1235/15: Video: Hör mal, wer da hämmert. Wish You Were Here for A Day In The Life #mashups

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Wish You Were Here/ A day in the life – Pink Floyd & feat John Lennon

Dass sich das künftige Denken Bahn bricht, indem es aus unkonventionellem Gedankengut schöpft, könnte als die Erfindung dieses Jahrtausends weltweit Fuß fassen. Die Menschen haben Erwartung, Erziehung und Konvention. Wer aus diesem Raster ausbricht, wird entweder künftig als verrückt bezeichnet werden oder zum Retter der Welt. – Nicht mehr aufzuhalten ist die Verknüpfung im Denken, was Suchparameter angeht, die eigentlich nicht zusammenpassen. Das Beispiel dieses Videos illustriert es sehr anschaulich: Wer wäre schon auf die Idee gekommen, auf google nach Wish You were here for A Day in The Life zu suchen? Doch nur die vollkommen Behämmerten? Irrtum.

Wenn man eine gutfunktionierende Küchenmaschine hernimmt und die Musikgeschichte, so wie sie mal war, hinein gibt, entsteht ein neuer, noch mürberer Teig. Das große Kneten: Aus alt macht neu und aus neu etwas ganz anderes, und sei es ADHS in äußerst zuspitzender Form mit Aufmerksamkeitsgarantie, dass es so etwas noch nie gab.

So ungefähr ist das Ergebnis dieses Videos mit angeschlossenem Audioinhalt. Verrückt, aber wahr. Und es passt.

Große Arbeit.

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1234/15: Nachruf: Max Greger (* 2. April 1926 in München; † 15. August 2015 ebenda)

Trauerkerze

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Zwei Namen hatte er da nur vermerkt: James Last und Max Greger. Gott war von beiden Orchesterchefs dermaßen begeistert, dass er sich dachte: Der James hat den Menschen schon genug Freude gebracht, jetzt soll er mich mal unterhalten. Und so geschah es, am 9. Juli 2015. Dass Gott nur 36 Tage danach mit Max Greger den zweiten deutschen Weltklasse-Bandleader zu sich rief, hat nichts mit göttlicher Ordnungsliebe zu tun. Sondern mit Menschenliebe. (aus „BILD“, ungewohnt nonchalant textend, mein Chapeau!)

Sie sind alle elende Spießer. Spießer sind sie, Spießer bleiben sie, durch die Bank weg. Die spießbürgerlichen Spießgesellen sitzen in allen gesellschaftlichen Schichten, wenn man von solchen überhaupt sprechen kann. Durch die bundesdeutsche Gesellschaft gehen viele Risse. Zufälle: Dieser Artikel trägt die Nummer 1234. Wir schreiben den Monat 08/15. Es wirkt alles so beliebig. Aber ist es das?

Es sind die Bankangestellten mit dem gestrengen Dresscode zur Arbeit. Die Polizeibeamten, die finden, dass in Deutschland Recht und Gesetz nichts mehr gelten. Die Punks, die vor dem U-Bahnhof stehen, No Future brüllen und meinen, sie wären was Besseres. Die Musiker, die glauben, weil sie erst zu einem bestimmten, etwas späteren „Zeitpunk“ zur Welt gekommen sind, hätten sie die musikalische Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie könnten Kohl-Wähler sein, denn von ihm kommt dieses Sujet von der Gnade der späten Geburt. Pfui Deibel.

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1233/15: Lied des Tages: Anoushka Shankar – Ein sitarner Nachruf auf Ravi Shankar

Concert For George - Remembering!


Sinfini Session: sitar player Anoushka Shankar pays tribute to her father, Ravi Shankar

Von wem sollten wir lernen? Von John Lennon? Von Kurt Cobain? – Erinnerungen sind stets romantisch. Sie subsummieren unsere Gedanken oft unpräzise und stacheln uns auf, was gewesen ist, romantisch zu verklären.

Das Concert For George, eine Erinnerungsveranstaltung zu Ehren des verstorbenen Beatle George Harrison, gehörte für mich zu den absoluten Highlights meiner musikalischen Initiation. Dabei war diese recht ansehnlich fortgeschritten, damals als es stattfand.

Wenn wir 2015 Twitterstreams betrachten, stoßen wir auf Twitterperlen, wie diese: „Wir leben in einer Welt, in der man Sami Slimani und Dabibee kennt, aber nicht Kurt Cobain und John Lennon. Ich möchte das nicht.“ (Twitteraccount @extrakaese) – Und mit Verlaub: Das ist Käse. Dieser Tweet ist irgendwie reaktionär, wie Beton soll alles bewahrt werden. Nur ja nichts Neues. Nein danke. Es wird hoffentlich noch ganz viel Neues geben, das sagt mir mein Aurin, meine Kindliche Kaiserin, sie heißt Neugier.

Inzwischen verstehe ich den Tweet besser, 14-jährige wussten, mir den Tweet verständlicher zu machen. Ich verstand zunächst nur das Ende. Ich finde, Cobain und Lennon darf man partout nicht vergleichen. Dass ich inzwischen verstehe, was dieser Tweet mir sagen soll, ist schließlich den Erläuterungen eines 14-jährigen zu verdanken. Und so ist es, man muss denken in jede nur erdenkliche Richtung und aus jeder Altersperspektive heraus. Wir Älteren können von den Jungen lernen.

Und umgekehrt.

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1232/15: Lied des Tages: „Sei mein Fan“ – von Jimi Weissleder

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Jimi Weissleder – Sei mein Fan (via youtube)

Trau Dich: Also, nein, nicht heirate. Sei meinungsstark. Und damit unverwechselbar. Damit ich dir trauen kann!

„Sei mein Fan – Jimi Weissleder
Aus dem Album „Faust auf’s Auge“ (2014)

Er trägt einen Stern vor sich her, der seinen Namen trägt, oder besser seine Initialen. Jemand hat mal zu mir gesagt, diese eine Geschichte, die da über ihn im Internet stehe, die fände er echt doof. Die sollte raus, hat er gesagt. Ich hab die Geschichte gelesen und fand sie richtig prima geschrieben. Für mich ist folgendes richtig: Wenn etwas über dich im Internet steht, weil du als Künstler in der Öffentlichkeit stehst, dann ist das schon mal die halbe Miete. Du bist wichtig, wenn man über dich redet. Du kannst dir allerdings nicht aussuchen, wie man über dich redet.

Wenn wir einen Namen lesen und gleich ein ganzes Kopfkino angeht, ist das schon mal die halbe Miete. Brettharte Rockriffs, weit nördlich von Australien, AC/DC und ähnlichem, schleppendes schweres Drumming: Jimi Weissleder ist heute Morgen mein Johnny Weissmüller, der mal Tarzan war und den Ruf des Dschungels perfekt beherrschte.

Inzwischen hat Jimi Weissleder diese Aufgabe nonchalant übernommen: Sei mein Fan ist witzig, schwermetallig rockig, riffig extravagant bekannt und gefällt. Deswegen heute, in der guten alten Tradition dieser Website das #LiedDesTages.

Glückwunsch. Abseitiger Gedanke am frühen Morgen: Gentechnologie drückt uns wider Willen ihren Stempel auf, es sind Initialen der Konzernverbände, ihre Namen bestehen aus ein, zwei Buchstaben zum nicht verwechseln, wir nennen sie heute morgen: „Gen-Initialen“. Deren Fans aber werden wir nie. Versprochen.

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1231/15: Positionen: Mir ist heiß. Auf Facebook werden gif-Dateien nicht richtig angezeigt.

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Ich zeige hier nicht die fantasiereichen, lüstern heißen und muskulösen fast ganz nackt-Fotos von Lenny Kravitz, die ich gerade sah. Denn eigentlich habe ich nach einem Elefanten gesucht, der einem nackten Mann auf das beste Stück schaut und sich wundert, wie der mit einer so kleinen Nase atmen kann. Naja, Ihr kennt das.

Früher wurden gif-Dateien als erste Multimediakunst gefeiert. Sie galten als der Inbegriff grenzenloser Moderne. Inzwischen haben nur noch solche Leute welche in Verwendung, die keine Ahnung von gut gestalteten Homepages haben. Ganz verallgemeinernd gesagt.

Sie sind weitgehend bedeutungslos geworden. Wenn man sich auch immer wieder gern an ihnen ergötzt. Wir haben hier schon mal David Bowie auf diese Art und Weise gezeigt. Und den Jaggger, seinen Schlagzeuger, also ihn, den Watts. Hier. – Sidekick: Denke ich an die Hitze im Moment, denke ich an Nina Hagen und einen der genialsten Fotografen Deutschlands weltweit, an Jim Rakete (Abbildung oben).

Diese sehr schöne Datei eines Herrn Jackson, der mal den Moonwalk recht gut konnte, als hätte er ihn erfunden, habe ich hier nur eingebunden, um sie auf facebook paar Freunden zu zeigen. Wir haben da so eine kleine Gruppe.

Achtung! Dieser Beitrag ist nicht für jedermann geeignet. Um ihn zu verstehen, muss man in der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook sein. Bitte anderenfalls ignorieren.

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1230/15: Linktipp: Was Amy Winehouse so besonders macht, erzählt die Blindgängerin mit überzeugenden Argumenten

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Ganz wichtig war es ihr, als Jazzsängerin anerkannt zu werden.
Die schönen und ganz schön traurigen Melodien nehme ich eigentlich nur wahr, wenn ihre dominante Stimme pausiert. Sie beherrscht perfekt die Kunst der musikalischen Pause.
Eine Pause genau an der richtigen Stelle, nicht zu lang und nicht zu kurz. Eben nicht zu singen oder sein Instrument nicht zu spielen, ist mindestens genauso schwierig wie das Singen oder Spielen an sich. Amy verzichtet auf Füllsel wie schubidu, lalala und yeahyeahyeah und Backgroundsänger(innen) sind mir auch nie aufgefallen. Die Blindgängerin, Auszug vom 10.08.15

Barbara Fickert ist Die Blindgängerin. Auf ihrem Blog beschreibt sie erzählerisch dicht, nachvollziehbar, leicht und luftig, aber mit Schwere ihre Erinnerungen an Amy Winehouse. Diesen Erinnerungen haben wir uns hier verschiedentlich gewidmet. Diese Perle der fortgeschrittenen, anspruchsvollen Unterhaltungskunst ist jetzt Gegenstand von vielfacher Erörterung, zuletzt in einem Film namens „Amy“, der just in die Kinos gekommen ist.

Das lesenswerte Blog Blindgängerin (blindgaengerin.com) ist verlinkt, die Filmrezension datiert auf den 10.08.15 – unbedingt lesen und hingehen und sich den Film anschauen. Wie man so sagt: Großes Kino.

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1229/15: Lied des Tages: Der Horizont rückt näher und was keiner weiß, jeder denkt das eine, doch dafür ist´s zu heiß!

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Ideal: Sex In Der Wueste (Original clip 1982)

Official, but never released video clip 1982
Director: Gerd Vennemann
from the album Der Ernst Des Lebens

Wetter – Wetter – Wetter – Jetzt, wo Berlin kochen soll, knapp unter pfirsisch Grad, da denkt niemand daran. Außer die, die es damals miterlebt haben. Die Berliner Band IDEAL veröffentlichte die Gebrauchsanleitung zum glücklich sein. Woran jeder dachte, sich niemand drum kümmerte. Die schönste Nebensache der Welt. Die Zeiten waren so. Ideal trat in der Berlin-Zehlendorfer Schultheißbrauerei an der Anhalter Straße auf. Schätzungsweise 7.000 Leute auf dem Hof des besetzten Geländes.

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1228/15: Geschichte: „Berlin, Berlin“ – Dein Herz kennt keine Mauern

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John F. & Die Gropiuslerchen – Berlin, Berlin (1987)

John F. und die Gropiuslerchen war das deutsche Musik-Projekt des Produzenten Jens Tröndle und des Musiker- und Autoren-Teams Rainer Konstantin, U. W. A. Heyder (Uwe Heyder) und Conny Göckel (Konrad Göckel). Zu Berlins 750-Jahr-Feier erschien 1987 unter dem Namen John F. und die Gropiuslerchen der Titel Berlin, Berlin (… dein Herz kennt keine Mauern). Der als Geheimtipp gehandelte Rapsong war mit O-Tönen von John F. Kennedy, Willy Brandt, Walter Ulbricht und Ernst Reuter bestückt, wurde von den Berliner Radiosendern, insbesondere dem RIAS, häufig gespielt, erreichte jedoch deutschlandweit keine Chartplatzierung. Nach dem Fall der Berliner Mauer entstand Berlin, Berlin (Die Mauer ist Weg), eine der Zeit angepasste Version des Liedes mit O-Tönen von Hans-Dietrich Genscher, Walter Momper und Ost-Berliner Demonstranten. Im Dezember 1989 gelang der Sprung in die deutsche Hitparade, wo sich der Titel 9 Wochen hielt und Platz 29 erreichte.

(Quelle: Deutsche Wikipedia)

Und, ja, wer erinnert ihn nicht, den guten, alten Brandt-Zwieback?

 

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1227/15: Nachgedacht: Sarah Connor rührt Jürgen Jürgens zu Tränen #LiedDesTages

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Sarah Connor rührt zu Tränen „Muttersprache 2″

Wenn der Tag gekommen ist
und ich meine Augen schließe
und mich mein Löwenmut verlässt.
Wenn der Tag gekommen ist
und ich mit dem Wasser fließe,
hoffe ich, dass ihr mich nicht vergesst.

Ich will keine Trauerreden,
ich will keine Tränen sehen,
kein Chor, der Hallelujah singt.
Ich will, dass ihr feiert,
ich will, dass ihr tanzt,
mit ‚nem Lächelndenblick
und ‚nem Drink in der Hand,
‚nen Heißluftballon, auf dem riesen groß steht:
Das Leben ist schön,
auch wenn es vergeht.

Und wenn ihr schon weint,
dann bitte vor Glück.
Dann bin ich da oben
und ich sing‘ mit euch mit.
yeaahhh
und ich sing‘ mit euch mit.
mhhh

Sarah Connor – aus: „Das Leben ist schön“

Sarah Connor ist im Interview mit Jürgen Jürgens und er berichtet, er habe nach dem Grönemeyer-Album Mensch das erste Mal wieder geweint, als er die Songs des neuen Albums von ihr durchgehört habe. Auf Nachfragen von Sarah versichert er: Bei mehreren.

So muss Musik sein. In der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook habe ich kürzlich eine Räuberpistole entworfen, die geht sinngemäß so: „Der Auftritt der Band war wirklich klasse. Und als die Sängerin von der Bühne stieg und anfing, mir die Füße zu kitzeln…. – selten hätte mich eine Sängerin so berührt.“ – Okay, das war die Gagfabrik. Dahinter aber steckt tierischer Ernst. Und eine Wandlung der deutschen Sarah (des deutschen Michels) von der Pop- und Hitklabunde Sarah Connor aus Delmenhorst zur ernsthaften Künstlerin. Dabei hat Sarah mindestens langjährig einen festen Berliner Mitarbeiter, den Bassisten Robert Teigeler aka Rob Tyger.

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1226/15: Lied des Tages: Herwig Rudolf Mitteregger, „Rudi“

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Herwig Mitteregger – Rudi from timmi x on Vimeo.

Herwig Rudolf Mitteregger (born 1953) is an Austrian musician who lives in Hamburg. He became famous with the Nina Hagen Band and he was also a member of German rock band Spliff.
‚Rudi‘ is taken from his first solo album ‚Kein Mut. Kein Mädchen, released in 1983.

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1225/15: AudioPodcast: Von musikalischen Erinnerungen von Andreas Hommelsheim – CD-Review „Memories in Melodies“ #B3

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Cassettenrecorder, Interviews

Cassettenrecorder, Interviews

Ein musikalisches Schäferstündchen erster Kajüte stellt der AudioPodcast von blackbirds.tv vom 26.07.15 dar: Wir haben Andreas Hommelsheim an seiner musikalischen Hauptwirkungsstätte besucht und mit ihm über die neue CD „Memories in Melodies“ seiner Band B3 ausführlich gesprochen. Und ja: Es gibt ungelöste Fragen (Wer ist Markus?), alte Geschichten, einen ersten Jimi-Hendrix-Auftritt im abgerissenen Sportpalast und ein Colosseum-Gig in der Deutschlandhalle. Alles Erinnerungen, die mehr oder minder ihren Niederschlag finden auch im neuesten Audio-Gesamtkunstwerk der Band B3.

1982 tourt der Berliner Musiker Andreas Hommelsheim mit Stefan Waggershausen durch Deutschland. In dieser Zeit hat er viel getourt. In München arbeitet Sarah als Produktionsleiterin und Artist Relations Manager für die großen Veranstalter Mama Concerts (Marcel Avram und Marek Lieberberg). Es ist eine schöne Zeit, es fehlt an nichts und die Musiker werden gut betreut. Es gibt auch einen Fahrer.

Zwischen Andreas und Sarah funkelt es mächtig, nein, es brazzelt. Eine schöne Sache. Sieben Jahre später haben sich beide aus den Augen verloren, da meldet sich Sarah telefonisch bei Andreas nachts um 0 Uhr in Berlin. Sie sei auf einer Stippvisite in Berlin, ein Wiedersehen wird arrangiert, man trifft sich im 5-Sterne-Hotel Kempinski, Hotellobby, zieht aber kurzerhand um die Ecke ins Schwarze Café in die Kantstr.. Dort erzählen sich die beiden Turteltäubchen eine ganze Nacht lang ihr Leben. Jeder seins dem Anderen.

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1224/15: Lied des Tages: Angelika Mann „Heute war ein Tag“, Traumzauberbaum, deutsche Eiche und die Gabe der Verwandlung

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Originalcover "Piktors Verwandlungen" - Anyone´s Daughter

Originalcover „Piktors Verwandlungen“ – Anyone´s Daughter


Angelika Mann : Heute war ein Tag

Das hab ich neulich auf facebook als Statusmeldung gepostet: „Heute ist wieder so ein Tag: „A Day In The Life“ – Womit ich mich auf die Beatles bezog und auf meine Erinnerung an früher, an viel früher. Heute erinnere ich mich an einen Song, der 1984 nicht erschienen ist. Gesungen von einer Frau mit einer Range von Nutbush City Limits bis hin zum ganz wachsweichem Lied.

So hart war er nicht, der Reinhard Lakomy. Zwei Schreibweisen bezeichnen den Harten wie den Zarten. Reinhar(d)/(t) mit weichem „d“, war eher so ein weicher, lyrischer Nachdenklicher. Ein ganz und gar bezaubernder. Für die Menschen aus der früheren DDR war er ein Magier des Märchenhaften. Auf sein Konto ging der weltberühmte Traumzauberbaum des Ostens. Während im Westen Piktors Verwandlungen als Album von Anyone´s Daughter anstand. Was Erfolg angeht, kann es Lakomys Arbeit nicht das Wasser reichen. Angelika Mann nannte und nennt man heute noch „Die Lütte“. Sie hat neben Lakomy, aber auch allein, DDR-Musikgeschichte geschrieben und tourt, tritt auf und singt noch nach wie vor, einen festen Platz im Herzen vieler Menschen einnehmend.

Der hier vorgestellte Song aus dem Jahre 1984 stammt aus der Feder von Reinhard Lakomy, Text von Monika Erhardt-Lakomy. Seinerzeit blieb der Song unveröffentlicht. 1985 reiste Angelika Mann nach einem Ausreiseantrag aus der DDR aus und siedelte nach Westberlin über. Reinhard Lakomy verstarb 2013 viel zu früh. Sein Grab ist auf dem Friedhof Blankenburg. Piktors Verwandlungen können hier nachgehört werden.

Surabaya Johnny: Nehmt mal die Pfeife aus´m Maul. Einen guten Eindruck von der breiten Range von Angelika Mann kann sich der Interessent hier einholen….

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1223/15: Lied des Tages: Johnny „Haschkeks“ Rockinger und „You Are So Beautiful“

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Johnny Haschkeks (Foto: Johnny Haschkeks)

Johnny Haschkeks (Foto: Johnny Haschkeks)


Johnny Haschkeks – you are so beautiful [*Directors Cut]

Das schaffen nur die wenigsten: Dass es Johnny Haschkeks schafft, mit dem Song zweimal das „Lied des Tages“ zu sein, das hat es hier noch nicht gegeben. Kommissar Zufall half mit. Bzw. Kommissar Tulip, Szenefletcher

Apropos Fletcher: Im Film ‚Whiplash‘ – ein 19jähriger, angehender Bigband-Jazzdrummer reibt sich an seinem Bigbandleiter Fletcher auf, der ihn nach allen fiesen Regeln der Educationbranche fertig macht, um ihn seinem Vorbild ein Stück näher zu bringen – Buddy Rich. Umwerfend besetzt, ein sehr nachdenklich machender Film über den Anspruch, Weltklassemusiker werden zu wollen – und übrigens kein Witz. Oder: Spielen bis die Hände bluten… – unbedingt ansehen.

Der Mann hat viele Namen: Johnny Haschkeks, Johnny Hannover, Johnny Rockinger. All das ist er auch. Ein Karma Chamäleon. Ein Don Leon, ein Salonlöwe gegen die  spießbürgerliche Angepasstheit, bourgeoise Langeweile und Bullshitfaktor.

Mehr über Johnny hier….

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1222/15: Lied des Tages: „Merci Cherie“ – Various Artists – Eine unerhörte Kollektion

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Udo.Juergens

Jassy Jazz, bürgerlicher Name Jasmine Seper, kommt aus Wien.

Ihre Version des Udo Jürgens-Klassikers verdient Gehör. Viel Spaß damit.

Verlinkt noch ein paar weitere Versionen des Jahrhundertlieds.

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1221/15: Lied des Tages: Griechischer Grexit, europäische Union und „Lass mich, ich muss Wein.“

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Udo.Juergens

Udo Jürgens mit dem Johann-Strauss-Orchester Frankfurt (Frankfurter Sinfoniker) unter Leitung von Günther Gräf, dem Orchester Pepe Lienhard und dem Studio Chor Frankfurt unter der Leitung von Alexander Muchin bei einem HR-Live-Mittschnitt des Konzertes beim Hessentag 1998 in Erbach.

Sein Tot ist hier beklagt worden in einem Nachruf.

Eine opulente, andersartige Version des berühmtesten deutschen Liedes „pro Greece“ (und damit nicht #Grexit), einer der absoluten deutschen Gastarbeiter-Evergreens, den jeder kennt.

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1220/15: Lied des Tages: „Hey Oh“ – The Karl Schloz Basement Band

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Hey Oh — The Karl Schloz Basement Band

Karl Schloz (guitar, voc)
Stuey Kamp (bass)
Max Grevenbrock (drums)

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1219/15: Historie: Im Schattenreich des Ungeregelten – Jürgen Kerth, ‚Der Blues von der Grauen Maus‘ (1982)

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Der Blues von der Grauen Maus, Juergen Kerth & Band, live 1982

Hochburgen waren private Kneipen und Tanzsäle im dörflichen Süden der DDR und an der Peripherie größerer Städte, etwa in Gaschwitz, Auerbach-Hinterhain, Annaberg-Buchholz, Röderau, Mülsen St. Niclas, Limbach-Oberfrohna, Pössneck-Schlettwein, Ebersbrunn, Teichwolframsdorf, Schöneiche, Eulo, Neupetershain, Ruhland, Altdöbern, Werben, Hohen Neuendorf, Teltow, Mahlow und Freiwalde. Dort führten geschäftstüchtige Betreiber ein anarchisches Regime, das sich um Hygiene, Jugend- und Brandschutz ebenso wenig kümmerte wie um die offizielle Zulassung der Bands. Wer den Einlass passiert hatte, betrat quasi rechtsfreien Raum. Hier war es eng, laut und verqualmt. Flaschen wurden herumgereicht, Bier, Wein und Schnaps in rauen Mengen ausgeschenkt. Manchmal pumpte der Alkohol das Adrenalin in die Höhe. Trotzdem ging es friedlicher zu als bei jeder Dorfdisco. Über dem Chaos thronte der Geist von „Love & Peace“. Und die Musik hielt das eigenwillige Happening wie eine Klammer zusammen. (Michael Rauhut)

Weiterführend

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1218/15: Gigs, Preview: Es ist eine Sensationsnachricht: Carlos Santana im Kreuzberger Yorckschlösschen (28.06.15 um 11.00 Uhr)

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Olaf Dähmlow, Kulturunternehmer, Yorckschlösschen, Initiator eines Frühstücksbrunchs, zu dem es musikalische Santanische Verse zu hören geben wird

Banner FotoCreditsCarmen Jasmyn Hoffmann (Link unten)

Was wird das geben? – Eine Samba Party? Also eine Privatballade, auf der Gitarre elegisch soliert, zum warmen Gruppenschunkeln so wie früher?

Ob eine „Black Magic Woman“ erscheint? Cindy Blackman-Santana zum Beispiel? Yorckschlösschen-Chef Olaf Dähmlow ist etwas Unmögliches gelungen und die Berliner Szene rätselt nun, wie es ihm gelingen konnte. Nein, kein Scherz: Carlos Santana wird am 28.06.15 um 11.00 Uhr im Livelokal von Dähmlow an der Yorckstr. auftreten.

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1217/15: Lied des Tages: „Spreekanal Sonnenschein“ – performed by Hans Rohe und Karl Neukauf

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Musik: R.Davies / Text: H.Rohe
Hans Rohe: Gesang, Gitarren, Bass, Schlagzeug
Karl Neukauf: Orgel, Piano

Sehr schöne, neue, deutschsprachige Liebeserklärung an Berlin, im Original von den Kinks.

Übrigens: Leben ist sehr kompliziert, sagt Hans Rohe. Eigene Überlegungen dazu stellt auch Karl Neukauf an.

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1216/15: Nachruf: James Roy Horner (* 14. August 1953 Los Angeles; † 22. Juni 2015 im Los Padres National Forest, Kalifornien)

Trauerkerze

Heute #LiedDesTages: Soundtrack „AVATAR“ – Der Film

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„Wir haben eine bewundernswerte Person mit einem riesigen Herzen und beispiellos viel Talent verloren. Er starb, während er das tat, was er liebte.“ James Horners Assistentin Sylvia Patrycja auf ihrer facebook-Seite

Ein Schlag in die Magengrube der Feinfühligen. James Horner ist tot.

Ein Flugzeugabsturz im National Forest von Kalifornien. Ja, Fliegen ist gefährlich. Erica Jong wusste es, meinte es aber anders: „Angst vorm Fliegen“. Wir machten 1986 ca. das „Angst vorm Wiegen“ (Audio hier) draus, meine Deutschrockband „MOK“, die wir so nannten, weil zwischen den Initialen von Minimaler Konsens ein grafisches Quadrat (Bild hier) reingezeichnet war. Mit der Zeit verschmolz das M mit dem K und zwischen beiden blieb nur das Planquadrat. Unkundige lasen nunmehr MOK, so wurde aus dem Ansinnen, mit dem minimalen Konsens aller Beteiligten Musik zu machen, schließlich das Kofferwort MOK etwas gar nicht Existentes, das es bis dahin noch niemals gegeben hatte.

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1215/15: Lied des Tages: Liebe tut weh. Poly deluxe „Love hurts“ , Saxophon: David Langner

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poly deluxe „Love hurts“ , Saxophon: David Langner

Ilka Posin: Gitarre, Gesang, Cajon – Karl Neukauf: Piano, Gesang – als Gast: David Langner (Saxophon)

Der Song Love Hurts wurde zuerst 1961 von den Everly Brothers aufgeführt. Mit der Interpretation durch die schottische Band Nazareth wiederveröffentlicht, wurde er zu einem Welthit.

Sänger Dan McCafferty hatte ganz offensichtlich vergessen, vor der Aufnahme des Stücks den Hals- und Rachendrops rechtzeitig zu lutschen. Oder das hatte Methode. Wir erinnern „This Flight Tonight“. Niemand hatte zu jener Zeit eine ähnlich raue Stimme. Joe Cocker vielleicht noch, aber der war ja von Sinnen und fiel des Öfteren besinnungslos in die Orchestergräben vor den Bühnen der Welt. McCafferty nicht.

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1214/15: Nachruf: Randolph Denard Ornette Coleman (* 9. März 1930 Fort Worth, Texas; † 11. Juni 2015 New York City)

Trauerkerze

Trauerbanner_Blackbirds.tv


Ornette Coleman Trio Performing The Soundtrack (1966) [DVD quality]

Ich kann gar nicht so viel schreiben, wie sich dieser Tage anbietet. Erinnern wir uns an Miles Davis: Er mochte sie nicht, diese Tintenpisser. Spielte mit abgewandtem Gesicht und pflegte gern zu sagen, er rede nicht gern über seine Musik, denn die Musik, die rede für sich selbst. Da irrte Mister Davis wahrlich nicht.

Anstatt vieler Worte ein kurzer Film über Ornette Coleman.

Tja, es hagelt Todesnachrichten in diesen Tagen.

Nachrufe schreiben: Ein ambitioniertes Projekt.

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1213/15: Nachruf: Hans ‚James‘ Last (* 17. April 1929 in Bremen; † 9. Juni 2015 in Florida, USA)

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„Wir müssen alle atmen, und wenn man dies bei den Streichern übersieht, leiert die Musik dahin, dann fehlt der Nerv, die Intensität. Ich lasse die Unterstimmen über den eigentlichen Notenwert hinwegklingen, überhängend sozusagen, so dass über der Melodie noch eine Harmonie liegt, die sich dann etwa in den Bässen fortsetzt. Daraus ergibt sich ein Nachhallklang, der nicht aus der Raumakustik entsteht, sondern schon in der Partitur notiert ist: Eben das ist charakteristisch für den Last-Sound und macht unsere Streicher unverwechselbar.“
Hans ‚James‘ Last, in „Mein Leben“

Wir machen uns Gedanken darüber, wie man den Bassisten (Sting) zum heimlichen Bandleader macht? Es gibt keine Zufälle. James Last, Bassist, ist und war Bandleader. Ein ganz Großer! Erfolgreich wie kaum ein anderer, prägte er eine ganze Musikgattung, die man „Happy Sound“ nennen könnte. Die Doofen Olli Dittrich und Wigald Boning hätten es „Melodien für Melonen“ genannt.

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1212/15: Konjunktive: Wie man als Bassist zum Bandleader werden könnte, irrt Sting zu urteilen oder ist es der Schalk?

Sting.Bandleader


B3 live Ron Spielmann on guitar , Ille on vocals ..in the A TRANE berlin

„Weißt du, der Klavierspieler kann einen C-Akkord auf dem Klavier spielen, aber es ist nur ein C-Akkord, wenn ich auch ein C auf dem Bass spiele. Wenn ich irgendetwas anderes spiele, ergibt das einen völlig anderen Akkord. Zum Beispiel ein A. Du kontrollierst also die Harmonie!” (Sting über den Bassisten als
Bandleader, Quelle: Interview auf singingbassist.de)

Selbstverfreilich ist das Koketterie und der Wunsch ist Vater des Gedankens. Denn was Sting kann, kann jeder Pianist. Einen anderen Ton drücken, quasi um sich selbst ad absurdum zu führen. Und nun? – Es ist ein Konjunktiv: Es könnte so sein. Oder ganz anders.

Das ist der Nachteil vom schriftlichen Interview. Wir sehen nicht, ob der Herr verschmitzt grinste, jeder Humorik unverdächtig. Nehmen es nun als perlende Erkenntnis hin. Und schon wird es überall zitiert. Von Bassisten.

(Das Video zeigt die Berliner Band B3 mit dem Gastsänger Ille Hamma im Oktober 2014 im A-trane) – Lineup: B3 special CRAZY mit Ron Spielmann (guitar), Ille (Vocals), Andreas Hommelsheim (Keys), Chris Krauss (Bass) , Lutz Halfter (Drums)

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1211/15: Lied des Tages: „Merci Cherie“ – performed by Nikko Weidemann

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Udo.Juergens

War einmal ein kleiner Junge und eine Ukulele. Hieß er wohl Nikko Weidemann (Baujahr 1961) und fand er Udo Jürgens so schön.

Viel später wird was ganz anderes draus: Nikko Weidemann, schon sichtlich älter, tritt irgendwo auf und gibt Udo Jürgens wieder erneut die Ehre. Diesmal auch mit einer anderen Schlagzeuginstrumentierung, die aufhorchen lässt. „Merci Cherie“, mon cherie, Konfekt des Lebens, so schön war unser Leben, rückblickend betrachtet. Wir werden ein bisschen sentimental und freuen uns über eine sehr gelungene Coverversion von Nikko Weidemann.

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1210/15: Record Release: Soeben eingetroffen „Memories In Melodies“ von „B3″ aus Berlin

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Eine Weltproduktneuheit heute im offiziellen Blackbirds.tv-Büro: Eine Tastaturschablone gegen den alltäglichen Büro- und Arbeitswahnsinn. Das erste offizielle Foto seht Ihr hier schon. Später gibt´s noch was auf die Augen und Ohren, aber das ist eine andere Geschichte. Erst wird geelchtestet.

Das „B3″-Office-Keyboard ist eine jener speziellen Rare & Vintage-Applikationen, die der geneigte Musikliebhaber tagsüber auf dem Schreibtisch drapiert, um sich noch als Mensch zu fühlen. Bzw. wieder.

Denn tagsüber ist nie Zeit für sinnvolle Sachen. Das böse „A“-Wort (Arbeiten) hindert den Menschen, zu leben und zu tun, wie es ihm gefällt. Die neue CD Memories In Melodies ist jetzt auf der offiziellen Blackbirds-Teststrecke. Dort wird sie von allen Seiten an- und hinterleuchtet, und hinterher gibt es eine Blackbird´sche Erzählung. Ihr kennt das.

Wir lesen uns noch.

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1209/15: Video: „Fickersong“ von Marie Meimberg #LiedDesTages

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FICKERSONG # Marie singt

Spiel ihre ganzen Spielchen nicht mit und sei wie ein Baum, gelassen, wenn sich ne Horde Wildschweine dran reibt…, sehr schöner Text, den Marie Meimberg von sich gibt…sehr ehrlich, herrlich ehrlich…

Für gutes oder schlechtes Benehmen gibt es keine festen Regeln. Sie hängen bestenfalls vom Benehmer selbst ab.

Wenn der etwas tut, das die Anderen so nicht erwarten, kann man das zivilen Ungehorsam nennen.

Oder Spaß.

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1208/15: Lied des Tages: Karl Schloz wünscht alles Gute mit Musike: „I Only Wish You Well“ – Von Kunstbegriffen und Grenzenlosigkeit

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I Only Wish You Well—The Karl Schloz Basement Band

„I Only Wish You Well“ written by Karl Schloz
Karl Schloz-guitar/vox
Stuey Kemp-bass
Max Grevenbrock-drums
Recorded and filmed by Franz Rodeck
@ Culture Container, Berlin
May 17th, 2015
www.karlschloz.com
www.facebook.com/kschloz

Die Kunst liegt wie gesagt nicht darin, sich künstlerisch festzulegen auf ein festes Förmchen Kultursand. Sie liegt vielmehr darin, etwas Universelles, etwas allgemein Gültiges zu erschaffen, einen ganzen musikalischen Multikosmos. Stilfragen? Pah. Iss wurscht. Karl Schloz spielt viel Jazzsachen. Til Brönner nennt ihn für seine Arbeit unverzichtbar. Das hier ist definitiv kein Jazz. Na und? Schön ist es. Viel Spaß damit.

Der Mann kam auf dieser Website schon hier und dort vor….

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1207/15: Video: Das Kai Rautenberg Trio und „Count the Lights of San Francisco“ und „Wird Herbst da draußen“ (Hildegard Knef)

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Kai Rautenberg – Count the Lights of San Francisco

Die Tauben sitzen schwer wie Steine,
der Baum im Hof verliert Gewicht,
ein alter Mann vertritt die Beine,
wird Herbst da draußen, wie ich meine,
wird Herbst da draußen, und in mir.

Zwölf Bänke stehn und sind vergessen,
ein Tulpenbeet hat nichts zu tun,
ein Sonnenstrahl grüßt sehr gemessen
den Herbst da draußen, und in mir.

Und Fenster blicken ernst, entschlossen,
als sähe keiner ‚rein noch ‚raus,
ein Pudel schüttelt sich verdrossen,
ein Unbekannter hat beschlossen,
wird Herbst da draußen, und in mir.

(Herbst da draußen, Hildegard Knef, 1999)

Angelika Milster, Hildegard Knef, Brigitte Mira, Reinhard Mey, Dieter Hallervorden und viele andere mehr verließen sich auf seine Dienste und Zuarbeit. Kai Rautenberg war Vollblutmusiker und starb am 29. Mai 2013 in der Pflegeeinrichtung NOVA VITA.

Es hieß, bis dahin habe er recht ziemlich wie ein ordentlicher Musiker gelebt und viele Kerzen von zwei Seiten angezündet. Das ist nicht verbrieft, wurde aber vernommen.

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1206/15: News: Saftige Mieterhöhungen in Teilestr., Tempelhof, Musiker suchen DRINGEND Proberäume, Jazzstudie 2015

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Hi tommy. Unsere Übungsraummiete wird ab August drastisch erhöht. Kennst du eventuell Räume in Steglitz Wilmersdorf oder Schöneberg um die 250 €, die auch 24 std. bespielbar und trocken sind? Wenn ja schicke mir hier bitte Links o. Adressen. Danke (Mikel, Schlagzeuger via facebook)

Damit hatte niemand gerechnet. Mikel (sprich: Michael, amerikanisch), Schlagzeuger, steht vor einem gefühlten Scherbenhaufen. Dabei hatten sie sich den tagesbelichteten Proberaum recht wohnlich eingerichtet. Am Schlagzeugständer ist Animal drapiert, The Animal, das Tier aus der Muppetshow, das alle Schlagzeuger auf der Welt innig verehren. Ein Vorbild. Spielerisch. Spielerisch ernährt sich das Eichhörnchen, in Proberäumen die leider nicht wie Flöten auf der Wiese wachsen, was 1978 in dem Song „Am Bahnhof“ Nina Hagen bereits bedauerte. Alle wollen raus, weil es viel zu teuer wird. Ärgerlich.

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