Leben teilhabend. Barbra Streisand sagt „Duck Sauce„, meint möglicherweise Duck Face. Das bleibt jüngeren Kassibern vorbehalten, hübschen jungen Mädchen am Anfang ihrer Knospung. Sie machen ihre Intelligenz für ein einziges vorzeigbares Bildchen schnell weg, ziehen all ihre Lippen zu Flunschen zusammen, um besonders süß auszusehen. Und begehrenswert. Zum Dank prasselt es Likes, Du musst durch den Monsun!

Die schönsten unter ihnen liken wir wunschgemäß.

Hieraus machen sie süß-klebrige Melasse, die als Basis für ihr Aufbau-Selbstvertrauen herhält. Selbstbewusst durch das von außen. Ein Widerspruch in sich: Ich werde geliket, also bin ich.

Im Web 2.0 machen wir uns unser Gedankengerüst, indem wir einen bestimmten Content eintippen. Aus diesem, aus einer Masse von Cookies, Kontexten und dem vollkommen sinnfreien Zinnober, mit dem wir unsere Lebenszeit verdaddeln, machen andere uns ein Internet, von dem sie meinen, es entspräche unseren positiven Nutzererfahrungen am besten. Hört auf, den falschen Gedanken zu verfolgen, ein Internet mache grenzenlos frei. Das Gegenteil ist richtig. Was Du abrufst, wird fein säuberlich profiliert, zugespitzt und wiederum ausgeworfen als vermutlich mutmaßlich interessierender Content für künftige Weberlebnisse. Das sind Suchergebnisse. Ist einfach, oder?

So fangen wir an, vernetzt zu denken. Ich gab gestern einem Text von Dirk Zöllner Platz auf dieser Website, eins vorher. Und schön, wie es sich gehört, ergab das eine das andere. Ich stieß wiederum auf eine alte Ost-Rockmusikdoku und band sie in den Artikel mit ein, wie es sich gehört. Um ganz und gar bei meinem Auftrag zu bleiben: Die Person des Gastbeitrags zu empfehlen. Heute Morgen ist es auf YouTube bereits wieder soweit. Das Babelsberger Filmorchester hat den alten Chicoree-Klassiker von Dirk Zöllner „Käfer auf’m Blatt“ mit ihm aufgenommen.

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1483/17: Positionen: Der Lebensklang – Von Dirk Zöllner #Kolumne

Dirk Zöllner im Glück - Schwalbe (Foto: Privatarchiv)

Dirk Zöllner arbeitet Erinnerungen auf: An Otis Redding, der mal unheimlich beliebt war. So beliebt, dass Nina Hagen Gottes eingeborenen Sohn Otis nannte. Und The Sweet. Die britische Glamrockband ist längst in Teilen verblichen, zwei von vieren sind tot. Dabei besaß man mit The Sweet harte Währung, wucherte mit Pfunden bei den Mädchen. Aber ansonsten: Was bleibt? Wozu das alles: Musik ein furchtbares Einerlei geworden, beliebig austauschbar. Alles kommt. Aber nichts bleibt. Nichts ist mehr von Dauer. Man hört sich durch feste Arsenale vorhandener Musik, aber quält sich mit Neuem. Dies und vieles andere mehr in einem Gastbeitrag von Dirk Zöllner. Dank an den Autor.

Von Dirk Zöllner

Wie ich höre, essen Bäcker nicht so gerne Kuchen. Im Gegensatz zu den Fleischern. Die meisten Gastronomen halten sich vom Alkohol fern, die Psychologen, Philosophen und Politiker vom echten Leben. Pädagogen haben nicht selten Probleme mit ihren eigenen Kindern. Rechtsanwälte oft ein abstraktes Bild von Gerechtigkeit und Religionsverwalter einen engen Blick auf die große unfassbare Liebe. Ärzte… Ich will das gar nicht weiterdenken!

Seit 32 Jahren ist Musik mein Brot- und Rotweinerwerb.

Ich werde dafür bezahlt, dass ich meine eingeschränkten Gedanken komprimiere, auf Platten festhalte und in Konzerten darbiete. Ab und zu habe ich mich mal als Musicaldarsteller versucht, aber eigentlich lebe ich ausschließlich von Egozentrik. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich übermäßig für Musik interessiere, da geht es mir wie dem durchschnittlichen Bäcker mit den Backwaren. In meiner Kindheit stand ich auf die Glamrocker von THE SWEET.

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1482/17: Zeitgeschichte: Kommt Zeit, kommt Rat. – Mit Lo Graf von Blickensdorf + Joelle Meissner – Muse, Muse, Pampelmuse!

" Kommt Zeit , kommt Rat " aus unserer Fotoserie #Kunst #Performance #derrat . Meissner / Blickensdorf — mit Lo Graf von Blickensdorf.

“ Kommt Zeit, kommt Rat “ aus unserer Fotoserie #Kunst #Performance #derrat . Meissner / Blickensdorf — mit Lo Graf von Blickensdorf.

Der Süßschnabel und Kunstinszenator Lo Graf von Blickensdorf (Charlottenburg, Stadtteil von Münster, NRW) hat sich vor eine Wand gestellt und etwas inszeniert. Gemeinsam mit der schönsten Muse aller Zeiten Joelle Meissner bewirbt das paarhufige Eloquenzteam gekonnte Fotoserien zwischen Himmel und Hölle. Aufgenommen an Plätzen wie diesem. Illuster.

Kunst als Inszenierung, ein Gamma Ray des Unerbittlichen. Der Gedanke legt den Weg für die Tat. (Freiherr von Moltke)

Kommt Zeit, kommt Rat. Wir fügen noch hinzu: Kommt Attentat. Ein Triptychon des Handelsüblichen.

Wir sagten früher in Anlehnung an das obige: „Kommt Zeit, kommt Sowjet.“ Die Sowjetunion, eine Republik der Räte. Iss lange her. Udo L., damals Hotelgast in der Budapester Straße im Hotel Interconti, behauptete: In 15 Minuten sind die Russen auf dem Kurfürstendamm. Gerhard Seyfried malte dazu ein Poster und anstatt Krasselt, Konopke und Curry 36 gab es am Tauentzien einen Stand mit Hirsebrei für 10 Kopeken. Am Kudamm wurde es nicht dunkel. Denn auf dem Europa-Center thronte der Sowjetstern. Ein Brüller war´s, und auch die Zeit.

Heute ist aus Rußland der Rat der ratlosen Räte hinfortgejagt. Die Oligarchen haben bei Socchi mehr als notwendig große Remisen gebaut, Datschen, deren Größen aufs Wasser klatschen. Rat und Tat aus Rußland wächst dieser Tage intensiv nach Amerika rüber: Let us make Donald great again. Putin hilft. Danke, Rußland. Sonst wäre er bedeutungslos geblieben.

Ganz anders Blickensdorf und Meissner: Kommt Zeit, kommt Rat. Und wer weiß, ob Trump dann noch im Amt ….

Weiterführend

1481/17: Nachruf: Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. 01.17) – Wunder geschehen. Und gestorben wird auch. Aber laut. LAUT!!


Ein Wunder – Rockhaus offizielles HD Video (01.11.2016)

Carsten „Beathoven“ Mohren (* um 1962; † 31. Januar 2017 in Berlin), war ein deutscher Musiker, Produzent, Keyboarder, Komponist und Toningenieur.  Seine musikalische Laufbahn begann er bei der Band Taxi-Combo. Danach gründete er 1979 zusammen mit Joachim Kielpinski, André Herzberg, Alexander Schloussen und Jörg Skaba die Gaukler Rock Band. Nach deren Auflösung 1981, als der Frontmann André Herzberg die Band verließ, da das Musikstück „Hans Currywurst“ von Herzbergs Bruder wegen Unstimmigkeiten in der Band nicht aufgeführt wurde, wechselte er zur Band Die Freunde. Danach wechselte er zur Band Christin D. 1984 ging Mohren zu Wolfgang Ziegler und Wir. Als Ziegler 1986 die Band verließ, um seine Solokarriere zu starten, wechselte Mohren zu Rockhaus. Als sich die Band 1998 auflöste, wechselte er zur Dirk Michaelis Band. 1996 wirkte er bei der John-Silver-Produktion Zebisch – Die Grube ruft von Jürgen Ehle mit. In Berlin und Bremen wirkte er bei The Sound of Shakespeare & Rock n Roll mit. Weiterhin wirkte er bei Glam Slam und beim Grips-Theater in Berlin mit, wo er George Kranz kennenlernte, mit dem er später ein Tonstudio eröffnete. Mohren war aktives Mitglied der Band Die Ossis, zusammen mit Acki Noack, der von 1995 bis 1996 bei Rockhaus war, Heinz Haberstroh, einem der Gründungsmitglieder von Rockhaus, Henne Körbs von Scirocco und Bert Eulitz von Pom Fritz, und auch deren Produzent. Ebenfalls wirkte er bei One Mans Trash feat. Jimi Jamison mit. Mohren war Produzent in verschieden deutschen Städten sowie in Miami und San Francisco und im eigenen Studio Metropolyx. Rockhaus blieb er seit seinem Eintritt 1986 treu und tourte bis 1989 und 2005, 2006, 2009, 2012, 2015 und 2016 mit der Band durch Deutschland. Am 22. November 2016 gab Mohren bekannt, dass er unheilbar an Krebs erkrankt sei. Er starb am 31. Januar 2017 im Helios Klinikum Berlin-Buch. (Mit Mitteln aus Wikipedia zusammengefasst)

Wir können nicht fliehen. Wie die Wolken, einfach weiter ziehen. Der Aufruf, noch einmal zu kommen, um ihn spielen zu sehen mit Rockhaus, war auf Facebook deutlich zu vernehmen und ihm folgten viele. „Ich möchte mich laut verabschieden.“ – Beathoven, so sein Spitzname, tourte noch einmal im November/Dezember 2016 und noch einmal sollte alles so sein wie immer. Und er war schon stark gezeichnet, die Krankheit fraß sich ihren Weg.

Jetzt ist er gestorben. Carsten „Beathoven“ Mohren wurde nur 54 Jahre alt. Die Dinge sind nicht mehr im Einklang. Sie laufen aus dem Ruder. Heute hilft auch kein Wunder mehr. Es ist vorbei. Er wird in Erinnerung bleiben. Soviel ist sicher. Lasst uns ein Wunder sein.

Weiterführend

Das Studio Metropolyx

(Wunderbar, Rockhaus: „Ein Wunder“, so schön, so schwer, so bedeutungsschwanger!)

1480/17: Nachruf: John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) – In der Hitze dieses Moments!


Asia – Heat of the Moment

John Wetton (* 12. Juni 1949 in Derby, England; † 31. Januar 2017) war ein britischer Rockmusiker. Sein Hauptinstrument war der E-Bass, er war aber auch Sänger, Gitarrist und mit verschiedenen anderen Instrumenten (Klavier, Mellotron, Geige) vertraut. Seit den frühen 1970ern war er als professioneller Musiker aktiv und war Mitglied der Bands Family, King Crimson, Roxy Music, der Bryan Ferry Band, Uriah Heep, UK, Wishbone Ash und Asia. (Kurzgefasst aus Wikipedia)

Es war ja klar, ein Carl Palmer, so ein Elefant von Schlagzeuger, Mitglied von Emerson, Lake & Palmer, würde etwas anderes musikalisch unternehmen nur von gleich zu gleich und es würde wieder eine elefantöse Meisterleistung sein. Palmer hatte sich als Superdrummer seinen Ruf redlich erarbeitet. Seine neue Gruppe hieß Asia und er vereinte erneut Supermusiker. Darunter auch den Bassisten und gekonnten Sänger und Mehrfachinstrumentalisten John Wetton, Jahrgang 1949. Der Ruhm von Asia ist inzwischen verblasst. Es war die Zeit von Bombast, durchaus charttauglich, aber noch in jener Zeit, in der die Four On The Floor langweilig und zu wenig gekonnt gegolten hat. Nein, sein Instrument beherrschte man. Um es charttauglich zu spielen.

John Wetton unterlag heute seinem Kampf gegen den Krebs und hatte zeitlebens mit sich selbst zu kämpfen. Wie das häufig bei Genies seiner Art so war: Wahnsinn und Genie liegen nahe beieinander. Wer auf Wikipedia nachschlägt, erfährt viel über die Schaffensbreite und über wessen Lebensleistung wir hier mit viel Liebe und Zuneigung sprechen, wenn wir ihm einen kurzen Nachruf widmen. John Wetton, das war ein ganz großartiges, musikalisches Tier, einer der Besten. Ein wichtiger Mann ist zum Bowie, zum Prince und zum Cohen geeilt, zum Emerson, zum Lake, und da wo selbst die Größten aller Großen älter werden in Würde. Der Club of 27 ist geschlossen auch schon da. The Wind cries Mary.

Jammerschade.

1479/17: Video: „Man nennt sie Nancy“ – Tschaika 21/16

Jennifer Rostock (gif)


Tschaika 21/16 „Man nennt sie Nancy“

Produktion: 20zollmedia.com
Model: @evalome
Makeup: Marie-Jo Wieske / using MAC products
Visual Effects: Asterix & Lampe / Flashbunch
Gedicht: Sören Linke

Veröffentlicht am 23.01.2017
MAN NENNT SIE NANCY

Die Nancy is in janz Berlin
als olle Jöre längst verschrien.
Trotz billjem Schein und grellem Glanz
fehlt ihr die wahre Eleganz.

Ihr uffjedrehtet Rumjehampel
und abnervendet Abjestrampel
jeht jedem richtich uff´n Zeiger
und alle sag´n: „Ick verweiger
der blöd´n Triene meine Treue
und such mir irgnt ´ne billje Neue.“

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Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.

1478/17: Geburtstag: Klaus Nomi (* 24. Januar 1944; † 6. August 1983; bürgerlich Klaus Sperber), deutscher Kontertenor.

Geburtstag: Klaus Nomi 24.01.


Klaus Nomi – Total Eclipse 1981 Live Video HD

Stay On The Scene: Like A Lover Machine! Get up! (James Brown)

Man hätte ihn auch einen Autonomi nennen können, jedenfalls kam er zeitlebens so rüber. Klaus Nomi ist eine Popmusiklegende und schon viele Jahre tot.

Heute fired er die Homophoben der Welt im Himmel: Fears in Heaven.

Wir erinnern Klaus, den Konterrevolutionär im Webspacehemd und gedenken seiner mit einem Song namens Total Eclipse aus dem Jahre 1981.  In HD: Hard drug. Harter Tobak. Aber geil isses schon, was? Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv – Habt Spaß und hört auf zu sterben, Ihr Langweiler und Spießer. Ha. Glaubt nicht alles, was Ihr lest.

Herzlichen Glückwunsch, Klaus Nomi! Stay On And Rest In Heaven! Und grüß uns da oben unseren Ehrenberliner David Bowie. Ihr fehlt! Und James: James B. auch.

Weiterführend

1477/17: Video: Bishops Of Rome (Ron Spielman) #LiedDesTages

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)

Ron Spielman (© Ron Spielman, mit Genehmigung)


Ron Spielman – Bishops of Rome (Live at Blackbird Music Studio)

Veröffentlicht am 21.01.2017
Ron Spielman performing his song „Bishops of Rome“ from the CD „Electric Tales“ live at the Blackbird Music Studio Berlin

Ron Spielman git, vox
Thomas Stieger bass, vox
Julian Külpmann drums

„Bishops of Rome“ taken from the CD „Electric Tales“
Amazon: http://www.amazon.de/Electric-Tales-R…
ITunes: https://itunes.apple.com/de/preorder/…
Ron Spielman Shop: http://www.ronspielman.de/de/shop.html

Wenn Musik nicht psychedelisch wäre, müsste man es erst noch erfinden. So wie wir die Doors erinnern. Vorwärts treibend, manchmal elegisch, manchmal brutal. Alternative ist das nicht. Dazu ist es zu sehr fest verwurzelt. Die Electric Tales, die Ron Spielman uns erzählt, handeln von den Bischofen von Rom.

Alles andere wäre Blasphemie.

Großer Wurf. Gefilmt am Salzufer in den Blackbirds-Studios-Berlin. Fetter Sound: Wie Blackbirds, das Musikstudio, nicht Namensvetter dieser Website ist, aber die Geschichte ist auf dieser Website auch schon eingehend erzählt worden. Sucht doch selbst.

Apropos Sucht.

1476/17: Nachruf: Franz Jarnach (* 1944 in Bad Godesberg; † 16. Januar 2017 in Hamburg) war ein deutscher Musiker und Schauspieler.

Halt die Klappe! Ich hab Feierabend! (Schildkröte)


Franz Jarnach & Joerg Mehrwald

Hochgeladen am 03.08.2011 Franz Jarnach („Schildkröte“ aus Dittsche) und Autor Jörg Mehrwald bei einem von Fabian Dittmann spontan gefilmten small-talk über Begegnungen mit Jimi Hendrix. Während des Drehs zur Sitcom-Folge 1 „Bull – Kings of Headline“ unterhielten sich die beiden über Mehrwalds geplanten Roman und die Sitcom „Beat-Crew“. Franz Jarnach ist eine Musiklegende.

Franz Jarnach hat zwei Leben mit unterschiedlichen Bekanntheitsgraden gelebt.

Das eine nennt sich Musiker von Gottes Gnaden, er wurde Piggy genannt, unterwegs gewesen mit Hinz und Kunz. Gerade kürzlich erst mit Uli Salm und Rudolf Rock & Schockern. Hamburg & Co.

Das andere nennt sich Schildkröte und ist praktisch deutschlandweit bekannt, als Prototyp des maulfaulen Helden am Nachbartisch. Comediancharakter Olli „Dittsche“ Dittrich holte den maulfaulen Stummen als festen Dreh- und Angelpunkt und dritten im Gespann Dittrich – Olsen – Schildkröte ins Serienfernsehen zu später Stunde. Anders als Dittsche war Kröte immer tagespassend gekleidet.

Der schräge Sympath Schildkröte wurde Kult über Deutschland und nur 72 Jahre alt.

Und jetzt haltet die Fresse: Ich geh heulen. Feierabend.

Weiterführend

* Wissenswertes über Franz Jarnach
* Nachruf: Im Spiegel
* Nachruf: Hamburger Abendblatt

1475/17: Video: Die Band Planting Robots aus Hamburg – ein #EPK und eine #Watchlist #plantingrobots

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)


Planting Robots EPK Subtitle

Veröffentlicht am 02.01.2017
PLANTING ROBOTS – electro organic prog pop from Hamburg, Germany
DEBUT CD RELEASE – MARCH 2017
Planting Robots are:
Dirk Hoppe – Vocals, Vocal Effects, Keyboards, Moog Bass
Ingo Hassenstein – Electric and Acoustic Guitars, Weird Effects
Stephan Emig – Drums, Percussion, Programmings
contact: office@planting-robots.com
follow us online:
website:
https://www.planting-robots.com
Facebook:

Instagram:
https://www.instagram.com/planting_ro…
Twitter:
https://twitter.com/Planting_Robots

Wir sind die Roboter! (Kraftwerk)

Und im Gegensatz dazu Planting Robots: 3 Tüpen, die ihr Handwerk beherrschen. Die man aus anderen musikalischen Zusammenhängen kennt und die jetzt gemeinsam ihr Ding machen. Im März wird es eine Scheibe geben, keinen Setzling. Sondern einen Erstling. Wir dürfen gespannt sein.

Watch this. And eat it.

1474/17: Video: Fabiana Striffler – Ein Mensch. Und was für einer.

Artist Spotlight


Fabiana Striffler – Ein Mensch

Mega Pearls: Das Klavier perlt so schön. Umflossen nur von einer Geige, die es in sich hat. Wir hören: Ein Mensch. Fast ein bisserl Classic Jazz, brechende Kadenzen. Veröffentlicht am 09.06.2014: Fabiana Striffler Komposition, Violine – Johannes von Ballestram Klavier Feb. 2014

Sie ist ein Mensch. Geige spielend. Sie schafft eine schlafende Leichtigkeit des Seins, wie Milan Kundera einst die unerträgliche Seichtigkeit des Laien propagierte. Der Protagonist im Roman roch immer ein bisschen nach Frauenparfüm. Er konnte nicht davon lassen, ist kolportiert. Jeder kann sein Leben komponieren wie Musik! Milan Kunderas Botschaft war süßer Trost in bleiernen Zeiten, schreibt für uns die Zeit. Dem Laienhaften entgegen setzt sie sich: Fabiana Striffler ist eigensinnig. Hat eine feste Vorstellung. Und in Auftritten auch wechselnde. Zieht ihr Ding durch. Es gehört sich doch ganz gut. Das gibt uns neuen Mut.

Das Lied des Tages „Ein Mensch“. Und thank You for the Music.
Unser Herz ist berührt. Wie schön.

Weiterführend