1467/16: Positionen: Wie es zur Bezeichnung „Hausmusik“ kam – ein Kofferwort

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Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Hausmusik, Haustiermusik, Katzenmusik mit Querflöte (gif)

Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch.

So kam es auch zur Hausmusik. In Wirklichkeit Haustiermusik verkürzte ein Anflug von falsch verstandener Moderne das Wort, das heute als „Hausmusik“ bekannt ist, bzw. im Englischen als Housemusic. Im abgebildeten Kurzfilm auch als Hip Hop Musik zu erkennen.

Kann auch mit anderen Instrumenten aufgeführt werden als mit Querflöte. Sitzen Flötistinnen im Schneidersitz im Ensemblespiel als Block von zehn, fünfzehn Querbläserinnen auf dem Boden zusammen, so hieß es früher in der inzwischen nicht mehr existierenden DDR: Die Blockflöten.

Um drehten sich nach ihnen nur die Wendehälse.

(Dieser Artikel ist Peter Glaser, Journalist, gewidmet. Wer mit der Katze rumgugelt, findet seinen Namen und sein Thema, die Glaserei.)

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1466/16: Video: Sending good Karma to Karma, Zöllner & Co. #Startnext – DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma #Gastbeitrag

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DIRK & DAS GLÜCK – Zöllner trifft Karma

Veröffentlicht am 26.10.2016: Werner Karma ist ein deutscher Dichter, der mit seinem Werk tiefe Spuren in der gesamtdeutschen Musiklandschaft hinterlassen hat. Zuletzt war er 2010 am Comeback der Band SILLY beteiligt, danach hat er sich weitgehend zurückgezogen. Wir konnten ihn dazu bringen noch mal in seinen Tiefen zu wühlen und wollen mit Eurer Unterstützung den gehobenen Schatz würdevoll ans Licht bringen. Im März 2017 soll unser Album mit dem Titel „DIRK & DAS GLÜCK“ im Label Buschfunk erscheinen.

Von wegen Spitzweg, dessen Armer Poet. Hoppsassa: Dem dargelegten Projekt wünschen wir von hieraus viel Glück. Weil die Zielrichtung stimmt: Wem Werner Karma kein Begriff ist, der durchsucht diese Website oder das große Internet der Welt. Glück im Glück: Wir haben einen passenden Bildbanner, dessen zwar andere Bedeutung aber dem gelungenen Texten von weltbewegender Musik entgegenkommt. Wie schön. Glückauf!

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1465/16: Video: Nena | Spiegel TV Reportage (1994)

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NENA | Spiegel TV Reportage [1994]

Im Interview aus dem Jahre 1994 treffen wir auf eine offenporige, feinfühlige und nachdenkliche, sehr reflektierte Nena zwischen den Zeiten.

Die großen Jahre der Band Nena in den Achtzigern sind schon vorbei. Nena hat ihr erstes Kind verloren. Und hatte schon Zwillinge im Bauch. Sie redet mit der sehr geschätzten, noch jungen Sandra Maischberger, deren Interviewkunst gerade nicht im Verdrehen von Sachverhalten liegt, sondern im Aufspüren derselben.

Nena sagt, sie sucht jetzt wieder eine Band. Dabei sind alte Freunde ihr eine Hilfe, für eine Fernsehproduktion. Die machen jetzt alle eigene, andere Sachen, sagt sie. Von der Original-Nena-Band ist noch Jürgen Dehmel dabei, der auch ein par mal zu Wort kommt.

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1464/16: Zeitgeschichte: Trockeneis

Trockeneisnebel - Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)

Trockeneisnebel – Tangerine Dream (Quelle: Jerome Froese)


Werner Lämmerhirt, Guru der Gitarre

Warum zog einst der Berliner Gitarrist Werner Lämmerhirt aus Berlin weg und nach Bodenwerder? Hier gibt er Einblicke.

Zum Grenzen sprengenden Begleitdokument mit Trockeneis-Akzept passend und zum Nachruf auf Werner Lämmerhirt ein kurzes Interview mit dem heute verstorbenen Ausnahmegitarristen aus dem Jahre 2011, in dem es um die DDR-/BRD-innerdeutsche Grenze geht. Doch seht selbst. Werner Lämmerhirt: Biker an der westdeutschen Grenze. Tangerine Dream: Hitch Hiker im kleinen Grenzverkehr Berlin/Berlin. Dein Herz kennt keine Mauern.

Der Witz kommt trocken. So geht Zeitgeschichte. Gar nicht auszudenken: Wenn Udo Lindenberg, Peter Maffay, aber auch Karat, die Puhdys und Co. ihre Akten den innerdeutschen Grenzverkehr betreffend öffnen würden. Zeit für ein diesbezügliches Sondermuseum in Pankow. Sonderzug in Planung. Wir schließen uns ein auf dem Klo und hören Westradio.

Danke, Jerome Froese.

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1463/16: Nachruf: Werner Lämmerhirt (* 17. März 49 in Berlin – † 14.10.16 in Bodenwerder)

Kerze (animiert)


Werner Lämmerhirt All Along The Watchtower

Jede wunderschöne Karriere hat einmal ein Ende. Jetzt ist der Punkt gekommen wo der Clown mit einem weinenden und einem lachenden Auge die Bühne verlässt und der Vorhang fällt.- Werner Lämmerhirt 2015 auf seiner Website hier

Werner Lämmerhirt kennen vor allem die Älteren. Er gilt als Furor ausgefuchster Gitarrentechniken und war als akustischer Gitarrist und Sänger unterwegs. Hannes Wader, Knut Kiesewetter, um nur zwei zu nennen, begleitete er. Aber auch unzählige Soloalben nahm er auf. Lämmerhirt, das war so Seventies. Blieb es auch, immer. Für immerdar. Freunde der akustischen Folkgitarre bekommen bei diesem Namen glänzende Augen: Werner Lämmerhirt.

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1462/16: Nachruf: Zimmer frei (Juli 1996 bis September 2016 in 694 Folgen)

Trauerkerze

Zimmer.frei

Waren es bislang immer die schemenhaften, freundlich zurückhaltenden Moderatoren, die ihren Gästen das Weiße aus dem Auge puhlten, verkehrten Westermann und Alsmann als kongeniales Moderatorenteam die Welt ins Gegenteil und machten Krach, Sendungspunk und Stimmung gegen die Denkverbote des Artigen. Sie müpften Fernsehdeutschland auf.

In der WDR-Sendung Zimmer frei, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, brach sich Innovation Bahn. Gerade noch Sendefähiges wurde gesendet und unter gar keinen Umständen sendefähiges Material wurde ebenfalls öffentlich ausgestrahlt. Da strahlten die Zuschauer: So etwas hatten sie noch nicht gesehen. Die berühmteste Kunstfigur des deutschen Fernsehens, der Paradiesvogel Götz Alsmann, ein begnadet hochtalentierter Musiker mit einem IQ weit über 550, vermutlich, der zu den besten Deutschlands gehört, wurde als Kunstfigur mit Narrenkappe und Schmalztolle sendefähig. Und berichtet nun in seiner letzten Sendung Zimmer frei, es habe mit den Kunstfiguren als Gast der Sendung regelmäßig nicht geklappt. Denn Kunstfiguren lebten ihr Leben künstlich und hier ginge es schließlich um das wahre Leben. Das bedeutet: Alsmann ist gar keine Kunstfigur. Nein,  nein, der ist wirklich so.

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1461/16: Nachruf: Hagen Friedrich Liebing (* 18. Februar 1961; † 25. September 2016)

Trauerkerze

Hagen.Liebing

Einer, der ohne jeden Anflug von Eitelkeit porträtierte und rezensierte, selbst in negativen Urteilen noch voller Respekt vor der Arbeit der Musiker. (Andreas Conrad, Tagesspiegel, Link unten)

Das Bild haben wir uns von facebook geliehen. Es wäre dieser Website nicht erlaubt, The Incredible Hagen nicht hier noch gesondert zu erwähnen. Denn Berlin fletscht auf dieser Website seine Szene. Diesmal in Trauer und unerwartet.

Wir kannten uns nicht genug oder anders herum: Ich wusste nicht viel über ihn. Als er in die Ärzte einstieg, war das für mich ohne jede Bedeutung. Ich hatte die Ärzte 1982/83 miterlebt, da war er noch nicht bei ihnen. In jenen Jahren seiner Mitgliedschaft bei den Ärzen gehörten diese zum Vorhaben, richtige BRAVO-Starschnitte von ihnen zu sammeln und ich war aus diesem Alter schon raus. Was der Nachruf-Schreiber Andreas Conrad beim Tagesspiegel am 25.09.16 schreibt (siehe oben) trifft für mich am besten auf Hagen Liebing zu, auf einen unprätentiösen, uneitlen, sympathischen Menschen. Als sein virtueller Freund wie viele andere auf facebook, genoss ich seine präzisen Schnittmuster des Musikalischen und vor allem seine Serie 1000 Gründe, warum mir gesichtslose Downloads gestohlen bleiben können.

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1460/16: In Gedenken an: Klaus-Jürgen Rattay * 6. Dezember 1962 in Kleve am Niederrhein; † 22. September 1981 in West-Berlin

Trauerkreuz

Klaus-Juergen.Rattay_Gedenken


Haeuser, Hass & Strassenkampf – Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer

Veröffentlicht am 03.08.2014 Die Revolte der Westberliner Hausbesetzer | rbb Brandenburg – Am 22. September 1981 wurde während eines Polizeieinsatzes der 18-jährige Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay von einem Bus erfasst und getötet. Dieser Unfall war der traurige Höhepunkt der Auseinandersetzungen um besetzte Häuser in Westberlin. Straßenkämpfe waren damals fast an der Tagesordnung. Der neue Innensenator Heinrich Lummer (CDU) versuchte den Hausbesetzern gegenüber eine Politik der Stärke. Die Lage eskalierte, Hass und Gewaltbereitschaft gab es sowohl bei Hausbesetzern als auch bei Polizisten. Heute jährt sich der unnötige Tod von Klaus-Jürgen Rattay am 22. September 1981 in Berlin. Wir erinnern an ihn.

Früher reichten ein paar Steine, um deutlich zu zeigen: Hier wohnen Gewaltbereite. Die Filmsequenz mit Klaus-Jürgen Rattay startet um 16:58 Minuten der gesamten Filmdarbietung.

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1459/16: Video: Shape Of My Heart – performed by 2Cellos

Karl Johannes Schindler

Karl Johannes Schindler


2CELLOS – Shape Of My Heart [OFFICIAL VIDEO]

Es wurde schon alles gesagt. Nur noch nicht von jedem.

Das Stück ist von Sting, das ist vermutlich überflüssig zu erwähnen.

Hier hat das Stück Berichterstattung erfahren.

Heute gebe ich es in einer anderen Version instrumental den Lesern dieser Website als Lied des Tages.

Dabei denke ich an Karl Johannes Schindler, der mir fehlt. Mehr kann ich nicht machen, als spirituelle gute Gedanken zu schicken.

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1458/16: Video: Bericht aus Gummizelle, Hüpfburg und Psychopharmaka! Kommt! Lass uns hupen! #Realitüt #LiedDesTages

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#Realität #Realitüt


GROSSSTADTGEFLÜSTER – Ich boykottiere dich (Lyrics)

Sie stürmen gerade die Charts: Grossstadtgeflüster mit drei „s“

Du hast nen richtig miesen Scheißhumor
Und ein fürchterliches Timing
Stellst Dich den meisten schon im Kreißsaal vor

Und bringst sie erst mal schön zum Weinen
Du schreist uns immer gleich den Preis ins Ohr
Mann, akzeptierst, nur kleine Scheine
Wir sind die Bonobos in Deinem Labor
Aber ich lerne zu verneinen

Ich boykottiere Dich, Realität
Du bist es nicht wert, dass sich die Welt um Dich dreht
Weil Du eine Farce bist, völlig für den Arsch bist
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä
Ich boykottiere Dich, Realitätäretä

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1457/16: Video: Thomas Handke Fagottquintett Op. 31

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Berlin-Banner Tommy Tulip, genannt Truelip

Bildbearbeitung "Der Mann mit dem Fagott" (Verlag blanvalet)


Thomas Handke – Fagottquintett – Op. 31

Musik schreibt, wer Musik schreibt. Man kann ein ganzes Stück schreiben, welches man in Gegenbewegung gespiegelt ebenfalls spielen kann. Bach hat das in der Kunst der Fuge vorgemacht. Und ich wollte das eben auch einmal probieren. (Thomas Handke in In Motu Contrario, Jahresrückblick 2015)

Von solch einer Leichtigkeit und Schönheit war „Der Mann mit dem Fagott“. Die Geschichte über Udo Jürgen Bockelmann (* 30. September 1934 in Klagenfurt, Kärnten, Österreich; † 21. Dezember 2014 in Münsterlingen, Thurgau, Schweiz) aufgeschrieben, ins Filmische versetzt, faszinierte der leichte Erzählfluss und das gute Karma des hauptdarstellerischen Schauspielers David Rott, der uns den Udo gab. Eines Tages kurz vor Weihnachten 2014 ging Udo J. am Flussufer spazieren, fiel um und war tot. Was für eine Leichtigkeit im Sterben.

Dabei war der Mann Zeit Lebens ein bedeutendes, musikalisches Schwergewicht gewesen. Er machte den Frotteebademantel (Modell Klagenfurt hier) salonfähig. Im hier gezeigten Video eines unbeweglichen Notenblatts führt uns Thomas Handke das Fagottquinett Op. 31 auf. Es ist heute das Lied des Tages. Wir bedanken uns beim Schöpfer.

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1456/16: Linktipp: Die Videoaufzeichnung des Preises für Popkultur am 09.09.16 im Berliner Tempodrom

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Tonio_Logo

Zwischen dumpf und Diskurs gibt’s nicht viel im deutschen Rock. Der jungen Hauptstadt-Band Isolation Berlin gelingt nun das Unwahrscheinliche: große, sehnsuchtsvolle, traurige und wütende Gefühlsmusik, die sich jedem Trend entzieht. (Der Spiegel, Link unten)

Wie war es denn nun beim ersten deutschen Preis für Popkultur, dem Tonio, gestern im Berliner Tempodrom? Es ist wohl zu wenig Hass in der Musikszene, die Musik wird besser, lautet eine ganz wesentliche Erkenntnis des Abends.

Antwort darauf gibt die komplette Videoaufzeichnung des Abends.

Von der Fachwelt wird die Entwicklung mit Interesse verfolgt. Haben sich die Macher des Preises doch vorgenommen, den etwas in die Jahre gekommenen ECHO Musikpreis zurückzudrängen und an Stelle des allein auf Verkaufszahlen basierenden Industriestandards nun einen Preis zu präsentieren, der der Idee näher kommt, dass gute Musik, Qualität und Einzigartigkeit sich durchsetzen.

Macht Euch mal selbst eine Meinung dazu. Wer weiß, wie lange wir noch quer denken dürfen?

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1453/16: Video: Frizz Feick singt vom Haus hinterm Hügel #LiedDesTages

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Frizz.Feick_Frittenbude


Kanal 21 Fernsehkonzert – Frizz Feick – Haus hinterm Hügel

Frizz Feick (voc, sax)
George Kochbeck (kb, voc)
Annette Kluge (dr, voc)
Chris Flöhr (b)

Name der Begleitband: Charmante Begleitung

Das Haus hinterm Hügel. In der Wand Schrauben mit Dübel.

Nicht übel. Klasse.

Danke für dieses Lied des Tages, Herr Feick.

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1452/16: Prognosen: Zum Herrensex

Hulahopp (gif)

Herrensex_sucht

Die heilige Kuh vom Eis bekommen: Herzlichen Glückwunsch Mutter Teresa zur Heiligsprechung – wir sehen uns. – via #twitter

Die Karriereplanung wird in Deutschland 2.0 längst nicht undurchdacht durchgeführt.

Es schalten sich auch gewiefte Karriereplaner ein, die der Karriere nötigenfalls mit Sach- und Geldwertbelohnungen den richtigen Kick geben.

Das Netzfundstück des Tages befasst sich mit Herrensex. Die bewegliche Kurzfilmdatei eingangs ist insofern als Teaser (deutsch: Quälgeist) zu verstehen, aber kontextsensitiv. Die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook hat inzwischen mehr als 18.000 Mitglieder. Prognose: Herrensex und Musikerwitze geht.

Wie lange noch? – Nach den unrühmlichen Wahlerfolgen in Mac Pommes wird vielleicht schon bald das befürchtete Burkina Fasel-Verbot in öffentlichen Schwimmbädern durchgesetzt. Und alle so gegen den Strom.

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1451/16: Positionen: Jennifer Rostock, Anja Resch, Dunja Hayali und unser Umgang miteinander

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Tommychair

Jennifer Weist ist eine deutsche Sängerin mit deutlich erkennbar viel Konturen. Zu nennen sind eine beeindruckende Erscheinung, viele Tatoos und ein glasklarer Kopf, der Dinge benennen kann. Sie wird in zwei Kategorien in Deutschland gehandelt: Traumfrau. Versus Alptraumfrau. Dazwischen gibt’s nichts. Oder?

Statement

Vor einigen Tagen lief mir ein Video der Band Jennifer Rostock um die stark pigmentiert tätowierte Sängerin Jennifer Weist über den Weg, indem die Band (darunter auch deren Sängerin) aufforderte, mit bestimmten Einzelbeispielen übereinstimmende Ziele von Wählern durch Stimmzettelkreuze für die Alternative für Deutschland zu entscheiden. Ich nehme an, ich muss zur Erläuterung nichts weiter ausführen. Man darf das Video selbst suchen und wird dann schon verstehen. Es beinhaltet eine einfache Botschaft.

Was aus diesem viel angeklickten Song mit einfacher Klavierbegleitung geworden ist, ist wiederum ein guter Außen- und Hohlspiegel der deutschen, verzweifelten Gesellschaft. Es ist ein Hauen und Stechen.

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1450/16: Positionen: Vom Versuch, Musik zu machen 

Sehnsuchtslied

Leise schlägst in deinem Lied du einen Ton an – und dir ist, als fehlte noch etwas. Und du suchst verwirrt bei allen Tönen, ob sie dir nicht sagen können, wo’s zu finden, wo und wie und wann…

Doch der eine ist zu blaß und zu lüstern ist der zweite und der dritte ist so voll mit Weite – viel zu voll. Du suchst lange – Moll und Dur und Moll werden lebend unter deinen Händen. Und dann schlägst du plötzlich eine Taste an, und – es kommt kein Ton.

Und das Schweigen ist dir wie ein dumpfer Hohn, denn du weißt es plötzlich ganz genau: Dieser fehlt dir. Wenn ihn deine Hände fänden, fiele ab von deinem Lied der Bann, war‘ das Ende nicht mehr leer und grau.

Und du rührst und rührst die Taste – fragst dich, wo hier wohl die Hemmung liegt, suchst, ob nicht doch deiner Hände Weiche siegt, deine Augen betteln voll Verlangen. Kein Ton kommt. Einsamkeit bleibt nun zu Gaste in dem Lied, das dir so schwer und süß gereift.
Um den ungespielten Ton wirst du nun ewig bangen,  bangen um das Glück, das dich nur leicht gestreift in den leisen Nächten, wenn der Mond dich wiegt und die Stille deine Tränen nicht begreift.

Selma Meerbaum-Eisinger – 09.01.1941

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1449/16: Video: Grossstadtgeflüster und ‚Fickt-Euch-Allee‘ # LiedDesTages

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Grossstadtgeflüster


GROSSSTADTGEFLÜSTER – FICKT-EUCH-ALLEE (OFFICIAL VIDEO)

Jen Bender (voc), Raphael Schalz (kb), Chriz Falk (dr.)

Kein Blatt vorn Mund: Früher war es GZSZ. Heute GSGFer. Das eine sehr banal, das andere verbal + radikal. Wer von Euch war dies Jahr im Urlaub in den Misanthropen? „Ich hör euch nicht ich bin in meinem/Wochenendhäuschen in der Fickt-Euch-Allee, wo ich auf der Veranda meine Eier schaukle, da hab ich immer Recht und ’n Blick aufn See“

Alles selbst gedreht: Eine Zigarette und ein Video gemacht, selbst gedreht mit dem Arschphone 3000. So sagt es Grossstadtgeflüster mit drei „s“ aus dem Großstadtrevier Berlin.

Jen ist heftig. Rülps. Das Lied des Tages auf blackbirds.tv.

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1448/16: Positionen: Was den #Echo angeht und noch ein, zwei andere Dinge #Tonio #Szene

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Die Berliner Szene, das war wohl mal ein bärtiger Streichelzoo, mit übersichtlicher Convenience.

Dann passierte das Malheur: Die Mauer war weg. Europa globalisierte sich. MTV wurde wichtig und die Szenen diffundierten bis hin zur Kernschmelze. Jetzt gibt es das Nischendasein. Wie bei den Radiosendern.

Überall Spartenslums, in denen Schwerpunktszenen vegetieren. Wo bleibt das große Ganze? Das Unlimited System? Wir haben jetzt ein Orwohaus. Wie soll im Plattenbau Innovation sein? Es gibt keine richtigen Helden mehr. Cindy aus Marzahn vielleicht. Das war’s. Die ist auch schon längst wieder out. Ich wünsch Ilka alles Gute. Das mit den richtigen Helden ist gelogen:

Genau genommen stimmt es nicht. Es gibt eine enervierende, pulsierende Musikszene. Und richtige Macher. Ein paar Leute um die 35 drehen kräftig am Rad, dass es dir schwindlig wird. Sie ausverkaufen jedes Stadion, jede Festival, jede Location.

Ich nenne lieber keine Namen.

Ihr werdet es noch sehen. Der ECHO ist out, der TONIO kommt. Im Herbst. dann wird an der Musikszene gedreht. So sagt man. #Trends #Tonio #Prognosen

Das musste kurz hier notiert werden.

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1447/16: Nachruf: Tibor Kneif (* 9. Oktober 1932 in Bratislava; † 26. Juli 2016 in Berlin) – Too old to Rock´n Roll

Kerze (animiert)

Jemandem eine Kerze hinzustellen, ist ein Akt der Achtung. Wenn jemand sein Leben lang immer beide Seiten der Kerze anzündet, verschleißt es sich. Davon ist bei einem Jahrgang 1932 nicht zu sprechen. Fest steht indes, dass Tibor Kneif mindestens eine achtvolle Trauerkerze verdient hat. Wie ich erst jetzt erfahre, ist Kneif bereits am 26. Juli 2016 in Berlin gestorben.

Tiburtius ‚Tibor‘ Kneif war ein Besonderer und hatte große Bedeutung in der deutschen Musikszene. Weithin geachtet, schrieb er 1981 eine wissenschaftlich präzise „Einführung in die Rockmusik“. Daneben rezensierte er die Musikszene an und für sich in vielfältiger Hinsicht und wurde als sachverständiger Autor mit einer besonderen Beobachtungsgabe und tiefgreifendem Verständnis musikkultureller Zusammenhänge geschätzt. Von ihm stammen Sätze wie der über den Schlagzeuger der Hamburg Blues Band und damaligen Interzone- und Escalatorz-Schlagzeuger Hansi Wallbaum, wörtlich zitiert: Wallbaum sei „der erfindungsreichste Schlagzeuger der Stadt, der rhythmisch wie farbig abwechslungsreiche und intelligente Schlagmuster entwirft“ (Tagesspiegel vom 27. Juni 1981, Artikel ganz unten, danke H.P.).

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1446/16: Video: Ideal + Neonbabies: Zwei mal zwei „Blaue Augen“ im Vergleich #LiedDesTages

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Ideal Blaue Augen Open Air St Gallen 1982

Sie hatten den damals einzigartigsten Schlagzeuger Deutschlands der Welt: Ideal. Der Volker Kriegel-Percussionist Hansi Behrendt spielte auf eine unerreichte Art und Weise Schlagzeug.

Apropos:

Weils gerade so heiß ist heute: Liebe Kinder, vor vielen Jahren gab es eine deutsche Musiklegende namens Ideal.

Der Song und alles was damals vor sich ging, nannte Helmut Kohl mit anderer Bezugnahme mal die Gnade von der späten Geburt. Er nannte es ein Glück, zu jung gewesen zu sein, um Gräueltaten mit deutschen Nationalsozialisten gemeinsam begehen zu können. Kohl meinte, ab einem gewissen Jahrgang jenseits von 1900 konnte man nicht mehr als Täter durchgehen.

Anders herum galt die Neue Deutsche Welle und was damals in Deutschland passierte als Gnade der späten Geburt. Rechtzeitig um 1980, 1981 herum schwappte alles bedeutende Musikalische in Deutschland erstmals vernünftig an den Hitparadenstrand.

Großes Kino.

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1445/16: Video: Mit Solitude war alles ganz anders. Eine unglaubliche Geschichte. #LiedDesTages

icon Positionen

Solitude - A Song of #B3

Im Song Solitude (Not Into) wird in einfühlsamen Bildern die Geschichte eines Mannes erzählt, der sich unglücklich in eine junge Frau verliebt und dessen Liebe von ihr aber nicht erwidert wird. Stattdessen erlebt er eine sehr ernüchternde Überraschung. Wir finden, unser Freund Erik Schütz hat diesen Song mit seiner Regie und seinem Team sehr passend umgesetzt. Ansonsten sehen wir uns nach der Sommerpause zu Live-Konzerten am 28. und 29. Oktober im A-Trane in Berlin, oder anschließend auf unserer Tour durch Deutschland.
Andreas, Lutz, Ron, Chris

Sie ist wirklich eine dufte Frau.

Die Augen tränen so bisschen von ihrer krachenden Erscheinung. Klasse Mädel. Du schaust sie an. Alles ist perfekt. Mit ihr ist gut Kirschen essen. Das auch. Aber auch rumliegen. Und fliegen. Ein Riesen Saxophon ist natürlich auch da. Du mit dem VW-Bus, lange vor der Abgasaffäre in Wolfsburg-Schnepfenhorst. Sie dreht sich eine. Was für ein Gelecke.

Sie steht an der Straße, hält ein Schild mit ihrem Namen hoch. Solitude, Du Solitär, du Isola solare, manjare, tu capito? Ich bin schon lull und lall. Wo sie hin will, sagt sie nicht. Wohin es geht, ist Euer süßes Geheimnis. Du spinnst diesen gedanklichen Faden weiter und weiter.

Einfach eine unglaublich schöne Zeit verbringen, Sommer, Sonne, Badesee. So geht leben. So geht Kopfkino, ausgemalt, malerisch.

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1444/16: Rezension: Von meinem kleinen Bruder Tobias, der Sebastian heißt und dem ich viel verdanke#PaulIsDead #KIZ

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Kannibalen in Zivil #KIZ #Prisma

Ich war längere Zeit nicht mehr bei einem so großen Konzertevent, wie gestern Abend in der Freilichtbühne Wuhlheide. Die Kannibalen in Zivil – KIZ – nahmen sich den Samstag zur Brust und es gab Regen, ein Segen. Was eingangs wie ein großes Public Viewing begann, mit hübschem Farbfernsehprogramm auf drei großen Bildschirmdisplays, wurde im Verlaufe des Abends immer mehr zu einem Hip-Hop-Abenteuer von vier enthusiastisch battlelnden Führern. 17.000 Zuschauer sangen am Ende die Hymne der Hurensöhne.

Paul is dead – 21.08.16

Manchmal spielt einem das Gehirn Streiche. So wie am 20.08.16 in der Freilichtbühne Wuhlheide. An diesem Samstag treten in der Berliner Zweitwaldbühne die Kannibalen in Zivil – kurz KIZ – auf. Am Einlass vorbei, finden wir unsere Plätze auf den unteren, guten Rängen. Der verabredete Dresscode ist schwarz. Wir sind Haustiere von KIZ, das ist die Gästeliste, auf der zu stehen in gewisser Weise ein großes Privileg darstellt.

Vor allem, wenn man am Einlassventil am Haupteingang der Freilichtarena vorbei zieht. Dort stehen Tausende und möchten Einlass. Wir dürfen einen Gäste-Spezialeingang rechts neben dem Haupteingang aufsuchen und bekommen ein kennzeichnendes Bändchen. Und bitte, gehen Sie hier entlang.

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1443/16: Positionen: Von der großen Fernsehreform des Testbilds #LiedDesTages

icon Positionen

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Din A Testbild : She’s So Nice

(Mark Eins / Genee Romee)
Produced by Klaus Schulze & Klaus D. Mueller
© Innovative Communication, 1980
Kommentar des Videoherstellers: KGB070272 (YouTube)
Video by David Vostell -Restored sound. This is a fan video. I made this one just because I love this track and this artist and I want to share it with other people to make discover this artist.
I don’t know who own the rights for this track. If you are the owner and don’t want this video appears on youtube, just send me a message and I’ll delete it. Thank you.

Eigentlich war das Testbild nur als nachtschlafende vorübergehende Übernachtungslösung bei viel weniger Fernsehprogramm als heute konzipiert. Bis in Berlin das musikalische deutsche Institut für Normung ein A 0-Format davon erschuf,  es elektronisch neu zeichnete. Nun ging es als DIN A-Testbild in die Musikgeschichte ein und sendet auch noch heute.

Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv: She´s so nice. Wohl bekomms.

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1442/16: Foto des Tages: Butterflies, Barbara, das schöne Leben und die Vernetzung der Kunstgenre am Beispiel Polens

Meissner/Blickensdorf, "Schmetterlingszeit", 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.

Meissner/Blickensdorf, „Schmetterlingszeit“, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.


Steve Binetti „Butterfly Blues“

Die besten Fotos waren schon immer zu kaufen. So ist es auch mit dem Kunstprojekt von Lo Graf von Blickensdorf und Joelle Meissner eins über dem Video von Steve Binetti. Streng limitiert.

Kontextsensitiv vernetzt sich das Netz. Eins mit dem anderen. Kunst zu Kunst. Und #Barbara klebt überall schwarzweiße Zettel in die Republik und hashtaggt #dasklebenistschön.

Steve Binetti hat den Soundtrack zum Foto gemacht. Dabei ist das Foto neuer, und der Song Butterfly Blues ist älter. So ist nun mal das Leben. Beide Kunstpolen (der Musiker, die bildenden Künstler), besser Richtungen, wussten voneinander nichts, und haben doch den Weg zueinander gefunden.

Das Leben ist schön.

Danke fürs Foto. Danke für die Musik.

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1441/16: HIStory: Das süße Leben (1985) #Interzone

Heiner Pudelko - with #Prisma

Interzone - "Das süße Leben" (1985) #Playlist


Interzone – Ruth (Foto jedoch: Andere Besetzung) via YouTube

Was vom Künstler Heiner Pudelko bleibt, ist nicht nur seine Art der “Gesangsinterprrretation”, die für die deutsche Musikszene vielleicht ebenso bedeutend ist, wie es zuvor der Einfluss von Udo Lindenberg oder Nina Hagen war: keine Frage, Heiner hat ihr als ‘Blues-Prinz’ einen gesanglichen Fußtritt gegeben, der richtungsweisend war. – Quelle: hier

In den Trockensümpfen von Westberlin – after WW II, down by the wall, Cold War – spielt Heiner Pudelko eine große musikalische Rolle und wird noch heute von vielen mit Herzschmerz erinnert. Wer ihn gehört hat, wird ihn vermissen. Weil er ihn kannte oder von ihm gehört hat. Weil er ihn post mortem spät entdeckte und nun gewahr wird, Lust ließe sich heutzutage nicht vervielfältigen. Keine Frage: This is the end, my only friend. Was für ein Shouter im Westberliner Roggen: War er der beste weiße Sänger Westberlins aller Zeiten? Eine nasse Träne im Knopfloch. Auch im Osten (er)trug man diese(n) Weste(n). Wer im Internet recherchiert, bekommt Mashups eines stimmgewaltigen Berliner Falsettbarden, die ihn im Stelldichein mit ganz Großen sehen. Mit Robert Plant (Led Zeppelin) beispielsweise. Im Grunde Kwatsch.

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1440/16: HIStory: ‚Wittstock statt Woodstock‘ #DDR #Hippies

DDR-Flagge


Wittstock statt Woodstock

Die Einführung des Videos ist mistverständlich: Erst gibt es die üblichen Verdächtigen von wegen, es sei gesperrt aus Urheberrechtsgründen, aber wer das Video in Ruhe weiterlaufen lässt, bekommt das Tor aufgetan Richtung grundlegende Erkenntnisse über die Hippies der DDR, eine Dokumentation über „richtige Gammler“, also langhaarige Hippies im Ostdeutschen. Und nu kugge…besser auch ganz unten!

Zu Wort kommen Zeitzeugen. Darunter auch solche, die wir heute noch kennen, wie Knorkator Gitarrist Basti. Oder Jörg Schütze, genannt Speiche. Die ganze Klaviatur brauner Begriffe aus der Nazizeit boten Bürgerliche im Ostdeutschen auf, um sich sorgfältig von den langhaarigen Pennern abzugrenzen. Die Stasi legte operative Vorgänge an. Im Stasiknast singt ein Häftling Speiche „Keep On Running“ von der Spencer Davis Group vor und wird damit unsterblich.

„Früher hat man so was verbrannt,“ urteilt das Fußvolk im O-Ton von eingespielten Straßenstatements. Bzw. vergast. Das Frisurenkollektiv bestätigt: Man trägt jetzt das Haar voller. Entscheidend ist nicht Länge. Sondern die Fülle.

Die Schreibweise HIStory hat allerdings der King of Pop beeinflusst. Michael – Ruhe in Frieden.

Update: Nach Veröffentlichung Browserabsturz und bei Wiederaufruf Totalblockade. Spannend. Erst geht es, dann nicht mehr. Die meisten wissen sowieso, wie man das übergeht. Ärgerlich. Schade. Der Artikel bleibt.

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1439/16: Positionen: Was mein Herz nicht versteht.

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Das erste von zwei Songs von meinem neuen Album, das sich mit dem Thema Herz beschäftigt. An alle verstandesgelenkten Menschen!! Wusstest Ihr, dass das Elektromagnetfeld des Herzens 5000 mal stärker ist als das des Gehirns? Wenn du dich also mal wieder fragst, welchem Organ du mehr vertrauen solltest… Namaste! (Valenteano über Das Herz schlägt…zurück)

Valenteano aus Wiesbaden arbeitet an einem neuen Tonträger. Schwerpunktthema ist das Zentralorgan des menschlichen Lebens Herz. In diesem Zusammenhang ist das Sting-Stück „Shape Of My Heart“ in einer eingedeutschten eigenen Version anzuhören. Auf facebook in der Spezialistengruppe:Musikerwitze stritten gerade erst einige darüber, ob man am Freitag Abend noch gute Gedanken nach München senden dürfe, wenn es um Musikerwitze geht? Die Antwort ist einfach: Gerade dann. Zu witzlos ist das alles.

Mit Sting gibt es einen valenteanischen Berührungspunkt schon länger: Gitarrist Dominic Miller, üblicherweise Sideman im Weinberg des Herrn Gordon Matthew Sumner (Sting) hat verschiedene Male mit Valenteano zusammengearbeitet. Aktuell hören wir, dass der in Deutschland wohnhafte Ausnahmepercussionist Hakim Ludin an den Tonträgern der Zukunft mitzimmert. Wann der Tonträger veröffentlicht wird, wissen wir nicht. Das Thema Herz erscheint uns relevant, nachdem wir so sprachlos sind, dass sich in München ein 18 jähriger im Internet „Hass“ nennt (heute) und bei McDoof Menschen umbringt. Siegmar Gabriel ist sehr beruhigt, es sei kein Terrorakt gewesen. Bitte? Was denn sonst? Wenn Herz schmerzen könnte, in solchen Situationen, also im Täter, und ihn zu Boden ränge. Als eine fiktionale Fama von der Rettung der Menschheit wär dies ein Appetitum maximum, an dessen Kochrezept man für den Frieden arbeiten muss. Valenteano wird uns bald darüber mehr erzählen, schätze ich.

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1438/16: Audio-Paparazzi: „Black Coffee“ – performed by The Xtraordinary JazzBirds

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Kaffee (gif)

Der Konsument heißer, zerstoßener bzw. gemahlener Kaffeebohnen heißt nicht Kaffa bzw. Kaffer oder Ciabatta, der Tabak konsumierende Genüssling nicht Tabaka, Tabakluder oder Tabaluga. Der Cannabis sativa (Hanf) rauchende Gebrauchsmensch wird allerdings als Kiffer bezeichnet. (Auszug aus Fünfzehn: Von schwarzem Kaffee, The Xtraordinary Jazzbirds, Link unten)

Auf die Notwendigkeit, bei Zeiten eines Frühstücks am Sonntag einen schwarzen Kaffee einzunehmen, muss man nicht noch hinweisen.

Er gehört zum Sonntagsfrühstück für die meisten Menschen. Das Heißgetränk ist beliebt und wird immer hübsch variiert. Dass er eine stringente Oberflächenspannung allein durch Hinzugabe von genügend Schwarzpulver bildet (siehe oben), mag verwundern. Man kann Kaffee trinken, bis das Blut in den Adern rauscht. Schmeckt eindeutig besser als Red Bull. Black Coffee verleiht nämlich Flügel: In der Kunst ist Kaffee fester Bestandteil. Picasso, Dalí und alle großen Künstler haben ihn heiß genossen. Kalter soll hübsch machen, wird gescherzt.

Die Berliner JazzBand The Xtraordinary JazzBirds hat den 6/8tel-Blues kürzlich aufgenommen. Sängerin Siri, Gitarrist Andreas Gäbel, Pianist Stefan Brandenburg, Bassist Randy Scott und Drummer Tommy T. Tulip, ein Quintett, geben den Song von Sonny Burke (Musik) und Paul Francis Webster (Text) leicht vertont und passend zum Frühstück. Wegen der Allgemeingültigkeit guter Bohnen ist der alte Song heute hier das Lied des Tages.

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1437/16: Audio-Paparazzi: ‚The Hourglass‘ – performed by VALENTEANO #LiedDesTages

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Das Stundenglas.

Ruhe, Frieden, Gelassenheit.

Schönen Sonntag.

Das Lied des Tages.

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1436/16: Positionen: Rettet die Livemusik

Veranstaltungsstatistik auf facebook

Black Coffee (gif)

Das war ja ganz einfach.

Es soll Kaffee und Kuchen geben. Das kleine Café am Teltower Damm ist dafür wie geschaffen, ein kleiner Livegig meiner Jazzband. Das Great American Songbook. Ganz gepflegte Jazzmusik, Kaffee und Kuchen, und wer will, bekommt Schlagsahne und ein Eis. Schnell habe ich eine Veranstaltung auf facebook erstellt und bisschen Veranstaltungstrompeter gespielt. Promotion machen, Zuschauer interessieren.

Wir kennen das von diesen sozialen Party-Unfällen im Internet. Auf facebook stand: Party bei Helga, wer will, kommt, es gibt Freibier. 2.500 Leute kommen auch, Helga ist stocksauer und Hans, der mit Helga befreundet ist, fertigt künftig nie wieder soziale Veranstaltungseinladungen für Helga. Befreundet war: Sie hat ihm die Freundschaft gekündigt.

Ich freue mich sehr. ich hatte meine 5.679 Freunde weltweit eingeladen und als hätte ich geahnt, ist Jazzmusik im Moment einfach wieder mal total up to date. Irgendwie ist es mir gelungen, einen viralen Sommerklickhit zu inszenieren. Morgen Abend sind 6.470 zahlende Gäste zu je 5,- € pro Karte da. Von den 27.053 Interessenten kommt erfahrungsgemäß nur die Hälfte, das sind -abgerundet- weitere 10.025 Zuschauer. Heute Abend habe ich noch schnell bei der Waldbühne angerufen. Mist: Das Ordnungsamt hat Jazzkonzerte wegen drohender Lärmstörungen an Donnerstagen untersagt, wie es heißt aus grundsätzlichen Erwägungen. Na, das war ja zu erwarten.

Werden wir die Veranstaltung einfach weiterhin wie geplant bei Annelieses Eiscafé am Teltower Damm in Zehlendorf durchziehen. Ich hatte auch die Straßenbahn in Wilmersdorf angefragt, wo The Shevettes so schön ihr Video drehten. Und abgesagt: Zu viele Sitzplätze. Annelieses Eiscafé hat einen schönen Vorgarten. Wir machen einfach die Fenster auf.

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