1445/16: Video: Mit Solitude war alles ganz anders. Eine unglaubliche Geschichte. #LiedDesTages

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Solitude - A Song of #B3

Im Song Solitude (Not Into) wird in einfühlsamen Bildern die Geschichte eines Mannes erzählt, der sich unglücklich in eine junge Frau verliebt und dessen Liebe von ihr aber nicht erwidert wird. Stattdessen erlebt er eine sehr ernüchternde Überraschung. Wir finden, unser Freund Erik Schütz hat diesen Song mit seiner Regie und seinem Team sehr passend umgesetzt. Ansonsten sehen wir uns nach der Sommerpause zu Live-Konzerten am 28. und 29. Oktober im A-Trane in Berlin, oder anschließend auf unserer Tour durch Deutschland.
Andreas, Lutz, Ron, Chris

Sie ist wirklich eine dufte Frau.

Die Augen tränen so bisschen von ihrer krachenden Erscheinung. Klasse Mädel. Du schaust sie an. Alles ist perfekt. Mit ihr ist gut Kirschen essen. Das auch. Aber auch rumliegen. Und fliegen. Ein Riesen Saxophon ist natürlich auch da. Du mit dem VW-Bus, lange vor der Abgasaffäre in Wolfsburg-Schnepfenhorst. Sie dreht sich eine. Was für ein Gelecke.

Sie steht an der Straße, hält ein Schild mit ihrem Namen hoch. Solitude, Du Solitär, du Isola solare, manjare, tu capito? Ich bin schon lull und lall. Wo sie hin will, sagt sie nicht. Wohin es geht, ist Euer süßes Geheimnis. Du spinnst diesen gedanklichen Faden weiter und weiter.

Einfach eine unglaublich schöne Zeit verbringen, Sommer, Sonne, Badesee. So geht leben. So geht Kopfkino, ausgemalt, malerisch.

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1444/16: Rezension: Von meinem kleinen Bruder Tobias, der Sebastian heißt und dem ich viel verdanke#PaulIsDead #KIZ

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Kannibalen in Zivil #KIZ #Prisma

Ich war längere Zeit nicht mehr bei einem so großen Konzertevent, wie gestern Abend in der Freilichtbühne Wuhlheide. Die Kannibalen in Zivil – KIZ – nahmen sich den Samstag zur Brust und es gab Regen, ein Segen. Was eingangs wie ein großes Public Viewing begann, mit hübschem Farbfernsehprogramm auf drei großen Bildschirmdisplays, wurde im Verlaufe des Abends immer mehr zu einem Hip-Hop-Abenteuer von vier enthusiastisch battlelnden Führern. 17.000 Zuschauer sangen am Ende die Hymne der Hurensöhne.

Paul is dead – 21.08.16

Manchmal spielt einem das Gehirn Streiche. So wie am 20.08.16 in der Freilichtbühne Wuhlheide. An diesem Samstag treten in der Berliner Zweitwaldbühne die Kannibalen in Zivil – kurz KIZ – auf. Am Einlass vorbei, finden wir unsere Plätze auf den unteren, guten Rängen. Der verabredete Dresscode ist schwarz. Wir sind Haustiere von KIZ, das ist die Gästeliste, auf der zu stehen in gewisser Weise ein großes Privileg darstellt.

Vor allem, wenn man am Einlassventil am Haupteingang der Freilichtarena vorbei zieht. Dort stehen Tausende und möchten Einlass. Wir dürfen einen Gäste-Spezialeingang rechts neben dem Haupteingang aufsuchen und bekommen ein kennzeichnendes Bändchen. Und bitte, gehen Sie hier entlang.

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1443/16: Positionen: Von der großen Fernsehreform des Testbilds #LiedDesTages

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Din A Testbild : She’s So Nice

(Mark Eins / Genee Romee)
Produced by Klaus Schulze & Klaus D. Mueller
© Innovative Communication, 1980
Kommentar des Videoherstellers: KGB070272 (YouTube)
Video by David Vostell -Restored sound. This is a fan video. I made this one just because I love this track and this artist and I want to share it with other people to make discover this artist.
I don’t know who own the rights for this track. If you are the owner and don’t want this video appears on youtube, just send me a message and I’ll delete it. Thank you.

Eigentlich war das Testbild nur als nachtschlafende vorübergehende Übernachtungslösung bei viel weniger Fernsehprogramm als heute konzipiert. Bis in Berlin das musikalische deutsche Institut für Normung ein A 0-Format davon erschuf,  es elektronisch neu zeichnete. Nun ging es als DIN A-Testbild in die Musikgeschichte ein und sendet auch noch heute.

Das Lied des Tages heute auf blackbirds.tv: She´s so nice. Wohl bekomms.

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1442/16: Foto des Tages: Butterflies, Barbara, das schöne Leben und die Vernetzung der Kunstgenre am Beispiel Polens

Meissner/Blickensdorf, "Schmetterlingszeit", 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.

Meissner/Blickensdorf, „Schmetterlingszeit“, 2016, Fine Art Print auf Hahnemühle Barytpapier, 20 x 20 cm, Auflage 1/5. Streng limitierte Edition #art #kunstprojekt #fotokunst #butterflys #performance — mit Joelle Meissner.


Steve Binetti „Butterfly Blues“

Die besten Fotos waren schon immer zu kaufen. So ist es auch mit dem Kunstprojekt von Lo Graf von Blickensdorf und Joelle Meissner eins über dem Video von Steve Binetti. Streng limitiert.

Kontextsensitiv vernetzt sich das Netz. Eins mit dem anderen. Kunst zu Kunst. Und #Barbara klebt überall schwarzweiße Zettel in die Republik und hashtaggt #dasklebenistschön.

Steve Binetti hat den Soundtrack zum Foto gemacht. Dabei ist das Foto neuer, und der Song Butterfly Blues ist älter. So ist nun mal das Leben. Beide Kunstpolen (der Musiker, die bildenden Künstler), besser Richtungen, wussten voneinander nichts, und haben doch den Weg zueinander gefunden.

Das Leben ist schön.

Danke fürs Foto. Danke für die Musik.

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1441/16: HIStory: Das süße Leben (1985) #Interzone

Heiner Pudelko - with #Prisma

Interzone - "Das süße Leben" (1985) #Playlist


Interzone – Ruth (Foto jedoch: Andere Besetzung) via YouTube

Was vom Künstler Heiner Pudelko bleibt, ist nicht nur seine Art der “Gesangsinterprrretation”, die für die deutsche Musikszene vielleicht ebenso bedeutend ist, wie es zuvor der Einfluss von Udo Lindenberg oder Nina Hagen war: keine Frage, Heiner hat ihr als ‘Blues-Prinz’ einen gesanglichen Fußtritt gegeben, der richtungsweisend war. – Quelle: hier

In den Trockensümpfen von Westberlin – after WW II, down by the wall, Cold War – spielt Heiner Pudelko eine große musikalische Rolle und wird noch heute von vielen mit Herzschmerz erinnert. Wer ihn gehört hat, wird ihn vermissen. Weil er ihn kannte oder von ihm gehört hat. Weil er ihn post mortem spät entdeckte und nun gewahr wird, Lust ließe sich heutzutage nicht vervielfältigen. Keine Frage: This is the end, my only friend. Was für ein Shouter im Westberliner Roggen: War er der beste weiße Sänger Westberlins aller Zeiten? Eine nasse Träne im Knopfloch. Auch im Osten (er)trug man diese(n) Weste(n). Wer im Internet recherchiert, bekommt Mashups eines stimmgewaltigen Berliner Falsettbarden, die ihn im Stelldichein mit ganz Großen sehen. Mit Robert Plant (Led Zeppelin) beispielsweise. Im Grunde Kwatsch.

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1440/16: HIStory: ‚Wittstock statt Woodstock‘ #DDR #Hippies

DDR-Flagge


Wittstock statt Woodstock

Die Einführung des Videos ist mistverständlich: Erst gibt es die üblichen Verdächtigen von wegen, es sei gesperrt aus Urheberrechtsgründen, aber wer das Video in Ruhe weiterlaufen lässt, bekommt das Tor aufgetan Richtung grundlegende Erkenntnisse über die Hippies der DDR, eine Dokumentation über „richtige Gammler“, also langhaarige Hippies im Ostdeutschen. Und nu kugge…besser auch ganz unten!

Zu Wort kommen Zeitzeugen. Darunter auch solche, die wir heute noch kennen, wie Knorkator Gitarrist Basti. Oder Jörg Schütze, genannt Speiche. Die ganze Klaviatur brauner Begriffe aus der Nazizeit boten Bürgerliche im Ostdeutschen auf, um sich sorgfältig von den langhaarigen Pennern abzugrenzen. Die Stasi legte operative Vorgänge an. Im Stasiknast singt ein Häftling Speiche „Keep On Running“ von der Spencer Davis Group vor und wird damit unsterblich.

„Früher hat man so was verbrannt,“ urteilt das Fußvolk im O-Ton von eingespielten Straßenstatements. Bzw. vergast. Das Frisurenkollektiv bestätigt: Man trägt jetzt das Haar voller. Entscheidend ist nicht Länge. Sondern die Fülle.

Die Schreibweise HIStory hat allerdings der King of Pop beeinflusst. Michael – Ruhe in Frieden.

Update: Nach Veröffentlichung Browserabsturz und bei Wiederaufruf Totalblockade. Spannend. Erst geht es, dann nicht mehr. Die meisten wissen sowieso, wie man das übergeht. Ärgerlich. Schade. Der Artikel bleibt.

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1439/16: Positionen: Was mein Herz nicht versteht.

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Das erste von zwei Songs von meinem neuen Album, das sich mit dem Thema Herz beschäftigt. An alle verstandesgelenkten Menschen!! Wusstest Ihr, dass das Elektromagnetfeld des Herzens 5000 mal stärker ist als das des Gehirns? Wenn du dich also mal wieder fragst, welchem Organ du mehr vertrauen solltest… Namaste! (Valenteano über Das Herz schlägt…zurück)

Valenteano aus Wiesbaden arbeitet an einem neuen Tonträger. Schwerpunktthema ist das Zentralorgan des menschlichen Lebens Herz. In diesem Zusammenhang ist das Sting-Stück „Shape Of My Heart“ in einer eingedeutschten eigenen Version anzuhören. Auf facebook in der Spezialistengruppe:Musikerwitze stritten gerade erst einige darüber, ob man am Freitag Abend noch gute Gedanken nach München senden dürfe, wenn es um Musikerwitze geht? Die Antwort ist einfach: Gerade dann. Zu witzlos ist das alles.

Mit Sting gibt es einen valenteanischen Berührungspunkt schon länger: Gitarrist Dominic Miller, üblicherweise Sideman im Weinberg des Herrn Gordon Matthew Sumner (Sting) hat verschiedene Male mit Valenteano zusammengearbeitet. Aktuell hören wir, dass der in Deutschland wohnhafte Ausnahmepercussionist Hakim Ludin an den Tonträgern der Zukunft mitzimmert. Wann der Tonträger veröffentlicht wird, wissen wir nicht. Das Thema Herz erscheint uns relevant, nachdem wir so sprachlos sind, dass sich in München ein 18 jähriger im Internet „Hass“ nennt (heute) und bei McDoof Menschen umbringt. Siegmar Gabriel ist sehr beruhigt, es sei kein Terrorakt gewesen. Bitte? Was denn sonst? Wenn Herz schmerzen könnte, in solchen Situationen, also im Täter, und ihn zu Boden ränge. Als eine fiktionale Fama von der Rettung der Menschheit wär dies ein Appetitum maximum, an dessen Kochrezept man für den Frieden arbeiten muss. Valenteano wird uns bald darüber mehr erzählen, schätze ich.

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1438/16: Audio-Paparazzi: „Black Coffee“ – performed by The Xtraordinary JazzBirds

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Kaffee (gif)

Der Konsument heißer, zerstoßener bzw. gemahlener Kaffeebohnen heißt nicht Kaffa bzw. Kaffer oder Ciabatta, der Tabak konsumierende Genüssling nicht Tabaka, Tabakluder oder Tabaluga. Der Cannabis sativa (Hanf) rauchende Gebrauchsmensch wird allerdings als Kiffer bezeichnet. (Auszug aus Fünfzehn: Von schwarzem Kaffee, The Xtraordinary Jazzbirds, Link unten)

Auf die Notwendigkeit, bei Zeiten eines Frühstücks am Sonntag einen schwarzen Kaffee einzunehmen, muss man nicht noch hinweisen.

Er gehört zum Sonntagsfrühstück für die meisten Menschen. Das Heißgetränk ist beliebt und wird immer hübsch variiert. Dass er eine stringente Oberflächenspannung allein durch Hinzugabe von genügend Schwarzpulver bildet (siehe oben), mag verwundern. Man kann Kaffee trinken, bis das Blut in den Adern rauscht. Schmeckt eindeutig besser als Red Bull. Black Coffee verleiht nämlich Flügel: In der Kunst ist Kaffee fester Bestandteil. Picasso, Dalí und alle großen Künstler haben ihn heiß genossen. Kalter soll hübsch machen, wird gescherzt.

Die Berliner JazzBand The Xtraordinary JazzBirds hat den 6/8tel-Blues kürzlich aufgenommen. Sängerin Siri, Gitarrist Andreas Gäbel, Pianist Stefan Brandenburg, Bassist Randy Scott und Drummer Tommy T. Tulip, ein Quintett, geben den Song von Sonny Burke (Musik) und Paul Francis Webster (Text) leicht vertont und passend zum Frühstück. Wegen der Allgemeingültigkeit guter Bohnen ist der alte Song heute hier das Lied des Tages.

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1437/16: Audio-Paparazzi: ‚The Hourglass‘ – performed by VALENTEANO #LiedDesTages

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Ralph.Valenteano_Pic

Das Stundenglas.

Ruhe, Frieden, Gelassenheit.

Schönen Sonntag.

Das Lied des Tages.

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1436/16: Positionen: Rettet die Livemusik

Veranstaltungsstatistik auf facebook

Black Coffee (gif)

Das war ja ganz einfach.

Es soll Kaffee und Kuchen geben. Das kleine Café am Teltower Damm ist dafür wie geschaffen, ein kleiner Livegig meiner Jazzband. Das Great American Songbook. Ganz gepflegte Jazzmusik, Kaffee und Kuchen, und wer will, bekommt Schlagsahne und ein Eis. Schnell habe ich eine Veranstaltung auf facebook erstellt und bisschen Veranstaltungstrompeter gespielt. Promotion machen, Zuschauer interessieren.

Wir kennen das von diesen sozialen Party-Unfällen im Internet. Auf facebook stand: Party bei Helga, wer will, kommt, es gibt Freibier. 2.500 Leute kommen auch, Helga ist stocksauer und Hans, der mit Helga befreundet ist, fertigt künftig nie wieder soziale Veranstaltungseinladungen für Helga. Befreundet war: Sie hat ihm die Freundschaft gekündigt.

Ich freue mich sehr. ich hatte meine 5.679 Freunde weltweit eingeladen und als hätte ich geahnt, ist Jazzmusik im Moment einfach wieder mal total up to date. Irgendwie ist es mir gelungen, einen viralen Sommerklickhit zu inszenieren. Morgen Abend sind 6.470 zahlende Gäste zu je 5,- € pro Karte da. Von den 27.053 Interessenten kommt erfahrungsgemäß nur die Hälfte, das sind -abgerundet- weitere 10.025 Zuschauer. Heute Abend habe ich noch schnell bei der Waldbühne angerufen. Mist: Das Ordnungsamt hat Jazzkonzerte wegen drohender Lärmstörungen an Donnerstagen untersagt, wie es heißt aus grundsätzlichen Erwägungen. Na, das war ja zu erwarten.

Werden wir die Veranstaltung einfach weiterhin wie geplant bei Annelieses Eiscafé am Teltower Damm in Zehlendorf durchziehen. Ich hatte auch die Straßenbahn in Wilmersdorf angefragt, wo The Shevettes so schön ihr Video drehten. Und abgesagt: Zu viele Sitzplätze. Annelieses Eiscafé hat einen schönen Vorgarten. Wir machen einfach die Fenster auf.

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1435/16: Linktipp: ‚Strong‘ – Steve Binetti (feat. Heike Makatsch)

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Steve Binetti (feat. Heike Makatsch)

Steve Binetti ist schuld, dass ich mich heute morgen an Heike Makatsch erinnern muss. Danke, Steve. Well done.

Früher war sie Bravo-TV-Girl, eine Art deutsches It-Girl. Nur viel anständiger als diese amerikanische Mediensuse, von der später im Internet „One Night In Paris“ kursierte, jaja, Scheiß-Doppeldeutigkeit. Ich musste mal für sie bremsen: bei Valdemossa oben in den Bergen auf Mallorca lief sie mir über meine Straße. Mit Peter Maffay oder Michael Douglas hätte ich gerechnet. Ich war baff, sie hier über meinen Weg laufen zu sehen, einfach so, dass ich vergaß sie hier jetzt anzusprechen. Ich hätte ihr sagen wollen, wie unsagbar süß ich sie fände. Bzw. wie unsüßbär säg. Lassen wir Wortgespül.

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1434/16: Video: The Shevettes – ‚Live Music & Cold Beer‘ – Das beste #LiedDesTages ist für morgen

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"The Shevettes" (Foto: Privatarchiv)

„The Shevettes“ (Foto: Privatarchiv)


The Shevettes – Live Music & Cold Beer

Veröffentlicht am 10.07.2016: © 2016 – music: Karl Neukauf / words: Ilka Posin, John Vaughan. Video by backyarD princesS mediA. Special thanks to Udo Nowozin (DoP; Color grading) & Tom Dams – http://studioforstmehren.de

Das Video hat Nutzer Pygm Alien hochgeladen. Auch der raue Farbton der abgeschlossenen Filmarbeit lässt darauf schließen. Color grading wurde in den Credits erwähnt. Es geht sommersüber um Kaltgetränke trinken und Livemusik machen. Die Shevetten haben wieder losmusiziert. Es ist ein bisschen in einer Art Country & Western und Liedermacherstyle, nur dass es auf Berliner Katzensteinpflaster spielt. Wir sehen die Straßenbahn in Berlin-Wilmersdorf, wir sehen eine für Berlin übliche Situation: Verschlossene Türen.

Gastwirte in Berlin haben durchweg mit den Anforderungen des Emissions- und Immissionsschutzes zu tun. Bis man sie einfach planungstechnisch vom Reißbrett streicht, weil gegenüber acht Eigentumswohnungen mit Tiefgaragenplätzen entstehen. Da hat Wilmersdorf aber wirklich Glück gehabt. Man sagt ja von so Gegenden auch, sie seien irgendwie eingewohnt. Die Straßenbahn sagt aktuell: „Es kann die schönste Kneipe nicht in Frieden leben, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt.“ Max Liebermann wünschte sich in solchen Situationen was zu essen, um endlich kotzen zu können.

Shevetten seziert, auseinandergenommen, neu zusammengesetzt. Brauchst bloß mal Suchfeld einschalten oder unten die additiv-knognitiven Links. Keine Website schneller: Das Lied des Tages von morgen auf blackbirds.tv findest Du heute schon hier und ‚Live Music & Cold Beer‘. Skäl! Bzw. Prost. Apropos: Gestern haben wir gewarnt und wer erinnert noch? Wer Bier trinkt, Musik macht und singt, sei vor Anglizischmus gewarnt. Sagt bitte nicht, Ihr wäret hier nicht gelinkt worden, weiterführend. Die Berliner Stadtplanung ist hiergegen im Grunde nur abführend.

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1433/16: Audio-Paparazzi: „Llorame“ – performed by Nancy Ruth (Auskopplung aus „Sangria Jam“) #Malaga #Spanien

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Zum heutigen Lied des Tages kann ich ruhigen Herzens empfehlen, auch zusätzlich den gesamten Soundcloudplayer gewissenhaft durchzuhören, – ist unten verlinkt.

Wenn man über jemanden nicht viel weiß, soll man besser die Klappe halten.

Bzw. einfach besser zuhören. Nancy Ruth aus British Columbia, Kanada lebt in Málaga, Spanien. Sie ist mir via Twitter über den Weg gelaufen. Weil sich doch Menschen über den Weg laufen, ohne sich je wirklich zu begegnen. Virtuell.

Stück für Stück näher. Die europäische Mission ist eine Lebensaufgabe. Das haben die Briten nicht begriffen. Nancy Ruth lebt in Spanien, Kastagnetten habe ich nicht gehört, auch Stierkampf ist kein Thema, sie heißt nicht so, nur um anglizischtische Märkte (der mit den Zischlauten) zu bedienen. Uh yeah, es ist ein Anglizischmus. Ich werde erfahren, was dahinter steckt. Eine Linksammlung und ein Lied des Tages für die Leser. Heute möchte ich erst einmal bisserl Musik über die warme Körperhölle rieseln lassen. Pardon, Hülle.

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1432/16: Video: Bereits 1 Million Zugriffe ‚While My Guitar Gently Weeps‘ #acousticversion

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The Beatles – While My Guitar Gently Weeps

Veröffentlicht am 29.06.2016
“The Beatles LOVE by Cirque du Soleil Is Playing Exclusively At The Mirage in Las Vegas…”
For more information visit http://cirk.me/vevo

Ein persönliches Lesezeichen meinerseits.

Wer es mag, darf es ansehen.

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George Harrison feat. Eric Clapton Rare Live Version

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1431/16: Video: Wahnsinnige Promisichtung: Yoko Ono im Bayerischen Hof gesichtet #LiedDesTages

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The Knechtsand: Yoko Ono (Ich schwör bei Gott) Release date July 15th 2016

Veröffentlicht am 10.07.2016: Give Peace a Chance – Imagine – Yoko Ono – Weltfrieden – John Lennon und Yoko Ono – The Beatles – ewige Liebe und Freundschaft – Peace – Frieden

Es ist vielleicht das berühmteste Künstlerpaar aller Zeiten. 1980 legt ein durchgeknallter Irrer auf John vor dem Dakotabuilding in New York an und erschießt ihn. Alles was folgt trägt Yoko Ono in sich bis heute. Für viele war sie der Trennungsgrund der Beatles: Alles Quatsch. Das ist genügend häufig seziert worden. Die wunderbare erwachsene Liebe zwischen Yoko und John suchte ihresgleichen und war an Brillanz und Fortüne kaum zu überbieten. Auch wenn May Pang zwischenzeitlich mit ihm kuschelte, wie überliefert ist. Sohn John war Mutter Yoko hier und da nicht immer ganz gewachsen. Vorsichtig gesagt.

Knechtsand nennt sich das Projekt und wir erraten eine Affinität zu Düsseldorf. Haben kaum Zeit ordentlich zu recherchieren, berichten noch schnell, es gibt eine Facebook-Seite und eine Tour durch den Norden. Wer sich dafür interessiert, mag herzlich gern followen, stalken, durch eine bittschön runde Nickelbrille beobachten. Der Sing Yoko Ono (Ich schwör bei Gott) (VÖ 15.07.16) ist jedenfalls eine witzig gemachte Hommage an das künstlerischste, spinnertste Paar aller Zeiten. Womit ich den Superlativ schon festgezurrt habe. Jetzt steht es hier schriftlich ausdrücklich da.

Ich bin gespannt, wie sich daher die Weltmeinung weiter entwickelt.

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1430/16: Positionen: Was ist ‚Goa‘? Es ist der minimale Konsens beim Musik erleben. Heller als 1.000 Sonnen. #Definitionen

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Goa ist die präziseste Art, ohne einen Eigengeschmack zwischen allen Dualitäten möglicher akustischer Ereignisse eigene Erwartungen durch Überraschungen zu erfüllen. Durch elektronische Kombinationen entsteht der ernsthafteste, nie erfüllte, stetig perfekte Versuch dem Augenblick religiös zu huldigen im Rahmen der witzigsten Komödie der Welt. Während die Ratio vergeblich den Sinn von Ästhetik im Simplen zu suchen vermag, wird dem Transzendenzhungrigen, dem tanzend meditierenden Ersatzmönch in der Orgie der willkommenen und doch isolierten Gruppe im Wahne mit allen eins zu sein, im Genusse der vielschichtigen und irrwitzig schnellen Reise durch Raum Zeit und irgendetwas Anderem immer klar sein: Goa ist keine Musik, wie es Speise für die Ohren sein könne, es ist reines Meerwasser, kristallklarer Schmutz von kantigen Zahlen, lebendig und doch künstlich. ein Wortloser, unendlicher Mantra, der jeden Augenblick vergangen ist…….ist zwar nicht so abgefahren wie Mozart oder so delikat wie King Crimson……..aber sehr geil, ich mag Goa, es hat eine ultra violette Augenfarbe. Und ob das nun Mode wird…..egal……gibt Schlimmeres ;-). (Heinrich Emanuel Hopfenmacher)

Die Spezialistengruppe:Musikerwitze auf Facebook befasst sich auch immer wieder mal in sachverständig gemeinter Art und Weise mit dem Thema Volksbildung. In einem Post gab es dazu einen Definitionsversuch zu Goa.

Dass an Definition sich der Mensch abzuarbeiten trachtet, ist auch gut so. Nur warum?

Fest steht: Der entscheidende Anfang ist unternommen, Goa scheint nun heller als 1.000 Sonnen.  Was letzteres angeht, so schien uns ein Griff ins Archiv der eigengemachten Musik angemessen.  Weihrauch und Myrthe: Der Song ‚1000 Sonnen‘ der Band MOK – Der minimale Konsens aus 1986 nimmt die Transzendenz der heute so wichtigen Naturalbewegung Goa (‚Zurück zum gerauchten Naturprodukt!‘) auf beeindruckende Art und Weise vorweg. Der schneeweiße Pilz am Himmel sagt uns, es ist passiert. Der Teufel reitet am Himmel. Und die Sonne ist schmutzig verschliert.

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1429/16: Video: Kery Fay feat. Loomis Green – An acoustic version of ‚Otherside‘ #LiedDesTages

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Kery Fay feat. Loomis Green – Otherside Acoustic

Veröffentlicht am 29.03.2016
KERY FAY – the new single „OTHERSIDE“ / Acoustic Version feat. Loomis Green
Available at 15.04.16

Kery Fay (* 1989, Ukraine, als Karyna Fedorchuk) ist eine deutsche Pop- und Dance-Sängerin und Songschreiberin. Aufgenommen wurde dies Video und der Song in Berlin in den Ufo Studios in Pankow in einer Acoustic-Version. Sauber recherchiert, wer Texte gebiert. Prost.

Nak Nak: Auf dieser Website müssen wir Loomis Green nicht vorstellen, es gibt Vorberichterstattung. Zwei seiner Wirkungsstätten sind neben bundesweiten Stadientourneen mit Jan ‚The Duck‘ Delay und Disko (Duck) No. 1 Hamburg und Berlin.

Das in schwarz weiß getauchte Acoustikepos des Tonträgers der Sängerin Kery Fay ist berlinesque. Schön anzuhören, wie in Watte gepudert und -pardon- fast besser als im Original. Denn da wabern Synths und donnern Elektrobeatz. Reduce to the Maxx bzw. dance 2 the Claps, take the rest of it, if U want to test beatz for this. Ausgedünnter, klarer, und wonnevoll, fast als gäbe man sich einer Sache ganz und gar hin. Das gefällt.

Heute das Lied des Tages, freundliches ‚Hello‘ im Hamburger Harfen, zupf zupf. Mal wieder da schlarfen. Fast wie beim Krabben puhlen im nordischen Watt so schön. Apropos Hafen, träumt nicht insgeheim jeder Musiker genau davon? Von klingender Barkasse? Lassen wir lieber. Geld gibt’s dafür nicht, nein, Harfenrundfahrt kostet. Und hinterher in Schellfischposten zu Ina Müller, Deutschlands bester Backgroundsängerin.

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1428/16: Historie: Rock´n Roll-Heaven, die Berliner Band ‚Odessa‘ und Lömels Fortkommen #Tulipleaks #Odessa #Berlin #Historie

Odessa, Scan aus Rock City (Ausgabe 1981)

(Aufs Bild klicken für Großansicht)


Odessa – Odessa (full album) 1981

Veröffentlicht am 28.05.2016
A1 Land Of Rock’n Roll 5:16
A2 Gipsy 4:20
A3 Don’t Waste Away 5:51
A4 Heavenwards 5:16
B1 Robots 5:12
B2 What A Life 4:15
B3 Theft Without A Thief 3:32
B4 Warmonger 4:20
B5 Madagaskar 2:30

Die Berliner Band Odessa taucht in den Archiven dieser Website (Tulipleaks) tatsächlich erstmals 2011 auf. Damals ging es um eine Neuveröffentlichung ihres früheren Keyboarders Uwe Fahrenkrog-Petersen, der mit Modern Talking-Sänger Thomas Anders eine neue Platte veröffentlichte. Der Artikel ist hier abrufbar.

Der Rest ist Geschichte. Neu ist die Verfügbarkeit eines Tonträgers der Band Odessa aus dem Jahre 1981 via YouTube. Aktuell erinnert sich der Mitmusiker der Band Jürgen Dehmel (Bass) gestern am 60ten Geburtstag des seit längerem verstorbenen Mitmusikers Andreas Römer genannt Lömel. Er feiert virtuell #LömelDay.

Römer, Baujahr 1956, der Lömel so klangfarben chinesisch genannt wurde: Lüstig, sein Gitarrenspiel und staatstlagend, elgleifend, H.p. Daniels schrieb über ihn im Tagesspiegel 2008: „Ein gut aussehender Typ, sehr groß, sehr schlank, sehr lockig. Und er konnte Gitarre spielen! Er hatte seinen ganz eigenen Ton. Egal, was für eine Gitarre er spielte, auch die billigsten Instrumente klangen gut in seinen Händen, sein unverwechselbarer Ton. Wer wollte, hörte Ähnlichkeiten mit Jimi Hendrix oder Peter Green, Mick Taylor, Brian May. Und Keith Richards, dessen hohe Kunst der nicht gespielten Töne er beherrschte.“

Ja, Erinnerungen bleiben. Andreas Römer ist schon lange beim Chef ganz oben in der Chefetage. Jimi H. aus Seattle, den er regelmäßig und so oft er will treffen kann. Wie schön, Rock´n Roll Heaven. Dabei wird auch dieser Irrtum nun aufgeklärt: Dieses piefige Heaven´s In The Back Seat Of My Cadillac, Irrtum, Hot Chocolate, it´s in Heaven, Hangar forty seven. True lies. Aber doch schön, oder? In Hangar 46 lässt derweil John Lennon das Flugzeug starten aus Back In The U.S.S.R. – You know, You´re lucky You are boy….♪♫♪ – und Farrokh Bulsara schmettert derweil sein deutlichst zu hörendes „Barcelona“! Da oben ist was los, Freunde.

Weiterführend
Wie kein Zweiter: H.p. Daniels hat im Tagesspiegel Andreas Römer feinsinnig, nuanciert und bewunderswürdig gedacht (Nachruf vom 20.06.08)

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1427/15: Words Of Wisdom: Über das Sterben der Titanen der Kunst #Positionen

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Freunde! Ruhig Blut! Ja, es stimmt, zur Zeit sterben die Titanen und Giganten der Kunst wie die Fliegen. Aber wisst ihr was? Es wachsen auch welche nach. Man kriegt das nicht immer so mit, denn das Leben ist langsam, der Tod hingegen schnell. Der erste Auftritt eines Filmemachers oder Musikers von Weltniveau geschieht selten mit solch verstörendem Knalleffekt wie der endgültige Abtritt. Und doch sind sie schon mitten unter uns. Sie drehen gerade ihren ersten Film, schreiben das zweite Buch oder nehmen die dritte Platte auf. Sie schlagen sich so durch und kämpfen gegen den alltäglichen Scheiß, gegen die eigene Unzulänglichkeit, gegen die Macht des Bestehenden und für Autonomie im eigenen Kopf. Sie ringen um die Kunst, die in ihren Herzen ihre Stimme erhebt und gehört werden will, sie ringen um die nächste Miete und auch um Anerkennung und Aufmerksamkeit. Eines Tages wird man ihre Größe erkennen. Vielleicht erst, wenn sie sterben und alle denken: Schrecklich, welch Verlust, der oder die war schon immer da und jetzt isser weg. Stimmt aber nicht. Er war nicht schon immer da und sie auch nicht. Es war ein langer Weg, an dessen Anfang das Ende nicht absehbar war und der Erfolg alles andere als garantiert. Eher schon der Misserfolg. Also: Kopf hoch! Ruht in Frieden, ihr Verstorbenen, und macht mal schön weiter, ihr Lebenden. – Dietrich Brüggemann (via Facebook)

Weiterführend
Wer ist Dietrich Brüggemann?

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1426/16: Video des Tages: Lang Lebe Der Tod (feat. Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr) #Casper #lldt

Video/Foto (Antonioni, Blow Up)

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Casper – Lang Lebe Der Tod feat. Blixa Bargeld, Dagobert & Sizarr (official video) from officialcasperxo on Vimeo.

Lang Lebe Der Tod – Das Album vorbestellen: casperxo.com
Directed by Christian Alsan Production: C-Films (Deutschland) GmbH

Ein Pleonasmus (griechisch πλεονασμóς pleonasmós „Überfluss, Übertreibung, Vergrößerung [in der Erzählung]“) ist eine rhetorische Figur, die einen Wortreichtum ohne Informationsgewinn beschreibt. Pleonasmus pur: Lang lebe der Tod. Oder? Kuhles Barrett: ‚Abstürzende Brieftauben‘ sind nicht gemeint. Das Video hat nichts von ‚Einstürzenden Neubauten‘, das liegt an der veränderten Handschrift junger, engagierter Videomacher. Für dies Video trägt Christian Alsan die Verantwortung. Schnitt, Szenerie und Plot sind kurz gesagt überwältigend. Wer von Caspers Zielgruppe erinnert Punk von den Abstürzenden Brieftauben? Wer die Soundcollagen der Einstürzenden Neubauten? Gerade das macht ein ‚featuring Blixa‘ wie Bargeld so reizvoll. Generationenbrücke contra Kreditkarte: Gewieft ist gewieft.

Es kommt einem eine dalínianische Vermutung, der spanische Surrealist Salvador Dalí. Angst vor Insekten, Heuschrecken mit Schrecken. Ameisen als psychogene Meisen. Hitchcocks Vögel ziehen gen Himmel, wenn man im dritten Drittel des Videos aufmerksam gen Himmel blickt. Sie haben die Kirschbäume des Lebens leer gefressen und nichts übrig gelassen. Allerdings: Es sind Heuschreckenschwärme. Antreten zum Kirschkernweitspucken. ‚Lang lebe der Tod‘ ist das neueste Video des Raurappers Casper, der sich für den Song die Stimme von Blixa Bargeld hinzugebucht hat. Raureif. Herausgekommen ist ein schräges B-Movie in schwarzweiß mit epischen Szenen vom Leben und Tod, vom Lieben und Brot, das Stück reißt einem das Herz aus dem Leib, auch dem dahin sterbenden Protagonisten. Daumenkino zum Blättern, Kopfkino, Körper zerschmettern.

So geht Kunst. Als wär’s ein Stück von Michelangelo Antonioni. Das Video übertrifft beileibe Erwartungen. Blow off.

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Nackte Gedanken: Da hat sich jemand welche gemacht über den Text…

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1425/15: Historie: Der blaue Himmel über Irving Berlin #LiedDesTages

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Herzleuchten (gif)

Die Berliner Band The Xtraordinary JazzBirds hat den Song ‚Blue Skies‘ noch einmal neu aufgenommen.

Er stammt aus der Feder von Irving Berlin, dem eine Reihe bekannter Welthits zugeordnet werden dürfen. Das erzählt die Band in ihrem Issue „Neuntens“ und gibt den Song zum Anhören preis. Viel Spaß. Das Lied des Tages heute.

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Neuntens: Der Himmel über Irving Berlin

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1424/16: Positionen: Blümchentapete, Rocktöpfe, Übungsräume und Schlagzeuger in #Berlin #Proberaum – eine Situationstragik

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Wie versifft? Der Raum ist vintage. #Redensarten

Sie hätten es nicht weit gebracht, hätten sie nicht einen Proberaum bekommen, und auch wenn er mit Blümchentapete tapeziert war: Die Beatles haben Musikgeschichte geschrieben. Der Grund: Sie konnten miteinander ausprobieren, was sich lohnt darzubieten. Erst in einem guten Proberaum entsteht headroom. Operation freier Kopf. Aber bitte in einem halbwegs gepflegten, urbanen Ambiente. Was gehört dazu?

Allein über das Thema Proberaum kann man ganze Bücher verfassen. Historienrückblick: Wir haben uns schon in den Achtziger Jahren im alten Westberlin damit redlich geplagt. Sogar ein großes Benefizkonzert in der Berliner Waldbühne haben wir damals veranstaltet. Johnny & The Drivers spielten, UKW (Sommersprossen), Interzone (RIP Heiner Pudelko, Du Gott am Gesang), die Insisters und viele, viele mehr. Der 1. Berliner Rocktopf war eine Benefizveranstaltung im ganz großen Stil. Schirmherr war ein Berliner Verein von Musikern, dem ich als Vorstand vorstand, und gängig wurde das sowieso nur, weil der damalige Rockbeauftragte des Berliner Senats Bernd Mehlitz mit seinem Mitarbeiter Uwe Sandhop (Sandy Hobbs, Bassist der Beatitudes) betonte: „Der Senat hat die Absicht, der Berliner Musikszene beim Beschaffen von Übungsräumen zu helfen.“ Ganz anders als Walter Ulbricht. Der hat eine Mauer ziehen lassen, da nahmen die Ostberliner Musiker den Wessis keine Räume weg, Interzone strich sie schwarz an und stemmte sich dagegen, als Jim Rakete den Auslöser drückte. Das Foto machte Geschichte. Mein Gott, Walter: Das war aber so nicht abgesprochen.

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1423/16: Video: ‚You will see the light‘ – performed by Jimmy Gee #Berlin #LiedDesTages

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Jimmy Gee – You will see the light

Veröffentlicht am 21.06.2016
You will see the light from the album Rock n Soul. August 2016
Jimmy Gee: vocals & guitar,
Eda Schilling: keys,
Oliver Busch: bass,
Leo Sieg: drums.

Wird Rock´n Roll niemals sterben? Man weiß ett nich. Genauer überlegt, hat sich ja schon vieles sehr verändert, ganze Musikgeschmäcker sind im Wandel begriffen. Dass Jimmy zum Regenbogen ging, ist hingegen basierter Standard. Eingeführt von Johannes Mario Simmel, über den Otto Waalkes kalauerte: ‚Du kaufst mir jetzt den Simmel ab, sonst schneid ich Dir ins Ohrläppchen.‘ Apropos läppisch: Jimmy Gee aus Berlin spielt auf eine läppisch anmutende, gewagte Art und Weise Skalen, Chords & Riddims auf der E-Gitarre. Im August 2016 kommt sein neues Album Rock´n Soul, das Video eine Vorabauskoppelung. Nice to view. Public Viewing auf blackbirds.tv. Bisschen satrianesque, was? Und auch wieder nicht: Immer diese blöden Vergleiche. Jimmyesque. Das trifft es ja vielleicht? – Sind die Fans glücklich, nennt man es man es Happy Metal.

Beim Schlagzeug gefällt Acryl und Transparenz, Glasnost viewing. Überhaupt: Fußballfans rufen: „Sssssslllllaaaaaaaaannnnndddddd“, alle Welt denkt an Wikinger auf Island, aber das ist eine ganz andere Geschichte. Wir wünschen dem Album vom Jimmy Gee Erfolg: Das wäre verdient. Die Band und das Produkt macht Spaß. Ice Ice, Baby. Als Lied des Tages ist die Hoffnung des Tages für Island (Sland), aber auch Schland: „You will see the light.“ Padumms. Pofffftttt.

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Rock´n Roll will never die: Homepage von Jimmy Gee

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1422/16: Positionen: Worauf wir in Wirklichkeit sauer sind – Die Legende von Paul, Paula und den #Puhdys – Ein #Nachruf

icon Positionen

MSP - Meinungen, Statements, Positionen!

Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt,
sagt sie Welt, dass er zu früh geht.
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt,
sagt die Welt es ist Zeit, dass er geht.

Es ist so weit. Jetzt haben die Puhdys (vermutlich) ihr letztes gemeinsames Konzert gegeben. In einem Statement, das über soziale Netzwerke verbreitet wurde, bedankt sich die Band für ihren langjährigen Erfolg, der mit der Treue ihrer Fans direkt zu tun hat. „Wir werden Euch immer in guter Erinnerung behalten“, schreiben sie, an ihre Fans gewandt. Inzwischen gibt es auch Feedback: Gemeint ist nicht das Verstärker übersteuern. Ein paar sagen in Erinnerung an früher: „Das wurde jetzt aber auch Zeit, dass sie gehen.“ Andere wünschen sich, dass die Rolling Stones das endlich auch machen. Verwirrend.

Die Puhdys werden ihre Fans in guter Erinnerung behalten: Vermutlich ist es bei vielen Fans auch umgekehrt. Wie immer, wenn es um Musik geht. Love & Hate.

Die Puhdys verkörperten, wie kaum eine andere DDR-deutsche Rockband, den besonderen, anderen Weg, den ostdeutsche Musiker zu gehen hatten. Und sie gingen den Weg äußerst erfolgreich. Dabei war ihr Erfolg durch und durch politisch und resultierte zunächst aus starken Anleihen der Musiker dieser Band bei Vorbildern wie Deep Purple, Uriah Heep & Co.. Westmusik, von drüben. Vieles aus den frühen Jahren der Band ist eindeutig eine Liebeserklärung an diese Art von freier, westlicher Musik.

In ihrem eigenen Fokus DDR musste sich die Band jedoch anpassen. So wenig es ging. Man war durchaus systemkritisch. Und soviel gerade noch erlaubt war, lief dann im Radio. Aber wie. Unglaublich erfolgreich.

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1421/16: Video: Zeit, dass sich was dreht. Berlin erschafft sich „NEU“ #DinATestbild #LiedDesTages

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DIN A TESTBILD Neu Berlin/Nutty Mix – Video by Anke Wolff

Veröffentlicht am 15.10.2012
DIN A TESTBILD – Neu Berlin / Nutty Mix – Video by Anke Wolff
http://www.testbild-music.com
https://www.facebook.com/FerrumX (Anke Wolff)

Vom Verkehr keine Ahnung in Berlin. Ständig Stau. Das macht leicht klugscheißern und beckzumessern. Das ist Pop. Ganz zu schweigen von Flughäfen. Brian Eno hat AIRPORT geschaffen, viele Stunden lang. Es ist für ein kurzes Reinhören zu lang. Gegenüber üblichen Pop- und Rockschmonzetten ist AIRPORT überlebenslang. So lang wie die vermeintlich erfolgreich abschließbaren Klima- und Brandschutzkonzepte am Flughafen NEU in Berlin. Und zu elegisch gegenüber der hektischen Nichtbetriebsamkeit am Berlin Großfluchhafen. Das waren Zeiten, als McCartney Fluchhäfen in Back In USSR einfach ins Studiomikrofon hinein imitierte. McCartney pfoff sie einfach, also früher, als er sie pfüff: Pffffff……..

Berlin, Nutte des Tourismusmarketing mit brav ordentlichem, biederem Bürgermeister nach dem Wegfall der Wowereitschen Partymeile, hört vermutlich Jazz „Miles & more“ und wird in der Version des Nutty Mix von DIN A TESTBILD zum Zeugnis des öffentlichen Willens: Es muss was geschehen. Das Brot von Nutty (Nutty Bread) und Bahnhofshalle, Zug, bitte einsteigen. Berlin macht sich zum Karlshorst, in Schönefeld aussteigen, sinnlos, wozu denn? Es ist ein Ausstieg auf Rezept. Ein paar Durchgeknallte salbern vom Konzept Tegel. Irre das.

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1420/16: Personen & Porträts: Eliot Sumner, ihr Album ‚Information‘ #Opferamoebe #blackbirdsTV

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#Opferamoebe #blackbirdsTV


Eliot Sumner – Information (Full Album Player)

„Ich wollte immer Musikerin werden. Musik macht mich glücklich und gibt meinem Leben eine Art Sinn. Ich glaube, es war schon immer vorher bestimmt, dass ich meinen Lebensunterhalt mit Musik verdiene“ – Eliot Sumner

Eliot Paulina „Coco“ Sumner (* 30. Juli 1990 in Pisa, Italien) ist eine englische Musikerin.

Ihr Debüt-Album veröffentlichte sie 2010 unter dem Bandnamen „I Blame Coco“. Eins vor diesem Beitrag hier befassten wir uns streiflichtartig mit Gordon Matthew Thomas Sumner, der einigen wenigen als ‚Sting‘ besser bekannt ist. Stings Tochter Eliot hat Anfang ’16 ihre zweite Platte herausgebracht und bezeichnet ‚Information‘ (Titel CD) als ihr erstes richtiges Album.

In der Zeit vom 28. Juni bis 1. Juli 2016 weilt Eliot in Berlin. Sie ist Bestandteil der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin, gemeinsam mit ihrer Lebensgefährtin Lucy von Alten, einem Model.

Weitere Infos
* Die Tumblr-Seite von Eliot Sumner
* Du Opfer: Mercedes Benz Fashion Week ’16 in Berlin

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1419/16: Artist Spotlight: Die Nürnberger ‚Los Blanquitos‘ interpretieren bspw. Sting-Sachen wie ‚Shape Of My Heart‘

 

Artist Spotlight


Los Blanquitos – Shape of my heart (Salsa Version)

Eine gutgemachte Salsa weist Spuren von Tomaten auf. Das ist genau der richtige Zeitpunkt jetzt. Die Tomaten schmecken dieser Tage richtig tomatig. Was weitere gut gemachten Salsen angeht, gibt es diesen Plural überhaupt?, gilt: Es muss grooven. Los Blanquitos hat ein fine costuming auf der Bühne: Die Herren sind rot beschlipst (nicht beschwipst) und die Dame drapiert sich als Lady in red hübsch dazwischen. Anlass für diesen kurzen Quälgeist hier ist eine gut gelungene Salsa-Version von ‚Shape Of My Heart‘ (Sting). Kuhle Kapelle, 11 MusikerInnen.

Covern kann jeder.

Eine eigene Handschrift reinbringen können nicht viele. Zur Sorte dieser hochgeschätzten Musiker gehören offenbar auch Los Blanquitos aus Nürnberg. Klasse interpretiert, wir wissen als Musiker, was Sting uns für Hausaufgaben aufgibt, wollen wir uns mit seinem Material als der Krone der Schöpfung eingehender befassen.

Ach ja, und Spaß verstehen sie auch. Seit heute.

Weiterführend
* Bandwebsite Los Blanquitos
* Facebookseite Los Blanquitos (Account benötigt)
* Facebookuser aufgepasst: Bitte diese Datei auf gar keinen Fall ansehen und weiter verbreiten! Das wird in Amerika gelöscht.

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1418/16: Lied des Tages: ‚Wolkenbruch‘ – performed by Ille Hamma

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Regen - (Quelle: www.jazzbirds.tv)

Regen – (Quelle: www.jazzbirds.tv)

Platzverweis (Banner)

 

Du bist jetzt im Nebel die Kerze. Es ist das erste Mal: Nach all den Jahren bist Du jetzt so gut wie allein und auf Dich zurückgeworfen. Du bist ein Leuchtturm. Lass uns Lichterketten bilden, Lichtensembles mit großer Strahlkraft, ausschlaggebende Orientierungsmarken. Ich reiche Dir Zündhölzer.

Draußen fällt der Regen.

Ille Hamma, Co-Partner in Sachen Zig Zag (Schlachtruf: Broila, Broila), hat den Regen gesehen. It´s raining, Man!

Halleluja.

Zig Zag, derzeit auf Tournee, Sommertour 2016. Zack Zack. Mit Sascha, The Pascha. Lasst es nicht sein. Lasst es geschehen.

Let Love Rule: Lasst Euch von Liebe leiten. Und schützt weiterhin die Rechte von Minderheiten.

Weiterführend

 

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1417/16: Video: ‚The Darkest Light‘ – by Bonsai Kitten #LiedDesTages

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Bonsai Kitten (Logo)


BONSAI KITTEN – The Darkest Light (official Video)

Tiger Lilly Marleen – vor der Laterne, bei dem großen Tor (voc)
Highko Strom (g)
Alexx DeLarge (dr)
Spoxx (b)

Diese Gesamtwebsite gewissenhaft gecheckt, vor lauter Schreck festzustellen, dass sie sich noch nicht ein einziges Mal mit der Aufzucht und Pflege von Minibäumen nach japanischer Art befasst hat, fiel erst mal die Yucca-Palme um. Palmlilien oder Yuccas (Yucca) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Dunkles Licht zog auf. Heute wird diese Berichts- und Gedankengrenze weggesprengt. Die Berliner Band BONSAI KITTEN kommt gewachsen rüber. Und er-. Bonsai? (jap. 盆栽), japanische Variante einer alten fernöstlichen Art von Gartenkunst, bei der Sträucher und Bäume in kleinen Gefäßen oder im Freiland zur Wuchsbegrenzung gezogen und ästhetisch durchgeformt werden. Wahrscheinlich aus China, wo es Penjing genannt wird.

bonsaikitten.com war eine Website, die behauptete, Bonsai-Katzen zu verkaufen. Die Seite gab vor, Kätzchen mehrere Monate in Glasbehälter zu sperren, wodurch die Tiere die Form der Behälter annähmen. Das FBI untersuchte den Fall, fand jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass tatsächlich Tiere zu Schaden gekommen sind. Vielmehr handelte es sich um einen Scherz von Studenten des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Und, Leute, bitte. Über diese Band müsst Ihr Euch bitte selbst ein Bild machen.

Weiterführend:
* Große Website Bonsai Kitten Version 2.0 (Bandwebsite)
* Nicht Muttis Pudding, sondern Muttis Booking (Booking Agentur)
* Schaut auch, wie die Katze geguckt hat
* Pink purple: Esst mehr Gemüse und Fisch
* Nachlese: Dass Gitarristen mal das Zeitliche segnen

Video Credits & more
Produced by Franz Plasa (H.O.M.E. Studios Hamburg, Germany)
iTunes http://tinyurl.com/jolpow4
Amazon.com: http://tinyurl.com/jljhwzf
Google Play: http://tinyurl.com/gpqo6jp
YouTube channel: https://www.youtube.com/user/BonsaiKittenBand

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1416/16: Breaking News: Die Berliner Straßenmusikern Elen muss 1.000 EUR Strafe zahlen. Die Musikszene ist verärgert.

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An einem guten Tag verdient die Sängerin mit ihrer rauen, tiefen Stimme 30 bis 40 Euro. An einem schlechten sind es nur ein paar Cent. Viel Geld ist das zwar nicht, sagt Elen, aber dafür sei sie schon auf so viele andere Weisen belohnt worden. Da ist zum Beispiel das vierjährige Mädchen, das immer ganz vergnügt mit ihren kurzen Beinchen zum Takt wippt – und die Sängerin am Ende umarmt. Da ist die Frau, die ihrem autistischen Sohn eine CD der 24-Jährigen mit Cover-Stücken vorgespielt und Begeisterung in seinen Augen gesehen habe. Als sie Elen davon erzählt hat, hat sie aus Dank geweint. (Quelle: Tagesspiegel, hier)

Hier geht es um eine Eilmeldung und um Solidarität. Für eine sachliche Stellungnahme war die Redaktion dieser Website gerade nicht zu gebrauchen. Wir bitten um Entschuldigung. Eine Polemik.

Dass Elen Wendt vortrefflich Straßenmusik macht und bei Bedarf Marius Müller-Westernhagen ein Vorprogramm gibt, hat sich herumgesprochen. Ebenso sehr hat sich das ärgerliche, rechthaberische Verhalten des Ordnungsamts Berlin-Mitte herumgesprochen, mit dem Wendt in der Art einer widerlichen Indiefada (neues Wort) gejagt und gehetzt wird: Mit Bußgeldverfahren. Es geht um deutsche (Kultur)Peinlichkeit pardon Reinlichkeit. Vorschrift ist Vorschrift und Gesetz ist Gesetz. Drei Bußgeldbescheide waren angefochten. Wir haben hier darüber berichtet.

Jetzt hat das Gericht entschieden und im Ergebnis 1.000 EUR Bußgeld festgesetzt. Uns geht es hier nicht um haarkleine therapeutische Aufarbeitung von Behördenbullshit. Wie wir heute aktuell aus der Spezialistengruppe:Musikerwitze auf facebook hören, haben sich deren rund 17.000 Mitglieder zur Solidarität mit Elen Wendt entschieden. Vorgeschlagen wird, dass das Urteil mit der Bankverbindung als pdf ins Netz gestellt wird und dass jeder einen Mikrogeldbetrag an die Landeskasse überweist. Dann gibt es rund 17.000 Kleinstüberweisungen (vorsichtig noch schnell nachrechnen) und die Verwaltung darf wochenlang die Beträge auf die Strafe verbuchen und verrechnen.

Es würden auch gleich ein paar zusätzliche Mitarbeiter in der Buchhaltung benötigt. Was für ein Scheiß. Schämt euch, Elens Musik im öffentlichen Interesse oder im Namen des Volkes zu verurteilen. Wir sind das Volk, und ist der Spruch auch noch so abgenutzt. Wir hören uns noch. Und weint ruhig: Wie die oben angesprochene Mutter des autistischen Kindes. Euren Autismus kann man behördlich nennen. Oder menschenverachtend. Pfui.

Weiterführend
Indiefada Flyer

(Die nachfolgenden Interaktionen werden sich noch organisieren.)

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