
05.10.2020 – 19.00 Uhr – TORSTEN ZWINGENBERGER 4TET
TORSTEN ZWINGENBERGER 4TET
Patrick Braun (sax),
Kenneth Berkel (piano),
Carmelo Leotta (bass),
Torsten Zwingenberger (drums/percussion)
Hinter diesem Bandnamen verbirgt sich ein Quartett, zu dem sich vier exquisite Berliner Jazzmusiker zusammengefunden haben. Der Meister am Schlagzeug ist sowohl im Jazz als auch im Swing zuhause. Bekannt geworden ist er außerdem als Blues- und Boogie- Woogie-Begleiter. Die Prämisse „It must schwing“ des vor den Nazis nach New York geflohenen deutschen Gründers des berühmten Jazzplattenlabels Blue Note, Alfred Lion, ist auch das Motto der Band.
Gespielt wird moderner Swing, Hardbop, Cooljazz oder auch mal brasilianisches und funkiger Souljazz in einer Mischung aus American Songbook Titeln und Eigenkompositionen der Bandmusiker.
Weitere Infos und Fotos auf: www.greve-studio.de
Diesen Beitrag widmen wir dem unvergessenen Nero Brandenburg und seinem Klassiker: Mein Ding-A-Ling.
Der Berichterstatter

Plückhahn & Vogel – Not Systemrelevant
Das Video zur Situation von Plückhahn & Vogel
Musik & Text: Dietrich Plückhahn
Tonaufnahme: Tonmacherei, Martin Anding (www.tonmacherei.de)
Videoaufnahme & Schnitt: Daniel Vogel
Gastauftritt: Andi Bühler
Alle weiteren Infos über Plückhahn & Vogel findet ihr unter:
www.musik-satire.de
Meine Freundin Abby Rot hat mir gerade dieses Video überspielt, direkt aus Londonberry.
Ich hab es mir schnell angeschaut und zu dieser Website die Systemrelevanz hergestellt, sie bejaht und nun kann hier das Lied des Tages sprießen.
Lasst Euch nicht verdrießen!

Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl (* 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München) war eine deutsche Studentin und Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe Weiße Rose gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.
Die Erwähnung bzw. Würdigung von Sophie als Stellvertreterin einer ganzen Gruppe von Hingerichteten, Opfern des deutschen Nationalsozialismus, erfolgt vor dem Hintergrund einer Banalisierung des Banalismus auf Querdenker-Demonstrationen, auf denen jüngeren Menschen ganze Wissenskontinente wie arktische Eisberge abhanden kommen. Eisberge können doch weinen. In denen diese Menschen kaum noch Wissen und geschichtliche Fakten einzuordnen vermögen, in einem den unverstellten Blick aufs Ganze behindernden Ich und (nochmals) Ich (und …Ich und Ich)-Faktor von Selbstbezogenheit, Selbstüber- und gänzlicher Fehleinschätzung.

Gedenk- und Trauerkerze für Sophie Scholl und alle weiteren Hingerichteten des Prozesses gegen Mitglieder der Weißen Rose (1943) – Wir werden Euch nicht vergessen.
Dem steht ein Gedenken an eine Unbestechliche der Völker gegenüber, eine junge Frau, die weder Angst hatte, für das Richtige einzustehen, noch die Konsequenzen zu tragen. In unserer Tradition des Gedenkens war Mut zur Wahrheit nämlich kein Fehler, sondern das Besondere, das wir uns möglicherweise selbst nicht in ähnlichem Maße zutrauen würden. Insofern ist die Erinnerung an Sophie Scholl voller Liebe und aufrichtiger Bewunderung. Weniger ist nicht denkbar, greifen wir den Kontakt zu unserer Bildung einmal komplett neu auf und gehen wir die geschichtlichen Fakten ihres zu kurzen Lebens durch. In einer Verfilmung spielt dieses Leben eine nachzuvollziehende Rolle, ist recherchierbar und nicht mit ungebildetem, schmerzhaft geschwätzigem Blabla wegzureden. Wir leben nicht in Schwätzingen. Darauf müssen wir beharren. So ist es richtig.
Wir sind es den Geschwistern Scholl, der Weißen Rose als Organisation des Widerstands und als Stellvertreter dieser Gruppe Sophie Scholl schuldig, unseren Respekt auszudrücken, unsere Bewunderung, unser Mitgefühl und Menschen im Jahre 2020 zu vermitteln, dass es das Privileg der Gewürdigten ist, dass wir an Erinnerung an sie nicht ablassen werden. Niemals wieder Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass gegen Diversität der Menschen in sexueller, religiöser oder rassistischer Hinsicht. Wir evaluieren das bessere Deutschland von hieraus.

Ich möchte kein Eisberg seinam warmen Polar.Ich möchte auch richtig schreien,denn nichts ist wunderbar.#Lyrics aus meiner persönlichen Grauzone, frei erfunden
Liebe, Licht, Respekt – Und ein gemeinsames Gedenken an Sophie Scholl an dieser Stelle.
🖤🖤🖤🌷
(Dieser Text erschien am 23. November 2020 auf Facebook als Würdigung in der Spezialistengruppe:Musikerwitze als Antwort/Reaktion auf die furchtbar gedankenlosen Redereien einer Querdenker-Demonstrantin in Kassel.)
Nachgedanken zum Leitartikel (nachträglich hinzugefügt)
Das soziale Netz und der Diskurs
„Gepriesen sei der Mensch, der nichts zu sagen hat und trotzdem schweigt.“ (Frizz Feick, gestern über Redensarten seines Vaters, nachdenklich)
Wir können solche Texte wie diesen ins soziale Netz setzen. Wir müssen allerdings gewärtigen, dass immer da, wo jemand Texte solcher Art hineinstellt, zwangsläufig in kürzester Zeit auch jeder noch etwas dazu zu sagen hat. Viele sagen gute Dinge, manche aber durchaus nicht. Hier sind Kategorien wie Anstand, Respekt und Konsens wichtig.
Immer diese Diskussionen um des Kaisers Bart. Es gab mal eine Band, die hieß: „Notorische Reflexe“. So liegt die Sache hier, ganz einfach auf der Hand. Ich habe notorische Reflexe. Es sind Impulse, mich zu bestimmten Dingen zu äußern. Klar hat jeder andere Reflexe. Dennoch glaube ich ganz fest daran, dass wir ein ganz bestimmtes Pflichtenheft haben, so eine Art minimalen gesellschaftlichen Konsens der Guten (Demokraten). Für mich gehört dazu, darauf hinzuwirken, dass sich ein Deutschland 1933-1945 oder eine Abwandlung davon nicht mehr wiederholen kann.
Nun kommen wir miteinander darüber ins Gespräch, virtuell, und es wird um Worte, Satzstellungen usw. gerungen. Dabei ist das doch im Kern vollkommen überflüssig.
Man kann eine Würdigung wie die hier oben nicht vernünftig angreifen. Ja, aber! ist nicht. Wenn wir nur in etwa vergleichbare Werte und Vorstellungen haben. Ich schreibe solche Texte nicht auf der Suche nach möglichst viel Dissens. Stark strittige Tagesthemen würde ich gar nicht groß öffentlich anreißen. Der Impuls, der oben von einem Kommentator öffentlich „antriggern“ genannt wurde, ist das Andenken und die Liebe zum Werk der Widerstandskämpferin Sophie Scholl und dass dieses niemand in die Relativität zu ziehen berechtigt ist.
Bzw. dass das banalisiert wird, das Böse mit leichtfertiger Geschwätzigkeit zu banalisieren (Hannah Arendt). Mich ficht an, dass wir es Anderen nicht erlauben, bedeutende Dinge und Sachverhalte allzu leicht daher zu nehmen, um sie sich anzueignen und sie damit zu entwerten. Auch keinem Gauland erlauben wir hier seinen Vogelschiss.
Ich sehe eine große Entwicklung der Verdrängung, des Vergessens und der Geschichtsverfälschung. So lange es mir möglich erscheint, werde ich beherzt dagegen einschreiten. Dabei ist das Thema sogar komfortabel. Hier kann doch kein vernünftiger Mensch etwas dagegen einwenden wollen, wenn wir diese schrägen Vorkommnisse (Jana fühlt sich in Kassel wie Sophie Scholl) vollkommen rechtzeitig geraderücken. Was das mit sich antriggern lassen zu tun haben soll? Ich weiß es nicht.
Wenn es was über mich aussagt, ja bitte, sehr gern sogar: Ich habe mich mit dem Nationalsozialismus seit meiner Schulzeit umfassendst auseinandergesetzt. Ich meine, ganz wirklich umfassendst. Ich kenne fast jeden Gesichtspunkt dieser Zeit. Und ich bin durch Auschwitz gelaufen und habe mit Freunden dort um die Opfer geweint. Das war erst in den 2000er-Jahren.
Ja, ich bin sehr offenporig, wenn es um diese Zeit geht und viele Biographien wie die der Geschwister Scholl verdienen es einfach nur, sie in Ehren zu halten und jeden Versuch einer Beschmutzung ihres Andenkens ganz entschieden zu entgegnen. Dass heute 22-jährige Menschen sich auf Demos hinstellen und „schwafeln“, ertrage ich nicht, selbst wenn wir das unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung hinzunehmen haben. Aber es ist keine Meinung. Es ist bullshit, oberflächlich, dämlich, falsch und vom Wohlstand genährt. Das nur ganz kurz zu den Kommentaren. Der Beitrag hier heißt #Würdigung. So ist er verschlagwortet worden und genau so war es mir ein Anliegen.


#Muttizettel
Zu dieser unverhofften Sperrung für 7 Tage kann auch der abgefeimteste Facebook-User nicht viel Vernünftiges beitragen.
Sollte er es aber tun, so bittet man schon mal -wegen Corona- um Verständnis und bedankt sich auch gleich ganz artig dafür, Beschwerden nicht bearbeiten zu können.
Soviel steht fest:
* Es gibt einen weiteren Programmierversuch, um ohne Einsatz von Personal Systemüberschreitungen von Extremisten, Terroristen und dgl. aufzuspüren und diese zu blockieren.
* Hinzu kommt das bereits getestete, aber nicht funktionierende System der Aussperrung für 7 Tage. Dafür gibt es dann ein digitales Führungszeugnis.
* Und ganz egal, ob der beanstandete Inhalt richtig war, also nach demokratischen Maßstäben hätte gepostet werden dürfen, gibt es einen Eintrag ins Klassenbuch.
* Nächstes Mal sind es dann vierzehn Tage. Oder gleich ein ganzer Monat.
Man kann nichts machen.
Oder ein Gericht bemühen.
Das Facebook-Beaufsichtigungssystem für eine umfassende Content-Kontrolle:
Niemand versteht es.
Jahrelang ist es in Ordnung, etwas Belangloses zu posten.
Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht in fünf Jahren zufällig entdeckt wird.
Um umgehend aus dem Verkehr gezogen zu werden.
Das hindert einen daran, noch vernünftig zu denken.
Und gerecht. Also gerecht zu denken.
Aus der Beschwerdeführung meinerseits
Ich kann mich kurzfassen: Facebook setzt einen Algorithmus ein, um „Selektorenbegriffe“ zu filtern und wenn diese zutreffen, wird die Sperrung automatisiert erledigt. Einspruch dagegen funktioniert nicht. Das Problem ist, dass das Selektorensystem nicht intelligent ist. Es ist weder nach deutschem noch nach internationalem Recht verboten, „Deutschland Deutschland über alles“ als Satzphrase zu gebrauchen. Weder im Zusammenhang mit dem gezeigten „Erziehungsbeauftrags- zettel“, noch aus anderen Gründen kann die Formulierung beanstandet werden. Sie ist und bleibt zulässig und ist von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Soweit Facebook die erste Strophe des Deutschlandlieds sperren will, was man vermuten kann, kann ein zufälliger Textauszug nicht für eine Sperrung für 7 Tage als Begründung herangezogen werden. In Deutschland ist es verboten, die erste Strophe zu singen. Es ist nicht verboten, die erste Strophe komplett zu zitieren, z.B. um zu sagen, diese Strophe solle man in Deutschland nicht singen. Jeder vernünftige Kontext mit Sprache ist immer erlaubt. Facebook muss offenbar noch sehr viel üben, insinuativ komplexe Textfragmente auszudeuten. Hier, in diesem Fall, ist das vollkommen daneben gegangen. Peinlich. Peinlich auch, dass man dagegen nichts unternehmen kann. Geradezu lächerlich ist der Hinweis auf Terrorismus, Diskriminierung und dgl. – Lächerlich ist, etwas seit Juni 2015 unbeanstandet zu lassen, um es im November 2020 plötzlich zu sperren. Schon daran sieht man, dass die Sperrung rein willkürlich erfolgt, weil man jetzt (endlich?) technische Mittel hat, gegen diese kurze Paraphrase vorzugehen.
Warum hast Du diesen Inhalt gepostet? fragt man mich.
Der Zweck des Posts ist unmissverständlich. Gezeigt wird ein so genannter Muttizettel (Erziehungsbeauftragung nach Jugendschutzgesetz, Foto), darüber steht geschrieben: „Deutschland Deutschland über alles!“ Hiermit kommt zum Ausdruck, dass es in Deutschland eine sehr, sehr hohe Regelungsdichte mit Gesetzen und Vorschriften gibt und dass (ich) das beanstandungs- und kritikwürdig finde, es ist eine Entwicklung hin zu einem kleinlichen, bis ins letzte ausformulierten Gerechtigkeitsstaat im Gange, in dem ohne bestimmte Vordrucke und Formulare nichts mehr möglich ist. Dieses drückt der Post für jeden unbefangenen, normal gebildeten Leser aus. Er drückt nichts eins von dem aus, was Facebook programmiert hat als „digitalen Anfangsverdacht“. Ich bin insgesamt dessen komplett unverdächtig. Ich bin im Gegenteil besonders sensibel, was bspw. die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland betrifft und gelte überall als besonders geschichtsdetailkundig, diese Zeit betreffend.
Geht es dabei um wichtige gesellschaftlich relevante Themen, werde ich gefragt.
Das ist Ansichtssache. Ich bin grundsätzlich nicht auf Facebook, um andere Menschen zu agitieren. Der gepostete Inhalt verstößt weder gegen deutsches, noch internationales Recht und ist von der Meinungsfreiheit abgedeckt. Etwas anderes zu sagen ist grundlegend falsch. Dieses wäre auch vor deutschen Gerichten ohne jeden Zweifel durchsetzbar.
Neueste Erfahrungen mit Sperrungen
Im Facebook-System sind Neuerungen zu bemerken.
Das System einer Beanstandung von Sperrungen hat noch nie gut funktioniert. So auch im heutigen Fall einer nicht vorhersehbaren Sperrung. Update: 21:30 Uhr: Facebook hat offenbar wieder einen Schalter umgelegt und die Sperrung beseitigt. Benachrichtigt wurde ich darüber nicht. Im Gegenteil.
Nach der ersten Beschwerde wurde mir mitgeteilt, der Post verstoße gegen Gemeinschaftsstandards und man bleibe bei dieser Ansicht (siehe oben).
Neu ist eine Art übergeordnetes Weltgerechtigkeitsgremium, dessen Website hier zu finden ist.
Die hier eingerückten Fragen und Antworten (oben) sind aus dem Beschwerdevorbringen des Berichterstatters auf der vorstehend genannten und verlinkten Website. Kurze Zeit, nachdem von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde (etwa gegen 20:45 Uhr) funktioniert nun Facebook wieder, ohne dass jedoch irgendeine Updatenachricht eingetroffen ist, die dieses updatet. Still ruht der See.

Flaming Youth (with Phil Collins) – Koln, Germany (1970)
Phil Collins with his first band Flaming Youth
Broadcast on December 24th 1970 on WDR Koln Germany
Intro
Earthglow
Weightless
The Planets (Mars – Bringer of War) (Jupiter – Bringer of Jollity)
Changes
The Planets (Venus – Bringer of Peace) (Saturn – Bringer of Old Age)
In The Light of Love
Pulsar
The Planets (Neptune – The Mystic)
Weightless (End titles)
„Arche II – Eine musikalische Pop-Expedition ins All“ – Der äußerst talentierte Herr am Schlagzeug Phil Collins sitzt hinter den Kesseln der Musikgeschichte und spielt sich den Arsch ab. Man sieht ihm seine flammende Jugend nicht an, denn er sitzt vornübergebeugt. Nicht grade aufrecht. Wir schreiben das Jahr 1970. Kurze Zeit später wechselt Collins von der Jugendsünde zu einer Band namens Genesis. Gleichsam außergewöhnlich kommt einem Flaming Youth daher, roh ist der Holzschnitz, wild und frei ist die Attitüde des Musikalischen und immer wieder bricht irgendwie schon das spätere Brand X-Playing des Schlagzeugers Collins durch. Viele haben vergessen, Collins ist ein mehr als nur passabler Schlagzeuger. Nur Jimmy Page (Led Zeppelin) witzelte: „Für Zeppelin ist er nicht geeignet, Phil übt nicht genug.“ (als Ersatz für John Henry Bonham, Aussage ca. 1985 – Live Aid-Zusammenhang). Alles im allem sehens- und hörenswert liefert die Band ein hippieesques Spielvergnügen ab. Phil Collins singt einen Song allein. Geiles Oeuvre. Geile Band.
Digital überarbeitet hat die Sendung vom 24. Dezember 1970 der WDR Köln Billfilm (4.930 Abonennten), der dann auch bittet, ihm einen Kaffee zu kaufen. Der Coffeeshop für Spendierwillige ist verlinkt.
Weiterführend
- Großes Kino: Dem Restaurator einen Kaffee spendieren (Make A Donation)