88/10: Gigs, Review: Im Quasimodo Berlin musizierten Terry Bozzio, Tony Levin und das war Hot Sauce!

Sitze hier im Thairestaurant Elephant, Fasanenstr., Berlin und befinde mich in bester Gesellschaft: der beste Rockbassist der Welt, Tony Levin, stärkt sich am Nachbartisch für das Konzert um 22 uhr im Quasimodo. Dass er nach Hot Sauce fragt, ist nicht verwunderlich.“ (TwitterTweet von Tommy Tulip, 06.04.2010 – 20:53 Uhr)

Ja, das Restaurant Elephant, unmittelbar gegenüber vom Quasimodo, hat auf Nachfrage „hot sauce“ zu bieten. Und so’n heißer Bassist wie Tony, dem ist die thailändische Küche in ‚european style‘ eben etwas zu ‚unheiß‘ – was die Bassgrooves allerdings angeht, benötigen diese in der Regel keine Hot Sauce  obendrauf. Viele davon sind weltberühmt geworden. Dass Terry Bozzio ‚woanders was isst‘, sagt Tony Levin mir auf meine Frage hin, und das wiederum war zu bedauern. Allerdings lautet eine goldene Regel des Paparazzi-Journalismus: Stör Künstler nie beim Essen vor dem Auftritt, das geht schief.

Gestern, am 06.04.2010 fand  ein bereits seit längerem hier angekündigtes Konzert der Meisterklasse statt. Es gaben sich die Ehre:

  • Tony Levin, Bassist
  • Terry Bozzio, Schlagzeuger
  • Allan Holdsworth
  • Pat Mastelotto

Man muss schon den Mut bewundern, den das Quasimodo mit diesem illustren Quartett von Gott begnadeten Musikern an den Tag legt. Denn was geboten wird an einem solchen Abend, das ist alles andere als „billiger mainstream“. Mit der Veranstaltung dieses Konzerts von vier Weltklassemusikern festigt das Quasimodo seinen Ruf als äußerst bedeutender Spielort in Berlin, der seinesgleichen sucht. Das Quasimodo hat im „Spielkeller“ nur einen Fehler: es ist an solchen Tagen zu klein, etwa 350 Zuschauer und der Laden ist voll. Und wie voll. Ausverkauft.  Gestern Abend.

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