

Auf Facebook nehmen wir in einem Beitrag wahr: In Berlin kursiert jetzt ein App, mit Hilfe derer Schwarzfahrende sich wechselseitig darüber verständigen können, wo die BVG derzeit Kontrolleure einsetzt. Das stärkt die Position der Schwarzfahrenden und meldet die Positionen der SchwarzmarktfahrendenkontrolleureInnen, oder wie die heißen.
Das ist illegal, wie jeder weiß. Die Diskussion ergibt im weiteren Verlauf: Man könne die Fahrpreise abschaffen. Dann müsse niemand mehr schwarzfahren.
Der folgende Kurztext behandelt aber den Schlussstrich unter dieser Onlinediskussion.
Eine Userin schreibt: Dieses die Ticketpreise abschaffen, das sei aber ein anderes Thema.
Wir widersprechen: „Nein, das ist meine Antwort zu genau diesem Thema. Das Schwarzfahren rührt immer aus den Gesamtumständen her. Wie z.B. auch das Flüchtlingselend. Sie sind auch nicht da, weil sie kein Unrechtsbewusstsein besäßen.“
Sie so: „Nein, rührt nicht immer von Gesamtumständen her. Bei manchen ja, bei anderen ist es schlicht ein relativiertes Unrechtsbewusstsein.“
Die Diskussion ist überflüssig und Erörtern derartiger Kommentare nur Traffic, Aufregung, das hilft den asozialen Netzwerken, denn die verdienen Geld mit Dissens und Zwietracht. Interessant ist ein Blick auf das Profilbild der Frau, die hier beherzt gegenhält. Sie ist in Bagdad gewesen. Und wiedergekommen. Einfach mal Urlaub da machen. Mich spitzt es an zu einer abschließenden Gesamtbetrachtung: Und dass die Menschen schwarzfahren in Berlin“, während sie in Bagdad Schnappschüsse erstellt. Es inspiriert mich sehr. Ich sehe einen Zusammenhang zwischen Ihrer Art, die Welt zu betrachten und ihrem Kommentieren.

































