Der Mensch soll sich nichts kulturell aneignen, außer was ihm gut gefällt. Dann kann er es versuchen. Tut er es eine Weile nicht, muss er erstmal üben. Erst mal die müden Finger wieder ausgraben, gucken ob sie noch gelenk sind. Geschmeidig.
Man hat ein wenig Respekt, wenn man es eine Weile nicht getan hat. Eigentlich laufen die Finger noch ganz gut. Als würde man nichts verlernen. Was fehlt, ist Hornhaut. Nach 10 Minuten Wiedereinstieg in die Welt der vielen Saiten tun die Finger erst weh, dann wird es wund und die Finger schmerzen richtig. Also wieder zur Saite legen. Ruhen lassen, wie Hefeteig. Der lässt sich immer so gehen.
Ich denke bei ein oder zwei Kiwis nach, ob ich mir kulturell zu viel zugemutet habe. Ob es kulturelle Aneignung darstellt. Denn es war doch ein bisschen sehr das, was man so aus Amerika kennt und auch aus Großbritannien. Songs von früher. Akkorde meines Lebens. Fingerspiel der Freude.
#BreakingNews – Präsident Trump gibt bekannt, Secretary und Department of Defense (Verteidigung) umzubenennen in Secretary and the Department of WAR. Die Executive Order ist hier veröffentlicht (via Instagram)
Das wirft ein paar Anmerkungen auf.
Vielleicht zuerst dieser Gedanke. Versucht Donald Trump erneut, von weiteren drohenden Veröffentlichungen der „Epstein Files“ abzulenken (Bild mit KI, oben auf Folgeseite), indem vielfache neue Veröffentlichungen gemacht werden, über die sich die Welt das Maul zerreißt?
Ein alter Filmtitel mit John Lennon aus den Sechsziger Jahren erinnert mich, George Orwells Beschreibungsversuche totalitärer Regierungen noch einmal ganz klar zu machen. Es geht um NEUSPRECH und DOPPELDENK, Techniken, die Orwell eingehend beschrieb. Die Praxis der Orwellschen Beschreibungen ging dahin, erklären, wie ganze Gesellschaften allmählich umprogrammiert werden, indem die widerlichsten Dinge in ihr Gegenteil umbenannt wurden.
„Krieg ist Frieden“ um die Bevölkerung zu kontrollieren. Die Parole, zusammen mit „Freiheit ist Sklaverei“ und „Unwissenheit ist Stärke“, stellen paradoxe Logiken dar, die dazu dienen, die Wahrnehmung der Menschen zu manipulieren und eine ständige Unterdrückung sowie die Aufrechterhaltung der Macht der Partei zu rechtfertigen.
Icon #GigpreviewLayla Carter / Gerwin Eisenhauer – #Booom (Quelle: Booom, 2025) – Auf Bild klicken für größer!
live@junctionbar 31.05.25 – 22 Uhr #screenshot
Seit 2022 existiert das Duo mit der erst 18-jährigen Sängerin und Rapperin Layla Carter und dem Drummer Gerwin Eisenhauer. Beide, aus völlig unterschiedlichen musikalischen Welten kommend, haben sich zusammengefunden um in einem komplett improvisierten Kontext mit Stilen wie Jungle, Drum’n’Bass, Techno, Trap und House zu experimentieren. Dabei arbeiten sie einerseits mit den Stilelementen und Rhythmen elektronischer Musik und auch Songstrukturen werden vereinzelt hörbar, jedoch wird niemals mit komplett vorgefertigten Loops oder Patterns gearbeitet. Das Ergebnis ist eine höchst tanzbare Reise zweier Musikergenerationen an die Randgebiete von Elektronik und Jazz, die an jedem Abend (oder in jeder Nacht) eine andere Farbe bekommt. Und somit für das Publikum und auch für die beiden Akteure selbst immer überraschend und spannend sein soll und will.
Ich will auf diese Veranstaltung hinweisen.
Schlagzeuger Gerwin Eisenhauer (Regensburg), für den als Mensch und dessen Spiel ich maximal empfinde und ihn als Ausnahme am Drumset sehe, nebst #WeristLayla (Layla Carter). Ich habe mehrere Performances der beiden gesehen, meist wenn ich in Regensburg im Hotel Hotel Orphée Lobbyistenjazz (Jazzsnare-Spiel im (Hotelfoyer) im Foyer des Artes zu beseln, um tagsüber am #Regensburgdrumweekend wie jedes Jahr teilzunehmen.
Veranstaltungshost ist Drumtrainer Berlin (Dirk Erchinger). Mit Dirks Hilfe und jahrelanger Arbeit ist es gelungen, in Berlin Drumeducation auf einem hohen Niveau erfolgreich zu etablieren.
Es ist ein ganz besonders schönes Event zu erwarten. Tickets reserviert man sich lieber jetzt schon, da der Veranstaltungsort recht schnell ausverkauft ist.
Wenn Du kommst, können wir uns sehen.
Das Beste was Füße tun können, ist tanzen.
Als Tommy noch kleiner war, das bin ich, hier bin ich Berichterstatter, haben Reinhold Heil & Co. die Musikszene in Deutschland neu aufgestellt.
Das ist Geschichte. Die Bands hießen dann Spliff, zuvor waren sie die Nina Hagen Band. Und das mit einer der meisten Sängerinnen Deutschlands. Keine konnte’s besser. Alle außer Nina waren im Vergleich keine. Verzeiht die Übertreibung. Ich muss es wissen. Gott ist tot, the Lord ist fort.
Heute hören wir Reinhold Heil als gewieften Filmmusiker reden, gereift, gealtert. Wohnt jetzt wieder in Europa, hat vorher lange in den USA gelebt, zuletzt auf Hawaii.
Es steht noch ein alter Maschinenpark ungenutzt herum. Kommt zu neuen Ehren. Deswegen:
Das soll anders werden. Die Verkabelungen laufen auf Hochtouren. Immer ein, zwei Gedanken und dann….Pause. Denkpause. Gedankenpause. Recherche. Marktbeobachtung. Wie richte ich es, dass es einfach nur läuft? Mal sehen.
Auf die Patchbay werden Patchkabel gelegt, um die Audioausgänge der Geräte auf dieselbe zu legen. Und sie dort abzugreifen und in die Mischpultebene einzuführen. Variabel. Nach Bedarf.
Vielleicht berichte ich später tiefergehend. Heute nicht.
02.02.25 – ERMUTIGUNG – Das Verskonstrukt von 1968 im Wandel der Zeiten, in den wir uns jetzt befinden – Grüße gehen raus an Wolf in HH – Danke für dieses Wording. #Ermutigung #Wolfbiermann #Tulyrics #TTT #Tulipstagram
Ermutigung · Bonaparte
Ermutigung · Bonaparte
Ermutigung
℗ 2024 Clouds Hill
Intérprete, Producer, Recorded By: Bonaparte
Drums, Percussion: Domi Chanson
Producer: Johann Scheerer
Mixer: Peter Schmidt
Bass, Sound Effects ( Sfx), Strings, Synthesizer: Tobias Jundt
Guitar: Wolf Biermann
Composer: Wolf Biermann
Im Jahre 1968 (NACH Christi Geburt, nicht VOR) erschien das Gedicht ERMUTIGUNG nach Worten und Gliederung von Wolf Biermann, der dazu bemerkte, ohne Bert Brecht wäre ihm das Versmaß so nicht untergekommen. Zu Bruder Wolf hatte ich früher keinen direkten Draht. Und wer auch schon?
Allerdings änderte sich das meiner Erinnerung nach ca. 1976 und ich habe jetzt auch extra nicht gegooglet, denn ich will ganz aus mir selbst heraus berichten. Wolf Biermann trat in Köln auf und wurde weithin geachtet, während ein Politbüro der Täterä (Idiom, gelesen bei Manfred Krug für die „DDR“) ihn ächtete. Wie schon immer. Immer eckte Biermann drüben an.
Dabei kommt er aus Hamburg und gehört zur Spezies jener Menschen, wie sie sich eine Revolutionsgarde echter Recken nur wünschen kann. Geht irgendwann freiwillig in die Tätera mit Pauken und Trompeten. Und Schalmeien. Grüße an Erich H. aus dem Saarland gehen raus. Erich H., das ist dieser Mann, der mal das Dach der deutschen Demokratischen Republik gedeckt. Mit Schindeln und Schwindeln. In diesem Zusammenhang muss man dem vielleicht besten Rhetoriker Deutschlands, Gregor Gysi genau zuhören. Ich werde es hier nicht ausarbeiten, seid nicht so faul und geht alle auf den Googlehubel. So schwer kann das nicht sein, Du Dumme Sau. (Klaus Kinski)
Ihr seht schon: Harter Tobak. Ich wünsche Euch allen ein frohes, feines Wochenende. Und weniger Wochen wie die letzte, und wie sie Friederich, der Friederich inszeniert hatte. Ein arger Wüterich.
Icon #FotocastFREIBIER FÜR ALLE „I don’t call my band FREEBEER just to have a crowded house at our concerts. I call it CROWDED HOUSE.“ Don’t dream, it’s over. The completed social media short novel 30.11.24 #SayItWithLyrics #CrowdedHouse #Tulyrics #TTT #Tulipstagram Foto: 12.05.22 #ArtenschutztheaterBerlin #EXIT #FranzdeBŸL #StephanHoppe #JensSaleh #TommyTTulip #TomWaitsálaCarte – Drums: Sonor Signature – Bassdrum Pommerenke Customs Made – Cymbals Meinl, Zildijan
Ja, es gibt einige Strategien, mit der Band nur noch FULLHOUSE zu spielen. Wie das Kartenspiel. Zuschauer müssen nicht kommen. Sollten aber. Ist besser so, kannste glauben: Wenn die Band Freibier heißt, sind Plakatankündigungen analog (Anna log) als Papierplakat, Graffito, Flyer, WC-Klebchen gut, in denen versprochen wird: „HEUTE – Freibier!!!“ Und schon strömen die Wachulken. Selbst wenn Anna log.
Digital ist es auch nicht anders: Heute Freibier, das zieht die Menschen in den Bann.
Was aber, wenn man Bildung besitzen muss. Oder sagen wir besser, Wissen aus früheren Zeiten. War da alles besser? Mitnichten. Der Kampf um Zuschauer ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Brot & Spiele im Forum Kleinbonum, bei Asterix und Obelix, aber der Sound im Amphitamin-Theater kam von Verleihnix, dem Beschallungstechniker. Für harte Pensunse. Es waren volle Häuser, wir hatten ja nichts, 81 nach Christi, irgendwo in Gallien bzw. Galizien. In den Achtzigern war CROWDED HOUSE ein fester Begriff, man kannte das.
Vorbei, vergessen, verloren, verzeihen. Das alles war mal. Du hast alles nur geträumt, denn Du hast doch das Gros versäumt. Wir haben uns lang nicht mehr gesehen, werd mal zu Dir rübergehen. Hör auf zu träumen. Don’t dream it’s over.
Icon #PositionenTommy T. Tulip – Das Vieraugenprinzip mit blinkender Nase (gif/ani) 04.02.20 #TTT #Tulipstagram
Auf Facebook nehmen wir in einem Beitrag wahr: In Berlin kursiert jetzt ein App, mit Hilfe derer Schwarzfahrende sich wechselseitig darüber verständigen können, wo die BVG derzeit Kontrolleure einsetzt. Das stärkt die Position der Schwarzfahrenden und meldet die Positionen der SchwarzmarktfahrendenkontrolleureInnen, oder wie die heißen.
Das ist illegal, wie jeder weiß. Die Diskussion ergibt im weiteren Verlauf: Man könne die Fahrpreise abschaffen. Dann müsse niemand mehr schwarzfahren.
Der folgende Kurztext behandelt aber den Schlussstrich unter dieser Onlinediskussion.
Eine Userin schreibt: Dieses die Ticketpreise abschaffen, das sei aber ein anderes Thema.
Wir widersprechen: „Nein, das ist meine Antwort zu genau diesem Thema. Das Schwarzfahren rührt immer aus den Gesamtumständen her. Wie z.B. auch das Flüchtlingselend. Sie sind auch nicht da, weil sie kein Unrechtsbewusstsein besäßen.“
Sie so: „Nein, rührt nicht immer von Gesamtumständen her. Bei manchen ja, bei anderen ist es schlicht ein relativiertes Unrechtsbewusstsein.“
Die Diskussion ist überflüssig und Erörtern derartiger Kommentare nur Traffic, Aufregung, das hilft den asozialen Netzwerken, denn die verdienen Geld mit Dissens und Zwietracht. Interessant ist ein Blick auf das Profilbild der Frau, die hier beherzt gegenhält. Sie ist in Bagdad gewesen. Und wiedergekommen. Einfach mal Urlaub da machen. Mich spitzt es an zu einer abschließenden Gesamtbetrachtung: Und dass die Menschen schwarzfahren in Berlin“, während sie in Bagdad Schnappschüsse erstellt. Es inspiriert mich sehr. Ich sehe einen Zusammenhang zwischen Ihrer Art, die Welt zu betrachten und ihrem Kommentieren.
Das Roland Space Echo RE-201 – stand anno zwirn (Achtziger Jahre und folgend) in so gut wie jedem besseren Proberaum im Einsatz herum. Aus dem Oldtimermuseum: Wird noch heute hochgeschätzt.
Icon #FotocastAfter all these years from 1994 zu 2024 (Stitched by Hanky Panky‘s, Amsterdam) – 23.10.24 #Lovesymbol #Tattoo #TTT #Tulipstagram
Aus der Serie „Wider das Vergessen, dass Musik mal gut bestens war“, antwortet der juvenil beflissene 25jährige mit „OK, Boomer“ und gibt so freiwillig vor, wie wir solche quatschlastigen Reminiszenzen richtig einzuordnen haben. Nämlich gar nicht. Das ist hochgradig relevant, und zwar irr- mit mindestens drei „r“. Weisse Bescheid, Schätzelein.
Diese Tätowierung jährt sich zum 30.ten Male. Es ist Zufall, weswegen ich erinnerungshalber beim Nachbetrachten von Fotos der letzten Tage an Prince denke und an Dekaden meiner Verehrung des kleinen, schwarzen Mozart aus Minnesota. Mich erinnert das Foto an 1994, eine Fahrt auf einem geliehenen roten BMW-Motorrad (Little Red Corvette) nach Amsterdam, Holland. Das ist da, wo das Land am plattesten ist, so wie Niederlande und so heißt es auch. Irgendwo an den Grachten Amsterdams befand sich die Adresse eines berühmten Tattoo-Künstlers mit internationalem Rang und Namen.
Hanky Panky war u.a. bekannt, er habe die Red Hot Chili Peppers mit tintenen Nadeln gestochen, hat Body Language gemalt wie rote Scharfschoten, alles Räuberpistolen, deftige Zoten. Wie würde man diese Band nennen, wenn sie es niemals unterließen, weitere, viel zu viele Tattoos zu horten? – Ja, klar: Red Hot Chili Preppers. Hanky Panky muss mir einen stechen, dieses Bild Symbol von eine(m) Mann, dessen Lovesymbol. Mein Inbegriff eines modernen Musikers: Androgyn, attraktiv, begehrenswert, musikalisch vielschichtig und seine Klaviatur moderner Waffen des World Musicians, Lovesymbol als ein Zeichen seiner Zeit – A Sign o‘ the Times!
Im Betragen sechs, setzten wir uns in Amsterdam nach dem Tattoo – also past stitching – mit einem Pflaster voll Vaseline an den Grachtenrand auf der anderen Wasserkanalseite, ins sonnige Café, wie glückstrunken berauscht, zu einem Capuccino alla breve, den es nicht gibt, aber den Wundschmerz abheilen lassend.
Heute raten Tatttookünstler von Vaseline ab, erörtern wir jetzt am Roundtable. Was man weiß und was man nicht so gut weiß. Die Jüngeren wissen sowas und kaufen sich Tattoosalbe in der Apotheke, da ist sie billiger (5,- EUR), als beim Tattooisten, der 10,- EUR dafür haben will.
Am 20. August 2020 fiel mir diese wandhängende Lampe auf. Ich dachte sofort, sie wäre eine richtige, adäquate Beleuchtung mit Stimmung fürs Tonstudio, dem ich Zeit und Liebe hingebe. Nachdem ich mich im Restaurant Pad Thai, Cicerostr., Berlin (Wilmersdorf) nach der Einkaufsquelle erkundigte, konnte die Lampe besorgt werden. Und hängt nun im Studio als additional light.
Icon #TagesliedKerze #Trauer (gif/ani)18.06.2020 – Lied gut kommt von #Liedgut – #Buddha #TTT #Tulipstagram
Raum oder Zeit – Gabrielle Heidelberger
Nachruf
Kaum eine Sängerin verfügte über eine ähnliche stilistische Bandbreite wie Gabrielle Heidelberger, denn sie verstand, jedes Genre in seiner typischen Eigenart und der jeweiligen Gesangstechnik voll Emotion und Leidenschaft authentisch zu interpretieren. Die klassisch ausgebildete Sopranistin war nicht nur eine der „vielen Opernsängerinnen“, die sich auch in Musical oder Jazz versuchen – nein, sie sang in jedem Genre mit absoluter Authentizität und großer emotionaler Tiefe, so dass man in ihren Jazz-Interpretationen keine klassische Sängerin vermutet, doch ihre Operetten- und Operninterpretationen sind ebenso von einzigartiger Qualität.
In ihren Soloprogrammen sprengte sie die Grenzen der Genres und spannte Bögen von der Oper und Operette bis hin zu Musical und Jazz, gleich einem unterhaltsamen und ebenso anspruchsvollen Parforceritt durch die Musikgeschichte. Mit ihrer Bühnenpräsenz und darstellerischen Intensität eroberte sie die Herzen des Publikums im Sturm.
Geboren wurde die sympathische deutsch-französische Sopranistin in Saarbrücken als Tochter eines französischen Vaters und einer deutschen Mutter. Doch ihr Lebensweg verlief alles andere als geradlinig, es sollte viele Jahre dauern, bis sie endlich bei ihrer Bestimmung ankam. Bereits im Alter von drei Jahren war für sie klar: „Ich will Opernsängerin werden!“ Doch als sie im Kindesalter an einer schweren Tuberkulose erkrankte, schien dieser Weg zunächst für immer verbaut. Spätere Versuche scheiterten am Einspruch der Mutter, die ihr nach dem frühen Tod des Vaters sogar die französische Sprache verboten hat. Wie so viele musste auch Gabrielle Heidelberger erst einmal etwas „Anständiges“ lernen und machte eine Lehre zur Augenoptikerin. Der Traum, Sängerin zu werden, schien damit zerstört.
Erst nach dem Tod ihrer Mutter begann sie im Alter von 34 Jahren mit dem Singen. Ihr Hausarzt hatte sie nach einigen schweren Schicksalsschlägen in einem langen Gespräch dazu ermutigt, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und endlich ihren wahren Weg zu gehen. So begann sie ihr Gesangsstudium bei Prof. Martha Sharp in Mannheim, die heute am Mozarteum in Salzburg lehrt.
Bereits während des Studiums wurde Gabrielle Heidelberger klar, dass die Oper alleine nicht ihre Erfüllung ist. Dank ihrer exzellenten amerikanischen Lehrerin, die keine Berührungsängste und Vorurteile zu anderen Genres kennt, konnte sie sich auch in Richtung Musical und Jazz entwickeln und absolvierte eine entsprechende Meisterklasse bei Joan Morris und William Bolcom an der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart. Seitdem ist sie mit ihren eigenen Bühnenprogrammen unterwegs und auch als Autorin, Regisseurin und Produzentin vielfältiger Musiktheater-Projekte tätig. Kein Wunder, dass Gabrielle Heidelberger auch als Vocal Coach und Stimmbildnerin sehr gefragt ist.
Die Sängerin verstarb 2024 viel zu früh. Wir widmen ihr ihr Lied „Nur einen Moment“, einem wahrhaft großen Song und danken und denken an sie.
Dieser bahnbrechende Dokumentarfilm persifliert die Karriere der Beatles anhand einer fiktiven Popgruppe namens Rutles. Barry Wom (John Halsey), Dirk McQuickly (Eric Idle), Stig O’Hara (Rikki Fataar) und Ron Nasty (Neil Innes), allgemein bekannt als die „Pre-Fab Four“, sind eine Bande von wuschelköpfigen Trotteln aus Liverpool, England, deren Songs die ganze Welt verzaubern. Doch zwischen Hits wie „Cheese and Onions“ und „Doubleback Alley“ implodiert die Gruppe schließlich, was zu einer bitteren öffentlichen Trennung führt.
„The Rutles 1978“ ist ein satirischer Film, der die Beatles, ihren Aufstieg und ihre Auflösung parodiert und die Geschichte der fiktiven Band The Ruttles nachzeichnet. Der Film bietet Musik und Humor, die Fans der Beatles und Comedy-Fans gleichermaßen amüsieren werden. Die im Dokumentarstil gehaltene Erzählung enthält Interviews mit fiktiven Bandmitgliedern und realen Berühmtheiten.
Aus Gründen der richtigen Geschichtsschreibung muss die Mockumentary auch hier stattfinden.
To The Glory And Honor of KARL LAUTERBACH #LegalizeIT #TTT #Tulipstagram
To the Glory and Honor of #KarlLauterbach
Eine neue Denke in vernünftiger Drogenpolitik ist eingeläutet. Verlassen einen auch mit zunehmendem Alter Begehrlichkeiten und Zwänge, Drogen konsumieren zu wollen, hat doch niemand Glaubwürdigkeit in der bisherigen Handhabung erkannt. Ich erinnere in den siebziger Jahren Schulhofdiskussionen um Wohl und Wehe der eigenen Menschwerdung Cannabis versus Alkohol. In dieser Phase lernte ich Cannabis konsumieren.
Es galt uns als Frevel, sich mit Alkoholika zu betrinken.
Granini Kirsch, Banane, Birne, schöner Orangensaft, ansonsten: „Am Morgen ein Joint und der Tag ist Dein Freund.“ (Peter Fonda, Easy Rider, 1969) war ein Sinnspruch. Und viele andere. Später, Ende Siebziger, Anfang Achtziger erschien in Europa das Phänomen Robert „Bob Nesta“ Marley. Wir Hardcore-Reggaefans vergötterten Bob, ich dürfte ihn auch live erleben. Zwei weitere Jahre später kam die jamaikanische Nachhut nach Europa, alte Weggefährten von Bob. Peter Tosh gab in der Berlin Neuköllner Hasenheide sein „Legalize IT“ – da hatten wir uns längst alle mit den Rastafaris verschworen.
Aber klar: Das war kulturelle Aneignung. Geiler iss scho, gelle? Yo, Mann, grell.
Später änderte ich meine Parameter, freundete mich mit Alkohol an. Die Zeit meines Cannabis-Konsums war weitgehend vorbei. Ich hatte auch LSD probiert, vielleicht sechs-. siebenmal. LSD war einfach nur tierisch und mich ängstigte „der absehbare Kontrollverlust“ von Hardcore-Substanzen. Auf meinem letzten Trip ever saßen wir auf dem begrünten Mittelstreifen der Clayallee in Berlin (Zehlendorf), mit Augen wie Saugnäpfen und sinnierten tief. „Es ist einfach Scheiße, es zu schlucken,“ lautete die Erkenntnis dieses letzten Drogenhöhenflugs.
Icon #PodcastKeine Macht für Niemand #TonSteineScherben #PlattencoverMusik ist eine Waffe – #radioeins #Podcast #TonSteineScherben#IveGotTheFlower #RoteTulpenFraktion #mitBanksy #Icanbuymyselfflowers #TTT #Tulipstagram
Als Ton Steine Scherben sich 1970 gründen, gehören sie zu den ersten, die Rockmusik mit deutschen Texten machen – ohne, dass es peinlich oder nachgemacht klingt. Doch die Scherben sind mehr als nur eine Band: Sie versuchen das, was sie singen, auch zu leben. Philip Meinhold („Wer hat Burak erschossen?“, „Mein Freund Floh“) erzählt die Geschichte der vielleicht wichtigsten deutschen Band von ihren Anfängen als Politrockband über die Solo-Karriere ihres Sängers Rio Reiser bis zu ihrer Bedeutung heute. Erstmals zu hören sind dabei viele Töne eines 60-stündigen Gespräch Rio Reisers, das er 1993 für seine Autobiographie geführt hat. (Shorts Beschreibung auf YouTube)
Die Geschichte von Ton, Steine, Scherben nachzuerzählen, ist die Aufgabe eines Themen-Podcasts.
Der Traum ist aus, aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird. Dazu wird nicht weiter herumgeschwafelt, sondern verlinkt. Bitte schön.
Skid Row ist eine sehr dunkle Band. Ich habe mit der Pennergasse „Skid Row“ gleichen Namens im Obdachlosenviertel von Los Angeles zu meinem Vorteil nicht viel zu tun. Dort im Hotel Cecil sind die ärgsten Geschichten vom Verschwinden ganzer HotelgästInnen auserzählt. Richard Ramirez checkt hier ein, der Night Stalker. Oder Jack Unterweger, der Wiener Serienmörder. Hier wurde eines Tages Elisa Lam in einem Wassertank auf dem Dach aufgefunden, als sich Gäste nach ihrem Verschwinden über das verfärbt wirkende Trinkwasser mit einem schlechten Geschmack beschwerten. Der Tathergang blieb unaufgeklärt. Nettflicks pardon Netflix weiß mehr. Nur so viel am Rande.
Man muss diesem Artikel folgen wollend gugeln oder sich weiterführend (unten) linken lassen: Ver-.
Dies hier ist (nämlich) kein True Crime-Bloggcast. Eher handelt es sich um ein belangloses Diary of A Mad Man (Ozzy Osborne) eines zutiefst europäischen „Schollis“ (ich). Wie ein mexikanischer Dead Metal-Musiker im Hotel Cecil eincheckt, Videos von seinem Besuch veröffentlicht und nachgerade zum Ziel eines internet-weltweiten Shitstorms von Internetschnüfflern der ermordeten Kanadierin Elisa Lam wird, ist bemerkenswert. Wie fragil sind Selbstdarstellung, (Selbst-)Beweihräucherung und Wahnsinn eines musiksüchtigen Dead Metal-Posers? . Der „Mexico“ muss sich schließlich vom Dead Metal lossagen, Schminke ablegen und Haare kurz schneiden. Die Internetschnüffler haben ihn beschuldigt, beleidigt und virtuell angeklagt, „Du hast sie ermordet?“. „Ich war dreizehn Monate vor der Ermordung da.“ So hat jeder Shitstorm seinen heißen Shice. – Vielleicht war es gar keine Ermordung.
Als der Metalmusiker zehn Jahre nach dem Verschwinden der Hotelgästin für Netflix befragt wird, merken wir, welche gavierenden Entwicklungsschnitte das Leben in die Erinnerungen ins Lebenbeben reißt. Wir lernen uns zu hinterfragen. Sich an die Achtziger erinnern zu können, heißt nicht dabei gewesen zu sein, geht eine Redensart. Den Eindruck hat man aber auch, was 2013 angeht, das Jahr von Elisa Lam. Noch.
In dem Nest Manitowoc in Wisconsin wird Steven Avery ins Gefängnis weggesperrt, bis mit neuen Beweisen (DNA) bewiesen werden kann: Er hat eine Frau nicht vergewaltigt und ermordet. Es war ein Anderer. Als der Mann Haftentschädigung für 18 Jahre unschuldiges Sitzen einklagt, wird er erneut mit hieb- und stichfesten Beweisen wegen des Verschwindens einer 25-jährigen Frau eingebuchtet. In Verruf gerät ein ganzer Polizeidisktrikt, der dem Verdächtigten schon immer an die Wäsche wollte. Man spricht davon, die Polizei habe Tatortumstände hinzugefügt, DNA des Beschuldigten platziert und systematisch dafür gesorgt, dass der Beschuldigte nie wieder frei kommt. Beide Fälle, Elisa Lam (Los Angeles) und Making A Murderer sind beklemmende Schilderungen der amerikanischen Justizwirklichkeit. Nur verallgemeinern allein hilft einem auch nicht weiter.
Knowledge Material #Erinnerungen
Kommen wir vor dem Hintergrund dieser Geschehnisse nun zur Gegenwart: Das Praktische an der Benutzung von sozialen Netzwerken ist, man wird praktisch nicht mehr älter. Man lässt Algorithmus gewähren (wo Rhythmus immer mit muss) und verteilt einfach Beiträge früherer Jahre nochmal neu. Der Gewiefte entfernt allerdings erst einmal den Erinnerungsrahmen, um Aktualität vorzutäuschen.
So wird die 2012er Grillparty auf der Terrasse nochmal ganz neu zelebriert. Die stinkend Faulen lassen den Erinnerungsrahmen einfach dran und reposten den hochgespülten Quark nochmal. So kann jeder sehen: Kinners, wie die Zeit vergeht.
#DiaryOfAMadman #TTT #HIStory
In jedem Fall handelt es sich anders als in den oberen Absätzen hier nur um Trivia. Wir können also alles komplett überlesen.
Elon Musk und die Twitter-Übernahme | Doku HD | ARTE
Interview
Elon Musk on The Don Lemon Show – Full Interview
Zwei längere YouTube-Zuspieler zum selben Thema
Was die Übernahme von Twitter angeht, das heute als „X“ bekannt ist, ist diese Dokumentation (1) auf ArteTV einigermaßen zeigenswert und beleuchtet die Hintergründe des Kampfs um „Meinungsfreiheit“ (für bestimmte Menschen) oder Opinion Control. In diese Richtung geht auch das Interview von Don Lemon mit Elon Musk (2). Beides sind Stücke von Meinungsfreiheit, der Anderen.
Nicht unbedingt der von Elon Musk. Ein jeder bildet sich selbst seine Meinung. Ob Du die rote oder die blaue Pille nimmst, kannst Du gugeln. Ich muss nicht alles haargenau erklären.
Icon #Positionen15.03.24 Koche lieber richtig: Mach Dich nicht zum HEINZ Tomato Frito #MachDichnichtzumHeinz #Influencer #Nonfluencer #TTT #Tulipstagram
Ich mag Tokio Hotel. Nicht (mehr) so sehr ihre Musik. Die ist unwichtiger. Aber dieses Konstrukt und wofür TH steht. Ich erinnere Nuller Jahre, Urlaub Kroatien, Nähe Rijeka. Das Supermarktimperium Kroatiens ist die Kette Konzum, der Boss von Konzum flog immer Hubschrauber in die Bucht, zu seinem Anwesen, direkt bei uns umm Ecke. Wir im Urlaub in Doni Kraj, Nähe Moscenicka Draga. Wir dichteten und sangen: „Du musst durch den Konzum, gleich hinter Kraj, am Felsen vorbei, durch das Regal, am Obststand vorbei…“ undsoweiter undsofort. Bindungssingen auf ewig. Mit Bill, Tom, Gustav und Georg. TH, die waren süß. Sooo.
**ACHTUNG: Dieser Beitrag wird keinen Einfluss auf Dein Leben haben. Er wurde von einem bekannten Nonfluencer verfasst. Werbung: Kennen Sie HEINZ Tomato Frito? Wenn nicht, lesen Sie bitte weiter. Danke. Ihr Commercial-Team. Leudde: Das ist fluent. ***
Heut morgen SEEED im Kopf, ich auf Instagram. „Meine Augen machen Blingbling und alles ist vergessen“ |: (Wiederholungszeichen, mehrmals #Loop | –> Gustav steht am Herd, kocht. Nudeln gips, sagt der Trockenbauer. Und Jägerschnitzel. Aber es ist Jagdwurst, die er paniert. Gustav: Jägerschnitzel ist NICHT Jagdwurst. Gustav: Also, das ist DDR-Sprech, aber so alt bist Du nun auch wieder nich. Du nich. (Knorkator)
Nehme Gustav als Familienvater wahr, mit Hund, Kind und Kegel (anderes Wort für Frau), immer noch Schlagzeuger TH. Gustav ist Influencer. So wie Bill. Alle sind die Influencer. In Los Angeles, Magdeburg…weltweite Markenbotschafter. Oder Tom Klum, in der Schweiz und alle so „Im Wald und auf der Heidi“ ♪♫ und vieles andere mehr. Ich mag die Jungs. Am schärfsten ist Bill, Kill Bill killt alle Grenzen. „Games without Frontiers“ (Peter Gabriel) Dieser Senf auf Hollywood ist Weltklasse, manchmal komplett belanglos, aber wie, wenn Wasser die Berge hochfließt, erstaunlich frisch und macht mich richtig nass, also nimmt mich mit.
PREMIERE – Igor Levit über Hingabe, Reue und Judenhass
Jeder Mensch hat einen Preis. (aus Wall Street, Fortsetzungsfolge)
Das Podcastgespräch im Hotel Matze
Man kann und sollte auch immer wieder gern Igor Levit reden und öffentlich denken hören. Anders ist es nicht, was den Host der geistreichen, warmen Sendung Hotel Matze angeht. Matze Hielscher, ex-Musiker (Bassist, früher Virginia Jetzt) hostet, nicht toastet den Grand Seigneur der 88 Tasten. Igor fängt nicht an zu kuscheln oder Kredit zu nehmen: Er least uns die Leviten.
Hab’s gleich veröffentlicht: Unverzüglich. Sofort. „Mach ich morgen, gibt’s nicht.“ (Igor Levit)
Um beim Thema zu bleiben.
Traurig! – #Trauerbanner #Gestorben #blacktulip #TTT #TulipstagramA beautiful mind T.M. Stevens * 28.07.1951 † 10. März 2024 Motiv ‚Sex & Religion“ (1991) – Steve Vai #TmStevens #RIP #TTT #Tulipstagram
Ohne Worte. Vielleicht doch. Eine Liebeserklärung? Question mark, ich hab’s: Das Fragezeichen muss durchgestrichen da stehen. So wie Fragezeichen
T.M. Stevens starb mehreren Berichten zufolge am 10. März 2024 im Schlaf in dem Pflegeheim, in welchem er seit 2017 aufgrund seiner schweren Demenz lebte. Von wegen Demenz: Dass man sich selbst vergisst. Unvergessen bleibt. Niemals mehr vergessen werden.
T.M. hatte in Deutschland eine stark verschworene, loyale Fanbase mit vielen deutschen Musikern und Bewunderern seines außergewöhnlich guten Bassspiels. Mir persönlich ist er als Lichtgestalt auf dem Album Sex & Religion (1991) von Steve Vai (an den Drums: Terry Bozzio) gekommen und als ich ihn livehaftig und hinterher im persönlichen Gespräch kennenlernte, beschloss ich, ihn fortan persönlich zu verehren und zu lieben.
Was für ein schöner Mensch er war.
Legendär Auftritte, u.a. in Berlin, wie z.B. im Knaack Klub (RIP) und anschließende „Umtrunks“. Wir haben durchaus ein, zwei gebechert. Und gejuxt. Spaß gehabt.
T.M. war in jeder Hinsicht XTRAORDINARY.
Liebe und Licht, T.M., You are always on my mind.
Love, Tommy – Mit Tränen im Knopfloch
High on Emotion: You were simply the best.
That isn’t my kind of shitty platitudes 2 pronounce this very loud & clear, die Losung lautete Do Da Fonk
Wenn nun nichts mehr im Verborgenen vor sich hin träumen kann, weil alle Wünsche artikulierbar sind, können die Synthesizer aus dem muffigen Proberaum im Keller nach oben ins Wohnzimmer geschafft werden. Wo sie das Elaborat sämtlicher musikalischen Träume bilden. Nun ist es nicht mehr weit zur Living room-Legende. #Stu-Stu-Studio
Fragt man Edgar Froese (RIP – Tangerine Dream) oder Jean Michel Jarre (Oxygene) oder gar Klaus Schulze (RIP) bzw. Harald Großkopf (Drummer), so ist das ein Wohnzimmer, das man herzeigen kann. Auch wenn Besuch kommt.
Von wegen IKEA.
Die holzen den ganzen Planeten kahl, wie ARTE.TV jetzt nicht ganz unerwartet Zuschauerzahlen in Höhenflügen herbeidokumentiert. Sensational at it’s best.
An Wochentagen wie diesen erbricht sich Beichtstuhl den Weg ins Public viewing. Dann treten sprachdurchfallartige Wahrheiten ans Licht. Es ist Beichtstuhl: Jemand versucht etwas zu sagen, das nach Wahrheit klingt und was er dafür hält. Aber es kommt nur Scheiße dabei raus. Das hätten wir jetzt geklärt.
Es wäre geklärt, wenn man es klären könnte. Doch heute ist Freitag und nichts anderes ficht uns an als ein Ausblick auf ein schönes Wochenende, etwas Zeit fürs Nichts und die Gabe, dem lieben Gott dafür zu vergeben, dass er die Menschen unterschiedlich reich ausgestattet hat. Ich bin seit gestern ein Ex „X“ – mein Austritt aus Elon Musks „X“ (vormals Twitter) war angekündigt für Ende Februar und so geschah es auch. Ich bin sehr erleichtert. Wieviel Beichtstuhl habe ich allein dort in den letzten Monaten nach der feindlichen Übernahme lesen müssen.
Ich mag irgendwie die gerade heraus frei von der Leber weg formulierten Tweets von Jörg Kachelmann, Wetterfrosch aus der Schweiz. Tweets hießen Xeets früher, nicht „Seeds of Love“ (Tears for Fears). Kachelmann ist kein „Dummdoitzscher“, doch etliche deutsche Holzköpfe glauben immer wieder, es würde ihn sonderlich hart treffen, wenn sie ihm schreiben: „Gehen Sie zurück in die Schweiz.“ – Da ist er schon. Im Grunde ist das auch nicht so schlecht. Man kann ein Land wie dieses hier aus der Ferne recht erschütterungssicher von außen betrachten oder -in der Schweiz- sogar von manchem Viertausender, weit oben. Die Schweiz ist glücklich, man lebt in einer gedachten Glaskäseglocke, bei Alpengedöns und Käseraclette.
Jörg Kachelmann feuert immer wieder Diskussionen übers Holz verheizen an. Häufig teilt er gegen diese gesundheitsgefährdende Art des Heizens richtig aus. Dabei stößt er häufig auf erheblichen Widerstand von Brennholzverleihfans (das sind die mit den so witzigen T-Shirts gleichen Namens). Harharhar. Wie lustig.
Eine häufig benutzte Redewendung von Jörg Kachelmann ist beispielsweise:
„Sind Sie eigentlich ein bisschen dumm?“
Fragen darf man ja mal. Oder wie Popov sagen würde: Köstlistzscz. Mit hartem sccciiiccczz-Laut.
Heute habe ich massiven Input für meine Erfahrungstripps ins Social media-Gedöns gesammelt. It is the Nation of Gondwana, isn’t ist? Allein heute will ich drei Stücke Spazierstock fest festhalten, damit ich sie niemals nicht vergesse. Fresse!
Erstens kämpft ein Berliner Musiker mit einer Art Shitstorm. Er liegt im Streit mit einem alten Freund und Weggefährten und alles geht nur noch übers Internet. Nennen wir diesen Freund aus zutreffenden Gründen Oliver Zwist. Es geht um die Frage, ob wir im Frieden mit der Welt bleiben können. Es werden harte Worte ausgeteilt. Ich habe diesem Musiker einen Kommentar dazu gesteuert, denn schließlich ist es ziemlich öffentlich: „Schön dass Ihr im Austausch bleibt. Etwas wichtiges, in diesen unseren Zeiten in diesen unseren Ländern, in diesen unseren unterschiedlichen Positionen. Der Weg ist das Ziel. Nicht das Ziel ist weg.“
Nachdem ich diesen Kommentar hinterließ, meldete sich nun ein Aspirant mit folgender Antwort: „Richtig. Das Hauptziel der neokapitalistischen, globalistischen US-Waffenlobby gilt es zu kritisieren: nämlich Konflikte in der ganzen Welt anzustacheln & anzuheizen, um sich dann völlig “selbstlos” eine goldene Nase an Waffenlieferungen zu verdienen. Diese perfide, perverse Agenda muss dringend auf den Prüfstand gestellt werden. Der Militäretat der USA beträgt jährlich 877 Milliarden Dollar. Er ist 3x so hoch wie der Etat des zweitplatzierten China (292 Milliarden) & 10x höher als der Etat der Russen (Rang 3 mit 86,4 Milliarden). Da können mir die Rüstungslobby & Waffen-Aktien-Mafia noch so oft erzählen, dass die Waffen der USA-NATO ausschließlich der Verteidigung dienen. Diese Lügen nehme ich diesen gewissenlosen Aasgeiern & Geldelstern nicht ab…“ – Nennen wir diesen Streitbruder im Geist nun Oliver Twist. So Twist & Shout. Ihr versteht schon.
Aber was will man zu diesem Subkommentar zu meinem als Antwort eigentlich sagen? Ähem.
Ich reagiere etwas indirekt, nur ja niemanden verärgern: „Ich wollte eigentlich ganz bewusst nicht einsteigen in Red Flags wie z.B. „neokapitalistische, globalistische US-Waffenlobby“, sondern D. (Musiker Berlin) eine kurze Antwort geben, die m.E. besser trifft. Dieses andere Themen Surrounding ist mir zu subjektiv und zufällig. Lieber Oliver Twist, für mich sind die Formulierungen schon sehr aussagekräftig. Schönen Tag allerseits.“ – Ich glaub, das hat mir meinen Arsch gerettet. Doch weit gefehlt.
Oliver Twist holt aus, direkt gegen mich: „Finde ich gut. Sie sind ja der “Gute”. Ich wiederum bekenne mich als “Böser” zu meiner Kritik an der infamen, manipulativen, menschenverachtenden Agenda der Globalisten. Diesbezüglich nehme ich sehr gerne die Rolle des Bösen an. Was Ihr “Guten” in Afghanistan, Lybien, dem Irak & all den anderen Ländern angerichtet habt, welchen Ihr Waff… äh Demokratie gebracht habt, ist in diesen Ländern ja gut zu beobachten. Pures Elend. Ein schönes Wochenende.“
Ich antworte: „Oliver: Subjektivitätstrunken heute morgen? Was wir heute klären: Nichts.“
Er schlägt zurück: „Das Wichtigste bleibt doch, dass Sie zu den “guten” Waffenlobbyisten gehören.“
Ich gehöre jetzt den Guten. Er zu den Bösen. Was mich die ganze Zeit antreibt, ich würde ihn gern fragen: „Oliver? Sind Sie eigentlich ein bisschen dumm?“ Oder Du: Im Internet gilt das Du: Nicht „Sie Idiot“, sondern „Du Idiot.“ Da ich es nicht wissen kann, halte ich den Mund.
Die Kachelmann-Frage bleibt: Ist er eigentlich ein bisschen dumm?
Doch noch zwei andere Vorkommnisse.
Jemand möchte Zutritt zu einer meiner Gruppen beantragen, er soll Steven heißen – Steven kann das Leben nicht mehr lieben – Suizidankündigung, Rassenhass, Opfermythos Deutschland, Verächtlichmachung von Berufsgruppen 01.03.24
Steven #Facebook #Kommentare Nigger & Ukrainer
Steven: Bist Du eigentlich ein bisschen dumm?
Und Hannes: Offensichtlicher Hannes mit den Augen eines Mannes – oder: Am Kommentar dieses Mannes erkennt man den Johannes. Es ist Rassismus im Spiel. Hannes glaubt, Menschen haben Ölaugen. Die welche haben, sind nicht die Hellsten. Auf die Idee, dass er selbst nicht so hell genug scheint, kommt er nicht. Man müsste es ihm sagen. Ich jedenfalls nicht.
„Sind nicht die hellsten, die Ölaugen“ ‚#Facebook #Kommentare
Die Prüfung von Hannes Facebook-Freundesliste ergab bei Gelegenheit dieses Kommentars seinerseits, dass er bundesweit bekannte Nationalsozialisten zum Kreise seiner Facebook-Freundschaften zählt. Da dies nicht als unglücklicher Ausrutscher gewertet wird, erfolgte seine Komplettblockierung für eine große Facebook-Gruppe von ca. 29.000 Mitgliedern.
Er wird dieser Gruppe nie wieder beitreten können.
Beide Beispiele sind von Ende Februar/Anfang März 2023.
Diese Dinge treten also durchaus häufiger auf. Just to let You know.
Was bleibt:
Sind sie eigentlich ein bisschen dumm, diese Leute heute? Kein Fazit. Flauer Pauer.
Allerdings: Ein Lichtblick – Facebook passt auf uns alle auf. Auch dieses hier ist sehr erwähnenswert. Schaut.
29.02.24 #Panik Post
Die Antwort von Facebook lies keine 10 Sekunden auf sich warten. Und sie beruhigt. Pass auf:
#Facebook Warnung Gemeinschaftsstandards
Ich gebe zu: Jedem Gürtel wohnt ein Anfang inne. Ich glaub, Herrmann Hesse. Du liest jetzt Herrmann Hesse, sonst gibts was auf die ….. (ich muss aufpassen, sonst schlägt der Algorithmus wieder zu und diesmal brachial: „Tommy? Bist Du eigentlich ein bisschen dumm?“ – NÖööö, möööppp…
Zöllners Blinde Passagiere – Du bist nicht der Krieg
Da gab es dieses flaue Gefühl im Magen. In meiner Kindheit und Jugend. In der Schule, in der Lehrzeit, bei der Armee. Die autoritären Deutungshoheiten waren mir unheimlich. Wo ich doch selber so unsicher bin. Getrieben von inneren Überzeugungen und daraus herrührenden Schuldgefühlen. Vielleicht muss ich zwanghaft die Behauptung der einen Wahrheit anzweifeln. Schlimm ist, dass dieses flaue Gefühl zurückgekehrt ist. Es gibt wenige Freunde, mit denen ich mich sicher fühle. Mit ihnen singe ich dieses Lied.
Den Text von Henry-Martin Klemt habe ich bei Facebook entdeckt und gefeiert. Der Song kann als Startschuss für das Freundesprojekt „Blinde Passagiere“ gesehen werden. (Dirk Zöllner, via Youtube)
Steffi Breiting: Gesang
Dirk Zöllner: Gesang, Gitarre
Tobias Hillig: Gitarre, Gesang
André Gensicke: Klavier, Gesang
Text: Henry-Martin Klemt
Musik: Dirk Zöllner
Tonaufnahme und Mix: Jörg Zinke im Showcase Potsdam
Kamera: Johanna Bergmann & Jörg Zinke
Assistenz: Paul Kobelev
Schnitt: Jörg Zinke
Du bist nicht der Krieg
Mensch, du darfst jetzt schweigen
Musst nicht Flagge zeigen
Nicht Partei ergreifen
Du musst dich nicht versteifen
Du bist nicht der Krieg
Du bist nur sein Fressen
Wenn er dich verdaut hat
Wird er dich vergessen
Mensch, du musst nicht glauben
Den Gesang der Tauben
Nicht im Bild der Blinden
Eine Wahrheit finden
Ihr seid nicht der Krieg
Ihr seid nur sein Fressen
Wenn er euch verdaut hat
Wird er euch vergessen
Record release ’24 #JohnnyandtheDrivers #SayonaraMama #TTT #Tulipstagram
Per Post aus London (UK) eingetroffen: Das neue Machwerk Sayonara Mama von Johnny & The Drivers. London, Berlin, London
Brexit (erledigt), Dexit (unerledigt), xit (geplant Ende 02.24 – Flucht vor Elon Musks´ twitter, jetzt „X“), harsche Zeiten.
John Thomas, Australier, war in den achtziger Jahren fester Bestandteil der Berliner Musikszene. Seit vielen Jahren hat es ihn nach London verschlagen. Und er ist immer noch musikalisch aktiv. So geht Musikersein. Beteiligt als bekannte Berliner Beteiligte sind sicherlich Ralf „Trotter“ Schmidt (ex Interzone), Richard de Bastion (L3-Studios, Neukölln) – ferner hier (xdrum.eu)
Die CD beinhaltet 14 Stücke gute, handgemachte Musik und wird über Werewolf-Music vertrieben. Für den der Wolf bellt: „To whom the wolf barks.“ Anspieltipps: „BERLIN DAYS“ – ja, klar. Und „HE WAS A FRIEND OF MINE“. Und alle weiteren Stücke. Beteiligte MusikerInnen:
LINEUP
Johnny Driver (voc/g/kb/synth)
Malcolm Hine (g/slide/b)
John Kaethner (b)
Janos Bajtala (kb)
Ralf „Trotter“ Schmidt (b)
Merle „Merlin“ Wildman (blues harp)
Richard Marcangelo (Dr/perc//back room work)
Stephen Miller (g/b/voc)
Bob Howell (dr)
Shelly Beal & Richard de Bastion (b/voc)
Kathy Freemann (b/voc)
Phil Overhead ((b/voc/perc)
Michael Conolly (b/voc)
Jetzt trage ich seit dem ich es mir leisten kann, Teashirts mit ausgesuchten Beschriftungen. Es geht um Produkte (Meinl, Gutenstetten, u.a. Meinl Cymbals, aber auch Tama Europa), Bands (Pink Floyd, Beatles) und so fort. Mit stolzgeschwellter Brust vor mir her.
Heute erst komme ich drauf: Es ist ein Fehler, das zu tun. Denn wozu?
Hoch lebe das runtergekochte ICH ICH ICH. Ich erinnere Zeit der Dezenz.
Substantiv, feminin [die]
1. Takt, Feingefühl, Zurückhaltung
2. Unaufdringlichkeit, Unauffälligkeit
Als man Lacoste trug und nur ein kleines, dezentes Krokodil gab Auskunft. Fruit of the Loom. Alles ist zu Opulenz verkommen. Mehr Schrift, mehr Logo, mehr Popstyle. Alles Quatsch.
Ich will zurück nach Westerland. Aber ohne Gosch-Shirt oder Sansibar auf Sylt. Die können mich mal alle. Ich bin doch keine Zielgruppe. Ich nicht. Ich bin eigentlich ganz anders.
Natürlich mag ich die Produkte weiterhin. Und wenn es um Werbung und Beschriftung auf T-Shirts geht, muss ich meine Bestände auftragen und kann sie nicht wegwerfen. Allein aus ökologischen Gründen. Oder wie man das nennt. Endlich viral gehen: Ein paar solche Teashirt-Shots kann ich hinzufügen. Das Beschriftungsszenario meiner Memes ist klar #mydailyteashirt #bekenntnisbrust #TTT #tulipstagram (auf Instagram) – Folgt mir für mehr heißen Shice wie diesen, dann gehe ich endlich viral.
Ich komm nur irgendwie nicht dazu. Denn -weiter gedacht- ist dieses Bekenntnis jetzt erst der Anfang vom Getrende. Bis ich all meine Marken-Teashirts aufgetragen habe und gegen neutrale Unifarben austauschen kann, ist es mit Sicherheit 2025. Wie also den Wechsel hinkriegen?
Es ist eine der vielleicht enervierendsten Fragen des Jahres 2024. School’s out forever. Ich geh mal nachdenken.
Ich hab eine solche Sinnfrage auch in die Spezialistengruppe:Musikerwitze eingeführt. Facebook Oral.
Was rauskommt, muss raus.
Künstliche Intelligenz
Schluss mit flauer Power: Sag mir, wo Du stehst? #Sagmirwodustehst #FlowerPower #SpezialistengruppeMusikerwitze #TTT #Tulipstagram
Die Nachrichten sind eindeutig: The Message ist love. Und zwar in knallig Orange. So war’s gewesen. Erinnert Ihr Euch? Flower Power, ein Kraftbegriff, mit dem Menschen Berge versetzten. Bzw. im Schlamm schmusten in den Woodstocker Puddles of Mud. Suhlen für den Weltfrieden und hinter gemeinsam nacktbaden. Leude? Zeiten waren das.
Im Februar 73 war ich 10 Jahre alt. Ich guckte regelmäßig die von den Eltern genehmigte Kultursendung Hitparade mit Dampfplaudertasche Dieter Thomas Heck. Damals mochte ich Chris Roberts, Christian Anders oder Jürgen Marcus. Katja Epstein, Mary Roos, Juliane Werding, Gitte. Geiles Zinnober.
Heute (am 05.02.24) geht mir, wie vom Geist geritten und ohne Trigger von außen, dieser Song durch den Kopf. Ich kann alte Schlagertexte bis heute teils rezitieren. Teile meiner kindlichen DNA. würden Teile der musikliebenden Bevölkerung verunsichern. Aber das Beste ist: Das ist alles von der Gunstfreiheit gedeckt.
Mit dem Abstand einiger Jahre schaue ich heute aufs Jahr 2024 und mir fällt auf, wie #visionär der Text im Grunde war. Haltet mich für verrückt. Aber ist er nicht eine Art Schnitzmuster für eine bessere Gesellschaft als diejenige, in der wir uns gerade befinden? Im Zuge harter Auseinandersetzungen (bis aufs Blut) mit Postings von mir zur Grund-DNA dieser Gruppe (Respekt, Liebe, Anerkennung) werde ich angefeindet, wenn ich mich gegen Hassreden und verächtliche Kommentare in meiner Gruppe verwahre. Es werden Sachen herausgelesen und gedeutet, die ich NIE (nicht mit einem Wort) gesagt habe. Einer meiner Texte lautet: DIE NERVEN bei vielen LIEGEN BLANK. Dieses ganze Politgerede. Ist es aber gar nicht: Es ist nur Community-Sense (Gemeinschaftssinn) und Verabredung gewisser Umgangsformen. Angemessener. There’s no politics in that.
This music should be something like music really is: It’s a Universal Soldier, oder wie Donovan textete:
He’s five-foot-two and he’s six-feet-four (Wie groß ist er wirklich?) He fights with missiles and with spears (Mit wem kämpft er wirklich?) He’s all of thirty-one and he’s only seventeen (Wie alt ist er wirklich?) He’s been a soldier for a thousand years (Mindestens….Leudde?)
So ist Nader Rahy. Oder so ähnlich.
Der Musiker aus Berlin treibt sich als Schlagzeuger einer Legende aus Hagen namens Nena mit ihr herum. Susanne Nena hatte immer gute Drummer. Rolf Brendel ihr erster, Philipp Palm, zeitweise the One Marco Minnemann (durchaus in Affentempi bei Nenas refresh), „Mokant, junger Sohn, mokant.“ (aus „Rudi“, Herwig Mitteregger)
„Kind, schreib bloß nichts ins Internet, Du weißt schon: Es vergisst nie.“ – YouTube Video Father & Son – Cat Stevens – covered by Tommy T. Tulip, Küchenimpressario (2015)
Es ist auch nicht NUR schlecht. Du kannst rumkugeln im Netz oder – wie Sachsen sagen: „Rumgooglen“. Im Netz wiederholt sich und geschieht, wovon das Foto erzählt. Nur später. Nur noch einmal. Vergangenheit flimmert auf, kommt zurück ins Gedächtnis. Das Foto Januar 2024 im Wohnzimmer (Flatscreen.TV, YouTube-Video, Vollbildmodus). In der Nestorstraße (Kudamm) ist Tommy on screen, „THE Tulip“, er gibt den Fürst Schmetternich verblichener Welthits. Die Getränke dazu nicht „Tea for the Tillerman“, es ist Barolo, Gummibaum und Basilikum, in einer Spandauer Küche an der Wand hängen Gemälde des Berliner Musikers/Künstlers Mark Eins. In dessen Kitchen steht die Fender-Akustikgitarre (klassische Kopfform). Das juckt.
Hier in der Küche entstehen virale Weltkarrieren via YouTube, dem Tik Tok für Ältere. Von Mark Eins wurde hier berichtet.
Über den Berichterstatter (das bin ich) weniger. 2024 wird sich das ändern, es ist das Jahr 2024, indem das Video zum viralen Hit wird, so wie auf TikTok Frank Farian, 2024 gestorben. Kurz vor dessen Tod trendet Rasputin von Boney M. weltweit – auf TikTok. Farians erstes weltweit erfolgreiches TänzerInnen-Quartett mit Bobby Farrel, dem Farian seinen Tiefbass gibt wie Milli Vanilli die Girl You know it’s trues, während Bobby um seine Frauen herumtanzt, scheu schauend aus dem Bau. Micha, mein Micha. The only good thing feet can do now, is dance to the music. Sachen gibts.
Die Akustikgitarre Baujahr 1990, kostete damals ca. 1.500,- Deutschmarks (DEM – Währung kurz nach dem Krieg, vor Einführung des Euro). Akustischer Touch, Nylonsaiten, Tonabnehmersystem mit zwei Potis, an denen sich der Sound einstellen lässt. Sollte für Studioarbeiten genutzt werden. Und so war es auch. Guter Klang. „Spaniens Gitarren verschönen…sie die Liebe zum Leben mit Tönen – es muss Nacht sein, und da muss viel Musik sein, Senor.“ (Cindy & Bert, Schmand vom Schlagerstrand)
Im Nachhinein nehme ich wahr, diese Gitarren wurden in Japan handgefertigt. Das kommt bei dem Preis (damals) hin. Ich habe Seriennummer und Bestandteile der Gitarre bewusster nachnotiert. Im Moment ist die Gitarre malade. Der Punkt ist gerade, dass bereits seit geraumer Zeit IMMER – man kann die Uhr danach stellen – nach Neubespannung mit Saiten die dünne e-Saite wieder reißt.
Zeit für einen Besuch beim Gitarrenbauer, das schrob ich bereits hier.
#Fotocast_IconLe soleil brulée surtout aujourd’hui – Die Sonne brüllte heute besonders. 19.12.20 #Yairy #Acousticguitar #TTT #Tulipstagram
24.12.20 #acousticTommy #Yairy #TTT #Tulipstagram
24.12.20 #acousticTommy #Yairy #TTT #Tulipstagram
24.12.20 #acousticTommy #Yairy #TTT #Tulipstagram
Ich muss die Krone richten. Also die Akustikgitarre von Yairy.
Ich spiele sie jetzt schon lange nicht mehr. Immer reißt die dünne e-Saite. Verdammter Pfeffer.
Ich werde im Guitar Shop in der Motzstr. vorbeifahren und sie zur Reparatur bringen.
Darum war der Heilige Abend heilig 2020
Was ich gerade mache? So kann nur Facebook dämlich fragen. Ich erinnere mich. Ist länger her. Mal wieder Lala machen. Bundrein und ohne, dass die Geduldsfäden (Saiten) reißen. Die #Yairy in die Werkstatt, die dünne e-Saite reißt immer wieder. Gitarrenfarmer (Bauer) ran und die Gitarre (Krone) richten. Nicht hinrichten. Ich sag’s nur.
Ich werde Leonard fragen. Ob sie sie mal durchsehen bei Berlin Guitars. Demnächst. Außerdem möchte ich eine passende Tasche oder einen Koffer.
Die Protagonisten sind nicht nordish by nature. Dem Vernehmen nach aus dem Süden Deutschlands, von Bamberg ist die Rede, auch Heidelberg, Mannheim und so. Gewiefte Musiker, ein Quintett Musiker Voc, G, B, Keyb, Dr. (nicht MusikerInnen), die sich um den Hauptprotagonisten Valentin L. Findling auf der Bühne im gutgefüllten Tempodrom aufstellen. Findling ist der Findling, um ihn kreist an diesem Abend die Welt.
Es ist ein Berlin-Debüt. Als Musiker vermisse ich gestackte Vox AC30-Racks (Gitarrenverstärker), wie Dr. Brian May sie nutzt, als ich als Berichterstatter Ordner in der Berliner Waldbühne war. Zu Lebzeiten von „uns Freddie“ bewachte ich anno zwirn den Soundcheck. Der von Brian May blieb bei mir kleben: Wer Soundchecks wie diese mal miterlebte, bevor Besucher einströmten, vergisst diese Wände – Walls of Sound – von Brian May nicht mehr. Ist lange her.
Just Music Berlin (Quelle: Just Music GmbH – Promotion)
Es war nicht nur zu vermuten. Es war eine Frage der Zeit. Das Berliner Musikhaus JustMusic (früher: Sound- und Drumland) schließt. Wann genau, ist unklar, berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Damit ist die letzte der früher vier bundesweiten Fachgeschäfte für Musikinstrumente zu. Wir berichteten (über drei von vieren, am 04.09.2020)
Die ganze Branche steht jetzt am Ende einer Entwicklung, die sich seit langem angekündigt hat. Die Zeichen waren nicht zu überhören. Was die Musikmesse Frankfurt/Main betrifft, veröffentlichte ich grundlegende Kritik hier (am 09.04.2016) und weitergehend hier (am 06.04.2019). Nun ist der Berichterstatter (das bin ich) beileibe kein Branchengenius. Vielmehr sehe ich die Branche als Betroffener.
Der Tagesspiegel berichtet am 17.01.2024hinter einer Paywall hier. Mit einem großen Buyout wirft JustMusic zu Sonderkonditionen Equipment raus, 7.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müssen beräumt werden. Reduzierte Preise winken.
Verdächtigung Corona: Während verschiedene Medien orakeln, warum die Standorte Dortmund, Hamburg und München früher schlossen, vertraten wir einen bunten Tulpenstrauß abweichende Konzernkritik, besser: Branchenschelte. In Kurzform:
Potsch Potschka – Da fliegt mir doch das Blech weg. (Buchtitel, u.a. erhältlich via Amazon) – Aufs Bild klicken
Auf einer großen Schulgala 1979 der „Stars 1979“ gab ich die Version in der großen Aula in Berlin (Dahlem) der Nina Hagen „Auf’m Friedhof“, als Sechszehnjähriger. Ich genoss die Konterrevolution, indem ich -stark geschminkt, schwarz weil, „Future is black“, der Song mir ein Rollenspiel erlaubte. Vor Eltern, Großeltern und Mitschülern genoss ich auszu-shouten: „In der Stille, da gibts kein Fromms und keine Pille, – in der Stille.“ und „Wir beißen in weiße Hälse, bis sie bluten, – bis sie bluten.“ Nina Hagen, deutsche (Alp-)Traumfrau, bewegte die deutsche Befindlichkeit wie nichts anderes. Meine Freundin Assi hingegen gab uns den Udo Lindenberg mit „When I’m sixty four“ (Beatles) auf deutsch: „Wenn ich am Tag nur noch zwei Schnäpse vertrag und nur noch einmal im Monat bumsen mag.“ ♪♫♪ (Text: Udo L., Groningen/Hamburg) – 1979, ein Schaltjahr für Synapsenkitzler. Atze, Macke?
Ich kann mich an kein vernünftiges Interview mit Musikern von Nina Hagen Band (1978/9)/SPLIFF (1978/1984) erinnern, in denen verständlich nachvollziehbar erklärt wird, warum die Jahrhundertplatte Nina Hagen Band (1978) keine gerechte Fortsetzung bekam. Allerdings African Reggae ist damit definitiv NICHT gemeint Möglicherweise muss man dazu Erinnerungen von Potsch Potschka als Lesebuch erwerben, um schlau zu werden. Schließlich geht es um einen der wichtigsten Tonträger Deutschlands im zwanzigsten Jahrhundert à la Zeiten.
Den Rücktritt vom Posten auf #twitter nannte man irgendwie. Da fehlten einem noch die Worte.
Der Rückzug von X (dem Nachfolger von Twitter) hingegen findet sprachlich kaum Hürden. Die Engländer haben den #Brexit hingelegt. Da liegt es nicht fern, den Rückzug von X den Xit zu nennen (sprich: Exit). Das passt. Elon Musk macht es uns so einfach, uns zurückzuziehen.
Klar ist aber auch: Elon Musks asozial gewordenes Netzwerk ist für Menschen mit einem gesunden Menschenverstand kaum noch auszuhalten. Es ist binnen eines Jahres zu einem asozialen Haifischbecken verkommen. Grund genug: Enough is enough. Nuff said.
Die Freiheit der Sprache ist nicht zu mobben und Andere auszuschließen, sie verächtlich zu machen und Hass auf Minderheiten niederregen zu lassen. Insofern steht 2024 im Zeichen des blauen Himmels (bluesky) und das Netzwerk threads (von Facebook) müssen als Ausweichquartiere herhalten.
Das wars auch schon.
Nachrichten- bzw. Relevanzwert: Hoch. Weitermachen…
Weiterführend
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Du benötigst Account: Der Berichterstatter auf Threads
Vermutlich war es eine Art assoziative Kurzschlusshandlung. Er war angefressen, musste in der Anstehschlange stehen, hatte vielleicht seltsame vibes wahrgenommen, ein bestimmtes wording oder das äußere Auftreten der Empfangsmitarbeiter o.ä. und sich spontan was Vorurteilhaftes zusammengereimt… dass er das nicht einen Tag oder eine Woche später richtiggestellt hat und lieber auf der Reaktionswelle der Solidarität surfte, zeigt die innere Zerrissenheit des armen Jungen. wie verloren u nichtgemocht musst du dich fühlen, dich dermaßen selbst zu beschädigen..
schreibt Lokalreporter Gerald Angerer auf Facebook auf Nachfrage und Zusammenfassung durch den Berichterstatter (das bin ich).
Es hat gut gemundet, in diesem virtuellen Lokal namens Facebook, auf dem höchst selten etwas gut mundet, denn es wird zuviel geschrieben, zuviel gehasst, verachtet und herabgewürdigt.
Flucht und Ausreise spiegelten die politischen Verhältnisse der DDR. Eine besondere Signalwirkung besaß der Weggang prominenter Künstler, denn sie waren Identifikationsfiguren. Ihr Seitenwechsel fand im Westen ein starkes mediales Echo und avancierte zum Politikum.
Ein Film von Michael Rauhut und Tom Franke – Gesehen bei Dietrich Kessler (früher Magdeburg, Klosterbrüder) „Ich wollte auch mal Paris sehen. Und dann kann man sagen, in Masuren ist es auch nicht schlecht.“
Auch die Flucht des ostdeutschen Ausnahmegitarristen Eberhard Klunker (Leadgitarrist bei der Modern Soul Band, der Klaus Lenz Big Band und der Hansi Biebl Band) über die Ostsee schrieb DDR-Geschichte. Allerdings waren die Umstände seiner Flucht seinerzeit definitiv nicht in der interessierten Ostpresse nachzulesen. „Im September 1975 flüchtete er gemeinsam mit seinem Freund und Musikerkollegen Olaf Wegener auf spektakuläre Weise aus der DDR. Bei Einbruch der Dunkelheit ruderten sie mit einem Schlauchboot über die Ostsee. Die Fahrt dauerte 16 Stunden und brachte sie wohlbehalten an die Küste Schleswig-Holsteins.“ Veronika Fischer schrieb mir für ein Buch ein Vorwort über Sinn und Unsinn von Nachschlagewerken zum Thema MusikerInnen (West- und Ostberlin). Dabei war 1983 das Erscheinen eines kompletten Ostteils in dem Lexikon die absolute Ausnahme, die das Nachschlagewerk erheblich fetter machte.
Gelungene Zusammenfassung der damals deutsch-deutschen Befindlichkeiten. Ich lernte Dietrich Kessler ca. 1985/6 (geschätzt) persönlich kennen, als er frisch in Westberlin eingereist musikalischen Aktivitäten vorstellte. Ein Macher. Ich arbeitete das Berliner Szenelexikon ROCK CITY BERLIN (Verlag Frieling & Partner) aus, dessen Erscheinen später eingestellt wurde, lange bevor es Internet gab und derartige Nachschlagewerke durch öffentlich abrufbare Datenbanken ersetzt wurden. „Sag mal Deinen Klosterbrüdern, wenn sie weiterhin im Geschäft bleiben wollen, müssen sie sich von ihrem christlich anmutenden Namen verabschieden.“, schildert Dietrich Kessler die Begehrlichkeiten von Kulturbetriebbeschäftigten der Täterä (Manfred Krug für „DDR“ im Volksmund), wie es 1975 zur Namensänderung auf den Bandnamen Magdeburg gekommen war. Mangels eingehender Zeitkorridore für Namenssuchen. Magdeburg, kurz, einfach, prägnant. „Das Wasser fließt nicht von selbst bergauf.“ (Reiner Schöne, Arbeiter- und Bauernschauspieler wider Willen).
Die Liste bester Bandnamen: Grüße gehen raus ans Komitee für Unterhaltungskunst. Keine Band.
Dennoch hat es sich zwischenzeitlich wie viele Bands einfach aufgelöst. War es gar nicht so einfach?
Fragen bleiben unbeantwortet. Die Zeit der Persona-non-grata-Listen beim Staatsrundfunk ist (weitgehend) vorbei.
Ich habe nicht aufgepasst: Oktoberklub ist passé, der November fast verstrichen. Wenn überhaupt gibt es 2023 einen Klub Weinnachten ausrufen. Leudde? Zeiten waren’s.
Ein sehr empfehlenswertes Buch über die Jahre 1970 bis 1989 in dem Berliner Livemusik-Club Quartier Latin. Hier probte Nina Hagen das erste Mal die Liveperformance.
Icon #PositionenPyrate of the Tulipean – #TommyOrg #PyrateStyle #Hamburg #TTT #Tulipstagram
Die Dinge, die wir verwenden, besitzen eine Art Inner Clock. Sie haben ihre Zeit. Irgendwann aber fallen sie aus derselben. Plumps.
So ist es auch mit dem Organizen der Gegenwart. Das Routinegeschäft, die Termine, Besprechungen, Meetings, die wir uns vornehmen, sie gewissenhaft notieren und bei Zeiten darauf zurückkommen. Am besten pünktlich. Dann funktioniert die Absprache mit dem Außen.
Im Inneren ist dabei die Einstellung oft entscheidend. Als Pyrate verfüge ich über eine gewisse Erfahrung im Zeitmanagement. Jedoch ohne Augenklappe links oder rechts.
Anfang Januar 2023 erinnerte ich jedenfalls, ich besäße einen Filofax im Nubuk-Ganzlederformat (Vollleder) der Hamburger Rock’n Roll-Pyraten von Pyrate Style Hamburg. Den Laden gibts heute noch. Früher gab es eine Zweigstelle am Berliner Kurfürstendamm. Das muss so round about 1996/7 gewesen sein. Hier kaufte ich den Kalender mit Filofax-Kalenderblatt-Einsätzen, nachzukaufen im Schreibwarenhandel, jedes Jahr. Heute sind nicht nur die Pyraten in Berlin äußerst selten. Noch seltener trifft man auf einen qualifizierten Schreibwarenhandel, der Filofaxeinsätze verkauft. Hier ist inzwischen Amazon die Wahl der Mittel.
Ich besorgte daher Anfang 2023 einen neuen Filofax-Einsatz für mein Nubuk-Ganzleder-Kalendarium.
Heute kann ich berichten, dass das soziale Experiment gescheitert ist.
Zwar ist das Eintragen von Terminideen mit einem teuren Montblanc-Kolbenfüller mit blutroter Tinte sehr haptisch. Man versaut sich die Finger mit dem Kolbenfüller, weil er undicht und ebenfalls weit mehr als zwanzig Jahre alt ist. Aber es hat keinen Zweck: So schön die Idee, so mangelhaft die tägliche Umsetzung. Man kann klipp und klar konstatieren: Ein Kalender auf dem Smartphone ist wesentlich effizienter. Denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diesen Termin ausdrucken, würde wohl unter jedem Kalenderblatt heute political correct gedruckt stehen müssen, in grün. Steht da aber nicht. Während in jeder Email dergleichen am Ende unterhalb der Signatur steht, um jedem dahergelaufenen Lackaffen eine Corporate Identy zu verpassen, es handele sich um einen grünlackierten Umweltaffen.
Es ist eine kurze Geschichte aus der Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 1984.
Ganz exakt weiß ich es gar nicht mehr. Ist egal, so ungefähr stimmts. In Berlin (West) treffen fünf junge Musiker zusammen, um eine Band zu gründen. Beim Festlegen des Gruppennamens herrscht der Westberliner kalte Wind, in den Übungskellern der Mauerstadt (West) schimmelt das Instrumentarium. Wasser läuft von den Wänden und am Paul-Lincke-Ufer üben Morgenrot, die Musiker von Nena, manchmal ist Mitteregger auch da. UKW, Dr. Koch und etliche andere. Egal.
Zur Festlegung des Gruppennamens wird schnell klar: Jeder der fünf Musiker hat Vorstellungen, will irgendetwas anderes, so ist das Ganze keine gemeinsame Linie. Zur guten Demokratie gehört der Kompromiss. Das ist das schnell erreichbare Sujet der Jungboliden im Zeichen der neuen deutschen Zeit. Wer will gerade jetzt nicht „die perfekte Welle“ machen? Ideals „Ich steh auf Berlin“ ist drei Jahre her. Die Band Interzone bezaubert mit dem fälschlich im Nachhinein als „der rote Hugo“ bezeichneten Genievokalist Heiner Pudelko.
Herbst 1978: Der junge Engländer Mark Reeder landet per Anhalter nachts in Westberlin. Dieser Podcast erzählt die waghalsige und einzigartige Geschichte eines Musiknerds, der vor über 40 Jahren zufällig in Berlin strandet und zu einer Ikone der Musikszene wird. Reeder und seine vielen Wegbegleiter:innen haben maßgeblich den Sound Berlins und den Ruf als „Stadt der Subkulturen“ mitgeprägt. Journalistin Sophia Wetzke taucht gemeinsam mit Mark Reeder in vier Jahrzehnte Musikgeschichte ein, lässt prominente Namen und bisher ungehörte Stimmen zu Wort kommen. Eine Stadt- und Lebensgeschichte, atmosphärisch erzählt mit dem passenden Soundtrack. Welchen Einfluss hatte die besondere Situation der Mauerstadt auf die alternativen Musikszenen und ihren Sound? Waren die 80er und 90er wirklich nur großartig? Was ist von den Berliner Szenezeiten heute noch übrig? Und warum hat sich die Stasi für Reeder interessiert? „Grenzgänger – Die Geschichte des Berlin-Sounds“ erscheint in 18 Folgen. Ab dem 31. August 2023 immer wöchentlich und exklusiv in der ARD-Audiothek.
Ab sofort habe ich mein Kommentierwesen im Internet auf KI umgestellt. Alles andere wäre mir teils zu persönlich. Bitte entschuldigt, wenn in der Überhangszeit Unschärfen auftreten, für die ausschließlich ChatGPT verantwortlich ist. Ich distanziere mich bereits im Voraus schon mal von meinen Beiträgen. (ich gestern, via Facebook, Instagram, Twitter)
Guten Morgen, liebe Freunde und Familie!
Ich hoffe, ihr seid alle wunderbar in den neuen Tag gestartet und habt erholsame Stunden hinter euch. Es ist wieder Zeit, den Morgen mit positiver Energie und einem strahlenden Lächeln zu begrüßen!
Heute möchte ich euch alle daran erinnern, wie wertvoll und einzigartig ihr seid. Jeder von euch bringt etwas Besonderes in diese Welt, sei es eure Talente, eure Freundschaft oder einfach eure einzigartige Persönlichkeit. Nutzt den Tag, um eure Träume zu verfolgen, eure Ziele zu erreichen und eure Leidenschaften zu leben.
Lasst uns gemeinsam diese Woche zu etwas Großartigem machen! Seid freundlich zu anderen, zeigt Mitgefühl und unterstützt einander. Es sind oft die kleinen Gesten, die einen großen Unterschied machen können.
Ein Buch, ein Buch: Ich lese nicht mehr so viel in papierenen, kartonierten Loseblattsammlungen (gebunden). Wenn ich es tue, hat es eine lange Vorgeschichte, denn Stapel von most-wanted-Büchersammlungen säumen meine Vorbereitungstischchen mit Lesewerk.
Erste Eindrücke:
Das Buch habe ich von Olaf (CEO vom YS) vor einiger Zeit erhalten.
Ich kannte Gerlinde und Jürgen einige Zeit und saß mit ihnen kulturvertretungshalber ordnungsgemäß am Tisch des Grauens im Yorkschlösschen. Beide sind seit 2020 bereits verstorben, als ich das Buch im Zusammenhang mit meinem zu seltenen Besuch auf der Yorkmeile erhielt.
Jürgen streiflichtert in dem Buch in einer Art Parvenüritt durchs eigene Leben, geboren in HH, mit 13 übernachtet er bereits bei einer Nutte (ü/40) am Hamburger Harfen (einer Harfennutte), um seiner Stiefmutter zu entgehen, die ihm die Ohren langzieht und als er sich einen runterholen lassen möchte. Das ist nicht verkehrt. Oder wie Jürgen sagen würde: Mir war es recht.
Als Maat und Schiffssteward verdingt er sich im Anschluss an acht Schuljahre und bereist „Nie wieder Indien“, „Oh wie schön ist Panama“-Kanal und Bordelle jener Zeit, auf Schiffspassagen mit hartem Tripper, Peniscillinspritzen und einem Lebenshunger, der zum Bersten taugt. Die acht- bis zwölfjährigen Kinder in den Puffs von Bombay bedauert er und flüchtet nach Zahlung der Apanage. So hat er nicht gewettet. Sein Leben, Pimpern und der Suff: Grage und der Schalk im Nacken, fügt man gedanklich hinzu, hat scharfkantige, präzise Vorstellungen davon und zwinkert heftig mit den Wimpern.
No no, no no no no, no no no no -there’s no Limit (2 Unlimited)
Grenzen- und tabuloser Sex mit Schutzbefohlenen, Rammsteinfans, Till-Lindemann-Verehrer*innen. – GEIL.
Wie frei ist Sex backstage, wenn K.O. Tropfen im Spiel sein sollen? Ist noch nicht Fakt, wurde aber gesagt. Oder hat sie etwa gesagt: „Mach mich willenlos, nimm mich, Till.“ Und er: „JAU“. Welche Rolle spielte Alena Makeeva, die persönliche, unbezahlte Assistentin von Till (O-Ton Rammstein), mit sofortiger Wirkung von allem entbunden? Fan Recuiting für Tills Poppenparade. Es waren Drogen im Spiel. Aha, das ist so, meist. Die Band Rammstein bittet, nicht vorverurteilt zu werden.
Es müssen strafrechtliche Ermittlungen angestellt werden. Sex mit Fans ist nicht strafbar. Es müssen strafrechtlich relevante Tathandlungen hinzukommen. Was die Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) rät, in München solle es bitte keine Backstageparties geben, na und?
Der bundesweite Shitstorm ein Sturm im Wasserglas
Eine Influencerin macht ein langes, schonungsloses Video. Ficken, bumsen, blasen – alles auf dem Stadionrasen. Leudde? Der Mann ist schon sechzig. Sechzig! Karl Lagerfeld beschwert sich backstage: „Das ist Altersrassismus“. Till hat paar Kilo Übergewicht, aber monströs maskuline Gesamterscheinung. Den bumst man nicht, weil er schön und fragil ist. Der bumst, was nicht bei Drei auf Bäumen ist. (Behauptung: nicht bewiesen) – Er hat es selbst gedichtet, wissen einige und zitieren Texte. Diese Texte, in denen er Böse persifliert, Till Lindemann kein Sunnyboy. Das ist Showmanship, was Wahrheit, was Dichtung? So wie nationaldeutsche Behauptungen, in denen Rammstein mit Würgereizen seiner Zuhörer spielt. Immer einen Tick kurz vorm Kotzen.
Was hab ich Glück, binn isch kein Fan von Rammstein. Auch kein Gegner, ehrlich gesagt. Mir gefällt die Attitüde der Band und das, wofür sie gesamtdeutsch steht. Nachwende-Geburt von ostdeutschen Rumpelrockern (verzeiht) arbeiten sie sich konsequent an die Weltspitze hoch. Im Grunde sind Rammstein unvergleichlich, weltweit. Neue deutsche Härte.
Nur die Harten kommen in Garten: Jeder*innen kann bums*innen, mit WAS es (m/w/d) mag. Das ist vollkommen Wurscht. Es geht um Klimäxchen und Maxe, Höhepunkte der Feuerspritzen – und um das Ablassen von zu viel Dampf auf dem Kessel, Hoch- wird zur Niederspannung, in hohem Bogen von größtmöglicher Bühne. Was wenn er sich verschießt? Wer Drogen nimmt, selbst schuld. Unter diesen Umständen mit sechzig den Ständer präsentieren wie ein Gewehr, kann ICH mir NICHT vorstellen. ***Zwinkersmiley*** Meine Damen, sie wissen schon.
Da es in mir drin ist, muss es da auch irgendwie reingekommen sein. So ist das mit der Musik von gestern.
Bis ich dem ständigen Drang nach Aktualisierung meines Chartwissens um die populäre Musik abgeschworen hatte, war das Meiste in meinem Musikgeschmack schon geschehen. Das ist lange her. Von damals ist nur noch das Wesentliche erinnerlich.
Eine der prägendsten Menschen in Sachen moderne Musik waren in meinem Leben die Musiker der früheren Lokomotive Kreuzberg um eine gewisse Frau Hagen, die ein Belcanto beherrschte, dass es nur zu schauerlich schön war.
Einschließlich Gänseblümchenhaut.
Auf ihrer Platte lag sie auf der Veranda übereinanda mit einem Herrn Wichsmann und brauchte Wasser.
Dann folgte Herrn Wichsmann ein SPLIFF und eine Gruppe gleichen Namens entstieg der Hagenschen Aschelandschaft, die diese hinterlassen hatte.
Später arbeiteten diese Musiker solistisch, und einer der direkt Anschließendsten war damit sehr erfolgreiche Herwig „Rudi“ Mitteregger, dessen Wirken ich schon seit der Nina Hagen Band-Erstlingsplatte bewunderte.
Was für ein geiler Trommler, was für eine ungeheure Freiheit in seinem Spiel, sich spielerisch auszudrücken. Außerdem hatte Herwig „Rudi“ damals Annette Kluge als Tourschlagzeugerin am Drumset. Hach.
Referenz seines schlagzeugerischen Könnens:
Aufm Friedhof. Oder Bahnhof Zoo aufm Damenklo (White Punks on Dope).
African Reggae.
Riesig, Alter, riesig.
Ich fand es wahrscheinlich funky. Obwohl es ziemlich funky war.
Aus gegebenem Anlass: Ich gebe der Kraft meiner Gedanken Raum. Machma Hall, Alda! Africcaaaaa……Big Rastaman, livin`in Jamaican Weed, Seeed yah….
Herwig, ich liebe Dich schon immer. Trink doch mal einen Cappucino mit mir. Wenn Du willst, sag Bescheid. Dann komm ich nach Hamburg dafür.
Bei diesen Lokalitäten und teils mit dem Charakter von Buden gibt es die weltbesten Fischbrötchen in Hamburg. Sagt man. Falls Du keinen Cappucino magst, das wär mir Latte. Oder hier beispielsweise zum Vergleich. Bei Tim Mälzer habe ich gehört, der hier macht die besten, aber das wahrscheinlich nur Kampagne von Fiete Gastro.
#49 ist das neue #19 – Wie Jahre die Sicht verändern, aber nicht die Liebe zur Musik
Streng gibt es ein Begeisterungsverbot im Rezitieren alter Herrlichkeit. Wegen Urheberrechtsschutz ist fragwürdig, ob es sich um eine Verletzung der Rechte Dritter handelt, wenn man eine Plattenhülle öffentlich herzeigt. Dass man sich mit einer von John Lennons und Yoko Onos Album Plattenhüllen (Two Virgins z.B.) Ärger einfangen konnte, war früher weltweit bekannt. Das Cover wurde dann in Packpapier neutralisiert. Paul und Linda McCartney, schwarze Sträflingskleidung, Suchspot(t) der Wachtürme. James Coburn und Christopher Lee, zwei Schauspieler sind dabei und unten links Denny Laine, ein gerade noch verbliebenes Mitglied von Paul McCartney & The Wings. Über frühere Alben und ihre Entstehung kann man heute noch blühende, fantasievolle Geschichten erzählen. Ganz anders später. Als ich im Tränenpalast an der Friedrichstr. in Berlin bei einer Gelegenheit den Weltkasse-Drummer Terry Bozzio zu seiner Zusammenarbeit mit Steve Vai (1993) beim Kultalbums „Sex & Religion“ befragte, wie denn die Zusammenarbeit konkret ausgesehen habe, sagte er nur und kürzte damit das Storytelling brüsk ab: „Wir haben uns gar nicht gesehen. Wir haben uns die Bänder hin- und hergeschickt.“ Wie langweilig. 🙂 – In Vietnam it was #19 – Hä?
Band on the Run war meine allererste Paul McCartney. Ich saß als Jungspund im Kino und schaute Leben & Sterben lassen (James Bond), mit Roger Moore. Mein erster James Bond im Kino. Mann, war das geil. Was nun die Musik im Vor- und im Abspann des Films anging, darf ich der Einfachheit auf den obigen Herrn und George Martin verweisen, die diesen Filmtitel ausbaldowerten. Der Song war gar nicht auf dem Album Band On The Run. Ich wusste 1973 (Ich war 11) noch nicht viel, ich wusste, „Der Typ war früher bei den Beatles gewesen?“ – Nachdem ich diese Platte hatte, gehörte sie zu meinen Meistgehörten. Ich hatte auch noch nicht so viele, so war das gar nicht so schwer. Dafür kannte ich alle Songs total auswendig und auch die Reihenfolge der Songs prägte sich für immer ein. Wie oft hörte ich die Platte.
Das war früher so, man hörte ein ganzes Album, aber nicht nebenbei, sondern das Hören war die Hauptsache. Dazu konnte man sich hinsetzen, hinlegen undsoweiter. Später hörte ich noch (sehr viel später), Paul war mit Linda in der Karibik im Urlaub und sie trafen während ihres Urlaubs u.a. Dustin Hoffmann, der dort gerade drehte. Und da lag eine Zeitung herum und sie berichtete von Picassos Tod und welche seine letzten Worte gewesen waren. „Drink to me drink to my health, You know I can’t drink anymore.“ Der Song „Picassos last words“ ist auf dem Album. Dustin Hoffmann lernte an diesem Tag, es ist wahr: McCartney kann jeden Tag einen Song schreiben, allein aus dem Studium der Tagespresse. So wie auch das ganze Album hieß: Wahrer Fakt. Die gesamte Band Wings hatte Paul verlassen, sodass er das Album fast allein aufnahm in Afrika, mit Linda zusammen und mit Denny Laine. Hach, das Album geht mir so sehr zu Herzen. Kann ich mir mit einem aktuellen gar nicht mehr vorstellen. Schade, eigentlich.
Die Verfilmung Alice hat mich tief berührt und mir vieles über Alice Schwarzer nahegebracht. Im Grunde genommen ist der Mensch männlicherseits kaum in der Lage, die Schwarzer zu lieben. Die Verfilmung der Wahrheit: Man kann sie ruhig lieben, es ist nicht gefährlich, denn alles was geschieht, ist Teil eines unterbewussten, großen Vorgangs, in dem Männer selbst auch Opfer der gesellschaftlichen Verhältnisse sind. So wie Esther Vilar im Film als Täter die Frau ins Visier nimmt, wird Schwarzer nicht müde, die Männer vom Thron zu reißen. Ach, es ist schwierig und unergiebig und man bleibt ein Stück ratlos zurück. Das Wirken der Schwarzer kann jedenfalls zusammengefasst nicht zu niedrig wertgeschätzt werden. Es hat zu beträchtlichem Anteil zum Fortkommen der bundesrepublikanischen Gesellschaft beigetragen. Davon zeugen auch die etlichen Einstreuungen historischen Filmmaterials. Nina Gummich: Ganz dicker Daumen nach oben! Goldene Tulpe von mir. (Website: blackbirds.tv)
Nichts in unendlich, so sieh das doch ein.
Als Allerletztes die Vernunft: Ist die Vernunft unendlich? – Das müsste sie wohl sein, wenn wir insgeheim auf einen Sieg der Vernunft hoffen. Doch ist die Vernunft überhaupt in der Zirbeldrüse angesiedelt, wie uns der hiesige Berichterstatter wohl weis machen möchte? Die Samstagsfrage dieses Artikels kommt nicht aus der Hüfte geschossen.